Bitte kein Atommüll nach Gorleben!

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[sauba] schrieb:
ich könnte manchmal selbst aus der Haut fahren bei den immer gleichen, fal
schen Argumenten, die man seitens der Anti-AKW Bewegung aufgetischt bekommt.

Das betrifft aber genau so auch das Für-Atomenergie-Lager.

<NeoN> schrieb:
Man könnte es natürlich auch weiterhin abpumpen und aufbereiten...
Vielleicht sollte man mal mit dem Schwarz-Weiß sehen aufhören.

Was abere weitere Kosten und Aufwand wäre. Bei Erneuerbaren wird kleinlich auf die Kosten und den Aufwand geschaut, so sollte man dies auch so für Atom tun.

Oh und wenn wir gerade bei Kosten sind: Ein Super-Gau würde den Bankrott Deutschlands bedeuten.

5,5 Billionen Euro wären die Kosten, so hat es die Prognos AG im Auftrag unseres Wirtschaftsministeriums im Jahr 1992 ermittelt.
Berücksichtigt man das es alle 30.000 Jahre zu einem Super-Gau kommt und die Versicherung der Atomkraftwerke diese Kosten begleichen müsste, würde uns Bürger die Kilowattstunde 3,6 DM oder heute 270 Cent kosten. So viel dazu Atomenergie ist Spottbillig!
Steht alles auch in dem Artikel.


Graf-von-Rotz schrieb:
Tut mir leid auch diese Art des Aufrührertums will ich nicht kommentieren sondern lediglich nochmals betonen das ich der Meinung bin Legislative, Exekutive und Judikative funktionieren bei uns bisher gut und zuverlässig und sollten sich nun nicht durch die zuhnemende allgemeine Verweichlichung und Übersensibilisierung untergraben lassen.

Hast du dir das Interview zu den kritischen Polizisten durchgelesen?
Eine weitere tolle Meldung: Polizei hat ohne richterlichen Beschluss in Wensland Wohnungen durchsucht.

Sucht man mit google nach "Beweisvideos verschwinden" gibt es einige Beispiele.
Die Degradierung kritischer Polizisten in NRW war auch eine tolle Sache.

Man kann das so weiter führen - ich will nicht alle Polizisten als "böse" abstempeln sondern damit nur aufzeigen das nicht alles bei der Polizei goldig ist und wer sowas wie die IVO-Akte ok findet, naja - dann braucht man wohl wieder so ein Geheimdienst und Polizei wie es in der DDR, UdSSR ect. zum Schutze des Volkes und Terrorismus gab, aber wehe es wird selbst in den eigenen Vier Wänden dann gemeckert.

Oh und wenn es mit den Demonstranten zu viel wird, sind Panzer dann deiner Meinung nach auch Recht - nieder mit den Pack nicht wahr?


PalimPalim schrieb:
Unsere Regierung will also den Dreck jetzt nach Russland bringen, wo es keinen großen Protest gibt... aus den Augen, aus dem Sinn... :rolleyes:

Aus Deutschland ist bereits Atommüll in Sibirien gelandet, das hat die von mir erwähnte Doku aufgedeckt.

Ich kann dir zustimmen denn Atommüll einfach außer Lande zu bringen ist absolut Verantwortungslos, erst Recht im Anbetracht der miserablen Schutzbestimmungen in Sibirien.

Aber hey das kann doch eine optimale Geschäftsidee für Länder wie Tschad oder so sein, ihr nimmt unseren Atommüll - geben euch im Jahr ein paar Hilfsmittel mehr, vielleicht noch ne Million an Geld jährlich und damit ist eurer Armut doch super geholfen!
 
Zuletzt bearbeitet:
@Shader: Da magst du recht haben, aber das ist für die Endlagerproblematik nicht von Bedeutung.
Finden müssen wir so oder so eins, weil wir schon massenweise radioaktiven Müll haben.
Um es vorwegzunehmen: Damit möchte ich nicht ausdrücken, dass wir weiterhin unbedacht Müll produzieren sollten.
 
PalimPalim schrieb:
Dafür andere "tolle" News....
http://www.sueddeutsche.de/politik/...ll-atommuell-nach-russland-schaffen-1.1021198

Unsere Regierung will also den Dreck jetzt nach Russland bringen, wo es keinen großen Protest gibt... aus den Augen, aus dem Sinn... :rolleyes:

Das ist doch kein Atommüll, das ist Hochangereichertes Uran. (Waffenfähig)
Das wird in Russland für AKWs Aufbereitet und dann machen die Russen Strom daraus.
Die Russen nehmen das Zeug also mit Handkuss.
von "Aus den Augen, Aus dem Sinn" kann also gar keine Frage sein.
Denn es wird lediglich schon vorhandenes Uran verwendet...

was also an dem Transport nach Russland negativ sein soll, muss mir einer mal erklären!
 
Man macht es halt Frankreich nach. Da wird der Muell auch nach Sibirien geschafft. Es wird nur wiederverwertbares material genannt, ist in wirklichkeit aber Atommuell. Nix Hochangereichertes Uran. Das haettest du gerne.

Ist aber doch toll, wie gut Atommuell entsorgung im Griff ist http://www.tagesschau.de/ausland/atommuellfrankreich104.html
 
der schmutzigste ort der erde wird es schon nicht so schnell werden. auch wenn ich die deutsche vorgehensweise außergewöhnlich dämlich finde.

selbst bei solchen entscheidungen erkennt man schon das enorme ausmaß an korruption mit dem hier entscheidungen gelenkt werden.
selbst als "laien" erscheint mir ein salzbergwerk komplett ungeeignet, asse ist das beste beispiel.

wie auch immer, ich finde die dramatik um den richtigen endlagerplatz eigentlich die falsche grundlage, es müsste doch viel mehr ein CONTRA kernkraft sein, um das hier diskutiert wird.

also der ausstieg vom ausstieg des ausstiegs.

für alle Befürworter von "Atomstrom" ein interessanter Film zum ansehen:

http://www.youtube.com/watch?v=VLPTdIMYqOI
 
Hi

na eigentlich sollten wir mal nach Österreich schauen.
Die haben ein Volksentscheid gehabt und wollten kein Atomkraftwerk.

Wenn sie jetzt irgendwo eins bauen wollten, wird erst mal das Volk gefragt
und per Volksentscheid entschieden.

Das sollten wir auch einführen, auch bei schwerwigenden Richtungsbestimmungen,
da würde Korruption in vielen Fällen auch kein Nährboden haben. ;)

Cu
 
fjmi schrieb:
es müsste doch viel mehr ein CONTRA kernkraft sein, um das hier diskutiert wird.
Der Atommüll ist aber schon da, und er bleibt auch da wenn wir keine Kernkraftwerke haben.

longi schrieb:
Die haben ein Volksentscheid gehabt und wollten kein Atomkraftwerk.
gibt auch Österreicher die Müssen nix für Wasser Zahlen, da es genug gibt...

Du Kannst Österreich einfach nicht mit Deutschland vergleichen.
Wo Wären wir Heute Ohne Atomkraft?
Wäre der Lebensstandard wirklich gleich hoch?
man weiß es nicht!
 
Was mich an dieser Stelle wundert, in Frankreich gibt es nicht mal ansatzweise eine Anti-Atomkraftbewegung wie in Deutschland, da regt sich keiner darüber auf und hier demonstriert schon die dritte Generation.
 
longi schrieb:
na eigentlich sollten wir mal nach Österreich schauen.
siehe mein link einen beitrag darüber ;)


florian. schrieb:
Der Atommüll ist aber schon da, und er bleibt auch da wenn wir keine Kernkraftwerke haben.
kein grund weiteren, zusätzlichen müll zu produzieren, oder?


florian. schrieb:
gibt auch Österreicher die Müssen nix für Wasser Zahlen, da es genug gibt...
achja? dann schau dir die kosten an, wieviel vom strom tatsächlich mit wasserkraft gedeckt wird und überleg weiter...

florian. schrieb:
Du Kannst Österreich einfach nicht mit Deutschland vergleichen.
florian. schrieb:
Wo Wären wir Heute Ohne Atomkraft?
um jede menge probleme ärmer.
selbst die USA (!!) haben schon längst erkannt, dass der derzeitige weg nicht mehr so weiter geht, aber deutschlands regierung pennt seit jahren. schröder hatte DIE richtungsentscheidung gefällt (er hatte wohl auch die e*** dafür), es hätte ein zeichen sein können wie die volksentscheidung in österreich.
unter merkel gibt's die kehrtwende, eine fatale meiner meinung, die deutschland zurück in den tiefen sumpf aus korruption zieht wie er bei alternativen energien NIEMALS möglich sein kann weil da bereits beim kauf (!) die entsorgungskosten und alle folgen relativ gut bekannt/kalkulierbar sind. bereits nach ein paar monaten ist die gesamte (!) energie vom kraftwerk wieder hergestellt. bei kernkraft ist das möglicherweise nicht einmal über die gesamte laufzeit gegeben.
man denke an den imensen aufwand der für die aufbewahrung der brennstäbe über 1 mio jahre nötig ist, dann noch die paar läppischen transporte die über die jahrtausende schon viele milliarden kilometer betragen könnten und und und.
von den umweltschäden ganz zu schweigen und davon gibt's jetzt bereits jede menge. das risiko für die menschheit ist nicht kalkulierbar, was rechnen wir dafür?
100. 000.000. 000.000. 000.000€ für zukünftige umweltschäden?*

daraus ergibt sich dann der grüne, günste atomstrom ohne CO2 ausstoß und sonstige schwierigkeiten.

*m.e. gar nicht so abwegig wenn man die kosten bedenkt die tschnernobyl und all die anderen "kleinigkeiten" verursachten. etwa frankreich die erfolgreich dabei sind den ganzen atlantik und damit die weltmeere zu kontaminieren. was allein der eraustausch von kleinen gebieten kostet...ich denke die 100 trillionen sind sogar zu wenig.

florian. schrieb:
Wäre der Lebensstandard wirklich gleich hoch?
wäre der lebensstandard HÖHER?

florian. schrieb:
man weiß es nicht!
geht es denn jenen ländern schlechter, die keinen atomstrom selbst produzieren?

zurück zum thema - wenn schon endlagerung dann richtig -> auf einer großen insel, mitten in riesige, seit jahrtausenden unveränderten, granitfelsen o.ä. in vernünftigen behältern die auch gewartet werden können (nicht so ein schei** wie in asse wo man alles in die grube wirft)

was deutsche dazu bringt ihren müll in wasserlösliches (agressives) salz zu werfen ist mir schleierhaft. (meines wissens auch einmalig auf der welt)
 
Zuletzt bearbeitet:
florian. schrieb:
selbst die USA (!!) haben schon längst erkannt, dass der derzeitige weg nicht mehr so weiter geht, aber deutschlands regierung pennt seit jahren.

Was genau meinst du damit?
Und was soll das "selbst" bedeuten? Von den ersten Naturschutzgebieten, über bleifreies Benzin und Katalysatoren bis hin zu Elektroautos in den frühen 90er Jahren oder den Absgasnormen in Kalifornien sehe ich nicht, dass wir mit unseren Diesel-Rußschleudern im Vergleich die großen Saubermänner wären, für die wir uns gerne halten. Ganz zu schweigen von Tesla oder Chevy Volt.

//edit: Siehe auch hier.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was mich an dieser Stelle wundert, in Frankreich gibt es nicht mal ansatzweise eine Anti-Atomkraftbewegung wie in Deutschland,

Dort kümmert man sich lieber um die sozialen Probleme. Hier kümmert man sich lieber um das, was die Medien propagieren. Egal, ob die Gesellschaft auseinanderklafft, die Nahrungsindustrie macht was sie will und wir dabei sind unseren wirtschaftlichen Standpunkt zu verlieren - streiken gegen S21, Endlagerung, AKWs oder 2 Cent Lohnkürzung ist uns lieber. (Achtung Hyperbel)
 
Colonel Decker schrieb:
Von den ersten Naturschutzgebieten, über bleifreies Benzin
hin zu klimaanlagen in gastgärten, einen wahnsinnig hohen energieverbrauch pro person, hoher Ressourcenverbrauch hin zu sparsamen autos (welche sind das noch mal?) oder so absurden dingen wie elektroautos die nur noch mehr (!) umweltverschmutzung verursachen und den strombedarf verfielfältigen, dem man ohnehin nicht mehr hinterherkommt.

das "selbst" bedeutet, dass die usa mit sicherheit nicht in jeder hinsicht, auch nicht umweltpolitisch DAS vorzeigeland sind, ABER sie haben die richtige richtung eingeschlagen und zwar schon seit jahren.

selbst bei kernkraftwerken muss deren müll auf dem kraftwerksgelände lagern. das gefällt mir gut. vorallem weil der dreck nicht irgendwo in ein dunkles loch oder ins ausland (siehe frankreich) verschwindet aber ja dennoch da ist.

<NeoN> schrieb:
Dort kümmert man sich lieber um die sozialen Probleme.
und pumpt den radioaktiven abfall lieber ins meer -> das ist natürlich toll. lieber soziales scheinbar angehen (wo haben die eigentlich ihren "mittelstand" versteckt ?) und dafür die welt verseuchen - sehr sozial.
 
PalimPalim schrieb:
Und das es bei allen AKWs auftritt kann kein Zufall sein
(das zitat ist zufällig gewählt)

angenommen es sei kein zufall, was zu beweisen bliebe, so hat man immer noch längst keine kausalität zwischen kkw und krebs hergestellt, man hat höchstens eine plausibilität gezeigt, die bei weitem kein beweis ist.

und hier die gegenthese warum leukämie nicht an kkws liegt: leukämie liegt in wirklichkeit an den hochspannungsleitungen die sich in der nähe von kkw sinnvollerweise stark häufen, da ganze 1GW abgeführt werden müssen.
lauf mal mit einer glimmlampe unter einer stromleitung durch und nimm das dann mal 1000 für die echten hochspannungsleitungen ;)
die wirkung von HOCHspannung ist noch nicht wirklich klinisch untersucht!? umspannwerke gibt es auch noch ganz wo anders als kkw, was die anderen "hotspots" erklären könnte.

(niederspannung wie z.b. von handys ist übrigens etwas ganz anderes, da müsste schon die hölle zufrieren bis etwas dadurch ionisiert und die paar mW erwärmen weniger als es sport tut.)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
handies erzeugen aber keine niederfrequente strahlung, sondern hochfrequente. noch dazu in einzelnen impulsen (verschachtelte daten)
 
So - Bildschirmhintergrundbeleuchtung war durchgebrannt, musste die letzten Tage per iPhone posten, deswegen hab ich mich größtenteils rausgehalten. Also falls mich jemand vermisst hat, ich bin jetzt wieder da.

Fjmi, dir ist bewusst, dass der allergrößte Teil der Strahlung, der dich trifft, nach wie vor natürlichen Ursprungs ist und mit der Kernkraftindustrie absolut nichts zu tun hat? Wenn die Verstrahlung der Meere derart brutal wäre - warum sind wir dann nicht längst alle todkrank? Eben. Es ist ein Nischenphänomen, das allzugerne aufgepusht wird von diversen Interessensgruppen, sodass diese mehr Gelder und Aufmerksamkeit bekommen.

Zum Atommüllexport nach Russland - dieser Atommüll ist aus der DDR, aus ehemaligen Kernforschungsanlagen und besteht zu einem Teil aus hochangereichertem Uran-235. Um zu verhindern, dass das in dunkle Kanäle abfließt, hat sich Russland als Nachfolger der UdSSR damals (im EInverständnis mit den USA) bereit erklärt, diese Atomrückstände aus allen ehemaligen Satellitenstaaten abzuziehen - da ist der DDR-Müll nur ein ganz normaler Teil dieses Rückholvorgangs.

Aber es bietet sich natürlich an, gleich "Jetzt schieben wir den Dreck auch noch ins Ausland" zu rufen. Ist nur nicht passend.

Du bist also der Meinung, unser Lebensstandart wäre höher? Wenn wir damals statt AKWs KKWs gebaut hätten (die noch ohne modernste Filtertechnologie auskommen mussten) wären unsere Wälder sicherlich in einem wesentlich erbärmlicheren Zustand, als sie es heute sind - Smog und Luftschadstoffe wären in der Folge noch viel weiter verbreitet.

Das mit dem Salz hatte ich bereits angesprochen - diese Gesteinsformationen sind zehntausende Jahre alt und liegen unter wasserdichten, anderen gesteinsschichten. Wenn da so viel Wasser zirkulieren würde, wäre das Salz längst gelöst, die Erde darüber nachgerutscht und kein Salzstollen dort. Bedenk das bitte. Das zeigt also, dass dieser Salzstollen sehr wohl geeignet sein kann. Und Salz per se als aggressiv zu bezeichnen, ist ohnehin Schwachsinn. Wo soll kristallines Salz denn aggressiv sein?

Die USA sind energiepolitisch ein riesiges Fiasko. Ein total marodes Stromnetz, ein Ölverbrauch und eine Umweltverschmutzung jenseits von Gut und Böse, und dazu noch gemütliche Blackouts alle paar Monate. Die USA als Energie-Traumland zu bezeichnen ist so, als würdest du Kuba als Demokratie-Traumland bezeichnen. Und das man strahlenden Müll in der Nähe des Kraftwerks lagert wird hier ebenfalls gemacht (in Abklingbecken). Und danach ist es sinnvoll, es schnellstmöglich aus der Biosphäre zu schaffen - unabhängig davon, was du gut findest. Und solange es keine Weltraumaufzüge gibt, ist vergraben (extrem tief vergraben) eine kluge Alternative.

Geht es Ländern besser, die keinen Atomstrom selbst produzieren? Nunja, dass sind in erster Linie keine Industriestaaten, somit ist der Energiebedarf um ein zigfaches kleines, desweiteren sind diese oftmals importbasiert und haben KKWs zur Energieerzeugung, die jedoch die Luft verpesten. Dann lieber ein sauberes AKW.

"achja? dann schau dir die kosten an, wieviel vom strom tatsächlich mit wasserkraft gedeckt wird und überleg weiter..."

Tut mir leid, ich verstehe deinen Satz nicht. Bezieht der sich auf Deutschland ( wo sämtliche Flusswasserkraftwerke ausgeschöpft sind) oder Österreich (die von Bergen und Gletscherschmelze profitieren und somit viel mehr Energie aus Wasserkraft zur Verfügung haben als wir)?

Gruß,
[sauba]
 
<NeoN> schrieb:
Dort kümmert man sich lieber um die sozialen Probleme. Hier kümmert man sich lieber um das, was die Medien propagieren.

Der Protest gegen Atomenergie und Atommüll ist schon Jahre alt, führte ua. auch zur Geburtstunde der Grünen - die übrigens als realitsferne Spinner abgetan wurden, die es nie zu etwas bringen werden.


[sauba] schrieb:
Zum Atommüllexport nach Russland - dieser Atommüll ist aus der DDR, aus ehemaligen Kernforschungsanlagen und besteht zu einem Teil aus hochangereichertem Uran-235. Um zu verhindern, dass das in dunkle Kanäle abfließt, hat sich Russland als Nachfolger der UdSSR damals (im EInverständnis mit den USA) bereit erklärt, diese Atomrückstände aus allen ehemaligen Satellitenstaaten abzuziehen - da ist der DDR-Müll nur ein ganz normaler Teil dieses Rückholvorgangs.

Das mag sein - aber es geht bei den Atommüll nach Russland nicht nur um diesen Müll sondern auch darum ob es in Zukunft vll. System haben könnte.
Außerdem soll der Müll dort (Anlage Majak) wiederaufbereitet werden.
In Mayak geschah im 1957 der zweitgrößte Atomgau in der Menschheitsgeschichte und radioaktives Wasser wurde auch in die Flüße gelassen.
Das sind genau diese Anlagen, die wir ja auch aus Sellafield und aus La Hague kennen, das sind die drei Anlagen weltweit, die eben dieses hochgefährliche und dreckige Verfahren anwenden, in Säurebädern abgebrannte Brennelemente aufzulösen, um Plutonium und Uran herauszuziehen und den Rest, die riesigen flüssigen Mengen, dann irgendwie irgendwo zu verwahren. so sagt es ein Greanpeace-Experte hier in dem Artikel.
Aus dem Grund wurde in Deutschland die Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf nicht gebaut (übrigens aus Protestwegen) und selbst sogar die USA haben sich gegen eine Wiederaufbereitungsanlage entschieden.

[sauba] schrieb:
Du bist also der Meinung, unser Lebensstandart wäre höher?

Man hätte vielleicht eher in Erneuerbare-Energien und Alternativen geforscht und investiert.
Windmühlen z.B. gibt es ja schon seit dem Mittelalter.

Und E-Autos sind auch keine Erfindung der Moderne, bereits 1830 gab es erste experimentelle E-Fahrzeuge - 1899 ist man 106 km/h mit einem Elektro-Auto gefahren. Zur Info.



[sauba] schrieb:
Dann lieber ein sauberes AKW.

Die ganze Prozesskette eines AKW ist aber nicht sauber und auch nicht einmal annäherend CO² Neutral.
 
Nein, die Prozesskette ist technikbedingt natürlich nicht CO2-neutral. Der Ausstoß an CO2 und anderen schädlichen Gasen ist aber viel, viel, viel geringer als bei einem Kohlekraftwerk.

Windmühlen gibt es seit dem Mittelalter, ja, aber was ist das für ein Vergleich? Die zu erzeugende Energie war minimal, außerdem litt man unter dem problem, nur mahlen zu können, wenn ausreichend Wind bließ - exakt die gleichen Probleme, die auch nach 400 Jahren noch nicht behoben sind. Deshalb hatt sich die Dampfmaschine und sämtliche, ihr nachfolgenden Entwicklungen wie uA das AKW etabliert. Die Erneuerbaren haben den Makel der Nichtbeständigkeit, den sie nie loswerden konnten. Außerdem wird - unter Anderem dadurch bedingt - der aus ihnen gewonnenene Strom sehr teuer, weshalb ohne Atomkraft sicherlich nicht in EE investiert worden wäre - allein zu Liebe der boomenden Nachkriegsindustrie nicht. Man hätte Kohlekraftwerke en masse gebaut.

Das eAuto erwähne ich hierbei einfach mal nicht weiter - es gehört nicht zur Stromerzeugung, das Batterieproblem wurde seit 1830 nicht gelöst (und wird es auch bis 2050 nicht sein) und die Klimabilanz eines modernen Diesels ist besser als die eines eAutos mit heutigem Kraftwerkspark - sie wäre übrigens ohne Atomkraft noch wesentlich schlechter.

Du hast scheinbar das zugrundeliegende Prinzip hinter dem Russlandtransport nicht verstanden - das ist prinzipiell russischer Müll, den sie zurückholen. Das System macht sicher keine Schule, weil es sich hierbei um einen ganz anderen Sachverhalt handelt (Forschung statt Energieerzeugung). Und da die Greenpeace-Anhänger ohnehin extrem subjektiv sind, brauche ich auf die Aussage wohl kaum weiter einzugehen.

Die Grünen bestanden seit jeher aus Realos und Fundis. Die Fundis, die damals in der Gründerzeit in der Überzahl waren, sind auch heute noch weltfremde Spinner, die nie etwas auf die Reihe kriegen werden. Die Realos, die sich wirtschaftlichen, technischen und sozialen Problemen vernünftig stellen, sind die, die die Partei heute nach vorne bringen - damals spielten sie aber nur die zweite Geige.

gruß,
[sauba]
 
@fjmi: Dein Link von Youtube Altraum Atommüll ist richtig geil gemacht, das mal normale Leute das in die Hand genommen haben um zuschauen was mit der Atomkraft so gemacht worden ist und was mit den Müll jedes mal.

Ich glaube mehr muss man dazu nicht mehr sagen hier in den Thread jeder der dazu noch mehr schreibt sollte sich einfach mal 90 Minuten Zeit nehmen und sich das anschauen.

Wenn dann sollte es direkt um neu Ergebnisse um Gorleben nur noch drehen aber nicht mehr dieses geschrieben was wir vor 10 Seiten schon hatten. Und was wir in 10 weiteren Fragen wieder und wieder schreiben werden.
 
OK, ich hab mir eben mal Teil 1 der "Abltraum Atommüll" Doku angesehen - ich bitte euch. Genau das ist der Grund, warum ich TV-Sendungen als Quellen üblicherweise ignoriere.

Fängt damit an, dass man von einer Studie hört, 3/4 der EU-Bürger würden der Atomindustrie nicht glauben. Ohne Quellen, ohne Angabe wo, von wem und wann die Studie durchgeführt wurde - top. So sieht reißerische TV-Produktion aus. Es folgen verwackelte Bilder von verwitterten Fässern unter Wasser sieht - ich nehme einfach mal an, es sind wirklich Atomfässer, die da liegen (und nicht z.B. Altölfässer oÄ, die die erwähnten Fischer dort hingeworfen haben) - man weiß ja nichtmal, was drin war. Evtl. sogar gar nichts. So stark kann die Strahlung ohnehin nicht sein, sonst wären die Metallwände stark kontaminiert und nicht derart bewachsen und besiedelt.

Danach folgen Diagramme, wie uns die Strahlung im Alltag begegnet - und natürlich der obligatorische Vergleich "neben Strahlenquellen und Atomwaffenexplosionen" (eine wirklich relitätsnahe Situation...).

Mal abgesehen davon, dass die plötzliche Strahlenexposition einer Nuklearwaffe absolut nicht vergleichbar ist mit der dieses radioaktiven Mülls. Dann die schönen Szenen wie sich radioaktive Stoffe in die Lunge einlagern und DNA zerstören - nett.

Nur:

Diese DNA-Zerstörung passiert minütlich millionenfach im Körper - auch von ganz alleine. Als Beispiel wäre da natürlich die natürliche Hintergrundstrahlung, aber auch Fehler beim Kopieren der DNA zur Zellteilung und genschädigende Nahrung (z.B. Nitrosamine - jeder Toast Hawaii enthält eine hohe Dosis Nitrosamine - daran gestorben sind aber die Allerwenigsten). Bei einem derart komplexen Molekül wie der DNA sind auch spontane Brüche oder Wechsel der basenpaare alltägliche Situationen. Allerdings existiert die Natur auf diesem Planeten trotzdem schon wahnsinnig lange. Das liegt daran, dass die Reperaturmechanismen des Körpers wahnsinnig gut sind. Daher ist die Gefahr auch extrem viel kleiner, als sie da dargestellt wird. Und der Anteil der Atomindustrie an der Gesamt-Erbgutschädigung ist so vernachlässigbar klein - die Aufpushung ist echt ein Wahnsinn.

Ich denke, die restlichen Teile kann ich mir schenken. Da geh ich heute lieber früher ins Bett und genieße meinen Schlaf.

Gruß,
[sauba]
 
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