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NewsLichtenberg II: Deutscher Supercomputer mit 60.000-Sapphire-Rapids-Kernen
Lenovo und die TU Darmstadt geben heute die feierliche Eröffnung der Ausbaustufe 2 ihres Lichtenberg-II-Supercomputers bekannt. Mit fast 60.000 CPU-Kernen und 300 TB RAM bietet die neue Ausbaustufe des Lichtenberg II hohe Rechenleistung und soll damit Forscher in unterschiedlichsten wissenschaftlichen Disziplinen unterstützen.
Abseits der verbauten Hardware (hier hätte ich AMD Bergamo wohl lieber gesehen) finde ich die Neptune-Wasserkühlung interessant! Gibt es dazu mehr Informationen bzw. Quellen zum Nachlesen, wie diese im Detail funktioniert und wie die Energie sinnvoll genutzt wird?
"Ein besonderes Augenmerk liegt außerdem auf der Nachhaltigkeit des Systems. Die Wärme, die vom LICHTENBERG II erzeugt wird, wird nicht an die Umwelt abgegeben. Sie wird über die Heißwasserkühlung der Rechenknoten in das Fernwärmenetz eingespeist, das auf dem Campus Lichtwiese alle Gebäude miteinander verbindet."
Je nach Verwendungszweck nicht so ungewöhnlich und gerade für Darmstadt mit dem Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung und dem im Bau befindlichen FAIR gewissermaßen erwartbar.
Denn quantenphysikalische Simulationen (die auch in Materialforschung, Chemie u.ä. eine große Rolle spielen) werden in der Praxis über Methoden der linearen Algebra gelöst, hier kommt man dann allerdings auch gerne mal auf Matrixprobleme, die 100te GB bis TB an schnell angebundenem shared memory benötigen können. Mit GPUs kam man hier in der Vergangenheit nicht weit, wobei man dank dem AI Boom langsam auf Speichergrößen kommt, die interessant werden. Aber im Produktiveinsatz läuft auf dem Gebiet praktisch noch alles auf CPUs.
Ich finde es gut und wichtig, dass Intel auch mal wieder zum Zuge kommt. Zudem soll das System ja auch mit zukünftiger Hardware weiter ausgebaut werden. Bei dem was Intel in der Pipeline hat wäre es also auch gut möglich, dass sie bald mit den XXA Prozessen wieder vorne liegen und das System dann später von der Intel Wahl profitiert.
MelbarKasom schrieb:
in das Fernwärmenetz eingespeist, das auf dem Campus Lichtwiese alle Gebäude miteinander verbindet."
Ok, im Winter sicher sinnvoll, aber geht im Sommer dann nicht das meiste verloren? Eine effiziente Nutzung der Wärmeenergie zur Kühlung des Systems selbst scheint ja nicht möglich zu sein. Das wäre für mich irgendwie das Naheliegendste.
Da der Supercomputer sowohl vom Bund als auch von der schwarz-grünen Regierung in Hessen gefördert wurde, wird es sicherlich Forderungen in Richtung Nachhaltigkeit gegeben haben. Von ohne Zwang kann hier keine Rede sein.
Der wird vermutlich durch die Sport-Fakultät der Uni betrieben. 200 Ergometer, kernige junge Leutchen drauf, vorher ordentlich Haferflocken und Magnesium in' Kop und gib ihm
Mittlerweile geht der Trend eher zu niedrigeren Vorlauftemperaturen, da somit noch mehr Restwärme genutzt werden kann: Bei <100°C kann dann zusätzlich noch die Kondensationswärme genutzt werden. Solange dann an der Endnutzerseite >65°C erreicht wird, reicht das.
Aber ich gehe davon aus, dass trotzdem noch eine Wärmepumpe zwischengeschaltet werden muss.
Ok, im Winter sicher sinnvoll, aber geht im Sommer dann nicht das meiste verloren? Eine effiziente Nutzung der Wärmeenergie zur Kühlung des Systems selbst scheint ja nicht möglich zu sein. Das wäre für mich irgendwie das Naheliegendste.
Dann scheint es im Sommer aber ganz schön warm in den Gebäuden zu werden.
Natürlich wird die Abwärme an die Umwelt abgegeben, an fast 180 Tagen im Jahr.
Und genaugenommen sogar an 365 Tagen im Jahr, nur das die Hälfte halt noch sinnvoll genutzt werden kann.