Unser Leben in 25/ 50 Jahren

  • Ersteller Ersteller Buttermilch
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Onkelhitman schrieb:
Och nein, BITTE! Nicht jetzt auch noch die Weltkriege und den Kaiser Franz auspacken!

ich würd vorsichtig sein den holocaust mit kaiser franz zu vergleichen.
 
Ich vergleiche nicht, sondern weise darauf hin, dass man den Krempel hier in dem Thread überhaupt nicht gebrauchen kann.
 
ahja. wenn du meinst. dann spekulier halt weiter über die zukunft. hat ja ne super substanz das ganze.
 
Mal ehrlich, es sterben sicher mehr im Jahr durch Trunkenheit am Steuern oder es werden mehr Kinder zu hause körperlich wie seelisch vergewaltigt, als es Terrortote in D-Land gibt.
In der tat. Deshalb gibt es allen Grund zur Besorgniss, wenn die hier mit den USA gleichziehen und plötzlich die innere Sicherheit auf ein allzeit hoch fahren...mit Bundeswehr im inneren, Drohnen und pi pa po.

Ich meine sie haben für alles eine Agenda und mich würde die hier wirklich interessieren. Will man dem Pöbel suggerieren, dass man ihn beschützen muss? Wer fällt darauf denn herein? Also viele können das nicht sein..aber lassen es dann trotzdem mit sich machen..
 
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Onkelhitman schrieb:
Ganz ehrlich? Nein! Ich gewöhne mich nicht daran, dass alle um mich herum (lokal, Familie und Freunde,nicht hier, jedenfalls nicht ALLE ) ihren Verstand auf Urlaub schicken oder scheinbar schon extern bei anderen Personen auslagern. (Schatz, mag ich Zwiebeln?) Heute wird für jeden Mist der Computer angeworfen, anstatt einfach mal die Gemüsepfanne zu kochen wird erstmal jeder nach seinem Rezept gefragt, wohlwissend, dass man keinen Paprika mag. Im Verlauf des Gesprächs sickert dann die Wut des Themenerstellers durch, warum denn alle mit Paprika würzen. 20 Posts später merkt dann irgendjemand, dass wohl was faul ist und fragt den Themenersteller, ob er denn Paprika mag. Dieser verneint.

Hat zwar nicht wirklich was mit dem Thema zu tun, ist aber mit weitem Abstand das Beste, was ich in letzter Zeit gelesen habe.
 
...in 50 Jahren:

-Es wird einige Sonderwirtschaftszonen geben in der sich Länder der ganzen Welt zusammen schließen werden, zwischen den Zonen fallen Zölle an, es wird zwischen Rohstoff, Fertigungs und Entwicklungs/Forschungsstaaten unterschieden

-Geld ist nur noch für die Bürger von Bedeutung, Länder und Firmen handeln längst mit "Nutzungsrechten" und Lizenzen

-Demokratien werden zu Wirtschaftsdiktaturen verwässert sein, für viele derzeit "echte" Diktaturen wird es aber ein großer Schritt in Richtung Demokratie sein

-Unterscheidungen und Diskriminierung nach Hautfarbe, Rasse etc. gehören großteils der Vergangenheit an, dafür wird in den Punkten Intelligenz und Position innerhalb des Systems diskriminiert

-Kinder "aus dem Reagenzglas" werden bei vielen Eltern der Standard sein, punktuelle Eigenschaften können gezielt genetisch gefördert werden - da die Krankenkassen Beiträge ebenfalls um mehr als die Hälfte geringer sein werden als bei gewöhnlichen Kindern hat sich dieses Modell durchgesetzt

-Nahrungsmittel werden effizienter angebaut als heute, es wird Multi-Ertags Pflanzen (wie kürzlich von einigen Agrar-Riesen vorgestellt) geben, bei der es z.B. Maispflanzen mit "Kartoffeln" als Wurzelteil gibt

-Wohnraum wird weiter unter und deutlich über die Erde verlagert sein, besonders hohe und tiefe Bauten werden die Städte prägen

-Die ersten Mond- und Marskolonien wurden gebaut und beginnen mit dem Abbau von Rohstoffen, seltenen Erden, Edelmetallen


Das ist meine Vorstellung von "in 50 Jahren" - ich warte gespannt und rege an diesen Text in 50 Jahren, also 2063 nochmal vor zu kramen und entweder herzlich zu lachen oder erstaunt zu erkennen wie absehbar vieles doch gewesen sein muss.

-Fallaxia
 
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OT: Zornbringer hat erfolgreich bewiesen, dass auch Godwin's Law tatsächlich Gültigkeit hat.
 
Entscheidend sind aber die Entwicklung humanoider Roboter. Wenn die genau so viel können wie der Mensch, dann brauchen die Wirtschaftsdiktaturen keine Menschen mehr. -> dritter Weltkrieg
 
Tja, nur steht kräftig zu bezweifeln, dass in den nächsten 50 Jahren tatsächlich eine vollwertige KI erschaffen wird. Eher lösen wir unsere Energie- und Umweltprobleme, bevor wir DIE Nuss knacken.
Ohne vollwertige KI bringt ein Roboter aber nichts, dann ist er eben nur genau das, was die Herkunft des Wortes impliziert: ein Arbeiter, eine Drohne. Sicher, auch verdammt nützlich, damit kannst du das Sklavenvolk am Fließband ablösen. Aber dafür erhöhst du den Bedarf an den Personen, die sich mit der Herstellung, Wartung und Kontrolle von Robotern auskennen.

Ohne KI gibt es keine freie Entscheidung und keine Kreativität. Ohne Kreativität gibt es keine Weiterentwicklung. Kein Roboter kann dir eine Guernica zeichnen.

@Fallaxia: Wozu Kolonien auf dem Mars?
Der Mond könnte sich, aufgrund des Vorrates an He3, durchaus noch lohnen, aber auch nur, wenn ITER in 10-15 Jahren den Beweis erbringen kann, dass Fusionsreaktoren mit positiver Energiebilanz möglich sind. Wenn ITER hier scheitert ist He3 nur ein weiteres strahlendes Stück Abfall.
Aber Mars? Wozu? Was willst du da? Rohstoffe abbauen und zur Erde karren? Unsinn, viel eher baut man den Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter ab, da ist man gleich das Gravitationsproblem los.

Viel wahrscheinlicher ist eine Nutzung der Tiefsee. Da unten gibt es noch Massen an ungenutzten Rohstoffen. Zapf ein paar Black Smoker an, und du hast eine Menge Probleme gelöst. Das ist um einiges wahrscheinlicher als eine Mars-Kolonie. In der Tiefsee stören dich nur Kälte und Druck. Auf dem Mars stören dich: Kälte, Hitze, Sandstürme (die dir deine Kuppeln abrubbeln) und vor allem Strahlung in rauen Mengen. Die 3. Generation Marsianer wären wandelnde Krebs-Kolonien.
 
Fallaxia schrieb:
-Kinder "aus dem Reagenzglas" werden bei vielen Eltern der Standard sein, punktuelle Eigenschaften können gezielt genetisch gefördert werden - da die Krankenkassen Beiträge ebenfalls um mehr als die Hälfte geringer sein werden als bei gewöhnlichen Kindern hat sich dieses Modell durchgesetzt

-Nahrungsmittel werden effizienter angebaut als heute, es wird Multi-Ertags Pflanzen (wie kürzlich von einigen Agrar-Riesen vorgestellt) geben, bei der es z.B. Maispflanzen mit "Kartoffeln" als Wurzelteil gibt

-Die ersten Mond- und Marskolonien wurden gebaut und beginnen mit dem Abbau von Rohstoffen, seltenen Erden, Edelmetallen

1. Würde sich anbieten, vererbbare Krankheiten im Voraus zu "entfernen". Würde sich auf die Pharma-Industrie auswirken, wenn viele genveränderte Menschen da sind, die keine - vorher vererbbaren - Krankheiten kriegen. Aber andererseits können andere Probleme auftreten.

2. Pflanzen- und Tierfarmen in mehrstöckigen Gebäuden und noch bisschen mehr Genveränderung bei Tieren.

3. Für Marskolonien könnte die Zeit etwas knapp sein. Und Rohstoffe am ehesten auf dem Mond abbauen. Wird schon unwirtschaftlich genug sein. Wie gehabt, am ehesten baut man nur das ab, was sich wirklich lohnt, seltene Erden eben.
 
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Ich denke das ist sein zu optimistisches Szenario. Ich denke nicht das wir die Umweltprobleme lösen. Dazu sind m.M. grundlegende gesellschaftliche Umwälzungen notwendig die ich so nicht sehe. Eine Lösung wird m.M. eher so aussehen das es uns egal geworden ist weil eh nichts mehr zu retten ist. Auch bezüglich einer wirklichen KI denke ich eher pessimistisch. In den letzten Jahren hat man keine wirklichen Fortschritte gemacht ausser das die eingesetzte Technik immer besser wird. Es kann natürlich sein das man den Durchbruch schafft aber wenn man des Tempo bisher ansetzt reden wir wahrscheinlich eher von 100 Jahren. Ansonsten wenn es wirklich eine gute KI geben sollte ist die Frage ist es auch wünschenswert? Es würde doch wahrscheinlich so aussehen das man die erstmal nutzt um sich intelligent und effizient umzubringen. Wenn dann noch was bleibt dann um bestimmte Arbeiten noch billiger zu machen und Menschen ersetzen wird. Damit schaffe ich mir sofort ein Riesenpotential für soziale Unruhen und Kriege. Aber dafür gibt´s ja die KI die löst das schon.
Ich sehe das Hauptproblem eben darin das all der technische Fortschritt nicht zu einem grundlegenden gesellschaftlichen Wandel führt und am Ende immer weniger Menschen davon profitieren und ein immer grösserer Rest darunter leiden wird.
 
Es geht nicht darum die Singularität zu erreichen, sondern dass die KI einigermaßen in der Lage ist, Menschen zu killen. Erkennen ob er eine Waffe trägt oder nicht. Hier nochmal ein Video wie intelligent Bilderkennungsprogramme zurzeit sind http://www.youtube.com/watch?v=MiLah8Q0TWk
Man bräuchte nur noch eine Liste gespeicherter Objekte und der Roboter weiss dann um was es sich handelt.

Mars- und Mondkolonien wären nur dann wirtschaftlich wenn Weltraumlifte funktionieren würde.

Was ich noch zusätzlich glaube ist, dass die Motoren für die Mechanik teilweise durch künstliche Muskeln ablösen wird. Dass z.B. die Fahrzeuge aus Biogewebe und Bionic Knochengerüste besteht. Kratzer heilen sich von selbst, Rumpf kann sich dehnen, schrumpfen etc... aber vlt sind 50 Jahre doch zu wenig.
 
Auch mit einer guten Mustererkennung, ein Mensch ist immer im Vorteil, denn er ist zu kreativem Denken in der Lage. Der Roboter erkennt panzerbrechende Minen als solche anhand ihres Aussehens? Tja, dann hüllen wir die Minen halt in Sahnetörtchen. Der Roboter erkennt Menschen als potentielle Bedrohung? Kein Problem, ein Schwein lässt sich gut dressieren und kann eine Menge Nutzlast in Form von Sprengstoffen tragen. Oink-Oink-Boom, Roboterarmee kaputt.

Wir sind viel zu geübt darin, uns auf eigenartigste Weise gegenseitig aus der Evolution auszuschließen. Denkst du wirklich, eine Maschine mit vorprogrammierten Verhaltensweisen kann dagegen anstinken? Wenn dem so wäre, dann wäre ja kein Computerspiel schaffbar.
Im Zweifel hat irgend ein Wahnsinniger genau die Waffe entworfen, auf die die Robotik-Ingenieure nicht im Traum kämen.

Im schlimmsten Falle hilft ein EMP. Ne AK47 geht immer noch, aber ne Reaper Drohne fällt vom Himmel.
 
Soweit mir bekannt ist sind die allermeisten Drohnen mittlerweile "EMP-Hardend", so dass auch hier vermutlich ein EMP nichts bringen wird.
Aber daraum gehts ja auch nicht. Fakt ist, dass der Mensch seit vielen tausend Jahren zu "Behelfskrücken" neigt - also nicht die Schaffung autonomer Einheiten zur Durchsetzung von Interessen, sondern die Schaffung von "verlängerten Armen", gleich welcher Art - von der Keule bis zum Trident Uboot Raketensystem. Für autonome Einheiten müssen noch ein paar hundert Jahre ins Land gehen und die ersten wird man wohl druch den Weltraum fliegen sehen bevor die auf der Erde rumwandeln.

Grüße
Fallaxia
 
Fallaxia schrieb:
Soweit mir bekannt ist sind die allermeisten Drohnen mittlerweile "EMP-Hardend", so dass auch hier vermutlich ein EMP nichts bringen wird.
Die Drohne vielleicht, nicht aber ihr Command-Center.

Aber daraum gehts ja auch nicht. Fakt ist, dass der Mensch seit vielen tausend Jahren zu "Behelfskrücken" neigt - also nicht die Schaffung autonomer Einheiten zur Durchsetzung von Interessen, sondern die Schaffung von "verlängerten Armen"
Das hat natürlich Gründe in der technologischen Schöpfungshöhe. KI haben wir einfach noch nicht drauf...
Aber andererseits hat es auch Vorteile. Ein vollkommen autonomes & intelligentes System könntest du nicht kontrollieren.

Es wird früher oder später einen neuen Oppenheimer geben, der eine KI erschafft, aber ich vermute, es wird eher später als früher passieren. Das Risiko ist sogar größer als bei der Nuke.
 
Die Drohne vielleicht, nicht aber ihr Command-Center.
meines wissens ist das in der us-armee schon im kalten krieg standard geworden. auch die computer da sind speziell vor emp abgeschirmt um im falle eines atomkriegs ausfallsicher zu sein.
emp ist gegen das richtige ziel gerichtet ne nette sache, aber auch kein allheilmittel...

die nordkoreanische armee ist zu primitiv, als das es einen großen effekt hätte, die amerikanische armee ist zu modern... gegen die bundeswehr aber wäre es vermutlich verherend.
 
Irgend etwas muss aber aus dem Bunker heraus gucken. Etwas, das von außen nicht per EMP verwundbar ist, kann auch keine regulären Signale empfangen. Ein Faraday'scher Käfig funktioniert in beide Richtungen.
Schlimmstenfalls röstest du "nur" alle äußeren Antennen-Anlagen und hinterlässt den Bunker blind und taub.
 
es müssen ja nur frequenzen und stromstärken durchgelassen werden, die benötigt werden. das erreicht man durch filterung. alles in dem spektrum ist für die rechner unschädlich. aber das führt langsam am thema vorbei. lassen wir die möglichkeit, dass in 50 jahren eine abschirmung möglich sein kann, einfach mal im raum stehen und machen weiter, ok?
 
Gewagte These: In 25 Jahren werden Terroristen einen Weg gefunden haben, Yellowstone zu destabilisieren. In 50 Jahren lebt kaum noch etwas auf diesem Planeten.
 
Terroristen haben stets eine Verwundbarkeit: Sie haben nur "Weichzielpotenzial". Riesige Gebiete, die wie Yellowstone sicher mit geeigneter Technik in 50 Jahren instabil werden könnten, werden von Terroristen nur schwerlich angegriffen werden können, da die Technik dazu fehlen wird, bzw. zu komplex in der Bedienung und Vorbereitung ist.

Generell, das Terror-Problem wird in bereits wohl 15-20 Jahren gelöst sein, indem es wie gesagt unterschiedliche Wirtschaftszonen mit starken Reiserestriktionen geben wird.

Terroristen "leben" davon, dass ihnen stets einzelne Individuen in ihrer fanatischen Denkweise folgen und dann ihrerseits Terroristen werden. Aber nun stellt euch mal vor ein Terrorist reist in eine "Industriezone", z.B. USA ein und vollendet dort sein böses Werk.

Die Medien würden staatlich dazu verdonnert sein _nichts_ darüber zu berichten.
Stellt euch mal vor über 9/11 hätte nie ein Sender und Radio jemals berichtet.

90% der Deutschen und praktisch alle Bürger in Nah-Ost wüssten nichtmal dass dort etwas passiert ist. Da hätten es Fanatiker schwer neue Mitglieder zu finden.

China macht das vorbildlich vor. Dort werden knallhart alle Terror-Ereignisse wegzensiert die im Inland so passieren. Das führt einfach dazu, dass fanatische Gruppen praktisch keinen "Aufwind" bekommen und so nicht, oder nur sehr schwer Mitglieder anwerben können.

Wenn ein Bürger in Florida Angst bekommt, weil zwei Türme in NewYork umfallen, dann haben Terroristen ihr Ziel voll erreicht.

Grüße
Fallaxia
 
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