Hallo
SE. schrieb:
Wie ich schrieb, in der deutschen Wikipedia finden sich Beispiele -
BGE, Abschnitt Testprojekte und ähnliche Modelle. Oder auch in der englischsprachigen Wikipedia -
Basic Income, Abschnitt Existing basic income and related systems, weiterführende Artikel ebenda Basic income pilots und Basic income around the world.
Darüber hinaus, auch jetzt schon hier in Deutschland -
mein-grundeinkommen.de.
Das habe ich selber alles schon verlinkt, das sind aber keine Umsetzungen, eine Umsetzung ist eine Verwirklichung, das sind alles nur Tests/Versuche.
Ich frage noch einmal, wenn das BGE angeblich so toll ist, wieso wurde dann kein Test/Versuch über den Test-/Versuchszeitraum hinaus verlängert ?
SE. schrieb:
In meinem ersten Post hier im Thread schrieb ich ganz klar, dass auch ich Umsetzungsprobleme sehe und nicht glaube, dass eine „bedingungslose“ Umsetzung funktioniert. Zumindest Kurz und Mittelfristig.
Dann snd wir uns doch einig.
SE. schrieb:
Ich trete nicht auf die die schon am Boden liegen.
Ich trete auch nicht auf diejenigen die unschuldig hingefallen sind und nicht aufstehen können, ich helfe aber denen nicht die sich faul hingelegt haben und aufstehen könnten wenn sie wollten.
SE. schrieb:
Wer ist den „mehr von mir“ als „von dir“
Mehr von mir sind die BGE Gegner und mehr von dir sind die BGE Befürworter, wobei ich fälschlicherweise davon ausging das du ein BGE Befürworter bist.
SE. schrieb:
- und was passiert wenn sich die Verhältnisse hier ändern? Ist dann das Ende mit Demokratie erreicht? Wäre nett wenn Du deine Aussage erklären könntest, ich versteh nicht was du meinst.
Ich glaube nicht daran das wir nach links rutschen und ein BGE bekommen werden, dafür stehen die Zeichen aktuell zu sehr auf Rechtsruck, ich glaube da eher an eine Koalition aus CDU/CSU und AfD.
Was allgemein passieren würde wenn wir nach links rutschen und ein BGE bekommen würden weiß ich nicht.
Ich persönlich würde Deutschland verlassen wen wir die AfD oder Die Linke als regierende Partei bekommen würden.
Ich glaube aber schon das je nach BGE Finanzierungsmodell und Belastung etliche Firmen/Reiche ebenfalls das Land verlassen würden.
SE. schrieb:
Ich habe ganz bewusst zugespitzt, ja.
Wenn ich zuspitze dann werfen mir linke das gerne vor.
SE. schrieb:
Desweitern, ist doch schön das Du klar kommst, eine gesamtgesellschaftliche Debatte über die Weiterentwicklung unseres Sozialstaates ist dennoch nicht ohne Sinn, sondern gerade im Hinblick auf die zunehmende Automatisierung notwendig. Das Warum und Wieso sollte sich von selbst erklären.
Digitalisierung: Keine Horrorszenarien für Arbeitsmarkt
https://www.heise.de/newsticker/mel...orrorszenarien-fuer-Arbeitsmarkt-4140282.html
Zitate:
"Die Digitalisierung verändert gravierend die Arbeitswelt, aber unter dem Strich wird sie aus Expertensicht kein großer Jobkiller. Keine seriöse Studie erwarte infolge des digitalen Wandels eine Massenarbeitslosigkeit, sagte Prof. Björn Christensen vom Kieler Kompetenzzentrum für Fachkräftesicherung und Weiterbildung der dpa."
...
"Natürlich gingen Berufsfelder mit der Digitalisierung verloren, aber es kämen auch neue hinzu, sagte Christensen. Letzteres werde in den meisten Studien nicht mit untersucht und den Verlusten gegengerechnet. Beispiel Autoindustrie: Hier habe sich in der Produktion durch Robotik enorm viel verändert, aber unter dem Strich sei in Deutschland in der Branche die Zahl der Arbeitsplätze in den vergangenen zwölf Jahren um zehn Prozent gestiegen."
...
"Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung sei zu dem Schluss gekommen, Deutschland könne aus der Digitalisierung netto Arbeitsplatzgewinne erwarten – wenn es im Rahmen des Strukturwandels in seiner Wettbewerbsfähigkeit zulegt. Es sei auch längst nicht so, dass alle Arbeitsplätze von digitalen Systemen ersetzt werden, bei denen das theoretisch möglich wäre, sagte Christensen."
...
"Ebenso klar formuliert er die Erwartung an Arbeitnehmer, sich weiterzubilden und nicht in jedem Fall am angestammten Arbeitsplatz verharren zu wollen."
SE. schrieb:
Ich zumindest will keine offenen Verteilungskämpfe zwischen Armen und Reichen erleben müssen, sondern meinen Wohlstand und den unserer Gesellschaft erhalten und mehren.
Hast du die letzten Jahre in einer Einöde gelebt ? Die Verteilungskämpfe haben wir doch schon längst oder was glaubst du wieso wir so große Flüchtlingsbewegungen haben ?
SE. schrieb:
Es wäre nett wenn du mir die Links zu deinen Vorschlägen zukommen lassen könntest, über 600 300 Seiten zu lesen sprengt mein Zeitkontingent für heute. Danke.
Du musst nicht alle 300 Seiten lesen, aber wenn man sich an einer Diskussion beteiligt dann sollte man schon die letzten paar Seiten durchblättern um zu sehen was als letztes geschrieben wurde.
Aber gut,...
Tomislav2007 schrieb:
Der Mindestlohn ist zu niedrig.
Das Gesetz zum Mindestlohn bietet zu viele Ausnahmen/Schlupflöcher.
Das Rentenniveau ist zu niedrig.
Es ist ein Unding das bei Menschen (die vierzig Jahre gearbeitet haben) die im Alter in die Grundsicherung rutschen z.B. Vermögen/Zusatzrenten/etc. mit der Grundsicherung verrechnet werden.
Die immer höher werdenden Zuzahlungen bei Krankheiten gehören eingedämmt, es ist z.B. ein Unding das sich Menschen eine Brille nicht leisten können und eine Sehhilfe vom Discounter für 5€ nehmen müssen.
...das sind meine Ideen,...
Tomislav2007 schrieb:
Den höheren Mindestlohn würden in erster Linie die Arbeitgeber tragen (Das dürfte dich doch freuen), das könnte man mit Steuersenkungen/Steuererleichterungen kompensieren, die Staatskasse ist sowieso prall gefüllt.
Das Stopfen der Ausnahmen/Schlupflöcher im Gesetz zum Mindestlohn würde uns erst einmal nichts kosten, außer die Arbeitgeber wie bei der Erhöhung des Mindestlohnes, korrigier mich falls ich da falsch liege.
Das Rentenniveau könnte man anheben indem man Zusatzrenten auf die Grundsicherung drauf rechnen und nicht verrechnen würde (So würde Riester Sinn machen), ich hätte auch kein Problem mit einer Beitragserhöhung.
Für die Eindämmung der Zuzahlungen bei Krankheiten gäbe es zwei Stellschrauben, einmal das die Krankenkassen weniger zurück stellen und mehr dazu zahlen oder höhere Beiträge (wo ich auch zu bereit wäre).
...das sind ein paar Umsetzungsvorschläge,...
Tomislav2007 schrieb:
Na also du erkennst die großen Vorteile meiner Ideen, man könnte die einzelnen Punkte etappenweise umsetzen und es wären auch deutlich mehr Stellschrauben vorhanden an denen man drehen könnte.
Wenn sich eine Sache eingependelt hat kann man den nächsten Punkt angehen, man hätte nicht einen großen Batzen den man auf einmal verdauen/finanzieren müßte.
...das sind die Vorteile gegenüber einem BGE.
SE. schrieb:
Mit irgendeiner Form des Grundeinkommens bräuchte diese Gruppe möglicherweise eben „nur“ einen halbe Stelle und hätte mehr Zeit „Kultur“ zu schaffen.
Die Gefahr das dann alle nur Ihren Hobbys/Vergnügen nachgehen und die Ausrede "Ich mache Kunst/Kultur" nur vorschieben siehst du nicht ?
Godde schrieb:
Das ist Einzeller Logik, durch und durch vom kapitalistischen Denken geprägt.
Andersdenkende zu beleidigen ist intelligente linke Logik, durch und durch vom sozialistischen/kommunistischen Denken geprägt.
Godde schrieb:
Wenn es kein Geld macht ist es nichts wert.
Richtig, du verstehst es also doch.
Godde schrieb:
Playsi zocken ist keine Kunst. Kunst ist, aus nichts etwas zu schaffen, egal ob man damit was verdient oder nicht, zu Kunst gehört auch Expertise.
Wer definiert denn was Kunst ist ?
Für mich war/ist die schmutzige Badewanne von Beuys einfach nur eine schmutzige Badewanne und keine Kunst.
Wenn die schmutzige Badewanne von Beuys Kunst ist dann ist es mein Morgenschiss auch.
Godde schrieb:
Und Erfolg hat damit nichts zu tun.
Richtig, Erfolg definiert nicht was Kunst ist.
Erfolg definiert ob jemand bereit ist dafür zu bezahlen und der Künstler davon leben kann, wenn niemand bereit ist für Kunst zu zahlen ist Kunst uninteressant weil niemand sie sehen/hören will.
Sollen wir Menschen jetzt jede angebliche Kunst aufzwingen indem wir sie zwingen jede angebliche Kunst zu finanzieren, egal ob sie diese sehen/hören wollen oder nicht ? Wäre das nicht egoistisch ?
Das ist linke Doppelmoral, es ist egoistisch wenn Menschen nicht jede Form von Kunst finanzieren wollen aber es ist nicht egoistisch Menschen dazu zu zwingen jede Form von Kunst zu finanzieren.
Das ist linke Doppelmoral, es ist egoistisch/unmenschlich Menschen zu Arbeit zu zwingen aber es nicht egoistisch/unmenschlich die arbeitenden zu zwingen die nicht arbeitenden zu finanzieren.
Grüße Tomi