Wahlprogramme stehen fest, wen wählt Ihr?

Wer bekommt Eure Stimme!

  • CDU CSU

    Stimmen: 69 20,9%
  • SPD

    Stimmen: 90 27,3%
  • FDP

    Stimmen: 42 12,7%
  • "Neue Linke"

    Stimmen: 57 17,3%
  • Grüne

    Stimmen: 23 7,0%
  • gar nicht

    Stimmen: 30 9,1%
  • Sonstige

    Stimmen: 19 5,8%

  • Umfrageteilnehmer
    330
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
wenn ich das so lese was tiguar zitiert hat, dann frage ich mich, ob ich allgemein verständlich genug war ( tiguar hat mich schon richtig verstanden.).

noch mal am beispiel:

- eine familie ist total überschuldet. und hat bei einem nettoeinkommen von 1400 euro/monat feste kosten von 1350,- euro/monat. was nützt da der wechsel der schuldnerberaterung? von der freien zur caritas oder ungekehrt... ?

klar ist: es hilft nur mehr arbeit, höheres einkommen, sich qualifizieren für mehr einkommen bei gleicher stundenzahl, (für deutschland als ganzes gedacht: auch preiswerte mitarbeiter finden (im beispiel: putz-, kinderfrau von irgendwo aus der welt für 3,- euro die stunde, damit einer aus der 1400-Euro-Familie dann für 6, 8 oder 14 Euro/h arbeiten gehen kann.) - höheres einkommen deshalb, weil viel mehr sparen kann man auf dem niveau auch nicht mehr - und das auch nicht sinnvoll ist: theater, kino, konzert, urlaub gehören für jede familie dazu. für deutschland: sozialstaat, messen, ausstellungen, autobahnen, verteidigung, polizei, afrikahilfe, deutschlandfunk ... - eben alles, und alles gut.

der schluss wurde also bereits gezogen: in ähnlicher lage sind wir als gemeinwesen (und das ist nicht von mir, sondern konnte man wiederholt überall lesen, in interviews hören):


- wer auch immer kommt, seine handlungsspielräume sind extrem eng. (und "das tafelsilber", bundesvermögen etc. ist nun bereits alles verkauft).

- deswegen soll und muss natürlich weiter jeder so wählen, wie es seinem persönlichen vorteil entspricht.


(und warum vorteil, darüber könnte man eine mindestens einsemestrige politikvorlesung halten. aber: vorteil ist richtig.)
.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei einer Bundestagswahl geht es doch auch um Tendenzen./Richtungen
25% der Bevölkerung wählen deshalb WASG/Neue Linke, um der Politik eine neue Richtung zu geben. Die neoliberale Richtung, wie wir Sie seit längerem haben, ist eine Sackgasse.
Sicher, die Neue Linke geht in die Oposition (hoffe das Wort ist richtig geschrieben), und 25% der Bevölkerung hoffen damit, daß SPD und CDU Ihre Politik ändern, die 25% Wählerschaft endlich berücksichtigt werden, ansonsten wird der Stimmenanteil für die SPD und CDU in den nächsten Jahren immer kleiner. Und die 25% sind ja nur die jenigen, welche Ihre Meinung über die Wahlmöglichkeit kundtun, es sind ja noch nicht einmal die nicht wählenden darin erfasst.
Es wird also nicht so sein, daß das Wahlprogramm der "Neuen Linken" umgesetzt werden kann, immerhin gibt es die Richtung vor in die sich dann auch die anderen Parteien bewegen müssen.

Die Wirtschaft ist teilweise wieder zur modernen Sklavenmentalität verkommen.
Profite, Profite, Profite :rolleyes:
Ob man dies auch so in einem Management-BWL Studium lernt ?
Sicher sind Profite wichtig, aber mittlererweile wird der Profit nicht mehr der arbeitenden Bevölkerung mit zuteil, sonder nur den Anteilseignern.
Typisch dafür ist das gejammere, wenn man der arbeitenden Bevölkerung mal 2-3% mehr Lohn geben soll. (Der "arme" Anteilseigner könnte ja dann etwas weniger haben)
Jedes Jahr mal wieder 4% mehr Rendite als vorheriges Jahr. Wo soll der herkommen ?
Vorstellungen von 12-15% Rendite, wie in den USA sind in Deutschland nicht realistisch.
Da es nicht mehr über Umsatz über verkaufte Stückzahlen möglich ist (mangels vorenthaltener Einkommenserhöhungen seitens der Industrie), muß dann das Personal bluten infolge von Entlassungen etc.
Als Folge davon, werden die hergestellten Produkte im Inland nicht mehr abgesetzt werden können, da man ja den Profit über Jahre der arbeitenden Bevölkerung vorenthalten hat, und Hartz IV Empfänger keinen Umsatz mehr generieren können.
Und dieser Kreislauf zieht sich weiter nach "unten".
Aber wenn dann Deutschland leergesaugt worden ist, geht man halt ins Ausland und fängt da von neuem an. Wird dann wieder 20 Jahre dauern, bis das man es dort auch geschafft hat.

Jetzt nochmal zur CDU und Ihrem Wahlinhalt "Arbeitnehmerrechte einschränken".
Wir hatten hier einige Befürworter, möchte hier nochmal die Folgen daraus aufzählen,
da sich viele deren Folgen vielleicht nicht bewußt sind:

Innerhalb 2-3 Jahren haben wir dann einen Gehaltssturz nach unten ins Bodenlose ohne Ende.

Beispiel: Firma A + B stellen das gleiche Produkt her. Firma A ist etwas teuerer, der Service ist besser, daß Produkt hält länger, die Mitarbeiter sind besser motiviert, was sich auf das Produkt niederschlägt.
Firma B hat Schwierigkeiten, erreicht nicht den Umsatz wie geplant, kommt aber nicht ins Minus. Nun läuft der GF der Firma B zum Betriebsrat und verlangt Einkommensverzicht von 10%, damit der Umsatz durch billigeren Verkauf der Produkte wieder nach oben geht.
Jetzt gerät Firma A unter Druck, die Konkurrenz ist zu billig, viele Kunden kaufen trotz schlechterer Qualität das billigerer Produkt der Firma A, weil die Differenz gegenüber dem teueren Produkt größer geworden ist.
Nun ist auch Firma A gezwungen beim Betriebsrat anzurennen, um den Gleichstand zu Firma B wieder herzustellen und will dafür ebenfalls Gehaltskürzungen durchzuführen.
Und so wird das dann immer weiter gehen, von Firma zu Firma, Branche zu Branche.

Die Folgen:

Da unsere Rentenhöhe auf Basis des Einkommens berechnet wird, fällt unsere zukünftige Rente ins Bodenlose "endlich richtig arm".
Die Sozialsysteme brechen zusammen, da der Beitragsanteil in EURO rapide schmilzt.
Die Mieten werden unbezahlbar, denn welcher Vermieter möchte sein eigenes Einkommen kürzen ?
Ratenzahlungen werden nicht mehr bezahlbar sein aufgrund des geringeren Einkommens.
D.h. Privatkonkurs wäre die Folge.
Jedes Jahr einen Streik im Betrieb um solche Forderungen abzuwehren.
Die Stimmung der Arbeitnehmer und deren Psyche geht in den Keller.
Der Inlandskonsum wird total zusammenbrechen, denn er plant schon langfristige Ausgaben oder Verpflichtungen, wenn er nicht weiß, ob er nächstes Jahr noch das gleiche verdient wie letztes Jahr usw.
Und diese Spirale geht dann immer weiter nach unten, bis ins Bodenlose

Nein, danke. Darauf habe ich keinen Bock. Niemals CDU !
 
Zuletzt bearbeitet:
Sorry für OT, aber das mag ich nicht so stehen lassen.
dr.White schrieb:
1. ich studiere umsonst.... gut 90€ Verwaltungsentschädigung pro Semester zahle ich.
Ein Studium kostet deutlich mehr als den Verwaltungsbeitrag, so z.B.:
- Literatur
- Arbeitsmaterialien
- Aufwand für Praktika (Unterkunft, Fahrkosten, ...)
Von Umsonst kann also keine Rede sein.
2. wo lebst du denn =?

Ich kenne genug Betriebe in denen die Azubis so produktiv mitarbeiten, dass der Betrieb ohne sie zu machen könnte. Und da kommst du mir mit Studenten...ausser im Praktikum leisten die wohl kaum in diesem Sinne produktive Arbeit wie zb eine Arzthelferin, ein Kfz-Mechaniker Krankenschwester o.Ä.

dein Vergleich ist sowas von daneben.... am besten bezahlen wir die Studenten noch fürs Studium.
Aber wenn dann müssen sie schon das dreifache von nem Azubi bekommen, schließlich lernen die ja viel schwierigere Sachen... :lol:
2. In Landau, aber das ist wohl kaum relevant. ;)
Klar, Auszubildende leisten (meistens) einen unmittelbar sichtbaren Beitrag zum Betriebsergebnis, aber Studenten arbeiten letztenendes auch. Sie "produzieren" halt nur Semester-/Diplomarbeiten, Referate, Statistiken usw., aber ist das denn keine Arbeit?
Ja, ich bin dafür, das studierende Volk im sinne einer Ausbildungsentschädigung finanziell mehr zu unterstützten. Im Gegenzug sollte man allerdings auch das Studieren etwas strenger regeln; ein System ähnlich wie auf FHs würde mir da vorschweben.
Vielleicht wäre diese finanzielle Unterstützung auch mittelfristig rentabel, da man so sicherlich die Anzahl gut ausgebildeter Absolventen steigern und so dem Akademikermangel entgegenwirken könnte.
 
b-runner schrieb:
Sorry für OT, aber das mag ich nicht so stehen lassen.
(....)

Tut mir leid aber ich bin Student und mir gehts prima. Wenn ich daran denke wie meine Freundin während ihrer Ausbildung manchmal schuften musste, dann finde ich es voll in Ordnung, dass sie (etwas) Entlohnung für die geleistete Arbeit bekommt.

Ich dagegen wäre durchaus bereit für mein Studium eine Gebühr zu zahlen, schließlich werde ich später mal (hoffentlich) das Doppelte oder so verdienen.
Arg vereinfacht könnte man sagen: Im Moment bezahlt mir meine Freundin meine Ausbildung durch ihre Steuern.

Ich fände es denkbar, dass jeder Student (völlig aus der Luft gegriffen) 10000€ fürs Studium bekommt, die er nach dem Abschluss und 2 Jahren Berufserfahrung dann in kleinen Raten innerhalb von 10 Jahren zurückzahlen muss, so dass dadurch die nächsten Studenten wieder finanziert werden. Von mir aus auch mit Zinsen.
Mit diesem Geld , das jeder Student der es beantragt bekommt, könnten dann die höheren Studiengebühren finanziert werden, die Hochschulen hätten endlich mehr Geld und als Erfolg verspreche ich mir auch ein besseres Niveau.

so far
doc


Alphamenpower61 schrieb:
Es wird also nicht so sein, daß das Wahlprogramm der "Neuen Linken" umgesetzt werden kann, immerhin gibt es die Richtung vor in die sich dann auch die anderen Parteien bewegen müssen.

Falsch. Die Partei(en) mit der Mehrheit kümmern sich doch nicht um irgendein Wahlprogramm irgendeiner Partei der Opposition. Wer die Mehrheit (Bundestag und Bundesrat) hat regiert nach seinen Vorstellungen.

Alphamenpower61 schrieb:
Typisch dafür ist das gejammere, wenn man der arbeitenden Bevölkerung mal 2-3% mehr Lohn geben soll. (...)

Beispiel: Firma A + B stellen das gleiche Produkt her. Firma A ist etwas teuerer, der Service ist besser, daß Produkt hält länger, die Mitarbeiter sind besser motiviert, was sich auf das Produkt niederschlägt.
Firma B hat Schwierigkeiten, erreicht nicht den Umsatz wie geplant, kommt aber nicht ins Minus. Nun läuft der GF der Firma B zum Betriebsrat und verlangt Einkommensverzicht von 10%, damit der Umsatz durch billigeren Verkauf der Produkte wieder nach oben geht.
Jetzt gerät Firma A unter Druck, die Konkurrenz ist zu billig, viele Kunden kaufen trotz schlechterer Qualität das billigerer Produkt der Firma A, weil die Differenz gegenüber dem teueren Produkt größer geworden ist. (...)
Allein aufgrund der Tatsache, dass (fast) jede Branche Billig Konkurrenz aus allen Teilen der Welt hat ein viel zu isoliert betrachtetes Szenario.
Schließlich setzen sich viele Deutsche Betriebe schon seit längerem Erfolgreich dagegen zur Wehr, weil die Qualität einfach noch besser ist. Ich arbeite zur Zeit in einem.

Knapp gesagt: Wir müssen immer ein bißchen besser als die anderen sein, oder eben auch billiger werden.

Alphamenpower61 schrieb:
Nein, danke. Darauf habe ich keinen Bock. Niemals CDU !

ok, akzeptiert.
Ich bin jedoch der Meinung dass wir, wenn wir Arbeitgebern wieder mehr Eigenverantwortung (gelockerter Kündigungsschutz, kein Mindestlohn, Senkung Lohnnebenkosten usw) übertragen und die Menschen kapieren dass man inzwischen wieder 40h fürs gleiche Geld anstatt 35h arbeiten muss und man sich nicht (nur) auf den Staat als Vorsorge verlassen kann, dann wird es auch wieder besser werden.

Der Glaube den Gysi, Lafontaine und Konsorten verbreiten, dass sie den Wohlfahrtsstaat finanzierbar uns allen zurückgeben können, halte ich einfach für falsch. Die Zeiten haben sich derart geändert.
Man kann einem Unternehmer nicht vorschreiben wo er mit wem produziert. Aber man kann ihm Vorteile schaffen so dass er es freiwillig macht. Und da war bisher in Deutschland eine gute Grundlage (gute Verkehrsnetze, Telekommunikation, Forschung, gut ausgebildete Arbeiter, politische Stabilität, Absatzmärkte usw....)
Kalr, die Lohnnebenkosten sind zu hoch, die Steuern zu kompliziert usw...aber ich wiederhole mich

mfg doc
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo dr. White,

nun weiß ich nicht, ob Du es wusstest:

Jedes auch noch so kleine oder größere Unternehmergeschenk in den vergangenen Jahren von Regierungsseite wurde exakt ausnahmslos nur mit Arbeitsplatzabbau gedankt.

Irgendwann habt ihr Möchtegern-Kapitalisten soviel produziert, dass ihr eure Produkte allesamt kostenlos selbst konsumieren könnt. Kaufen kann sie von der breiten Masse sowieso keiner mehr.

Wünsche allen ein sonniges Gemüt.
Penzy

Hallo Alphamenpower61,

guter Beitrag hier von Dir.

Wünsche Dir ein sonniges Gemüt
Penzy

Benutze doch bitte zukünftig bei aufeinanderfolgenden Beiträgen den "Zitieren" Button - danke!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Jedes auch noch so kleine oder größere Unternehmergeschenk in den vergangenen Jahren von Regierungsseite wurde exakt ausnahmslos nur mit Arbeitsplatzabbau gedankt.
ich dreh diesen angeblichen kausalen zusammenhang mal um und frage: was wäre passiert, wenn die unternehmer keine steuerlichen erleichterungen erhalten hätten? meint irgendwer, dadurch hätten die unternehmer weniger leute entlassen? das glaube ich nicht, viell. wären sogar eher noch mehr leute entlassen worden.
 
"Ein Studium kostet deutlich mehr als den Verwaltungsbeitrag, so z.B.:
- Literatur
- Arbeitsmaterialien
- Aufwand für Praktika (Unterkunft, Fahrkosten, ...)
Von Umsonst kann also keine Rede sein."

Im Gegenteil: Wie gesagt, ein Studium kostet richtig Geld. Auf jeden Professor kommen zwei oder mehr wissenschaftliche Mitarbeiter, oft ein, zwei oder mehr Labore, Sekräterin, studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte, sowie die anteiligen Kosten für Gebäude, Hörsääle, Aulen, Mensen, usw., sowie schlußendlich noch 25 Jahre Pensionszahlungen (ca. von 60-85) für den genannten Personenkreis:

Wenn man Studiengebühren von 10.000,- Euro pro Semester erheben würde, wäre das am Ende höchstwahrscheinlich immer noch nicht kostendeckend.

Das ist ja das Kreuz der Politik: Das jeder wählen darf. Was er möchte. Was ihm nützt. Was seinem Vorteil entspricht. Sogar die totalen Bildungsverweigerer (von denen hier keiner einer ist, klar)
 
mr.e schrieb:
ich dreh diesen angeblichen kausalen zusammenhang mal um und frage:*snip*
Nee, nee, so nicht!

Steuererleichterungen wurden/werden immer wieder von der Arbeitgeberseite mit der Begründung gefordert, dass nur unter dieser Voraussetung neue Arbeitsplätze entstünden - nur wurden/werden es statt dessen immer weniger...
 
Zuletzt bearbeitet:
@ mr.e

Dann lassen wir uns doch weiter erpressen: "Keine Steuergeschenke - noch mehr Entlassungen."

Prima - Weiter so.

@ Daria

Ich weiß zwar nicht auf was für eine Uni oder ähnliches Du bist und was Du dort lernst. Wenn es aber das ist, was Du hier ausführst, ist das keine gute Betriebswirtschaftslehre und VOLKswirtschaftslehre. Diese Qualität ist mehr als fraglich. So viel lebens- und menschenverachtende Argumente haben mit guten Unternehmen nicht viel zu tun. Zu einem vernünftigen Wirtschaftsleben gehört ein bissel mehr, als nur einseitiges Profitdenken. Der allgemeine Lebensfluss besteht nur, wenn beide Geschäftspartner ein gutes Geschäft gemacht haben. Auch das Verhältnis Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist ein Geschäft. Auch das kann nur auf gegenseitigem Respekt und Achtung bestehen. Alles andere geht auf Dauer völlig auf Schief an.
Du hörst Dich hier in Deinen Ausführungen an, als ob man Dir irgendwann einmal das gesamte Spielzeug geklaut hätte. Verbittert bis in die Wurzel.

Wünsche allen ein sonniges Gemüt
Penzy
 
Eine Arbeitszeitverlängerung von 35 auf 40 Std. Woche ist kein Wundermittel.
Das Problem ist doch, am liebsten ohne Lohnausgleich.:mad:
Wie wäre es denn mal mit anteiliger Mehrbezahlung ?
Dann entstände zumindestens wieder mehr Kaufkraft, wo dann auch die Produkte gekauft werden können, die in den 5 Std. Mehrarbeit gefertigt worden sind.
Da dies aber sonst keinen Absatz findet, heißt dies weitere Entlassungen. Wozu brauche ich dann das Personal, wenn die Firma die Produkte nicht verkaufen tut ?

Damit ist klar, daß eine Arbeitszeitverlängerung unsere Arbeitslosenzahl weiter in die Höhe schnellen läßt.
Abgesehen davon, selbst ich, der die 35 Std. Woche hat, arbeitet im Durchschnitt bereits ca. 37,5 Std. je Woche. Soll ich demnächst dann 42 Std. arbeiten ?
Jeder weiß doch, daß es bei der 40 Std. Woche dann nicht bleibt.

Ausserdem haben wir jedes Jahr zusätzlich zu der angedachten Arbeitszeitverlängerung eine Produktionssteigerung von ca. 2%
Wer soll denn alle diese Produkte noch dazu kaufen ohne mehr Gehalt ?

Die Forderung einer 30 Std. Woche ist sicherlich utopisch, aber ebenso eine Arbeitszeitverlängerung.

Selbst die anderen Parteien müssen sich der allgemeinen Tendenz in der Bevölkerung anpassen. Es ist doch schon geschehen, daß zumindest die SPD versucht, soziale Komponenten in Ihrem Wahlprogramm aufzunehmen, auf Grund des Zuspruchs an die neue Linkspartei.
Ansonsten droht der SPD und CDU in den nächsten Jahren der weitere Absturz.
Die Parteienlandschaft wird sich daher immer stärker verändern.
Sonst wäre doch Wählen sinnlos, wenn keine der Parteien darauf reagieren würde und meine Stimme, (mein Wille, meine Vorstellungen, meine Maßstäbe...) einfach ignoriert würden.
Ansonsten wäre weitere Wahlverbitterung die Folge, demnächst dann nur noch 50% Wahlbeteiligung ?
Ausserdem gebe ich mit meiner Stimme an die WASG nur die Tendenz vor, in die sich die Politik bewegen soll.
Das ist wie beim Pokern einer Gehaltserhöhung. Ich sage 30 Std. Woche, Merkel sagt 40 Std. Woche und mehr. Merkel weißt, das Sie dafür keinen Zuspruch hat (siehe Ergebnis WASG) und raus kommt unverändert 35 Std. Woche, womit ich dann auch zufrieden bin.
Ich hoffe, ich konnte den "Sinn" rüberbringen, worum es bei der anstehenden Wahl geht.

@Penzy@
Ich sehe, wir haben zumindest etwas gleiche "Wellenlänge"
Danke
Du hast recht, die "Grauzone" ist vorhanden, diese ist noch garnicht so bewußt gemacht worden in Deutschland.

....nicht auf den Staat als Vorsorge verlassen kann......

Wer hat denn noch Geld für eigene Vorsorge ?
Höchstens noch die mittleren, hohen und sehr hohen Einkommen.
Die kleinen Einkommen gehen den Bach runter, keine Zukunft mehr...., keine Möglichkeit mangels Finanzmittel seine Zukunft abzusichern.
Deshalb ist auch die Riester Rente nicht so erfolgreich, wie angenommen, zumindest mit ein Grund wie oben erwähnt.
Selbst die Einkommen, welche das Geld abzwacken hierfür, können es nicht mehr verkonsumieren. Auch dies eine Folge der schwachen Inlandsnachfrage.
Ich persönlich finde es unfair, die gesetzl. Rente so zusammenstreichen, daß im Endeffekt für viele nur noch Altersarmut übrigbleibt.
Warum wird keine Bürgerversicherung für die Rente gemacht ?
Doch nur, damit die Politiker, Beamte, Selbstständigen sich nachwievor von dem Unheil, welches die allgemeine Bevölkerung ereilt, nachwievor abseilen kann.
Hier läuft einiges schief.

@Morgoth@
Habe mir die PDF runtergeladen.
Schaue Sie mir einmal an.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Alphamenpower61

Damals habe ich in der Firma unter amerikanischer Leitung 16 Std. täglich gearbeitet. Im Vertrag stand ein 8 Std. Tag. Leider konnte man das nicht nachweisen. Was glaubst Du, wieviele überhaupt keine 35 oder 40 Std. Woche mehr haben? Uns wurde mündlich gesagt, dass man mindestens 60 Std. in der Woche erwartet. Etliche Bekannte von mir erzählen mir, dass in ihren Firmen seit Jahren Überstunden "gekloppt" werden. Es läuft schon einiges schief mittlerweile.

Wünsche ein sonniges Gemüt
Penzy
 
Ähm, was ist denn so schlimm an der 40 Stunden Woche? In meiner Branche sind 40 Stunden völlig normal. In Wirklichkeit sind es oft 45 Stunden oder mehr. Dazu nicht mehr als 25 Urlaubstage im Jahr... und niemand beschwert sich. :eek: Was habt ihr überhaupt für ne Einstellung zur Arbeit? Geht ihr zur Arbeit und verlasst den Arbeitsplatz auf die Sekunde genau? Wer es zu etwas bringen will, muss Leistung bringen.
 
Gegen 40 Std. Woche ist überhaupt nichts einzuwenden. Gegen eine 60 Std. Woche aber, wo man nur 40 Std. bezahlt bekommt.

Es gibt genug Menschen in Deutschland die bereits 40 Jahre etwas geleistet haben und das mindestens 48 Std. die Woche. Und die haben niemals auf die Sekunde genau abgestempelt. Alles Menschen, die den Unternehmen die Profite eingebracht haben. Und dann bekommen sie einen Tritt, ein Jahr Arbeitslosengeld und dann Hartz IV, weil zu alt für den Arbeitsmarkt. Menschen, die an IHR Unternehmen geglaubt haben und manches Wochenende Dienst geschoben haben. Menschen, denen man versprochen hat, das die Sozialverträge, wie Arbeitslosengeld in deren Kassen sie 40 Jahre eingezahlt haben, eingehalten werden. Das waren nicht nur Versprechen, das waren Verträge. Ist das alles so schwer zu verstehen?

Wünsche ein sonniges Gemüt
Penzy
 
Danke Penzy.

Das es Menschen gibt, die so etwas noch so sehen, geht runter wie Öl. Siehe mein Post, das trifft FAST auf mich zu. Aber nun gut.
Will mich dir nur zu 100% anschließen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (Überflüssiges Zitat entfernt -> http://www.computerbase.de/forum/showthread.php?t=139584)
Ja, BlackSavage, ich habe das gelesen. Ich sehe das auch so wie Du. Das sind Schicksale, die hier so mancher Möchtegernekapitalist nicht sehen will. Sie verteidigen Profit den sie noch nicht haben und urteilen über Kündigungsschutz, den sie noch nicht brauchen mit Worten deren Bedeutung sie nicht kennen.

Mir soll mal einer die Rechnung aufmachen, dass die Erhöhung der Wochenarbeitszeit Arbeitsplätze schafft, wie es ja immer wieder von der CDU gepredigt wird. Eine plausible Erklärung konnte bisher noch niemand liefern. Nur blah blah blah - wie immer, aber es gibt ja auch gar keine plausible Erklärung für solch einen ÜberUnsinn.

Wünsche Dir trotz allem ein sonniges Gemüt
Penzy
 
Wer schon 40 Jahre in der Berufswelt steht, und sich noch nicht in einer Position befindet, in der eine Firma nicht auf einen verzichten will/kann, der hat etwas falsch gemacht, bzw. hat nicht für die Zukunft vorgesorgt.
 
So, ich werde die Linkspartei wählen, weil ich der Meinung bin, dass es in Deutschland einige wenige gibt, welche VIEL ZU VIEL besitzen ;) ! Es muß umverteilt werden, und zwar von oben nach unten. Ausserdem bin ich davon überzeugt, dass die Wirtschaft zu viel Einfluss auf die Politik hat.
 
SheepShaver

Wie alt bist du denn eigentlich, daß du solch eine Art hast über Menschen so zu urteilen?
Ist dir schon mal in den Sinn gekommen, daß man auch durch Krankheit seinen Job verlieren kann? Vielleicht weil sie sich jahrelang in der Firma den Rücken kaputt geschuftet haben. Haben diese Menschen auch etwas falsch gemacht und sind selber Schuld?
Aber warten wir ab, wie du dein Leben meisterst. Kennst du den Spruch:
Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Also stell dir das alles nicht zu einfach vor.
Und Menschen einfach anhängen wollen, die 40
Jahre gearbeitet haben, sie hätten etwas falsch gemacht ist schlichtweg deine unerfahrenheit, die ich dir jetzt mal unterstelle.
 
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