Daria
Lieutenant
- Registriert
- Juli 2002
- Beiträge
- 528
Wieder mal ein Post um 3 Uhr morgens meiner Zeit....naja egal.
@perfekt!57
Danke für die Unterstützung. Dazu möchte ich auch noch eines sagen: Die WASG/PDS sollte mal sehr vorsichtig sein was sie momentan anrührt, ganz besonders in Hinsicht auf die Leute die momentan in Ihrer Management-Ausbildung stecken. Die Firmen die heute bereits ansässig sind in Deutschland haben sicherlich eine gewisse Hemmschwelle das Land zu verlassen je nachdem wie sich die politische Lage entwickelt. Bei Leuten meines Alters, die momentan in ihrer BWL/Management-Ausbildung stecken sieht das aber ganz anders aus. Die meisten davon sind höchst flexibel und die Hemmschwelle nicht in Deutschland eine neue Firma zu gründen oder eine Firma zu übernehmen ist da sehr klein. Für Leute wie mich ist es ein leichtes sich ins europäische, amerikanische oder asiatische Ausland abzusetzen. Und dann haben wir in 10, 20 Jahren die ganz tolle Situation wo auf einmal an jeder Ecke das Management-Personal in Deutschland fehlt. Der normale Bürger kräht dann natürlich wieder "Wie kommts, warum sind die im Ausland so gemein zu uns, warum haben die die ganzen guten Leute und wir nix"
@all
Meine letzter Absatz in meinem vorangegangen Posting kam sicherlich etwas extrem rüber. Es würde mir nie einfallen Angestellte nur als Stückgut zu bezeichnen, im Gegenteil. In den meisten Firmen sind die Angstellten mittlerweile das wichtigste produktive Kapital (von ein paar Unternehmen in der Schwerindustrie etc. mal abgesehn) und sollten dementsprechend gut behandelt werden. Andersrum ist das aber genauso richtig. Die Angestellten müssen sich genauso darüber im Klaren sein was sie von einem Unternehmen fordern können und was eben nicht.
Es gibt kein Recht auf Arbeit. Das ist wirtschaftlicher Schwachsinn. Es gibt nur zwei Wege zur Arbeit. Entweder man arbeitet für den eigenen Nutzen. Nehmen wir einen Landwirt (nicht einer der einem großen Konglomerat angehört). Der arbeitet nur für sich selbst und lebt halt davon was er verkauft. Kann ihm keiner verbieten und darauf hat er sogar ein Recht. Der zweite Weg zu Arbeit ist das man etwas produktives für jemand anderen tut. Derjenige entlohnt einen dann für diese "gekaufte" Produktivität. Jetzt aber zu denken man könnte sich so einen "Tausch" einklagen ist völlig daneben.
Jetzt nochmal zurück zur WASG/PDS. Ich nehme dazu der Einfachheit halber mal die Übersicht des Wahlprogramms von der Homepage vom Handelsblatt. Direkt-Link kann ich leider nicht geben weils ein Javascript-Window ist aber wer hier http://www.handelsblatt.de/pshb/fn/relhbi/sfn/buildhbi/GoPage/200013,300327/SH/0/depot/0/ ganz nach unten scrollt wird es finden.
Einzelne ausgewählte Punkte (jeweils der Standpunkt der WASG/PDS):
- Kündigungsschutz: "Er soll ausgeweitet werden".
Bitte was? NOCH mehr Kündigungsschutz? Das Ausland lacht bereits über die utopischen Zuständie in Deutschland und die WASG will das noch weiter hochdrehen? Warum bitte? Damit noch mehr Investoren abgeschreckt werden? Was genau bringt ein noch besserer Kündigungsschutz? Damit die Leute große Käufe (Auto, Haus) tätigen können? Von welcher Kohle denn? Jeder jammert doch das eh kein Geld da ist.
- Mindestlohn/Lohnkonzepte: "Mindestlohn soll bei 1 400 Euro liegen. Wochenarbeitszeit soll auf bis zu 30 Stunden verkürzt werden."
Auf Deutsch: Mehr Geld für weniger Arbeit. Weil Arbeit in Deutschland ja momentan eh so billig ist. Welche Firma stellt den Leute zu solchen Konditionen ein? Ja gehts denn noch? Nochmal: Eine Firma ist keine soziale Einrichtung, wenn der Angestellte so teuer ist das es den Wert seiner eigenen Produktivität übersteigt wird er schlichtweg nicht eingestellt. So einfach ist das.
- Einkommensteuer: "Der Grundfreibetrag liegt bei 12 000 Euro, Eingangssteuersatz 15 %, Spitzensteuersatz 50 % ab 60 000 Euro."
Auch so ein klasse Konzept. Denn mit den 50% auf 60.000 Euro wird so gerade noch der Mittelstand erwischt und der ist eh schon bis an die Grenzen belastet und kann sich dazu noch relativ wenig gegen diese Steuern wehren. Ab 100.000 Euro wird es ein leichtes seine Steuerlast durch einen geschickten Steuerberater abzubauen, aber die obere Mittelschicht bekommt es mal wieder voll ab. Und gerade das sind die Leute die die mittleren Betriebe mit 10-20 Mitarbeitern leiten.
Das warn jetzt mal drei, und abgesehn von den Studiengebühren die abgelehnt werden (genauso hirnrissig) zum Schluss noch ein ganz besonderer Kracher:
- Außenpolitik: "Die EU-Verfassung wird abgelehnt, Rüstungsexporte sollen verboten werden, die Nato soll aufgelöst werden, und die Bundeswehr sollte nicht zu Kriegseinsätzen herangezogen werden."
Wir bunkern uns in Zeiten der Globalisierung lieber in unserem Deutschland ein. Der Rest der Welt wirds zu schätzen wissen. Hurra Neue Linke.
@perfekt!57
Danke für die Unterstützung. Dazu möchte ich auch noch eines sagen: Die WASG/PDS sollte mal sehr vorsichtig sein was sie momentan anrührt, ganz besonders in Hinsicht auf die Leute die momentan in Ihrer Management-Ausbildung stecken. Die Firmen die heute bereits ansässig sind in Deutschland haben sicherlich eine gewisse Hemmschwelle das Land zu verlassen je nachdem wie sich die politische Lage entwickelt. Bei Leuten meines Alters, die momentan in ihrer BWL/Management-Ausbildung stecken sieht das aber ganz anders aus. Die meisten davon sind höchst flexibel und die Hemmschwelle nicht in Deutschland eine neue Firma zu gründen oder eine Firma zu übernehmen ist da sehr klein. Für Leute wie mich ist es ein leichtes sich ins europäische, amerikanische oder asiatische Ausland abzusetzen. Und dann haben wir in 10, 20 Jahren die ganz tolle Situation wo auf einmal an jeder Ecke das Management-Personal in Deutschland fehlt. Der normale Bürger kräht dann natürlich wieder "Wie kommts, warum sind die im Ausland so gemein zu uns, warum haben die die ganzen guten Leute und wir nix"
@all
Meine letzter Absatz in meinem vorangegangen Posting kam sicherlich etwas extrem rüber. Es würde mir nie einfallen Angestellte nur als Stückgut zu bezeichnen, im Gegenteil. In den meisten Firmen sind die Angstellten mittlerweile das wichtigste produktive Kapital (von ein paar Unternehmen in der Schwerindustrie etc. mal abgesehn) und sollten dementsprechend gut behandelt werden. Andersrum ist das aber genauso richtig. Die Angestellten müssen sich genauso darüber im Klaren sein was sie von einem Unternehmen fordern können und was eben nicht.
Es gibt kein Recht auf Arbeit. Das ist wirtschaftlicher Schwachsinn. Es gibt nur zwei Wege zur Arbeit. Entweder man arbeitet für den eigenen Nutzen. Nehmen wir einen Landwirt (nicht einer der einem großen Konglomerat angehört). Der arbeitet nur für sich selbst und lebt halt davon was er verkauft. Kann ihm keiner verbieten und darauf hat er sogar ein Recht. Der zweite Weg zu Arbeit ist das man etwas produktives für jemand anderen tut. Derjenige entlohnt einen dann für diese "gekaufte" Produktivität. Jetzt aber zu denken man könnte sich so einen "Tausch" einklagen ist völlig daneben.
Jetzt nochmal zurück zur WASG/PDS. Ich nehme dazu der Einfachheit halber mal die Übersicht des Wahlprogramms von der Homepage vom Handelsblatt. Direkt-Link kann ich leider nicht geben weils ein Javascript-Window ist aber wer hier http://www.handelsblatt.de/pshb/fn/relhbi/sfn/buildhbi/GoPage/200013,300327/SH/0/depot/0/ ganz nach unten scrollt wird es finden.
Einzelne ausgewählte Punkte (jeweils der Standpunkt der WASG/PDS):
- Kündigungsschutz: "Er soll ausgeweitet werden".
Bitte was? NOCH mehr Kündigungsschutz? Das Ausland lacht bereits über die utopischen Zuständie in Deutschland und die WASG will das noch weiter hochdrehen? Warum bitte? Damit noch mehr Investoren abgeschreckt werden? Was genau bringt ein noch besserer Kündigungsschutz? Damit die Leute große Käufe (Auto, Haus) tätigen können? Von welcher Kohle denn? Jeder jammert doch das eh kein Geld da ist.
- Mindestlohn/Lohnkonzepte: "Mindestlohn soll bei 1 400 Euro liegen. Wochenarbeitszeit soll auf bis zu 30 Stunden verkürzt werden."
Auf Deutsch: Mehr Geld für weniger Arbeit. Weil Arbeit in Deutschland ja momentan eh so billig ist. Welche Firma stellt den Leute zu solchen Konditionen ein? Ja gehts denn noch? Nochmal: Eine Firma ist keine soziale Einrichtung, wenn der Angestellte so teuer ist das es den Wert seiner eigenen Produktivität übersteigt wird er schlichtweg nicht eingestellt. So einfach ist das.
- Einkommensteuer: "Der Grundfreibetrag liegt bei 12 000 Euro, Eingangssteuersatz 15 %, Spitzensteuersatz 50 % ab 60 000 Euro."
Auch so ein klasse Konzept. Denn mit den 50% auf 60.000 Euro wird so gerade noch der Mittelstand erwischt und der ist eh schon bis an die Grenzen belastet und kann sich dazu noch relativ wenig gegen diese Steuern wehren. Ab 100.000 Euro wird es ein leichtes seine Steuerlast durch einen geschickten Steuerberater abzubauen, aber die obere Mittelschicht bekommt es mal wieder voll ab. Und gerade das sind die Leute die die mittleren Betriebe mit 10-20 Mitarbeitern leiten.
Das warn jetzt mal drei, und abgesehn von den Studiengebühren die abgelehnt werden (genauso hirnrissig) zum Schluss noch ein ganz besonderer Kracher:
- Außenpolitik: "Die EU-Verfassung wird abgelehnt, Rüstungsexporte sollen verboten werden, die Nato soll aufgelöst werden, und die Bundeswehr sollte nicht zu Kriegseinsätzen herangezogen werden."
Wir bunkern uns in Zeiten der Globalisierung lieber in unserem Deutschland ein. Der Rest der Welt wirds zu schätzen wissen. Hurra Neue Linke.