rumpel01
Fleet Admiral
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Du machst Dir das ein wenig einfach. Was Du "Fundamentalismus" (in welcher Form denn?) nennst, lässt sich passender mit "kultureller und religiöser Identität" umschreiben, das streift man nicht ab, speziell dann, wenn die Traditionen es wert sind.
Im übrigen nützten Konvertiten ihre Konversion nicht immer etwas, im Gegenteil:
http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Juden_%28Mittelalter%29
Die Aggression und der Fundamentalismus ging von christlichen Eiferern aus, und da nützte die Umerziehung wenig, da man sich ständig im Verdacht befand, es nicht "ernst" mit der Konversion gemeint zu haben.
Die Begrifflichkeiten beschreiben es ja schon. Von christlicher Seite wurden sie "Schweine" genannt, in ihrer eigenen Sprache "Gezwungene". Der Stellenwert unter den Christen war demnach sehr niedrig, während die übrigen Juden dies keineswegs als freiwillige Bekehrung, sondern als erzwungene Maßnahme empfanden. Wie soll das funktionieren?
Im übrigen nützten Konvertiten ihre Konversion nicht immer etwas, im Gegenteil:
Unter dem Einfluss des allgemeinen Konzils von Vienne (siehe Ökumenische Konzile) im Jahr 1311 forderte der spanische Klerus immer lauter die Entfernung der Juden aus allen Staatsämtern, die Trennung der christlichen von den jüdischen Lebensbereichen, die Aufhebung des Zeugnisrechtes für Juden und ihre öffentliche Kenntlichmachung durch besondere Kleiderattribute, wie dem Tragen eines Judenabzeichens. Am 6. Juni 1391 stürmte der seit Jahrzehnten durch antijüdische Propaganda von der Kanzel herab aufgeputschte Pöbel das jüdische Viertel Sevillas. Seine Bewohner wurden, wenn sie nicht den Tod fanden, als Sklaven verkauft oder der Zwangstaufe unterzogen. (Letztere wurde bereits seit der Zeit der Westgoten durchgeführt.) Die zwangsgetauften Juden – spanisch conversos bzw. Marranen: Schweine), lateinisch christiani novi, hebräisch annussim: Gezwungene genannt – sollten in den folgenden Jahrzehnten das Ziel blutiger Verfolgungen und Massaker sein. Sie wurden verbrannt und ermordet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Juden_%28Mittelalter%29
Die Aggression und der Fundamentalismus ging von christlichen Eiferern aus, und da nützte die Umerziehung wenig, da man sich ständig im Verdacht befand, es nicht "ernst" mit der Konversion gemeint zu haben.

Die Begrifflichkeiten beschreiben es ja schon. Von christlicher Seite wurden sie "Schweine" genannt, in ihrer eigenen Sprache "Gezwungene". Der Stellenwert unter den Christen war demnach sehr niedrig, während die übrigen Juden dies keineswegs als freiwillige Bekehrung, sondern als erzwungene Maßnahme empfanden. Wie soll das funktionieren?
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