News Telekom: Längere Vertragslaufzeiten auf dem Land „eine gute Idee“

Ich halte die Idee immer noch für nicht schlecht.
Seien wir doch mal ehrlich:
Es wird immer Flecken geben, die sind schlichtweg nicht wirtschaftlich zu erschließen.
Da wird kein Anbieter, egal ob Telekom oder jemand anders, jemals irgendwas bauen - und wenn, dann nur mit staatlichen Subventionen oder privaten Investoren.

Unterm Strich werden wir also sowieso alle draufzahlen müssen - ob über die Steuern oder sonstwie.
Da finde ich, ist es ein probates Mittel, die Vertragslaufzeit für diese Gebiete anzupassen. Das vermeidet Preiserhöhungen und ist auch sonst eine relativ sympathische Lösung: schließlich bleiben die meisten Kunden nach dem Ausbau sowieso länger beim ausbauenden Anbieter.

Ob es nun so oder so läuft - am Ende werden wir mehr zahlen müssen.
 
Der große Deal für die Telekomiker. Erst lässt man sich den Breitbandausbau subventionieren, nötigenfalls von der EU und dann will man die "Dorftrottel" noch an einen möglichst langen Vertrag knebeln um möglichst viel Knete reinzufahren. Gehts noch ?
 
*insert random Telekom-rant*

Warum verlangt denn jetzt schon jeder Anbieter eine Vertragslaufzeit von 2 Jahren? Weil das das Maximum ist, das erlaub ist. Was wird sich ändern mit einer längeren Vertragslaufzeit? Die Anbieter werden anfangs mehr Geld scheffeln, was MITNICHTEN in den Netzausbau fließen wird und so ist man länger als 2 Jahre an seinen arschlahmen Anschluss gebunden.
Wollen wir amerikanische Zustände hierzulande? Wir sind jedenfalls auf bestem Wege...
 
Wenn z.B. Google Geld an die Telekom bezahlen sollte weil wir Googles dienst über unsere bezahlten Telekom Leitungen nutzen, muss ich dann demnächst auch VW Geld bezahlen wenn ich mit meinem VW Dienstfahrzeug zur Arbeit fahre und da viel mehr Geld verdiene als VW riss mit dem Wagen gemacht hat?
Weil Google leistet einen Dienst, genau wie ich meinem Chef. Damit Googles Dienst funktioniert brauchen Sie Internet so wie ich einen Wagen um zur Arbeit zu kommen. Googles Kunden haben das Internet bezahlt, so wie mein Chef mein Dienstfahrzeug. Also wenn Google dann Geld an die Telekom zahlen muss, dann brauche ich die Kontodaten von VW :D

Sry jungs, macht euch mal nicht lächerlich. Wenn ihr sagt das ihr ja so sehr unter der Datenmenge leidet und es sich nicht rechnet, dann macht eure Verträge teurer. Ich bin im übrigen für Datenlimits bei Verträgen um mal das Bewusstsein der Leute für die Datenmengen zu schärfen die sie jeden Tag in die Welt blasen.
 
komisch, wo doch die Telekom von sich aus auf dem Land gar nicht so viel investiert. Tatsächlich besteht nahezu alles aus Förderung und Geld von den Gemeinden.
Ja, hier in unserer Gegend ist das so und wo anders auch - denn ohne würde die Telekom rein gar nichts machen.
 
absolut fair - ich habe zwar nicht das Problem, da es hier auf dem Land auch theoretisch 50 M/Bit gibt, aber nur im Bundle mit VoIP - was ich aber keinesfalls beauftrage! So bleibe ich bei meinen 8 M/Bit plus ISDN die ich aber auch rund um die Uhr habe.

Die Sicht das bei kürzeren Verträgen andere Aasgeier kommen und dann mit billig Verträgen Kasse machen ohne jemals was investiert zu haben, ist bewiesen an anderen Orten!
Eine andere Möglichkeit wäre den Zugang zu erleichtern, aber mit der Maßgabe, dass nach Schaffung der technischen Voraussetzungen andere Firmen, die nicht in die Infrastruktur investiert haben, 50% der Einnahmen an die Firmen abtreten müssen die die Infrastruktur geschaffen haben!
 
Hi,

sofern die Telekom dann im Gegenzug auch verpflichtet wird, die entsprechenden Gebiete auszubauen kann man über so etwas nachdenken. Wenn es allerdings so bleibt wie bisher (und davon ist auszugehen) dann ist das einfach vollkommen weltfremd!

Höttges fordert diesbezüglich ein Eingreifen der EU: „Die EU muss für fairen Wettbewerb sorgen. Wenn Internetkonzerne Kommunikationsdienste anbieten, dann müssen für alle die gleichen Regeln gelten.“

Genau, die Regierungen sollen die Fehlkalkulationen der Telekom wieder gesetzlich richten - alter Hut. Das kleine, dicke Kind rennt weinend zu Mutti, wenn jemand anders schneller beim Kuchen war. Peinlich solche "Ideen".

VG,
Mad
 
komplett ohne dsl ist man heutzutage einfach isoliert vom technischen fortschritt - filme streamen? nein. spiele bei steam runterladen? nein um himmels willen! youtube videos in hoher qualität anschauen? nope.

was? der neue fernseher hat wlan und kann auf das internetzugreifen? bringt nur nichts, da es kein wlan gibt.

ganz ehrlich, ich würde gern mal das internet mit dem telekom chef für einen monat tauschen - weinen würde er.
LTE? ja klar, 30-50€ für eine anscheinend hohe geschwindigkeit, aber nach der drosselung kannste die box auch ausm fenster schmeißen...haben sie klasse gelöst für die auf dem land lebenden. als begründung für das datenvolumen dann die netzauslastung angeben, aber wenn mann 15€ investiert gibt es diese probleme wohl nicht? zauberei.

es muss noch viel passieren, aber da bin ich ehrlich gesagt pessimistisch - bis 2018 wird sich auf garantie nicht viel geändert haben, außer dass vielleicht die stadtkerne von münchen oder hamburg 800mbit geschwindigkeiten bekommen...
 
Und er kapiert es nicht und wettert schon wieder gegen Netzneutralität.

Das Argument, dass die "bösen" amerikanischen Internetdienste durch Ausnutzung der "ehrlichen Arbeit" deutscher Internetprovider Milliarden verdienen ist so hohl, dass es außer am Stammtisch doch niemanden überzeugen kann.

Google/YouTube, Facebook und Netflix verdienen Milliarden, zahlen aber natürlich auch selber für ihren eigenen Internetzugang.
Der Traffic von YouTube taucht ja nicht plötzlich von Geisterhand im Netz der Telekom auf und verlangt transportiert zu werden, der wird genauso in den USA oder sonstwo von Google ins Internet eingespeist und dafür zahlt Google Geld.

Überall wo die Daten das Netz eines anderen Anbieters betreten fließt Geld, damit dieser Anbieter die Daten überhaupt weiterleitet.
Und wenn kein Geld fließt, dann gibt es ein Abkommen, dass dafür der abliefernde Anbieter auch mal kostenlos Daten des annehmenden Providers transportieren muss.

Google zahlt also bereits.

Und der Nutzer zahlt auch bereits, der zahlt nämlich monatlich 40€ für eine 50Mbit-Leitung.

Und (beinahe) NIEMAND holt sich eine Leitung mit 50Mbit/s oder mehr um mal schnell seine Emails abzurufen.
Gäbe es kein YouTube gäbe es für den Großteil der Nutzer auch gar keinen Anreiz überhaupt eine schnelle Internetverbindung zu kaufen.
Solange sie nicht für jede Minute zahlen müssen wären sie auch mit maximal 6Mbit/s zufrieden.

Beide Seiten zahlen also bereits Geld. Schmarotzer gibt es in diesem System nicht.

Und noch der letzte Punkt, die verdienten Milliarden:
Das geht die Telekom einen Scheißdreck an wie viel Geld Google mit seinem Suchtraffic (und der dort gezeigten Werbung) verdient, denn Internetleitungen haben gefälligst dumme Röhren zu sein, so wie es auch Wasserleitungen und Stromleitungen sind.

Wie sähe es denn aus, wenn man den Wunschtraum der Telekom auf andere Dinge anwenden würde, nämlich Nutzungspreise nach dem Wert der dadurch bei dem Nutzer generiert wird?!

1. Ich schaue mir lustige Comicbildchen im Internet an, ich zahle nur meine normalen Gebühren.
2. Ich stelle einen alten Fernseher bei eBay ein, die Telekom verlangt 3% des Erlöses eBay-Angebotsbildertransfergebühr.
3. Ich bin CEO eines Startups und bekomme von Mark Zuckerberg einen Anruf, dass er mein Startup für 2 Milliarden Dollar kaufen möchte. Mit diesem Telefonanruf habe ich also 2 Milliarden Euro bekommen - die Telekom möchte ihren Anteil.

4. Ich entnehme einen Liter Wasser aus dem Wasserhahn um damit Nudeln zu kochen - das kostet mich Centbruchteile.
5. Der Weihnachtsbaum brennt, ich fülle einen Eimer mit 10 Litern Wasser und lösche damit den Brand - das Wasserwerk verlangt eine Hausabbrandverhinderungspauschale.

6. Ich betreibe mit Strom eine Konsole und einen Fernseher um Spiele zu spielen - das kostet mich 27 Cent pro KW/h.
7. Ich habe mit dem Strom vor anderthalb Jahren Bitcoints gemined - RWE verlangt 30€ pro KW/h als Beteiligung an meinem durch die RWE ermöglichten Gewinn.

Da sind immer irrsinnige bekloppte Beispiele dabei - das Problem ist nur, dass die Telekom etwas fordert, was genau in diese Richtung geht.
 
Spricht doch nichts dagegen,irgendwie müssen die Investitionen ja wieder reinkommen. Wenn alle zu Telefonica und Vodafone wechseln hilft das der Telekom nicht.
 
Hier wird zu sehr auf die Telekom alles geschoben, dass es IHRE Idee war. Jedoch hat Günther Oettinger diese Idee in den Raum geworfen und die Telekom hat Ihre Meinung dazu geäußert. Nur mal so als Einwurf.

Und zur eigentlichen News. An sich finde ich es nicht schlimm, wenn der Kunde einen "längeren" Vertrag abschließt. Es ist ja immer noch dem Kunden überlassen, ob er es möchte oder nicht. Die Preise und Vertragslaufzeit sollte jedoch in einem annehmbaren Rahmen vorliegen.
 
Nichts dagegen. Im Gegenzug muss aber die Klausel "bis zu" raus. Nicht 100.000er Leitung verkaufen und nur DSL Light liefern und sich mit der "bis zu" Klausel raus reden. Dafür sollte es dann eine Sonderkündigungsrechts Klausel geben. Mal schauen ob die Telekom dann noch längere Vertragslaufzeiten befürwortet.
 
CarstenJoe schrieb:
Wieso sollte der Kunde jetzt der Leidtragende sein? Eine längere Vertragslaufzeit ist meiner Meinung nach NIE gut.

Eine bessere Lösung wäre meiner Meinung nach eine Einrechnung des theoretischen Verdienstes der Telekom in die 'Mietverträge' für andere Provider über Zeitraum X. Damit ist dem Kunden geholfen (=keine längere Vertragslaufzeit), die Investition der Telekom ist geschützt (=durch höhere Mieten sofern nicht das eigene Angebot vom Kunden geordert wird) und die Subanbieter können - müssen - aber nicht die Leitung mieten.
Der Kunde wird nicht der Leidtragende sein, wieso heulen alle immer nur rum ?
Die Regelung kann ganz einfach sein:
1. Für jeden Landei Ausbau der gefördert wird, muss ein Businesscase erstellt werden (ist Fakt).
2. Dieser, bzw die Berechnungsgrundlage ist der Regulierungsbehörde zugänglich (ist Fakt).
3. Mit längeren Vertragslaufzeiten sind in dem Businesscase höhere Einnahmen auszuweisen (muss die Regulierung als Bedingung festhalten und ist als Folge von 2 prüfbar).
4. Die höheren Einnahmen führen zu geringeren Zuschusskosten und zu mehr ausgebauten Gebieten.
5. Wer vorzeitig aus dem Vertrag heraus will, Ausstiegsklausel mit Vertragsstrafe, oder der "andere " Anbieter kann den Kunden ja freikaufen. So macht es z.B. T-Mobile i n USA.
6. Wer nicht will und bei dem sich ein Festnetzausbau nicht lohnt muss halt über LTE surfen.
 
Es sollten aber auch Investitionen vorhanden sein... :mad:
 
Admiral Thrawn schrieb:
Eigentlich sollte die Telekom doch ohnehin Investitionsschutz genießen, wenn sie neu ausgebaut haben, oder irre ich mich da?

Das ist eine gute Frage. Ich gehöre zum glück zu den glücklichen die nach einem Netzausbau auf ihrem Dorf 50Mbit bekommen.
Initiiert wurde es von einem Bewohner unseres kleinen Dorfes der sich mit der Telekom und der Gemeinde rumgeschlagen hat. Zum Schluss hat man 2 km Glasfaser Leitung vom nächsten Industriegebiet in unser Dorf geschoben und ein paar kästen aufgerüstet.

Das lustige ist das wir hier vorher alle bei einem alternativen Anbieter waren. Dessen Netz war auch schon sehr mies und hat nur rund 2mbit/s gebracht (Also bei mir und ich habe noch ein weiteres Privileg: Ich habe eine der kürzesten und damit schnellsten Leitungen im ganzen Dorf. Das bedeutet das viele mit hängen und würgen gerade mal auf DSL Light kamen). Nach dem die Telekom dann aufgerüstet hat ist, anscheinend durch Überlagerungen des neuen Netzes, das von dem alternativen Anbieter kollabiert. Darauf hin sind hier alle zurück zur Telekom mit bedeutend schnelleren Leitungen.

Seitdem ist hier keiner mehr angepisst wegen langsamen Internet und da jetzt damit alle zufrieden sind bleiben auch alle bei der Telekom. Einen alternativen Anbieter gibts im übrigen hier nicht mehr wirklich. Nur mit LTE und co. und wer will das schon wenn er VDSL bekommen kann.

Fazit: Hätten sie gleich investiert hätten sie nicht erstmal 90% des marktes hier verloren den sie sich dann mit der Investition zurück gekauft haben.
 
Lange Vertragslaufzeiten sind kontraproduktiv. Weil dann kann sich der Anbieter ja zurücklehnen und braucht den Ausbau nicht groß vorantreiben. Hat man erstmal Kunden gewonnen, so hat die Konkurrenz dann auch kein großes Interesse bessere Technik anzubieten, weil die Kunden ja gebunden sind. Und ein Preiskampf findet somit auch nicht statt. Kürzere Vertragslaufzeiten würden die Konkurrenz steigern unter den Anbietern, denn dann müssten sich die Anbieter ständig um die Kundschaft schlagen. Und verkackt ein Anbieter mal den Anschluss, dann kann der Kunde innerhalb von Monaten den Anbieter wechseln.

Also kürzere Vertragslaufzeiten sind besser, nicht längere.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja nee is klar. Vertragslaufzeiten rauf? Das Neuland ist schnelllebig, selbst die aktuell typischen 2 Jahre sind da doch schon verdammt lang. Lieber verkürzen, das könnte wenigstens für Druck auf die Anbieter sorgen, was wiederum zu mehr Qualität für die Kundschaft sorgen sollte.
 
wenn ich hier gleich wieder das losgewettere gegen die telekom höre. warum bauen denn die anderen anbieter in ländlichen regionen nicht aus? sie können doch die gleichen vorteile bzw. nachteile nutzen wie die telekom.
aber in den meisten ländlichen regionen sucht man vergeblich nach alternativen. dort ist die telekom der einzige anbieter der überhaupt investiert.
und was heist teuer? ich zahle 35€ im monat für meinen festnetzanschluß und den DSL-anschluss. ein fairer preis. damit kann wohl jeder leben. ich würde auch 40€ oder gar 45€ in die hand nehmen. kein problem.
nach dem billigsten angeboten schreien, dabei zu den billiganbietern wechseln und anschließend auf dem unternehmen rumhacken das als einziges unternehmen überhaupt richtig investiert.
 
Obwohl ich mich als Landei über meine 16.000er DSL-Leitung nicht beschweren kann finde ich diesen Gedanken hochgradig schwachsinnig. Im Mittelstand kann der Inhaber erst in Saus und Braus leben wenn der Laden genug Kohle abwirft. Bei Konzernen - sorry, aber der Eindruck drängt sich mir immer mehr auf - denken die Manager zu allererst an ihr eigenes Portemonnaie. Wann kommt eigentlich der Vorschlag den Konzernen die Lizenz zum Geld drucken zu geben? Und die Äußerungen kamen vom Oettinger - die Idee dahinter ergo von einem Lobbyisten.
 
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