Ich habe eine hübsche Tabelle mit "Einkommenspositionen" gefunden. Man geht vom sozialversicherungspflichtigen Vollzeit-Durchschnittseinkommen aus und berechnet "vom-Hundert-Anteile". Die Zahlen sind zwar nicht ganz aktuell (1996), aber dennoch aussagekräftig. Zeile 3 liest sich beispielsweise so: Im Jahr 1999 erzielten 9,1 Prozent der Beschäftigen ein Einkommen, das 25-50 Prozent des Durchschnittseinkommens betrug. Insgesamt erzielten 10,8 Prozent aller Beschäftigten 0-50 Prozent des Durchschnitts.
Seite 19:
http://www2.tu-berlin.de/zek/koop/bag_archiv/17_006.pdf
Dort wird ein Einkommen unterhalb von 75 % des Durchschnitts als "prekär" definiert ("kleine Leute", könnte man sagen). Den Bereich von 75-125 Prozent des Durchschnittseinkommens decken die mittleren Einkommen ab. Was darüber liegt, sind höhere Einkommen.
Eine weitere Einkommensverteilung (1998):
http://www.agenda21-treffpunkt.de/archiv/01/daten/glo6650.htm
Vermögensverteilung (2003):
http://zeus.zeit.de/bilder/2006/43/wirtschaft/armutsbericht-600.gif
Zum Leverage-Effekt (gähn):
"Diese Hebelwirkung tritt dann ein, wenn ein Anleger Fremdkapital zu günstigeren Konditionen aufnehmen kann als die Investition an Rendite erzielt." Das ist doch ein alter Hut. Um das zu begreifen, genügt der gesunde Menschenverstand. Ich nehme doch keinen Kredit zu 14 Prozent auf, wenn ich lediglich eine Rendite von 10 Prozent erwarte, oder? Und wenn doch, dann nehme ich das Risiko in Kauf, was mein gutes Recht als Unternehmer ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Leverage-Effekt
Diese "Regel besagt eigentlich nur: Wenn ich (gutes) Geld verdiene, kann ich die Verzinsung des von mir eingesetzten Kapitals weiter erhöhen, indem ich (günstiges) Fremdkapital beimische (für das ich weniger Geld zaheln muss als ich verdiene). Mit umgekehrtem Vorzeichen (bei Verlusten) schlägt das Pendel logischerweise in die andere Richtung aus und verhagelt zusätzlich meine ohnehin schon negative Eigenkapitalverzinsung.