generell max. 130km/h auf Autobahnen. Wie seht ihr das?

Wärt ihr generell für ein Tempolimit?

  • Ja

    Stimmen: 100 35,1%
  • Nein

    Stimmen: 185 64,9%

  • Umfrageteilnehmer
    285
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
HappyMutant schrieb:
Und derjenige, der sowas fordert, wird wohl am nächsten Autobahn-Schild aufgeknüpft.

Ich stifte sogar das Seil, wenn ein Gericht das Urteil wegen extremer Idiotie verhängt hat.

Du sprichst von 10% weniger Schadstoffen. Was sind für dich Schadstoffe?
Sag jetzt bitte nicht co2...

Es ist nichts gegen Autos zu sagen die bei gleicher Motorleistung nur die Hälfte verbrauchen und für den gleichen Preis zu haben sind, wenn die verbaute Technik ausgereift ist.
Ich würde mir bei einer Auswahl zwischen Sportkombi1 [130PS, Durchschnittsverbrauch 5l] und Sportkombi2 [130PS, Durchnschnittsverbrauch 10l] auch den erstgenannten kaufen.

Aber wenn wir den Ausstoß um 10% im Verkehr reduzieren, wieviel Prozentbruchteile wären das dann hochgerechnet auf den gesamten Schadstoffausstoß?
Deutschland 10% weniger (nur im Verkehr wohlgemerkt) im Vergleich zum Rest der Welt, wo der Ausstoß ja sowieso total niedrig sein müsste weil wir ja die einzigen sind die das Limit noch nicht haben. Lächerlich und hirnrissig in meinen Augen...
 
e-ding schrieb:
Aber das machen die Fahrzeughersteller auch von allein.

Ich möchte dem Rest gar nicht jetzt so sehr widersprechen, meine Haltung dazu habe ich schon mehrfach hier verkündet und ich glaube nicht, dass es wirklich was bewirkt wenn ich das jetzt nochmal tue. ;) Das einige hier Tempo 130 als Verlust der letzten Freiheit und Gängelung darstellen, ist ja nun keine Erfindung von mir. Das nicht jedes angeführte Argument auch tatsächlich durch ein Tempolimit beeinflusst wird, ist auch sicher so.

Aber die Annahme, dass die Fahrzeughersteller ohne gewissen Zwang etwas verändern, halte ich für reichlich optimistisch. Es gibt sicherlich immer mal ein paar Voreiter, aber die große Masse kommt immer erst mit dem Druck zu einer Veränderung ihrer Einstellung. Sei es der Kat, der Gurt, der Rußfilter, die Senkung des Schadstoffaustoßes, generell Sicherheitseinrichtungen usw.

Hier gab es immer erst gesetzliche Regelungen, die neue Entwicklungen der breiten Fahrzeugmasse zugänglich gemacht haben. Und auch das Gejammer über die böse böse EU, ist doch genau in dem Stil. Freiwillig passiert da eben nur in Maßen etwas und wenn dann nur sehr langsam. Und wenn man mal etwas entsprechendes im Angebot hat, dann wird es dem Konzernergebnis geopfert. Gerade die hier schon genannten Lupo 3L und Audi A2 wurden dann eingestellt, als der Markt ins Rollen kam und gerade das Thema Verbrauch noch wichtiger wurde. Man kann sich sicherlich damit brüsten, dass man der erste gewesen sei und das man in Zukunft lieber gleich in die vollen gehen werde, statt dieser beiden Kompromisse, aber bringen tut sowas keinem was. Ein grünes Feigenblatt eben.

PS: Eine Bemerkung war es mir übrigens deswegen wert, weil dies nun schon drei Leute hintereinander zum Thema gemacht haben. Bevor dann wieder eine halbe Seite off-topic versenkt werden muss... ;)

Sag jetzt bitte nicht co2...

Natürlich sage ich das. Aber das ist hier nicht das Thema, da kannst du dich gerne im CO2-Thread bedienen. Und wenn dich die Ergebnisse interessieren, dann durchsuche bitte den Thread hier, ich werde es jetzt nicht nochmal raussuchen, bloß weil sich hier ständig im Kreis gedreht wird. Denn natürlich ist es nicht nur CO2, sondern auch die schönen Schadstoffe die ein Auto eben sonst noch so ausstößt.

Dein Idiotie-"Argument" hast du im Übrigen schon zur Genüge genannt (und immer noch stempelst du nahezu alle Länder damit weltweit zu Idioten). Konzentrier dich auf die Fakten, vielleicht muss ich dann nicht zu solch ironischen Übertreibungen wie oben greifen.
 
Zuletzt bearbeitet:
e-ding schrieb:
.......Aber das machen die Fahrzeughersteller auch von allein.

MFG

Richtig, schließlich müssen genau die ihre Autos verkaufen. Es wird nur gekauft was gefällt und noch einen bestimmten Trend verfolgt. Wer da nicht mitzieht ist schnell auf dem Abstellgleis.
Wenn jetzt der Spruch kommt aber es gibt ja kaum sparsamme Autos oder die Industrie hat den Trend verschlafen.

Für Geld bekommt man alles! Aber vielen ist es das einfach nicht wert. Siehe LUPO 3L, ein Auto mit vorreiterrolle, nur wahr es vielen zu teuer.
Jetzt wollen einige das gute Gewissen mit einem Tempolimit beruhigen, denn das kostet den einzelnen ja nix. Ausser das man wieder ein wenig mehr bevormundet wird.
 
evtl. würde ein abgeschlossenes maschinenbaustudium helfen. ggfls. schwerpunkt fahrzeugtechnik.

- leistung generiert sich aus hubraum x mittlerem arbeitsdruck pro zeit.

1. daher werden aktuelle motoren immer kleiner vom hubraum her. weil kleinere zylinderdurchmesser und kürzere mantelflächen weniger reibleistung kosten.

2. dafür wird der mittl. arbeitsdruck erhöht (verdichtung, turbo). (wozu man zwar größere kurbelwellenlager braucht, mit auch erhöhter reibleistung, diese steigerung ist aber geringer als der gewinn aus eins.)

3. daher soll man sehr wohl einen 1.4 tdi oder 1.4 gdi kaufen. (oder 900ccm dreizylinder - weil 900ccm dreizylinder viel weniger reibleistungsbedarf hat, als 900ccm 4-zylinder (man rechne die mantelflächen). oder 2,4 liter 6-zylinder gar). aber "das dumme volk" verbindet weiterhin hubraum mit potenz.

4. daher hat ein aktueller mb clk200k schon lange (seit jahren) nur noch 1800 kubik(!) - und etwas erhöhten ladedruck (*g*). und nicht 2000 kubik, wie die modellbezeichnung suggeriert. was "das dumme volk" nicht mal merkt, oder zur kenntnis nimmt. (viele CLK-käufer wissen es evtl. schon, schweigen aber klug;))

5. all diesen vernunftmassnahmen stehen die unvernünftigen wünsche der käufer gegenüber, die alles mögliche wollen "an fortschritt", was sie glauben, das dazu gehört. dazu gehört aber vor allem eines: neue gimmicks vor dem nachbarn zu haben. denn es geht um soziale differenzierung, nicht um verstand. und die autoindustrie verkauft an reale leute. deren bedürfnise. (und weckt auch solche, komplexes wechselspiel)

6. von daher hat tempo 130, wie bekannt - und unter allen gesichtspunkten (und das sind hunderte), nix mit logik zu tun. sondern nur damit, "welche fetisch-aspekte wichtig sind". (für die masse der schnellfahrer eher damit, wie weit man den eigenen fetisch ausreizen könnte. und die (bab-)"schnellfahrer" sind, wie auch bekannt, in masse solche, die als beifahrer im formel eins angst hätten - und ganz sicher darauf bestehen werden, dass nun gerade der punkt ihnen selbst nicht öffentlich würde).

(wie piech oder pischetsrieder einen konzern tatsächlich verantworten - wer (vom volk) erfasst schon in summa, was das heisst?)

p.



... immerhin gibt es heute pkw 4 zylinder-benziner mit 1800ccm und 200 ps, die man mit konstant 90 mit 6,6 liter/100km fahren kann. das auch schon was wert. war früher anders. (und fortschritt, der der industrie zuzurechnen ist - nicht dem volk!)

... und wo kollektive zwänge (noch) nicht greifen, könnte man es ja mal versuchen, aus eigenem antrieb: mit konstant 90 oder 100 verreisen, mit absicht und als selbstversuch die 130 noch um einiges zu unterbieten(!). und würde ggfls. sehen, wie klasse das ist.

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Zuletzt bearbeitet:
perfekt!57 schrieb:
4. daher hat ein aktueller mb clk200k schon lange (seit jahren) nur noch 1800 kubik(!) - und etwas erhöhten ladedruck (*g*). und nicht 2000 kubik, wie die modellbezeichnung suggeriert. was "das dumme volk" nicht mal merkt, oder zur kenntnis nimmt. (viele CLK-käufer wissen es evtl. schon, schweigen aber klug;))
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Du gehörst wohl auch zum "dummen Volk" oder warum bitte hat dann ein SLK 280 einen 3Liter Motor. Der sollte nach deinem Zählverständnis dann doch 350 heißen? Möchte man nicht so potent vor seinem Nachbarn wirken, erkäre mir das mal!

Wirklich schade wenn du dir Autos für deine Nachbarn holst, ich hole sie ausschließlich für mich.

Und wer 90 oder 100 fahren will der soll das tun, sollte jedem selber überlassen werden, wird ja auch keiner gezwungen schnell zu fahren.
Ich mache das auch ab und zu, ab hintern einen LKW, die von dir verpönnten Gimmicks für den Nachbarn einschalten, so muß ich nur noch lenken und sieh da 4,5Liter. Aber dann möchte ich auch gerne mal wieder mit 230 fahren, da es ab und zu auch schnell gehen muß.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist mal wieder typisch. Kaum hat man eine etwas flapsige Formulierung genommen, schon wird man in der Luft zerrissen und in eine Schublade gesteckt. Zum Inhalt meiner Beiträge haben die selbsternannten Psychologen, die mir gar Sozialneid vorwarfen natürlich kaum bis gar nichts gesagt. Aber ok, ich entschuldige mich für die Formulierung und formuliere es so, dass auch Leute mit einem Porsche sehen, dass die Aussage rein inhaltlich gemeint war.

"Menschen, die sich einen Porsche kaufen, weil sie einen großen haben und nicht weil sie schnell fahren wollen, kann man nicht aufhalten, da gebe ich dir Recht."

Ich hoffe, jetzt sind alle Porschefahrer glücklich und achten auch auf den Inhalt der Aussage.

Und für alle die keinen Porsche haben auch eine andere neutrale Formulierung mit gleicher inhaltlicher Aussage:

"Menschen, die sich einen Porsche kaufen, weil sie ihre Freundin und Freunde damit beeindrucken wollen und nicht weil sie schnell fahren wollen, kann man nicht aufhalten, da gebe ich dir Recht."
 
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sagt meine frau auch immer: "porsche? sooo... klein!" und zeigt mit den fingern 1,5 cm. höchstens.

.

@ "Wirklich schade wenn du dir Autos für deine Nachbarn holst, ich hole sie ausschließlich für mich."

ja logo. klar doch.


und da wären wir wieder beim thema: 130 auf bab kann gut sein. auch öfter mal freiwillig.


und gibt hunderte von kategorien für sichtweisen. verkehr und tempo 130 als verkehrssystem, als sozialsystem, tempo 130 und die rückwirkung auf die produzierten autos (10 oder 15 jahre später). verkehr als freizeitvergnügen (durch fahren) oder stehen (putzen und basteln, oder bloß anschauen). verkehr als energie-nachfrage-system, für das raffinerien produzieren, verkehr als ökosystem - "produziert sauerstoff" (demnächst?), verkehr als produzent von patienten für psychotherapeuten, verkehr als schaffer von arbeitsplätzen in der gummi-erzeugenden industrie, als erhalter von arbeitsplätzen in der kreisveraltung ("schneeräumer-fahrer"), u.u. .


und "volk" hat mehr das recht als andere auf

"den Luxus einer privatistischen Sichtweise"

(und sogar völlig, ohne dass "volk" sich dessen bewußt sein müsste; doppelter luxus halt. von "volk-sein-dürfen.")


kuck: ein herr piech fährt nie privat. (denn jedes, scheinbar noch so private tun, ist bei solchen wie ihm immer öffentlich.)



clk200k, 4 zylinder, 1796 ccm, 184 ps, 237 km/h, 6,2 l/100km bei 90 km/h

http://www.mercedes-benz.de/content...ars/models/clk-class/c209/technical_data.html
 
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Prinzipiell dagegen. Macht einfach zuviel Spaß dem BMW ab und zu die Sporen zu geben. Obwohls wegen dem Verkehr eh recht selten mal wirklich für 250 km/h reicht.

Wieso muss man immer alles regeln? Wird jemand gezwungen schnell zu fahren? Wers net mag oder will soll halt bloß 130 fahren und sich des niedrigen Verbrauches ergözen.
 
Wenn du nur Spaß haben willst, fahr Ski (Berg ab) oder Achterbahn.


BessenOlli schrieb:
Da schreibt xp_home etwas von den Vorteilen von Verbundfaser-Materialien... Wo kommen die Techniken denn her? Genau: Aus ......

Im Gegensatz zu dir hab ich der Vorlesung "Verbundstoffe" aufgepasst. Die "Technik" kommt aus dem gleichen Bereich, wie viele andere Entwicklungen. und woher kommen die meistens? Richtig. Aus der Luft- und Raumfahrt und dem Militär. In Flugzeugen wird schon lange auf Verbundstoffe gesetzt. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. Danach werden neue Materialien meistens in der Sportindustrie und anderen teuren Bereichen eingesetzt und gelangen Schlussendlich zu dem Kunden im Mainstream. So zum Beispiel auch die Pfanne mit Titanium Beschichtung und das alles ohne Sportwagen. Stell dir das mal vor. Ach und für die schusssichere Weste aus Verbundfaserstoffen und den Knieschoner aus Verbundstoffen musste auch kein Sportwagen entwickelt werden. Stell dir das auch mal vor...
 
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Naja jedem sein Hobby. Ab und zu muss was unvernünftiges erlaubt sein. Wenn ich mir das Verletzungsrisiko beim Ski fahren anschau, bin ich im Auto noch relativ sicher. Ökologisch sinnvoll ist keines von beiden.
 
@ perfekt!57
Was ist denn jetzt mit der 280 Bezeichnung von MB? Passt wohl nicht in dein Weltbild rein. Zumindenst bist du mit deinem etwas abwesendem Geschreibsel, nicht drauf eingegangen.

Und klar kaufe ich Autos für mich, sind zum fahren und spaß haben. Meine Nachbarn setz ich da bestimmt net rein und sag: guckmal ganz viel schönes Auto.

@xp_Home
hat ja niemand behauptet das Sportwagen ein Allheilmiitel der Erfindungen währen.
Aber es kommen nun mal fast alle Inovationen, über die Oberklasse und Sportwagen in den Automobilen Bereich. Besonders auf der Loremo Seite, wird auf diesen Zusammenhang Bezug genommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der-Eisbaer schrieb:
@xp_Home
hat ja niemand behauptet das Sportwagen ein Allheilmiitel der Erfindungen währen.
Na dann ließ dir mal den vollen Beitrag durch, denn ich nur Ansatzweise zitiert habe. Da war sogar von Dekadenz die Rede.

Der-Eisbaer schrieb:
@xp_Home
Aber es kommen nun mal fast alle Inovationen, über die Oberklasse und Sportwagen in den Automobilen Bereich. Besonders auf der Loremo Seite, wird auf diesen Zusammenhang Bezug genommen.

Ich habe nichts gegen die Oberklasse. Nur sollte sich diese nicht über die Geschwindigkeit definieren. Lass sie doch komfortable Fahrzeuge mit neuen Materiallien und Motoren bauen. Ich bin dafür. Das Auto wird dann auch sau teuer, denn die neuen Materiallien sind alles andere als billig. Aber nein, es wird lieber ein paar PS mehr durch größeren Hubraum reingeschoben und ein 7-Ganggetriebe entwickelt. Wie davon später ein Kleinwagen profitieren soll, kann ich mir nicht vorstellen. DU etwa? Warum ist Audi A2 gescheitert? Weil man High-End für einen Mainstreamuser rausgebracht hat und der muss genau aufs Geld schauen. Warum das ganze? Nur weil man ein dreiliter Auto machen wollte um Werbung für sich zu machen. Man hätte auch stattdessen einen Oberklassewagen mit ähnlichen Techniken ausstatten können. Aber wozu? Die Bevölkerung rafft es doch eh nicht. Ein paar PS mehr reinzuschieben ist einfacher als ein Oberklassewagen zu entwickeln, der ähnliches bieten kann wie ein Audi A2. Für die paar mehr PS und km/h kann man den Leuten schön Geld aus der Tasche ziehen und Gewinne machen. Und Alles jubelt über die ach so tolle Autoindustrie in Deutschland. Na-ja ok, inzwischen nicht mehr Alles. Ein kleiner Trost.
Würde sich kein Mensch mehr ein Auto kaufen, dass mehr als 160 fährt wäre vielleicht gar schon der Hybridmotor in der Oberklasse Serie. Für Fahrten mit konstant 200km/h braucht man dagegen keinen (teuren) Hybrid und so wird in die komplett falsche Richtung entwickelt...

...und auf der Loremo-Seite wird nicht darauf eingegangen, dass fast alle Inovationen aus dem Sportbereich kommen. Wie kommst du den auf so was? Man hat eine leichtes Fahrzeug mit guten CW-Werten und vergleicht sich in diesen Disziplinen mit Sportwagen und liefert dann Verbrauchswerte von denen Sportwagen nur träumen können.
 
Zuletzt bearbeitet:
dich will ich sehen wie du eine S-Klasse mit kompletter Ausstattung aufs Gewicht + den Verbrauch eines A2 bekommst. :freak:
Die meisten kaufen auch gleich einen S500 und keinen der kleineren Motoren. Mann muss ja den dicken Lulli zeigen. Ist okay. Wer´s brauch, bitte. Lasst die Leute doch. Fällt eh nicht ins Gewicht, da es sich kaum einer leisten kann. so what?

Jetzt mal ehrlich:
Was du sagst stimmt ja meistens. Nur wo ist das Problem beim Autofahren auch etwas Spaß zu haben? Das hat nix Skifahren zu tun. Und das durchschnittliche Tempo auf der AB sind immo 117 km/h und die Mehrheit aller Unfälle passieren unter 100 km/h. Bei einem Limit fahren die Langsamfahrer immer noch langsam und die Leute, die gerne etwas zügiger unterwegs sind, glotzen in die Röhre. Hurra, Erfolg. :P
117 km/h. Mehrheit der Unfällt unter 100. Wo ist nun Handlungsbedarf? Es sieht eher danach aus, als ob die Leute nicht mit komplizierten Situationen bei niedrigen Geschwindigkeiten klarkämen als mit hohen Geschwindigkeiten auf der schnurgeradne Autobahn. Aber dagegen kann man ja schlecht angehen, da man nur schwierig ein Feindbild aufbauen kann wie beim Schnellfahren ("Ooooh, schau, da ist wieder einer der umweltverpestenden, mordenden Raser!"). "Pennender, am Radio rumfummelnder Trottel" passt eben in keinen Wahlkampf rein. ;) Leider.

(Anm.: Dieser Kommentar entstand aus einem rein persönlichen Standpunkt. Bevor man darauf rumtrample, lese man meine sonstigen Beiträge hier im Thread um meine Lösungsvorschläge losgelöst von der eigenen Person zu sehen.)
 
@ Wintermute

Fürs Spass haben gibt es die Rennstrecke wo man eben keine anderen damit gefährden kann...
Ich hoffe mal die Frage nach dem Handlungsbedarf, da die Mehrheit der Unfälle unter 100 km/h verursacht werden, ist nicht ernst gemeint!


Aber um mal mit ein paar Fakten zu kommen:
Unfälle auf den deutschen Autobahnen im Jahre 2005
• 20.943 schwere Unfälle,
• davon 9.108 Unfälle wegen nicht angepasster Geschwindigkeit
• 662 Getötete
• 428 Getötete auf Streckenabschnitten ohne Tempolimit
• 338 Getötete wegen nicht angepasster Geschwindigkeit
• davon 226 Getötete wegen nicht angepasster Geschwindigkeit auf einem
Streckenabschnitt ohne Tempolimit
• 5.861 Schwerverletzte
• 26.506 Leichtverletzte
• 33.029 Getötete und Verletzte insgesamt
Quelle: Statistisches Bundesamt

Man sollte auch nicht nur auf die Todesfälle schauen, sondern auch auf die Verletzten!
Interessant ist auch, dass von den 338 wegen nicht angepasster Geschwindigkeit Getöteten über 66% auf "sicheren" Autobahnabschnitten (also solche, auf denen eine freie Fahrt möglich ist) um das Leben gekommen sind.

Edit:
Mir ist sehr wohl bewusst, dass "nicht angepasste Geschwindigkeit" nicht gleichbedeutend mit 200+ km/h ist (was es aber auch nicht ausschließt). Das zeigt aber sehr gut, dass einige Autofahrer ihre Geschwindigkeit eben nicht situationsbedingt anpassen können oder wollen uns sich und ihre Fähigkeiten einfach überschätzen oder die Situation unterschätzen.


Zum CO2-Verbrauch:
Eine Geschwindigkeitsbegrenzung sollte nur als eine Maßnahme von vielen gesehen werden, den CO2-Ausstoß zu vermindern. Alleine diese Maßnahme würde wenig bringen. Genauso wenig, wie nur ein paar Energiesparlampen etwas bewirken würden. Das Kollektiv und die Paarung mit anderen Maßnahmen macht jedoch schon etwas aus!
 
Zuletzt bearbeitet:
@Seppuku

Das ist eine klassische Verschiebung der Risikobewertung, die auch aufgrund gezieltem politischem Misbrauch des Themas innerhalb der Gesellschaft stattfindet.

400.000 Deutsche sterben jährlich an Bluthochdruck.
220.000 Deutsche sterben jährlich an Krebs.
140.000 Deutsche sterben jährlich durch Rauchen.
75.000 Deutsche sterben jährlich an Feinstaub.
70.000 Deutsche sterben jährlich an Alkohol.
53.000 Deutsche sterben jährlich an einem Lungenleiden.
41.000 Deutsche sterben jährlich an Erkrankungen der Verdauungsorgane.

Vielleicht sollte man sich erst einmal den Kernproblemen der "Sicherheit für Leib und Leben" widmen, bevor man an Stellschrauben hantiert, die keine großen Effekte bezogen auf die Sterblichkeit von Bürgern insgesamt haben?

Ich möchte wissen, wieviele von den 226 getöteten wegen nicht angepasster Geschwindigkeit auf Strecken, die kein Tempolimit haben, von einem hier viel diskutierten "Raser" zu verantworten sind.

Wie sich aber jeder bereits denken kann, wird diese Zahl dann endgültig, wegen zu vernachlässigender Größe, die Forderung der Einschränkung der Geschwindigkeit ad Absurdum führen.

Es wär nur wieder ein Gesetz, mit dem sich bestimmte Schichten der Politik medienwirksam gegenseitig auf die Schulter klopfen können, und sich gleichzeitig über das dumme Wahlvieh totlachen, weil es selber seine Freiheiten einschränkt, sich selber kriminalisiert, dadurch mehr Geld in Kassen und Verwaltung spühlt und dadurch nicht das geringste nachweisbare "Mehr" an Sicherheit erlangt hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nicht angepasste Geschwindigkeit bedeutet auch, das du mit 40km/h auf Glatteis in der Kurve rausgeflogen bist. Man war eben noch zu schnell.
Was bitte hat das mit einem Tempolimit von 130 zu tun?

Ebenso wenn man mit 60km/h ins Aquaplaning kommt und verunfallt.
Was bitte hat das mit einem Tempolimit von 130 zu tun?

Nicht angepasste Geschwindigkeit trifft auch zu, wenn man beim auffahren auf die Autobahn, wegen zu niedriger Geschwindigkeit mit dem fliesendem Verkehr kollidiert.
Was bitte hat das mit einem Tempolimit von 130 zu tun?

Wer kann sagen das ein Tempolimit auf Strecken, ohne Tempolimit die 428 Menschen hätte retten können?
 
Was haben jetzt deine Zahlen mit den Verkehrstoten zu tun? Absolut nichts!
Schon alleine deswegen, weil ein Großteil der genannten Todesursachen unter anderem erblich bedingt sind und so die jeweilige Person keinen Einfluss darauf hat.
Zum Feinstaub: Dagegen wird was unternommen!
Rauchen: Dagegen wird was unternommen!
Alkohol: Dagegen wird was unternommen (zumindest bei den Jungen)
Nur wird hier auch wieder wegen der Einschränkung der Freiheit rum geschrien!

Aber ich finde es einfach nur traurig, wenn Tote nur noch eine Statistik werden bei der man dann erst nach quantitativer Betrachtung zu einer Veränderung bereit ist. Ich bin immer noch der Meinung, dass jedes Menschenleben schützenswert ist...
Oder was willst du mit der Auflistung sagen?
Es geht auch nicht nur um die 226 Toten.
Die bei Verkehrsunfällen verletzten Menschen interessieren nicht?


@ Der-Eisbaer
Bitte nochmals (mein Edit) lesen und verstehen!
Das kann niemand sagen. Genausowenig kannst du sagen, dass diese Leben nicht gerettet werden hätten können!
 
@seppuku
Das war nur ein Besispiel um einen Zusammenhang zur absolut fehlgeleiteten Risikobewertung der Gesellschaft, die meist medial geprägt ist, herzustellen.

Schon alleine deswegen, weil ein Großteil der genannten Todesursachen unter anderem erblich bedingt sind und so die jeweilige Person keinen Einfluss darauf hat.

Und genauso können, wie es der Eisbär schreibt, nur ein zu vernachlässigender Teil dieser tödlichen Unfälle auf "Raserei" im herkömmlichen Sinne, der Zahl der der Verkehrstoten auf Autobahnabschnitten mit unbegrenztem Tempo zugeschrieben werden.

Natürlich ist jedes Menschenleben schützenswert, aber zu welchem Preis?

Ich kann hierzu das Buch "Die Panikmacher" empfehlen, welches auch Themen behandelt, die die deutschen Angstkultur betreffen.

Auszug des Inhalts:
"Die Risikogesellschaft der Gegenwart", schreiben der Statistikprofessor Walter Krämer und der Wissenschaftsredakteur Gerald Mackenthun, "ist eine Gesellschaft der abnehmenden Risiken bei wachsendem Risikobewusstsein und steigenden Sicherheitsansprüchen. Nicht in Technik und Wissenschaft besteht der Sündenfall des Menschen, sondern in Hybris und Dogmatismus."

In ihrem Buch "Die Panikmacher" beschreiben sie die deutschen Ängste als das Resultat eines historische einmaligen Wohlstandniveaus kombiniert mit nahezu totaler staatlicher Absicherung. "Die moderne Aufregung um alle möglichen Gefahren und der Aufwand zu ihrer Beseitigung sind fast umgekehrt proportional zu den Gefahren selbst. Wir leben immer länger, unsere Atemluft wird reiner, unsere Flüsse sauberer, unsere Autos sicherer - aber die Panikmacher erzeugen das Gefühl des Gegenteils."


Das Risiko des Lebens ist der Tod! Auch wenn man es in einer Vollkaskogesellschaft, wie es die Deutschen darstellen, nicht wahrhaben will.
Es geht hier um vernünfitge Risikoabwägung, sonst nichts...
 
Zuletzt bearbeitet:
Hehe, ich wusste das "Spaß haben" nicht gilt. ;) Und bitte nicht immer Rennstrecke mit zügigem Fahren / etwas Spaß haben vergleichen. Das ist wie Raser = Mörder. Wenn du denn Unterschied sehen willst: setz dich mit mir in eine Auto und du kommst fix von A nach B. Setz dich zu mir in ein Auto und wir gehen auf die Rennstrecke: du kotzt dir die Seele aus dem Leibe oder hast zumindest kalten Schweiß auf der Stirn. ;)

Aber du kennst ja meine "nicht persönliche", eher objektive Meinung zu der Sache.

Dennoch: 6xx Totem (und auch die 58xx Schwerverletzten) sind ein WITZ, wenn man die Gesamtheit an Verkehrsaufkommen beachtet. Daran wirst du einfach nicht viel ändern können. Die Leute werden sich noch genauso zu Tode fahren. Sollte es ein Tempolimit geben und die Zahlen sich über Jahre hinweg merkbar verbessern (mit der Einberechnung des steigenden Sicherheitsstandards von Fahrzeugen und dem generellen Ausbau von Autobahnen), dann fresse ich einen Besen mit dem man vorher ein Klärwerk geputzt hat.

Die Krankheiten von ZeroZerp sind nur zu teilen erblich. Jede dieser Leiden kann auch durch externe Einflüsse hervorgerufen werden. Und nur eines davon übertrifft die Todesrate auf der AB um das Zehnfache. Das kannst du nicht kleinreden. Wir haben in allen Industriestaaten ein immenses gesundheitliches Problem was v.A. auch auf Ernährung zurückzuführen ist. Aber das geht arg OT.

//edit:
"Schützenswert" ist jedes Menschenleben. Aber die meisten neigen dazu, es sich selbst zu schrotten. Absoluter Schutz ist nicht möglich und irgendwo hörts auf. Danke @ ZeroZerp für das Panikmacher Zitat. Eigenverantwortung will eh kaum einer Tragen.
Dinge, wo man früher gesagt hatte "selbst Schuld" sind heute natürlich immer Systembedingt und müssen verhindert werden. Manchmal ist man aber leider doof, das liegt in der Natur des Menschen. Und bin ich zu doof meine Geschwindigkeit anzupassen und knalle an einen Baum, bin ich eben tot. Den meisten ist es auch scheißegal in dem Moment, ob sie andere gefährden oder nicht.
Ähnlich verhält es sich mit dem Strafmaß. Todesstrafe, aber immer noch Morde. Tempolimit hundert, immer noch ein Haufen Tote. Schafft Autos ab ... :P
 
Zuletzt bearbeitet:
Jetzt aber die entscheidende Frage:
Was ist der Preis um die "paar" Leben zu schützen?
Eigentlich nur der, dass einige (der Großteil der Autos auf den Autobahnen fährt meist sowieso um die 130-150) eben nicht mehr legal ihre hohen Geschwindigkeiten fahren können. Ist das wirklich ein so hoher Preis?
Es geht mir nicht um Panikmache, sondern darum, dass man wegen einer egoistischen Denkweise (ich will so schnell fahren wie ich will), billigend in Kauf nimmt, andere einer erhöhten Gefahr auszusetzen.
Und das ist (für mich) der springende Punkt.

Und rein statistisch betrachtet sind die Toten auf deutschen Autobahnen wirklich "ein Witz"! Jedoch finde ich sie in Anbetracht dessen, dass niemand überholt, entgegen kommt, die Straßen sehr gut ausgebaut sind,... dann doch auch irgendwie hoch.

Zu den Krankheiten: "erblich" war das falsche Wort. Die meisten sind auf Gendefekte beruhend und natürlich nicht erblich, wenn nur somatische Zellen davon betroffen sind. Besser? ;)
 
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