In bestimmten Bereichen der Fotografie kann man nur mit speziell dafür ausgewählten Objektiven Spitzenfotos machen, daran führt kein Weg vorbei.
Man denke nur an die professionelle Sportfotografie, die nur mit sehr lichtstarken und teuren Tele(zoom)-Objektiven mit präzisem und schnellem Autofokus möglich ist, zumindest wenn man höchste Ansprüche an die Bildqualität bei fast allen, auch sehr schlechten Lichtverhältnissen stellt.
Mit einem Kit-Objektiv 4-5,6/50-200 mm oder 4-5,6/70-300 mm stößt man in der Sportfotografie schnell an die Grenzen des Machbaren.
Das Freistellen des Hintergrundes klappt wegen der geringeren Lichtstärke nicht so gut, was sich vor allem negativ auf die Bilddarstellung/-wirkung des Hauptmotivs (störender zu scharfer Hintergrund, ich denke da gerade an Werbebanden ect.) auswirkt, der Autofokus reagiert durch die geringere Objektivlichtstärke deutlich langsamer (unerwünscht in der Sportfotografie), die Abbildungsleistung der Kit-Optik ist wesentlich schlechter , keine chromatische Aberration vor allem bei hellen Lichtbedingungen/Sonnenschein, da kein apochromatisch korrigiertes Objektivs, weichere Kontrastwiedergabe bei höheren ISO-Werten.
Man braucht in der Sportfotografie bei schlechten Lichtverhältnissen und schnellen Sportarten zwingend
schnelle Belichtungszeiten (+1/1000s), um noch zu scharfen Fotos zu kommen, da hilft dann auch der Bildstabilisator nicht weiter, das geht nur über Lichtstärke kombiniert mit sehr guten High-ISO Fähigkeiten der verwendeten Kamera, um bei schlechten Lichtverhältnissen, wie sie z.B. in der dunklen Jahreszeit herrschen, noch zu brauchbaren Sportfotos zu kommen.
Nicht umsonst ist z.B. die professionelle Sportfotografie eine teure Materialschlacht.