Sammelthread Aktien kaufen, verkaufen und Fragen

@Erkekjetter Die eingeschränkte Handelsmöglichkeit hast du nur bei Unternehmen in denen du auch eine Position ausübst (also Vorstand, Aufsichtsrat, Berater, etc.). Bei Unternehmen mit denen du persönlich kein Vertragsverhältnis hast, kannst du handeln wie du willst.

Einschränkungen kommen erst wieder ins Spiel, sollte man mehr als 5% an einem Unternehmen erwerben oder verkaufen (dazu wird Musk von der SEC gerade untersucht oder gar schon geklagt (?), weil er mehr von Twitter gekauft hat, als er ohne Ankündigung darf - das war noch vor der Verkündung der Kaufabsicht).

Für Politiker gibt es eine Meldepflicht die nicht sonderlich einschränkend ist. Und die Weitergabe von Informationen an sich wird wohl noch weniger verfolgbar sein.
Der Stock Act von 2012 soll Insiderhandel der Parlamentarier verhindern und verpflichtet Kongressmitglieder, Transaktionen über 1000 US-Dollar offenzulegen. Diese Offenlegungen sind über eine offizielle Webseite abrufbar. Allerdings werden Verstösse gegen den Stock Act mit lediglich 200 Dollar geahndet – ein Betrag, der kaum abschreckend wirkt. Zudem geniessen US-Parlamentarier besondere Schutzrechte, so dass in der Realität der Nachweis des Insiderhandels kaum je erbracht werden kann. Seit Einführung des STOCK Act wurde kein einziges Kongressmitglied wegen Insiderhandels verurteilt – nicht einmal 2020, als einige Senatoren sofort nach vertraulichen COVID-19-Briefings in grossem Stil Aktien abstiessen.
 
ThomasK_7 schrieb:
Hätte man folgend reagiert, wären einem die rd. -16% (?) bis jetzt erspart geblieben.

Seit wie vielen Jahren häuft Buffet immer mehr Cash an und verkauft mehr als er einkauft? Wenn du das als Verkaufsindikator genommen hättest dann hättest du viele Jahre nur zugeschaut und massive Gewinne verpasst.
Jetzt den einen Zeitpunkt herauszupicken zu dem der "Crash" dann auch wirklich kam ist ziemlich irreführend.
 
Es ist vollkommen Quatsch das Vorgehen von institutionellen Anlegern mit uns Kleinsparern zu vergleichen. Da werden Millionen und Milliarden verschoben, auch weil die jemandem Rechenschaft ablegen müssen. Die haben einen ganz anderen Fokus als wir.

Bei uns geht es doch hauptsächlich darum für die Rente vorzusorgen. Und das nicht mit Einmalzahlung, sondern über Jahre mit monatliche Sparpläne von eher kleinen Beträgen.

Ich habe mir in den letzten Tagen natürlich auch mein Depot angesehen. Durch das FIFO Prinzip würde ich ja jetzt beim Verkauf gerade die alten Anteil mit hohem Gewinn (und Steuern) verkaufen und die neuen mit den Verlusten behalten. Also müsste man dann ALLES verkaufen. Das macht aber noch weniger Sinn. Die meisten Positionen sind nämlich immer noch im Plus.
Ich habe nur 2 Positionen, die jetzt komplett im Minus sind, die machen aber auch nur 3.000€ aus. Selbst wenn ich die nun in Sicherheit gebracht hätte und bei - 20% wieder eingestiegen wäre - die möglichen 600€ Gewinn sind weniger als ich im Monat anspare. Das macht also auch keinen Sinn.

Und die Sparpläne anpassen? Die 500€ für den MSCI World nun in einen der anderen Fonds umlenken? Weil diese im Monat 1% besser da stehen? Und warum sollte man nun, wo die Kurse unten sind, gerade NICHT kaufen? Macht für mich auch keinen Sinn. Anders wäre es, wenn man annimmt ein Markt würde in den nächsten Jahren/Jahrzehnten gar nicht mehr performen.

Nein, man kann es drehen und wenden wie man will - Kleinsparer mit Sparpläne können eigentlich nur weiter machen wie bisher. Alles andere ist Aktionismus.

Was man machen kann - nein muss - ist die Entnahme sorgfältig planen. Nach meinem Plan habe ich bei Renten Beginn 150.000€ Cash und kann damit die Renten Lücke für 8-10 Jahre schließen. D.h. Ich muss bei Rentenbeginn nicht an das Depot. Ich habe einen Zeitraum von 5-10 Jahren wo ich einen Zeitpunkt abpassen kann, wo nicht gerade Bärenmarkt herrscht. Und dann entnehme ich +/- 100.000€ und lege die sicher an. Und der Rest bleibt liegen, egal was der Markt macht. Und das wiederholt sich dann so oft bis das Depot leer ist oder ich mir die Radieschen von unten ansehen.
 
Micha- schrieb:
Nein, man kann es drehen und wenden wie man will - Kleinsparer mit Sparpläne können eigentlich nur weiter machen wie bisher. Alles andere ist Aktionismus.
Je länger der Anlagezeitraum, desto weniger spielt das auch eine Rolle, weil es sich vereinfachend ausgedrückt wieder ausgleicht und die langfristige Entwicklung entsprechende Erträge generiert. Der eher klassische langfristige Vermögensaufbau halt. Ist aber auch nichts Neues und keine Raketenwissenschaft. Hektik ist da eher kontraproduktiv.

Alles andere ist dann tatsächlich Spekulation und Glaskugelgeschubse. Kann man machen, dann sollte man aber auch das Verlustrisiko akzeptieren und kein Geld verwenden, dass nicht vorhanden ist, die Grundreserve darstellt oder bereits langfristig verplant ist.

Die nächsten 5 bis 10 Jahre (und weiter) werden eh schwierig werden. Insbesondere, weil schwer abzuschätzen ist, was Russland dann mit seiner ganzen bis dahin hochgezogen Militärausrüstung macht (wozu produziert man so irre viel, wenn man nicht bedroht wird?), wie China sich hinsichtlich Taiwan verhält, wie die zunehmenden Klimaveränderungen wirken, wie wirken KI, Robotik und Automatisierung auf die Arbeitsmärkte, wie entwickeln sich Steuereinnahmen und Staatsausgaben, wie geht es mit der Sozialversicherung und deren steigenden Abgaben weiter etc.

Die Welt ist, auch was unsere kleine Welt hier in Deutschland betrifft, lange nicht mehr so stabil, wie sie es die letzten 50-60 Jahre war.
 
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Vigilant schrieb:
wenn man nicht bedroht wird?)
Wie? Russland wird doch massiv bedroht durch die Großmächte Litauen und Estland. Und Luxemburg ist in letzter Zeit auch sehr aggressiv aufgetreten.... SCNR
Vigilant schrieb:
Die Welt ist, auch was unsere kleine Welt hier in Deutschland betrifft, lange nicht mehr so stabil, wie sie es die letzten 50-60 Jahre war.
Das ist wohl das einzige, was sicher ist.
 
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Ihr seid ja wahrscheinlich schon lange im Game, ich habe jetzt seit Ende März das erste mal investiert, werde jeden Monat vorläufig 250€ + 100€ für meine Kinder investieren und schaue mir das ganze aktuell echt entspannt an. Ich habe so gut wie nichts zu verlieren. Ich frage mich, wie ich einen solchen "Crash" bzw. die Unsicherheit darüber in zehn Jahren sehen werde, wenn da ein deutlicher fünfstelliger Betrag in den jeweiligen Depots liegen wird. Insofern finde ich es durchaus interessant, wir Leute hier so reagieren. Ich rede mir das allerdings sowieso ein, dass wenn ein ETF wie der MSCI World abkackt, wir ganz andere Sorgen als die Altersvorsorge haben.
 
Na ja, das "World" in MSCI World ist mit etwas Vorsicht zu genießen:

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Das World ist schon richtig. Denn das US Übergewicht ist nicht in Stein gemeißelt. 1989 hatten japanische Aktien den größten Anteil im MSCI World. Wenn der US Markt nicht mehr performt wird sich das auch wieder ändern. Es geht ja beim MSCI World nicht darum eine "gerechte" Aufteilung nach Ländern vorzunehmen, sondenr in die weltweit erfolgreichsten Unternehmen zu investieren.

2 interessante Artikel dazu:

https://guidingdata.com/msci-world-entwicklung-der-laendergewichtung/

https://www.justetf.com/de/academy/japan-boersen-crash.html
 
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Absolut richtig. Nur wird halt gerne der Welt-Apsekt in den Vordergrund gestellt und vermarktet, ohne auf die konkrete Zusammensetzung und Verteilung einzugehen. So wird halt etwas anderes suggeriert, als tatsächlich enthalten ist.

Der Index schummelt dabei auch nicht, sondern hat seine festen Regeln, die aktuell genau zu jener Zusammensetzung führen. Die Mischung richtet sich dabei primär nach Börsenwert in sogenannten, 26 entwickelten Märkten. So erklärt sich auch aktuell die starke Konzentration auf US-IT und Finanzen.

Und eben jener Aspekt macht auf diesen Index basierende Anlage-Produkte aktuell auch empfindlicher als üblich, obwohl sie gerade durch die breite Aufstellung weniger volatil reagieren sollten. Im Grunde ein sehr guter Ansatz, worauf sich seine Beliebtheit auch begründet.

In der Regel wird daher auch empfohlen, neben ETF/Fonds auf MSCI-Basis noch weiter zu diversifizieren, wenn der "Welt"-Faktor stärker gewichtet werden soll.
 
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13:38 Trump fordert XI zu einem Käfigkampf auf - der Sieger bekommt 200% Zoll.
 
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Ich schau gar nicht mehr in mein Depot, mache mir da kein Stress. Dauert bei mir noch lange bis ich da vielleicht mal ran möchte... Durch dieses Hin und Her gehüpfe verliert man meist eher als zu gewinnen.
Einfach aussitzen.
 
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Ich warte gerade auf die Kohle vom Verkauf meiner Eigentumswohnung. Sollte ich mal Timing Glück haben?
 
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@Paladin301 Man hört und liest vermehrt, dass wir noch am Anfang der Abwärtsspirale wären. Wenn die ersten Banken mit in Mitleidenschaft geraten haben wir den Salat.
 
Noch ein anderer Aspekt der aktuell diskutiert wird, nach dem Sell-Off in US Treasuries (UST) gestern:

Wer kauft und hält eigentlich die meisten UST's? -> China!

Und was wenn die einfach beschließen, diese nicht mehr zu kaufen, weil die Amerikaner Zölle mögen?

Der US Wohlstand resultierte nämlich auch aus hohen Auslandsschulden.

Upsi...
 
Wenn man sich vor Augen hält, was der Dump im Stunden takt so an Weisheiten raus haut:

Amerikanische Autos werden aus 6m Höhe mit einer Bowlingkugel beworfen - wenn sie dann eine Delle haben, werden sie nicht zugelassen. Deutsche Autos müssen diesen Test nciht bestehen.

In Deutschland geht jede Woche 1 Kohlekraftwerk neu ans Netz (Das letzte war in 2020, verwechselt er das mit China?)

Das Mißverstehen der internationalen Handelsbeziehungen ist dann nur der letzte und schlimmste Ausfall.

Vielleicht sollte es für US Präsidenten einen Einstellungstest geben?
 
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Micha- schrieb:
Vielleicht sollte es für US Präsidenten einen Einstellungstest geben?
Bei einem IQ Test hätte ich Zweifel, ob dieser oberhalb des aktuellen Öl-Preises läge (56€ btw).
 
knoxxi schrieb:
Bei einem IQ Test hätte ich Zweifel, ob dieser oberhalb des aktuellen Öl-Preises läge (56€ btw).
Was aber sehr angenehm ist für Leute die mit Heizöl heizen oder eben für Diesel/Benzin. :)
Wenigstens etwas positives.
 
Cats and Dogs hat er fehlerfrei hinbekommen.

Herzlichen Glückwunsch zum Job.
 
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