Sound-Fuzzy schrieb:
Ziel des Kühlers ist es lediglich, die CPU unter Dauerlast in einem erträglichen Temp-Limit zu halten, aber er ist machtlos gegen plötzliche Spannungssprünge.
Du verwechselst hier Kühlkörper und Lüfter! Eine hohe Kühlermasse sorgt dafür, dass plötzliche Leistungssprünge erst einmal abgefangen werden können, ohne dass ein Lüfter sofort anspringen muss, da hat
@JMP $FCE2 völlig recht.
Natürlich muss die Wärme alle Stufen durchlaufen, vom Kern zum Die, zum Heatspreader und zum Kühler, aber hast du dir mal angeschaut wie schnell das heutzutage passiert, sobald ein Task viel Rechenleistung benötigt? Das bewegt sich im Sekundenbereich und schon liegt die CPU Package Temperatur bei 90°.
Mit einem kleinen Kühler musst du hier schneller reagieren, es fehlen die Heatpipes und es fehlt schlichtweg Masse, um die Wärme von der CPU erst einmal abzuführen. Entweder lässt du den Lüfter also instant anlaufen, was viele vom Geräuschpegel stört oder du lässt die CPU erst einmal throttlen und fährst die Lüfterdrehzahl nach einer bestimmten Verzögerung hoch.
Ein großer Kühler hat hingegen viel Puffer, die Heatpipes verteilen die Wärme erst einmal auf die Kühlfinnen und du kannst je nach CPU locker den Lüfter erst nach 5-10 Sekunden anlaufen lassen. Bei Programmen oder Spielen die über eine längere Zeit viel CPU Rechenzeit benötigen macht es keinen großen Unterschied, wenn du aber zwischenzeitlich immer mal Tasks hast die im Hintergrund laufen, braucht der Lüfter bei einem großen Kühler gar nicht erst anlaufen.
Deine Aussage stimmt deshalb nicht, für die Dauerlast ist der Lüfter zuständig, der Kühler/Kühlkörper für kurzfristige Lasten.