DDM_Reaper20
Lieutenant
- Registriert
- Feb. 2007
- Beiträge
- 1.005
@ Domski, Scrush
Als schon oft Angepöbelter kann ich nur eines sagen: Ich hatte und habe nie eine Waffe dabei. Mein (loses) Mundwerk hat mich bisher vor Schlimmerem bewahren können.
Wer ernsthaft meint, eine Waffe könnte ihn effektiv schützen, übersieht die folgenden Punkte:
1. Wer mit einer Waffe nicht WIRKLICH gut umgehen kann, sollte sie zu Hause lassen -- im Ernstfall kann er sie dann nämlich gleich seinem Angreifer aushändigen.
2. Eine Waffe führt blitzschnell zu einer Eskalation, die für das Opfer tödlich enden kann. Selbst wenn die Situation "gut" ausgeht, kann die Eskalation zu ernsten strafrechtlichen Konsequenzen führen. Siehe dazu auch Punkt 4.
3. Der Angreifer hat i.d.R. den Vorteil, seine Gewalthemmung -- so er sie überhaupt hat -- bereits überwunden zu haben. Der Verteidiger muss das erst noch. Durch das Ziehen einer Waffe durch das Opfer fühlt sich der Angreifer dann noch "moralisch gerechtfertigt".
4. Wer sich mit einer Waffe gegen einen unbewaffneten Angriff zur Wehr setzen will, schießt schnell über die reine Notwehr hinaus, wenn er nicht wirklich aufpasst.
Vor etlichen Jahren ging's mal durch die Zeitung: Ein bis dato unbescholtener Bürger sah aus dem Fenster und erblickte ein paar jugendliche Rowdies, sie sein Auto demolierten. Flugs schnappte sich besagter Bürger eine Eisenwurz und eilte, sie Mores zu lehren.
Es kam zu einem kurzen, aber lebhaften Handgemenge. Die Jugendlichen enteilten, aber er spornsreich hinterher, und es gelang ihm, einem der Flüchtenden so richtig was mitzugeben.
Der so Angeschlagene ging vor Gericht, prozessierte und gewann. Er hatte eine Lähmung davongetragen. Die Begründung war, dass der Angeklagte (der Autobesitzer) die Grenzen der Notwehr eindeutig überschritten hatte, weil der Angriff (auf sein Eigentum) bereits beendet war (die Täter rannten weg), als er den einen von hinten niederknüppelte.
Ging für ihn ziemlich teuer aus. Schmerzensgeld, Schadensersatz etc.
Sollte man vielleicht im Hinterkopf behalten, bevor man wie Django rumläuft.
Wie schützt man sich nun? Ich persönlich meide Gegenden, wo es richtig zur Sache gehen kann. Ansonsten halte ich von Gruppen Abstand, die nach Randale riechen, gehe selbstbewußt, ziehe nicht den Kopf ein, kurz, ich bemühe mich, kein Opferverhalten an den Tag zu legen.
Ansonsten -- lieber ein bißchen Kohle verloren, als nachher noch zum Krüppel geschlagen und keiner zahlt.
Als schon oft Angepöbelter kann ich nur eines sagen: Ich hatte und habe nie eine Waffe dabei. Mein (loses) Mundwerk hat mich bisher vor Schlimmerem bewahren können.
Wer ernsthaft meint, eine Waffe könnte ihn effektiv schützen, übersieht die folgenden Punkte:
1. Wer mit einer Waffe nicht WIRKLICH gut umgehen kann, sollte sie zu Hause lassen -- im Ernstfall kann er sie dann nämlich gleich seinem Angreifer aushändigen.
2. Eine Waffe führt blitzschnell zu einer Eskalation, die für das Opfer tödlich enden kann. Selbst wenn die Situation "gut" ausgeht, kann die Eskalation zu ernsten strafrechtlichen Konsequenzen führen. Siehe dazu auch Punkt 4.
3. Der Angreifer hat i.d.R. den Vorteil, seine Gewalthemmung -- so er sie überhaupt hat -- bereits überwunden zu haben. Der Verteidiger muss das erst noch. Durch das Ziehen einer Waffe durch das Opfer fühlt sich der Angreifer dann noch "moralisch gerechtfertigt".
4. Wer sich mit einer Waffe gegen einen unbewaffneten Angriff zur Wehr setzen will, schießt schnell über die reine Notwehr hinaus, wenn er nicht wirklich aufpasst.
Vor etlichen Jahren ging's mal durch die Zeitung: Ein bis dato unbescholtener Bürger sah aus dem Fenster und erblickte ein paar jugendliche Rowdies, sie sein Auto demolierten. Flugs schnappte sich besagter Bürger eine Eisenwurz und eilte, sie Mores zu lehren.
Es kam zu einem kurzen, aber lebhaften Handgemenge. Die Jugendlichen enteilten, aber er spornsreich hinterher, und es gelang ihm, einem der Flüchtenden so richtig was mitzugeben.
Der so Angeschlagene ging vor Gericht, prozessierte und gewann. Er hatte eine Lähmung davongetragen. Die Begründung war, dass der Angeklagte (der Autobesitzer) die Grenzen der Notwehr eindeutig überschritten hatte, weil der Angriff (auf sein Eigentum) bereits beendet war (die Täter rannten weg), als er den einen von hinten niederknüppelte.
Ging für ihn ziemlich teuer aus. Schmerzensgeld, Schadensersatz etc.
Sollte man vielleicht im Hinterkopf behalten, bevor man wie Django rumläuft.
Wie schützt man sich nun? Ich persönlich meide Gegenden, wo es richtig zur Sache gehen kann. Ansonsten halte ich von Gruppen Abstand, die nach Randale riechen, gehe selbstbewußt, ziehe nicht den Kopf ein, kurz, ich bemühe mich, kein Opferverhalten an den Tag zu legen.
Ansonsten -- lieber ein bißchen Kohle verloren, als nachher noch zum Krüppel geschlagen und keiner zahlt.