Was ist an unseren (Haupt-)Schulen los?

Relict schrieb:
Ja und hat er danach schon ne Lehrstelle oder gar nen vernünftigen Berufsabschluss?

Wer hat denn in anderen Ländern zwischen 15 und 18 einen QUALIFIZIERTEN Berufsabschluss? :freak:
In den USA vielleicht. Da reicht es aus 6 Monate als Automechaniker gearbeitet zu haben, die Reifen voll Luft zu pumpen und nen Ölfilter wechseln zu können um sich Automechaniker zu nennen.
Was sollte man auch mit unter 18 jährigen wollen die einen Berufsabschluß haben, wenn sie gem. Jugendarbeitsschutzgesetz eh nicht voll einsatzfähig sind?
 
@Tui
Hast Du denn mit 18 als ehem. (Haupt-) Schüler bereits oder überhaupt einen qualifizierten und zukunftsträchtigen Berufsabschluss und kannst sofort voll loslegen, stehst dem Arbeitsmarkt zur freien Verfügung? Ja ich weiß schon welchem Markt man da und in Zukunft zur Verfügung steht.
Schau doch die Realität an. Bei Studenten noch schlimmer. Jeder Hinz studiert, zum Übel noch die 0815 Geschichten wie BWL & co. Folge, Die Unis sind in solchen Bereichen total überlaufen mit all den bekannten Konsequenzen, während untenrum die Abgänger teils nicht mal über Grundwissen und Allgemeinbildung verfügen und nebenher benötigte Studiengänge an Unterbesetzung mangeln, so dass wir schon nach ausl. Fachkräften schreien müssen. Da ist doch mächtig was im argen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also was "mich" betrifft, ja.
Ich hatte mit 18 einen qualifizierten Berufsabschluß (Stahlbauschlosser), hatte direkt nach der Hauptschule eine Ausbildung mit 15 angefangen.
Wie gesagt, zu Studien kann ich mich nicht äußern, da ich keins habe.
Aber auch hier kann ich nur sagen, selbst dran Schuld wenn man BWL / VWL studiert und schon vorher keine Nachfrage danach bestand. Da studierende i.d.R. 18 und älter sind sollten sie schon wissen was sie tun und warum sie es tun.
 
Das war eher allgemien gemeint, aber auch gut. :)
Doch wenn alle alles was SIE wollen studieren und wieder abbrechen können bis zum get-no, egal ob überlaufen, dann mangelt es nunmal an vielen anderen Ausbildungsberufen, die durchaus auch ohne Studiengang anspruchsvoll sein können und wirtschaftlich begehrt sind. Ein derzeitiger Hauptschüler kommt für bestimmte Ausbildungsberufe eher seltener infrage, hat weniger Chancen oder es alternativ eben schwerer und das nur, weil er auf die Hauptschule gegangen und somit oft unnötig versauert ist, sein wirkliches Potenzial nie richtig entwickeln konnte.

Womit ich gleich nochnmal auf die BVJ zurückkommen will:

Warum einfach, wenns auch umständlich geht. Nur nicht an bestehenden Systemen und Gegebenheiten kratzen. Stattdessen lieber weitere hinzufügen. :freak:
Bleibt die Frage offen, warum Schüler überhaupt die Schule abbrechen können und nichts dagegen unternommen wurde, bzw. es überhaupt erst soweit kommen musste. Was lernt man eigentlich heutzutage in der (Haupt-) Schule? Was für einen Zweck hat die überhaupt noch. Und wozu macht man denn eine Lehre, wenn nicht zum Ausbilden für einen Berufseinstieg?
Wieso wurden persönliche Defizite nicht schon in Schulzeiten ausgebügelt? In 10 Jahren keine Zeit dazu, aber jetzt innerhalb eines Jahres in Hau-Ruck-Aktion solls auf einmal funktionieren? Komisch.
Oder ist es doch eher ein Überbrückungsjahr, weil die Ausbildungsplätze knapp sind aufgrund Versagens der Systeme?
Wo wir mal wieder bei übler Flickschusterei sind und die Ursachen der Probleme mit keinem Deut angegangen werden.
SO werden wir auch noch die nächsten Jahrzehnte in PISA die hinteren Plätze belegen. Einfach nur peinlich.
 
In meinen Augen ist das BVJ eher ein Abstellgleis. Das fängt schon damit an, völlig unvorbereitete Lehrer darauf loszulassen. Würde man wirklich was bewirken wollen, müsste dort völlig anders als in "normalen" Schulen an die Kids herangegangen werden.
 
Das was uns beide trennt Relict, scheint im wesentlichen zu sein, dass wir versuchen das Pferd von der jeweils anderen Seite aufzuzäumen. :D

Ich finde nicht das dass System schlecht ist, sondern das es Faktoren gibt die das System schlecht machen.
Aber diese Faktoren habe ich ja bereits ein paar Seiten vorher genannt.

@ Wintermute
Das sind keine Kids mehr, dass sind Jugendliche :D
 
Also ich finde das schulsystem ist schuld!!
Ich war selbst auf einer hauptschule die nicht ohne war!
Was ich beobachten konnte war ein hoher anteil an ausländergewalt(nicht rassistich gemeint sondern Tatsache)
andauernd war da eine gruppe die ständig schlägerreien provoziert hatte und das einzige was unternommen wurde war mitteilung an die eltern denen es scheinbar egal war was ihre söhne so treiben.
Jetzt bin ich auf einer Handelsschule im selben ort und da läuft alles perfekt Keine schlägerreien und unterricht ist auch möglich.
Das liegt an den etwas strengeren regeln. 3x tadel = klassen konferenz 1. klassenkonferenz abmahnung 2. klassenkonferenz direkter ausschluss
Auf der hauptschule kann man sich viel zu viel erlauben bis es da mal zu einer konferenz kommt muss man sich schon einiges geleistet haben.
Die sogenannte Strafe ist eigendlich eine belohnung man bekommt 1 oder 2 wochen schulausschluss
Mir ist es ein rätsel warum die es nicht schaffen ordnung auf den hauptschulen zu schaffen.
Währe doch garkein problem etwas härter vorzugehen bei den bestrafungen.
Aber dazu ist deutschland ja leider nicht in der lage.
 
Tiu schrieb:
Das was uns beide trennt Relict, scheint im wesentlichen zu sein, dass wir versuchen das Pferd von der jeweils anderen Seite aufzuzäumen.

Hmm naja fast. Denn in etlichen Dingen sind wir ja grundsätzlich einer Meinung, es muss sich was ändern an unseren Schulen. Ich will halt nur noch nen Schritt weiter gehen, das Schulsystem völlig überarbeiten - Hauptschulen und Realschulen zu einer "Realschule" zusammenlegen, die aktuelle Regelung in der Grundschule abschaffen.
Damit wären sogar 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Willkür von Eltern und Lehrern in der Entscheidungsgewalt für die Schulzuteilung, zb. bzgl. sozialer Herkunft und momentaner Situation usw..
Und natürlich schnellere und verbesserte Bildungschancen für alle und folglich bessere Perspektiven für Person, aber auch Arbeitsmarkt und Wirtschaft, indem die Schulzeit eben auch durch ausserunterrichtliche Maßnahmen wesentlich effizienter ausgeschöpft wird und sich spätere Schadensbegrenzung (zb. BVJ) erübrigt. Es darf einfach nicht mehr passieren, dass Schulabgänger "fehlgebildet" bzw. nicht viel gebildeter die Schule verlassen, als sie hineingekommen sind.

Das Schulsystem sollte deutschlandweit vereinheitlicht werden und der Lernstoff praxisnäher am späteren Werdegang liegen. Es nützt weder dem Schüler, noch der Gesellschaft und Wirtschaft, wenn der Abgänger zwar die Antike und anderen praxisfernen theoretischen Stoff hoch und runterbeten kann, aber stattdessen die einfachsten Grundlagen wie zb. schon Rechnen, Sprache in Wort und Schrift, logisches Denkvermögen und Allgemeinbildung nur unzulänglich beherrscht.

Zudem sollte man den Pädagogen endlich (wieder) mehr Rechte bzw. Einflussnahme zubilligen, gewisse Entscheidungsgewalten sogar über die der Eltern stellen, den Lehrer nicht weiterhin nur als quasi Rezitator und Moderator von Lernstoff abstellen, sondern eine erzieherische Funktion (wie eben die der Eltern) hinzufügen, die Schulen quasi auf mindestens Jugendamtniveau (-"gewalt") heben.
Zudem die freie Selbstbestimmung von Studienfächern etwas einschränken, so dass eben nicht jedermann alles studieren kann wie er ausdauernd genug, liquid und lustig ist, sondern die Anzahl der Teilnehmer fachübergreifend nicht nur nach einer Art "numerus clausus", sondern auch je nach Auslastung schlicht begrenzt ist.
Studiengebühren gehören stattdessen wieder abgeschaft. Denn sie sind der völlig falsche Ansatz diese Ziele zu erreichen, staatliche Bildung muss leistungsabhängig und zweckdienlich sein, nicht kapitalabhängig.

Leider würde das alles ab einem gewissen Grad schnell mit bestimmten Grundrechten kollidieren. Deshalb glaube ich weniger, das sich hier diesbezg. da gross was ändern wird.
In den Schulen werden auch weiterhin nur zusätzliche Angebote offeriert werden, wer diese allerdings - aus welchen Gründen oder Grundrechten auch immer - nicht annehmen will, hat auch weiterhin nichts zu befürchten, ausser seinen entsprechenden Abschluss. Nur schadet man damit nicht nur sich selber, sondern auch der Gesellschaft.

Die Hauptlast an Kontrolle und Erziehung wird weiterhin den Eltern überlassen. Solange wie diese nicht gerade straffällig werden, wird es auch kein Jugendamt scheren und die Kinder verkommen im ungünstigen Falle eben weiterhin. Wayne. :freak:
Die Sozialkassen werden später belastet, der Arbeitsmarkt schreit einerseits weiterhin nach qualifizierten Fachkräften (nun schon aus dem Ausland) und andereseits kann er sich vor Überangebot nicht retten. Folge: Lohndumping, Arbeitslosigkeit, Kriminalität, Abwanderung.
 
Numerus Clausus ist total daneben. Ich hab ein 3er Abi und nen 2er Bachelor. ;)
Ich würde anders selektieren. Durch persönliche Gespräche z.B. (bei uns in der FH) oder einen kleinen Test wie hier in TÜ für Politikwissenschaften. Das bringt mehr als eine starre Note die nix aussagt.
 
Also ich komme auch von einer Hauptschule *schäm*
Und ich kenne das garnicht was hier geschrieben wird oder was auch damals in den Nachrichten kam, sowas gab es bei uns nicht.Sicherlich gab es die eine oder andere kleine schlägerei mal aber das waren ausnahmen vieleicht in einem Jahr ca. 3 schlägereien mehr nicht.Wobei ich sagen muss das ich von meinen alten Lehren gehört habe das jetzt inzischen viel schlimmer geworden ist ich hatte es schon gemerkt als ich im 10en war und du "neuen" 5er die hatten mal keinen Respekt,als ich und meine freunde im 5 waren hatte wir noch echte "angst" vor den 10ern und so aber heutzutage ist der respekt weg und das ist das problem !Und denke ich haben die Eltern die erziehung verschlafen !
 
@Wintermute
Darum sprach ich ja auch von einer Art "numerus clausus" und nicht DEM. ;)
So tief in die Details wollte ich damit garnicht gehen, nur die grobe Richtung.
Von mir aus daher meinetwegen auch über Aufnahmetests. Hauptsache es passierte überhaupt mal was dergleichen.

@WhiteHats
Hauptschüler sein ist doch keine Schande, die Schuld trägt wer ganz anders.
Aber mal ne Frage, glaubst Du so im Nachhinein, Du hättest auch die Realschule gepackt?
 
Ja denke ich. ich habe einen sehr guten 10b (Fachoberschulreife) Abschluss.Aber es war die "angst" da auf einer Realschule abzurutschen... wie es ein paar freunden passiert ist plötzlich traf man sich auf der hauptschule wieder.Naja das sing ist ja man sagt ich kome von einer Hauptschule und ab dahin wird man nur noch blöd angeguckt ob der abschluss gut oder schlecht will keiner wissen und für Hauptschüler ist es mal richtig schwer einen Azubi platz zu finden ich habe mit mehr glück als verstand einen gefunden ... das aller schlimmst war für mich hätte ich jetzt die stelle nicht bekommen ich were durch das komlpette "deutsche system" gerutscht keiner fühlte sich verantwortlich ...
 
Die Hauptschule scheint wirklich zu prägen. Meine Freundin hat die Hauptschule gemacht und das lässt sie nicht los bzw. betont sie immer wieder - wie ein Trauma.

Nach der Hauptschule hat sie aber eine weiterführende staatliche Fachoberschule besucht und abgeschlossen und danach hat sie studiert und mit 1,0 abgeschlossen.
Aber wenn es im Gespräch darum geht welche Schule man besucht hat kommt immer wieder "ich bin Hauptschüler". Ich muss ihr dann sagen das sie studiert hat und eigentlich zur Bildungselite des Landes gehört, aber die Hauptschule kommt immer wieder durch. Muss wirklich fies und prägend gewesen sein.
 
es wird viel zu viel auf die schulen abgewälzt
das problem liegt ganz wo anders, nämlich bei den eltern
die hälfte der eltern scheint überhaupt keinen funken ahnung von erziehung zu haben
die kinder werden vor dem fernseher oder ps geparkt damit man seine ruhe hat

agressives verhalten oder schlechtes benehmen ist einzig allein auf eine schlechte erziehung zurück zu führen
vor ein paar jahren, hab ich so ein verhalten nicht erlebt, mittlererweile wird einem ja schlecht wenn man sieht wie sich viele kinder benehmen


das einzige was man dem schulsystem vorwerfen kann ist, ist das es zu lasch ist
das gymnasium ist doch der reinste witz
mit 2 5en kann man noch weiterkommen
dann gibts hier wider nachprüfungen und sonderregelungen
das ist doch alles schwachsinn. mehr als eine 5 -> wiederholen

mir kann keiner erzählen das irgendwer wegen dummheit die schule nicht schafft
der grund ist doch eindeutig faulheit(kenn ich doch selber), aber warum sollte man auch was tun wenn man so das abi hinterher geschmissen bekommt?

@fu manchu
warum ist sie denn auf eine hauptschule gegangen wenn sie so intelligent ist?
 
Ja, wollt grad sagen, gibt zum Glück noch mehr wie genug anständige junge Menschen. Tut mir auch bissel leid für die das die da auch immer gleich abgestempelt werden.

Erziehung ist ein gutes Stichwort, aber es ist ja anscheinend immer öfter der Fall das Mami und Papi arbeiten müssen um alles bezahlen zu können und das dann die Erziehung zu kurz kommt ist ja auch irgendwo klar. Die Eltern sind zwar einerseits Schuld, andererseits zwing sie die Gesellschaft in diese Lage. Das Problem nur auf eine Instanz zu schieben ist in meinen Augen falsch, wir könnten an alles was verbessern, die Schule, die Erziehung, die Gesellschaft allgemein, nur leider scheint sich das eher immer weiter ins Gegenteil zu verändern, da nutzt dann auch das beste Schulsystem nichts mehr.
 
Das ist echt schon hammer das alle wirklich alle Hauptschüler auf gut deutsch gesagt als drecks bezeichnet werden.Es gibt viele sehr viele die kommen von einer Hautpschule und arbeiten sich ganz nach oben machen abi, studieren ... aber das wird immer gerne übersehen und vieleicht ist auch das ein grund warum die "Haupt" Schüler so sind wie sie inzwischen sind sie haben keine zukunft mehr,manchen wird schon in der 6. gesagt "du brauchst hier den unterricht doch nicht mitmachen um zum Sozialamt zugehen brauchst du keinen abschluss"solche sätze kommen von LEHREN !Dieser angebliche "dem zeige ich es jetzt" effekt dritt nicht mehr ein !.....
 
bensen schrieb:
...@fu manchu
warum ist sie denn auf eine hauptschule gegangen wenn sie so intelligent ist?

Zu der damaligen Zeit, als die Schüler eingeteilt wurden, war sie schlecht. Hinzu kommt das sie aus einem ausländischen Elternhaus kommt - und das in D. auch danach gefiltert wird ist leider Realität.
Die Hauptschule hat sie recht gut abgeschlossen und die weiterführende Schule auch.

Wenn ich daran denke wie mies ich in der 5. Klasse war, wäre ich auch auf die Hauptschule gekommen. Zum Glück gab es in der DDR das 10 Klassen System für alle. In der 10. war ich wieder gut und zweitbester meiner Klasse. So kann es kommen.
 
Nun kann man in der heutigen Zeit das Schulsystem nicht mehr mit dem der DDR vergleichen, damals wurden die meisten noch von den Lehrern an die Hand genommen und schwache Schüler mehr gefördert wegen des "Lernauftrages der Partei".
Heute stehen die Schüler eher alleine da, vor allem dann wenn die Eltern ihnen nicht helfen können oder wollen.

Wer durch s Rost fällt hat halt Pech gehabt in einer Leistungsgesellschaft(furchtbares Wort) schlimm genug aber eben Realität und die scheinen die Verantwortlichen zumindest gegenwärtig nicht sehen zu wollen aber jammern das nicht genug hochqualifizierte Fachkräfte vorhanden sind. Echt zum heulen manchmal, aber das hilft ja auch nichts.

OMaOle
 
OMaOle schrieb:
Nun kann man in der heutigen Zeit das Schulsystem nicht mehr mit dem der DDR vergleichen...
Heute stehen die Schüler eher alleine da, vor allem dann wenn die Eltern ihnen nicht helfen können oder wollen.

Siehst Du das etwa als Fortschritt an? Also ich bin überzeugt die DDR hätte bei einer damaligen PISA Stude wesentlich besser abgeschnitten, nur gab es da noch keine bzw. auf der falschen Seite. ^^

Mir ging es genauso wie Fu, ich wäre wie schonmal gesagt in der 5. wahrscheinlich auch auf die Hauptschule gekommen. Ich wurde auch erst in der 7. zum Einsenschüler.
Hätte keiner in der DDR ernsthaftes und beharrliches Interesse gezeigt und mein (noch) schlummerndes Potenzial nicht erkannt/falsch eingeschätzt, das System dies negativ begünstigt, ich wäre glatt durchs Raster gerutscht.

Meine Mutter ging Vollzeit (3 Schichten) arbeiten, seit ich 3 war. (Vater gabs das schon net mehr ^^)
Es ging, auch dank besserer, organsierter Betreuungs- und Freizeitmöglichkeiten - auch nach der Schule. Ich hatte keine Entzugserscheinungen und bin auch nicht verkommen oder verblödet, ich hatte Spass mit gleichaltrigen und fühlte mich auch nicht eingeengt, im Gegenteil. Ich musste deshalb dennoch auch nie in irgend ein Heim oder Wochenkrippe/ -Schule etc.
Meine Mutter hat es dadurch auch einfacher gehabt, sowohl kosten-, als auch zeittechnisch. Das Schulsystem gab ihr die Sicherheit und Gewissheit während ihrer Abwesenheit auf gesicherte Betreuung. Sie hat sich trotzallem immernoch viel Zeit genommen. WAr keine Rabenmutter.
Das kann man natürlich nur schlecht nachvollziehen, wenns mans nie anders kennengelernt hat/ gewohnt war, mache deswegen auch keinem Ex-Wessi einen Vorwurf. ;)

Wenn die Eltern heutzutage versagen, dann muss eben - wenigstens vorläufig (Schadensbegrenzung) - der Staat (Bildungssystem) diese Aufgabe übernehmen.
Und nicht wie aktuell warten, rumzedern oder nur freundlich appellieren, bis die Gnädigen sich möglicherweise mal dazu herablassen.
Ich denke er will mehr Kinder, sie sind ihm doch soo wichtig? Was nun? Sollen die sich selber machen und erziehen?

Zeitgleich sollten daher entsprechende Rahmenbedingungen für alle Seiten geschaffen werden.
Woran es mangelt wurde hier ja schon öfters erläutert. Getan werden muss nur endlich mal was und nicht nur von einer Amtsperiode zur nächsten rübergerettet oder per 5-Minuten-Demokratie von Volkesseiten aus agiert werden. Das reicht eben nicht.
 
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