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Wie gut funktioniert (unsere) Demokratie?
- Ersteller keshkau
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smacked2
Commodore
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Irgendwie süß wie keshkau versucht die Ehrbarkeit der herrschenden Klasse wiederherzustellen. Erinnert allerdings irgendwie an Don Quichotte 
Für jedes vermeintliche Gesetz "für" die Bevölkerung finden sich auch Gesetze die eindeutig gegen die Bevölkerung und für die Wirtschaft gezielt sind und in ihren Folgen meist viel schwerwiegender sind als alle oben aufgezählten Gesetzchen zusammen. Beispiele Gefällig? Hartz-IV Gesetzgebung samt damit eingeführter moderner Zwangsarbeit durch "Ein-Euro-Jobs", Regelungen für Leiharbeit und Teilzeitarbeit, Änderungen des Versammlungsgesetzes, Vorratsdatenspeicherung, zahlreiche Steuererleichterungen für die Unternehmen usw. usf.

Für jedes vermeintliche Gesetz "für" die Bevölkerung finden sich auch Gesetze die eindeutig gegen die Bevölkerung und für die Wirtschaft gezielt sind und in ihren Folgen meist viel schwerwiegender sind als alle oben aufgezählten Gesetzchen zusammen. Beispiele Gefällig? Hartz-IV Gesetzgebung samt damit eingeführter moderner Zwangsarbeit durch "Ein-Euro-Jobs", Regelungen für Leiharbeit und Teilzeitarbeit, Änderungen des Versammlungsgesetzes, Vorratsdatenspeicherung, zahlreiche Steuererleichterungen für die Unternehmen usw. usf.
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Nur mit dem Unterschied, dass smacked2 uns nicht verrät, wie man den gestiegenen Sozialkosten und den damit steigenden Lohnnebenkosten besser begegnet wäre als z. B. mit Hartz IV. Außerdem vermisse ich die Unterscheidung zwischen den Vorzügen der Flexibilisierung, die sich für Leiharbeit ergeben, und den Nachteilen, die sich stellenweise durch ein Ausnutzen des Leiharbeiter-Status ergeben haben - und die durchaus korrigierbar sind.
Ich sehe auch keine Differenzierung bei den 1-Euro-Jobs, z. B. die Überlegung, dass man durch die Beschäftigung seine „Arbeitsfähigkeit“ erhalten oder wiederherstellen kann oder dass die Sozialgemeinschaft vielleicht sogar ein Recht darauf haben könnte, dass jemand etwas für das Geld tut, das er beispielsweise aus Hartz IV bezieht. Es ist ja nicht damit getan, diesen Überlegungen das Attribut Zwangsarbeit zu verpassen und zu denken, sich damit der Notwendigkeit einer Argumentation entledigen zu können.
Die Steuererleichterungen für Unternehmen werden gerne angeführt, aber die Absenkung des Eingangssteuersatzes wird dabei ebenso gerne verschwiegen. Das kommt davon, wenn man nur eine sehr selektive Wahrnehmung hat.
Ich sehe auch keine Differenzierung bei den 1-Euro-Jobs, z. B. die Überlegung, dass man durch die Beschäftigung seine „Arbeitsfähigkeit“ erhalten oder wiederherstellen kann oder dass die Sozialgemeinschaft vielleicht sogar ein Recht darauf haben könnte, dass jemand etwas für das Geld tut, das er beispielsweise aus Hartz IV bezieht. Es ist ja nicht damit getan, diesen Überlegungen das Attribut Zwangsarbeit zu verpassen und zu denken, sich damit der Notwendigkeit einer Argumentation entledigen zu können.
Die Steuererleichterungen für Unternehmen werden gerne angeführt, aber die Absenkung des Eingangssteuersatzes wird dabei ebenso gerne verschwiegen. Das kommt davon, wenn man nur eine sehr selektive Wahrnehmung hat.
GordonGekko
Lt. Junior Grade
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Angesichts der Tatsache das 88% der Menschen in Deutschland der Tagesschau nicht folgen können ist das derzeitige Systen erstaunlich effizient.
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,522967,00.html
Die restlichen 12% Wählen natürlich FDP
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,522967,00.html
Die restlichen 12% Wählen natürlich FDP
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KlausS1988
Lieutenant
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Demokratie kommt ja aus dem Lateinischen und bedeudet so viel wie: Die Herrschaft des Volkes.
Herrscht bei uns das Volk? Bzw. entsprechen unsere Vertreter im Parlament dem Volk?

Herrscht bei uns das Volk? Bzw. entsprechen unsere Vertreter im Parlament dem Volk?
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@GordonGekko
Vor dem Hintergrund derartiger Untersuchungen sollte man sich noch einmal durch den Kopf gehen lassen, was es mit Forderungen wie "mehr direkte Demokratie" und "Volksentscheide" auf sich hat.
Wenn es schon daran scheitert, übliche Begrifflichkeiten zu verstehen, kann man wohl kaum von einer ausreichenden Kompetenz der Leute sprechen.
@KlausS1988
"Herrschaft des Volkes" drückt allerdings nicht unbedingt aus, dass die Bevölkerung in allen Fragen unmittelbar selbst entscheiden soll. Siehe dazu die Ausgestaltung der "parlamentarischen Demokratie".
Das "Argument", nur Volksentscheide und Bürgerbefragungen seien wirklich "demokratisch" ist ein Missverständnis, das von den Fans der Volksentscheide unter Verwendung falscher Behauptungen in die Welt gesetzt worden ist, um die derzeitige Praxis undemokratisch erscheinen zu lassen.
Vor dem Hintergrund derartiger Untersuchungen sollte man sich noch einmal durch den Kopf gehen lassen, was es mit Forderungen wie "mehr direkte Demokratie" und "Volksentscheide" auf sich hat.
Wenn es schon daran scheitert, übliche Begrifflichkeiten zu verstehen, kann man wohl kaum von einer ausreichenden Kompetenz der Leute sprechen.
@KlausS1988
"Herrschaft des Volkes" drückt allerdings nicht unbedingt aus, dass die Bevölkerung in allen Fragen unmittelbar selbst entscheiden soll. Siehe dazu die Ausgestaltung der "parlamentarischen Demokratie".
http://de.wikipedia.org/wiki/Parlamentarische_DemokratieDie parlamentarische Demokratie ist eine Regierungsform des Parlamentarismus, bei der die wichtigsten politischen Entscheidungen von einem aus freier Volkswahl hervorgegangenen Parlament getroffen werden. Es leitet seine Legitimation von dieser Wahl durch das Wahlvolk ab, die wahlberechtigten Bürger, von denen als Souverän die Staatsgewalt ausgeht.
Das "Argument", nur Volksentscheide und Bürgerbefragungen seien wirklich "demokratisch" ist ein Missverständnis, das von den Fans der Volksentscheide unter Verwendung falscher Behauptungen in die Welt gesetzt worden ist, um die derzeitige Praxis undemokratisch erscheinen zu lassen.
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KL0k
Fleet Admiral
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und genau da liegt auch der hund begraben. in der wortwahl. denn mit "wirklicher demokratie" hat unser system nichts mehr zu tun.
auch wenn es zynisch klingen mag, aber wir sind doch nur "wahlvieh", und im großen und ganzen ändert sich nichts, ausser das wir am ende weniger in der tasche haben als vorher. (und bevor einer ankommt, ich würde etwas nachplappern: das sind eigene erfahrungen gemessen in den letzten 10 jahren)
die wirtschaft diktiert der politik die vorgehensweise, da sie sonst abwandern in günstigere gebiete, auf den kleinen mann wird immer mehr druck aufgebaut, egal wie sehr er schon am rand des sozialen netzes steht und dann werden milliarden an banken verschleudert oder an flutopfer in neu-timbuktu, die der steuerzahler wieder refinanzieren darf. zu allem überfluss dann noch das demographie problem und herzlich willkommen in der tollen westlichen welt der politik.
mal ne spur ernster..
zu fragen ob unser system gut funktioniert in einer zeit in der künstlich ne rezession herbeigeführt wird, weil europa finanziell besser darsteht als die USA, und jeder es ohne nachzudenken zu schlucken scheint, gleicht fast schon den satire-zeichnungen im spiegel (oder wars doch der stern?).
das einzige was man zu gute halten könnte, um dieses system zu rechtfertigen wäre mit dem satz "uns fällt aber kein besseres ein".
mein wort zum sonn...äh mittwoch
auch wenn es zynisch klingen mag, aber wir sind doch nur "wahlvieh", und im großen und ganzen ändert sich nichts, ausser das wir am ende weniger in der tasche haben als vorher. (und bevor einer ankommt, ich würde etwas nachplappern: das sind eigene erfahrungen gemessen in den letzten 10 jahren)
die wirtschaft diktiert der politik die vorgehensweise, da sie sonst abwandern in günstigere gebiete, auf den kleinen mann wird immer mehr druck aufgebaut, egal wie sehr er schon am rand des sozialen netzes steht und dann werden milliarden an banken verschleudert oder an flutopfer in neu-timbuktu, die der steuerzahler wieder refinanzieren darf. zu allem überfluss dann noch das demographie problem und herzlich willkommen in der tollen westlichen welt der politik.
mal ne spur ernster..
zu fragen ob unser system gut funktioniert in einer zeit in der künstlich ne rezession herbeigeführt wird, weil europa finanziell besser darsteht als die USA, und jeder es ohne nachzudenken zu schlucken scheint, gleicht fast schon den satire-zeichnungen im spiegel (oder wars doch der stern?).
das einzige was man zu gute halten könnte, um dieses system zu rechtfertigen wäre mit dem satz "uns fällt aber kein besseres ein".
mein wort zum sonn...äh mittwoch

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Ja, ganz großer Sport. Da geht man einfach hin und beschwert sich bei der Politik darüber, dass der Import von Erdöl teurer geworden ist oder darüber, dass weltweit die Preise für Grundnahrungsmittel angezogen haben, dass schlechte Ernten zu einer Verknappung beim Obst geführt haben und dass die demografische Entwicklung dazu führt, dass die Rentenbeiträge heraufgesetzt und der Bundeszuschuss zur Rentenkasse angehoben werden muss. Höhere Leistungen bei der Pflege, zuvor noch gefordert, sind plötzlich auch ein Dorn im Auge, weil sie das Nettoeinkommen belasten.
Am Ende ist die Politik auch an den Löhnen schuld, obwohl die Tarifautonomie ganz klar auf Seiten der Arbeitgeber und Arbeitnehmer liegt.
Und dann soll der Erntehelfer statt 3,50 Euro gleich mal 7.50 Euro verdienen, damit man sich in den nächsten Monaten über die dramatisch gestiegenen Erdbeerpreise beschweren kann.
Wenn Opel keine Jugendlichen mehr ausbildet, ist das Geschrei groß. Wenn Opel dann doch ausbildet, aber nicht jeden Azubi übernimmt, ist das Geschrei immer noch groß. Da muss wohl die Politik verantwortlich sein, weshalb man Opel am besten verstaatlicht. Denn durch den Eigentümerwechsel finden plötzlich alle einen Ausbildungsplatz bei Opel und werden anschließend dauerhaft übernommen. Schöne, neue Traumwelt.
Man kann es sich wirklich sehr einfach machen.
Am Ende ist die Politik auch an den Löhnen schuld, obwohl die Tarifautonomie ganz klar auf Seiten der Arbeitgeber und Arbeitnehmer liegt.
Und dann soll der Erntehelfer statt 3,50 Euro gleich mal 7.50 Euro verdienen, damit man sich in den nächsten Monaten über die dramatisch gestiegenen Erdbeerpreise beschweren kann.
Wenn Opel keine Jugendlichen mehr ausbildet, ist das Geschrei groß. Wenn Opel dann doch ausbildet, aber nicht jeden Azubi übernimmt, ist das Geschrei immer noch groß. Da muss wohl die Politik verantwortlich sein, weshalb man Opel am besten verstaatlicht. Denn durch den Eigentümerwechsel finden plötzlich alle einen Ausbildungsplatz bei Opel und werden anschließend dauerhaft übernommen. Schöne, neue Traumwelt.
Man kann es sich wirklich sehr einfach machen.
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Fleet Admiral
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darum gehts mir gar nicht.
ich beschwer mich nicht über erdölpreise (wie auch, ich hab nichtmal n auto - vielleicht sollte ich noch aufn gaskocher umsteigen zum heizen - ach nein, geht ja nich, is ja der selbe rohstoffverein *augenroll*)
es geht mir nicht um das wen, sondern um das wie.
diese staatsform ist unehrenhaft und entbehrt jeglicher logik.
was die öl-industrie im großen vor macht, macht die politik im kleinen mit den bürgern, nur mit umgekehrten mitteln. die öl-scheiche sagen "wir haben grade noch genug um euch zu beliefern, aber das kostet mehr" und die politik hierzulande machts andersrum und sagen "wir haben nicht genug mittel, also müssen wir die steuern erhöhen oder neue erfinden", während hinterrücks dann gelder in millionenhöhe in irgendwelche mammutprojekte gesteckt werden, wovon niemand einen nutzen hat.
und mit tariflöhnen brauchste auch gar nich erst anfangen, oder soll ich jetzt als gegenargument den 1€-job bringen und wir verheddern uns in details? ne, danke, das hatten wir schon zur genüge in anderen threads.
worauf ich hinaus will -> es ändert sich nichts essentielles! maximal die stühle-verteilung im bundestag.
ich mein, jeder mit ner spur bwl-kenntnisse, weiss, das der karren momentan ziemlich im dreck steckt aufgrund der börsenentwicklung etc.
zig menschen haben kohle dabei verloren durch diesen wertverlust - im selben atemzug wird in den medien aber die letzten tage propagiert, der deutsche bürger hätte unmengen erspartes geld irgendwo gelagert, wo es vor wochen noch hieß laut einer studie, das viele zwar sparen müssen, aber nichts erspartes irgendwo haben.
erklär mir mal bitte dieses trugbild? das wäre nämlich der nächste punkt in der liste: die ("angebliche") kontrollinstanz der medien, die zum großteil privatisiert sind, und allein schon deshalb eh ihre finger im spiel haben, weil sie ja selbst in den po gekniffen sind, wenn der karren im moor versinken sollte. und ich habe arge zweifel, nicht nur an den privaten sendern, sondern auch an den vermeintlich öffentlich rechtlichen, an der objektivität der berichterstattung. denn unterm strich sind sie genauso wenig finanziell unabhängig, denn wo keine gez-zahler = kein geld. ergo fließt auch dort, und sei es unauffällig im detail, meinungsförderndes mit ein und sind nur ein puzzle-teil im ganzen.
im grunde genommen sieht meine meinung so aus: politik = ganz großes kasperle theater.
PS: und deine fall-beispiele verdeutlichen eher meinen standpunkt, als deinen. denn genau da liegt der hund begraben. die verteilung ist unverhältnismäßig und nicht im gleichgewicht. es kann nicht sein, das bei steigenden kosten, nicht auch gleichsteigend entlohnt wird. aber so funktioniert nunmal der kapitalismus - auf dem rücken des kleinen.
ich beschwer mich nicht über erdölpreise (wie auch, ich hab nichtmal n auto - vielleicht sollte ich noch aufn gaskocher umsteigen zum heizen - ach nein, geht ja nich, is ja der selbe rohstoffverein *augenroll*)
es geht mir nicht um das wen, sondern um das wie.
diese staatsform ist unehrenhaft und entbehrt jeglicher logik.
was die öl-industrie im großen vor macht, macht die politik im kleinen mit den bürgern, nur mit umgekehrten mitteln. die öl-scheiche sagen "wir haben grade noch genug um euch zu beliefern, aber das kostet mehr" und die politik hierzulande machts andersrum und sagen "wir haben nicht genug mittel, also müssen wir die steuern erhöhen oder neue erfinden", während hinterrücks dann gelder in millionenhöhe in irgendwelche mammutprojekte gesteckt werden, wovon niemand einen nutzen hat.
und mit tariflöhnen brauchste auch gar nich erst anfangen, oder soll ich jetzt als gegenargument den 1€-job bringen und wir verheddern uns in details? ne, danke, das hatten wir schon zur genüge in anderen threads.
worauf ich hinaus will -> es ändert sich nichts essentielles! maximal die stühle-verteilung im bundestag.
ich mein, jeder mit ner spur bwl-kenntnisse, weiss, das der karren momentan ziemlich im dreck steckt aufgrund der börsenentwicklung etc.
zig menschen haben kohle dabei verloren durch diesen wertverlust - im selben atemzug wird in den medien aber die letzten tage propagiert, der deutsche bürger hätte unmengen erspartes geld irgendwo gelagert, wo es vor wochen noch hieß laut einer studie, das viele zwar sparen müssen, aber nichts erspartes irgendwo haben.
erklär mir mal bitte dieses trugbild? das wäre nämlich der nächste punkt in der liste: die ("angebliche") kontrollinstanz der medien, die zum großteil privatisiert sind, und allein schon deshalb eh ihre finger im spiel haben, weil sie ja selbst in den po gekniffen sind, wenn der karren im moor versinken sollte. und ich habe arge zweifel, nicht nur an den privaten sendern, sondern auch an den vermeintlich öffentlich rechtlichen, an der objektivität der berichterstattung. denn unterm strich sind sie genauso wenig finanziell unabhängig, denn wo keine gez-zahler = kein geld. ergo fließt auch dort, und sei es unauffällig im detail, meinungsförderndes mit ein und sind nur ein puzzle-teil im ganzen.
im grunde genommen sieht meine meinung so aus: politik = ganz großes kasperle theater.
PS: und deine fall-beispiele verdeutlichen eher meinen standpunkt, als deinen. denn genau da liegt der hund begraben. die verteilung ist unverhältnismäßig und nicht im gleichgewicht. es kann nicht sein, das bei steigenden kosten, nicht auch gleichsteigend entlohnt wird. aber so funktioniert nunmal der kapitalismus - auf dem rücken des kleinen.
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Wenn wieder einmal der Reichtum der Deutschen bejubelt wird, dann handelt es sich dabei nicht in erster Linie um Bargeld. Darunter fallen vielmehr Grundstücke, Eigenheime, Unternehmenswerte bei Personengesellschaften, GmbH-Anteile, Aktienvermögen, Schmuck, teure Gemälde und Teppiche, Lebensversicherungen und Renten-Anwartschaften. Das alles zählt neben den Kontenständen und macht gleichzeitig den Großteil aus.
Wer trotzdem noch 5 Mio. Euro auf dem Konto hat, hat jetzt vielleicht auch eine Million in den Sand gesetzt und sich irgendwo verspekuliert. Das ist die eine Seite der Medaille. Auf der andere Seite gibt es Menschen, die entweder lieber konsumieren statt zu sparen oder die nicht genug Geld zum Sparen haben. Die haben dann aber auch nichts eingebüßt, was nicht durch die Einlagensicherung gedeckt wäre.
Und Wertverluste, die auf Aktienkursen beruhen, sind keine realen Verluste, sofern man die Aktien behält und auf Besserung wartet.
Das ist alles kein Trugbild, sondern bedarf einfach nur einer differenzierten Betrachtung.
Wer trotzdem noch 5 Mio. Euro auf dem Konto hat, hat jetzt vielleicht auch eine Million in den Sand gesetzt und sich irgendwo verspekuliert. Das ist die eine Seite der Medaille. Auf der andere Seite gibt es Menschen, die entweder lieber konsumieren statt zu sparen oder die nicht genug Geld zum Sparen haben. Die haben dann aber auch nichts eingebüßt, was nicht durch die Einlagensicherung gedeckt wäre.
Und Wertverluste, die auf Aktienkursen beruhen, sind keine realen Verluste, sofern man die Aktien behält und auf Besserung wartet.
Das ist alles kein Trugbild, sondern bedarf einfach nur einer differenzierten Betrachtung.
Das ist Ansichtssache. Dein Arbeitgeber bezahlt Dich für die von Dir geleistete Arbeit, nicht dafür, dass Du zu faul bist, Deinen Strom- oder Internetanbietet zu wechseln oder weil das Öl teurer geworden ist.es kann nicht sein, das bei steigenden kosten, nicht auch gleichsteigend entlohnt wird.
KL0k
Fleet Admiral
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sicher ist das alles ansichtssache - kann ja auch nur meine subjektive sichtweise schildern.
und ja, der arbeitgeber entlohnt für die arbeit die man tätigt. nur wenn man sich hierzulange nicht runterhandeln lässt, holt man sich eben die arbeitskräfte in den teilen der welt, in denen sie auf 1€job-höhe, ein vergleichbares niveau erhalten. und das alles im sinne der gewinnmaximierung.
ich mein.. warum nimmt man sich hier nicht ein beispiel an der schweiz? dort sind die lebensunterhaltskosten auch enorm, aber dafür bekommt man vergleichsweise mehr zurück. einer der gründe warum viele in grenznähe pendeln. (oder sogar teilweise aus der mitte deutschlands dort arbeiten - hab n paar getroffen auf ner zugfahrt nach bawü).
das hat doch nichts mehr mit wettbewerblichem konkurrenzkampf zu tun, wenn man auf das billigste des billigen ausweichen muss, weil man sonst schon als mittelständer probleme bekommt über die runden zu kommen?!
und ja, der arbeitgeber entlohnt für die arbeit die man tätigt. nur wenn man sich hierzulange nicht runterhandeln lässt, holt man sich eben die arbeitskräfte in den teilen der welt, in denen sie auf 1€job-höhe, ein vergleichbares niveau erhalten. und das alles im sinne der gewinnmaximierung.
ich mein.. warum nimmt man sich hier nicht ein beispiel an der schweiz? dort sind die lebensunterhaltskosten auch enorm, aber dafür bekommt man vergleichsweise mehr zurück. einer der gründe warum viele in grenznähe pendeln. (oder sogar teilweise aus der mitte deutschlands dort arbeiten - hab n paar getroffen auf ner zugfahrt nach bawü).
das hat doch nichts mehr mit wettbewerblichem konkurrenzkampf zu tun, wenn man auf das billigste des billigen ausweichen muss, weil man sonst schon als mittelständer probleme bekommt über die runden zu kommen?!
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Die Politik muss auf die Rahmenbedingungen reagieren, die sie nicht beeinflussen kann. Die Schweiz z. B. ist kein klassischer Produktions- und Exportstandort wie Deutschland. Die Schweiz hat außerdem keine offenen Grenzen wie die EU-Länder. Das sind schon gewaltige Unterschiede.
Man kann den Druck der Unternehmen auf bestimmte Regelungen der Politik als "Erpressung" deuten. In Wahrheit ist es doch aber so, dass die Wirtschaft im Vorfeld klarmacht, wie sie auf bestimmte Gesetze reagieren wird.
Man kann das auch anders handhaben, also die Politik erst in Ruhe machen lassen und im Anschluss daran die Firmen schließen und auswandern. Ob das besser wäre, sei dahingestellt. Ich fnde es nur komisch, dass dann gleich davon geredet wird, die Politik sei der Handlanger der Wirtschaft. Es geht dabei immerhin auch um Jobs, also darum, ob ein Standort in Deutschland erhalten bleibt oder nicht.
Mich nervt vor allem diese stets einseitige Darstellungsweise, die der Sache einfach nicht gerecht wird.
Man kann den Druck der Unternehmen auf bestimmte Regelungen der Politik als "Erpressung" deuten. In Wahrheit ist es doch aber so, dass die Wirtschaft im Vorfeld klarmacht, wie sie auf bestimmte Gesetze reagieren wird.
Man kann das auch anders handhaben, also die Politik erst in Ruhe machen lassen und im Anschluss daran die Firmen schließen und auswandern. Ob das besser wäre, sei dahingestellt. Ich fnde es nur komisch, dass dann gleich davon geredet wird, die Politik sei der Handlanger der Wirtschaft. Es geht dabei immerhin auch um Jobs, also darum, ob ein Standort in Deutschland erhalten bleibt oder nicht.
Mich nervt vor allem diese stets einseitige Darstellungsweise, die der Sache einfach nicht gerecht wird.
e-ding
Commander
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Kainskind schrieb:@e-ding
Das kann ich von Dir ebenso behaupten, wie Du von mir, bzw. anderen, dass sie nur meckern während sie sitzen.
Merkst was?![]()
Da hast Du mich falsch verstanden. Ich habe Passivität im allgemeinen und keine politische Richtung kritisiert.
MFG
Odium
Captain
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smacked2, bist du jetzt also unzufrieden?
Sieh es persönlich, du solltest unser System auch mal in Relation zu anderen Regierungsformen sehen.
Da gibt Diktatur, Anarchie, Monarchie, parlamentarische Monarchie, diverse Demokratiearten (gute und solche, die eine Militärherrschaft verdecken) und noch einige Regierungsarten, die über einen gewählten Präsidenten laufen.
Der Großteil der Menschen dieser Welt hat gar nicht die Freiheit, die wir haben.
In China z.B., gibt es ein Einparteiensystem, das die westlichen Staaten aufgrund der Wirtschaftspower der Asiaten nur zaghaft kritisieren.
In Russland weiß man nie so genau, wer das sagen hat. Von dort kommt der wahre Turbokapitalismus und den dortigen Politikern würde ich weitaus weniger Ethik zutrauen als unseren Vertretern.
Wie wir alle im Moment mitkriegen, haben die US-Amerikaner ein hochkomplexes Wahlsystem, am Ende aber nur die Wahl zwischen zwei Persönlichkeiten.
Von all den großen Nationen würde ich am ehesten noch Indien als politisch gleichwertig zu unserem System sehen. Hältst du unter diesen Gesichtspunkten noch immer an deiner Aussage fest?
Sieh es persönlich, du solltest unser System auch mal in Relation zu anderen Regierungsformen sehen.
Da gibt Diktatur, Anarchie, Monarchie, parlamentarische Monarchie, diverse Demokratiearten (gute und solche, die eine Militärherrschaft verdecken) und noch einige Regierungsarten, die über einen gewählten Präsidenten laufen.
Der Großteil der Menschen dieser Welt hat gar nicht die Freiheit, die wir haben.
In China z.B., gibt es ein Einparteiensystem, das die westlichen Staaten aufgrund der Wirtschaftspower der Asiaten nur zaghaft kritisieren.
In Russland weiß man nie so genau, wer das sagen hat. Von dort kommt der wahre Turbokapitalismus und den dortigen Politikern würde ich weitaus weniger Ethik zutrauen als unseren Vertretern.
Wie wir alle im Moment mitkriegen, haben die US-Amerikaner ein hochkomplexes Wahlsystem, am Ende aber nur die Wahl zwischen zwei Persönlichkeiten.
Von all den großen Nationen würde ich am ehesten noch Indien als politisch gleichwertig zu unserem System sehen. Hältst du unter diesen Gesichtspunkten noch immer an deiner Aussage fest?
smacked2 schrieb:Letztendlich wird hierzulande die Erhaltung des Gewaltmonopols und der Schutz des Kapitals über das Wohl der Menschen gestellt und solange das so ist kann von Demokratie keine Rede sein.
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(Rechtschreibung)
walter09
Lt. Commander
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viele Menschen denken aber so, das is erstmal so. Wo ist denn der FDP-Politiker der den Kapitalismus verteidigt? seh ich nix von. (Natürlich haben auch die Medien ihren Anteil daran, mit ihrer tendenziösen Art der Berichterstattung)
Wobei der Lobbyismus auch nicht selten schlecht ist! Ein ätzendes Beispiel unser Gesundheitssystem: wo bleibt die Positivliste für Medikamente? Zum einen haben wir ein im internationalen Vergleich ganz gutes Gesundheitswesen, aber die Abzockerei (Apotheken, Private KV) und Ausbeuterei (Pflegekräfte) die da stattfindet ist abstoßend. Es bringt jetzt wenig, wenn die eine Seite die positiven Aspekte darstellt und die andere Seite die negative. Solange jeder nur recht behalten will.
Es fehlen momentan an allen Ecken positive Gedankenmodelle, wie es besser laufen könnte. In den USA ist es genauso, deshalb wird Warren Buffet als neuer Wirtschaftsminister gehandelt - er gilt als integer und somit als Ausnahmeerscheinung im Politikbetrieb. Es geht wie so oft um Personen
edit: zu verlangen, das man ein abstraktes System "Marktwirtschaft/Kapitalismus" toll finden soll, erinnert mich an die Ideologie des Sozialismus/Kapitalismus - wo der einzelne sich einzufügen hat in ein gedachtes abstraktes übergeordnetes System des großen Ganzen/Wahren oder so..
ne, Leute, ohne positive Vorbilder läuft das net - und bitte zeig mir den deutschen Kapitalisten, den man respektieren kann, menschlich, ethisch usw
Wobei der Lobbyismus auch nicht selten schlecht ist! Ein ätzendes Beispiel unser Gesundheitssystem: wo bleibt die Positivliste für Medikamente? Zum einen haben wir ein im internationalen Vergleich ganz gutes Gesundheitswesen, aber die Abzockerei (Apotheken, Private KV) und Ausbeuterei (Pflegekräfte) die da stattfindet ist abstoßend. Es bringt jetzt wenig, wenn die eine Seite die positiven Aspekte darstellt und die andere Seite die negative. Solange jeder nur recht behalten will.
Es fehlen momentan an allen Ecken positive Gedankenmodelle, wie es besser laufen könnte. In den USA ist es genauso, deshalb wird Warren Buffet als neuer Wirtschaftsminister gehandelt - er gilt als integer und somit als Ausnahmeerscheinung im Politikbetrieb. Es geht wie so oft um Personen
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edit: zu verlangen, das man ein abstraktes System "Marktwirtschaft/Kapitalismus" toll finden soll, erinnert mich an die Ideologie des Sozialismus/Kapitalismus - wo der einzelne sich einzufügen hat in ein gedachtes abstraktes übergeordnetes System des großen Ganzen/Wahren oder so..
ne, Leute, ohne positive Vorbilder läuft das net - und bitte zeig mir den deutschen Kapitalisten, den man respektieren kann, menschlich, ethisch usw
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the witcher
Commander
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keshkau schrieb:- Sondersteuer auf Alkopops
- Warnhinweis auf der Vorderseite von branntweinhaltigen Getränken
- Verbot der kostenlosen Abgabe von Zigaretten zu Werbezwecken
- verschärftes Rauchverbot
Als vorteile würde ich diese punkte jetzt nicht unbedingt sehn.
Durch die sondersteuer bekommt der staat nur mehr Einnahmen und die kinder die sich betrinken wollen können sich mit billigem wodka und mixgetränken das zeug ja selbst zusammen mixen, vondaher finde ich das vorgehen nicht sehr erfolgsversprechend.
Haben sie halt gemacht, damit sie sagen können wir haben was dagegen getan

Die ganzen warnhinweise, ist auch nicht ne großartige leistung, man sollte da schon eigeninitiative zeigen und schaun was man kauft.
Ich bin zwar nichtraucher, aber ich halte das rauchverbot für nen schlechten witz....
Den wenn man in der stadt ist atmet man viel mehr schlechte luft ein, welche durch die ganze abgase der autos usw. belastet ist.
Von daher ist das rauchverbot meines erachtens, mehr schlecht als recht. Ich würde es mehr begrüßen wenn die wirte dies selbst entscheiden können ob in ihrer wirtschaft geraucht wird oder nicht.
Im gegenzug könnte man allerdings auch sehr viele gesetze aufzählen, die schlecht fürs volk sind, von daher ist das eig. mehr relativ.
Aber jetzt mal eine frage an dich, beteiligst du dich aktiv in der politischen szene?
mfg
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Ich war nicht und bin nicht in irgendeiner politischen Organisation aktiv.Aber jetzt mal eine frage an dich, beteiligst du dich aktiv in der politischen szene?
KlausS1988
Lieutenant
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@KlausS1988
"Herrschaft des Volkes" drückt allerdings nicht unbedingt aus, dass die Bevölkerung in allen Fragen unmittelbar selbst entscheiden soll. Siehe dazu die Ausgestaltung der "parlamentarischen Demokratie".
Zitat:
Die parlamentarische Demokratie ist eine Regierungsform des Parlamentarismus, bei der die wichtigsten politischen Entscheidungen von einem aus freier Volkswahl hervorgegangenen Parlament getroffen werden. Es leitet seine Legitimation von dieser Wahl durch das Wahlvolk ab, die wahlberechtigten Bürger, von denen als Souverän die Staatsgewalt ausgeht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Parlame...che_Demokratie
Das "Argument", nur Volksentscheide und Bürgerbefragungen seien wirklich "demokratisch" ist ein Missverständnis, das von den Fans der Volksentscheide unter Verwendung falscher Behauptungen in die Welt gesetzt worden ist, um die derzeitige Praxis undemokratisch erscheinen zu lassen.
Parlamentarische Demokratie ist ja wahrscheinlich das, was mich stört.
Demokratie sollte anders laufen hier bei uns.
Das Volk sollte einfach mehr zu sagen haben, z.B. wenn 70% keine Auslandeinsätze wollen, dann gibt es keine! Nur ein Beispiel.
Unsere Demokratie ähnelt eher einer Dikatur von wenigen.
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Mal was zu unseren Imigranten:
Ich kann abends nicht durch die Stadt gehen, ohne dass mich 15 Jährige audfwärts bis ich sag mal 25 Jährige primitivst beleidigen, mir irgend was hinterherufen oder mir drohen. Das ist kein Scherz, und ich wohn nicht in Köln Mühlheim. (Ey du Húr*nsohn, wie guckst du uns an alter / Ey scheiß Kartoffel! / ....)
Das Schlimme ist: Es sind keine Deutschen, sondern ausschließlich Russen/Türken/Albaner/ how ever ( ob nun mit deutschen Pass oder nicht) - jedenfalls mit Migrantenhintergrund.
Würde das Volk nach einer Umfrage mit absoluter Mehrheit beschließen, dass solche Menschen in Deutschland, denen dieses Verhalten nachweisbar ist (z.b. Videomaterial) ausgwiesen werden sollen - Dann sollte es so sein.
Meine Meinung, denn ich finde es von diesem Land erbärmlich, mir sowas bieten lassen zu müssen =/
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