News Nach EU-DSGVO-Start: Klage gegen Facebook, Google, Instagram und WhatsApp

Inwiefern benötigen die ein komplett neues System zur Verarbeitung und Verwaltung der Kundendaten?

Dabei den Wisch einzuholen, gehen sie bestimmt nich pleite…
 
Naja, wenn du unter eine der Ausnahmen fällst, wo sie eigentlich dazugehören, dann müssen sie jetzt jeden Datenverarbeitungsvorgang dokumentieren und wie lange speichern? Soll doch tatsächlich Firmen geben, gerade in dem Bereich, die ohne EDV arbeiten und das wird richtig viel Papier.
 
Selbst, wenn die es auf Papier haben, ein 1-5 Mannunternehmen bekommt da sicher keinen Schrank voll, und von dem Schrank gehen die sicher nicht pleite, v.a. da sich Datenverarbeitungsvorgänge sehr in Grenzen halten - wozu auch?

Und, falls es doch zu viel wird, dürfte ein Umstieg auf Excel maximal wenige Wochen Transferarbeit bedeuten - nichts, wovon man direct pleite geht.
 
Naja, kein Mensch weiß aktuell, wie es gemeint ist. Du sollst als Sanitärfuzzi eine Heizung einbauen und holst von Fremdfirmen (Elektriker, Fließenleger, Trockenbauer etc.) für das konkrete Objekte Kostenvoranschläge ein. War das jetzt nur eine gelegentliche Datenverarbeitung oder gar dein Auftrag mit den Daten zu arbeiten, da dein Job auch das Einholen günstiger Angebote ist? Das kann den Handwerksbetreiben derzeit keiner sagen.
Bist du jetzt reiner Servicedienstleister im Montagebereich und kleiner Selbstständig, dann bist du Mo-Sa draußen auf der Straße unterwegs und machst deine "Verwaltung" abends oder sonntags. Na klar, kaum Mehraufwand. Draußen auf nen Block schreiben und drin dann abheften oder neu erfassen.
 
Tomsenq schrieb:
Für die Intel CPUs hast du aber auch mit richtigem Geld Bezahlt. Hier bezahlst du halt mit Daten.
Für mein Smartphone zahle ich auch richtig Geld. Nur welche Funktionen kann man nutzen, wenn man keine Daten rausgeben will? Dann kannst du es gleich wieder in die Tonne kloppen.
 
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Über Andere zu entscheiden fällt immer leicht, wenn man selbst nicht betroffen ist ...:rolleyes:

So sehr ich Datenschutz befürworte, aber worin besteht die Logik etwa bei einem Kontaktformular jemanden vor dem Versand hinweisen zu müssen, dass ich nun seinen Namen, Mail-Adresse und Text speichere um ihn auf sein Anliegen zurückzuschreiben? Das ist die Natur der Sache, die Initiative geht doch von ihm aus und ich muss ihn darauf hinweisen, dass ich jetzt seine persönlichen Daten zur Antwort verarbeite? :freak: Wie soll es denn dann bitte sonst technisch funktionieren? Über Chiffre-Adressen? Da hat dann der Empfänger ebenfalls das Problem, falls er heikle Dinge bekommt überhaupt zu beweisen, dass er damit nicht in Beziehung steht.

Dass ich jetzt nicht seinen Ehepartner, sexuelle Vorliebe oder Urlaubsort etc. abfrage und danach speichere ist ja wohl klar ... das geben Leute ja in FB gerne freiwillig ein und wundern sich danach, wenn damit gut gehandelt wird.
 
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MoJo77 schrieb:
@DFFVB:
Genau die brauchen ein komplett neues System zur Verarbeitung und Verwaltung ihrer Kundendaten und müssen, genau genommen, von jedem Kunden Einverständniserklärungen einholen.
Es benötigt keiner Einwilligung wenn man Daten nur zu dem Maß erhebt wie es für die Auftragserfüllung notwendig ist.


MoJo77 schrieb:
Naja, wenn du unter eine der Ausnahmen fällst, wo sie eigentlich dazugehören, dann müssen sie jetzt jeden Datenverarbeitungsvorgang dokumentieren und wie lange speichern? Soll doch tatsächlich Firmen geben, gerade in dem Bereich, die ohne EDV arbeiten und das wird richtig viel Papier.
Mehrfach falsch.
Bisher war der Gesetzesstand:
* Ohne Datenschutzbeauftragten musst du bei der Aufsichtsbehörde deine Datenverarbeitung (die Prozesse) melden
* Du musst einen Prozess definiert haben was du bei Datenverlust tust
* Datensparsamkeit war vorgeschrieben
* Datenspeicherung die länger als unbedingt notwendig sind war unzulässig (typischerweise also Abrechnungsdaten)
* Du brauchtest eine Willensbekundung, damit du deine Kunden mit Werbung nerven darfst

Es ändert sich mit der DSGVO also eigentlich kaum etwas. Die Anforderungen sind etwas konkreter formuliert und das ist eigentlich positiv und erleichtert die Sache.

Die Dokumentation ist nichtmal so umfangreich und bei den meisten Buden schafft es deutlich mehr Ordnung in der Prozessverwaltung wenn sich mal jemand damit beschäftigt.
Ergänzung ()

Recharging schrieb:
So sehr ich Datenschutz befürworte, aber worin besteht die Logik etwa bei einem Kontaktformular jemanden vor dem Versand hinweisen zu müssen, dass ich nun seinen Namen, Mail-Adresse und Text speichere um ihn auf sein Anliegen zurückzuschreiben? [...]

Das nennt sich Transparenz. Es ist eben nicht jedem klar wo Daten landen und was mit ihnen gemacht wird. Gerade solche Sachen wenn die Daten zu solchen zweifelhaften Firmen wie der Shufa weitergegeben werden etc. pp.
 
Piktogramm schrieb:
Das nennt sich Transparenz. Es ist eben nicht jedem klar wo Daten landen und was mit ihnen gemacht wird. Gerade solche Sachen wenn die Daten zu solchen zweifelhaften Firmen wie der Shufa weitergegeben werden etc. pp.

Ich versteh' dich schon, aber das war bis dato schon genau so unzulässig, wie nach der DSGVO ... es trifft nun jetzt aber sehr viele Private und kleine Betriebe, die solche Funktionen eben genau dafür verwenden, wofür es sie gibt, zB um Kontakt aufzunehmen und nicht um die Daten weiterzuverscherbeln.

Die einschlägig Bekannten werden es danach genau so mit Schlupflöchern weiter tun und die Abmahnanwälte freuen sich eine weitere saftige Wiese abzugrasen.

Die juristische Tragweite ist momentan halt überhaupt nicht abschätzbar und das macht das Gesetz nicht gerade sehr nutzerfreundlich. Vielleicht wird es das einmal, entsprechender Bildungsunterricht und sparsame Verwendung persönlicher Daten gegenüber Dritten wäre wohl schneller umsetzbar. :)
 
Cool Master schrieb:
[...] das Problem ist eine Nutzerbasis aufzubauen. Kaum jemand wird von FB, WA usw. weg gehen weil [...]


du hast nicht mitgelesen. wenn nun diese vier unternehmen ihre dienste in europa einstellen wuerden, dann muesste man niemanden ueberreden um zu einer anderen platform zu wechseln, weil naemlich alle sowieso nach einem neuen dienst sich umschauen muessten :)

wenn diese 4 unternehmen ihre leistungen in europa einstellen, dann kann sie auch keiner nutzen.

mein jung, du bist echt gruen hinter den ohren.

allerdings mal als vergleich betrachtet. ich nutze lieber outlook oder gmail, anstatt mir einen spam account auf web.de oder gmx.de einzurichten

wer glaubt, dass die deutschen dienste besser sind, der irrt.

was wollen mir die u.s. eigentlich sagen? was haben sie davon, wenn sie wissen, dass ich antifa und anti gop/anti republican bin? schliesslich gibt es auch liberale amerikaner.

diese scheiss drecks dienste kann man ignorieren. und wenn diese drecksdienste in deutschland mal nicht nutzbar waeren, wie gesagt, der deutschen oder europaeischen gesetzgebung, stehe ich kein bisschen offener gegenueber.

dreckige westliche kontrollstaaten.[/USER][/QUOTE]
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Strafe beträgt nur 4% des Umsatzes, das kann sich Facebook leisten. Sollte die Strafe nicht bezahlt werden, gibt es keine weitere Handhabe. Darauf wirds hinauslaufen.
 
@Recharging
Ja aber für die Kontaktaufnahme ändert sich nichts. Kontaktaufnahme zur Auftragserfüllung ist zulässig und für Kontaktaufnahme darüber hinaus (Werbung) brauchste ne brauchbare Einwilligung wie widerrufbar sein muss. Überall wo der Aufwand für ne gescheite Datenschutzbelehrung zumutbar ist muss sie erbracht werden.
Da ändert sich schon wieder annähernd nichts zum seit Jahren gültigem Recht in Deutschland.

Und "die Kleinen" haben mitunter allerhand Schindluder mit den Daten getrieben. Schufa, Zahlungsdienstleister, irgendwelche GoogleShopping / Thrustes Shop Dinger waren und sind riesige Datenkraken und für etwas mehr Umsatz und Gewinn haben da viele Gewerbetreibende Daten privater Kunden gerne weitergegeben.
Sowas tut mittlerweile halt weh.
Ergänzung ()

Simanova schrieb:
Die Strafe beträgt nur 4% des Umsatzes, das kann sich Facebook leisten. Sollte die Strafe nicht bezahlt werden, gibt es keine weitere Handhabe. Darauf wirds hinauslaufen.
Marktausschlussverfahren sind möglich ebenso wie Strafverfahren gegen das Personal von Facebook. Das was die Amis mit VW-Mitarbeitern machen ist innerhalb der EU ebenso möglich.
Ergänzung: Genauso wie man die zu zahlende Beträge auch pfänden kann. Nach dem Motto "Ein schönes Rechenzentrum haben Sie da, wären schade wenn wir Ihnen das wegnehmen müssten"
 
MoJo77 schrieb:
@DFFVB:
Genau die brauchen ein komplett neues System zur Verarbeitung und Verwaltung ihrer Kundendaten und müssen, genau genommen, von jedem Kunden Einverständniserklärungen einholen.

Hast Du meinen Beitrag nicht gelesen? Natürlich muss er keine Einwilligung einholen, weil es für die Durchführung des Vertrags notwendig ist... Und wenn es keine Sanitärfirma ist, sondern eine kleine Agentur - ja in drei Gottesnamen, dann bin ich froh, wenn sie anfangen, den Datenschutz ernst zu nehmen (verdienen damit ja auch ihr Geld)
 
Ist so!
 
Tja, sieht man ja, wie FB vor der DSGVO schlottert ...
Vor dem amerikanischen Kongress hat man sich wiedermal reumütig gezeigt, also, das Spiel geht so weiter.
 
MoJo77 schrieb:
Naja, kein Mensch weiß aktuell, wie es gemeint ist. Du sollst als Sanitärfuzzi eine Heizung einbauen und holst von Fremdfirmen (Elektriker, Fließenleger, Trockenbauer etc.) für das konkrete Objekte Kostenvoranschläge ein. War das jetzt nur eine gelegentliche Datenverarbeitung oder gar dein Auftrag mit den Daten zu arbeiten, da dein Job auch das Einholen günstiger Angebote ist? Das kann den Handwerksbetreiben derzeit keiner sagen.

Doch das kann man sagen. Solange man beim Einholen der Angebote keine personenbezogenen Daten weitergibt, sondern z. B. nur eine Projektnummer, hat das mit der DSGVO gar nichts zu tun. Selbst nur ein Nachname ohne weitere Angaben könnte als nicht einer konkreten Person zuzuordnen sein und somit durchs Raster fallen. Anders schaut es aus wenn Fremdfirmen Ware direkt an die Kundenadresse liefern, dort Kundendienstaufträge erhalten, oder Aufmass nehmen. Denn dann brauchen sie logischweise die Anschrift und evtl. Kontaktdaten wie z. B. die Telefonnummer.

Allerdings verarbeitet jeder Betrieb der mit Kundendaten arbeitet mehr als gelegentlich Daten. Die Ausnahmeregelung dürfte meistens nicht greifen. Mir fällt kaum ein Szenario dafür ein. Außer z. B. vielleicht ich pflanze Gemüse auf eigenen Feldern, und verkaufe es nur gegen Barzahlung mit Quittung ohne Namen und Anschrift darauf. Dann darf ich aber auch keine Leute angestellt haben, denn auch das sind personenbezogene Daten mit denen man da umgehen muss.

Und das ganze ist genau EINMAL etwas mehr Arbeit. Wenn das einmal steht muss man ggf. nur ab und zu mal etwas anpassen und nachbessern. Wer sich vorher schon ans BDSG gehalten hat, der musste eigentlich nur vorhandenes ein wenig umbauen. Dafür war jetzt zwei jahre Zeit. Wer jetzt schreit und sich beschwert, der hat es vorher schlichtweg eigens verschuldet verpennt.
Ergänzung ()

MoJo77 schrieb:
dann müssen sie jetzt jeden Datenverarbeitungsvorgang dokumentieren und wie lange speichern?

Wie bitte was? Das Gesetz evtl. mit Kommentaren überhaupt mal durchgelesen?

Man muss dokumentieren welche Daten man in einzelnen Verarbeitungsprozessen wie verarbeitet und ggf. an wen weitergibt. Das heisst ich habe z. B. einen Prozess "Angebotswesen", einen Prozess "Auftragsbearbeitung", einen Prozess "Personalverwaltung", usw. - da macht man sich einmal Gedanken drüber was da läuft, welche Daten ich dort verarbeite und wo ich die evtl. hinschicke. DAS dokumentiere ich dann. Danach kann ich das evtl. jahrelang so stehen lassen, es sei denn es ändert sich an den Prozessen was, dann muss man das halt mal anpassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
....
Ich bin freier fotograf, mit einer kleinen website (die auser för das kontsktforumlar und einer besucherststistik keine dsten aktiv verarbeitet)
Aktuell habe ich nur wiedersprüchliche informstionen bezüglich der personen die auf den bildern zu sehen sind bekommen, muss ich nun jeder person die ich fotografiere eine datenschutzerklörung geben?
Bislang hat es ausgereicht die person zu fragen, das foto zu machen, und eine visitenkarte mitzugeben....

Brauche ich einen vaertrag mit meinem webhosting snbieter bezüglich der „veqrarbeotung von e–mails und fotosa“ ? Ich verdiene kein geld, und habe auch keines übrig um irgendwelche anwälte damitzu bezahlen die es auch nicht so genau wissen.
 
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