generell max. 130km/h auf Autobahnen. Wie seht ihr das?

Wärt ihr generell für ein Tempolimit?

  • Ja

    Stimmen: 100 35,1%
  • Nein

    Stimmen: 185 64,9%

  • Umfrageteilnehmer
    285
Status
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TheManneken schrieb:
Die Aussage von @uboot ist immerhin mittlerweile 14 Jahre alt. Man kann nur hoffen, dass sich seine Einstellung in der Zwischenzeit geändert hat.

Mein Fehler, hatte eigentlich darauf geachtet, keinen Zombithread zu reaktivieren, sorry
 
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Der Thread ist sehr aktiv und kein Zombie, nur die Aussage auf die du dich beziehst ist es ;)
 
DerOlf schrieb:
JEDER Verkehrstote ist einer zu viel.

Das sehen die Verkehrsteilnehmer offenbar nicht so. Denn denen ist bewußt dass man selbst beim Laufen, egal ob beim Überqueren der Straße oder auf einem Fußweg jederzeit einen tödlichen Unfall erleiden kann. Auf einem Stein oder einm Blatt ausrutschen und mit dem Kopf aufs Pflaster knallen reicht schon - tot. Das ist das unvermeidliche Restrisiko und die Anzahl der auf diese Weise im Verkehr pro Jahrzehnt umkommenden Personen mag gering sein, sie ist aber nur dadurch sicher vermeidbar dass man eben nicht am Verkehr teil nimmt.

Dass hier versucht wird, Menschenleben mit Zeitersparnis aufzurechnen, finde ich ziemlich pervers.

Ich ebenfalls. Das ändert aber nichts daran dass man das täglich macht weil es Notwendig scheint.

Lackmus-Test: Bist Du ernsthaft dafür, Schrittgeschwindigkeit bundesweit auf allen Straßen inklusive BAB für alle Verkehrsteilnehmer inklusive Fahrrad, PKW, Motorrad, LKW, Bus... vorzuschreiben um die Zahl der Verkehrstoten ganz massiv zu senken? Nein? Wie wäre es dann mit Tempo 30? 50? 80?

Irgendwo zwischen Schritttempo und unbegrenzt liegt bei jedem Menschen individuell die Grenze dessen was er für vertretbar hält. Solche Sprüche wie "JEDER Verkehrstote ist einer zu viel." sind nicht besonders hilfreich, wenn es darum geht eine konsensfähige Grenze zu finden.
 
Hayda Ministral schrieb:
Irgendwo zwischen Schritttempo und unbegrenzt liegt bei jedem Menschen individuell die Grenze dessen was er für vertretbar hält. Solche Sprüche wie "JEDER Verkehrstote ist einer zu viel." sind nicht besonders hilfreich, wenn es darum geht eine konsensfähige Grenze zu finden.
Einige der Verkehrstoten wären vermeidbar gewesen ... wenn dir "JEDER ..." zu absolut ist, dann könnte man das durch "vermeidbare" ergänzen.
Vermeidbar wären tote z.B. wenn man die Abstandstempomaten in LKW nicht deaktivieren könnte, und sie nur Einstellungsmöglichkeiten im Rahmen der gesetzlichen Regelungen bieten.
Ein deaktivierter Assistent assistiert nicht und ist daher sinnlos ... einer der auf einen Abstand von 10m eingestellt wird, ist ebenfalls ziemlich sinnfrei.
LKW-Abstandsassistenten hier nur als Beispiel.
 
DerOlf schrieb:
Einige der Verkehrstoten wären vermeidbar gewesen ... wenn dir "JEDER ..." zu absolut ist, dann könnte man das durch "vermeidbare" ergänzen.

Ich weiß schon was Du zu sagen versuchst, halte aber den Posten für verloren. Um direkt zu antworten: Durch Tempolimit auf 30 km/h würde die Anzahl der vermeidbaren Verkehrstoten recht drastisch sinken. Warum also nicht Tempo 30 Bundesweit? Wieder das Argument aus meinem Vorposting, es läuft letztlich doch immer darauf hinaus dass man die Anzahl der Toten mit den Kosten für das Vermeiden ihres Todes abgleicht.

Die SPD hat das in den.....90ern?....mal in Form eines Paprika-Einlaufs erfahren müssen. Die $%§$%&/& mit dem IQ einer Kellerassel wollten unbedingt Tempo 100. Sie haben gelernt dass die Kosten zu hoch waren. In dem Fall hat es sie alle Symphatien und einen großen Prozentsatz Wählerstimmen gekostet.
(Die Stimme unter dem Aluhut erzählt da allerdings eine andere Story, die behauptet hartnäckig, dass die Genossen damals gekauft wurden und das Wahlziel Tempolimit mit Absicht auf 100 km/h setzten, und damit so niedrig dass klar war dass sie scheitern würden, und dass das Thema damit für mindestens 20 Jahre verbrannt wurde)
 
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Ich bin lediglich dafür, die zulässige Höchstgeschwindigkeit so zu regeln, dass die Menschen ihre Autos auch in Notsituationen noch unter Kontrolle halten können.

Ich halte für erwiesen, dass das (den meisten) bei 130 leichter fallen dürfte, als bei 200.

Natürlich kann man gegen Autobahntote (von denen es ja nichtmal besonders viele gibt) weitaus effektiver vorgehen ... z.B. in dem man LKW-Fahrer nicht nur Pausen vorschreibt, sondern die Infrastruktur auch so ausbaut, dass diese Pausen möglich werden.
Auf meinen Autobahnfahrten sehe ich regelmäßig stillgelegte Parkplärtze an den Autobahnen ... und an den Rasthöfen werden wegen Parkplatzmangel die Ein- und Ausfahrten zugestellt.
Da frage ich mich dann schon, ob es denn sein muss, dass ein Teil vorhandene Infrastruktur zuwuchert, weil es irgendwie zu teuer erscheint, da Sanitäre Anlagen zu installieren und zu warten, Mülltonen zu leeren u.s.w..

Dass die Leute wie früher den Wald vollkacken oder ihren Müll überall verteilen will ja auch keiner. Es wäre aber wohl besser, als in Stauenden rasende LKW mit Schläfern am Steuer.
 
DerOlf schrieb:
Ich bin lediglich dafür, die zulässige Höchstgeschwindigkeit so zu regeln, dass die Menschen ihre Autos auch in Notsituationen noch unter Kontrolle halten können.
Das haben viele ja nicht mal im Stadtverkehr, wie sonst kommen die ganzen Unfälle da zu stande?
Dann müsste auf den Landstraßen überall 70 als max gelten, da eben dort die meisten schlimmem Unfälle passieren.
Gesten sind wir insgesamt 6h Motorrad gefahren und da waren so einige Abschnitte dabei, wo 100 war, man aber nicht sehen konnte, was hinter der nächsten Kurve ist, aber ebenso das schnurgerade Stück mit bestem Bodenbelag mit 70. Natürlich auch die obligatorischen Schnarcher, bei 70 mit 80 fahren und bei 100 dann ebenso 80. Eigentlich ziemlich entspannt alles im allem, bis auf ne handvoll Situationen, wo dann die Leute aus Einfahrten/Kreuzungen vor uns gezogen sind, wo man so feste in die Eisen gehen musste, dass man nicht mal hupen konnte. (Motorräder haben nen längeren Bremsweg als Autos).
Und die ganzen (zumindest einige) Demonstranten am Hambacher Wald haben einen an der Klatsche, laufen einfach auf die Straße, Verkehr egal, oder fahren vom Grünstreifen ohne zu gucken raus. Mitm Auto würde zumindest uns ja nichts passieren, wenn man die Menschen umfährt, aber beim Moped gehts für keinen gut aus.(Natürlich würde ich es auch mitm Auto niemals wollen, aber worauf ich hinaus will dürfte klar sein)
Lustigerweise standen da einige Tesla bei^^
Bei den paar Stücken, die wir BAB fahren mussten, hab ich aber den Wagen vermisst. Mehr als 160 sind bei meiner Freundin dauerhaft nicht drin, wegen komplett fehlendem Windschutz und meine zieht ab 140 im Vergleich zu unserem Auto auch nicht mehr so dolle.
 
Scheitel schrieb:
Das haben viele ja nicht mal im Stadtverkehr, wie sonst kommen die ganzen Unfälle da zu stande?
Wie die zu stande kommen habe ich weiter oben bereits angesprochen ... in der Stadt ist es enger, es gibt mehr (unterschiedliche) Verkehrsteilnehmer, und viele denken sich auch "ich bin zwar nicht ganz fit/wach, aber es sind ja auch nur ein paar Kilometer durch die Stadt".

Ich habe auch bei mir nach Demonstrationen oft bemerkt, dass ich sehr gerne auf der Strasse laufe (vor allem, wenn der Umzug etwas länger dauerte).
Natürlich sollte man nicht auf der Strasse rumlatschen, wenn Verkehr ist ... und sowieso sollte man auf den Verkehr achten ... wenigstens beim ausparken.

Ich freue mich für die Leute im Hambacher Forst, dass sie vorerst einen Aufschub erwirkt haben ... das Urteil (Rodungsstop) bedeutet aber eben nicht, dass man dann keine Verkehrsregeln mehr beachten muss.
Ich finde es unverständlich, wenn man an einer Landstrasse nicht auf den Verkehr achtet, BEVOR man die Fahrbahn betritt ... sind die Leute eventuell lebensmüde und machen das deswegen?
Ich verstehs einfach nicht.

Bei den Limits auf der Landstrasse denke ich oft auch, "70 auf der Geraden aber 100 in der Kurve? ... wiesu denn bluß?"
Die 100 sind einfach ein allgemein festgelegter Wert ... und der gilt dann eben auch in jeder Kurve, aus der bisher niemand rausgeflogen ist.
Mit den Begrenzungen wird eben oft nur reagiert .. mit den von dir geschilderten Folgen ... man hats manchmal etwas schwerer, die Folgen jahrzehntelanger reaktiver Verkehrspolitik nachzuvollziehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
DerOlf schrieb:
Wie die zu stande kommen habe ich weiter oben bereits angesprochen ... in der Stadt ist es enger, es gibt mehr (unterschiedliche) Verkehrsteilnehmer, und viele denken sich auch "ich bin zwar nicht ganz fit/wach, aber es sind ja auch nur ein paar Kilometer durch die Stadt".

Du siehst da Unterschiede zur Landstraße und BAB die ich nicht zu sehen vermag.
Eng: Schonmal auf einem der großen Autobahnen im Berufsverkehr gefahren?
Unterschiedliche Verkehrsteilnehmer: von 17 Jahre und 60 km/h max bis 75 Jahre und 320 km/h max alles vertreten. In beliebiger Kombination mit einem Fahrzeuggewicht von 0.3 bis 40 Tonnen. Na wenn das mal nicht unterschiedlich ist.
Nicht fit/wach: Da erübrigt sich jeder Kommentar schon wenn man wenige Dutzend Kilometer BAB pro Jahr fährt. Kaum fassbar was da alles gut ausgeht - bei jedem Tempo.
 
DerOlf schrieb:
Ich bin lediglich dafür, die zulässige Höchstgeschwindigkeit so zu regeln, dass die Menschen ihre Autos auch in Notsituationen noch unter Kontrolle halten können.

Das ist bereits in der StVO so geregelt. Direkt in einem der ersten Paragrafen. Da das Maß der Kontrolle individuell ist, kann es keine generelle Regel geben. Es hat sich auch gezeigt, dass bei Staaten bei denen das Geschwindigkeitslimit angehoben wurde, das Unfallrisiko erstmal gestiegen ist und dann auf das Niveau von zuvor abgesunken ist. Ich schätze, das wird in die andere Richtung ähnlich sein: Eine Verringerung des Geschwindigkeitslimits sorgt erstmal für weniger Unfälle, aber das gibt sich dann schnell wieder.
 
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Ich bin definitiv für eine Limitierung der maximal zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf 130 km/h.

Wer häufiger mal Urlaub bei unseren Nachbarn in den Niederlanden macht, kennt vielleicht die Situation das es auf einer Autobahn möglich ist in quasi perfekter Harmonie, alle die selbe Geschwindigkeit haben und keiner Drängelt ist sonst was.

Dagegen war ein paar Tage später die Fahrt von gut 350 km auf der A2 der blanke Horror. Die Lichtsalven die hier abgeschossen worden hätten so manches imperiale Schlachtschiff vor Respekt den Hut ziehen lassen. Als ob die Leute auch nur 5 min auf Ihr Endziel gewinnen durch diese Art zu fahren. Gerade wenn man weite Strecken fährt gewinnt man quasi null. Das was man auf der Strecke spart steht man auch deutlich häufiger an der Tanke.
 
Bin am We nach Dortmund und zurück, über die A45. Auf den freigegebenen Stücken konnte man bequem 180-200 km/h fahren. Hat die Reisedauer erheblich verkürzt. Soviel zum Mär, das bringe nix....

Wer regelmäßig die Lichthupe bekommt, sollte vll auch mal seine Fahrweise überdenken.
 
knoxxi schrieb:
Wer häufiger mal Urlaub bei unseren Nachbarn in den Niederlanden macht, kennt vielleicht die Situation das es auf einer Autobahn möglich ist in quasi perfekter Harmonie, alle die selbe Geschwindigkeit haben und keiner Drängelt ist sonst was.
Das finde ich ultra anstrengend und nervig, durchs Tempomatfahren wird mit 2-5km/h überholt und 95% der Fahrer ziehen ab 30cm Abstand rein oder raus, das haste hier in DE nicht. Ist natürlich Geschamckssache :)
Die unterschiedlichen Geschwindigkeiten hier in DE halten mich davon ab zu ermüden, wie es in NL schnell passiert. Für mich ist die Gleichförmigkeit (über längere Zeit) ermüdend. Darum fahr ich aus Ruhrpott in die Heimat auch lieber über die A42, weil da von Baustellen bis unbegrenzt alles drin ist im Wechsel und aufer A40 ist 100/120. Am Ende entscheidet natürlich die Verkehrslage bzw dessen Vorhersage, aber solange die A42 nur mit 10 Minuten länger "angegeben ist, nehme ich diese.
 
Hayda Ministral schrieb:
Unterschiedliche Verkehrsteilnehmer: von 17 Jahre und 60 km/h max bis 75 Jahre und 320 km/h max alles vertreten. In beliebiger Kombination mit einem Fahrzeuggewicht von 0.3 bis 40 Tonnen. Na wenn das mal nicht unterschiedlich ist.
Ich dachte da an PKW-, LKW oder KRadfahrer, Fahrradfahrer und Fussgänger, denn sogar die letzten beiden gelten (unter bestimmten Vorraussetzungen) als Verkehrsteilnehmer lt. §1 StVO.

Auf Autobahnen sind die letzten beiden Gruppen doch sehr selten ... und DAS macht den Unterschied aus.

Lübke schrieb:
@@DerOlf: das kam in deinem post so rüber als würdest du rücksichtslos an der geschwindigkeit festmachen.
So war es aber nicht gemeint ... ich bin zwar nur als Beifahrer unterwegs (und auch das recht ungern), aber auch mir fällt auf, dass Schleicher genauso nerven, wie Drängler.
Leute, die "ihren Führerschein auf der Rolltreppe gemacht haben" gibt es in allen Geschwindigkeitsstufen, Fahrzeugklassen und vor allem überall. Fussgänger und Radfahrer zähle ich da nur deswegen nicht dazu, weil man dafür nunmal keinen FS braucht ... aber auch die verhalten sich oft genug alles andere als "rücksichtsvoll".
 
Zuletzt bearbeitet:
DerOlf schrieb:
Auf Autobahnen sind die letzten beiden Gruppen doch sehr selten ... und DAS macht den Unterschied aus.
Das geht aus den hier bisher zitierten Nachweisen nirgends hervor, dass die Unfallzahlen in der Stadt/Land primär auf Fahrradfahrer und Fußgänger zurück gehen. Grade tödlich Unfälle mit Fußgängern sind in der Stadt nicht grade die Tagesordnung. Auf der Landstraße hat man dann auch eher selten Fußgänger/Radfahrer. Ich gehe davon aus, dass die meisten Verkehrstoten, egal wo, primär auf Fahrzeug gegen Fahrzeug/Baum (PKW/Krad/Bus/LKW) zurückzuführen sind. Ansonsten untermauere deine Vermutung bitte.
 
Ach so, man isn Prolet wenn man verzweifelt jemanden mit Lichthupe darauf aufmerksam machen will, dass man gern vorbei möchte ohne rechts überholen zu müssen, was nicht erlaubt ist? Bzw. auf das Linksfahrgebot?
 
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