@Wintermute: Naja, Individualismus ist ja auch wirklich noch kein Egoismus, aber der erste Schritt in seine Richtung. Vielleicht habe ich das ja nicht ganz richtig ausgedrückt. Es ist für mich ziemlich schwer, eine Ursache für das Problem zu finden, weil ich als Zwanzigjähriger einerseits selbst mittendrin stecke, andererseits aber doch irgendwie außerhalb bin.
Wenn ich mir meine Mitschüler anschaue, was sie für Interessen haben, wie sie ihre Freizeit verbringen, dann weiß ich irgendwie nicht wirklich weiter. Es gibt sehr viele, bei denen sich alle Gespräche um irgendwelche Partys drehen, um "Locations", bei denen ein Bier oder ein Schnaps möglichst wenig kosten, und eben lauter solche Sachen. Und das ist keine Hauptschule, sondern ein Gymnasium.

Ich denke, die Menschenwürde ("Ich bin ein Mensch und das ist Grund genug stolz auf mich zu sein, und wenn ich mein Leben mit Partys und Shoppen verbringe.") und die Freiheit ("Ich bin frei, also kann mir keiner verbieten, nach Belieben zu konsumieren.") sind mit ein Grund für so einen Lebensstil.
Dabei geht oft jedes Streben nach irgendwas Höherem (ein interessanter Beruf, eine glückliche Familie, was auch immer), jeder Lebenssinn verloren. Kurz gesagt, eine würdige Ablösung für die derzeitige Konsumgesellschaft.