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NewsAVL, Nvidia & TÜV Süd: Autonome Autos benötigen wie Menschen Führerscheine
Wie validiert man die Fähigkeiten eines autonomen Fahrzeugs? Dieser Frage hat sich bisher Nvidia mit Hilfe der vollständig virtuellen Simulation Drive Constellation gewidmet. Für die Brücke zur Praxis stoßen nun die Firmen AVL und der TÜV Süd hinzu, die gemeinsam autonomen Fahrzeugen eine Art Führerschein ausstellen wollen.
..Die Validierung durch AVL, Nvidia und den TÜV Süd soll Regierungen und Gesetzgebern dabei helfen, standardisierte Testverfahren und Regularien für autonome Fahrzeuge festzulegen. ...
Ich hab da meine hochgradigen Bedenken bezüglich Möglichkeiten zur Manipulation von Test bzw das Trimmen der Software zur Erkennung der Testszenerien.
Ist ja jetzt nicht so als wären Prüfstände, Testumgebungen und die auf ihnen laufenden Verfahren nicht schon ausgehebelt worden... Dieselgate & Co.
Und ich wäre nicht überrascht dieselben Firmen wie schon bei den ICE-Betrügereien dann auch bei Autnonomie und E-Mobilität schummeln zu sehen.
"Freund, wer ein Lump ist, bleibt ein Lump,
Zu Wagen, Pferd und Fuße;
Drum glaub' an keinen Lumpen je,
An keines Lumpen Buße." (Johann Wolfgang von Goethe)
Führerscheine für autonome Fahrzeuge ist eine sehr gute Idee. So könnte man auch regeln wo die Systeme autonom fahren dürfen. Autobahn weniger komplex als Stadtverkehr, also sind in der Stadt höhere technische Voraussetzungen notwendig.
Wäre nur richtig mies, wenn die Autohersteller wieder anfangen zu betrügen und zu manipulieren wie derzeit bei den Abgassystemen. Und seit je her beim Spritverbrauch...
Was ist an der Simulation neu? Gibt es doch mit IPG CarMaker oder Vires Virtual Test Drive seit Ewigkeiten. Auch HiL ist nichts neues und in der Industrie gängiger Standard. Sieht für mich eher danach aus, als ob NVidia das gleiche nochmal als eigenen proprietären Kram vermarkten will.
Der "Führerschein" wird auch wesentlich komplexer als so mancher hier sich das Vorstellt. Besonders wenn automatisierte Fahrzeuge MachineLearning dazu verwenden um Online zu lernen, das heißt jedes Fahrzeug individuell, ist es gar nicht möglich. Wenn nur im Backend gelernt wird und dann als Rollout gelegentlich an alle Fahrzeuge verteilt wird ist es zwar prinzipiell möglich aber immernoch sehr aufwändig.
Klingt jetzt so, als müsste ein Käufer eines autonomen Autos selbst dafür sorgen, dass sein Auto "den Führerschein macht".
Das ist ja Quatsch. Zudem brauch ja auch nicht jedes Auto aus Serienproduktion im Vergleich zu jedem individuellen Menschen ein eigenen Führerschein.
Selbstverständlich wird der Hersteller dafür sorgen müssen, so wie es auch jetzt schon ist, eine Straßenzulassung zu bekommen. Da wird sich also in Zukunft gar nichts ändern.
Zudem man zu großer Wahrscheinlichkeit autonome Autos in Zukunft sowieso nicht mehr kaufen, sondern ähnlich wie andere Dienstleistungen nur noch in Flatratemodellen "benutzen/mieten".
Klingt jetzt alles für mich eher nach großem Bohei von wegen "wir machen uns echt wirklich Gedanken um Sicherheit" bla blub Ablenkung.
Ich hab da meine hochgradigen Bedenken bezüglich Möglichkeiten zur Manipulation von Test bzw das Trimmen der Software zur Erkennung der Testszenerien.
Ist ja jetzt nicht so als wären Prüfstände, Testumgebungen und die auf ihnen laufenden Verfahren nicht schon ausgehebelt worden... Dieselgate & Co.
Exakt so ist es. Bei Crashtests und Benzinverbrauchstests wurde in der Vergangenheit auch immer darauf optimiert oder gar (teils legal) manipuliert. Bei Crashtests war es möglich, weil die Tests bekannt waren und irgendwann jeder Kleinwagen 4 oder 5 Sterne bekam obwohl er nicht wesentlich sicherer war, bei Benzinverbauchstests weil es Lücken gab, die man ausnutzen durfte (perfekte Reifen mit maximalem Druck, Öffnungen abgeklebt, elektr. Verbraucher ausgeschaltet, usw.).
Da kann man sich einen derartigen Test, auf den man ganz einfach optimieren kann, direkt sparen.
Ist das Fahren eigentlich völlig autonom oder muss zumindest jemand anwesend sein, der in der Lage ist das Fahrzeug auch selbst zu fahren? Ich mein ohne könnte ich mir dann auch mal Zwecke vorstellen, wo es für mich sinnvoll ist, z. B. wenn man die Promillegrenze überschritten hat oder wenn man grad ohne Auto unterwegs ist und es es sich dann zu sich ruft.
Aber irgendwie kann ich dem dennoch immer nicht nicht wirklich was abgewinnen. Die Vorstellung ist mir immer noch zu abgehoben.
Delgado schrieb:
Ob die ihren Führerschein nach einer Kontrolle freiwillig herausrücken? HAL lässt grüßen
Den Satz find ich gut:
"...dass aktuelle Spurhalteassistenten zu mehr Stress führen anstatt diesen zu reduzieren."
Daraus folgt:
den für viel Geld aus der endlosen Aufprisliste gekauften Fahrassistenzsystemen traut der Autofahrer noch nicht so richtig.
Verstehe ich nicht, wo doch die Autoindustrie als besonders Vertrauenswürdig gilt.
Jetzt kommt ja auch noch NVIDIA auf ihrem weißen Ross hinzu die sich ja nun in langer Zeit den Ruf verdient haben immer offen, ehrlich und überaus preiswert ihre Produkte feil zu bieten.
Vermutlich hat NVIDIA sogar selbstlos bei der Entwicklung des Simulation Drive Constellation geholfen, so weis man halt schon vorher wo und wann ein virtuelles Kind auf die Fahrbahn rennt.
Parallelen zu Hairworks und Konsorten sind natürlich rein zufällig.
Aus der Haftung sind die Entwickler dieser Systeme ja eh raus, wenn das Assistenzsystem Scheiße baut ist der Fahrzeugführer dran weil er nicht rechtzeitig eingegriffen hat.
Wäre natürlich spannend zu wissen was passiert wenn mein Auto einen Führerschein hat und dann einen Unfall verursacht, ich könnte mich dann ja auf den Beifahrersitz setzen.
Das ist aber extrem unterschiedlich von Marke zu Marke, Hersteller zu Hersteller. Aus eigener Erfahrung kann ich den Systemen bspw. bei Audi jedenfalls gute Noten geben.