News Ausfallraten von 38.000 Festplatten dokumentiert

Ich habe eine Hitachi 3TB Platte und die meldete bereits nach ein paar Monaten (halbes Jahr oder weniger) ein "Caution". Eine externe WD Platte ist mir auch nach 1.5 Jahren abgeraucht (SMART Caution und es lassen sich keine Daten mehr runterkopieren oder raufkopieren). Eine weitere WD Platte (intern zu extern umfunktioniert, vorher von Kollegen gebraucht) ist jetzt auch zwitgleich mit der anderen externen WD abgeraucht (auch SMART und Daten lassen sich nicht kopieren). Die ist aber länger in Benutzung gewesen. Ansonsten habe ich noch eine IDE WD, die laeuft einwandfrei und 7 Seagate (IDE aus den Jahren 2001 und 2004, SATA von 2008, 2011 und jetzt 2014, wobei die 2014er der NAS Reihe angehoeren) und die laufen, bis auf die 2008er Platte auch alle im grünen Bereich (die 2008er war von dem Firmwarebug betroffen, laeuft aber trotzdem noch). Von den Erfahrungen her persoenlich teile ich die Grafik nicht mit und tendiere zu Seagate anstatt zu den anderen Herstellern.
 
@ BrollyLSSJ

Wenn die Platten früh kaputt gehen, während sie extern benutzt werden, klingt das in der Regel nach Bewegung in Betrieb. Notebook-Festplatten haben Schutzmechanismen, die bei Bewegung automatisch den Schreiblesearm aus dem Plattenstapel ziehen, um einen Headcrash zu verhindern. 3,5" Platten haben sowas nie, weswegen meist schon defekte Sektoren auftreten, sobald die Platte, während sie gerade liest, schräg (nichtparallel) zur Plattendrehachse gewackelt wird. Mit Notebook-Platten kann man sowas hingegen machen, weswegen ich für USB/Firewire/ESATA-Gehäuse nur Notebookplatten verwenden würde. Die haben durch ihre Schutzmechanismen schlechtere Zugrifsszeiten (auch bei 7200 U/min), aber den Schutz brauchen USB-Platten einfach. Für externe Festplatten ist Bewegungsresistenz viel wichtier, als was immer die Ausfälle im Blackblaze Datencenter ausgelöst hat.

Die Blackblaze Studie ist aber interessant für Nutzer von NAS-Systemen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Habe jetzt insgesamt an die 15 Festplatten und 8 davon noch in Betrieb, keine davon ist jemals ausgefallen, benutzte hauptsächlich WD, aber auch Samsung, Seagate und Hitachi. Einzig meine beiden OCZ SSD's haben sich mit einer Weißen Fahne gemeldet. SSD's von Samsung und Intel laufen noch wie am ersten Tag.
 
Ausfallen kann jede HDD... Gefallen hat mir der Kundenservice bei WD:
HDD defekt, angerufen, Vorab-Austausch vereinbart -> nächster Tag(!): Ersatz-HDD da.
 
Ich habe zum Glück in über 20 Jahren PC nur zwei HDD´s gehabt die kaputt gegangen sind und beides waren Seagate. (eine im Notebook und eine Interne) Ich kenne auch neimanden der Seagate für Zuverlässig hält und diese Freiwillig kauft, ich habe im Moment 2x2TB Seagate im 4Bay. Die waren in Externen Verbaut, da weiss man halt nie was man bekommt. Jeder hat halt sein Lieblingsprodukt.
Das Seagateplatten mehr ausfallen als andere "Auswertung" hier und so vom Hörensagen kann ich mir jedenfalls gut Vorstellen.
 
hmm und wo steht da nun wie sich die menge der Festplatten verteilt hat ?

Wenns nur 100 Hitachis waren aber 20.000 Seagate ist das schon ein unterschied ^^
 
CiTay schrieb:
Ich bin gerade recht enttäuscht, dass Computerbase diese Pseudo-Statistiken von Backblaze verlinkt. Die wurden doch von TweakTown schon unter die Lupe genommen:

http://www.tweaktown.com/articles/6...bility-myth-the-real-story-covered/index.html

Das Fazit ist vernichtend. Die Backblaze-Statistiken taugen so gut wie gar nichts..
Ich sehe da ehrlich gesagt kein "vernichtendes" Fazit. Statt "unter die Lupe nehmen" beinhaltet der Tweaktown-Artikel selbst eine Anhäufung einiger Vermutungen und Spekulationen - mehr nicht.

Keine Frage, diese Fragen bzw. Einwände von Tweaktown sind gewiss berechtigt. Aber eben in der Hinsicht, dass man die Backblaze-Zahlen nur mit Vorsicht geniessen darf. Vielleicht als eine Art "Indiz". Ich sehe jedoch nicht, dass Tweaktowne die von Backblaze beobeachteten Unterschiede irgendwie negieren oder erklären (eher, dass diese nur "mit Vorsicht zu geniessen" sind) könnte.

Im übrigen: Tweaktowns Schlagzeile ist ganz sicher nicht weniger reisserisch als Backblazes. Statt "dispelling the myth" liefert der Artikel bestenfalls "casting doubts"...

Holzkopf schrieb:
hmm und wo steht da nun wie sich die menge der Festplatten verteilt hat ?
Wenns nur 100 Hitachis waren aber 20.000 Seagate ist das schon ein unterschied ^^
https://www.backblaze.com/blog/what-hard-drive-should-i-buy/

Nein, es waren nicht nur 100 Hitachis, sondern etwa gleich viele wie Seagates. WD dagegen ist unterrepräsentiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Vergleiche sind sowieso hirnrissig, weil jede Festplatte bei jedem Anweder unter anderen Bedingungen betrieben wird.
Google hat auch bspw. mal in einer Studie nagewiesen, dass HDDs am langlebigsten sind, wenn man sie mit rund 40°C Betriebstemperatur betreibt.
Da gibt es einfach so viele Faktoren, die eine Einschätzung der Qualität einzelner Hersteller verfälschen können.

Ich persönlich habe in den letzten Jahren rund 5 Platten von Samsung gehabt, die mir alle innerhalb von drei Jahren abgerauscht sind.
Mittlerweile liegen die meisten Daten auf ner Barracuda 7200.14, die seit 1 1/2 Jahren (noch) ordungsgemäß funktioniert.

Bald wirds aber mal wieder Zeit für ne größere Backup-Platte. Von Bauchgefühl würde ich da zu Seagate oder WD tendieren.
Hab auch noch ne alte externe WD 1TB, die seit etlichen Jahren fehlerfrei läuft - sogar trotz diversen Erschütterungen.

Hitachi ist mir irgendwie nicht koscher. Zudem soll die Platte ja auch leistungsfähig sein, und da sind nunmal Seagate und WD die erste Wahl.
 
Seagate hatte ich persönlich nie. Bei Freunden waren sie aber in der Regel auch sehr Standfest.
Samsungs hatte ich ein paar, aber die sind nacheinander alle gestorben, allerdings erst nach einigen Jahren.
Hauptsächlich hab ich WDs im Einsatz. Da hatte ich vor paar Jahren mal Probleme mit einer RE2. Dank 5 Jahren Garantie hab ich aber dann von WD recht schnell ne RE3 als Ersatz bekommen. Diese läuft immer noch makellos und ist sogar einiges schneller als die RE2 (RE2 ~70MB/s <-> RE3 ~90MB/s). War zum glück kein Datenlaufwerk, daher war es letzten Endes sogar ein Gewinn für mich.

Brauch dem nächst bald Nachschub für meinen Hauptrechner. Denke es wird trotzdem wieder eine WD Green.
 
Statistiken bedeuten für den einzelnen ganz genau GARNICHTS.
Das wird euch zumindest einer sagen, bei dem eine Festplatte kaputt gegangen ist, die laut Grafik die niedrigste Ausfallrate hat, also eine 3TB Hitachi. Ihm nützt also diese Statistik nichts.

Der Text besagt schon richtig, daß im privaten Einsatz der Verlust einer Festplatte sehr oft mit dem Verlust von Daten einhergeht, weil viele keine stets aktuellen Backups haben.

Wenn ich irgendwann das Geld für ein Selbstbau-NAS zusammenhabe, werde ich auf jeden Fall zusätzlich zu einem der Datenverfügbarkeit dienlichen RAID-Z2 zwei zusätzliche Festplatten zu Backupzwecken für mir wirklich wichtige Daten bereithalten.

Und dann ist der Hersteller nämlich wirklich völlig egal.
 
@Shazbot
Die Vergleiche sind sowieso hirnrissig, weil jede Festplatte bei jedem Anweder unter anderen Bedingungen betrieben wird.
@Wolfsrabe
Und dann ist der Hersteller nämlich wirklich völlig egal.

Ja, und genau deswegen ist die Ausfallstatistik zwar interessant, und für Firmen die evtl. 100 Festplatten gleichzeitig einsetzen mit Raid UND Backup ausschlaggebend, für den Std.-User mitunter völlig wertlos. Ich habs in den Sammler geschrieben und schreibs hier auch: Selbst wenn der Ausfall einer Festplatte nur bei einer Wahrscheinlichkeit von 1 : 1 000 000 liegt wenn ICH diese arme Wurst bin, sind die Daten und die Festplatte hin.
 
Falcon schrieb:
Haeh!? Was redest Du da!?
Stirbt Deine Red innerhalb der ersten fünf Jahre, tauscht WD sie umgehend aus. Fertig.
Auch wenn es schon spät ist, würde ich einen etwas anderen Tonfall erwarten...
Fällt mir eine Platte aus (System oder Backup) will ich möglichst am nächsten 1-2 Tagen eine Ersatzplatte und nicht erst nach 2-3 Wochen oder 5-7 Tagen im Falle des Vorabversands von Western Digital.
Eine geringere Ausfallwahrscheinlichkeit kommt dem Kunden also immer zu gute.

@ Onkelhitman

Warum ist sollte eine Ausfallstatistik für den einzelnen uninteressant sein?
In dem du ein Produkt kaufst, welches statistisch weniger häufig ausfällt, minimierst du auch dein Ausfallrisiko im Vergleich mit dem anderen Produkt...
 
Tust du nicht. Die Ausfallrate nützt dir nichts wenn dir DEINE Festplatte ausfällt. Das habe ich schon tausende Male geschrieben. Du kannst aber folgendes tun:
Wenn sie ausfällt kannst du sagen: Ich war der eine unter 1 000 000. Ich war der eine unter 100 000. Ich war der eine unter 1000. Ich war der eine unter 100. Ich war der eine unter 33.

Am Ende bist du aber dennoch der eine. Die arme Wurst, deren Festplatte eben ausgefallen ist.
 
@ Onkelhitman

Wenn du mit Wahrscheinlichkeiten und Risikominimierung nichts anfangen kannst und wie sie deine Entscheidungsfindung zum positiven beeinflussen können, dann ist das kein Problem der Statistik...

Wenn du die Wahl hast Lotto zu spielen und 1 Mio zu gewinnen oder beim einmaligen Würfeln einer 6 bei einem La Place Würfel, dann ist es für dich anscheinend auch egal welches Spiel man spielt, da man ja auch beim Lottospielen der Gewinner sein kann. Ich bitte dich...
 
Cr[0]miX schrieb:
seit august 2008, die WD die mit der hitachi zur selben zeit in betrieb genommen wurde ist bereits am 15. november 2011 abgekackt - motherboard oder ein lese/schreibkopf defekt.
Anhang anzeigen 442842
Bei der Platte im Anhang sehe ich mal eine Menge Ultra-DMA CRC Fehler, die liegen aber fast immer am SATA Kabel, welche lose oder defekt ist.

grenn schrieb:
kann mir zudem auch nicht erklären was ich falsch gemacht haben könnte immerhin sind die HDDs auch noch gut entkoppelt und Stöße können sie auch keine bekommen haben.
Übermäßiges Entkoppeln schadet auch, dann hat man zwar keine Schwingungen im Gehäuse, aber die Platten kann sich in zu weichen Gummis mit zu langen Wegen zu sehr bewegen und die Köpfe schwingen dann u.U. aus der korrekte Spur und überschreiben die Nachbarspur und schon hast Du dann einen schwebenden Sektor. Man muss beim Entkoppeln also den passenden Kompromiss zwischen Vermeidung der Übertragung der Schwingungen auf Gehäuse und der Bewegungsfreiheit der Platte finden.

Daedal schrieb:
  • Also zunächst einmal IST die Statistik von Blackblaze eine Ausfallstatistik, während die Statistik der Franzosen keine Ausfallstatistik ist, sondern eine Rücksendestatistik. Hier sind auch Transportschäden enthalten. Bei Blackblaze waren alle Platten in Betrieb.
Hast Du den Artikel bei Tweaktown gelesen? Dort steht auf welchem Wegen dich Blackblaze die Platten teilweise, gerade nach der Flut in Thailand, beschafft hat. Transportschäden hängen immer sehr von der Verpackung und dem Transportweg ab und wenn es nicht gleich eine D.O.A. ist, dann können diese die Statistik sehr beeinflussen. Wie gut der franz. Händler HDDs verpackt, wissen wir aber ebenso wenig wie wir die Verpackungen kennen in denen Blackblaze seine HDD zugeschickt bekommen hat, denn die stammen nicht alle auf dem Großhandel.
Daedal schrieb:
  • Die Blackblaze Daten beschränken sich nicht auf ausschließlich 6-12 Monate nach Erwerb der HDDs wie die Franzosen.
Das ist ein klarer Nachteil der Franzosen, aber die Statistik von Blackblaze hat eben auch sehr viele Nachteile und betrachtet z.B. die anualisierten Ausfallraten von HDDs mit sehr unterschiedlichen Laufzeiten, was die Sache ebenfalls verfälscht. Gerade bei dem Einsatz den die für die HDDs haben, altern solche Consumer HDDs eben sehr schnell, weil sie dafür nicht ausgelegt sind.
Daedal schrieb:
  • Blackblaze erwirbt seine HDDs auf die selbe Art wie jeder Consumer, und somit tauchen deren Zahlen auch in den Rücksendestatistiken ihrer Händler auf, und sind somit Teil der Rücksendedaten. (Würden sie in Frankreich einkaufen, doch auch bei den Franzosen gibt es sicherlich auch Einkäufer mit ähnlichem Profil)
Was auch die Transportschäden dort enthalten sein lässt, aber was willst Du damit letztlich sagen? Vergiss nicht, dass die franz. Statistik zwar Rücksendungen erfasst, aber nur solche wo die Ware defekt ist und das lässt sich bei HDDs ja mit einer Dockingstation auch leicht und schnell prüfen.
Daedal schrieb:
  • Bei den Franzosen sind keine Daten über Rücksendungen direkt an den Hersteller erfasst, die dort logischerweise als funktionierend geführt werden. Herstellergarantien gehen 3-5 Jahre und nach 12 Monaten fließen die Zahlen nicht einmal mehr in die Rücksendestatistik wenn über den Händler reklamiert wird.
Das ist richtig und deswegen werden ja auch nur die ersten maximal 12 Monate erfasst (übrigens nicht ab 6 Monaten, das steht da falsch wenn Du Dir die Zeiträume des Verkaufs und der Rücksendung ansieht, dann erkennt man das auch früher ausgefallene Geräte einfließen), aber das spricht eigentlich nur gegen die Zahlen der Hersteller mit dem besseren Umtauschservice, also z.B. WD mit seinem Vorabtausch. Sowas animiert die Ware direkt beim Hersteller zu tauschen, ansonsten dürften aber die Kunden aller Hersteller gleich häufig beim Händler oder beim Hersteller reklamieren, die gesetzliche Gewährleistungspflicht der Händler ist ja EU-Recht und sollte in Frankreich ähnlich wie in Deutschland sein.

Ob mehr beim Händler oder beim Hersteller direkt reklamiert wird, dürfte also in erste Linie davon abhängen, was für den Kunden einfacher, schneller und günstiger ist. Da man aber an verlässliche Zahlen von Hersteller niemals kommen wird, muss man sich mit denen des Händlers zufrieden geben. Wenn Du meinst, jeder Zweite würde nicht beim Händler reklamieren, sondern beim Hersteller oder gar nicht (wie es sicher bei billigen Produkte öfter vorkommen dürfte als bei teuren), der verdoppelt eben die Zahlen in der franz. Statistik. Genau bekommt man es leider nicht.
Daedal schrieb:
  • Blackblaze zeigt ein klar definiertes Szenario und dies ist identisch für alle verbauten Festplatten.
  • Sorry, aber du hast den Artikel bei Tweaktown nicht gelesen oder nicht verstanden, denn dort steht doch genau dazu sehr ausführlich etwas drin, sowohl zu den unterschiedlichen HW-Revisionen von deren Racks und den Vibrationsproblemen bei diesen als auch zu den Temperaturunterschieden je nach Einbauplatz. Die gleichen Bedingungen liegen also gerade nicht vor und die älteren Platten haben ja gerade (länger) in den älteren Racks Dienst getan, die massive Vibrationsprobleme haben.
    Daedal schrieb:
    Die Rücksendestatistiken der Händler enthalten diese Zahlen, und noch 1000 weitere einzelne Szenarien die nicht miteinander vergleichbar sind. Da kann man von Durchschnitt sprechen, wenn denn nicht nur ein so schmales Zeitfenster erfasst wäre.
    Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Natürlich kann man dort einen Durchschnitt annehmen und der dürfte für die HDDs der einzelnen Hersteller entsprechend ihrer Bestimmung etwas gleich sein. So werden die NAS Laufwerke wohl öfter in einem NAS verbaut werden, aber eben zuweilen auch normale Desktopplatten, was dann wieder bei allen Hersteller das Gleiche sein dürfte, zumindest bei denen die NAS Platten im Angebot führen. Das Gute an der franz. Statistik ist ja gerade, das die Platten dort bei ganz normalen Kunden im Einsatz sind, bunt gemischt wie eben normale Kunden HDDs (und damit letztlich wir alle) einsetzen und einbauen.
    Daedal schrieb:
    Denn unterschiedliches Szenarien haben auch unterschiedliche Haltbarkeit. Und so werden Szenarien wo die höchste Ausfallrate erst nach 12 Monaten zu erwarten sind, gar nicht erfasst - und somit ist das auch kein Durschnittsszenario mehr.
    Das Argument des kurzen Zeitraums hattest Du ja schon, dass stimmt, hat aber nichts mit den Einsatzszenarien zu tun, gar nichts. Oder willst Du unterstellen, dass viele User HDDs auf Halde kaufen und deshalb die Zahlen so gering sind, weil diese Platten erstmal 12 Monaten im Schrank liegen? Da würde ich kaum annehmen das eine große Anzahl davon betroffen ist.
    Daedal schrieb:
    Nur dass man bei den einen ein bestimmtes Szenario definiert hat und bei den anderen noch nicht mal alle Daten korrekt erfasst (alle HDDs die vor 6 Monaten kaputt gehen nicht dabei
    Das stimmt meiner Meinung nach so nicht, denn die Zeiträume der Erfassung waren z.B. zuletzt: Geräte die zwischen dem 1. April und 1. Oktober 2013 und Rücksendung bis 1. April 2014. Wieso die da von 6 bis 12 Monaten reden, versteht ich nicht so ganz, das würde bedeuten, das eine im August 2013 gekaufte und im Oktober 2013 reklamierte Platten nicht erfasst würde, was aber so da nicht steht. Das würde auch keinen Sinn machen diese nicht zu erfassen, da die kurz vor dem 1. Oktober verkauften Geräte sonst praktisch nicht erscheinen würden, die 6 bis 12 Monate kann also nicht eingeschränkter Zeitraum, sondern das maximale Alter der reklamierten Geräte angesehen werden, da die Erfassung der Rücksendungen ja Verkäufe aus dem Zeitraum von vor 6 bis 12 Monaten berücksichtigt.
    Daedal schrieb:
    alle HDDs die nach 12 Monaten kaputt gehen nicht dabei, alle HDDs die direkt bei Hersteller reklamiert werden zählen als funktionierend da sie nie wieder über den Händler gehen.
    Ja leider, aber das ist eben nicht anders zu machen und dürfte auf alle Hersteller relativ gleich betreffen, wobei die mit einem besseren Umtauschservice (z.B. WD und OCZ mit dem Vorabtausch) sich damit natürlich einen Vorteil verschaffen, weil bei denen mehr Kunden direkt statt beim Händler reklamieren werden. Andererseits ist es gerade bei HDDs interessanter beim Händler zu tauschen, da man dort weniger Risiko eingeht eine Refurbished zu bekommen.

    Daedal schrieb:
    Und interessanterweise sind alle Argumente die hier: http://www.tweaktown.com/articles/6...ility-myth-the-real-story-covered/index5.html
    aufgezählt werden zu 100% anwendbar auf die französische Statistik ZUSÄTZLICH zu den weiteren aufgezählten Fehldaten.
    Das sehe ich anders, die Einsatzbedingungen sind bei Blacksize extrem spezifisch und das überwiegt massiv die Nachteil einer Statistik auf Basis der normalen Kundenerfahrungen.

    Daedal schrieb:
    In externen Gehäusen werden exakt die selben Platten verbaut wir die für intern zu erwerbenden.
    Darüber gab es auch bei heise male einen Artikel und daher auch unterschiedlichen Meinungen darüber.
    Daedal schrieb:
    Selbe Modellnummer=identische Platte mit selber Qualität
    Wenn es so einfach wäre. Außerdem unterscheiden sich z.B. bei WD die Modellnummern schon, der hintere Teil hinter dem - gibt Auskunft über den Einsatzzweck der Platten, also ob die Bulk, in USB Gehäuse oder als OEM verkauft werden und gerüchteweise soll WD darauf teils sogar ablesen, an welchen Kunden die gegangen sind.

    Daedal schrieb:
    Was ich hier aber allgemein gerade erstaunlich finde ist dieses "kein realistisches Nutzungsszenario" weil Heimanwender dies so und so nicht einsetzen.
    Wie viele Heimanwender bauen das Rack von Blackblaze nach, packen es voller HDDs die dann 24/7 nicht nur laufen sondern wahrscheinlich auch einen guten Teil der Zeit belastet werden?
    Daedal schrieb:
    Bei SSDs scheint sich daran keiner zu stören wenn Dauerlast Szenarien angewendet werden
    Wenn Du Endurance Tests anspricht, ja dann ist das zwar immer unrealistisch, aber wenn man realistischere Anwendungsszenarien nehmen würde, wären die Modelle längst vom Markt verschwunden, bevor Ergebnisse vorliegen, das nutzt dann also noch weniger.
    Daedal schrieb:
    Ich bin sehr für realistische Zahlen, doch habe wenig Verständnis dafür noch unrealistischere zu nehmen.
    Das ist auch meine Meinung, aber realistische Zahlen werden wir nie bekommen, weil einfach die Hersteller damit nicht rausrücken und wenn, dann sind die Zahlen geschönt, siehe Intels Selbstaussage von 0.1% Ausfälle bei SSD oder die 0.0% die Hummingbird uns hier mal von AData erzählt hat, als bei Mindfactory bei AData SSDs deutlich mehr also eine 0% RMA Quote stand.

    horror schrieb:
    Konsumerplatten im 24/7-Betrieb und dann noch in Racks verbaut, und?
    Schlafen HDs? Brauchen sie Ruhepausen damit das Fett in den Lagern zurückfließen kann? Ich weiß es nicht, deshalb die Frage.
    Für Profianwendungen sollte man immer auch Profigeräte nehmen, auch bei HDDs. Die Geräte für Heimanwender sind dafür nicht gemacht, dafür aber günstiger.
 
Für die Entscheidung wie ich meine Backups oder RAIDs konfiguriere ist die Statistik nicht wichtig - da gebe ich Onkelhitman recht. So gesehen kann ich mir einfach das billigste holen, weil ich sowieso damit rechnen muss betroffen zu sein.

Wenn es mir aber nicht egal ist, wie oft ich ein Backup zurück spielen muss oder ob ich in der Lage bin einen Ausfall rechtzeitig zu erkennen und rechtzeitig reagieren kann mit einem Austausch, dann nehme ich die HDDs mit der besten Statistik. Vor allem wenn ich so etwas wie einen RAID-Rebuild initiieren will. Der Zeitaufwand wenn dieser scheitert steigt enorm und die Verfügbarkeit ist unterbrochen. Hier verbessert jedes Prozent die Rebuild-Wahrscheinlicheit. Hier hat Seppuku die Argumente auf seiner Seite. Die Kostenfrage eines 5% häufigeren Wechsels auf Dauer auch mal aussen vor gelassen.

Da es hier auch nicht um Backupkonzepte sondern einzelne HDDs geht, und bessere Statistiken der Platten nicht bedeuten ein schlechteres Backupkonzept zu fahren, sehe ich auch kein Argument gegeneinander, höchstens sehe ich eine Offtopic-Diskussion seitens Onkelhitman.
 
Shazbot schrieb:
Bald wirds aber mal wieder Zeit für ne größere Backup-Platte. Von Bauchgefühl würde ich da zu Seagate oder WD tendieren.
(…)
Hitachi ist mir irgendwie nicht koscher. Zudem soll die Platte ja auch leistungsfähig sein, und da sind nunmal Seagate und WD die erste Wahl.
Warum soll die Platte “leistungsfähig” sein, wenn sie ohnehin nur als Backupplatte eingesetzt wird?
Für diesen Zweck kannst du im Grunde jede beliebige Platte nehmen (leistungsmässig).
Wer Leistung braucht, der kommt ohnehin nicht an einer guten SSD vorbei.

Wolfsrabe schrieb:
Statistiken bedeuten für den einzelnen ganz genau GARNICHTS.
Das wird euch zumindest einer sagen, bei dem eine Festplatte kaputt gegangen ist, die laut Grafik die niedrigste Ausfallrate hat, also eine 3TB Hitachi. Ihm nützt also diese Statistik nichts.
Wieso sollte ihm eine Statistik “nichts” nützen? Wenn er sein Risiko vor/beim Kauf minimieren will, so kauft er halt lieber eine Festplatte, die - auf “grosse Stichprobengrössen” bezogen - seltener ausfällt. Das kommt auch seinem persönlichen Ausfallrisiko zugute (auch wenn man bzgl. Vergleichbarkeit gewisse Einschränkungen aufgrund Unterschiedene in Anwendungsgebiet und Einsatz machen muss).

Onkelhitman schrieb:
Tust du nicht. Die Ausfallrate nützt dir nichts wenn dir DEINE Festplatte ausfällt. Das habe ich schon tausende Male geschrieben.
Vielleicht hast du das tausende Male geschrieben.
Aber es ist ja auch eine Binsenweisheit.
Genauso wie “wenn du todkrank bist, nützt es dir ja nichts, dass das Erkrankungs-/Ansteckungsrisiko gering ist”.

Nur geht diese ex-post-Betrachtung ja an der interessanten Frage vorbei:
Denn vor dem bzw. beim Kauf hat man ja eine Wahl, welche Festplatte man kauft.
Es fallen nunmal äquivalente Produkte der Hersteller nicht identisch oft aus.

EDIT: Seppuku bringt es ja schon auf den Punkt.

Shazbot schrieb:
Ganz abgesehen davon hat es Tuetensuppe in Post #50 schon recht verständlich auf den Punkt gebracht.
Er hat da allerdings auch auf den Punkt gebracht, dass er mit dem Begriff der jährlichen Ausfallrate nichts wirklich anzufangen weiss:

Tuetensuppe schrieb:
Und bei einer Festplatte kam Blackblaze auf eine sagenhafte Ausfallquote von 120%. Da kann man sich wirklich nur an den Kopf langen ...

Wenn eine Festplatte kaputt geht wurde das nicht mit 100% Ausfallquote gewertet, sondern es wurde die Lebensdauer bezogen auf 12 Monate gerechnet.
Geht eine Festplatte nach 0.8 Monaten kaputt, haben die Typen die Ausfallquote mit 120% angegeben :evillol:
Er findet die Methodik der AFR offensichtlich unsinnig und zum "an den Kopf langen".

Ironie der Geschichte ist allerdings, dass diese AFR vom (betroffenen) Festplattenhersteller Seagate selbst verwendet werden:

http://knowledge.seagate.com/articles/en_US/FAQ/174791en?language=en_US
Ergänzung ()

Holt schrieb:
Das ist ein klarer Nachteil der Franzosen, aber die Statistik von Blackblaze hat eben auch sehr viele Nachteile und betrachtet z.B. die anualisierten Ausfallraten von HDDs mit sehr unterschiedlichen Laufzeiten, was die Sache ebenfalls verfälscht.

Sorry, aber du hast den Artikel bei Tweaktown nicht gelesen oder nicht verstanden, denn dort steht doch genau dazu sehr ausführlich etwas drin, sowohl zu den unterschiedlichen HW-Revisionen von deren Racks und den Vibrationsproblemen bei diesen als auch zu den Temperaturunterschieden je nach Einbauplatz. Die gleichen Bedingungen liegen also gerade nicht vor und die älteren Platten haben ja gerade (länger) in den älteren Racks Dienst getan, die massive Vibrationsprobleme haben.

Es ist aber nicht so, als hätte Backblaze das nicht wenigstens ansatzweise aufgeschlüsselt:

https://www.backblaze.com/blog/hard-drive-reliability-update-september-2014/

Dort sind beispielsweise rund 4600 Exemplare der Hitachi “HDS5C3030ALA630” mit durchschnittlicher EInsatzeit von 2,1 Jahren und annualisierter Ausfallrate von 0,7% gelistet, verglichen mit rund 3800 Exemplaren der gleich grossen Seagate ST3000DM001, mit 15,7% Ausfallrate in 1,9 Jahren. Oder nochmal "übersichtlich":

Hitachi HDS5C3030ALA630:
Anzahl Laufwerke: 4593
Durchschnittliche Nutzung: 2.1 Jahre
Jährliche Ausfallrate: 0.7%

Seagate ST3000DM001:
Anzahl Laufwerke: 3846
Durchschnittliche Nutzung: 1.9 Jahre
Jährliche Ausfallrate: 15.7%

Das ist schon eine Grössenordnung, bei der - zumindest auf den ersten Blick - Erklärungen wie die von Tweaktown genannten (Bauweise der Halterungen, Transport, etc.) nicht alleinig plausibel erscheinen, sondern, im Gegenteil auch eine deutliche plattenabhängige Komponente.
 
Zuletzt bearbeitet:
Holt schrieb:
Sorry, aber du hast den Artikel bei Tweaktown nicht gelesen oder nicht verstanden, denn dort steht doch genau dazu sehr ausführlich etwas drin, sowohl zu den unterschiedlichen HW-Revisionen von deren Racks und den Vibrationsproblemen bei diesen als auch zu den Temperaturunterschieden je nach Einbauplatz. Die gleichen Bedingungen liegen also gerade nicht vor und die älteren Platten haben ja gerade (länger) in den älteren Racks Dienst getan, die massive Vibrationsprobleme haben.

[...]

Das sehe ich anders, die Einsatzbedingungen sind bei Blacksize extrem spezifisch und das überwiegt massiv die Nachteil einer Statistik auf Basis der normalen Kundenerfahrungen.
Siehst du, wenn ich ein "spezifisches Szenario" meine, dann ist das spezifisch erklärt und erläutert. Und genau das ist ja offensichtlich vorhanden, denn wie sollte sonst Tweaktown 3 verschiedene HW-Revisionen der Racks monieren? Das spezifizieren bedeutet, dokumentieren und nicht dass alle das selbe Szenario haben. Diese Dokumentation auch nur irgendeines Szenarios hast du bei Händlern nicht. Du vermutest die waren alle im Einsatz. Wie auch immer, wird schon Durchschnitt sein.
Holt schrieb:
Das stimmt meiner Meinung nach so nicht, denn die Zeiträume der Erfassung waren z.B. zuletzt: Geräte die zwischen dem 1. April und 1. Oktober 2013 und Rücksendung bis 1. April 2014. Wieso die da von 6 bis 12 Monaten reden, versteht ich nicht so ganz, das würde bedeuten, das eine im August 2013 gekaufte und im Oktober 2013 reklamierte Platten nicht erfasst würde, was aber so da nicht steht. Das würde auch keinen Sinn machen diese nicht zu erfassen, da die kurz vor dem 1. Oktober verkauften Geräte sonst praktisch nicht erscheinen würden, die 6 bis 12 Monate kann also nicht eingeschränkter Zeitraum, sondern das maximale Alter der reklamierten Geräte angesehen werden, da die Erfassung der Rücksendungen ja Verkäufe aus dem Zeitraum von vor 6 bis 12 Monaten berücksichtigt.
Und genau da hast du, denke ich mal nachdem ich das gelesen habe, ein Verständnissproblem. Folgendes ist zur Statistik erläutert dort:
Zeitraum der Erfassung: Kaufdatum 01.04.2013-01.10.2013=6 Monate
Rücksendungen Erfassung: 01.04.2013-01.04.2014=12 Monate -> Warum? damit auch die am 01.10.2013 gekaufte HDD erfasst ist und 6 Monate gewartet wird ob Rücksendung erfolgt. Nur sind ja auch alle seit dem 01.04.2013 gekauften Platten noch in der Erfassung, doch 12 Monate lang und nicht nur 6 Monate wie die zum 01.10. gekauft Platte.

Wir unterstellen jetzt einfach mal, dass alle HDDs nach exakt 8 Monaten zurückgesendet würden. Erwarten würde ich eine Rücksende Statistik von 100%. Machen wir die Probe:
Alle nach dem 01.10.2013 gekauften HDDs gelten als funktionierend und laufen zum Ablauf der Statistik am 01.04.2014 wunderbar. Alle vor dem 01.08.2013 gekauften HDDs sind zurück geschickt worden während dem Erfassungszeitraum der Statistik. Unterstellen wir jetzt eine konstante Kaufrate jeden Monat, so habe ich eine Statistik die besagt, dass 4/12 aller HDDs defekt sind. Weil die anderen noch länger brauchen um auszufallen.

So kann man keine Statistik anlegen, da es ein Systematischer Fehler ist. Sie muss die richtigen Werte für die Beispielrechnung auswerfen. Es müssen alle HDDs die selbe Laufzeit lang beobachtet werden oder es muss eine Durchschnittslaufzeit errechnet werden. So wird aber ein binäres kaputt/ganz mit unterschiedlichen Zeitrahmen erstellt, was einen Vergleich unmöglich macht und daher per Definition keine Statistik sein kann.
 
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