Kamera für Portraitaufnahmen gesucht

blende11 schrieb:
Ein lichtstarkes 2,8/24-70 mm Objektiv wäre ideal
Bei 24-70 f2 hätte ich dir zugestimmt. Aber nicht bei 2.8. Mir wäre es nicht genug Freistellung.
cartridge_case schrieb:
Was stört denn aktuell an den Aufnahmen? Also rein für das Verständnis.
Es sind Smartphone Bilder!
Bully49 schrieb:
Laut einem bereits bekannten verstorbenen Fotografen soll für Porträts mindestens die Brennweiten mindestens 50 mm
War vllt zu seiner Zeit anno hast du nicht gesehen. Heutzutage kann man mit allen möglichen Brennweiten geile Portraits machen.

Ich finde, wir diskutieren zu viel über Objektive und weniger über das, worauf es wirklich ankommt bei einem guten Portrait.
 
BobHB schrieb:
Ich finde, wir diskutieren zu viel über Objektive und weniger über das, worauf es wirklich ankommt bei einem guten Portrait.

Jein... Im Prinzip, mit jeder Kamera, mit jedem Objektiv kann man Porträts machen, auch Porträts aus ziemlich schlechten Kameras können ihren Reiz haben, Stichwort Polaroid Sofortbild, Lomographie, usw. Porträt bedeutet ja nur, Person als (Haupt-)Motiv des Bildes. Da ist es nützlich, dass auf dem Bild sonst nichts drauf ist, was von der Person ablenken könnte, deswegen stellt man mit Schärfentiefe die Person von der Umgebung frei. Schärfentiefe geht ohne Softwaretricks von modernen Smartphones nur mit möglichst großen Blenden auf möglichst großen Filmen/Sensoren. Es gibt aber auch tolle Porträts, die Personen in ihrem typischen Umfeld in allen Details zeigen, hier gehört das persönliche Umfeld zur Person dazu, man denke z.B. an einen Maler in Mitte seiner Bilder oder die Oma mit Leidenschaft in ihrer Küche vor dampfenden Töpfen. Das geht auch mit winzigen Kamerasensoren und kleinen Blendenöffnungen.
 
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Bully49 schrieb:
Normalerweise liegen zwischen 50 und 135 mm ...
Muss nicht ;)

blende11 schrieb:
Gerade bei einer APS-C-Kamera ist die Lichtstärke wichtig, da man durch den kleineren Sensor mehr Schärfentiefe als bei einer Vollformatkamera erhält und somit im direkten Vergleich weniger gut freistellen kann.
Wenn ich nur Porträtfotografie auf technisch hohem Niveau machen möchte, würde ich mir ein 1,4/50 mm für APS-C Sensor oder ein 1,4/85 mm für den Vollformatsensor kaufen.
BobHB schrieb:
Bei 24-70 f2 hätte ich dir zugestimmt. Aber nicht bei 2.8. Mir wäre es nicht genug Freistellung.
Nicht zwingend. Wenn man eine Geschichte mit seinem Bild erzählen will, dann will man eigentlich das Meiste der Szene auch scharf haben und nicht nur ein Auge des Charakters und den Rest soft.
Das ist das, was auch Profis machen, und sich erst eine Komposition aussuchen und dann den Charakter dazu platzieren.
Komplett offenblendige Portraits haben zwar ihren Reiz, brauchen aber keine besonderen Skills dazu, da man sowieso den Vorder- und Hintergrund unkenntlich soft hat.
 
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Diskussionen wie diese sind der Grund, warum ich schon vor Jahren auf jedes Fotoforum verzichtet habe.
Nach kurzer Zeit geht es nicht mehr ums eigentliche Thema, sondern nur noch die Technik, Zahlen und Meinungen werden sich an den Kopf geworfen und der Fragesteller hat am Ende nichts davon. Hier fehlt eigentlich nur noch die Markendiskussion ;).
Wir sollten nun wohl mal die Füße stillhalten abwarten ob @alonsie sich überhaupt noch mal meldet und dann weitersehen.
 
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In bestimmten Bereichen der Fotografie kann man nur mit speziell dafür ausgewählten Objektiven Spitzenfotos machen, daran führt kein Weg vorbei.
Man denke nur an die professionelle Sportfotografie, die nur mit sehr lichtstarken und teuren Tele(zoom)-Objektiven mit präzisem und schnellem Autofokus möglich ist, zumindest wenn man höchste Ansprüche an die Bildqualität bei fast allen, auch sehr schlechten Lichtverhältnissen stellt.
Mit einem Kit-Objektiv 4-5,6/50-200 mm oder 4-5,6/70-300 mm stößt man in der Sportfotografie schnell an die Grenzen des Machbaren.
Das Freistellen des Hintergrundes klappt wegen der geringeren Lichtstärke nicht so gut, was sich vor allem negativ auf die Bilddarstellung/-wirkung des Hauptmotivs (störender zu scharfer Hintergrund, ich denke da gerade an Werbebanden ect.) auswirkt, der Autofokus reagiert durch die geringere Objektivlichtstärke deutlich langsamer (unerwünscht in der Sportfotografie), die Abbildungsleistung der Kit-Optik ist wesentlich schlechter , keine chromatische Aberration vor allem bei hellen Lichtbedingungen/Sonnenschein, da kein apochromatisch korrigiertes Objektivs, weichere Kontrastwiedergabe bei höheren ISO-Werten.
Man braucht in der Sportfotografie bei schlechten Lichtverhältnissen und schnellen Sportarten zwingend
schnelle Belichtungszeiten (+1/1000s), um noch zu scharfen Fotos zu kommen, da hilft dann auch der Bildstabilisator nicht weiter, das geht nur über Lichtstärke kombiniert mit sehr guten High-ISO Fähigkeiten der verwendeten Kamera, um bei schlechten Lichtverhältnissen, wie sie z.B. in der dunklen Jahreszeit herrschen, noch zu brauchbaren Sportfotos zu kommen.
Nicht umsonst ist z.B. die professionelle Sportfotografie eine teure Materialschlacht.
 
Zuletzt bearbeitet:
1ST1 schrieb:
Jein... Im Prinzip, mit jeder Kamera, mit jedem Objektiv kann man Porträts machen, auch Porträts aus ziemlich schlechten Kameras können ihren Reiz haben
Stimmt. Und alle haben sie eines gemeinsam…sie brauchen Licht. Gute Ausstattung schön und gut. Nutzt dir nichts, wenn du das Licht nicht verstehst.
 
BobHB schrieb:
Nutzt dir nichts, wenn du das Licht nicht verstehst.
Beim Thema "Verstehen" gehe ich mit, aber "viel" Licht ist nicht unbedingt von Nöten (hast du allerdings auch nicht geschrieben). Und gerade die available light Photographie ist ein Bereich wo teures Equipment auch noch mal einen (deutlichen) Unterschied machen kann. So ein absolutes Low-Light Monster (hier ein Extrembeispiel: Canon EOS R3 + 50mm 1.2) ist da schon eine feine Sache. Manchmal hilft es dir in diesem Bereich nicht das Licht zu verstehen, wenn dein Equipment dich bremst (entweder weil ISO zu hoch wird oder weil der AF versagt). Würde daher sagen: In manchen (extremeren Szenarien) wird beides benötigt: ein solides Verständnis der Theorie und gutes Equipment. :-)
In weniger extremen Szenarien verschiebt sich das dann Richtung "Ahnung haben" ist wichtiger.
 
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Incanus schrieb:
Diskussionen wie diese sind der Grund, warum ich schon vor Jahren auf jedes Fotoforum verzichtet habe.
Das Problem hast du in jedem Forum, zu egal welchem Thema. Ja, dem Fragesteller kommt dann schon Blut aus dem Ohr, hat Schwindelanfälle wegen der wiedersprüchlichen Meinungen, ist nicht schlauer als zuvor und er suchte schon längst das Weite.
 
Also es scheint doch umständlicher und teurer zu sein als ich dachte.
Ich denke ich werde dann vorerst beim Smartphone bleiben, aber vielen Dank für die ganze Resonanz.
Konnte einiges dazu lernen :)
 
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