Was ist an unseren (Haupt-)Schulen los?

10tacle schrieb:
Gibt aber auch genug Klein-Dieters und Klein-Herberts die nicht besser sein. Es ist kein Ausländerproblem sondern eine Frage da wo sie herkommen (Wohngegend)

Wo du und ich herkommen vielleicht nicht, aber in z.B. Berlin sieht das ganz anders aus.Der Araber haut nicht den Araber,sondern den Albaner oder Türken - oder eben den Deutschen.
Es gibt in Großstädten Klassen wo nicht mal mehr ein Deutscher drin ist... seltsamerweise sind das meist die Schulen/Schüler welche wegen irgendwelchen kriminellen Machenschaften/Taten in den Medien auftauchen... Im Link waren es 2 Russland-Deutsche.

Wie dem auch sei,du hast Recht. Nur dass das an den Vornamen nicht viel ändert... ;)
 
Ich erweitere die Diskussionsrunde mal, um einen weiteren Schüler ;).

Erst einmal finde ich, dass die meisten Recht haben, die das Deutsche Schulsystem in seiner jetzigen Form kritisieren. Ich halte auch nicht sonderlich viel von einer Aufgliederung der Kinder nach der 4ten Klasse. Ich kenne einige Schüler aus meiner Stufe (12.), die bereits einmal sitzen geblieben sind und jetzt einen 12,0 Schnitt in ihrem Zeugnis haben.
Da ich auf einem reinen Oberstufengymi bin, gibt es bei uns Schüler mit ganz verschiedenen Schullaufbahnen. Einige wurden nach der 4ten in die Realschule gesteckt und waren dort die ganze Zeit unterfordert. Ins Gymnasium kamen sie erst nach dem Abschluss der 10. Klasse, wodurch sie einiges auf die meisten Gymnasiasten aufzuholen hatten.
Die Einstufung der Kinder erfolgt doch leider meist durch Lehrer und deren Eltern. Wenn ich mich an meine Grundschulzeiten erinnere, kann ich mich glaub ich noch gut daran erinnern, wie alle Kinder aus ausländischen Familien von vorneherein in Real- und Hauptschulen gesteckt wurden, obwohl sie mir rel. intelligent vorkamen.

Der Grund für die Gewaltbereitschaft der heutigen Jugend hängt für mich zum größten Teil mit der Erziehung zusammen. Sorry, aber bei mir in der Nähe gibt es Wohnsiedlungen, in denen wirklich zu 90% nur Italiener oder z.b. Türken wohnen. Anstatt die Kinder von klein auf zu integrieren, werden sie in ihrer "Muttersprache" aufgezogen. Ein Kind, dass bis zu seinem 5 Lebensjahr nur italienisch gelernt hat, wird eben in der Schule gnadenlos versagen. Das Gymnasium zu erreichen bleibt dann wohl meistens mehr eine reine Utopie. Diese Kinder tuen mir einfach nur leid. Aber was soll man machen? Den Eltern vorwerfen, dass sie ihre Kinder schlecht erziehen?! Das wäre meiner Meinung nach auch falsch, da ausländische Erwachsene auch meist größere Probleme haben in Deutschland einen Job zu finden (beruht nur auf eigenen Erfahrungen etc., also bitte nicht alles was ich sage auf die Goldwaage legen ;)).
Um einmal den weiteren stereotypischen Lebenslauf zu erläutern, nehme ich mal das Beispiel eines türkischen Kindes. Es lernt größtenteils nur türkisch. Da seine Eltern ihm keinen alzu großen Luxus bieten können, vertrösten sie ihn meistens mit Computer und Konsolenspielen, eben Dinge, die andere Kinder in diesem alter noch nicht haben (=> alle Ausländer aus meiner Grundschule hatten eine PS oder eine Nintendo 64 Konsole, obwohl deren Familien wesentlich weniger Geld hatten, als z.b. meine Familie. Erst heute verstehe ich, warum ich nicht so etwas besitzen durfte). Die Spiele die dort gespielt wurden, waren meist auch nicht wirklich Jugendfrei ;). So nun kommt das Kind in die Grundschule. In manchen Städten, wie z.b. Berlin kommt es teilweise zu Klassen, in denen nur die Minderheit Deutsch als Muttersprache haben. Die Förderung dieser Kinder bleibt also meist auf der Strecke. Nun kommt das Kind in die 4te Klasse, wird in die Haupt oder Realschule gestopft. Die Jugendlichen verlieren teilweise völlig aus den Augen, was Bildung in dieser Welt eigentlich bedeutet. Stattdessen stürzen sie sich auf irgendwelche Ideale, die weiß Gott nicht, dazu führen, dass sie als Erwachsene in der Gesellschaft akzeptiert werden bzw. einen Job finden.

Das ist jetzt wie schon gesagt, alles vollkommen verallgemeinert und so einfach wie möglich gehalten, aber ich glaub man versteht, was ich damit sagen will. Ich denke es ist extrem wichtig, dass es wirklich für jedes Kind einen kostenlosen Kindergartenplatz gibt. Die Grundschule sollte so spielerische wie möglich gestaltet werden und vor allem Teamsportarten sollte viel mehr Bedeutung zugemessen werden. 3mal die Woche Schulsport schadet jawohl niemanden (also nicht Sport ist Mord ;) ).

Das deutsche Schulsystem müsste auch flexibler werden. Ich sehe zumindestens keinen Sinn darin, warum ich mich noch mit Musik, Kunst (bzw. Darstellendes Spiel) oder z.b. Reli herumquälen muss und worin liegt bitte der Sinn, dass man in der 11 bzw 12 Klasse in Geschichte nochmal den gleichen Stoff wie in der 5-10 Klasse macht und dies teilweise noch oberflächlicher, da für tiefgreifendere Unterrichtsstunden keine Zeit bleibt (Hessen)? Das ist doch irgendwie paradox.
 
Ich als Linker bin natürlich gegen das drei gegliederte Schulsystem was einmalig ist in der Welt. Staaten mit einem Gesamtschulssystem, also eine Schulform in der man alle Abschlüsse erhalten kann, schneiden viel besser bei Pisa ab.

Die Aussortierung "schlechter" Schüler in eine Schulform provoziert doch gerade zu die Probleme die wir zur Zeit haben. Außerdem ermöglicht es den Lehrern unbequeme Schüler die nicht mitkommen, anstatt zu fördern, besser "Abzuschulen" das macht halt weniger Arbeit.

Die Gesamtschule ist außerdem auch eine Schulform die von Eltern stark nachgefragt wird, wie man hier bei uns in Düsseldorf sieht. Aufgrund der starken Nachfrage bei gleichzeitig begrenzen Angebot jedoch haben längst nicht alle Schüler die Möglichkeit eine Gesamtschule zu besuchen. Die ignorante, ideologisch geprägte Haltung der CDU gegen die Gesamtschule hier in NRW vermeidet es das hier dem Elternwunsch rechnung getragen wird.
 
Ich frage mich schon, was denn der gravierende Unterschied der Gesamtschule zu dem jetzigen dreigliedrigen Schulsystem ist. Im grundegenommen ist es doch das gleiche bloß eingepackt in eine Schule.
Weiter frage ich mich, wie es jemandem möglich sein soll, der nach der 8. oder 9. Klasse sagt, ich möchte jetzt auf den Pfad der Realschule oder gar des Gymnasiums. Wie holt da der Hauptschüler das fehlen der 2. Fremdsprache wieder auf, dass für Gymnasiasten / Realschüler in der 6. Klasse begonnen hat? :freak:
 
@ Tiu

Ich denke nicht dass ein Hauptschüler das Pensum des Gymnasiums überhaupt schaffen kann, völlig unabhängig von der 2. Fremdsprache (bei mir war es Latein). Zwischen diesen beiden Schulformen liegen nicht nur Welten,es sind Universen (ich kenne beide) .

MfG
 
Klar, aber es betrifft den Hauptschüler der zur Mittleren Reife gelangen will auf der Gesamtschule ja ebenso. In der Realschule kommt ja ab der 6. Klasse i.d.R. französisch hinzu. Was also ist denn dann noch der Vorteil der Gesamtschule? Ein Wechsel ist so oder anders mit erheblichen schwierigkeiten verbunden.
 
Auf der Realschule kommt in der 6. Klasse Französisch dazu? Da erzählt ihr mir aber was neues.... und ich war nun 6 jahre auf einer realschule.

Aber wer braucht heutzutage eigentlich noch Französisch?
 
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Also zumindest hier in Hessen wird (sorry) ab Jahrgangsstufe 7 eine zweite Fremdsprache oder ein anderes (was??) Wahlpflichtfach fällig.
Ist also egal ob es sich dabei nu um eine zweite Fremdsprache oder ein anderes Pflichtfach handelt. Es geht um das "wie" bei dem Aufholen eines ehem. Hauptschülers. Und eben daqrin sehe ich keinen Unterschied zwischen dem jetzigen Schulsystem und dem einer Gesamtschule.
Zumal es ohne Schwierigkeiten möglich ist im Anschluß an die Hauptschule die Fachschulreife zu erlangen oder am Berufsgymnasium die Fachhochschulreife.
 
Ja ok dann stimmt das auch mit meinen Erfahrungen überein.
 
@Tiu, in RLP genauso und spätestens hier muss man sich quasi selber entschieden haben will ich später mal Abi machen auf dem Gymnasium oder lass ich es bleiben. Ansonsten ist das aufsteigen im Schulsystem theoretisch zwar möglich aber wie gesagt in der Praxis nahezu unmöglich. :(
 
Es ist aber vorallem auch ein Problem was in den Köpfen steckt. Die Eltern wollen ja immer das Beste für ihr Kind, wollen nicht das es zu früh abgestempelt wird. Dadurch passiert es aber ebenso, das viele Eltern ihre Kinder unbedingt auf die höhere Schule (meist Gymnasium) schicken wollen, wenn es die Noten noch irgendwie mitmachen. Für die einen mag es Glück sein, weil ein Talent oder Interesse erst nach der 4. Klasse hervortritt, aber oft überfordert es die Kinder später.
So kam bspw. bei uns in der 7. Klasse ein Mädchen von der Realschule ins Gymnasium und mit der Zeit fiel sie immer öfter mit Desinteresse, Ablehnung bei Aufrufen und allg. stören durch plappern u.ä. auf. Naja, wegen der ganzen Cliquenbildung breitete sich dieses Verhalten nach einer Weile auf die ganze Gruppe aus und schlug sich so auch in deren Noten nieder. Später, als sie auch psychisch etwas down war, kam dann heraus das sie ihre Eltern quasi "gezwungen" haben die Schule zu wechseln.

Was will ich damit sagen? Zum einen das das momentane System nichtmal das ist, was es sein soll, weil nicht gerecht eingestuft wird (Leistungstests sind ja weitesgehend verboten). Zum anderen unterstützen Gesellschaft und Eltern durch die Panikmache noch das System, dem sie eigentlich entgehen wollen.
Daher bin ich auch für eine spätere Aufteilung der Schüler. Und dann ist es eigentlich abhängig vom Denken, wie man sich entscheiden soll: Entweder hält man die (vermeintlich) Schlechteren von den Besseren fern, damit sie die nicht runterziehen (wobei es ja eigentlich das soziale Verhalten ist, was soetwas verursacht - und vllt. haben Eltern auch vor so Gruftiszenen etc. Angst?) oder man muss sehr viel dafür tun damit alle gern zur Schule gehen, eigentlich als Hobby, die angeblich Schlechteren aufholen und die besseren Schüler nicht runtergezogen werden, sondern sich ihre (vornehmlich sozialen) Kompetenzen erweitern - was wahrscheinlich auch deren Achtung im späteren Leben anheben würde, anstatt als leitende Obermotze abgestempelt zu werden.

Um dem weit befürworteten herumdoktern entgegen zu kommen, könnte man wahrscheinlich gut wie folgt ansetzen:
Kindergärten und Vorschulen für alle verfügbar und kostenlos bis kostengünstig machen. Kinder mit Immigrationshintergrund durch Freizeitangebote "ködern" und sie so ziemlich wahrscheinlich gut integrieren. Einen gewissen Wettbewerb zwischen Schulen zulassen, sowie Zusammenarbeit mit Firmen deutlich steigern, was sich auch in Lehrplänen niederschlagen sollte. Wichtig wäre auch die Schulen nicht so herunterkommen zu lassen, das würde der meist geringen Ausstattung zumindest teilweise entgegenwirken, weil es die Stimmung deutlich hebt.

Wahrscheinlich löst die Demografie ein Problem sogar fast unbemerkt, es gibt nämlich kaum noch Lehramtsstudenten die Richtung Real-/Hauptschule lernen, aber einen riesigen Überhang Richtung Gymnasium. Hier in Thüringen waren die Zahlen glaube ich 9 mal soviele für Gym wie für Realschule, obwohl es ja eigentlich mehr Realschulen gibt. Hängt sicherlich damit zusammen, das viele Angst vor den Realschulklassen haben. Und dieses von Großbritannien übergeschwappte Lehrermobbing ins Internet stellen entschärft solch eine Lage sicherlich auch nicht.

In meinem Leben habe ich aber festgestellt, das alle meine Lehrer sich viel Zeit für die Schüler nahmen, auch außerhalb ihrer eigentlichen Arbeitszeit und so sind wir oft zusammen mit ihnen bowlen, schwimmen oder picknicken gegangen. Insofern kann ich nicht gänzlich nachvollziehen (in Fällen wo die Eltern nicht völlig stursinnig erscheinen) warum so häufig Lehrer so negativ dargestellt werden. Klar machen sie auch Fehler und es gibt schwarze Schafe, aber im Ganzen... Eventuell müsste man ja zwischen Klassen springen können, weil die Leistung mit dem Lehrer schon stark schwanken kann, liegt halt an dem Wie etwas unterrichtet wird, aber vielleicht auch einer gewissen Seelenverwandtschaft, wer weiß. Vielleicht kann man über soetwas ja mal nachdenken eh man gleich die Schule wechseln müsste.
 
extasy schrieb:
Ich als Linker bin natürlich gegen das drei gegliederte Schulsystem
Die Aussortierung "schlechter" Schüler in eine Schulform provoziert doch gerade zu die Probleme die wir zur Zeit haben.
Vollkommen korrekt.
Jedoch steht auch die Erziehung ganz Vorne.
Wenn man einen Schüler nimmt, der ständig nur Streiterein, Schlägerein u.Ä. anfängt, kann davon ausgehen, dass dies zu Hause keine Nachfolgen hat.
Bei Ausländern kommen schlechte oder nicht wahrgenommene Integrationsmöglichkeiten hinzu.
Ich störe mich jedes mal wieder an Ausländern, die sich wie der "König von Deutschland" benehmen, jedoch kein Wort deutsch sprechen geschweige mal sozial(er) handeln.

Kompetenzen der Lehrer sind ebenfalls in Frage zu stellen. Wenn man z.B. auf Referendare trifft, welche einen Lehrer ersetzen sollen, jedoch kaum bis garkeine Erfahrung haben, läuft etwas schief - Diese Erfahrung sammel ich gerade selber. Lehrer sollten was ihre Kompetenzen angeht, ständig fortgebildet werden. Sollte man halt mal die Schule für eien Woche schließen und einen vernünftigen Lehrgang starten. Um den Ausfall zu "bereinigen" kann man sinnbefreite Feiertage mal streichen oder es werden mal Urlaubstage geopfert.

Meiner Meinung nach ist aber auch die "Alles Scheiße, aus mir wird sowieso nichts"-Haltung ein großes Problem. Man muss nur mal darauf achten, wie in letzter Zeit die Anzahl der sog. Emo's gewachsen ist. Wenn man Schüler (nun unabhängig der Schule) sieht, welche sich im Alter von 13 Jahren die Arme ritzen, weiß man eigentlich was los ist.
Wer da auch als Lehrer sowie Elternteil keine entsprechenden Maßnahmen einleitet ist fehl am Platze. Auch wenn die Lehrer keinen Ersatz der Eltern darstellen sollte sowas zur Ansprache gebracht werde von denen, da sie die Kinder ja etwas anders und teilweise auch öfter als die Eltern erleben ;)
 
extasy schrieb:
Ich als Linker bin natürlich gegen das drei gegliederte Schulsystem was einmalig ist in der Welt.

Natürlich bist du als Linker eher dafür, allen eine mittelmäßige Bildung zu bieten als jedem die Bildung, die er geistig bewältigen kann und will. Diese Vereinheitlichung führt dann aber zwangsläufig dazu, dass sich jeder an das schwächste Glied in der Kette anpassen muss, der Bildungserfolg einer heterogenen Gruppe also sehr viel geringer ist, als die Einzelerfolge möglichst homogener Gruppen. Und neben dem Leistungsdefiziten nehmen mit sinkender Schulform ja leider auch Gewaltbereitschaft und soziale Probleme zu. Ich bezweifle stark, dass sich diese Probleme in Luft auflösen, nur weil man mit Gymnasiasten zusammen zur Schule geht.

Spinnt man diese Idee weiter und weitet das auf die Universitäten aus (schafft also die Hochschulzugangsberechtigung und öffnet die Universitäten für jeden, der es sich zutraut), wird es auch hier schnell Probleme geben, weil ehemalige Hauptschüler das enorme Arbeitspensum einfach nicht bewältigen wollen/können. Und dann stellt sich auch dort die Gretchenfrage: Bieten wir den Befähigten eine exzellente Ausbildung oder schrauben das Anspruchsniveau soweit zurück, dass jeder der irgendwie möchte, nach 3 Jahren einen Hochschulabschluss in der Hand hält.

Dann haben wir nämlich das, was wir am wenigsten Brauchen, eine Bildungsinflation. Und spätestens auf dem Arbeitsmarkt (wo man eben nichts geschenkt bekommt und jeder Mitleid mit einem hat) zeigt sich dann eben doch, wer für höherqualifizierte Jobs geeignet ist und wer nur aufgrund des "sozialen Bildungssystems" und nicht auf Grund seiner Leistung(sfähigkeit) soweit gekommen ist.

Auch die Sozialisten werden irgendwann verstehen, dass jede Gesellschaft ihre Eliten braucht und man faktische Unterschiede (egal in welchem Bereich) nicht per Gesetz verbieten kann. ;)

Ich weiß, dass es einen bedauerlichen Zusammenhang zwischen dem Einkommen der Eltern und dem Bildungsgrad der Kinder gibt, aber jetzt so zu tun, als ob es keine Chancengleichheit gäbe, ist wirklich Unsinn. Wer sein Kind, egal welche Ausbildung er selbst genossen hat, unterstützt und es nicht bewusst oder unbewusst in die "Tradition der Arbeiterfamilie" zwingen möchte, tut ihm etwas gutes und wird irgendwann stolz darauf sein, seinen Nachkommen ein finanziell selbstständigeres Leben als das eigene ermöglicht zu haben.

Schaut euch mal an, wie viele heutige Top-Manager aus Arbeiterfamilien kommen.
 
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Eine weiteres Problem sehe ich in der mangelnden Einflussnahme der Lehrer. Die haben kaum noch Einfluss auf die Erziehung und müssen bei jeder direkteren Gangart (damit meine ich nicht den Rohrstock) um ihren Job bangen. Also was tuen sie, nix, sind fast nur noch Marionetten.
Ich kenne es von Ostzeiten anders. Da haben die Schulen bzw. Lehrer aktiv Hausbesuche gemacht und auch den letzten Schüler und dessen Eltern herangezogen und durchgebracht. Heutige Lehrer müssen sich stattdessen jedes Wort überlegen.
Dieses 3-gliedrige Schulsystem gabs sinnvollerweise natürlich nicht. Sondern entweder Realschule (POS) oder gleich von vornherein Hilfsschule/ Sonderschule mit besseren Voraussetzungen für tatsächlich Behinderte. Alle dazwischen wurden soweit wie möglich durchgebracht, was ihrer späteren Laufbahn eher zugute kam. Später konnte man sich dann - je nach Abschluss 10. Kl. - für die EOS entscheiden.
 
Also ich bin aus dem Westen und zu meiner Zeit hatten wir auch noch engagierte Lehrer, da gab es einfach mal nen Anruf und wurde berichtet was der Sohn/die Tochter im Unterricht sich wieder geleistet hat.
Früher gab es dann saures von den Eltern, war bei mir auch 2mal der Fall und damals fand ich es echt zum kotzen, es hat aber gewirkt und Rückblickend find ich das auch absolut okay.
Heute würden die Eltern wohl erstmal den Lehrer zusammensche**en was das soll, und dann sagen das sie schon alles im Griff haben.

Vor 10-15 Jahren gab es auch schon Schlägereien und krumme Dinger in der Schule, aber unsere "Generation" hatte noch Respekt vor dem Alter und vor allem vor den Eltern, ich denke das fehlt heute fast völlig. [EDIt] Oder ist zumindest geringer geworden.
 
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Wo fehlt das völlig?
Ich lauf sehr vielen "normalen", respektvollen und netten Menschen zwischen 12 und 18 über den Weg. Das ist doch sehr übertrieben.
 
@ Tentacle -- Das ist auch in der Realität so.
Bestes Beispiel stammt von meinem Chemielehrer. Der hatte mal einen Schüler gefragt ob er Legastheniker sei, weil er ziemlich viele Rechtschreibfehler u.Ä. machte. Darauf hin rief der Vater bei Ihm an, was im einfiele seinen Sohn dermaßen zu beleidigen.
Da überlegt sich jeder Lehrer es 2mal ob er irgendwo anruft.

Und eure Krummen Dinger wurd wohl nicht mit Waffengewalt ausgeführt... Und Respekt gibts auch nicht mehr. Zu meinen jungen Zeiten wurde man von den "Großen" kopfüber ins Klo gesteckt wenn man die angemacht hat. Heute kriegste 'nen Tadel wenn du den dann nur schief anguckst ;)
 
Wo soll denn der Respekt ggü. den Lehrern auch noch herkommen, wenn letztere nur eingeschränkte Marionetten sind, die eben kaum noch Einfluss und gewisse Freiheiten haben?
Das wissen doch die entprechenden Gören ganz genau und nutzen es natürlich voll aus.
Hier muss sich dringend was ändern. Naja ich halte sowieso nix von antiautoritärer Erziehung.
Sieht man ja, wer nun tatsächlich die Autorität in den Schulen hat, wer wen erzieht. ;)
 
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Nun das A und O ist es das sich der Lehrer durchsetzen kann, meiner Meinung nach muessen die Lehrer wieder mehr Recht bekommen dahin gehend auch mal schaerfere Sitten auszuueben, was ja heute gaenzlich nicht mehr drin ist.
Ich kann mich noch an meine Schulzeit zu Beginn der Realschule erinnern, wo wir noch bei den alten Lehrern (ueberwiegend aus der DDR Zeit) gehabt hatten, der Unterricht war disziplinisch im Vergleich zu jetzt wesentlich straffer, aber dafuer war es ruhig und alle Schueler hatten sich vornehmlich benommen.
Ja heute koennen sich die Goeren und "moechtegern Checker" benehmen wie der Kampfhunde im Turnier ... :rolleyes:

Was ich fuer mich persoenlich am wuenschenswerten halte ist, das Bildung nicht mehr Bundeslandsache sein soll, es DARF einfach nicht sein das es in einem Staat, Ausbildung und Bildung von Bundeslaendern gibt, die in anderen Bundeslaendern innerhalb des Staates nicht anerkannt werden (Netzwerkassistent und Baden Wuerttemberg sowie Bayern z.B. - dort wird Netzwerkassistent nicht anerkannt, ist aber inhaltlich das selbe wie der hauptsaechlich in Bayern und Baden Wuerttemberg nur vertretene Fachinformtiker) - das erinnert mich an der Barriere wie es beim Fuerstentum vom alten Deutschland der Fall war, was fuer ein toller Staat!
Es ist doch sowie unerhoert das es solch unterschiede zwischen den einzelnen Bundeslaendern gibt, mit diesem System kann aus Deutschland in punkto Pisa und co einfach nichts werden denn das fungiert doch wie eine Barriere!

Ich persoenlich halte es fuer wichtig, den Schuelern zu Beginn beizubringen, das man fuer sich selbst lernt und das ihre Interesse und die Schule fuer ihre Zukunft lebenswichtig ist! Es ist wichtig in der Grundschule jedes Kind ordentlich zu foerdern, dabei sollte es Pflicht werden, das die Kinder Nachmittags Gruppenaktivitaeten ausueben, dabei sollten Erzieher Wert darauf legen ebenfalls die Kinder auf das vorzubereiten was ihnen in Zukunft droht. Ebenfalls wichtig ist fuer mich, wenn die Schueler erst einmal verstanden haben, das sie fuer sich lernen und es von essentieller Bedeutung fuer ihre Zukunft ist, das auch der Lern und Tun Druck von ihnen genommen wird! Es sollte dann nicht mehr Finger erhobend auf Hausaufgaben gepocht werden oder auf Unterschrift der Eltern geachtet werden, sondern sollte auf Freiwiliger Basis beruhen - entweder der Schueler hat es verstanden, oder nicht - wenn nicht selbst Schuld und diese wuerde ich dann auch abstempeln in einen niedrigeren Bildungssystem (Auffangbecken fuer nicht Erziehbare nenn ich das) und moegliche Sozialleistungen kuerzen - denn wenn man nach Jahren noch immer nicht verstanden hat, das in unserer heutigen Gesellschaft Eigeninitiative, Selbstverantwortung und große Interesse an heute geltenden Grundmechanismen (ich sag nur mal BWL) nicht wichtig ist, ist nicht zu helfen.

Ich gehoere genau zu der Gattung die in dem starren Bildungssystem der Realschule sein Potential nicht entfalten konnte, mit dem Gym waere es sicherlich noch schlimmer gewesen. Mitterweile weiß ich das die Lehrer mir nicht die Interesse eingepfercht haben und das zu viel Druck ausgeuebt wurde. Ich war nur ein mittelmaeßiger Schueler!
Um fast 2 Noten besser wurde es in der Berufsfachschule - der Druck war auf einmal Weg, die Lehrer vermittelten ploetzlich einem ein Bild der Interesse und der Eigenverantwortung. Aber auch entscheidend war das nun wirklich mehr fuer die Arbeitswelt unterrichtet wurde.
Faecher in denen ich in der Realschule schlecht war (Mathe und Physik) wurden in der Berufsfachschule ploetzlich bei mir Faecher in denen ich mit zu den Spitzenschuelern gehoerte, dabei war der Inhalt im Vergleich zur Realschule schwieriger - trotz der Schwierigkeit konnte ich mich durch den entfallenen Druck und der geringeren Stoerrigkeit entfalten.

Das alles sind natuerlich meine persoenlichen Erfahrungen und Meinungen! ;)
 
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