Unser Leben in 25/ 50 Jahren

  • Ersteller Ersteller Buttermilch
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Dein Szenario funktioniert aber nur in einer dystopischen Gesellschaft, in der Big Brother endgültig gewonnen hat.
In China funktioniert eine Diktatur mit totaler Medienkontrolle nicht zuletzt, weil das chinesische Volk seit Jahrtausenden unter der Fuchtel lebt. In China gab es nie demokratische Tendenzen. Es gab nie großflächige Bauernrevolten oder anderweitige Volksaufstände. Es gab keine religiösen Schismen. All das, was Europa über die letzten paar Tausend Jahre geformt hat, fehlt in China. Da gab es einfach immer ein Kaiserreich. Jetzt ist das Politbüro der neue Kaiser...

Eine Big Brother - Gesellschaft mit totaler medialer Kontrolle in Europa oder den USA durchzusetzen halte ich für recht unwahrscheinlich. Dafür würde es erst einmal einen extremen Anlass geben, z.B. einen neuen Kalten Krieg, oder direkt einen heißen Atomkrieg.
 
Es reichen vermutlich auch viele kleine Änderungen, es muss nicht unbedingt einen großen externen Anlass für radikale Umstrukturierungen geben. Viele einzelne Beschlüsse tun ihr Werk genauso wie ein ganz großer.

Und diese vielen kleinen Beschlüsse haben wir ja schon.
Man braucht sich nur mal anschauen wie präzise der Geldfluss in Europa und den USA bereits kontrolliert wird und wie weit es mit der flächendeckenden Videoüberwachnung schon gediehen ist (siehe z.B. GB/England).

Somit halte ich es durchaus für möglich dass diese Umstrukturierungen eher schleichend erfolgen. 50 Jahre sind hier ein durchaus passabler Zeitraum um selbst sehr konservativ denkenden Menschen immer noch zu wenig Veränderungen für einen Aufstand zu bieten.

Die Jugend wird die aktuelle Umwelt ohnehin als gegeben ansehen und sich darüber keine Gedanken machen ("war ja schon immer so, ist normal").

Aber vermutlich sind BigBrother und Wirtschaftsdiktatur auch der einzige Weg eine Effizienz zu gewährleisten, die es den Menschen auf diesem Planten ermöglicht selbigen zu verlassen bevor er endgültig unbewohnbar sein wird.

LG Fallaxia
 
Das ist das schöne an uns Menschen. Die Generation, die uns nachfolgt wird alle bisherigen Standards immer ein Stück weit hinterfragen und ändern wenn es dem Zeitgeist entgegen läuft.
- Eine Hochzeit aus zwei Dörfern unterschiedlicher Konfessionen? Früher undenkbar.
- Das Wahlrecht für Frauen? Früher nur Hirngespinste.
- Kinder arbeiten nicht mehr in Bergwerksstollen? Früher hätte das Geld bitter gefehlt.

Die 68er Generation, Studentenrevolten... die Liste mit Gruppen gesellschaftlicher Kritik lässt sich beliebig weiter führen. Es kam in der frühen Vergangenheit immer der Zeitpunkt, der Tropfen, der das Fass zum überlaufen gebracht hat um eine Fehlentwicklung zu stoppen oder zumindest zu korrigieren.

Das Szenario von Big Brother ist dystopisch und meiner Meinung nach nicht zu verwirklichen. Denn ich halte den Menschen für wesentlich weitsichtiger als er in Filmen zum Teil dargestellt wird.
 
@Daaron

Was du da über China erzählst ist einfach falsch.

Im Gegensatz zur europäischen Geschichte, haben in China regelmäßig die Bevölkerung den Dynastien das Mandat des Himmels entzogen, wenn ihre Herrschaft nicht mehr tragbar schien.

Da dies aber nicht Thema dieser Debatte ist hier ein kleiner Überblick der Geschichte Chinas als Spoiler

Um nur exemplarisch einige der größeren Bauernaufstände in China zu nennen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:


207 v:Chr Volksaufstand von Qin unter den von den Bauern gewählten bäuerlichen Kleinbeamten Liu Bang

190 v. Chr. Begin der taoistischen Volksaufstände an deren Ende der Untergang der Han Kaiser stand

9 n.Chr. bis 23 n.Chr. die Wirren unter Wang Mang Erhebung der Landbevölkerung, Berg- und Waldbewohner

17 n.Chr. Aufstand der Bauern unter der Führung der ’Mutter Lü‘ und der ‚Roten Augenbrauen‘

43/44 n.Chr. Aufstand der Bauern im Becken des Roten Flußes

170 n.Chr. folgende, die Bauernaufstände der Huagjin ‚Gelben Turbane‘ (Stichwort alle Menschen sind gleich) besiegelt den Untergang der Han Dynastie

Um 400 n. Chr Volksaufstand bei Ningbo unter Sun En vereinigt mit der taoistischen Wudoumi Dao der ‚Fünf Scheffel Reis‘ Bewegung

Ende 8. Jh. Allgemeine Erhebung der Bauern gegen die Invasoren der Berg- und Nomadenvölker

874 n. Chr. Aufstände von Shandong, Henan und Juangsu. 881 verwüsteten 600.000 Rebellen die Hauptsadt in Chang’an.

Um 1080 n.Chr. der Baueraufstand von Zhejiang unter Fang Lu (Vegetarier Sekte) endet im kollektiven Selbstmord

13./14.Jh. verschiedene Erhebungen der Bauern gegen die Fremdherrschaft der Yuan Dynastie, die Mongolen

So die bereits 1133 n. Chr. gegründete Vereinigung Bailian des ‚Weißen Lotus‘ von Mao Ziyuan, die sich bereits in der Song Dynastie erfolgreich wehrte Steuern zu zahlen oder Frondienste zu leisten.

Ebenso die um 1100 n. Chr. Baiyun ‚Weiße Wolke‘ im Unterlauf des Yangzi

1335 n. Chr. folgten Aufstände in Henan, 1337 n. Chr. folgende in Huan, Guangdong und Sichuan

Den größten Zulauf dieser Volksbewegungen hatten die Hongjin ‚Roten Turbane‘ 1351 bis 1366 n. Chr. Sie war maßgeblich für den Sturz der Song Dynastie verantwortlich

Die Unterdrückung der Chinesen durch die Tibeter und Mongolen führte dann zu ihrem Untergang durch die ‚Roten Turbane‘ der Sohn des ersten Anführers Han Shantongs Han Liner ließ sich 1355 n. Chr. zum Kaiser der neuen Song Dynastie ausrufen.

Ebenso stammt der Gründer der Ming Dynastie aus dem Kreis der Bauernaufstände: Sein Vater war ein wandernder Landarbeiter (sogenannte Gäste) aus Anhui.

1448/49 n. Chr. bspw. Die großen Bauernaufstände in Zhejang und Fujian in Folge der Abwertung des Papiergeldes

Steuererhöhungen im Jahre 1627 bis 1644 n. Chr. führten zu großen landesweiten Erhebungen

Die Greueltaten der Mandschu als Qing Dynastie führte bereits ab 1645 andauernden Bauernrevolten die erst mit Beendigung der Fremdherrschaft 1911 ein Ende fanden

Dies führte zur Neubelebung des Bailianjiao ‚Weißen Lotus‘ gegen den die Mandschu mit aller Härte vorging. 1798 bis 1801 betrugen die militärischen Kosten zur Bekämpfung des ‚Weißen Lotus‘ über 100 Mio liang.

1832/33 schwere Unruhen in Hunan und Guanxi

1851 bis 1864 der Taiping Aufstand mit Millionen Toten, einer Untergruppe des ‚Weißen Lotus‘ der Tianlijiao ‚Himmlischen Ordnung‘ und deren Mandschu feindlichen Untersektionen Tiandihui ‚Himmel und Erde Gesellschaft‘ sowie der Sanhehui ‚Trias Gesellschaft‘. Grundlage war das jahrhundertealte chinesische antike Gesellschaftsideal des jintian der ‚Brunnen-Feld-Gesellschaft‘ in der alle Menschen gleich sind

Es folgen die Ende 19. Jhs. Die Volksaufstände gegen die westlichen Kolonialisten und Imperialisten einschließlich Japans mit der Neugründung der Gelaohui ‚Älteren Brüder‘, Dadaohui ‚Großen Schwerter‘ und Zweige des ‚Weißen Lotus‘. (Im Westen unreflektiert verballhornt fälschlicherweise als ‚Boxer‘ subsumiert)



Die Aufstände folgen alle dem Jahrtausende alten chinesischen Tradition, daß die Dynastien solange geherrscht haben bis durch Bauernaufstände das tianming ‚Mandat des Himmels‘ in andere Hände weitergegeben wurde.


Zum demokratischen Grundverständnis verweise ich auf das Brunnen Feld System, das bis heute das Land bestimmt.

So werden in ganz Südostasien einschließlich China regionale Entscheidung was mit den Dorfmitteln geschehen soll in Zusammenkünften der Dorfbevölkeung abgestimmt, ob und wie die Gelder eingesetzt werden, bspw. für Schulmittel oder Dünger für das Land usw.


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Zur Geschichte Chinas als Einführung empfehle ich

Jacques Gernet, Die chinesische Welt, 1998

Für die Neuzeit

Oskar Weggel, Geschichte Chinas im 20. Jh., 1989,

zum besseren Verständnis Chinas im Allgemeinen

Ders., China, 2002

und seiner Ideengeschichte insbesondere dem Brunnen-Feld-System der Geschichte der 'Basisdemokratie' in Asien, [Stichwort das alte bis heute gültige Sprichwort 'Die Macht des Kaisers endet an der Dorfhecke']

Wolfgang Bauer, China und die Hoffnung auf Glück, 1989

oder wenn du lieber die Quellen direkt einsehen willst bspw. exemplarisch:

Chronicle of Sipsòng Panna, History and Society of a Tai Lü Kingdom, Twelfth to Twentieth Century, Foon Ming Liew-Herres, Volker Grabowsky, Renoo Wichasin, 2012
 
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Fallaxia schrieb:
Und diese vielen kleinen Beschlüsse haben wir ja schon.
Man braucht sich nur mal anschauen wie präzise der Geldfluss in Europa und den USA bereits kontrolliert wird und wie weit es mit der flächendeckenden Videoüberwachnung schon gediehen ist (siehe z.B. GB/England).
Die Videoüberwachung in England kannst du unter Ulk verbuchen. Selbst wenn an jeder Ecke eine Kamera hängt (been there, done that... is nicht so schlimm wie oftmals behauptet) existiert immer noch kein Weg, die Bilder auch auszuwerten. Auf jeden Beobachter kommen da 25-50 Kameras, das behält niemand im Blick.

Die Jugend wird die aktuelle Umwelt ohnehin als gegeben ansehen und sich darüber keine Gedanken machen ("war ja schon immer so, ist normal").
Gerade die Jugend hat aber die Tendenz, aus Prinzip gegen das System zu rebellieren. Ich denke nicht, dass man hier ein dystopisches System überstülpen kann, egal wie schleichend. Dazu müsste gleichmal ein Großteil der Kulturgüter der letzen 50-60 Jahre zerstört werden. Andernfalls würde jemand über Werke wie 1984 stolpern und daraus Schlüsse ziehen.

Noxiel schrieb:
Das Szenario von Big Brother ist dystopisch und meiner Meinung nach nicht zu verwirklichen. Denn ich halte den Menschen für wesentlich weitsichtiger als er in Filmen zum Teil dargestellt wird.
Auch in den Filmen gewinnt am Ende meist der freie Wille, z.B. in Equilibrium.

maksim schrieb:
Was du da über China erzählst ist einfach falsch.

Im Gegensatz zu den europäischen Geschichte haben in China regelmäßig die Bevölkerung den Dynastien das Mandat des Himmels entzogen, wenn ihre Herrschaft nicht mehr tragbar war.
Ok, wieder was gelernt.
Aber schlussendlich bleibt das Ergebnis: Auf einen Kaiser folgte der nächste, ein hübscher Reigen an Fürsten.

Hier greift einfach nur ein System der Gewöhnung, ein "ich weiß es nicht besser". Entweder sind alle Chinesen reichlich maso und wollen unter strenger Hand leben, oder aber sie wissen es nicht besser, da ihre Kultur eben über Jahrhunderte entsprechend geformt wurde.
 
Andernfalls würde jemand über Werke wie 1984 stolpern und daraus Schlüsse ziehen.
Sicherlicht niemand aus dem Durchschnittsvolk. Es ist ja heute schon so, dass so gut wie niemand von den jetzigen jungen Erwachsenen weiß wo überhapt "Big Brother" herkommt, die meisten assoziieren das mit der gleichnamigen Fernsehserie...früher war "Brave new world" auch noch eine Pflichtlektüre in den meisten Schulen (Englischunterricht), heute kennt von den jungen Leuten fast niemand mehr das Buch.

Und ich es ist ein leichtes einfach solche Bücher verschwinden zu lassen, afaik sind 1984 / Brave new world in manchen Ländern auch schon verboten. Ich denke wenn der Menschheit so eine dystopische Zukunft (Die NWO wenn man so will) bevorsteht, wohl erst wenn die jetzigen Erwachsenen mittleren alters ausgestorben sind, die würden das nicht mit sich machen lassen.

Mit Generation Facebook / Generation Call of Duty / Generation Porno / Generation doof könnte es wirklich machbar sein. Denn die haben das kritische und vorrausschauende denken wohl nie gelernt und sind von klein auf zu scheinbar willenlosen Konsumzombies erzogen worden.
 
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Und? In Deutschland ist der Verkauf (nicht der Besitz) von Mein Kampf verboten... trotzdem kriegt mans, wenn mans will. Gibt sogar ne hebräische Ausgabe...

Natürlich verdummt die Jugend, und natürlich kennt sie "alte Schinken" nicht. Aber mal ehrlich: wie viele Werke aus den Goldenen Zwanzigern kennst du? Mit viel Glück musst du nicht googlen, um zu wissen, wer Otto Dix ist.
Aber Dystopien sind permanent Thema in Film, Musik und Literatur. Wenn man eben 1984 nicht gesehen hat, dann hat man evtl Equilibirum oder V gesehen.
 
Mit Generation Facebook / Generation Call of Duty / Generation Porno / Generation doof könnte es wirklich machbar sein. Denn die haben das kritische und vorrausschauende denken wohl nie gelernt und sind von klein auf zu scheinbar willenlosen Konsumzombies erzogen worden.

Ja und von wem wurden sie so erzogen?

wohl erst wenn die jetzigen Erwachsenen mittleren alters ausgestorben sind, die würden das nicht mit sich machen lassen.
Genau von denen ;)
 
Was heißt hier eigentlich Generation Porno?
Pornografie als Kunstform gab es schon im alten Griechenland. Traurig wird die Welt aussehen, wenn es keine Pornos mehr gibt....
 
@Noxiel

Denn ich halte den Menschen für wesentlich weitsichtiger als er in Filmen zum Teil dargestellt wird.

Meiner Ansicht nach ist der Mensch das "dümmste" was dieser Planet in 4 Mrd. Jahren Evolution hervorgebraht hat, und das auch nur mangels natürlicher Feinde (davor waren große Echsen die Feinde der Säugetiere, die bestenfalls unterirdisch überleben konnten).

Der Mensch beutet eine Region aus und zieht dann weiter bzw. schafft Technologie die eine weitere, tiefere Ausbeutung zulassen. Nahezu _alle_ anderen Spezies entwickeln ein Gleichgewicht mit ihrer Umgebung was innerhalb von recht engen Grenzen hin- und her schwankt.

Allerdings haben diese Spezies dadurch auch nie die Möglichkeit einer schnellen Entwicklung im technologischen und kognitiven Sinne. Einfach weil die Erforderniss fehlt. Diese hat der (noch recht dumme) Mensch.

Nun ist es aber so, dass das eben auf Dauer aufgrund begrenzter Ressourcen lokal nicht dauerhaft möglich ist und somit stets der Lebensraum erweitert werden muss um den Fortbestand des Systems (nicht des Individuums) zu gewährleisten. Denn wenn zuviele Individuen in einem System Mangel leiden kippt es auf kurz oder lang.

Von daher hoffe ich für alle jungen Menschen und deren Kinder, dass wir uns technologisch schneller entwicklen als dass unsere Umgebung nicht mehr nutzbar ist, bzw. ausgebeutet ist.

Wenn das geschafft ist sehe ich gutes Potenzial für einen dauerhaften Fortbestand der Spezies Mensch, egal mit welchem politischen System und egal in welcher Gesellschaftsform auch immer das sein mag.

Daher begrüße ich jeden technologischen Fortschritt und sei er noch so unethisch.
Ethik kann man sich nur leisten wenn man im Gleichgewicht lebt. Ethik ist ein Luxusgut, kein Standard.

So, dass wars heute von meiner Glaskugel, morgen mehr wenn ihr denn wollt.
 
Daher begrüße ich jeden technologischen Fortschritt und sei er noch so unethisch.
Du wärst also dafür, wenn es einen Virus gäbe der Milliarden von Menschenleben auslöscht, damit die, die übrig bleiben von vorn beginnen können? Dreist ausgedrückt?

Nein, der Mensch hat als Tier einen solchen Erfolg, weil er ein Gehirn besitzt welches schneller arbeitet als dass der anderen Tiere. JETZT jedenfalls. Die Ausbeutung des Planeten beruht immer noch auf den Ängsten und Trieben.

Der Mensch ist das cleverste was der Planet seit Milliarden Jahren hervorgebracht hat. Jedoch ist der so gut angepasst, dass der einzige Feind entweder von der Erde, vom Weltall, oder von anderen Menschen ausgeht. Jedes Tier hätte, und das muss man sich vor Augen führen, genau dasselbe in der Evolution erfahren wir der Mensch. Dann würden hier keine Menschen sitzen, die in fernster Vergangenheit irgendwann einmal die Affen als vorstufe hatten, sondern ein anderes Tier. Letztlich wäre es aber genau auf das Jetzt gekommen. Da der Egoismus und die Genweitergabe eine solche Form der Weiterbildung fördern. Wenn alle Friede, Freude, Eierkuchen hätten, dann wäre die Welt voll von gefährlichen Tieren, Pflanzen und eben "Menschen". Die alle zusammen leben und dann vielleicht alle bei der nächsten Eiszeit dahingerafft werden damit das Spiel von Neuem beginnt. Nur mit anderen Startvoraussetzungen (weil vielleicht ein paar Delfine überleben).

Mag sein, dass ein Großteil, und eine Gruppe von Menschen strunzdumm ist, ums noch einmal überspitzt auszudrücken: Um die wäre es nicht schade. Wenn die sterben, müssten sich halt die Überlebenden, "cleveren" um den Ackerbau und die Viehzucht kümmern, obwohl sie leistungsmäßig im Gehirn die Quantenphysik gelernt haben.
 
Der Mensch ist das cleverste was der Planet seit Milliarden Jahren hervorgebracht hat.
naja mit kraken, raben und einigen anderen hochintelligenten spezies. wer davon den höchsten iq hat ist noch unklar, aber der mensch hat halt daumen zur präzisen werkzeugnutzung und die möglichkeit einer sehr komplexen kommunikation zur wissensweitergabe, was ihm die überlegenheit über die anderen hochintelligenten spezies verleiht ;)
aber zum thema zukunft und intelligenz lief gestern ein sehr interessanter film. eine komödie mit einer story, die auf einem erstaunlich realistischem szenario basiert: die menschheit verblödet, weil intelligente menschen zu gunsten der karriere auf kinder verzichten und die hilbillies (amerikanische komödie halt) wie die karnickel rumrammeln (überspitzt gesagt, wie gesagt is ne komödie daher natürlich extrem überspitzt). konsequenz: der iq der menschen sinkt von generation zu generation bis nur noch verblödete hinterweltler die welt bevölkern und runterwirtschaften, weil sie mit den einfachsten problemen überfordert sind. der film spielt im jahr 2505. leider weiß ich gar nicht wie der hieß... lief auf sky comedy glaub ich...
 
Idiocracy
 
Feuerferkel schrieb:

Schaut euch den Film an und ihr wisst was der Menschheit bevorsteht... naja vielleicht nicht unbedingt in 50 Jahren... ;)

Hab ich vor einigen Seiten hier im Thread schonmal empfohlen :D

Jetzt muss ich wieder an die Sprinkleranlagen mit Mountain Dew / Gatorade denken.. weil, die haben ja "Elektrolyten" :freak:
 
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Ich glaube es gibt zwei gegenläufige Tendenzen. Die Jugend in Westeuropa, USA Kanada usw. die hat sich weitestgehend angepasst und schwimmt im Strom den die Erwachsnen erzeugen. Hat es die Studenten früher wegen Vietnam auf die Strasse getrieben so sind es heute Studiengebühren. Alle anderen Themen lassen die Mehrzahl der Studenten ziemlich kalt. Sie lernen und akzeptieren das man sich in das System einfügen muss um erfolgreich zu sein.
Auf der anderen Seite sind die Jugendlichen in den sgenanten 3. Weltländern. In vielen dieser Ländern sind Jugendliche in der Mehrheit. Dort steckt noch Potential für wesentliche Veränderungen. Auch deswegen da diese Leute nichts haben was sie verlieren können. Sie können fast nur gewinnen. Die Frage ist wer gewinnt den Kampf um die Köpfe dieser Menschen? Es steht zu befürchten das es die Radikalen sind. Zivilisation ist ein Kunstbegriff und der wird sehr schnell zur Makulatur sobald die wichtigsten Bedürfnisse nicht mehr erfüllt werden können.
Ansonsten ist die Menscheit das höchstentwickelte Raubtier das die Erde hervorgebracht hat. Es hat sich an die Spitze der Nahrungskette gesetzt und darin liegt auch die Gefahr. Niemand kann dem Menschen gefährlich werden ausser der Mensch selber. Menschen leben expansionistisch. Sie sind darauf angewiesen immer weiter zu ziehen und kümmern sich kaum um das was sie hinterlassen. Irgendwann ist der Planet verbraucht wenn es dann kein Ausweichszenario gibt wird sich die Menscheit selbst zerfleischen.
 
Pft... SO überlegen sind wir nicht. Durch die Luft übertragbares hämorrhagisches Fieber mit ner Inkubationszeit von ner guten Woche würde vollkommen ausreichen, um den Planeten kräftig zu entvölkern.
 
Zu Entvölkern vielleicht aber nicht auszurotten. Es würden sich wahrscheinlich ziemlich schnell Resistenzen ausbilden und die Welle zu stehen bringen. Kann sein das es ein paar Millionen Tote gibt. Nicht zu vergessen das in so einer Situation ziemlich schnell ziemlich viel Geld in die Forschung gesteckt werden würde und man relativ schnell ein Mittel hätte. Die Menscheit ausrotten kann eigentlich nur die Menschheit selber oder durch externe Einflüsse, sprich Meteore oder ausserirdische Lebensformen. Dabei denke ich nicht an E.T. sondern eher an das Szeanrio ,was ich für nicht so unwahrscheinlich halte, das ein Meteor Bakterien oder so bei Einschlag freisetzt dem die heimischen Flora und Fauna nichts entgegensetzen kann.
 
Ebola, Hanta und andere hämorrhagische Fieber-Arten gibt es schon seit Menschengedenken (und länger). Trotzdem haben wir bis heute noch keinen wirksamen Impfstoff entwickeln können. Viren (und Bakterien) passen sich viel schneller an, als komplexe mehrzellige Organismen das jemals könnten.

Oder noch besser: Tollwut. Tollwut ist tatsächlich die tödlichste Krankheit auf unserem Planeten. Man kann mit einer Impfung vorbeugen, aber nach Ausbruch ist man garantiert ein toter Mann. Sogar HIV kann man überleben...
Tollwut mit extrem gekürzter Inkubationszeit würde für weite Flächen mehr als ausreichend sein.

Außerdem gern vergessen: Nach einem Exodus durch eine Pandemie, bei der vielleicht so 90% der Menschheit umkommen, würde eine weitere Todeswelle folgen: alle Menschen, die auf bestimmte Technologien oder Hilfe allgemein angewiesen sind.
Kinder würden verhungern. Diabetiker, Herzkranke, Epileptiker,... würden nach einigen Wochen auf dem Trocken sitzen und umfallen wie die Fliegen. Brich dir ein Bein oder schneid dich an einem rostigen Nagel, und du bist so gut wie tot.


Auch die Dinosaurier sind nicht innerhalb eines Jahres ausgestorben. Das Massensterben lief eine ganze Weile. Beim Menschen wäre es nicht anders. Evtl. würden aber einige überleben, genauso wie aus den Dinos eben die Vögel hervor gegangen sind. Homo Superior, wir grüßen dich.
 
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