5€ mehr Hartz-4 - Gute Lösung?

Haltet ihr die Erhöhung um 5€ für gerecht und gut? Was hättet ihr gemacht?

  • Sehr gute Lösung.

    Stimmen: 1 1,1%
  • Kaum eine Veränderung - finde ich ok.

    Stimmen: 15 16,1%
  • Viel zu wenig. Völlig falsche Entscheidung.

    Stimmen: 16 17,2%
  • Ich hätte Hartz-4 vermindert.

    Stimmen: 31 33,3%
  • Ich hätte es genauso gemacht.

    Stimmen: 1 1,1%
  • Ich hätte es erhöht (400€).

    Stimmen: 18 19,4%
  • Ich hätte es abgeschafft.

    Stimmen: 17 18,3%

  • Umfrageteilnehmer
    93
Status
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badday schrieb:
Ebenso muss man sich bewusst sein, dass wir einen Sozialstaat haben, der ein menschenwürdiges Existenzminimum zu gewährleisten hat.
Warum gibts dann die Antwortmöglichkeit "Ich hätte es abgeschafft."?

CarstenJoe schrieb:
Ich muss aber sagen,dass sie lieber die Zuschläge für Tabak und Alkohol hätten streichen können.
... genauso wie alle Luxusgüter .. agree!

Dod1977 schrieb:
Nur für die Hetzer mit dem Bild-Bildungshorizont.
[...], nur für die bildungsfernen Nutzer dieses Forums.
Sorry, dass wir keine H4-Profis sind ... anstatt sich mit seinen Rechten und Pflichten (?!) zu beschäftigen, würde ein Griff in die Zeitung zur Stellensuche hilfreicher sein

Nivek schrieb:
Man ändert nichts an den Kernproblemen von Hartz 4. Nicht der aktuelle Satz ist das Problem sondern die Möglichkeit sich richtig was dazu verdienen zu können.

Interessant ist da z.B. die französische Lösung. Pro 100 Euro Zuverdienst muss man "nur" 38 Euro abgeben.
Seh ich genauso. Genauso mit dem Mindestlohn. Mindestlohn sollten natürlich keine 20 Euro sein, sondern nur so ein Wert, der sich dann endlich mal vom H4-Wert unterscheidet. Würde im ersten Zuge natürlich wieder mehr Arbeitslose heißen, da der Unternehmer Mehrkosten hat, aber ich würde es humaner finden ;)
 
Die 5€ Erhöhung sind ein Schlag ins Gesicht des "Sozialstaates", wenn man bedenkt, dass allein in der HRE wohl 191 Mrd. € versenkt werden. Dieses Geld fliesst auf die Konten wohlhabender Bürger in die Schweiz, nach Liechtenstein oder auf die Cayman Islands.
Ein Hartz4-Empfänger würde mit Sicherheit lieber arbeiten gehen, aber zumindest wird er niemals seine Unterstützung auf ein Konto in einer Steuer-Oase schieben, sondern vielmehr komplett ausgeben.
Was der gesamten Wirtschaft wesentlich nützlicher ist, kann sich jeder selber denken. :rolleyes:
 
Die Diskussion läuft doch völlig falsch.
Nicht die H4 Sätze sind zu hoch, sondern die Niedriglöhne zu niedrig! Weg mit den Niedriglöhnen, her mit einem Mindestlohn von dem man Leben kann. Dann werden sich auch H4 Empfänger überlegen wieder zu arbeiten, weil es sich wieder lohnen würde.
Und alle die sagen, das kostet aber Arbeitsplätze. Na und? Die Arbeit muß verrichtet werden, ob von 500 oder von 20 Firmem ist völlig egal, aber die Menschen können von ihren Löhnen leben UND sogar noch Sozialabgaben leisten
 
"Arbeit muss sich finanziell lohnen" und "Arbeitslosengeld darf keine lebenslange Einkunftsquelle sein" sind Grundsätze, die man erreichen sollte. Wenn man Hartz-4 nun erhöht, ist das ein Signal in die falsche Richtung.

Das ist nicht per se der Fall. Es ist doch nun wirklich nicht so, dass jemand freiwillig für dieses Geld leben möchte (wenn man ein paar verschwindend wenige mal bei seite lässt). Vll. sollte der Leistungsträger (der Gefühlte) mal um 4 Uhr aufstehen und schauen, wer ihm seine Zeitung für ein paar € bringt.
 
ein päckchen kippen .... ja nee is klar. typen wie du sollen mal für einige zeit mit so wenig geld leben müssen, damit sie wissen, wovon sie reden.
jetzt fehlt noch jemand der schreibt: die sollen arbeiten gehen ... aber wo sind denn die millionen arbeitsplätze die wir bräuchten?
statt sich aufzuregen über die gründe für hartz4 und niedriglöhne wird blind auf den schwächsten rumgehackt.
keiner meckert über diätenerhöhungen im 3-stelligen bereich, keiner über milliarden für die banken, keiner meckert über lohndumping im großen stil oder zeitarbeitspiraterie, über das kranke banken reservesystem und die zinssklaverei, darüber dass arbeitnehmer in deutschland seit jahrzehnten reallohnverluste hinnehmen....
aber wenn nach jahren der preissteigerung endlich mal 5,- € (welche die preiserhöhungen nicht annähernd decken) mehr für die ärmsten gezahlt werden sollen, dann wird gemeckert - unglaublich dumm und unsozial ist das!
 
Hmm.. fel1x. - mit Rechten und Pflichten sollte sich jeder beschäftigen. Und nur durch die Zeitung bildet man sich halt eher selten gut. Nebenbei - was spricht dagegen, sich zu bewerben UND seine Rechte und Pflichten zu kennen?
 
@Bullet Tooth: Sehr schon gesagt! Sign

@badday: Vllt. solltest du bei den Antwortmöglichkeite in der Umfrage einen neuen Punkt hinzufügen: Ich hätte es ganz anders gemacht

XShocker22
 
Zuletzt bearbeitet:
Lost_Byte schrieb:
(Studenten müssen ja auch mit 600€ monatlicha uskommen, wovon 120€ für Studiengebühren und Semesterbeitrag drauf gehen)

Ein Student darf aber bis 400€ dazuverdienen und darf es auch behalten. Einem Harz4 Empfänger bleiben von 400€ nur 150€ über. Also als Studet hat man auch wieder vorteile die eine Harz4 Empfänger nicht zu stehen.
 
hartz 4 zu erhöhen ist definitiv der falsche weg. ganz im gegenteil. dieser sozialstaat geht völlig falsche wege.
wir stecken faulen säcken das geld in den rachen, die zu faul sind um zu arbeiten. klar - warum auch. 350 euro im monat reichen einem zum leben, wenn man seine ansprüche runterschraubt und evtl keine kinder hat.
wenn ich woanders auf der welt herumreise und mir das so ansehe...arbeit oder man verhungert. und damit meine ich nichtmal länder der dritten, vierten und fünften welt, sondern zb einen industriestaat wie die usa (jaja - gesundheitssystem mal außen vor gelassen). wenn man arbeitslos wird ist das arbeitslosesgeld von nöten. aber hartz 4 gehört stark reduziert, um die menschen zu dem zu erziehen, was nötig ist - arbeit. und ohne arbeit funktioniert ein sozialstaat einfach nicht.
und wenn ich mir dann zum beispiel meine mutter ansehe, die 50% schwerbehindert ist und kaum laufen kann und trotzdem noch arbeitet, sehe ich, dass es auch anders geht. das ist die mentalität, die deutschland braucht. aber dann gibt es wirklich kranke, die nicht in der lage sind zu arbeiten. und was bekommen die? hartz 4. wir geben leuten das geld die einfach nur faul oder dumm sind und die, die es wirklich brauchen, bekommen nicht die hilfe die sie brauchen.
die politik in deutschland ist einfach zu lasch. sei es im sektor der sozialleistungen oder der tatsache, dass wir kriminelle ausländer mit samthandschuhen anfassen.
deutschland verkommt einfach zu einem jämmerlichen staat von waschlappen. kaum einer im bundestag sagt noch seine meinung - aus angst, dass er fliegt, wie wir es die letzten tage immer wieder lesen durften. wo ist die stärke vergangener jahrhunderte? richtig - wir dürfen ja nichts sagen, sonst sind wir wieder die "nazis". und wir lassen uns treten wie ein fußabtreter der eu, der uno, der welt.
kein wunder wird dieses land immmer unattraktiver.
 
Die fünf Euro sind ein Witz.

Hartz 4 ist generell eine Beleidigung für alle, die auf Sozialleistungen angewiesen sind. Wer die Sätze kennt und weiß, wer wie davon leben muß, der muß sich auch fragen, auf wessen Mist dieser Wahnsinn gewachsen ist.
Das Dumme daran ist, dass ALLE in einen Topf geworfen werden. Der Langzeitarbeitslose, die Familie und auch die, die tatsächlich keinen Bock auf nichts haben.

Für den normalen Hilfsbedürftigen ist Hartz 4 zu wenig (ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und nenne es "menschenunwürdig").
Für jene, die es ausnutzen, ist es zu viel. Diese Leute brauchen es nicht.

5,-€ helfen nicht der Familie, ihre Kinder satt zu bekommen und sie helfen nicht dem Langzeitarbeitslosen, seine Bewerbungskosten zu decken.
Aber sie helfen dem, der keinen Bock hat, noch ein paar Zichten zu bekommen.

Die Leute sollten soviel mehr bekommen, dass es ihnen in ihrer Situation auch richtig hilft, und die, die auf kosten der anderen leben wollen, weil sie keinen Bock haben, sollten grade so viel bekommen, dass sie existieren können.

Das wäre gerecht. Aber solange die Medien alle Arbeitslosen als asozial und faul abstempeln, unsere "Politiker" (pah) in realitätsfernen Welten und Schubladen denken, wir sich hier ohnehin nichts ändern. So lange wird man weiter auf die Leute eindreschen, die am wenigsten haben...

ein Armutszeugnis ... sowohl von Politik, als auch der Gesellschaft :(
 
Ein Student weiß auch, dass er eine Zukunft hat mit dem was er gerade tut. Da ist die entbehrungsreiche Zeit also gut investiert. Wobei - sonderlich schlecht gelebt hat meine Frau auch nicht als sie studiert hat (ohne Hilfe der Eltern), da ging es ihr schon deutlich schlechter als sie vorher H4 bekommen hat. Jeder Student der sowas sagt sollte mal H4 bekommen und dann weiterlästern.
 
Es war von vornerein klar, dass es nicht viel sein wird. Von daher sind 5Euro besser als garnichts. Einen totalen Umwurf des jetzigen Konzeptes werden wir mit diesen profillosen Parteien sicherlich nie sehen.

edit:
@Ramu91

Genau dass ist leider die falsche Einstellung.
1) Es ist eine vollkommende Fehlannahme, dass H4-empfänger arbeitsfaule Schmarotzer sind. Es ist ja nicht so, dass man nach der Schule sofort H4 bekommt, sondern dass diese Leute auch schon jahrelange gearbeitet und Steuern gezahlt haben. Dementsprechend ist es nachzuvollziehen, dass sie eine Gegenleistung dafür erwarten, wenn sie arbeitslos sind.
2)ist ist schwachsinnig andere Staaten als Referenz heranzuziehen. (die Dritte-Weltstaaten befinden sich in einem vollkommen anderen Entwicklungsschritt ) Genauso kann man auch die USA nicht heranziehen, weil eine vollkommen andere Basis vorhanden ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Problem an der Sache ist nicht das Harz IV es ist im Grunde genommen für viele sogar zu wenig, das Problem sind die niedrigen Löhne, hier im Osten sind 5/6 Euro Stundenlohn die Tagesordnung und dafür soll man noch sonst wo hin fahren und bis sonst wann arbeiten um dann am Ende sein Geld doch durch Harz 4 aufstocken zu müssen, weil es nicht reicht und meist hat man dadurch sogar weniger als wenn man daheim bleibt. Wenn es überhaupt Arbeit gibt das ist ja gleich das nächste die meisten Angebote sind entweder Zeit(Sklaven)arbeitsfirmen oder schlichtweg einfach nur Fakes!
Arbeit muß sich lohnen so lange aber das Kapitalistenpack die Massen mit staatlicher Unterstützung weiter ausbeutet wird das nix.
 
Bei 5-6 Mio realen Arbeitslosen (ja, Schulungen usw. gehören auch dazu) wäre ich vorsichtig denen auch noch Tabak+Alkohol+TV zu streichen. Das hält sie schließlich ruhig.

Das Problem ist nicht daß Hartz4 eine Mindestsicherung darstellt, sondern daß Arbeiter zu wenig verdienen. Löhne sind zu klein geworden, DAS ist das Problem. Daß es kaum noch einen Unterschied zwischen Mindestsicherung und Mindestlohn gibt, zeigt wo wir stehen.

Aber es ist einfacher der Bild zu glauben wenn sie von Schmarotzern spricht. Ja die mag es geben, aber man wirft nicht 6Mio in den selben Topf.

Fakt ist, es gibt in diesem System gar nicht genug Arbeit für Alle. Das ist eine traurige Realität, die die Politik gern verschweigt. So schnell kann man Leute gar nicht umschulen (viel Glück dabei), so flexibel ist der Mensch nicht. Kein Hartz4 Empfänger wird über Nacht zum nächsten IT-Spezialisten.

Wenn also geschrien wird "zeugt mehr Kinder, wir sterben aus", ist nur die gehobene Mittelschicht gemeint. Die sind aber zu intelligent dafür, da sie das System durchschauen (max. 1 Kind sonst geht Wohlstand verloren). Wir haben mehr als genug Leute hier, nur nicht die die wir gern hätten.

Wie sagt Pispers so schön: "Es wird der Eindruck vermittelt jeder könnte, wäre er nur fleissig, alles erreichen. Das ist eine Lüge, eine Putzfrau z.b. mag so fleissig sein wie sie will. Dieses System gibt das nicht her, soviel Ressourcen haben wir nicht. Damit die Mittelschicht so leben kann wie sie es erwartet, muss 1/3 der Bevölkerung für Kost und Logie arbeiten."

Und 5€ mehr sind nichts weiter als Inflationsangleichung, also was soll die Aufregung.

P.S. man sollte kurzfristig wirklich mal wieder über Schutzzölle nachdenken wenn man den Lebensstandard hier halten will, aber das wird nicht passieren.
Solange der billige Arbeiter irgendwo auf der Welt mit uns hier konkurriert, wird nur Geld aus unserem System hinausgesogen, wie ein Abfluss.
 
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Rheinländer schrieb:
Erschreckende Antworten wie "ich will auch fürs nichts tun 5€ mehr im Monat haben" verdeutlichen vielschichtig die sprichwörtliche Unwissenheit, Blödheit und Arroganz vieler Mitmenschen. Zunächst sei diesen Menschen einmal angeraten ein Experiment zu wagen: Man nehmen 359,00 Euro und zahle davon die Telefonrechnung, den Haushaltsstrom und nebenbei nochmal locker Ernährung und was Mensch noch so zum "täglichen Bedarf" benötigt. Und dieses Eperiment sollte Mensch dann mindestens länger als ein halbes Jahr durchziehen.... Dann, und vielleicht auch nur dann kann sich Mensch ein Bild über die per Gesetz verordnete Armut verschaffen ! Nach fünf Jahren Tätigkeit in einem Sozialamt (Hilfe zur Arbeit) und anschließend vier ein halb Jahre Tätigkeit als Fallmanager in einer Arge hege ich auch die Hoffnung das Mensch solche Schwachsinnskomentare wie "Wer Arbeit sucht der findet welche" oder halt "ich will auch fürs nichts tun 5€ mehr im Monat haben" nicht mehr zu Lesen bekommt.

Das ist bisher der erste sinnvolle Kommentar den ich hier lese und weiter werd ich mir den teilweise "geistigen Dünnpfiff" wohl auch nicht antun.

Es ist echt erschreckend wie hier Hartz4 Empfänger pauschal als vollkommen unwillig für jegliche Arbeit hingestellt werden. Aber hauptsache mal was von sich gegeben, man muss ja schließlich so tun, als hätte man Ahnung.
 
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