Waffen für den Selbstschutz kaufen

Wie auch immer, bei meiner Mutter ist er nicht mehr eingestiegen!!!

Ich rede ja nicht von der Möglichkeit den Täter zu stellen sondern von dem extrem ehöhtem Risiko!!! Unter Umständen zahle ich mit einem Messer in der Brust oder ner Kugel im Bauch! Das muss nicht - kann aber! und das zahlt Dir dan keine Versicherung noch nutzt es Dir was wenn der Täter gefasst würde. Wenn es um die Gefahr für Leib und Seele geht ist wie schon gesagt Flucht das Beste und in Bezug auf Einbrecher das sicherste. Und die potentiell gestohlenen Sachen - soll er sie doch mitnehmen, ich kauf mir dann neue!
 
@ Darkwonder

Genau, ein Einbrecher reagiert im Zweifel panisch. Panische Menschen neigen zu völlig übertriebenen Reaktionen, wie z.B., den sie Stellenden kalt zu machen.

Die Polizei rät nicht ohne Grund dringend davon ab, den Helden spielen zu wollen. Die Notärzte auch. :D
 
Um mal einen anderen Aspekt hineinzubringen:

Wenn man davon ausgehen würde, dass sich wirklich Menschen Schusswaffen zur Selbstverteidigung kaufen würden / dürften, dann stellt sich doch die Frage nach der Verhältnismäßigkeit, oder?

Ich meine, nur weil jemand meinen neuen Flat-TV klauen will, habe ich moralisch nicht das Recht, ihn tödlich zu verletzen oder auf ihn überhaupt auch nur zu schießen. Soviel sind materielle Gegenstände niemals wert, dass man einen anderen Menschen dafür tötet.

Abgesehen davon bezweifel ich mal, dass die meisten auch legalen Waffenbesitzer überhaupt auch nur annähernd in der Lage wären, ihre Schusswaffe einer Selbstverteidigungssituation angemessen handhaben zu können. Dazu gehört mehr als nur etwas Pappscheibengeballere. Schaut Euch mal bei den Kollegen der SSk, KSK oder den MSV der Marine um, wie häufig und wie viel die Schießtraining machen und trotzdem werden Leute aus Versehen bei Einsätzen tödlich getroffen, obwohl man sie nur festnehmen wollte.
EIne Schusswaffe zur Selbstverteidigung macht nur dann Sinn, wenn es auf Leben und Tod geht, z.B. bei einem Mordversuch.
Alles andere ist doch Harakiri.
Ergänzung ()

PS.
Heute ist es außerdem so, dass viele Einbrüche / Übergriffe von ausländischen Banden begangen werden.
Verletzt man den Täter, dann rächen sich die anderen Mitglieder bei einem. Glaubt mal!
Die kennen ja nun die Adresse ;-)
 
Ich meine, nur weil jemand meinen neuen Flat-TV klauen will, habe ich moralisch nicht das Recht, ihn tödlich zu verletzen oder auf ihn überhaupt auch nur zu schießen. Soviel sind materielle Gegenstände niemals wert, dass man einen anderen Menschen dafür tötet.

Moralisch mglw. nicht, juristisch in bestimmten Fällen schon.
 
Da wo ich herkomme, ist es völlig normal, dass man bewaffnet ist und potentielle Einbrecher über den Haufen schießt.

Moralisch nicht das Recht haben? Wir reden hier nicht darüber, wahllos kleine blinde Mädchen mit einem Rasenmäher zu überfahren, sondern jemanden davon abzuhalten;
a) mir köperlichen Schaden zuzufügen
b) Dinge an sich zu nehmen, für die ich gearbeitet habe

Niemand wird dazu gezwungen, bei anderen Leuten einzubrechen und diese zu bestehlen. Wer also dieses Risiko freiwillig auf sich nimmt, gibt meiner Meinung nach jegliche Ansprüche auf seine körperliche Unversehrtheit usw. ab.


Natürlich sehen die Dinge in Deutschland etwas anders aus. Hier ist es ja normal, dass Täter mehr Hilfe erfahren als Opfer und anständig bewaffnen darf man sich auch nicht.

Aber bringen Pfefferspray, lustige Kampfkünste, Softair-Waffen oder Baseballschläger etwas? Nein.
- Pfefferspray wirkt nicht gegen alle Menschen. Was genau macht ihr, wenn ihr jemanden einnebelt, eventuell euch auch, und euren Kontrahenten interessiert das einfach nicht?
- Ihr liegt im Bett und neben euch steht ein Einbrecher. Wie lange denkt ihr, braucht ihr, bis ihr die Decke weggezogen, eventuell eure Freundin von euch runter geschoben und aufgesprungen seid?
- Softair-Waffen. Sorry. Hände hoch oder ich schieße... in Deutschland... ernsthaft, das klappt doch nicht?!
- Baseballschläger sind einfach zu unhandlich. Wäre Baseball in Deutschland verbeitet, würde auch die breite Masse wissen, dass man sich damit nicht so einfach durch Gegnermassen mähen kann.

Ich verstehe auch nicht, wozu überhaupt diese last-man-standing Geschichten?

Sekundärtüren z.B. zur Garage oder in den Keller aus schweren Stahltüren mit entsprechenden Sicherheitsschlössern und zusätzlich mechanische Verriegelung, wer auf Nummer sicher gehen will zwei Querriegel wie in schlechten Filmen.
Fenster im Erdgeschoss und Keller mit schweren Gittern versehen, alle Fenster natürlich mit Sicherheitsschlössern.
Die Eingangstür ebenfalls so gut wie möglich gesichert, u.a. kann man ja auch Sicherheitsglas verwenden, welches nicht mal eben eingeschlagen werden kann.

Und das Wichtigste;
Das Schlafzimmer gesondert absichern, ich will jetzt nicht unbedingt sagen, dass man sich einen kompletten Panic Room einrichten soll, aber auch hier sollte eine schwere Stahltür, die man natürlich nachts verschließt, nicht fehlen.
So Späße wie Überwachungskameras, Unversehrtheitsmelder für Fenster und Türen (gibt es das Wort im Deutschen? :)) sowie Bewegungsmelder (welcher einen Alarm im Schlafzimmer auslöst) sind ja nicht mal unbedingt notwendig und die Kosten halten sich auch in Grenzen. Ist man z.B. nur nachts zu Hause, reicht es ja, wenn man nur sein Schlafzimmer so absichert... arbeitet man auch zu Hause, lohnt es sich natürlich mehr, auch den Rest abzusichern.



Aber hey, wenn ihr schon lieber planlos offensiv vorgehen wollt anstatt sinnvoll und überlegt defensiv, dann doch bitte direkt mit Uzi oder automatischer Schrotflinte. :D
 
Zuletzt bearbeitet:
@ C3rone
Da wo ich herkomme, ist es völlig normal, dass man bewaffnet ist und potentielle Einbrecher über den Haufen schießt.
Texas?

ist ja auch egal....

@ chancaine
Heute ist es außerdem so, dass viele Einbrüche / Übergriffe von ausländischen Banden begangen werden.
Verletzt man den Täter, dann rächen sich die anderen Mitglieder bei einem
Du willst damit also sagen, dass man dieses Getue von ausländischen Banden am besten aussitzen soll und nichts dagegen unternehmen sollte?
Tja, dann hätte wir wohl bald solche Zustände wie in den USA oder in Italien zu besten Mafia-Zeiten!
Nein, es ist schon ok, wenn man sich wehrt - was natürlich nicht heissen soll, dass man mit einem Kartoffel-Messer auf eine Gruppe von Gegner zugehen sollte, wo der am schlechtesten Bewaffnete immer noch eine Machete hat!
Gerade das Risiko das die Banden eingehen, dass mal einer nicht
- kannte ich noch nicht den Begriff - gibt, veranlasst sicherlich die ein oder andere Amateur Gruppe von Einbrechen den Bruch nicht zu begehen!
Eins ist klar, wer bei mir einbricht und sich von mir erwischen lässt, vielleicht noch mit einer Reaktionszeit von 2-3 Minuten, der zieht den kürzeren auf die ein oder andere Art und Weise und auch wenn ich dann vom Gesetz die Keule spüre, bin ich mir doch bewusst, dass ich in diesem Augenblick mehr für die Sicherheit getan habe, als es die Polizisten schaffen, die wiedermal malerisch an unserem hiesigen Kiesteich in der Nacht ihre Schicht verschlafen.
 
C3rone schrieb:
Da wo ich herkomme, ist es völlig normal, dass man bewaffnet ist und potentielle Einbrecher über den Haufen schießt.

Kommst du aus dem Mittelalter oder aus einem diesbezüglich unzivilisierten Land wie den USA?

C3rone schrieb:
Natürlich sehen die Dinge in Deutschland etwas anders aus. Hier ist es ja normal, dass Täter mehr Hilfe erfahren als Opfer und anständig bewaffnen darf man sich auch nicht.

Könntest du das bitte mit ein paar Fällen (die nicht unbedingt in der BILD standen) belegen? Ansonsten halte ich das für ein ziemlich schwaches Argument, das darüber hinaus einen Wahrheitsgehalt hat, der gegen Null geht.

C3rone schrieb:
Aber hey, wenn ihr schon lieber planlos offensiv vorgehen wollt anstatt sinnvoll und überlegt defensiv, dann doch bitte direkt mit Uzi oder automatischer Schrotflinte. :D

Schon klar. Es gibt gute Gründe warum solche Waffen in Deutschland extrem strikten Gesetzen unterliegen bzw. gar verboten sind.

Lars_SHG schrieb:
Du willst damit also sagen, dass man dieses Getue von ausländischen Banden am besten aussitzen soll und nichts dagegen unternehmen sollte?
Tja, dann hätte wir wohl bald solche Zustände wie in den USA oder in Italien zu besten Mafia-Zeiten!

Nein, man sollte aber nicht in die Arbeit der Polizei eingreifen.

Lars_SHG schrieb:
Eins ist klar, wer bei mir einbricht und sich von mir erwischen lässt, vielleicht noch mit einer Reaktionszeit von 2-3 Minuten, der zieht den kürzeren auf die ein oder andere Art und Weise und auch wenn ich dann vom Gesetz die Keule spüre, bin ich mir doch bewusst, dass ich in diesem Augenblick mehr für die Sicherheit getan habe, als es die Polizisten schaffen, die wiedermal malerisch an unserem hiesigen Kiesteich in der Nacht ihre Schicht verschlafen.

Solltest du damit auf den Besitz/Gebrauch einer Schusswaffe anspielen, möchte ich dich darauf hinweisen, dass du damit dann auch nicht mehr viel besser bist als die vermeintlichen Einbrecher. Es gibt gewisse Gesetze in Deutschland und die sollten eingehalten werden. Und nur weil andere diese Gesetze übertreten, ist das noch keinerlei Legitimation für einen selbst, das auch zu tun.
 
@ The_1st_Knight
Solltest du damit auf den Besitz/Gebrauch einer Schusswaffe anspielen, möchte ich dich darauf hinweisen, dass du damit dann auch nicht mehr viel besser bist als die vermeintlichen Einbrecher.
Wenn ich mich also bei einem Einbruch verteidige - möglicherweise mit einer Waffe, für die ich einen Waffenschein besitze, bin ich also in Deinen Augen genauso schlimm wie die Verbrecher die bei mir einbrechen?
Na herzlichen Dank, soweit ist es mittlerweile gekommen - das Gesetzverdreher sowas für Ihre Angeklagten erreichen ist vielleicht noch legitim, wenn auch geschmacklos, aber von einem Aussenstehenden sowas zu hören ist mir dann doch neu!

Wie machst Du es denn, legst Du Deine Kreditkarten, Wertgegenstände jede Nacht vor die Tür?
 
Also Verteidigung kann und soll schon sein, aber man sollte erst nachdenken, bevor man etwas Unüberlegtes tut.
Und ich sage 99% von Euch auf den Kopf zu, dass Ihr das nicht könnt, wenn es zu einem Überfall mit Gewaltandrohung (=Raubüberfall) kommt!
Ich bin da auch nicht viel weiter, habe aber durch Kampfkunst, nach der Ausbildung Bund (MarSchKomm im MSB1), IPSC, Kriseninterventionstraining, etc. einiges für den Umgang mit Adrenalin (und nur darum geht es eigentlich) getan und wurde vor zwei Jahren trotzdem auf offener Straße angegriffen, wobei ich im ersten Moment nicht richtig reagieren konnte. Das hat leider dazu geführt, dass der eine Angreifer einen Zahn verloren hat und der andere mit ner gebrochenen Nase im Klinikum Krefeld aufwachte.
Die Polizei hat mir im Nachhinein vorgeworfen, daß ich hätte weichere Techniken anwenden müssen, weil ich - angeblich eine lebende Waffe wäre. Soviel zum Recht auf Selbstverteidigung.


Eigentlich eine Unverschämtheit, denn Furcht, Schrecksekunde (wie beim Autofahren) und Überlegenheit der Täter müssen auch von einem erfahrenen Kampfsportler erstmal überwunden werden, bevor man sich zur Wehr setzen kann.

Hätte ich die Schrecksekunde nicht gehabt, dann hätte ich mit nem Witzchen die Situation vielleicht auflockern und entschärfen können. Der Beste Kampf ist der vermiedene Kampf!

Deshalb bin ich halt auf dem Standpunkt, dass man die Polizei ihre Arbeit machen lassen soll und nicht mit scharfen Waffen etc. rumfuchteln sollte. Am Ende verletzt man nur sich selbst damit.

Ich sage nur: Vorsicht vor der hinterhältigen Matte
 
Zuletzt bearbeitet:
@The_1st_Knight
Nein vielleicht kommt er aber aus einem Land wo der Einzelne Bürger noch Rechte hat.

Dazu gibts auch "Waffen" die nicht als Waffe eingestuft sind.
Nen schönen schweren Metall Stab mit ner scharfen Spitze oder Messer dran reicht da schon oder nen Paar kleine Beile zum werfen etc.

Nein, man sollte aber nicht in die Arbeit der Polizei eingreifen.
Als ob die Polizei rechtzeitig da wäre oder mir mein Eigentum wieder zurück bringen würde.

Heute ist es außerdem so, dass viele Einbrüche / Übergriffe von ausländischen Banden begangen werden.
Verletzt man den Täter, dann rächen sich die anderen Mitglieder bei einem. Glaubt mal!
Hm vor was haben die mehr angst, wenn du dich Feige versteckst und dich frei Ausrauben lässt oder wenn du dich wehrst?
Wenn du nichts tus, wirst du bald wieder besucht.
Wenn du dem Einbrecher die Stirn bietest, sehen sie auch dass du es dir nicht gefallen lässt.
Die wollen meist schnell und einfach abräumen, wenn man von den Ausländischen Banden ausgeht wird es die wohl auch nciht interessieren, wenn da mal einer zu Boden geht.

Zum Flat Tv, warum nicht? ^^
Ich sag mal so das hatten wir jetzt in dem Thread zwar schon mal, aber wenn mir jemand etwas stehlen möchte das mein Eigentum ist und ich bezahlt habe werde ich es nciht ohne Gegenwehr hergeben.
Wenn er mich dabei Töten würde, wäre er wegen Mord dran bestenfalls wegen Totschlag.
Es darf sich schlicht weg nciht für ihn lohnen, dass er bei mir einsteigt.

@C3rone
Je Nach Größe etc. kostet das dann aber auch schon einiges. Ist dann aber eine gute Abschreckung.
Müsste man halt alles im Grunde schon beim Bau mit "einbauen"

@chancaine
Solange du sie dabei nciht umbringst und danach nen Anwalt nimmst, wirst da auch mit Selbstverteidigung raus kommen. Musst nur aufpassen was du ihnen und der Polizei gegenüber antwortest.
Meiner Meinung nach hast du sogar richtig Gehandelt, sie haben dich angegriffen und du hast sie schnellst möglich ohne größere Schäden ausgeschaltet.
Wie ist dann eigentlich am Ende ausgegangen für dich und die Angreifer?
(Die Polizei kann ja immer viel sagen ^^)
 
Zuletzt bearbeitet:
Das geilste ist ja, dass die sich wohl gedacht haben, mit dem blöden Deutschen kann man's machen.
Sind beide halt etwas naja, sagen wir es ruhig, südlicher beheimatet. Ihr wisst bescheid ;-)
Typ Türsteher / Bodybuilder / Ich-kann-mir-alles-erlauben-weil-meiner-Familie-das-Viertel-gehört

Allerdings wäre es etwas anders ausgegangen, wenn jemand ein Messer dabei gehabt hätte.
Dann wäre der größere mit der Nasenfraktur wohl nicht mehr aufgestanden.
Sorry, aber das sind Reflexe, die jahrelang antrainiert wurden. Mittlerweile versanden sie etwas bei
Bier und Chips, aber grundsätzlich ist alles mit Waffen nochmal gaaanz anders.

Ihr habt auch recht mit dem Schutz des Eigentums, der ja vom Recht gedeckt ist.
Ich denke halt nur daran, dass ich keinen für 2,50 komplett zerstören möchte.
Auch wenn es ein Krimineller ist. Ich rede daher ja auch vom moralischen und nicht
vom juristischen Recht, einer Person körperlichen Schaden zufügen zu dürfen.

Wenn Dich jemand beim Versuch, den TV zu klauen tötet, ist es übrigens "nur" Raub mit Todesfolge. Das gibt dann vielleicht 10-12 Jahre.
Mord ist es nicht, denn dazu fehlt Vorsatz, den man bei einfachem Raub nicht nachweisen kann.
Bzw. schwerer Raub, wenn Waffen und Gewalt hinzu kommen.

Gut, dass ich im Souterrain wohne. Keiner nimmt an, dass meine Bude mit Elektronik vollgestopft ist
:D
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn Dich jemand beim Versuch, den TV zu klauen tötet, ist es übrigens "nur" Raub mit Todesfolge. Das gibt dann vielleicht 10-12 Jahre.
Mord ist es nicht, denn dazu fehlt Vorsatz, den man bei einfachem Raub nicht nachweisen kann.
Bzw. schwerer Raub, wenn Waffen und Gewalt hinzu kommen.

Wenn er Dich mit Händen und Füssen totschlägt, dann wohl Totschlag. Macht er das aber mit einer Knarre, einem Messer oder einer Büroklammer, dann ist es Vorsatz, da er die Waffen ja zum Bruch mitgenommen hat!
Allerdings, auf hoher See und vor Gericht ist man in Gottes Hand, will sagen, wenn der Staatsanwalt gerade erst von der Baumschule gekommen ist, gewinnt auch gern mal der Rechtsverdreher des Angeklagten, da unsere Gerichte ja mittlerweile nur noch seltenst eigenständig denken.
 
Lars_SHG schrieb:
Wie machst Du es denn, legst Du Deine Kreditkarten, Wertgegenstände jede Nacht vor die Tür?

Wer verdreht jetzt hier Tatsachen? Das war wirklich sehr weit am Thema vorbei...

Wenn du einen Waffenschein für deine Waffe besitzt, solltest du eigentlich auch wissen, wie man damit umgeht. Jeder vernünftige Mensch wird dir sagen, dass du diese besser nicht zum Selbstschutz benutzt. Wozu hast du die Waffe denn? Bist du Sportschütze? Ansonsten unterliegen mehrschüssige Kurzwaffen extrem harten Bedingungen. Kommst du denn so schnell an deinen Waffenschrank, wenn du Ausgeraubt wirst?

chancaine schrieb:
Wenn Dich jemand beim Versuch, den TV zu klauen tötet, ist es übrigens "nur" Raub mit Todesfolge. Das gibt dann vielleicht 10-12 Jahre.
Mord ist es nicht, denn dazu fehlt Vorsatz, den man bei einfachem Raub nicht nachweisen kann.
Bzw. schwerer Raub, wenn Waffen und Gewalt hinzu kommen.

Stimmt imho fast. Mord ist es erst dann, wenn der Einbrecher dich tötet, um deine Sachen klauen zu können. Wenn du ihn stellst und er dich bei einer Auseinandersetzung tötet, ist es eher kein Mord. Das zu beweisen ist natürlich schwierig. Daher wird ein Gericht sicherlich immer mehr zu Totschlag tendieren, da das Motiv schwer zu beweisen.

Lars_SHG schrieb:
Wenn er Dich mit Händen und Füssen totschlägt, dann wohl Totschlag. Macht er das aber mit einer Knarre, einem Messer oder einer Büroklammer, dann ist es Vorsatz, da er die Waffen ja zum Bruch mitgenommen hat!

Totschlag hat in diesem Fall nichts mit dem Wort "schlagen" zu tun. Es sind wie schon beschrieben die Beweggründe, die einen Mord vom Totschlag trennen.

Irgendwie wird hier schon wieder sehr viel auf Basis von Vermutungen und Halbwissen diskutiert. Hast du den Begriff eigentlich mal kurz nachgeschlagen oder einfach so deinen Post verfasst?
 
@chancaine
^^ kann man sich vorstelle. Ist teilweise schon praktisch wenn man "unterschätzt" wird.

@The_1st_Knight
Wenn er zum Bruch eine Knarre etc. mit nimmt und dich damit Umbringt ist das Vorsatz!
Kann aber je nach Anwalt auch anders ausgelegt werden, kommt halt drauf an wie viel Geld der Einbrecher für seine Verteidigung in die Hand nimmt.
Es ist aber im besten Fall Totschlag, wenn der Richter "Bestochen wird" kann es für den Einbrecher bei uns sogar auf nur Selbstverteidigung mit Todesfolge raus laufen.

(2) Mörder ist, wer

aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,
heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder
um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,

einen Menschen tötet.

Kommst du denn so schnell an deinen Waffenschrank, wenn du Ausgeraubt wirst?
Es kommt da schlicht drauf an wie trainiert du bist und ob du die nötigen Abläufe auch im Schlaf kannst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Lustig zu sehen, wie ich wegen des ersten Absatzes geflamed werde, auf den zweiten aber niemand näher eingeht. Da sieht man ja direkt mal, wie extrem stark ihr an einer sinnvollen Diskussion interessiert seid.

Stattdessen wird über Mord oder Totschlag diskutiert, welches genau im Strafgesetzbuch geregelt ist...


The_1st_Knight schrieb:
Kommst du aus dem Mittelalter oder aus einem diesbezüglich unzivilisierten Land wie den USA?

Ja, die USA sind ja so unzivilisiert. Da darf man doch tatsächlich seinen eigenen Besitz schützen. Aber viel besser ist, dass die Leute dort wissen, dass man besser nirgendwo einbricht, wo bewaffnete lauern könnten.

Ernsthaft, wenn du keine Ahnung von gewissen regionalen Gegebenheiten hast, lass es doch einfach darüber zu reden?

Abgesehen davon gibt es viele Länder, in denen Leute Waffen zu hause haben dürfen, in Europa z.B. Schweiz, Finnland und Luxemburg.

Könntest du das bitte mit ein paar Fällen (die nicht unbedingt in der BILD standen) belegen? Ansonsten halte ich das für ein ziemlich schwaches Argument, das darüber hinaus einen Wahrheitsgehalt hat, der gegen Null geht.

Ich kann dir das sogar viel allgemeiner belegen;
- das deutsche Recht sieht vor, dass ein Angeklagter (über seinen Anwalt) immer alle Details über die Person erfährt, die ihn angezeigt hat.
- Selbstverteidigung darf immer nur mit gleichen Waffen stattfinden, im schlimmsten Fall darf man also einen bestimmten Gegenstand nicht zur Verteidigung nutzen, auch wenn sonst kein weiterer verfügbar ist
- Pflichtanwälte für Täter, keine Seelsorge für Opfer und deren Angehörige
- schwere Kindheit, Alkohol, sonstige Gebrechen sprechen immer für den Täter, im Gegenzug sind die Schmerzensgeldzahlungen aber lächerlich gering
- relativ hohe Rückfallquote von Sexualverbrechern, die aber dennoch freigelassen werden (müssen) und somit einen höheren Schutz erfahren, als ihre potentiellen nächsten Opfer



Schon klar. Es gibt gute Gründe warum solche Waffen in Deutschland extrem strikten Gesetzen unterliegen bzw. gar verboten sind.

So? Und welche? Damit man sich auch ja nicht verteidigen kann? Damit Schießsport extrem stark eingeschränkt wird?

In Deutschland werden, genau so wie in den USA und jedem anderen Land, die absolute Mehrzahl aller Schusswaffen-Verbrechen mit illegalen Schusswaffen durchgeführt.


Nein, man sollte aber nicht in die Arbeit der Polizei eingreifen.

Das Argument zieht nur, wenn die Polizei im gleichen Haus wohnt.

Solltest du damit auf den Besitz/Gebrauch einer Schusswaffe anspielen, möchte ich dich darauf hinweisen, dass du damit dann auch nicht mehr viel besser bist als die vermeintlichen Einbrecher. Es gibt gewisse Gesetze in Deutschland und die sollten eingehalten werden. Und nur weil andere diese Gesetze übertreten, ist das noch keinerlei Legitimation für einen selbst, das auch zu tun.

Genau. Lieber lässt man sich fesseln und misshandeln oder gar töten, als so etwas abgrundtief bösgemeinfieses zu tun wie sich zu wehren.
Ergänzung ()

Darkwonder schrieb:
@C3rone
Je Nach Größe etc. kostet das dann aber auch schon einiges. Ist dann aber eine gute Abschreckung.
Müsste man halt alles im Grunde schon beim Bau mit "einbauen"

Kann man alles nachrüsten, habe ich hier in Deutschland auch gemacht. Beim Bau direkt ist es halt eleganter und vor allem sieht man nicht alles von außen unbedingt. Gerade der Eingang zum Schlafzimmer/Panic Room sollte ja auch nicht unbedingt offensichtlich sein.

Die Kosten sind natürlich ein Faktor, aber was kosten denn 3 Jahre $Kampfsportart? Und dafür bekommt man quasi 100% Sicherheit UND muss nicht mit diversen Waffen, oder auch ohne, auf Leben und Tod mit irgendeinem Einbrecher kämpfen.
 
Ich kann dir das sogar viel allgemeiner belegen;
- das deutsche Recht sieht vor, dass ein Angeklagter (über seinen Anwalt) immer alle Details über die Person erfährt, die ihn angezeigt hat.
- Selbstverteidigung darf immer nur mit gleichen Waffen stattfinden, im schlimmsten Fall darf man also einen bestimmten Gegenstand nicht zur Verteidigung nutzen, auch wenn sonst kein weiterer verfügbar ist
- Pflichtanwälte für Täter, keine Seelsorge für Opfer und deren Angehörige
- schwere Kindheit, Alkohol, sonstige Gebrechen sprechen immer für den Täter, im Gegenzug sind die Schmerzensgeldzahlungen aber lächerlich gering
- relativ hohe Rückfallquote von Sexualverbrechern, die aber dennoch freigelassen werden (müssen) und somit einen höheren Schutz erfahren, als ihre potentiellen nächsten Opfer

Wenn ich mal dieses hier herausnehme:

Selbstverteidigung darf immer nur mit gleichen Waffen stattfinden, im schlimmsten Fall darf man also einen bestimmten Gegenstand nicht zur Verteidigung nutzen, auch wenn sonst kein weiterer verfügbar ist

und das gleich mal im Hinblick auf § 32 StGB als offenkundig und eindeutig falsch hinstelle, dann schwant mir, das auch für die anderen Behauptungen keinerlei belastbare Quellen existieren. Die BR hat eines der stärksten Notwehrrechte überhaupt.
 
Wie erklärst du dir dann die Fälle, in denen Leute unter Notwehr handelten und bestraft wurden, weil sie unverhältnismäßige Waffen eingesetzt haben?

Speziell §32 StGB Abs. 2 wird ja immer dann herangezogen?
 
Naja, es gibt ja immerhin noch so einen Notausgang im Strafgesetz, der sich Notwehrexzess nennt und dem Verteidiger zugesteht, zwar überzogen aber in Panik gehandelt zu haben. Dann wird man nicht bzw. milder
bestraft. Aber prinzipiell hast Du leider recht. In diesem Land wird sehr viel getan, die Verantwortung für Taten auf möglichst viele Schultern (sogar die der Opfer) zu verteilen, siehe Verkehrsrecht, wo der Autofahrer per se schuld trägt.
 
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