Stalker S.T.A.L.K.E.R. SoC+CS+CoP Ingame Sammler und Screenshot austausch

1000 Wege ins Gras zu beißen - #29: "Ein Lied für die Liebe"

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Was macht ein Stalker, der sich von Katharina der Großen inspirieren lässt, wenn kein Pferd zur Hand und zu Willen ist? Die wenigsten wollen die Antwort darauf hören. Auch nicht als blumiges Detail zu den Klängen einer Balalaika ins Versmaß gehüllt. Miroslaw saß dieser Fehleinschätzung auf. Es war der erwiesenermaßen kürzeste Auftritt eines Barden beim Limansker Kulturfest. Schon bei der zweiter Zeile, "Es muss sich nicht mal bücken, du kannst es gleich von hinten ..." durchschlug eine .45er Kugel seinen Kehlkopf und die Halswirbel. Zur Warnung für alle Sudelbarden wurde sein Kopf vor dem OVJS am Kowalski-Prospekt aufgespießt, direkt neben der Rübe von Mihajlo (#527).

(OVJS - Orthodoxer Verein junger Stalker; CVJM-Charter Nordukraine)

Anmerkung: Das Wort, das Miroslaw nicht mehr aussprechen konnte, war: füttern
... was habt ihr denn gedacht :rolleyes:

_________
Ein Weihnachtsgruß kommt morgen ... und diesmal wird kein Stalker sterben müssen ;)
 
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(Ins) Gras beißen:
Hab mein ganzes Geld beim Poker spielen verloren und jetzt kann ich mir nicht einmal Brot kaufen!

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Wenn Dickie zu Weihnachten ein schönes Gedicht aufsagen muss, dann kann man das von einem Stalker ja wohl auch erwarten. Los geht's, dieser Klassiker ist von Jossif Worislav Goethsky:

Wer stalkert so spät durch Baum und Bork?
Es ist der Nimble mit seinem Snork.
Er hat das Monster wohl in dem Arm,
er tatscht ihn an, das hält ihn warm.


Mein Snork, was birgst du so bang deinen Rüssel?
Schau Nimble, eine Eruption, du Dussel!
Die Eruption mit Kron' und Schweif?
Mein Snork, es ist ein Nebelstreif.


"Du lieber Snork, komm, geh mit mir!
Gar schwüle Spiele spiel' ich mit dir;
manch buntes Artefakt dümpelt am Wegesrand,
und mein Bruder schwuchtelt im güld'nen Gewand."


Mein Nimble, mein Nimble, und hörest du nicht,
was die Eruption mir leise verspricht?
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein kleiner Snork:
Von den dürren Bäumen blättert der Kork.


"Willst, feiner Snorky, du mit mir gehn?
Meine drallfeisten Sauger erwarten dich schon;
meine Sauger sie tanzen den nächtlichen Reigen,
und singen und hüpfen und schlürfen dich heim."


Mein Nimble, mein Nimble, hörst du nicht bald:
Notgeile Sauger im düsteren Wald!
Mein Snork, mein Snork, ich seh' es genau:
Es scheinen die alten Wächter so grau.


"Ich liebe dich, mich reizt dein Wanst wie ein Fass;
und bist du nicht willig, so brauch ich die Spas."
Mein Nimble, mein Nimble, jetzt fasst sie mich an!
Die Eruption hat mir ein Leid angetan!


Dem Nimble dem grauset's, er wirbelt herum,
er hält in Armen das ächzende Monstrum,
erreicht Pripyat mit Mühe und Not;

in seinen Armen der Snork er war tot.

Nach diesen heiteren und besinnlichen Versen, nun für all jene, die sich dem Festtagsrisko eines Herzinfarkts aussetzen (ja so isset, statistisch belegt) ... ich persönlich laufe in dem Konsumirrsinn eher Gefahr einen Hirnschlag zu bekommen ... noch ein stimmungsvolles Bildelein:

1000 Wege ins Gras zu beißen - #459: "Voll verstrahlt"

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Heiligabend in Bethlebyl. Die Stalkerschar hatte sich in einem unerwarteten Anfall von Mitleid entschlossen, dieses Jahr keine Nordmann-Tannen zu schlachten, um ihre Leichen in den heimischen Behelfsbutzen mit entwürdigendem Firlefanz zu behängen. Schließlich hatten die Bäumelein seit '86 schon genug unter dem grandiosen menschlichen Ideenreichtum zu leiden. Sie konnten von Glück reden, dass sie in der Strahlung, die ihnen die Menschen zumuteten, mehr als 32 Jahre überlebt hatten. Die Fleischwurst-großen Tschernobyl-Regenwürmer, bekannt durch die filmisch aufgearbeitete Forschung von Dr. Niko Tatopoulos, plagten sich mit ähnlichem Menschengroll. Damit ihnen das Emmerich-Filmteam nicht ständig auf die verstrahlten Nerven gehen konnte, hatten sie sich tief unter den Anomalien der Zone vergraben. Als zur Wintersonnenwende am 21.12. pünktlich um 23 Uhr 23 eine jungfräuliche Anomalie nahe Bethebyl erschien, fand sich sofort eine große friedvolle Gemeischaft feiertagsdebiler Regenwürmer ein, die das neue Areal unter der Anomalie besetzte.

Ihr Glück währte nur drei Tage. Am heiligen Abend erschienen die drei Fraktionskönige aus dem Zonenland mit Boris, dem Krippen-Bomber und einem großen Gefolge religiös verwirrter Einfallsstalker, die der Geburt des Heilandartefakts bewohnen wollten. Und was war das für eine Geburt! Statt des einen Heilandartefakts gebar die Anomalie hunderte von strahlend schönen Artefakten. So strahlend, dass die Regewürmer unter der Anomalie schnurstracks geröstet wurden. Den Stalkern war ihr leidvolles Ableben egal. Gier ist immer mächtiger als religiöse Überzeugung. Sie erfreuten sich an der unerwartet reichlichen Bescherung, prügelten sich stundenlang auch um das allerletzte Artefakt und gingen blutverschmiert, aber glücklich und großzügig beschenkt nach Hause, um mit ihren Lieben das Weihnachtsfest im Wodkarausch zu genießen.

Ich wünsche allen Brüdern und Schwestern ein entspanntes Fest
und erfolgreiches Looten unterm Weihnachtsbaum!

:schluck:
 
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So, Schluss mit der Feiertagsgefühlsduselei, zurück zu den harten Fakten, bzw. den "hard gefucked'n".

1000 Wege ins Gras zu beißen - #340: "Es lautert im Untergrund"

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Die verstrahlte Rostlaube auf Eintakterbetrieb umzurüsten war eine brauchbare Notlösung in der Mangelwirtschaft der Zone. Es fehlte nur noch ein schicker Carport. Björnvik aus schwedischer Kiefer zum Beispiel. Oder Thorvarzen, mit Regalen für gelooteten Krimskrams. Die einzige noch funktionierende Zündkerze in den einzigen Gulli im Umkreis von 2 km fallen zu lassen, kommt dann aber doch 'n bisschen blöd rüber. Rodja blieb nichts anderes übrig, als sich lang zu machen und mit den Fingerspitzen danach zu angeln. Er hätte besser auf seine Brüder hören sollen, die ihn davor warnten, der clowngesichtiger Burer Penniwinowitz hause in der Kanalisation des Dorfes Derryzinsk und hätte erst vor Kurzem Bills kleinen Bruder Georgie getötet. "Wer nicht hören will muss fühlen" taugt als Moral der Geschichte nur bedingt, vor allem, wenn einem der Kopf von einer weißgeschminkten Grinsebacke von den Schultern gerissen wird.
 
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1000 Wege ins Gras zu beißen - #322: "Stalkerhirn BBQ"

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- Man nehme:
1 frisch verschiedenen Stalker
  • Selbst geschossen oder geaasgeiert ist völlig egal, nur frisch sollte er sein ... und: der Schädelknochen muss intakt sein! Headshot-Opfer sind für diese Art der Zubereitung nicht geeignet.
100 g Zwiebeln
  • Im Roten Wald, gleich links von den gehäuteten Zombies wachsen die besten (Spaten nicht vergessen).
2 Knoblauchzehen
  • Bitte echten Knoblauch (Allium sativum) verwenden, nicht die schmuddeligen Maukenfortsätze von Pjotre Knoblauchsky.
200 g holländische Treibhaus-Tomaten (Gammastrahlen-konserviert)
  • Sie erinnern taktil und auch geschmacklich etwas an Plastikbälle, sind jedoch 100% unverfaulbar, sogar über Wochen.
50 ml Olivenöl
  • ... natürlich nativ und kalt gepresst, wir sind ja keine Barbaren.
- Als Beilage:
250 g Hochland-Basmati-Reis aus der italienischen Provinz Leckomio
  • Sido Halsabschneiderovich hat diesen Reis gelegentlich zum Gegenwert einer nagelneuen Winchester im Angebot ... nicht ganz billig, lohnt sich aus kulinarischen Erwägungen aber unbedingt.
- Optional:
5 Duga- oder 2 DugaX-Bohnen
  • ... für den geselligen After-Dinner-Spaß. ... (Ja, ich weiß, ein ganz billiges Wortspiel, im Wodka-Rausch trotzdem immer wieder ein Brüller, v.a. bei spätpubertierenden Stalkern.)
Wichtiger Hinweis: Das Holz für das Feuer sollte kein Birkenholz sein! Die darin enthaltenen Terpene sorgen sonst dafür, dass das Hirn später schmeckt wie Omas kalte Füße ... Wer nicht weiß, wie Omas kalte Füße schmecken, kann das natürlich auf eigenen Gefahr ausprobieren, die meisten 2-Sterne-Köche raten jedoch davon ab.

Für die Zubereitung der Sauce benötigt man ein Kochtopf-ähnliches Gefäß, einen Exoskelett-Helm z.B. ... Wer keinen zur Hand hat, kann sich gern einen zweiten und gleich noch einen dritten Stalker schießen, damit man einen weiteren Helm für den Reis zur Verfügung hat. Um sich das umständliche Pürieren der Zutaten zu ersparen, gibt man die kleingeschnittenen Zutaten in den Helm, deckt die Öffnung tropfsicher mit einem Brettchen ab, stülpt um und bohrt ein Loch in die Helmoberseite. Dann schießt man mit einer handelsüblichen Pumpgun eine Ladung Schrot durch die Öffnung. Die Pulverrückstände verleihen der Sauce später das "gewisse Etwas". Erneut umgedreht zeigt sich die ganze Genialität der Bohrung, denn nun lassen sich die verflüssigten und vermengten Bestandteile der Sauce einfach durch das Loch in eine alte Wodka-Flasche gießen. Wer mag, kann gern zwei Finger breit Wodka in der Flasche belassen.

Als nächstes wird der Stalker mit dem Kopf direkt ins Feuer gelegt. Das Hirn ist gar, wenn die siedende Cerebrospinalflüssigkeit (Liquor cerebrospinalis, laienhaft auch Hirnwasser genannt) aus den Ohren pfeift. Nun wird der Stalker aufrecht hingesetzt, der Schädelknochen vorsichtig aufgeflext, die weiße von der grauen Hirnmasse separiert und mit dem Reis und der Sauce geschmackvoll angerichtet. Zwei, drei Blätter frische Minze sind zur Dekoration gut geeignet, das Auge isst ja schließlich mit. Wer möchte kann dem Stalker auch die Mundwinkel nach oben tackern, dass ermöglicht die Illusion netter Gesellschaft. Dazu serviert man einen schönen großen Becher Wodka, randvoll, wie immer. Bon Appetit.

Ich wünsche allen Schwestern und Brüdern ein mit geschmacklich
fein abgestimmten Hochgenüssen angereichertes, maximal gelungenes Jahr 2019.
 
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1000 Wege ins Gras zu beißen - #923: "Gut abgehangen"

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Iwan war ein Fitnessfreak. Fast täglich ging er in die Mukki-Bude der Wächter, um zu trainieren. Lästermäuler sagten, er ginge eigentlich nur wegen der ausgelassenen Dusch-Partys dort hin, aber die waren nur neidisch auf sein ausgeprägtes Sixpack. Leider war irgendein fehlgebildeter Vollspast auf die Idee gekommen, DugaX-Bohnen seien eine fantastische Proteinquelle und ideal für den Muskelaufbau geeignet. Für diese Theorie gab es keinerlei wissenschaftliche Beweise, aber herrje, was juckt es die aufgepumpten Muskeln, wenn sich das unterversorgte Hirn in Zweifel windet. Allerdings, der Gestank in der Wächter-Mukki-Bude wurde unerträglich. Eine miefende "Pumahöhle" war es schon vorher. Jetzt aber stank die Butze wie ein Käfig mit 20 verwesenden Pumas! Dazu kam das tödlich Potenzial der Gasmischung. Schon ein einziges statisch aufgeladenes, modisches Body-Plastikleibchen barg das Risiko ein flammendes Inferno auszulösen.

Iwan brauchte eine Frischluftalternative. Seine Lieblingsübung waren die hanging sit ups. Kopfüber an einer Stange, das war genau sein Ding. Eine Holzkonstruktion sah vielversprechend aus. Hier konnte er seine Beine über die obere Querverstrebung hängen, während das Dach seine Füße vorm Abrutschen bewahrte. Dumme Sache nur, wenn man da so herumhängt und plötzlich lugt einer der Krawotniks um die Ecke. Iwan hatte gerade ein Bein zwischen Querstrebe und Dach bugsiert, als der Blutsauger süchtig nach Erythrocyten aus dem Gebüsch sprang. Iwans Knutschfleck war gewaltig. Die Wunde wollte und konnte sich nicht mehr schließen. So hing er kopfüber ausgesaugt und kraftlos herum, während das verbliebene Restblut, der Schwerkraft folgend, seine Halswunde verließ und den Boden netzte. Und während er allmählich durch den Tunnel auf das Licht zuschwebte, hörte er Arnie und Sylvester hämisch lachen ...
 
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Daraus wird eine köstliche Solyanka.

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Für ein gesundes Leben mache ich Yoga.
Entspannungsübung: "hängendes Schwein"

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Ich bin immer wieder verblüfft, wie mich SoC nach all den Jahren noch mit unerwarteten Aktionen überraschen kann.

Diesmal taucht "Oleg, der Teufel" nach dem Auftrag im Dunklen Tal auf der Müllhalde auf und gesellt sich zu den letzten beiden Überlebenden auf dem Schrottplatz. Als ich nach einem Drink in der Bar zurückkomme, übernehmen die Stalker gerade die Banditen-Posten an der Anomalie-Mulde neben dem Agroprom-Übergang. Und was macht Oleg? Bleibt allein zurück und legt sich mit den 6 Pseudohunden auf dem Schrottplatz an :confused_alt:
Im vierten Anlauf hab' ich's dann grad' so geschafft ihn vor den Viechern zu retten. Und was macht der Idiot? Geht auf Wanderschaft mitten hinein in das nächste Hunderudel links vom Kordon-Übergang :freak:

Ich hab' ihm dann noch einmal den Arsch gerettet, nur um mitanzusehen, dass er sich erneut in Richtung Schrottplatz verzieht. Dem Typ ist nicht zu helfen, von mir aus kann er seinen Todeswunsch jetzt ausleben.
"1000 Wege ins Gras zu beißen - Oleg, das Tölenfutter"
Vielleicht taucht er nach dem Yantar-Auftrag ja wieder woanders auf.
Wenn er es bis ins AKW schafft, setzt er sich bestimmt mit dem nackten Hintern auf ein paar Brennstäbe ...
 
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"Man on a mission!" ...würde ich mal dazu fabulieren...
 
1000 Wege ins Gras zu beißen - #631: "Brutal verschimmelt"

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Arkascha war ein echt schräger Vogel ... und das will schon was heißen unter all den schrägen Vögeln in der Zone. Wer den unverzeihlichen Fehler machte ihn anzusprechen, bekam ungebeten seine Stalker-Lebens- und Leidensgeschichte aufgequatscht. Demnach war er vor Jahren in einer Parallelwelt, die er "Lost Alpha" nannte, fast an Langeweile gestorben. Lediglich eine allmähliche ins Pathologische abgleitende Obsession für Extrem-Sportarten verhinderte damals das kollektive Verfaulen seiner unterforderten Hirnzellen. Diese krankhafte Verlangen nach dem nächsten Kick konnte er auch im Schatten von Tschernobyl nicht ablegen. Dass Arkascha heute niemanden mehr volllabern kann, ist seiner letzten Idioten-Challenge geschuldet. "Extreme Wall-Lutsching Competition", klingt nur halb so bescheuert wie es tatsächlich ist. Es lohnt eigentlich nicht, die komplizierten, völlig durchgeknallten Spielregeln detailliert darzulegen ... es glaubt ja eh keiner. Der Obduktionsbericht ist da schon glaubhafter. Demnach hatte Arkascha beim Abschlabbern einer Schwarzschimmel-verputzten Ruine Pilzsporen eingeatmet. Die Pilze hatten mit dem strahlungsgeschwächten Immunsystem leichtes Spiel. Sie breiteten sich flächendeckend in der Lunge aus und drangen schließlich über das Blutsystem in alle anderen Organe vor. Letztlich kann man nicht einmal mit Gewissheit sagen, wann Arkascha verstorben ist, denn irgendwann war er mehr Pilz als Mensch. Das Geflecht der Schimmelpilze hat seinen Körper komplett übernommen und zersetzte ihn Muskel für Muskel, Organ für Organ ... kein schönes Ende, nicht mal für einen verwirrten Volldeppen.
 
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Hagen sach ma, müssen das imma Schimmelpilze sein? Isch mag Marone und Steinpilze viel meer. Die sinn och in de Pfanne viel schmaghafder! Sei doch ma edwaß greadiefer! :freak::freak::freak:
 
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"Muss" nicht, aber ich hatte in #597 versprochen noch etwas zu Yuujis #594 nachzuliefern.

Du möchtest also eine kreative Todesart mit Steinpilzen? :freak: Zonen-Steinpilze => radioaktive Nierensteine, ist irgendwie so ... vanilla. :rolleyes: Und die Pfanne hatten wir schon in #569. Ein schönes Rezept mit Steinpilzen und Duga-Bohnen ist nach #605 auch nur noch halb so innovativ.
  1. Vielleicht beim Anschleichen über einen Steinpilz stolpern und mit dem Gesicht in eine Tretmine fallen?
  2. Nimble eröffnet in Limansk eine Confiserie, verkauft u.a. schokoladenüberzogene Steinpilze. Die sind äußerst beliebt, führen aber dazu, dass ständig Hände und Waffen klebrig sind. Die Schoko-Steinpilz-Liebhaber verlieren jedes Gefecht, sterben aus und Nimble muss seinen Laden wieder schließen.
  3. Ein BTR fährt in der Lost Alpha vor dem AKW gegen ein Steinpilz, überschlägt sich dreimal, knallt gegen den Schornstein, der kippt um, stürzt auf Reaktorblock 3, der mit großem Getöse explodiert ... Tschernobyl reloaded.
  4. Die Steinpilze in der Zone haben so viel Radioaktivität angesammelt, dass sie auf den Überwachungssatelliten als Strahlungs-Hot-Spots auftauchen. Die Großmächte befürchten ein geheimes Atomwaffenprogramm der Ukraine. Die USA, Russland, England, Frankreich, China und Israel beschießen daraufhin in einem koordinierten, atomaren Präventivschlag die Region Tschernobyl. Zone putt, alle tot, Game over.
Kreativ genug? ;)

Aber ich hab' noch keine Pilze in der Zone wachsen sehen ... aber irgendwo müssen Fliegenpilze gedeihen, kann man bei den Monolithern finden, vertreiben den Hunger, machen mächtig schwumrig im Kopp und überall tanzen grazile Pseudogiganten in rosa Tutus [tyˈtyːs] herum. :D
 
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HagenTronje schrieb:

Danke Großer Meister der kreativen Schreibkunst! :volllol:

HagenTronje schrieb:
Aber ich hab' noch keine Pilze in der Zone wachsen sehen ...

Aber ich! In der Stalkersoup gibt es auch Pilze. :stacheln:

Hab da mal noch Igor beim Abhängen im Treppenhaus... Ob er Pilze hatte, konnte er mir nicht mehr sagen...

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Embargo_666 schrieb:
... Aber ich! In der Stalkersoup gibt es auch Pilze.

Ins Inventar hab‘ ich mir die Pilze auch eingebaut (Mesh und Icon aus der DMX) …

Hagen_Item_Fliegenpilz.jpg

… aber hast Du sie auch wachsen sehen?

Theoretisch könnte man Pilze in die build_details.dds einbauen – sieht aber wahrscheinlich etwas blöde aus, wenn sie im Wind schwanken :rolleyes:

Zu Deinem Bild, @Embargo_666: Ist Igor ein Kind? Normalerweise ist das Geländer auf Bauchhöhe. Der Typ hängt mit der Brust drüber und seine Mauken schweben trotzdem noch 30 cm überm Boden :confused_alt:
Würde Igor stehen, wäre meine Vermutung: er lebt seine Depri aus und schluchzt ins Geländer …
 
@HagenTronje : Bin mir nicht sicher, ob die Ukraine auch Kindersoldaten in der Zone einsetzt. Zumindest für die Stalkerspiele würde ich das verneinen. Ich glaube das ist durch die "Perspektive" so entstanden, das war ein ausgewachsenes Mannsbild, der die Treppe herunter kam und leider nicht genügend Gegenargumente in unserer Diskussion hatte.

… aber hast Du sie auch wachsen sehen?

Naja wachsen gesehen nicht direkt, aber mein Lieblings-Youtuber "Dracul1981" spielt öfters die Soup und hat dort unterwegs immer mal irgendwelche Pilze eingesammelt. Wenn mich das nicht alles täuscht, gab es da verschiedene. 2 oder 3, hmmm keine Ahnung. Aber er hat sie definitiv eingesammelt. Welche Zwecke die haben ist mir aber nicht schlüssig.
 
Hagen_SoC_Wladja_is_back.jpg


Wladja is back!

Endlich, Wladja war zurück in seiner geliebten Zone (s.a. #431 [Spoiler 1 aufklappen!] - Seite 22 und #287 - Seite 15). Letztlich hatte er überstürzter aufbrechen müssen, als ihm lieb war. Doch die Kugeln dieser wildgewordenen Sunny Smiles flogen ihm etwas zu dicht um das, was früher einmal seine Ohren waren. Dabei hatte er sie nur vor diesem widerlichen Schattenhund bewahren wollen, der plötzlich in ihrer Nähe auftauchte. Er verstand noch immer nicht, warum die Töle nach einem indianischen Stamm benannt worden war. War auch egal, jetzt wo das Köterhirn an einem Kaktus klebte.

Erneute Zweifel an der gewählten Route kamen ihm, als er das Straßenschild "Pretoria 8 miles" entdeckte. Auch schien es ihm so, als ob die dortigen Stalker viel zu dunkle Haut hatten, das schrieb er aber dem gefärbten Visier seines Anzugs zu. Trotzdem, niemand hörte ihm zu, als er ihnen zu erklären versuchte, dass sie Petrograd falsch geschrieben hatten.

Aber erst jetzt, daheim in der Zone begriff er, dass das, was ihm die Karminrote Karavane am Strip angedreht hatte, kein echter SEVA-Anzug war. Dort in der Hitze war das Teil gut temperiert, aber dem ukrainischen Winter war es nicht gewachsen. Wladja war kalt, arschkalt. Sein letztes Geld hatte er in den Spielhöllen des Strips verjubelt, also blieb ihm nicht anderes übrig, als seine Pseudo-SEVA einzutauschen oder zu verhökern. Doch niemand wollte ihm auch nur einen Rubel für seinen "perversen Sex-Sklaven-Anzug" geben.

Seine beiden alten Kumpels Curly, bekannt auch als der "lila Laune-Bär", und Moe hatte er in der "100 rad" wiedergetroffen. Nun waren sie wieder auf dem Weg in die Tiefen der Zone. Streit über den richtigen Weg war vorprogrammiert. Wie immer glaubte Wladja, er wisse wo's lang geht. Nur gab es niemanden mehr, der Wladja Glauben schenkte ... oder ihm irgendetwas etwas abkaufte. Und doch, es ist jetzt 12 Tage her, dass dieses Foto aufgenommen wurde. Ihr Verbleiben ist bis auf weiteres rätselhaft. Es steht zu befürchten, das Curly und Moe Wladjas nervtötender Besserwisserei nachgegeben haben.

Hinweis: Ich habe die beiden Bilder unter #287 eben noch mit frischem, zusätzlichen Text ausgestattet
 
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1000 Wege ins Gras zu beißen - #680: "Schiene vorm Kopp"

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Yep, wieder ein Krawotnik mit Hämorrhoiden-Problem. Kratzt sich, stolpert und voll mit der Omme in die Schiene geknallt. Andere hätten sich mit einem Standard-Brett vor dem Kopf begnügt, aber ein Krawotnik macht keine halben Sachen. Stahl muss es sein!
 
Ich hab' mal den Blutsauger-Eintrag in der Cheekipedia dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Forschung angepasst:

Blutsauger

Blutsauger (Vorator sanguis), im Volksmund auch Fransenmaul, Euterfresse oder Tentakellippe genannt, sind eine humanoide Mutantenspezies, die bisher ausschließlich in der radioaktiv verseuchten Sperrzone um den havarierten Kernreaktor von Tschernobyl beobachtet wird. Ihr Ursprung ist unbekannt, die Vielzahl der genetischen Veränderungen machen eine spontane Mutation unwahrscheinlich. Möglicherweise sind sie das Ergebnis eines missglückten Genexperiments an Menschen [1].

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Abb. 1: Seltene Aufnahme eines Blutsaugers, der versucht seinen Eisenbedarf an einer Zugkupplung zu decken (und dabei abgeknallt wurde).

Die etwa zwei Meter großen, ausgewachsenen Mutanten sind haarlose Kreaturen mit brauner Hautfarbe. Charakteristisch ist der von 25-40 cm langen Tentakelforsätzen umgebene Saugapparat, der ihren Mund ersetzt. Sie gehen aufrecht, meist leicht nach vorn gebeugt. Oft werden sie als Einzelgänger oder in kleinen Gruppen gesichtet. Es gibt jedoch Hinweise auf ein soziales Gefüge [2]. Demnach sind Blutsauger in größeren Familiengruppen organisiert, den sogenannten Clans. Am bekanntesten ist der Clan der Krawotniks, vor allem aufgrund der absurden Geschichten, die über ihr Ableben in der Sperrzone kursieren.

Blutsauger tolerieren die ebenfalls humanoiden Snork-Mutanten und mutierte Hunde in der Sperrzone - ein Hinweis auf ihren menschlichen Ursprung. Wildschweine und mutierte Hausschweine, das sogenannte "Fleisch", wird von ihnen angegriffen, ebenso wie alle Menschen, die in ihr Jagdrevier eindringen. Bisher haben keine Blutsauger die Sperrzone verlassen, obwohl ihnen in den Städten des Umlands weitaus größere Weidegründe zur Verfügung stünden - möglicherweise, weil ihre Vermehrung untrennbar an die Anomalien der Zone geknüpft ist.
Blutsauger haben keine erkennbaren äußeren Geschlechtsmerkmale. Ihr geringer Körperfettanteil, die Verteilung der Muskeln, schmale Hüften und breite Schultern lassen jedoch auf männliche Exemplare schließen. Ihr Chromosomensatz zeigt eine ungewöhnliche XXY-Gruppierung, die sowohl typisch männliche als auch typische weibliche Geschlechtsmerkmale ermöglichen würde [3]. Beim Menschen ist dieser Karyotyp als Klinefelter-Syndrom bekannt. Dass bei vielen Kindern und Jugendlichen mit dem Klinefelter-Syndrom auch ADHS diagnostiziert wird, spiegelt sich in einem oft beobachtetet Verhalten der Blutsauger wieder: Wenn sie nicht hyperaktiv durch ihr Jagdrevier rennen, stehen sie meist unruhig und wippend herum, die gesamte Umgebung im Auge behaltend.

Es ist bisher nicht geklärt worden, wie sich diese Wesen vermehren. Geschichten über eine eierlegende, halbnackte Blutsauger-Königin entspringen wahrscheinlich nur den triebgesteuerten Sexualphantasien einer rein männlichen Stalker-Gesellschaft in der Sperrzone. Ernstzunehmende Hinweise deuten darauf hin, dass sich Blutsauger in relativ kurzer Zeit in großer Zahl vermehren können, durch einen Prozess, der spontane Selbstklonierung genannt wird. In Gang gesetzt wird dieser Vorgang, sobald ein Blutsauger von einer der vielen in der Sperrzone verbreiteten Anomalien zerrissen wird. In den verstreuten Überresten werden nach der Zerstückelung Stammzellen reaktiviert, wahrscheinlich durch fehlende, zelluläre Feedback-Signale aus dem nicht mehr vorhandenen Zellverband. Diese Stammzellen sind in der Lage, sich schnell zu vermehren und zu jedem der verschiedenen Zelltypen eines komplexen Organismus zu differenzieren. Auf diese Weise können aus den Überresten eines einzelnen zerrissenen Blutsaugers Dutzende neu Blutsauger heranreifen [4]. Sollte sich diese Theorie bestätigen, wird es vorrangigstes Ziel der Forschung sein, herauszufinden woher die benötigte Zellmasse für diese Art der Vermehrung kommt.

Ohne zweigeschlechtliche Vermehrung, allein auf spontane Selbstklonierung angewiesen, ist zu befürchten, dass diese seltene Spezies in absehbarer Zukunft an ihrer eigenen, inzestuösen Dummheit zugrunde gehen wird [5].
Wie der Name bereits andeutet, ernähren sich diese Kreaturen von Blut. Es wurde bisher nicht beobachtet, dass sie auch andere Nahrung zu sich nehmen. Selbst Blutsauger, die man "fressend" über Leichen hocken sah, lutschten lediglich die blutreichen Innereien eines Opfers, wie Leber, Nieren, Lungen und Herz, aus und ließen die ausgesaugten Fleischreste zurück. Das Kreislaufsystem der Blutsauger enthält bis zu 12 Liter Blut. Es wird vermutet, dass ihnen dieses enorme Blutvolumen als Nährstoffreserve dient, ähnlich den gespeicherten Fetten beim Menschen. Gesättigte, gut genährte Blutsauger explodieren regelrecht in einer Wolke aus Blut, wenn man sie mit einer Schrotladung trifft.

Der Angriff eines Blutsauger ist nicht zwangsläufig tödlich. Jagdstrategie und Ernährungsgewohnheiten scheinen von Clan zu Clan zu variieren. Wahrend zum Beispiel die Krawotniks ihre Opfer erst mit ihren messerscharfen Klauen aufschlitzen, bevor sie das tote Fleisch aussaugen, hat sich der Clan der Muschikvillis darauf spezialisiert, ihre lebendigen Opfer nur teilweise auszusaugen. Möglicherweise ist dies ein evolutionär fortgeschrittenes Verhalten, da dieser Clan die Erfahrung gemacht hat, dass es günstiger ist, seine Nahrungsquellen am Leben zu erhalten [6].

Auch ist der Hals nicht für jeden Clan die bevorzugte Körperstelle, sich an einem Opfer zu nähren. Geschädigte oder verletzte Hautpartien, wie Wunden, Hämatome oder Hämorrhoiden, können Blutsauger dazu verleiten, sich an ergiebigeren Körperstellen festzusaugen. Gerade in Bezug auf Blutsauger, die sich in Hämorrhoiden verbissen haben, kursieren einige sehr kompromittierende, peinlich Fotos im Internet [7].
Blut als alleinige Nahrungsquelle ist auch die Ursache für die eigentümliche braune Färbung der Blutsaugerhaut. Die roten Blutkörperchen werden überwiegend in der Leber abgebaut. Dort wird aus dem roten Blutfarbstoff Hämoglobin die eisenhaltige Häm-Gruppe freigesetzt und weiter verstoffwechselt. Primäres enzymatisches Abbauprodukt ist der gelblich-braune Farbstoff Bilirubin, der zusammen mit seinen Derivaten (Mesobilirubinogen, Stercobilinogen, Stercobilin), über die Galle in den Darm ausgeschieden wird, wo er maßgeblich für die braune Farbe des Kots verantwortlich ist. Bei den Blutsaugern lagert sich ein Großteil des Bilirubins jedoch auch in der Haut ab und verleiht ihr die charakteristische braune Farbe. Diese Stoffwechselbesonderheit ist Ursprung des in der Sperrzone geflügelten Ausspruchs "Du siehst genauso scheiße aus wie ein Blutsauger!"

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Abb. 2: Enzymatische Umwandlung von Bilirubin in N-Tetraacetyl-bilirubin.

Die Einlagerung von Bilirubin in die Haut ist bei Blutsaugern jedoch nicht der Endpunkt der Stoffwechselkette. Ein mutiertes Enzym, die Bilirubin-N-acetyl-transferase (BRNAT), wandelt Bilirubin in N-Tetraacetyl-bilirubin (Ac4BR) um. Die vier zusätzlichen Acetyl-Gruppen verändern auf einzigartige Weise das konjugierte Doppelbindungssystem des Moleküls und seine photoelektrischen Eigenschaften: Mit den aus dem Hämoglobin-Abbau freigewordenen Eisen-II-Atomen bildet das N-Tetraacetyl-bilirubin Ferrocen-ähnliche, Photonen-leitende Charge-Transfer-Komplexe. Über diese Komplexe werden die Photonen des Lichts auf der Hautoberfläche um den Körper herumgeleitet, so dass er unsichtbar erscheint. Da Eisen-III-N-Tetraacetyl-bilirubin-Komplexe keine Photonen leiten, können Blutsauger durch eine einfach Redox-Reaktion zwischen Eisen-II und Eisen-III ihre Unsichtbarkeit sehr schnell aktivieren bzw. deaktivieren [8].

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Abb. 3: Obere Hälfte des Photonen-leitenden Eisen-II-N-Tetraacetyl-bilirubin-Komplexes mit Eisen-Atomen.
Das Fleisch der Blutsauger ist aufgrund ihrer Ernährungsweise sehr bluthaltig und schmeckt daher leicht metallisch. Knoblauch-Paprika-Gerichte sind am ehesten geeignet, diesen Beigeschmack zu überdecken.

=== Blutsauger-Geschnetzeltes mit Paprikastreifen ===

Den frisch geschossenen Blutsauger waschen, häuten, filetieren und in Streifen schneiden. Die Filets von Oberschenkel oder Rückenmuskulatur in Olivenöl mit 5-6 zerriebenen Knoblauchzehen einen Tag lang marinieren. Die Marinade anschließend in eine große Pfanne geben und die Fleischstreifen anbraten. 3 rote Paprikaschoten und 2 mittelgroße Zwiebel kleinschneiden und in die Pfanne geben. Nach Belieben mit Salz, Pfeffer und scharfem Paprikapulver würzen. Einen halben Becher Crème fraiche und einen Esslöffel Zitronensaft zugeben, umrühren und alles etwa 15 Minuten lang leicht köcheln lassen. Zum Schluss vor dem Servieren etwas frische Petersilie zerrupfen und unterheben.
Als Beilage eignen sich Weizennudeln oder Langkornreis. (Kartoffeln sind in der Sperrzone kaum zu bekommen, da sie fast ausschließlich der Wodka-Brennerei zugeführt werden.) [9]
[1] Applied Madness in Science, 138, 2017, 2251-2257.
[2] Ukranian Journal of Advanced Stupidity, 19, 2012, 655-658.
[3] Puking Nature News, 17, 2015, 48-62.
[4] Completely Stupid Theories, 98, 2018, 440-449.
[5] Darwin Award Reviews, 49, 2011, 145-152.
[6] Disaster Area Gnosis, 24, 2009, 145-152.
[7] Ugly Details in Modern Research, 48(4), 2016, 395-419.
[8] International Journal of Puffed Idiots, 42, 2019 (in press), 229-244.
[9] Nimbles goldenes Kochlexikon der Zone, Kiew 2013, Blini Verlag.
- Blutsauger-Information des Ukrainischen Heimatministeriums
https://www.ukraniaforever.com/blodsuker/
- Homepage der Krawotniks bei Fakebug
https://www.fakebug.com/Ukraine/Chernobyl/Clan_of_Krawotniks
- YouFlop-Video "Küß mich, mir hängt ein Blutsauger am Arsch" (ukrainische Volksweise, extended hemorrhoid version):
https://www.youflop.com/watch?v=x4dfzt-vvgt37t0
- Die Krupps - Bloodsucker (Link c&p, dann [t] => t)
https://www.you[t]ube.com/watch?v=QrTjl63wZxk
 
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1000 Wege ins Gras zu beißen - #213: "In der Matrix"

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Dimitri war verbittert. Er hatte Kunde erlangt von einem Haufen gewissenloser Computer-Nerds, die draußen im Großen Land die Zone als Computerspiel bis ins Detail nachgebaut hatten. Und Tausende von übergewichtigen, pickligen Gamern spielten Tag ein, Tag aus das Leben der Stalker nach ... vor dem Bildschirm, in der sicheren Umgebung ihrer gut geheizten Wohnungen, mit einem kalten Bier in der Hand und einer warmen Pizza auf dem Schoß, währen hier draußen echte, lebendige Stalker qualvoll ihr Leben ließen. Diese jämmerlichen Weicheier hatte keinen blassen Schimmer davon, was es bedeutete, jeden Morgen durchnässt, durchgefroren, hungrig und mit Schmerzen auf einer stinkenden, versifften Matratze aufzuwachen ... mit Ausnahme einiger Teenager vielleicht.

Dimitri war es unmöglich, sich vorzustellen, wie man vor einem Bildschirm auch nur im Ansatz nacherleben konnte, wie es sich anfühlt, wenn einem ein echter, gieriger Blutsauger am Arsch klebt, sich die Zähne eines Tushkanos mit höllischen Schmerzen in die Wade bohren oder eine Elektroanomalie jede einzelne Nervenfaser des Körpers in einen glühenden Draht verwandelt. Angeblich konnte das Spiel Hunger, Durst und Schlafbedürfnis simulieren ... als Statusanzeige. Das war zynisch! Diese Fußföhner hatten keine Ahnung davon, wie es sich in einer Hölle lebt, zwei Tage lang ohne Wasser, ohne Nahrung, ohne Schlaf, mit nur vier Schuss Munition, frierend auf einem Dachboden kauernd, weil im Stockwerk darunter ein halbes Dutzend Snorks lauert.

Die wichtigste Sache hatte die Spinner natürlich nicht ins Spiel eingebaut: kacken. Jeder muss "Häufie-Bäufie" machen. Jeder. Regelmäßig. Es gibt da diesen uralten Witz: "Wie sieht ein sibirisches Klos aus? Zwei lange Stöcke - einer zum festhalten, der andere, um die Wölfe abzuwehren." In der Zone lacht niemand darüber. Hier sind es Pseudohunde und Wildschweine, die einem ans Leder wollen, wenn man sich grad mal mit heruntergelassener Hose hingehockt hat. Dimitri hatte schon Dutzende toter Stalker gesehen, die mit der Hose um die Knöchel zerfleischt worden waren ... ein ganz und gar nicht heldenhafter Tod. Dieses Maß an Realität hatten die feinen Herren Game-Entwickler natürlich weggelassen, schließlich sollte sich ja jeder als unbezwingbarer, stolzer Held in der virtuellen Welt fühlen.

Gefühle und Gerüche sind untrennbar miteinander verbunden. Hatte irgendeiner dieser Tastenfreaks auch nur den Hauch einer Vorstellung davon, wie die Sümpfe im Frühjahr riechen? Der Geruch frischer Blumen? Vergiss es! Ohne Atemmaske ist es nicht auszuhalten, wenn das schmelzenden Eis all die halb verwesten Leichen und die Tonnen an Mutantenscheiße freigibt, die im Wasser vor sich hinmodern. Und wenn man durchs Wasser muss, klebt der Dreck an der Ausrüstung. Dreck den man gar nicht mehr abbekommt, dessen Gestank einen noch bis zum nächsten Frühling an den Klamotten haftet. Auch den infernalischen Gestank in Sidos Bunker konnte kein Computerspiel nur annähernd simulieren. Wieso wusch die Pottsau sich nie? Bei seinen guten Handelsbeziehungen musste er doch wenigsten einmal im Monat an ein Deo herankommen. ... Und dann war da noch Boris! Dimitri hatte noch keinen Stalker gesehen, der sich nicht die Seele aus dem Leib kotzte, sobald er in Boris' Dunstkreis geriet. Wie die kleinen Daddel-Hosenscheißer wohl damit fertig würden? Natürlich gar nicht. Spielt sich sicher etwas suboptimal, wenn die eigene Kotze die Tastatur verklebt.

Wie gern würde sich Dimitri einen dieser verzogenen Waschlappen schnappen, ihm eine Makarov samt 20 Schuss Munition in die Hand drücken und ihn durch die echte Zone jagen. Wenn er nicht schon auf den ersten Metern in eine Anomalie stolpert - hilflos und irritiert auf sein hier völlig sinnloses Smartphone starrend - würde ihn der nächste Mutant blitzschnell den verweichlichten Arsch aufreißen, während er noch planlos den Sicherungshebel an seiner Waffe sucht. Er hasste diese kleinen Vollidioten, die jeder Zeit den nächsten sicheren Safe reloaden konnten oder das Spiel pausieren, damit ihnen Mutti einen warmen Haferbrei servieren konnte. "Sicherer Safe"? Am Arsch! Hier draußen war man Mutantenfutter, wenn man auch nur den kleinsten Fehler machte. Keine Chance noch einmal von vorn anzufangen. Aus und vorbei! Für immer!

Dimitri öffnete seinen Stiefel und betrachtete die schmerzenden, eitrigen Wunden an seinem Fuß. "Immer die Füße trocken halten!" Gar nicht so leicht, wenn einem die Zone die Botten demoliert und der einzige Schuster der Zone von den Monolithern im Limansker Krankenhaus an die Tür genagelt wurde. Mit welcher Tastenkombination heilen die kleinen Game-Luschen wohl einen lebensbedrohlichen Wundbrand? Die Wut stieg wieder in ihm auf. ... In diesem Moment wurde ihm urplötzlich schwarz vor Augen und es erschien ein Schriftzug in großen roten Buchstaben vor seinem inneren Auge:

Fatal Error: Description: entity "Wundsalbe" not found!
 
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