Und die Boardhersteller können noch Switchs verbauen, was die Anzahl erhöht aber sich eben die Bandbreite teilen. Also so ähnlich wie bei Intel direkt vom Chipsatz sich die 24 Lanes die Bandbreite zur CPU teilen. Vorteile bei Intel, wenn sie denn je praktisch bemerkbar sind, ist die Verteilung könnte flexibler von statten gehen, je nach dem, wie der Chipsatz intern arbeitet. Vorteil bei AMD wäre eine Einsparung von Leiterbahnen beim Chipsatz, dadurch evtl weniger Layer des PCBs (nicht unbedingt) und ein einfacheres Boardlayout. Kommunikation untereinander ist zu vernachlässigen, insbesondere bei Übertragung von einer zur anderen Lane, da PCIe vollduplex ist, also die Bandbreite in beiden Richtungen gleichzeitig voll ausgelastet werden können. Also da sehe ich keinen Vorteil von Chipsatzdirektverbindungen gegenüber die Verwendung eines Switchs. Letzten Endes wird man zu min 99% keinen Unterschied zwischen den Shared 24 Lanes bei Intel und den 4 (+8) Lanes bei AMD plus Switch bemerken. Selbst der "Flaschenhals" zwischen CPU und Chipsatz fällt für die meisten Anwendungen praktisch nicht auf. Bei AM4 ist jetzt der Vorteil gegenüber 1151, dass die Ryzen-CPUs noch zusätzliche 4 Lanes mit bringen, um damit SSD(s) zu verbinden, die dann nicht noch die Bandbreite zum Chipsatz mit allen anderen teilen muss/müssen. Des weiteren können die Ryzen auch direkt USB 3.0 (oder 3.1 Gen1, beides jetzt schon gelesen), sodass beispielsweise eine Übertragung von diesem USB auf die (Haupt-)Festplatte nicht über dem Chipsatz läuft. Dann ist noch anzuführen, dass der AMD-Chipsatz bereits nativ USB 3.1 Gen2 unterstützt, wo bei Intel dafür ein Zusatzcontroller nötig ist, der auch dann schon Lanes kostet.
Ich denke, mindestens 95% der Nutzer werden in der Praxis Seitens der Lanes keinen Unterschied zwischen AM4 und 1151 feststellen.
@Krautmaster:
PCIe bildet die Basis für Thunderbolt, genauso wie bei M.2/SATAe. Also nahezu direkt mit den Lanes.