Eure Meinung zum Referendum in der Türkei?

Das ist richtig, nur ich bitte um Fairness. Wie ich schon mehrmals erwähnt habe, solche Sachen kommen von mir ausschließlich als eine Reaktion.
und darauf reagieren dann wieder andere, die sich zu unrecht angegriffen fühlen. und da beißt sich die katze in den schwanz. ungeachtet dessen wer jetzt was zuerst gesagt hat, soetwas trägt wohl eher nicht zu einer sachlichen diskussion bei, oder?

Wie gesagt, ich werde die andere Backe niemals hinhalten, sondern auf meine Art und Weise entsprechend abhandeln.
das verlangt ja auch niemand, aber wenn einer beleidigend zu dir ist, solltest du keinen rundumschlag z. b. gegen sämtliche deutschen machen. das würdest du umgekehrt ja auch nicht hinnehmen, wenn einer sich von dir angemacht fühlt und dann alle türken beleidigt, oder? etwas das rechtsradikale und populisten bekanntlich nur all zu gern tun.

Naja, der User hatte Nazivergleiche gemacht und sich über mich lustig gemacht. Und es liegt doch wohl auf der Hand, dass ein Tunesier oder Kongolese nicht gleich auf die Idee kommt Nazivergleiche zu machen, sondern eben eher ein Deutscher.
ich hab ganz bewusst erdogan als beispiel gebracht. ich denke wir sind uns wohl einig, dass erdogan kein deutscher ist, oder? ;)
die "nazikeule" kennt man auch in anderen ländern und auch da wird die wirkung gerne genutzt. diese pauschale unterstellung allen deutschen gegenüber ist genau das wovon ich spreche.

Aus heiterem Himmel fing es ja nicht an, sondern da haben beide Länder türkische Veranstaltungen auf undemokratischerweise blockieren wollen. Erst daraufhin kamen die Vergleiche. Du kannst natürlich die Tonart kritisieren, aber man sollte doch mal fragen, was der Auslöser gewesen ist oder nicht?
so aus heiterem himmel war das gar nicht. es fing an mit kleineren provokationen und ist dann ausgeufert. wer sich wann durch was zuerst provoziert gefühlt hat, muss man glaub ich nicht ausdiskutieren. "der hat aber angefangen" gehört imho in den kindergarten.
sagen wir beide seiten haben sich in der sache nicht gerade mit ruhm bekleckert. dabei sollte man es dann imho auch bewenden lassen.
 
Tandeki schrieb:
Natürlich existiert ein Adressat, auch wenn keine nationale Vertretung existiert. Darauf will ich ja hinaus. Niemand kann einfach in Luxemburg eine Webseite online stellen und weltweit Dinge anbieten, die gegen nationale Gesetze verstoßen. Das ist nicht rechtens, weil Anbieter immer Abrufer oder Konsumenten haben, die in Nationalstaaten verortet sind. Eben deshalb gibt es ja das Schutzlandprinzip, internationales Privatrecht usw.
OK, ein Adressat existiert, in San Francisco. Den interessieren aber nun einmal keine türkischen Gerichte weil diese keine Jurisdiktion in den USA haben. Deswegen sind es ja auch türkische Gerichte, nicht Gerichte der Vereinigten Staaten.
Und nein. Natürlich kann niemand in Luxemburg einfach weltweit Dinge anbieten die gegen nationale Gesetze verstoßen.
Gemeint ist damit aber die Nation Luxemburg. Natürlich kann man dort Dinge anbieten welche gegen die Gesetze anderer Staaten verstoßen.
So ziemlich jede Nachrichtenseite auf diesem Planeten verstößt gegen nordkoreanisches Recht. Es gibt da einen Grund warum das so ist.
Nordkorea hat nämlich keine Handhabe.

Und Werter Tandeki, ich möchte dir mit einem einfachen Beispiel den Fehler in deiner Argumentation darlegen.
I just change the language in English now.
In your view Computerbase is now obliged to observe the laws of South Sudan or Liberia.
In these countries, English is an official language.
Do you really think thats right?
I mean, Computerbase delivers my content and someon in Libera can read it.
Ergänzung ()

sbj schrieb:
Aus heiterem Himmel fing es ja nicht an, sondern da haben beide Länder türkische Veranstaltungen auf undemokratischerweise blockieren wollen. Erst daraufhin kamen die Vergleiche. Du kannst natürlich die Tonart kritisieren, aber man sollte doch mal fragen, was der Auslöser gewesen ist oder nicht?
Ich hätte da mal eine Frage. Ich habe gelesen das nach türkischem Recht eine Wahlveranstaltung durch Parteien im Ausland nicht erlaubt ist.
Was ist also mit diesem Rechtsbruch? Spielt der keine Rolle? Ist der ok weil er durch die AKP kommt?
Und wenn es ein Rechtsbruch ist, warum verteidigst du diesen und findest diesen wichtig und gut?
 
Es ist ja nicht nur das, dass laut türkischen Recht keine Wahlveranstaltungen gemacht werden dürfen. Die niederländische Regierung hat der türkischen klar und deutlich vermittelt, dass sie keine Wahlveranstaltungen aktuell will, weil sie selber im Wahlkampf sind. Doch die türkische Regierung hat sich weder an ihre Gesetzte gehalten, noch an das gute Recht der niederländischen Regierung, keine Wahlveranstaltungen von ausländischen Regierungen genehmigen zu müssen.

Da aber sbj hier klar die Rechte der niederländischen Regierung missachtet und dies dann auch noch durch die selben falschen Argumente der türkischen Regierung rechtfertigt, die sich dazu auch noch nicht einmal an ihre eigene Gesetzgebung hält, ist doch die Diskussion wertlos.

Die niederländische Regierung sowie auch die deutsche Regierung hatten die Größe Wahlkämpfe zu erlauben, obwohl die türkische Regierung keinerlei Rechte dazu hatte. Weder nach türkischer, als auch nach deutscher und niederländischer Gesetzgebung.

Wer dann da auf türkischer Seite von Nazimethoden spricht und dies sei alles undemokratisch, hat nach meiner Meinung kein Verständnis von Sinn und Unsinn. Der zeigt für mich klar und deutlich, dass er völlig respektlos gegenüber geltender Regeln ist. Dieses Verhalten zeigt doch klar und deutlich auf, dass man praktisch damit rechnen muss, dass auf türkischer Seite geltende Gesetze missachtet werden. Halt immer so wie man es braucht. Das ist weder rechtsstaatlich noch demokratisch, sondern einfach nur diktatorisch.
 
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...hat einfach nicht mehr alle Tassen im Schrank.
muss diese ausdrucksweise wirklich sein? natürlich sind die nazi-beleidigungen nicht hinnehmbar, aber mit beleidigungen zu antworten führt auch nicht zu einer verbesserung. es ist ein sehr wichtiges und imho interessantes thema. wäre schön wenns hier sachlich bleibt und man vernünftig mit einander diskutiert. zumal ich es gut finde, dass hier auch anhänger erdogans ihren standpunkt dazu beitragen, was einer konstruktiven diskussion sehr zuträglich ist.
 
Ich sehe das nicht als Beleidigung. Aber habe es geändert in:
Hat nach meiner Meinung kein Verständnis von Sinn und Unsinn.

Es ist für mich keine zuträgliche Diskussion, bei dieser klaren Sachlage. Die türkische Regierung missachtet die eigene Gesetzeslage und missachtete den Wunsch der niederländischen Regierung und die türkische Regierung hatte null Rechtsansprüche auf einen Wahlkampf. Trotzdem kommt immer noch die Argumentation man hätte eben so heftig von türkischer Seite reagieren müssen, weil ja die andere Seite so böse war. Da dreht man sich doch im Kreis.
Da sehe ich noch nicht einmal den Funken den Willen aufzubringen, falsch gehandelt zu haben. Von einer Entschuldigung braucht da niemand auch nur im Ansatz du denken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist für mich keine zuträgliche Diskussion, bei dieser klaren Sachlage.
ich wette genau das würden auch erdogan-anhänger sagen, nur vom gegenteiligen standpunkt aus betrachtet. auch aus ihrer perspektive ist die sachlage ganz klar und trotzdem kommen sie zu einer vollkommen anderen überzeugung. demnach scheint es da doch gesprächsbedarf zu geben um auf einen gemeinsamen nenner zu kommen.

ich kenne meinen eigenen standpunkt, mich interessiert der der anderen seite.
 
Das sind doch keine Standpunkte die zur Verhandlung stehen.
Die türgische Regierung hat kein recht, weder aus ihrer eigenen Gesetzeslage noch aus der deutschen und niederländisch Gesetzeslage, Wahlkampf zu betreiben.
Genauso wenig wie es darüber keine Verhandlungssache ist, dass praktisch die EU Beitrittsgespräche für die Türkei seit 2005 seitens der EU eine einzige Lüge war. Vor allem wenn man bedenkt, dass hier in D Wahlkampf betrieben wurde, der einen Beitritt der Türkei ausschloss.
 
Die türgische Regierung hat kein recht, weder aus ihrer eigenen Gesetzeslage noch aus der deutschen und niederländisch Gesetzeslage, Wahlkampf zu betreiben.
dennoch war die reaktion einiger politiker, sowohl in deutschland als auch in den niederlanden auch nicht grad diplomatisch und so mancher mitbürger mit türkischen wurzeln hat sich dadurch vor den kopf gestoßen gefühlt. erdogans reaktionen darauf waren natürlich auch alles andere als staatsmännisch. ich will auch gar nicht partei für erdogan ergreifen, ich versuche seine anhänger verstehen.
 
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Lübke schrieb:
und darauf reagieren dann wieder andere, die sich zu unrecht angegriffen fühlen. und da beißt sich die katze in den schwanz. ungeachtet dessen wer jetzt was zuerst gesagt hat, soetwas trägt wohl eher nicht zu einer sachlichen diskussion bei, oder?
Ich empfinde es als ungerecht, wenn eine Seite ungestraft sagen kann, was er will, und die andere reagierende Seite muss sich bemühen sachlich zu bleiben. Wie wäre es, wenn man erst gar nicht dazu kommen lassen würde, dass die reagierende Seite so reagieren muss. Wie gesagt, jeder hetzt gegen die Türkei und keinen stört das, keiner unternimmt was. Wehe aber man reagiert darauf, jetzt plötzlich trägt das zu einer sachlichen Diskussion nicht bei. Wo war diese Moral vorher? Frage ich dich.


das verlangt ja auch niemand, aber wenn einer beleidigend zu dir ist, solltest du keinen rundumschlag z. b. gegen sämtliche deutschen machen. das würdest du umgekehrt ja auch nicht hinnehmen, wenn einer sich von dir angemacht fühlt und dann alle türken beleidigt, oder? etwas das rechtsradikale und populisten bekanntlich nur all zu gern tun.
Habe ich ja auch nicht getan, das ist halt wieder so ein Missverständnis. Ich habe nicht ALLE damit gemeint, sondern eben die, die so denken.


diese pauschale unterstellung allen deutschen gegenüber ist genau das wovon ich spreche.
Aber nicht gegen Deutschland oder andere europäischen Ländern wird gehetzt, sondern gegen die Türkei. Alle scheinen immer besser zu wissen und immer ist die Türkei der böse. D.h. pauschale Unterstellung a la "Kurden werden unterdrückt", "Diktatur", "keine Freiheiten", "IS/Syrien" etc. etc. werden doch in jedem zweiten Satz erwähnt. Und, das hat bis jetzt niemanden aufgehalten seine Unterstellungen zu überdenken. Nun soll die Türkei aber die Nazikeule nicht rausbringen, denn es ist eine Unterstellung etc. Wie gesagt, wer mit Doppelmoral ankommt, bekommt keine ernsthafte Diskussion.


wiztm schrieb:
Ergänzung ()

Ich hätte da mal eine Frage. Ich habe gelesen das nach türkischem Recht eine Wahlveranstaltung durch Parteien im Ausland nicht erlaubt ist.
Was ist also mit diesem Rechtsbruch? Spielt der keine Rolle? Ist der ok weil er durch die AKP kommt?
Und wenn es ein Rechtsbruch ist, warum verteidigst du diesen und findest diesen wichtig und gut?
Erstens wird dieser "Rechtsbruch" von allen Parteien begangen, und das schon seit Jahren. Also nichts neues, wieso jetzt plötzlich diese Aufruhr?
Zweitens gibt es aber keine Regelungen darüber, was zu tun ist, wenn dieses Gesetz gebrochen wird, also es gibt keine Konsequenzen. Was bedeutet, dass dieses Gesetz eigentlich mehr eine Richtlinie ist, da bei nicht Einhaltung man nichts befürchten muss.
Drittens wird im eigentlichen Sinne kein Rechtsbruch begangen, weil die Veranstaltungen offiziell (egal von welcher Partei) nicht als Wahlkampf, sondern als ein Zusammentreffen deklariert wird. Z.B. wenn die Familienministerin kommt, ist halt offiziell die Thematik über Familie und Frauenrechte etc.
Viertens, klar wir alle sind nicht blöd, da wird halt unter einer Deckmantel manchmal/oft auch Wahlkampf betrieben.
Fünftens, es ist aber immer noch eine interne Sache, d.h. das kann kein Grund sein selbst auf deutschem Boden (oder niederländisch.) auf umdemokratischer Weise Konsulate zu sperren oder Veranstaltungen nicht stattfinden lassen. Es gibt Versammlungsrecht, aber für Türken werden die grundlegendesten Rechte beschnitten. Da kann mir keiner von Demokratie und Freiheit und europäischen Werten daher kommen.

Versammlungsfreiheit bezeichnet ein Grundrecht. Es wird unter anderem durch Art. 8 des deutschen Grundgesetzes, Art. 12 der Europäischen Grundrechtecharta, Art. 11 der Europäischen Menschenrechtskonvention und Art. 22 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft gewährleistet.
 
Ich empfinde es als ungerecht, wenn eine Seite ungestraft sagen kann, was er will, und die andere reagierende Seite muss sich bemühen sachlich zu bleiben.
wie kommst du denn darauf? das gilt für beide seiten gleichermaßen.

Wie gesagt, jeder hetzt gegen die Türkei und keinen stört das, keiner unternimmt was.
nicht alles was zu ungunsten der türkei gesagt wird ist hetze, da ist sehr viel sachliches dabei, oder willst du uns erzählen, die akp habe sich ausnahmslos einwandfrei verhalten?

Wo war diese Moral vorher? Frage ich dich.
hast du meine anderen beiträge in diesem thread gelesen? dann solltest du eigentlich sehen, dass ich da gleiches auch zugunsten der türkei gesagt habe.

Habe ich ja auch nicht getan, das ist halt wieder so ein Missverständnis. Ich habe nicht ALLE damit gemeint, sondern eben die, die so denken.
das ist aber nicht was du geschrieben hast. du hast gesagt dass deutsche so sind. ich bin deutscher. ich empfinde das durchaus als beleidingend, wenn mir sowas unterstellt wird.

Aber nicht gegen Deutschland oder andere europäischen Ländern wird gehetzt, sondern gegen die Türkei.
erdogan hat sowohl deutschland als auch die niederlande als nazis bezeichnet. und auch seine minister haben bei mehr als nur einer gelegeheit behauptet, deutschland und auch andere länder als türkeifeindlich hingestellt. und wie war das mit dem aufruf viele kinder in die welt zu setzen um die anderen völker dann zu überstimmen? behauptest du ernsthaft das sei alles nur einseitig und die akp verhalte sich ruhig und diplomatisch? denk nochmal drüber nach ob das wirklich nur einseitig war. ich glaube da haben beide seiten ganz gut ausgeteilt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Klar gilt es für beide Seiten. Aber anscheinend wurde die eine Seite missachtet, weshalb ich ja erst die Chance hatte auf gleicher Art zu reagieren. D.h. jedes Mal, wenn du siehst, wie ich auf unsachlicher Ebene antworte, daraus kannst du dann schließen, dass der Initiator eben ungestraft das sagen konnte, was er sagte, weshalb ich dann "eingesprungen" bin. Ansonsten wenn einer schon zuvor gewarnt worden ist, werde ich dann ja nicht mehr zusätzlich die Sache voran treiben, was ich auch bisher nicht getan habe.

Die AKP benimmt sich bestimmt nicht ausnahmslos einwandfrei. Da gibt es genug Dinge, die man kritisieren kann. Nur Kritik ist ungleich Hetze.

Einfaches Beispiel: Wenn einer sagt, die Türkei ist eine Diktatur, das ist Hetze. Das ist keine Kritik.
Es ist komplett was anderes, wenn ich sage, dass du zu wenig Sport treibst, als dich als einen Fettsack zu bezeichnen. Ist der Unterschied klar?

Hetze: (abwertend) Gesamtheit unsachlicher, gehässiger, verleumderischer, verunglimpfender Äußerungen und Handlungen, die Hassgefühle, feindselige Stimmungen und Emotionen gegen jemanden, etwas erzeugen

Und wer hetzt, der bekommt die gleiche Art und Weise als Antwort.
 
Klar gilt es für beide Seiten. Aber anscheinend wurde die eine Seite missachtet, weshalb ich ja erst die Chance hatte auf gleicher Art zu reagieren.
lies am besten mal meine beiträge, die sich nicht auf dich beziehen, dann wirst du sehen, dass ich gleiches auch von anderen diskussionsteilnehmern erwarte.

Die AKP benimmt sich bestimmt nicht ausnahmslos einwandfrei. Da gibt es genug Dinge, die man kritisieren kann. Nur Kritik ist ungleich Hetze.
vollkommen richig. du fasst allerdings kritik auch oft sehr schnell als hetze auf, obwohl es durchaus ernstgemeinte kritik ist. auch wenn die aussage nicht berechtigt sein sollte (was nicht selten ja auch ansichtssache ist), weil derjenige z. b. einer fehlinformation aufsitzt, ist es noch immer kritik und die kannst du eben nur sachlich richtigstellen. wenn du ausfallend wirst, wird der andere sich nichts von dem annehmen was du sagst und dann wird auch nichts richtig gestellt.

ich versuche dir damit ja auch nur zu helfen. natürlich kannst du auch weiter aufbrausend reagieren und mauern, ist dein gutes recht, aber dann wirst du in dieser diskussion sicher keinen von deinem standpunkt überzeugen können.

Einfaches Beispiel: Wenn einer sagt, die Türkei ist eine Diktatur, das ist Hetze.
das ist so nicht richtig. die staatsform weist spätestens ab 2019 durchaus zahlreiche merkmale einer autokratie oder dikatur auf aufgrund der auf den staatsführer gebündelten machtbefügnisse. man kann sicher darüber diskutieren, ob das eine diktatur ist oder nicht, aber die ansicht kann man durchaus vertreten. und überhaupt, diktatur ist ja nicht per se was schlechtes.

Und wer hetzt, der bekommt die gleiche Art und Weise als Antwort.
und du meinst damit könntest du den anderen von deinem standpunkt überzeugen? klar, kannst du machen, aber ich bezweifel, dass es dir irgendwas bringt, außer dass der andere auf gleiche weise wieder reagiert...
wie gesagt, ist nur gutgemeint. du kannst meine ratschläge annehmen oder auch nicht, liegt ja ganz bei dir. mit deine aktuellen haltung hast du aber in dieser diskussion imho einen schweren stand.
 
Noch ein Nachtrag zum Thema "Firmen in den USA verklagen geht nicht, weil USA so weit weg ist und die Türkei jedem egal ist":

Die Opfer des Terroranschlags letztes Jahr in San Bernadino haben in den USA Klage gegen Twitter, Google und Facebook eingelegt. Nun wird allerdings diesen Plattformen vorgeworfen, den Terror wissentlich zu unterstützen, indem diesem eine Plattform geboten wird. Interessant ist weniger die Frage, ob wer wen irgendwo verklagen kann. Es passiert, aber unter welchen Umständen und welchen Grenzen, das kann wahrscheinlich keiner hier abschließend beantworten. Oder praktiziert hier jemand internationales Recht mit Schwerpunkt Medien? Egal, mir geht es eher um die Argumentation und den erwähnten "Communications Decency Act" in diesem Artikel:

http://www.latimes.com/local/lanow/la-me-ln-san-bernardino-tech-lawsuit-20170503-story.html

Wer des Englischen nicht mächtig ist: dieses Gesetz immunisiert Plattformen wie die genannten gegen das Haftbar machen für die Inhalte, die durch die Nutzer der Plattform eingestellt werden. Wenn das wirklich so wie beschrieben existiert, dann könnte jeder alles Mögliche schreiben und Wikipedia stellt sich wie alle anderen Plattformen mit Sitz in den USA hinter dieses Prinzip. Da kann ich mir dann in der Folge auch gut vorstellen, wie Wikipedia auf die Anfrage der türkischen Behörde reagiert hat. Also angenommen, sie hat wirklich mit "ist ein Usereintrag, geht uns nix an, wir sind nur eine Plattform" geantwortet, was wäre dann die Konsequenz, wenn das Geschriebene also weiterhin gegen nationales Recht verstößt? Richtig, der nächste Schritt wäre, die Plattform zu sperren. Würden wir das anders machen? Wahrscheinlich schon. Ich frage mich nur, ob diese Option in Deutschland nur deshalb nicht existiert, weil wir vermeintlich demokratischer sind, oder weil die Verbreitung dieser Plattform im Vergleich zur Türkei deutlich größer ist und der Aufschrei bei Abschaffung heftiger wäre.
 
@Tandeki schön das wir uns endlich verstehen :D

sbj schrieb:
...Erstens ... zweitens ... drittens....
Zu 1) Nur weil es alle machen wird die Handlung der AKP aber nicht legalisiert. Es bleibt also ein Rechtsbruch.

zu 2) Konsequenzen sind erst einmal irrelevant da es hier um die richtige Definition geht. z.B. ein Verstoß gegen einen Grundgesetzartikel ist auch erst einmal Sanktionsfrei. Näheres würden hier gesonderte Gesetze regeln, sofern vorhanden. Es gibt aber nicht immer welche. Hier in Deutschland wäre so ein Beispiel das Verfassungswidrige Wahlgesetz das auch niemanden interessiert.

zu 3) Selbstverstänlich ist hier ein Rechtsbruch begangen worden. Vertreter der Regierung haben als Mitglied der Regierung für eine der Regierung genehmes Wahlverhalten geworben. Wenn ich richtig Informiert bin ist Mustafa Yeneroglu Leiter der AKP-Wahlkampagne im Ausland. Diesen Posten dürfte es dann ja eigentlich gar nicht geben.

zu 5) Was bitte soll undemokratisches sperren sein? Dieses Erfinden von Sachverhalten ist nicht hilfreich.
Es wird niemals vor einer Sperren eine Wahl abgehalten in der darüber abgestimmt wird ob etwas gesperrt wird.
Sperren werden aufgrund von Gesetzen durchgeführt. Gesetze werden durch demokratisch legitimierte Prozesse eingeführt.
Natürlich kann man diese irgendwie blöd finden. Ändert aber nichts an der Rechtskraft.
Uns ist alle klar das die Brandschutzvorschriften aus dem Ärmel gezogen worden sind weil es irgend jemandem Politisch opportun erschien.
Ändert aber am Sachverhalt erst einmal wenig. Ansonsten hätte ja der Veranstalter klagen gehen können und sein Versammlungsrecht einklagen können.

Mein Fazit deiner Ansicht lautet also: Ja die AKP hat irgendwie einen Quantenrechtsbruch begangen (Es ist einer, aber auch gleichzeitig nicht) aber eigentlich sind die anderen Schuldiger.

Mit Verlaub, es ist eine merkwürdige Ansicht wenn man die Tatsachen betrachtet.
 
da es grad in den nachrichten läuft: die bundesregierung hat öffentlich ausgesagt, dass es in deutschland keine abstimmung über die einführung der todesstrafe in der türkei geben wird. mich ärgert das, weil die türkei ja noch gar nichts bezüglich des referendums in deutschland gesagt hat. sowas schreit doch schon wieder nach konfrontation. so gut sollte man erdogan doch inzwischen wohl kennen. warum geht man nicht einfach hin und beauftragt den botschafter in der türkei, die türkische regierung darüber zu informieren, dass eine solche abstimmung innerhalb deutschlands nicht möglich wäre und er bitte davon absehen wolle, diese anzukündigen. ganz ohne öffentlichkeit. man berät sich und kommt gemeinsam zu dem schluss, dass es nicht möglich ist. nach außen kommuniziert man dann dass erdogan dies in deutschland nicht beabsichtigt, um die deutsch-türkischen beziehungen nicht zu belasten, dann haben alle gewonnen. aber so ist doch klar, dass eine entsprechende trotzreaktion aus ankara kommen muss und es wieder zum streit kommt -.-
 
Also ganz ehrlich - was bzw für was die Türken in der Türkei wählen is mir egal.
Wenn die meinen sie müßten nem Typ, der sich auf Staatskosten ne fette Villa finanziert noch mehr Macht geben - bitte.
Die "Bömermann-Sache" (aber auch andere Dinge) zeigt mir zumindest, dass da auch noch ne narzistische Persönlichkeitsstörung bei kommt.
Für mich hat das schon faschistoide Züge - aber soll und darf jeder wählen wen und wie er möchte!

Die Türkei is schließlich n souveräner Staat und was die bei sich zu Hause machen is deren Sache.
Wenn mir die Sachen nich gefallen - fahr ich nicht dahin. Fertig.

Entweder lass ich zu, dass Leute in Deutschland für irgendwas in ihrem Heimatland wählen oder nich - aber dann nich wieder so ne "Oberlehrerscheiße"!
 
Klar, "Oberlehrerscheiße" ist nervig und total unpassend. Aber ganz egal kann einem so eine Entwicklung ja auch nicht sein. Zudem gibt es ja auch wirtschaftliche Verflechtungen zwischen der Türkei und Deutschland. Da ist der Tourismus nur ein Teil, der mit 12,5% am türkischen BIP nicht gerade gering ist. Dieser ist gegenüber 2015 um 10% eingebrochen, der Anteil deutscher Touristen ist zwischen 30 und 60% zurückgegangen (je nachdem, wen man fragt).

Auf der Internationalen Tourismus-Börse hat die Türkei daher ein wahres Feuerwerk an Standgröße und Events abgefackelt, um deutsche Touristen wieder in die Türkei zu locken. Und natürlich wurden die Leute dort gefragt, was sie von Erdogan, von Binali Yildirim, von der Reform und der Verhaftung des Welt-Journalisten halten. Und immer kam der Versuch von den Befragten, Tourismus und Politik zu trennen. Aber als Konsument ist man schon irritiert, wenn z.B. in Reden türkischer Politiker erst gesagt wird, Deutschland solle lernen, sich zu benehmen oder dass alle Deutsche Nazienkel seien, kurze Zeit später auf der Messe aber dann beteuert, wie lieb man die Deutschen doch habe und dass sie doch bitte alle in der Türkei Urlaub machen sollten. Und dass ein deutsch-türkischer Journalist im Gefängnis sitzt, macht das Urlaubsfeeling auch nicht besser.

Dazu kommt noch, dass die Polarisierung der Gesellschaft in der Türkei sich natürlich auch auf die in Deutschland lebenden Türken auswirkt. Spätestens dann ist es ein deutsches Problem. Darüber hinaus wirft ja die Türkei dem deutschen Staat die systematische Unterdrückung der hier lebenden Türken vor. Oder, dass der deutsche Geheimdienst am Putsch beteiligt war. Eine Trennung der Themen ist daher schon methodisch gar nicht mehr machbar. Es betrifft uns so oder so, egal ob Deutscher, Türke oder Doppelpassbesitzer.
 
Zudem gibt es ja auch wirtschaftliche Verflechtungen zwischen der Türkei und Deutschland. Da ist der Tourismus nur ein Teil, der mit 12,5% am türkischen BIP nicht gerade gering ist. Dieser ist gegenüber 2015 um 10% eingebrochen, der Anteil deutscher Touristen ist zwischen 30 und 60% zurückgegangen (je nachdem, wen man fragt).
Naja das kling aber schon sehr nach FDP-Klientel-Politik :D - nicht, dass ich Dir das unterstellen möchte.
Aber ich wähl doch keine Party die pro USA is, nur weil wir da viel hin exportieren!
Im Gegenteil! Man darf sich nicht so abhängig machen!


Und was Erdogan und Co nun sagen - im Zweifel sitzen Deutschland und die EU am längeren Hebel :evillol:
Macht man halt statt dessen Urlaub oder Callcenter in Griechenland - können die auch mal ihre Schulden bezahlen ;)

Und dass ein deutsch-türkischer Journalist im Gefängnis sitzt, macht das Urlaubsfeeling auch nicht besser.
Naja das Risiko kannte er ja - dat is wie Motorrad-Tour im Jemen oder tauchen auf n Philippinen.
Auch die USA bieten ja seit kurzem unbegrenzte Beugehaft, wenn man auf Zuruf sein handy nicht entsperrt.
Da bleibt man halt zu Hause.


Dazu kommt noch, dass die Polarisierung der Gesellschaft in der Türkei sich natürlich auch auf die in Deutschland lebenden Türken auswirkt. Spätestens dann ist es ein deutsches Problem. Darüber hinaus wirft ja die Türkei dem deutschen Staat die systematische Unterdrückung der hier lebenden Türken vor. Oder, dass der deutsche Geheimdienst am Putsch beteiligt war. Eine Trennung der Themen ist daher schon methodisch gar nicht mehr machbar. Es betrifft uns so oder so, egal ob Deutscher, Türke oder Doppelpassbesitzer.
Naja aber es zwingt die Leute ja keiner hier zu bleiben - sollen se halt "heim ins Reich" :D
Aber ich denke mal die "Unterdrückung" is bei uns weit weniger vorhanden als in der Türkei.
Klar Schwund is immer - hätt ich die ein oder andere Staatsbürgerschaft wär/würd ich ggf auch auswandern, aber Ponyhof is nirgendwo.
Das der ein oder andere Türke ggf Erdogan gut findet, weil er mal einen für die Rechte der Türken vom Leder läßt - geschenkt, warum auch nicht.
Aber mal ehrlich abgesehn von dem ein oder anderen Callcenter und ner Nato-Base - so wichtig sind die für uns nicht und da sollte man vll mal leiser treten.
Mmn lebt der Erdo noch irgendwo in der Zeit eines Großosmanischen Reiches (oder möchte da wieder hin?) und dat läuft halt nicht.

Das mit dem Putsch halt ich eh für unglaubwürdig.
Da ja angeblich auch höherere Militärs involviert waren - so dämlich kann man sich nicht anstellen!
Aber gut - is nich meine Baustelle.
 
Lübke schrieb:
da es grad in den nachrichten läuft: die bundesregierung hat öffentlich ausgesagt, dass es in deutschland keine abstimmung über die einführung der todesstrafe in der türkei geben wird. mich ärgert das, weil die türkei ja noch gar nichts bezüglich des referendums in deutschland gesagt hat. sowas schreit doch schon wieder nach konfrontation.
Naja, es gibt mittlerweile sehr wohl eine öffentliche Debatte darüber. Nur halt noch nicht überall.
Ausserdem ist nächstes Wochenende hier in NRW Wahl.
Natürlich wird sich da fix positioniert und der starke Max raushängen gelassen.
 
Zudem wirft man der Politik doch gerne vor, sie würde nur reagieren und nicht agieren. So hat man wenigstens schon eine Meinung, sollte es zu der Frage kommen. Allerdings stimme ich schon zu, emotional gesehen ist das alles andere als optimal.
 
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