Ist Schäuble eigentlich der richtige Mann für das Innenministerium?

  • Ersteller Ersteller Fu Manchu
  • Erstellt am Erstellt am
Kannst du nicht konkret werden? Worin liegt denn deiner Meinung nach diese "StaSi" Menthalität. Welches Gesetz? Welche Formulierungen? Bitte werde konkret und labere nicht einfach daher. Wenn du schon einen Mitmenschen beleidigst, dann solltest du dies auch handfest begründen können.

Bin gespannt ...

[...]aber dann gleich zu fordern sämtliche onlinefähigen pcs auszuspionieren

Die Aussage, dass Schäuble sowas jemals gefordert hat ist schlichtweg eine Lüge. Wenn du die Beleidigung einer Person auf eine Lüge stützt, dann ... (ich erspare es mir lieber persönlich zu werden)...

Und genau wegen solcher Lügen solltest du dir vielleicht mal die Mühe machen deine Kritik konkret zu begründen. Dann würdest du vielleicht von selbst merken das du mit dem Großteil deiner Einschätzung schlichtweg irrst.
 
Siehe Link vorhin:

heute: "Aber in den Verdacht könnte jeder von uns ganz leicht kommen."

Schäuble: "Kann er, ja und dann wird er, wenn der Verdacht sich als unbegründet herausstellt, wird er auch informiert, dass er verdächtig war und dass er's nicht gewesen ist

Wenn man nicht zuvor eingesperrt, gefoltert, man is ja schließlich ein böser Terrorist, etc. wurde. Oh unschuldig, tja Pech gehabt..

btw:
Ich will nicht, dass irgendwer weiß wann ich wo mit wem telefoniere, das geht einfach niemanden was an. Das mal ein kleiner Punkt.

Hast du den Blogspot Link überhaupt schon angeschaut?
 
Zuletzt bearbeitet:
Könnten wir uns bitte von dem Niveau der unbegründeten, übertriebenen und unangebrachten Polemik wieder auf ein sachliches Argumentationsniveau begeben?

Mir wird so gerne vorgeworfen, dass ich schnell persönlich werde ...

Sorry bei dem polemischen Müll den man hier teils liest fällt es schwer die Kontenance zu bewahren ...

Ich will nicht, dass irgendwer weiß wann ich wo mit wem telefoniere, das geht einfach niemanden was an. Das mal ein kleiner Punkt.

Und das wird im Regelfall auch niemand erfahren. Und wenn du doch durch einen dummen Zufall in das Fadenkreuz der Fahnder gelangst, dann kannst du dir gewiss sein, dass diese behutsam mit den erhaltenen Daten umgehen.

Ich frage dich eins:

Wenn in deiner Nachbarschaft ein Mensch umgebracht wird und ein Auto einer Person X zum Tatzeitpunkt im Bereich des Tatortes gesehen wird, möchtest du dann, dass die Polizei dieser Information nachgeht?
Wenn sich dann herausstellt, dass auf einem Gummihandschuh im Mülleimer die DNS des Opfers und der Fingerabdruck der Person X (sie war registriert wegen einem früheren Ladendiebstahl) zu finden sind, möchtest du dann, dass die Polizei Person X als verdächtig bezeichnet und einen richterlichen Beschluss für eine Hausdurchsuchung erwirkt um mögliche Beweise zu finden?
Oder würdest du wollen, dass die Polizei nichts tut? Bis das nächste Opfer da ist ... (Vielleicht ein von dir geliebter Mensch?)

Die Schuld ist bis jetzt noch nicht erwiesen.

Und jetzt kommt der "dumme Zufall". Person X war im Park spazieren und hat von der Tat nichts mitbekommen. Der Handschuh lag auf dem Gehweg und Person X hat diesen in die Hand genommen um ihn in die Mülltonne zu werfen. Pflichtbewusster Bürger halt.

Aber was, wenn es nicht so gewesen wäre? Was wenn Person X der Täter gewesen wäre ... dann hätte vielleicht nur eine Hausdurchsuchung zu konkreten Beweisen geführt.
 
Der Daedalus schrieb:
Die Aussage, dass Schäuble sowas jemals gefordert hat ist schlichtweg eine Lüge. Wenn du die Beleidigung einer Person auf eine Lüge stützt, dann ... (ich erspare es mir lieber persönlich zu werden)...

Und genau wegen solcher Lügen solltest du dir vielleicht mal die Mühe machen deine Kritik konkret zu begründen. Dann würdest du vielleicht von selbst merken das du mit dem Großteil deiner Einschätzung schlichtweg irrst.

wenn du sagst das sei ne lüge, dann beschuldige die medien, denn aus denen entnahm ich diese information. geh dich bei denen beschweren über fehlinformationen, am besten direkt beim sendechef. is mir latte.
und ich mach mir nichtmal die mühe meine aussagen großartig zu untermauern, weil ich noch gut genug in erinnerung habe wie du dich verhälst. in deinen augen ist eh alles blödsinn was du nicht durch zig verschiedene querverweise belegt kriegst, und selbst dann ist es immernoch nicht 100%ig so das du einem recht geben könntest, denn die sind ja auch alle nicht so glaubwürdig. es ist mir so egal und ich gieß da nicht noch öl ins feuer damit du dich profilieren kannst.

ende der durchsage und für mich mit dem thema. glaub was du willst. ich bins leid.
 
Es geht doch gar nicht um konkrete Beispiele, es geht um verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung. Und warum die schlecht ist haben die Links schon zu Genüge gezeigt, aber ich fühle mich wieder an die CO2 Diskussion erinnert, es gibt nur eine richtige Meinung, nämlich deine. Und für eine erneute solche Diskussion hab ich ehrlich keine Lust mehr.
 
KL0k schrieb:
wenn du sagst das sei ne lüge, dann beschuldige die medien, denn aus denen entnahm ich diese information.

Wer die Lüge eines anderen Nachplappert ohne den Wahrheitsgehalt der getroffenen Aussage zu überprüfen wird dadurch nichts besser ...
Ferner erbitte ich mir eine Angabe welches Medium dies Berichtet hat ...

und ich mach mir nichtmal die mühe meine aussagen großartig zu untermauern, weil ich noch gut genug in erinnerung habe wie du dich verhälst. in deinen augen ist eh alles blödsinn was du nicht durch zig verschiedene querverweise belegt kriegst,

Richtig ... Wer einen Bundesminister als unfähigen Quotenbehinderten beschimpft und dies nicht einmal ansatzweise belegen kann, der labert in meinen Augen ziemlichen Blödsinn.

ende der durchsage und für mich mit dem thema.

Dein Wort in Gottes Ohr ...

@Benjamin_L

[...]es geht um verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung.

Ja aber genau diese gibt es doch nicht einmal konkret. Die Daten liegen bei deinem Provider. Dort lagen sie bisher auch teils bis zu 6 Monate lang. Der Provider darf dabei auch nur in begründeten Fällen auf diese Daten zugreifen. Ich weis von einem Telekom Mitarbeiter, dass der Zugang zu diesen Daten streng reglementiert ist ...

Der Staat darf nur auf richterliche Anordnung auf diese Daten zugreifen. Und diese gibt es nur bei einem begründeten Verdacht!
 
dein beispiel da oben führt das ganze thema genauso ad absurdum wie deine ständigen ausrufe jeden als polemiker abzustempeln der nicht grade wie ein nerd mit links um sich wirft.
desweiteren hitzt sich sogut wie jede diskussion auf an der du teilnimmst und jetzt frag dich mal wieso.

PS: da du gefragt hast wo diese aussagen fielen, besagter "vorwurf" ging durch sämtliche nachrichten magazine im abendprogramm. auf nahezu allen privatsendern. ÖR sendeformate seh ich schon lange nicht mehr, da die ihr ziel der objektiven berichterstattung auch nicht mehr grade vorbildlich ausführen.
 
Ach ja ich habe nichts gehört davon ... Wenn es durch alle Medien ging kannst du mir ja sicher ein Beispiel dafür geben, dass Schäuble gefordert hat jeden heimischen PC online zu durchsuchen ...
 
Der Daedalus schrieb:
Wenn in deiner Nachbarschaft ein Mensch umgebracht wird und ein Auto einer Person X zum Tatzeitpunkt im Bereich des Tatortes gesehen wird, möchtest du dann, dass die Polizei dieser Information nachgeht?
Wenn sich dann herausstellt,...
[...]
... dann hätte vielleicht nur eine Hausdurchsuchung zu konkreten Beweisen geführt.
Diese Beispiel enthält viel zu viele "hätte", "wäre", "wenn" und "?".



Frage ich mal anders herum.
Was passiert mit den Daten von Personen, die sich am Ende der Untersuchungen als unschuldig herausgestellt haben ?
 
Die Unterlagen werden vernichtet und die Person wird informiert. So steht dem irrtümlich verdächtigten die Möglichkeit des Rechtsweges offen.

Diese Beispiel enthält viel zu viele "hätte", "wäre", "wenn" und "?".

Haben Beispiele die fiktiv sind so an sich ... aber ist es ein sooo abwegiges Beispiel? Ich denke eher weniger.
 
Glaubst du wirklich, das gesammelte Informationen über Personen gelöscht werden ?
Oder muss man erst einen Anwalt damit beauftragen ?


Ein Beispiel, wie das mit der Behandlung von Informationen aussieht, kann ich auch geben.
Ein Bekannter war mal vor Gericht. Ging um eine Verkehrssache.
Bei der Verhandlung haben die alle "Sünden" (auch die Kleinsten) ausgepackt, von denen in den offiz. Schreiben immer behauptet wird, das diese Infos nicht in Flensburg landen.
Nur die Infos waren in der VAkte !
Die dürften da gar nicht drinne sein.

Gelöscht wurden die Daten auch nicht.

Im Beispiel geht es nur um "Verkehrssünden".
Und dann soll ich glauben, das der Staat die Personen-Infos löscht ?
 
Hi

gibt doch genug Gesetzentwürfe bzw. solche die noch fomuliert werden sollen;

Rasterfahndung, Fingerabdrücke, Passbilder, biometrische Daten, LKW Maut, Online Durchsuchung,
Telefonüberwachung, Lauschangriff, Flugdaten, Vorratsdatenspeicherung, Flugzeugabschuss, Bundeswehreinsätze im Inland usw. Überwachungsstaat

http://www.zeit.de/online/2007/16/bildergalerie-sicherheitsplaene?1
Einmal durchklicken

Wenn ich jetzt mal überlege, das man irgendwann mal zu Terrorabwehr ein Gesetz einführte um Kontodaten/-bewegungen nachvollziehen zu können und ein halbes Jahr späte plötzlich öffentliche Behörden Zugriff auf die Daten eingeräumt wurde. Überwachungsstaat

Was ist eigentlich das Problem mit den Verbindungsdaten.
Ich hab ne Flat, bestimmt auch 60 % der User hier. Da gibts keine zu speichernden Verbindungsdaten
z. Zt. und bei den anderen auch. Folglich werden auch keine Daten gesammelt.
Lt. Gesetz werden jetzt aber Daten gesammelt, irgendwie fühl ich mich verfolgt. :D
Ist ja schon so, als wenn ich auf die Straße gehe und mir ständig einer hinterher läuft und alles aufschreiben würde was ich so mache. Das ist das Problem. Aber für einige sicher nicht sichtbar, daher hier mal kurz diese einfache Erklärung des Sachverhaltes.

Überwachungsstaat = http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6569782,00.html
(habs mir noch nicht ansehen können, werd es aber nachher mal machen)
Cu
 
Zuletzt bearbeitet:
Nur mal ein paar Zitate aus verschiedenen Quellen zum Thema Bundestrojaner =>ausspionieren der PCs
http://www.netzeitung.de/deutschland/605550.html
Auch der heimische Computer ist nicht mehr sicher vor Zugriff, Schäuble will die Online-Durchsuchung. Über die immer gebräuchlichere Dauer-Datenverbindung soll künftig das BKA die Festplatte ausspähen dürfen, um drohende Gefahren zu erkennen – ohne konkreten Verdacht, rein vorbeugend. Ein vom BKA auf die Festplatte lancierte Trojaner machts möglich: Er schnüffelt sich elektronisch durch die Ordner und Verzeichnisse und sendet alles Verdächtige an die Ermittler zurück. Anfang Februar hatte der Bundesgerichtshof die Online-Durchsuchung untersagt, mangels Rechtsgrundlage. Die will Schäuble nun schaffen. Notfalls auch mit einer Grundgesetzänderung.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,464405,00.html
Für Schäuble, der große Hoffnungen in die Überwachung aus dem Netz setzt, ist der Beschluss ein Rückschlag. Nun strebt er eine Gesetzesänderung an, die solche Überwachungsmaßnahmen legalisieren soll: "Durch eine zeitnahe Anpassung der Strafprozessordnung muss eine Rechtsgrundlage für solche Ermittlungsmöglichkeiten geschaffen werden", forderte er. Schäuble erhofft sich davon nicht zuletzt neue Möglichkeiten im Kampf gegen den Terrorismus.

Wie würdest du dass denn sonst nennen, wenn dem Staat die Möglichkeit gestattet wird ohne richterlichen Beschluss alle PCs auf "gefährliche" Daten zu untersuchen? Falls du bessere Quelle hast, die etwas anderes in Schäubles Worte hineininterpretieren, bitte immer her damit. Ich bin gespannt.
Etwas was illegal ist, sollte nicht legalisiert werden. Auf solche Präventivmaßnahmen kann ich gelinde gesagt gerne verzichten.

mfg

PS:
Ich versteh Kl0k schon wenn er keine Lust mehr hat mit dir zu diskutieren, da es eh nichts bringt, aber immerhin vertritt jemand auch eine andere Meinung, was auch einmal ganz interessant sein kann ;).
 
Daedalus du wirfst uns Polemik vor und bringst im folgenden ein konstruiertes Beispiel, dass man auch polemisch nennen könnte. Natürlich könnten wir auch jeden Menschen mit DNS / Fingerabdrücken / Chip in einer Datenbank registrieren und hätten damit ein wunderbares Mittel gegen die Verbrechensbekämpfung. Die Frage ist nur ob es uns wert ist unsere ganze Freiheit aufzugeben weil wir Verbrecher jagen wollen.
Das Mittel was du oben benutzt hast findet man auch gerne bei Politikern. Man nehme ein möglichst schlimmes Beispiel und belege daran wie gut es doch ist solche Maßnahmen einzuführen.
Der Punkt ist doch sehr einfach, du nimmst gerne in Kauf ein Stückchen Freiheit aufzugeben um ein wenig gefühlte Sicherheit zu bekommen. Ich denke genau anders herum und glaube auch nicht das wir uns aufeinander zubewegen würden, wenn wir noch 3 Seiten weiter diskutieren würden.
 
@olly3052
Der Unterschied liegt meines Erachtens darin, dass Daten in Deutschland bisher nur zu Abrechnungszwecken gespeichert werden wurden. Wer eine Flatrate hatte und eine Pauschale zahlte, fiel schon nicht mehr darunter, auch wenn das z. B. von der Telekom anders gehandhabt wurde.
 
Das ist korrekt.
Für Flateratebesitzer ist diese Gesetzesänderung in der Tat relevant.
Für Handy und Telefonbesitzer ändert sich nichts gravierendes.

Gruß

olly
 
Der Datenschutzbeauftragte des Bundes hat heute viele richtige Dinge von sich gegeben:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/88749

Zitat:
Der Staat müsse schon für einen umfassenden Schutz der Bürger sorgen, meinte Schaar, das gelte "aber nicht nur für den Schutz vor Terrorismus und Kriminalität", sondern auch für den Schutz der informationellen Selbstbestimmung der Bürger. "Diesen Schutz hat die Politik sträflich vernachlässigt."

Weiterhin kritisiert er die "Tendenz zur Lockerung der Zweckbindung und Ausweitung auf andere Anwendungen", wie bei der Forderung nach der "Nutzung der Verkehrsdaten zur Ermittlung von Urheberrechtsverletzern in Tauschbörsen". Da ist plötzlich keine Rede mehr von der ursprünglich ausgegebenen Zielsetzung der Terrorabwehr.
 
Ok dröseln wir das ganze im Detail auf:

Vorratsdatenspeicherung:

Wie olly ja schon mehrfach betonte ändert sich für viele User nichts gavierendes. Das der Staat das Recht hat mit richterlichem Beschluss auf diese Daten zu zu greifen ist, so weit ich weis, verfassungsrechtlich unstrittig. Ferner ist es im Grunde die einzige Handhabe der Exekutive um Straftaten jeglicher Art im Internet zu verfolgen.
Das es nun eine gesetzliche Regelung zur Vorratsdatenspeicherung gibt ist aus vielerlei Hinsicht zu begrüßen.
1.) Gleichberechtigung:
Jemand der keine Flatrate hat, hatte bisher einen enormen Nachteil gegenüber einem Internetnutzer mit Flatrate. Der mit Flatrate war, abhängig vom Provider, quasi Rechtsfrei, da die von ihm hinterlassenen Spuren im Internet nach wenigen Tagen nicht mehr der Person zugeordnet werden konnten.
2.) Verfolgung von Straftaten:
Wie schon anfänglich gesagt ist die Nutzung von Verbindungsdaten so gut wie die einzige Möglichkeit um Straftaten im Internet zu verfolgen. Denn so lange man die IP Adresse nicht einer Person zuordnen kann passiert gar nichts.
Das Internet würde ohne einheitliche Regelung also quasi zum rechtsfreien Raum werden. Zwar ist das Internet eine "virtuelle Welt" doch die Straftaten die dort geschehen sind real und haben auch reale Opfer zur Folge. Allein mit dem Gedanken an diese Opfer (ja und da gehören auch die Plattenfirmen zu) legitimiert sich die Vorratsdatenspeicherung schon.

Onlinedurchsuchungen:

Es wird so gerne Verfälscht dargestellt, dass das BKA nun jede Festplatte durchsuchen dürfe ... Das ist schlicht und ergreifend Quatsch.
Lassen wir die technische Seite außer Betracht und gehen einfach davon aus, dass es technisch möglich ist und das BKA bereits jetzt schon Festplatten ausspionieren könnte, wenn es wollte.
Was ändert eine gesetzliche Regelung? Nun es wird normiert, wann es gestattet ist Festplatten zu durchsuchen und wann nicht. Es wird festgelegt, dass es einen richterlichen Beschluss dafür braucht und das dieser richterliche Beschluss durch handfeste Belege für die Tat legitimiert werden muss.
Wenn das BKA Missbrauch betreiben will, dann kann es das heute bereits und wird es auch nach dem Gesetz noch können. Dürfen wird es das in beiden Fällen nicht.
Was also ändert sich?
Nun lediglich die Tatsache, dass durch das Gesetz die online Durchsuchung der Festplatte in bestimmten Fällen erlaubt wird. Es werden Regeln eingeführt die strengstens zu befolgen sind. Und dadurch ist dann die Onlinedurchsuchung genau in den Fällen erlaubt in denen heute auch schon eine reale Hausdurchsuchung rechtlich legitimiert wird.

EscobarX schrieb:
Wie würdest du dass denn sonst nennen, wenn dem Staat die Möglichkeit gestattet wird ohne richterlichen Beschluss alle PCs auf "gefährliche" Daten zu untersuchen?

Eben dieses "ohne richterlichen Beschluss" stimmt so nicht. Das hat Schäuble niemals gesagt oder gefordert. Die Aussage, dass dem so wäre ist schlichtweg eine Unterstellung.

EscobarX schrieb:
Falls du bessere Quelle hast, die etwas anderes in Schäubles Worte hineininterpretieren, bitte immer her damit. Ich bin gespannt.

Ihr unterstellt immer, was Schäuble angeblich gesagt habe ... Dann belegt es auch mit Zitaten. Es ist wohl ziemlich schwer zu belegen was jemand nicht gesagt hat :freak:


den[N schrieb:
is]Daedalus du wirfst uns Polemik vor und bringst im folgenden ein konstruiertes Beispiel, dass man auch polemisch nennen könnte.

Was ist bitte an dem Beispiel Polemik?
Beispiele nutzt man normalerweise um etwas zu verdeutlichen. In dem Falle habe ich verdeutlicht, was "dummer Zufall" sein kann und in wie fern es dennoch richtig war gegen diese Person zu ermitteln obwohl sie nur durch einen "dummen Zufall" ins Fadenkreuz der Ermittler gelangt ist.
Wie dem auch sei ... war eh nicht an euch gerichtet ... Benjamin_L scheint es verstanden zu haben ...
 
Ob die Plattenfirma jetzt ein Opfer sind, möchte ich an dieser Stelle mal bestreiten. Sie erinnern mich doch mehr an blutsaugende Zecken...aber egal :D. Das ist ja nichts das Thema.
Okay zu meiner Anmerkung mit "ohne richterlichen Beschluss" muss ich dir recht geben, da hab ich mich geirrt. Von dieser Seite Entschuldigung. Leider bleibt für mich ein Problem bestehen.

Aus ermittlungstaktischen Gründen ist es unerlässlich, dass die Strafverfolgungsbehörden die Möglichkeit haben, eine Online-Durchsuchung nach entsprechender richterlicher Anordnung verdeckt durchführen zu können», hieß es aus Schäubles Ministerium. Mit verdecktem Zugriff auf Computer-Festplatten könnten regelmäßig wichtige weitere Ermittlungsansätze gewonnen werden. Dafür müsse die entsprechende rechtliche Grundlage geschaffen werden.
Dieser Wörtchen "verdeckt" gefällt mir ganz und gar nicht. Für mich gehört der Inhalt meines PCs zu einem Teil meiner persönlichen Freiheit und ich möchte nicht, dass irgendein Richter erlaubt, dass das BKA sich meine persönlichen Sachen anschaut. Da ich nicht glaube, dass ein Richter die Zeit und die Möglichkeit besitzt sich >100k Dateien anzusehen und zu entscheiden, auf welche der Ermittler Zugriff hat.
Ich bin ehrlich. Ich vertraue den Behörden nicht. Der Missbrauch wird damit Tür und Tor geöffnet und wenn sie unbedingt an meine Festplatte heranwollen, sollen sie gerne mit einem richterlichen Beschluss kommen und sie sich abholen.
Nachdem es vorher großspurige Versprechen zum Thema Maut gab, will ich nicht wissen, welcher Schritt als nächster dran ist, um unsere Sicherheit auf Kosten unserer Freiheit zu verbessern. Vllt dürfen dann doch alle PCs ohne richterliche Erlaubnis überwacht werden. Spätestens dann: Welcome Back du gute alte DDR.

EDIT: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,479148,00.html
Genau die gleiche Meinung wie Herr Schaar vertrete ich auch und ob nun Profilierungssucht oder nicht, ist mir auch ziemlich Schnuppe. Sie vertreten ja meine Meinung :D.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben