Weltanschauungen im Allgemeinen, Systemkritik, Diskussionen rund um den Kapitalismus

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_killy_ schrieb:
Weiterhin gibt sich der Staat ja noch an anderer Stelle übergriffig:
Der Normalbürger hat doch keinerlei Nachteile dadurch, von Übergriffig kann meiner Meinung nach keine Rede sein. Das sind alles Dinge die "eigentlich" selbstverständlich sein sollten aber anscheinend leider nötig sind. Ich musste früher als Kind öfter mit Erwachsenen im Auto fahren die während der Fahrt Kette geraucht haben, da hätte ich mir so ein Gesetz gewünscht. Bei vielen wird durch so ein Gesetz überhaupt erstmal eine Art Denkanstoss in Gang gesetzt aber längst nicht bei allen.
Das Du diese Werbungen nicht mehr mitbekommst liegt wohl eher daran das heute sowas eher in den sozielan Netzwerken wie tictoc läuft.
 
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_killy_ schrieb:
Das FCKW Verbot war ja so in seinem Design auch völlig okay - man hat nicht vorgeschrieben, was man nutzen soll, sondern nur das Schädliche verboten. Somit mussten sich die Hersteller überlegen, wie man den Kühlschrank kalt bekommt.
Demnach wäre ein CO2- oder ein Zuckerverbot ja auch OK.
Man schreibt ja nichts vor, sondern verbietet nur das Schädliche (Schutzfunktion des Staates) ... dann müssen die Hersteller sich halt überlegen, wie sie das Auto von a nach b, das Heizwasser warm, oder den Geschmack "iss mich" in ihre Produkte bekommen.

Man merkt doch ziemlich genau, dass es bei der Kritik am Heizungsgesetz eher darum ging, das weiter nutzen zu können, was man bisher genutzt hat. Es ging nicht darum, dass Wärmepumpen doof sind, sondern darum, dass man eine alte Gasheizung nicht zwangsweise durch eine WP ersetzen müssen will ... etwas, das im GEG nie gefordert wurde. Niemand hätte seine alte funktionstüchtige Kohle-, Gas- oder Ölheizung rausreißen müssen, denn es ging darum, dass solche Heizungen bei einem irreparablen Defekt ab 2024 nicht mehr durch eine baugleiche ersetzt werdsen dürfen.

Die gleiche Kritik hätte man auch bringen können, weil man seinen Kühlschrank oder ein Haarspray mit FCKW weiter nutzen möchte. Denn auch da durfte eine defekter Kühlschrank nicht durch einen baugleichen ersetzt werden. Es wurde natürlich vorgeschrieben, dass der neue Kühlschrank, das Haarspray und das Deo zukünftig ohne FCKW auskommen müssen.
Als Asbest in Deutschland verboten wurde, hat das auch enorme Umstellungen in der Baubranche bedeutet und es mussten ein paar Hektoliter Holzschutz vernichtet werden, als verboten wurde, das solche Farben Dioxin enthalten.
Damals hat aber niemand sich Fantasieszenarien ausgedacht, die mit den Gesetzesvorlagen nichts zu tun haben, um beim Bürger Angst zu schüren ... das ist eine neue Qualität, die viel damit zu tun hat, dass die Union nun in der Opposition sitzt.
 
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Es hat sich unter vielen - insbesondere auch jungen Menschen - allerdings inzwischend die Ansicht etabliert, dass jeder Mensch, unabhängig von seinem Einkommen, das selbe Recht auf die selben Dinge hat. Ein Arbeitsloster hat der Meinung vieler Menschen nach das selbe Recht auf ein bestimmtes Auto und eine bestimmte Wohnung wie jemand der arbeitet. Arbeit berechtigt einen in deren Überzeugung nach nicht dazu, mehr zu haben als andere. Und sozial bedeutet dementsprechend, dass alle das selbe Anrecht auf die Umsetzung ihrer Wünsche und Ansprüche haben.

Sozialstaat ist demnach, wenn diejenigen die arbeiten genug abgeben, damit sich alle das selbe leisten können.
 
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_killy_ schrieb:
Ich fand das Käse Beispiel super.
JA aber eben nur das völlig falsch dargestellte Beispiel der Bild. Wie gesagt, Leerdamer wirbt nicht auf KIKA....
_killy_ schrieb:
Weiterhin verhindert ein Werbeverbot ja keine ungesunde Ernährung.
Stimmt, es verhindert das nicht 100%. Kein Gesetz der Welt verhindert etwas zu 100%. Nachweislich und wissenschaftlich belegt wirkt Werbung aber und ein Verbot dieser hat nachweislich positive Auswirkungen. Ganz konkret kann man das bezogen auf das Thema hier in Großbritannien beobachten. Es ist wissenschaftlicher Fakt, das ein solche Verbot sinnvoll und begründet ist. Daher wird es von dort auch empfohlen und forciert!
Ergänzung ()

Acrylium schrieb:
Sozialstaat ist demnach, wenn diejenigen die arbeiten genug abgeben, damit sich alle das selbe leisten können.
Netter Strohmann aber dem ist nachweislich nicht so. Ich habe noch niemanden gesehen, der fordert, dass Arbeitslose ein Fahrzeug der gleichen Art und Güte wie ein Arbeitstätiger haben sollen. Kannst mich aber gern eines besseren belehren und Nachweise erbringen, die deine Aussage untermauern. Ansonsten ist das weiterhin einfach populistischer Unsinn.

Ich vermute langsam auch, dass du nicht angegriffen wurdest in den sozialen Medien, weil du Scholz kritisiert hast, sondern weil du, genau wie hier, Stammtischparolen als Fakten verkaufen wolltest...
 
Acrylium schrieb:
Es hat sich unter vielen - insbesondere auch jungen Menschen - allerdings inzwischend die Ansicht etabliert, dass jeder Mensch, unabhängig von seinem Einkommen, das selbe Recht auf die selben Dinge hat.
Zeig mir bitte den Bürgergeldempfänger, der alleine in 100m² Wohneigentum wohnt, und sich das nicht erarbeitet hat.
Man mag den Anspruch haben ... ja ... Ansprüche gibts aber überall ... und sie sind ziemlich oft überzogen ... nicht nur bei Bürgergeldempfängern und auch nicht nur bei jungen Menschen.
Schau dir allein mal die Vorstellungen zum Einstiegsgehalt in der IT an ... auch das sind Ansprüche, bei denen ich nur mit den Ohren schlackern kann.

Wenn man diesen Zustand hätte verhindern wollen, dann hätte man wohl auf die Schaffung eines europaweit unvergleichlichen Niedriglohnsektors verzichten müssen und damit sicherstellen, das sich Arbeit im Vergleich zur sozialen Mindestabsicherung auch lohnt. Man hätte nicht mehr als 1/3 des Arbeitsmarktes auf prekäre Beschäftigungsverhältnisse umstellen dürfen, nur weil man der Wirtschaft ein paar AG-Anteile sparen möchte.
Die Gewinne daraus wurden bereits abgeschöpft ... mit dem Fachkräftemangel gibts nun halt die Rechnung.
Das Rentensystem ist uns ja vor Jahrzehnten schon um die Ohren geflogen.
 
Kassenwart schrieb:
Braucht es die Helm oder Gurtpflicht ?
In meinen Augen nicht.

Kassenwart schrieb:
Oder die Promillegrenze für Alkohol am Steuer ?
Ja, denn es werden aktiv andere gefährdet durch Alkohol am Steuer.
Und bevor du jetzt kommst mit "Das ist beim Rauchen mit Kindern / Schwangeren im Auto auch so!!" - Okay. Bei Kindern gebe ich dir den Punkt. Schwangere sind wohl alt genug um selbst zu wissen, ob sie sich zu jemandem ins Auto setzen, der währrenddessen raucht.


Deshalb:
Erkekjetter schrieb:
Und ich dachte eine der grundlegenden Aufgaben des Staates ist der Schutz der Bürger.
Es ist aber auch die Aufgabe dafür zu sorgen, dass der Schutz nicht zu einer Bevormundung wird.
 
_killy_ schrieb:
Weiterhin verhindert ein Werbeverbot ja keine ungesunde Ernährung.
Hat auch nie jemand behauptet. Entgegen des Narrativs, welches tagtäglich durch die Springer-Medien gekloppt wird, hat niemand vor, irgendjemandem die Ernährung vorzuschreiben. Wer sich gerne den ganzen Tag Snickers reinprügeln möchte, der darf das auch weiterhin tun.

Unterbunden werden soll eine Einflussnahme der Hersteller auf Kinder, und ich denke, es sollte jedem bewusst, sein, dass Nestlé und Co keinerlei psychologischen Tricks auslassen, um die Kleinsten so schnell wie möglich in die Zuckerabhängigkeit zu führen.
 
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@Buttkiss

Genau weil einige Sachen einfach selbstverständlich sein sollten, braucht es m.E. nach hier keine entsprechende Regulierung.

Wir haben in Deutschland andere Probleme:
-> Fachkräftemangel aber kein vernünftiges Einwanderungsgesetz um wirklich auch Fachkräfte anzuwerben und dabei nicht die Länder benachteiligt, aus den man die Fachkräfte abwirbt

-> Bildungschancen sind immer noch ungerecht - aber wir haben zu wenig Lehrer, kein übergreifendes Konzept zur Digitalisierung

-> Abschaffung des Ehegattensplittings weil Frauen mehr arbeiten sollen - aber im Arbeitsrecht fehlt immer noch die Regelung, dass man die Stundenanzahl in Teilzeit auch erhöhen darf

-> hohe Inflation, welche die Lohnsteigerungen auffrisst

-> ein Spitzensteuersatz der viel zu früh greift - Facharbeiter zahlt diesen nach IGM Tarif mit 5 Jahren Berufserfahrung
...

Es gibt somit durchaus Themenfelder wo sich die Politiker austoben können und auch tun sollten. Rauchen und Werbeverbote gehen m.E. nach nicht zu den dringenden Themen die bearbeitet werden müssten - hier sollte der Menschenverstand ausreichen.

@OdinHades

Ich hab vor Jahren schon das TV Kabel entsorgt - bei uns gibt es somit nur Streaming. Die Kinder schauen dementsprechend Sendungen/Inhalte die ich kontrollieren kann und da gibt es auch keine Werbung. Der Rest ist halt ein entsprechendes Vorleben einer gesunden Ernährung und die Kinder aufklären. Sowas dürfen die Eltern machen ...
 
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@_killy_

Wir haben Minister in der Regierung, die sich um bestimmte Themenbereiche kümmern. Cem Özdemir hat mit den von dir genannten Punkten herzlich wenig am Hut und nur weil er sich Gedanken um die Ernährung von Kindern macht, was sein Job ist, bedeutet das nicht, dass deshalb an anderer Stelle weniger passieren würde.

Dasselbe gilt für Lauterbach, der sich Gedanken um die Gesundheit der Bevölkerung macht. Das ist nun mal seine Aufgabe. Für Fachkräftemangel und Co sind andere verantwortlich.

_killy_ schrieb:
Ich hab vor Jahren schon das TV Kabel entsorgt - bei uns gibt es somit nur Streaming. Die Kinder schauen dementsprechend Sendungen/Inhalte die ich kontrollieren kann und da gibt es auch keine Werbung.
Schön für dich, aber du bist nicht alleine in diesem Land.
 
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DerOlf schrieb:
Demnach wäre ein CO2
Wenn ich aber CO2 Austoß beim heizen verbieten will, dann muss ich das auch konsequent überall tun. Bei Autos erst ab 2035 keine NEUZULASSUNGEN. So schlimm kann das bis dahin erzeugte CO2 nicht sein? Kohlekraftwerke müssten also auch ab sofort verboten werden. Warum werden also nur Privatpersonen mit Verboten belegt? Die am wenigsten dafür können?
 
OdinHades schrieb:
Schön für dich, aber du bist nicht alleine in diesem Land.
Und wann ist es noch Schutz, wann ist es Bevormundung?
Werden die Eltern quengeligen Kindern dadurch weniger ungesundes Essen geben?
Werden die Kinder mit ihrem eigenen Geld deswegen im Laden stehen und ne Banane kaufen, obwohl sie sich sonst ne Packung Bounties geholt hätten?


In meinen Augen ist dieses Verbot mehr Virtue Signaling als tatsächlich hilfreich. Denn wirklich hilfreich ist an der Stelle vorallem vernünftige Erziehung. Es sind doch tendenziell nicht die Kinder, die in den Laden gehen und die Süßigkeiten kaufen, sondern die Eltern, die diese Süßigkeiten für die Kinder kaufen.
Und ich glaube nicht, dass sich daran was ändern wird.
 
@OdinHades

Für Fachkräftemangel ist auch Herr Lauterbach verantwortlich. Er spielt mit den Gedanken, Leiharbeit in der Pflege zu verbieten. Statt für bessere Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte zu sorgen, will er einfach nur die Möglichkeit abschaffen, wo Pflegekräfte aktuell bessere Arbeitsbedingungen vorfinden.

Warum werden die anderen Themen nicht bearbeitet? Warum schafft Cem Özdemir nicht auch Bedingungen für ökologische Landwirtschaft, auf die sich die Landwirte verlassen können? Aktuell findet eine kontinuierliche Verschärfung statt, wann etwas wirklich als Öko deklariert werden darf. Warum nicht ein verlässliches Regelwerk aufzeigen, welches meinetwegen auch ein Übergang definiert. So werden die Öko Bauern immer wieder neu überrascht und geben die Öko Landwirtschaft auf!
 
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https://www.spiegel.de/geschichte/einfuehrung-der-gurtpflicht-a-946925.html
Zu den Effekten der Anschnallpflicht:
https://de.statista.com/infografik/1798/verkehrstote-in-deutschland/
Aber der Fokus der Kritik lag eher darauf, sich in seiner Freiiheit eingeschränkt zu fühlen.

Bei der Senkung der Promillegrenze geschah fast das gleiche ... es ging nicht darum, ob andere durch Trunkenheitsfahrten gefährdet werden ... man verteidigte seine Freiheit "leicht angetrunken" Auto fahren zu dürfen ... einen wirklich logischen Grund gab es dafür allerdings nicht. Die Kritik war kompolett irrational ... genau wie bei der Gurtpflicht.
Die Helmpflicht habe ich auch lange kritisch gesehen ... aber sie senkt tatsächlich die Häufigkeit von Kopfverletzungen bei Unfällen mit Fahrradbeteiligung.

Wenn man Kinder nicht einfach in ein Osterfeuer laufen lassen möchte, dann verbietet man ihnen das und achtet drauf, dass sie sich auch dran halten.
Ähnliche Fürsorgepflichten hat der Staat ganz offensichtlich auch gegenüber dem Bürger, weil der "Freiheit" eben auch damit verbindet, nach Gusto Dummheiten machen zu können und dabei die Gefährdung anderer ausblendet.

Letztes Jahr hat hier ein "leicht angetrunkener Autofahrer" eine Bushaltestelle mit Schild, Mülltonne und Wartehäuschen einfach wegrasiert.
Vor wenigen Tagen hat hier ein Range-Rover drei (!) Bäume mit 10-30cm Stammdurchmesser geplättet (der dickste hat den Panzer dann wohl aufgehalten).
Ursache in beiden Fällen ... unangepasste Fahrweise (zu schnell).

Wenn Freiheit bedeutet, dass die Leute in ihrem Stadtpanzern angeschickert mit 150 durch eine 30er-Zone ballern, dann ist relativ eindeutig, dass von dieser Freiheit eine höllische Gefahr für viele andere ausgeht und man diese Freiheit zum Schutz dieser anderen wohl besser etwas einschränkt.

Die Kritik verweist immer darauf, dass der Bürger doch vernunftbegabt und erwachsen sei und daher selbst entscheiden solle ... leider zeigt das Verhalten einiger Bürger immer wieder, dass das eben 1. nicht auf jeden Bürger zutrifft und 2. nicht in jeder Situation der Fall ist.
Gerade beim Thema Freiheit verfallen viele von uns in geradezu kindliches Verhalten ... da kann man rationale Argumente bringen wie man will, denn das irrationale Gegenargument "ich will aber" fegt jede Vernunft einfach beiseite.
 
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_killy_ schrieb:
Schau dir doch mal das Werbeverbot für Tabakwaren an - existiert schon ewig und die Kinder rauchen weiterhin.
Die Zahl der jugendlichen Raucher nimmt konstant ab.

1689155429015.png

Quelle: https://www.rauch-frei.info/wissen/fakten-zahlen-aktuelles/entwicklung-rauchverhalten/

Statista schreibt dazu:
Unter den Faktoren, die diesen Trend begünstigen, sind neben Antiraucher-Kampagnen vor allem staatliche Maßnahmen hervorzuheben. So gelten in Deutschland seit 2007 eingeschränkte Werbemöglichkeiten für Tabakerzeugnisse. 2008 trat ein bundesweites Rauchverbot in Gaststätten in Kraft und 2016 wurden sogenannte Schockfotos auf Zigarettenschachteln eingeführt.
Quelle: https://de.statista.com/statistik/d...heranteils-unter-jugendlichen-in-deutschland/

Ich habe mich damals als Kind/Jugendlicher gefreut, wenn ich die Kaugummi-Zigaretten bekam. Man hat sich direkt cool gefühlt.

https://www.verbraucherzentrale-hes...sind-kein-absolutes-highlight-fuer-kids-74005
 
Zuletzt bearbeitet:
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getexact schrieb:
Komisch, diese Meldung hier sagt was ganz anderes:
Sprunghafte Anstiege siehst du auch in meiner ersten Grafik. Relevant ist der Trend, der sofort ablesbar ist.

Auch in deiner Quelle ist die Rede davon:
In den vergangenen Jahrzehnten waren die Raucherquoten unter Jugendlichen gesunken. Rauchte zur Jahrtausendwende noch fast jeder vierte Minderjährige, waren es zuletzt nur noch um zehn Prozent gewesen.

Der sprunghafte Anstieg wird nachvollziehbar vermutend erklärt:
Wissenschaftlich belastbare Befunde über die Gründe konnten die Studienautoren noch nicht präsentieren.
Studienleiter Daniel Kotz sprach laut "Spiegel" von einem erschreckenden Ergebnis. Der Professor für Suchtforschung am Institut für Allgemeinmedizin der Universität Düsseldorf vermutet, dass der Dauerstress durch Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg und Krisen viele Menschen zur Zigarette greifen lasse.
 
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Cyberdunk schrieb:
Nichts tun und Leben?
Geile Vorstellung, aber ich in meinem Alter werde dass wohl nicht mehr mibekommmen.
Der Spin im Buch ist grob verkürzt so; mehr Automatisierung führt zu mehr Freizeit (und weniger bis kaum Arbeit) für Menschen. Die erwirtschafteten Werte können dazu führen, dass z.B ein Staat es sich leisten kann im Idealfall Bürgern ein bequemes Auskommen ohne Arbeit im heutigen Sinn zu ermöglichen.

Ich finde diese Art von (Technik-)Optimismus ist einfach eine schönere Vorstellung, für die man schwärmen kann. Industrielle Umbrüche fanden schon mehrmals statt, oft mit Vorteilen für Menschen. Auch angesichts der vielen Krisen sollte man das positive einfach nicht aus dem Blick verlieren.
 
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getexact schrieb:
Warum werden also nur Privatpersonen mit Verboten belegt? Die am wenigsten dafür können?
Korruption ... äh sorry, in Deutschland heißt das ja Lobbyismus.
getexact schrieb:
Komisch, diese Meldung hier sagt was ganz anderes:
Und diese Meldung gibt auch einen möglichen Grund an.
Stress ... leider haben es die Antiraucherkampagnen der letzten 20 Jahre nicht geschafft, den Mythos auszuräumen, dass Nikotin entspannend wirkt (es hat eigentlich genau die gegenteilige Wirkung, sobald einem davon nicht mehr schlecht wird ... danach ist es wie bei jedem anderen Suchtmittel auch ... es wirkt nicht netspannend, wenn man es nimmt ... aber es stresst, wenn man es nicht nimmt).

Zweitens haben die Tabakkonzerne massiv auf "vapes" gesetzt ... das sind ja keine Zigarretten ... aber wenn man mal nach welchen ohne Nikotin sucht, dann muss man schon in Spezialgeschäfte gehen, um eine halbwegs brauchbare Auswahl an nikotinfreien Vapes zu sehen.
Der Standard sind bei den Vapes 20mg Nikotin ... und bei Zigarretten stehen seit den Schockbildern nichtmal mehr Werte drauf (die muss sich der geneigte dann in solchen Listen raussuchen, wenn er wissen will, welche Marke am wenigsten Nikotin enthält).

Ich wette, dass auch in der Studie, auf die sich deine Meldung bezieht, keine vapes behandelt wurden ... da wird drauf verwiesen, dass in Neuseeland jungen Menschen ein lebenslanges Rauchverbot auferlegt wird ... nicht erwähnt wird allerdings, dass Neuseeland auch die vapes komplett verbietet (die dürfen da einfach nicht mehr verkauft werden ... in Australien auch nicht), weil es nämlich mittlerweile medizinhische Studien gibt, nach denen vapes noch schädlicher sind, als Zigaretten ... die stinken nur anders, machen aber nicht weniger süchtig oder kaputt, als einige Schachteljahre Reval. Tatsächlich liegts wohl eher an dem unglaublichen Müllberg, den diese Einweg-E-Zigarretten verursachen.
Und anders als Zigarretten und Tabak, dürfen die Dinger auch in Deutscland uneingeschränkt beworben werden ... auch an Bushaltestellen neben Grundschulen. Und die Kids fahren leider voll drauf ab ... einige glauben sogar, dass für diese Dinger keine Altersbeschränkung bestünde. Dabei darf man in Deutschland mit unter 18 nichtmal mehr ein Feuerzeug kaufen).

Ich hätte nichts gegen ein generelles Werbeverbot in DE einzuwenden ... weil mir Werbung eigentlich nur auf die Nerven geht. Aber eigentlich haben wir ja schon genug unqualifizierte Arbeitslose.
 
Zuletzt bearbeitet:
Weil hier ja die Tage unterstellt wurde, der Verfassungsschutz Thüringen wäre nicht neutral bei seiner Auffassung, dass die AfD Thüringen gesichert rechtsextrem ist:
Scheint der Brandenburger Verfassungsschutz nicht soviel anders zu sehen, zumindest wird dort jetzt die Junge Alternative als gesichert rechtsextrem geführt: https://www.deutschlandfunk.de/verf...ative-als-gesichert-rechtsextrem-ein-100.html

Bin gespannt, welche Ausflüchte diesmal konstruiert werden...
 
SE. schrieb:
Bitteschön;

Quelle:
https://www.destatis.de/DE/Themen/G...lossar/materielle-und-soziale-entbehrung.html

Es gibt noch ergänzende Informationen auf der Website.
Die Kriterien sind so weich wie Kaugummi und stehen und fallen mit dem Anspruchsdenken der Leute. Bei mir steht nachwievor meine 15 Jahre alte Ikea erstausstattung für in Summe vielleicht 500 Eur, und ich habe sie nicht ersetzt (obwohl das finanziell für mich kein Problem wäre). Man kann sich zum Spitzenrestaurant verabreden oder auf eine Wurst oder Eis treffen, Schuhe können Schuhe von Kik sein (oder sogar gute Markenschuhe bekommt man für 30 Eur) oder irgendwelche Treter für 1000 Eur, usw. Der oft so verhasste Kapitalismus und Globalisierung hat uns genau das ermöglicht, dass man Sachen günstig bekommen kann und damit Leute in den Genuss von Dingen kommen können, die dies früher nicht konnten. Unsere übersättigte 4.stärkste Wirtschaftsnation ist da ein denkbar schlechtes Beispiel. Dort krankt es eher daran, dass Leute über ihren Verhältnissen leben, denn das, was hier an Grundsicherung verteilt wird, ist in anderen Ländern purer Reichtum und wird nicht mal durch arbeitende Bevölkerung erzielt.
SW987 schrieb:
Mir persönlich wäre ein FDP-Bundeswirtschaftsminister und ein grüner Finanzminister auch lieber gewesen.
Das wäre der Supergau gewesen. Ein Finanzminister, der nicht weiß, was Insolvenz bedeutet, und dass man bei der Pendlerpauschale die Wahl der Abschreibung hat, selbst wenn man mit der Bahn fährt. Dazu wäre es ein Finanzminister, der noch mehr in die Politik eingreift und die Komplette Haushaltspolitik der eigenen Ideologie unterordnet. Wir hätten Schulden ohne Ende, noch mehr als jetzt schon und unser Steuergeld würde in tollen nichtsbringenden, die Industrie an den Kollaps bringenden Klimaprojekten verbrannt werden.
Kassenwart schrieb:
Braucht es die Helm oder Gurtpflicht ? Oder die Promillegrenze für Alkohol am Steuer ?
Buttkiss schrieb:
Der Normalbürger hat doch keinerlei Nachteile dadurch, von Übergriffig kann meiner Meinung nach keine Rede sein. Das sind alles Dinge die "eigentlich" selbstverständlich sein sollten aber anscheinend leider nötig sind. Ich musste früher als Kind öfter mit Erwachsenen im Auto fahren die während der Fahrt Kette geraucht haben, da hätte ich mir so ein Gesetz gewünscht.
Klar geht es um Übergriffigkeit. So wie man dem Bürger erklärt, wie er sich Waschen soll, ob 1x oder 2x, oder mit Lappen oder wie auch immer. Der Staat mischt sich in die Belange der Familien ein, untergräbt Authorität der Eltern und bringt einen Keil in die Familien, bevormundet Menschen und schafft Straftatbestände/Ordnungswidrigkeiten, die vorher nicht existiert haben, um seine Bürger weiter ordnungspolizeilich zu gängeln.
Stattdessen wäre es gerade als Landwirtschafts/Verbraucherminister sinnvoller gewesen, wenn man Tricksereien der Industrie unterbunden hätten (ala Erdbeergeschmack mit 0,2% Erdbeeren o.ä,) und sich dafür eingesetzt hätte, dass die Qualität der Produkte besser wird (z.B. weniger Zucker, besseres Nutrisystem, steuerliche Anreize durch z.B. günstigere Steuern auf Obst und Gemüse, weniger Ersatzsstoffe, weniger Konservierungsstoffe, soweit sinnvoll und möglich, bessere Produktions-/Tierhaltungsbedingungen, bessere Ernährungskonzepte, etwa durch eine staatlich unterstützte gesunde Schulspeisung, Unterstützung bei der Renovierung/Schaffung von Sportanlagen, etc. etc. Durch Anreize erzielt man mehr Erfolg als durch Verbote und Bevormundung). Zumal man die Glaubwürdigkeit des Staates spätestens daran sieht, dass der gleiche sich um die Gesundheit der Bürger sorgende Staat Canabis legalisiert und die Gesundheitsleistung reduziert bzw. die Zuzahlung immer weiter steigen lässt.
 
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