Bedingungsloses Grundeinkommen für jeden

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Tharamur schrieb:
Wenn ich eh schon einen Neuanfang machen muss, dann schaue ich doch gleich da, wo die meisten Jobangebote für mich sind und ich die besten Möglichkeiten habe.
Die Leute, von denen ich sprach, haben das in der Regel genau so gemacht ... deswegen wurde es eben bei einzelnen Berlin, bei anderen Hamburg.
Der Umzug hat zwar letztlich dafür gesorgt, dass sie Arbeit gefunden haben ... fachfremd hätten sie allerdings auch ohne Umzug was finden können (sie sind umgezogen, WEIL es am Zielort in ihrem Fachbereich mehr Stellenangebote gab).

Klar kommts daruf an, was man studiert hat, und wie, mit welchen Noten. Auch wo man studiert hat ist nicht ganz egal.

@Smartin:
Zunächst mal nichts, aber eigentlich gings im Großteil des Textes eher um Professionalität.
Wenn du magst, kannst du das auf Buchhaltung, Fließbandarbeit oder auch Reinigungsdienste übertragen ... auch in die IT ... einfach in jeden Arbeitsbereich in dem die Qualität der Arbeit von der Beherrschung der Werkzeuge abhängig ist .. also ALLE.
 
Tomislav2007 schrieb:
Wenn du nur passiv zusehen möchtest, wie andere Ihren Besitz vermehren, dann ist das alleine deine Entscheidung.
Ich sehe nicht nur passiv zu, ich vermehre meinen Besitz mit Arbeit ebenfalls und ich bin dabei nicht vom Neid auf die Reichen völlig frustriert.

Meine vollste Zustimmung.
Wer sich auch nur ein wenig anstrengt, verbessert sich stetig.
 
@DerOlf und trotzdem bestimmt immer Angebot und Nachfrage den "Preis". Gerade Musik ist hier m.E. schon ein grenzwertiges Beispiel. Schließlich wird Musik massiv durch Subventionen unterstützt. Seien es zB die Subventionen bei den Opernhäusern, Theatern etc. sei es die GEMA (Drucker, CD-Rohlinge, DVD, BR Rohlinge, HDD, ...), die man auch zahlen muss, wenn das ganze überhaupt nichts mit Musik zu tun hat, oder sei es GEZ, die auch zumindest in Teilen der Musik zu Gute kommt. Und nur weil einer Musik macht, die letztlich keiner kaufen will, muss man ihm noch kein Grundeinkommen zahlen. Das Thema hatten wir schon mal im Sinne "aufgedrängter" Arbeit.
 
GEMA, GEZ ... all das zahle ich auch als Musiker mit ... es "behindert" mich bei der Arbeit, wenn ich z.B. um meine Musik über die GEMA abrechnen lassen zu können, mehr Geld an die GEMA geben muss, als mir das ganze einbringt.
Wenn ich mit einer Band z.B. in einer Kneipe auftrete, dann bestimmt der Kneipier ob und wie viel Eintritt er nehmen will ... wieviel davon der Band zu kommt ... ob Spenden gesammelt werden dürfen (Hut rumgehen lassen). u.s.w.
Du glaubst garnicht, auf wie viel Livemusik du i deier Freizeit verzichten müsstest, wenn Musiker für Auftritte das verlagnen würden, was auf den Arbeitsaufwand einen höheren Stundenlohn ergibt, als €2,50,-.
Klar ist das der Markt, und der Markt möchte nunmal für Musik scheinbar weit weniger zahlen, als für ein belegtes Brötchen beim industriebäcker.
Und warum wird das so wenig wertgeschätzt ... weil Musik heute eben etwas ist, was man jederzeirt überall und in genau der gewünschten art haben kann ... ein paar klicks und du hast Musik für Umme ... genau das was du hören willst.

Für "Musik" ist kein Mensch mehr nötig ... die Automatisierung HAT in dem Bereich schon massiv Arbeitsplätze vernichtet, von denen in den 1950ern, 60ern, 70ern, 80ern noch weitaus mehr Leute leben konnten.
Heute ist Musik ein Milliardengeschäft, welches zum größten Teil an den professionellen Arbeitskräften in diesem Bereich vorbeifließt.
Heute verdient man Geld mit Marketing, nicht mit Musik ... und Marketing braucht nicht Musiker, sondern laufende Litfaßsaäulen.

Was bedeutet es für die Produktentwicklung, wenn man nur die Produkte produzieren will, von denen man sicher weiß, dass der Markt sie Millionenfach abnehmen wird, weil er das ohnehin seit Jahrzehnten tut?
Konnte Steve Jobs die Smartphone Welle voraussehen? Nein .. es hat aber funktioniert.
Konnten die beatles ihren Erfolg vorraussehen ... wahrscheinlich nicht, denn es war nicht klar, ob die jüngere Generation den Beat annehmen wird ... hat aber geklappt ... bei hunderten anderen Bands die ähnliche Ideen hatten, klappte es nicht, WEIL die beatles damit schon erfilg hatten, und die Rechteverwerter "Alternativen" genauestens im Auge behielten.
Konnte Helene Fischer ihren Erfolg voraussagen ... ich denke das sie das konnte und ihre Musik nur auf dieses eine Ziel hin gestaltet hat ... neu ist an HF nur das Gesicht (und selbst das könnte eine Standard Fotoshop-Vorlage sein).
Das ist ein Kunstprodukt für den Massenmarkt .. genau wie Boney M., Milly Vanilly, Modern Talking oder andere gecastete Designer-Bands.
 
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Wieso schaffen es dann immer noch Bands ohne Gema, ohne Label ohne das ganze von dir umrissene bekannt und reich zu werden? Grade mit Youtube, Instagram, Soundcloud etc. sind zig Musiker groß geworden, die deiner Ansicht nach nicht hätte schaffen dürfen. Also scheint die Kunst allein doch zu reichen, wenn sie entsprechend gut ist.

Ich kann dir hunderte Künstler nennen, die aufgrund ihres Handwerks/ihrer Kunst Geld verdienen, das zum Leben reicht.
 
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Ach komm. 2,50 Eur? Dass ich nicht lache. Es gibt genug Hobbyisten, die bei Youtube durch Klicks schon ein Vielfaches von dem verdienen und das sind jetzt sicher keine 1., 2., 3.-Reihe Musiker.
Außerdem siehst Du wieder nur die Nachteile. Früher konnte ein Musiker nur an einer Stelle zu einem Zeitpunkt musizieren. Heutzutage kann er das aufnehmen und wenn es gut läuft millionenfach verkaufen, kann viel schneller auch überregional/ international bekannt werden. Hat viel mehr Multiplikatoren als der Musiker, der früher nur einen Auftritt und eine Verdienstmöglichkeit hatte.
Und Du vergisst, dass für viele Musiker früher die Musik auch schon kein großer Geldbringer war.
Und Du vergisst, dass in den wenigsten Fällen, Hobbyisten von ihrem Hobby leben können.
Edit:
Es gibt sogar genug, die nur einen Hit rausgebracht haben und sich über Jahrzehnte mit den Tantiemen über Wasser halten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mustis schrieb:
Ich kann dir hunderte Künstler nennen, die aufgrund ihres Handwerks/ihrer Kunst Geld verdienen, das zum Leben reicht.
Ich auch ... ich kann dir aber auch tausende nennen, die mindestens genauso gut sind, und nicht davon leben können.
Bei der Musik, hat die Qualität leider nur sehr wenig mit dem finanziellen Erfolg zu tun.

@Smartin:
Was du da beschreibst, sind Marketingaspekte. Daran verdienen allenfalls ein paar Musiker mit ... das große Geld, das da zweifellos gemacht wird, landet aber sehr oft nicht bei den Musikern.
Klar, von einem Hit kann man leben ... zum Onehitwonder muss man aber auch erstmal WERDEN.
Clicks bei Youtube ... jo, wenn man davon genug hat, dann wollen auch gut zahlende auf deinen Seiten Werbung schalten ... sind es aber "nur" ein paar tausend views, dann interessiert das kein Schwein.
Ich nutze auch Youtube ... aber gemessen am notwendigen Aufwand, lohnt sich der digitale Marktplatz kaum ... damit deine facebook-Präsenz nicht für tot gehalten wird, musst du alle zwei Stunden irgendwas ändern ... am besten besorgst du dir gleich ne Helmkamera und streamst dein ganzes Leben auf Instagramm ... es sei denn, du hast hübshe Titten, dann MÜSSEN die ab und zu auch mal im Bild sein ... kriegt die Kamera halt mal ein anderer.
Der Musikmarkt ist visuell verseucht ... "Video killed the Radio Star" ... das war nicht umsonst der erste ausgestrahlte Titel bei MTV.

Aber DAS hat mit dem Thema BGE nun echt nicht mehr das geringste zu tun ...
 
Zuletzt bearbeitet:
DerOlf schrieb:
Bei der Musik, hat die Qualität leider nur sehr wenig mit dem finanziellen Erfolg zu tun.
Das behauptest du. Zu einem Künstler gehört nun mal auch das vermögen sich zu verkaufen und andere mitzureißen. handwerklich gut Musik allein reicht nicht. Und selbst das ist eben nur eine Behauptung von dir, die du für dich als Fakt wahrnimmst, ohne das dem nachweisbar so wäre.
 
Mir ist klar, dass ich diese Meinung jemandem, der sich nicht mit den vergangenen 1000 Jahren Musikgeschichte befasst hat, nicht werde erklären können.
Eine gute Kopie ist auch Qualität ... aber tausend identische oder nur sehr leicht variierte Rembrands sind eben leider keine "Kunst" mehr ... diesen Begriff behalten wir dem Original vor, das kopiert und variiert wurde.
Es wird seit mindestens 250 Jahren mit exakt dem gleichen "Mist" Geld verdient (zumindest von musikhistorischer und -theoretischer Warte).
 
DerOlf schrieb:
Bei der Musik, hat die Qualität leider nur sehr wenig mit dem finanziellen Erfolg zu tun.

Und da trennt sich halt dann doch die Spreu vom Weizen. Meinst du im normalen Arbeitsalltag ist das bis zu einem gewissen Punkt anders? Man muß sich halt auch gut verkaufen können, um an die dicken Pfründe zu kommen. Und das setzt unter anderem eben Kompromisse voraus. Auch wenn sie einem nicht wirklich schmecken.

Ist wie bei einem BGE, um mal den Bogen zurück zum eigentlichen Thema zu spannen. Verkaufe das Produkt BGE dementsprechend gut und du wirst viel mehr Leute auf deine Seite ziehen, als ständig immer nur gegen den bösen Kapitalismus, der das Ganze auch noch finanzieren soll, zu Felde zu ziehen.

Kohl hat damals blühende Landschaften versprochen nach der Wende. Von Jobs war nicht wirklich die Rede. Alle haben ihm zugejubelt. Er hat das "Produkt" Wiedervereinigung gut verkauft. Auch wenn hinterher nicht alles so gekommen ist, wie versprochen. Die blühenden Landschaften gibt es ja immerhin.
 
Tharamur schrieb:
Die blühenden Landschaften gibt es ja immerhin.
Sogar mehr als zu DDR-Zeiten ... bei so viel Leerstand kein Wunder.

Natürlich gehört Marketing dazu, aber wie viel hat Marketing überhaupt mit Qualität zu tun (mal davon abgesehen, dass man mit der bloßen Behauptung von hoher Qualität im Marketing gut arbeiten kann)?
Auch mit der Frage, ob die Musik einem Veranstalter gefällt oder nicht, wird die Entscheidung über das Booking nur in so fern was zu tun haben, dass sich niemand Musiker in dei Bude holt, deren Musik er "am Kopp nicht abkann" ... aus "hörbaren" Kandidaten wird dann allerdings per "Reichweite" eine Entscheidung getroffen ... und die fällt oft zugunsten von 0815 aus ... denn 0815 ist nunmal ein Erfolgsrezept (stumpf ist trumpf).

Ich werde nicht nur von einem Menschen belagert, weil ich doch angeblich (in ihren Augen) die Mittel besitze, um mit "Leichtigkeit" einen Hit zu schreiben ... ich kann dem immer nur Antworten, "JO, mach ich, aber wer übernimmt das Marketing für den Schrott? Ich will meinen Namen dafür nicht hergeben".

Das Problem ist nicht, die Musik zu schreben, sondern jemanden zu finden, der sich auch ohne meine Musik schon optisch gut verkauft - die Musik ist für finanziellen Erfolg eigentlich ziemlich egal, die muss nur gefallen.
Aber das brutalste daran ist wohl eigentlich, Musik schreiben zu müssen, die ich mir selbst nicht antun will ... ICH muss Stunden damit zubringen, diese Musik zu entwickeln.

Die meisten Menschen, die von ihrem Musikmarketing leben können, reproduzieren nur ihnen bekannte Erfolgsrezepte ... das ist, als würden Autohersteller seit 150 Jahren immer nur Benz Motorwagen nachbauen, während sich die Produktionstechniken wandeln, aber nicht das Produkt (das ist nur Veränderungen unterworfen, welche die Fertigungstechniken diktieren ... z.B. alle Teile in Schwarz zu lackieren, um nur eine Lackierstrasse betreiben zu müssen).

Hast du die Geschichte gehört, von der Band, die erst mit einem Hit mäßigen Erfolg hatte und heute vom Verkauf ihres "Erfolgsrezeptes" (in Buchform) lebt?
Die haben im Grunde nach einer Marktanalyse komponiert ... Kompositionstechnik "Häufigkeitsverteilungen bei Youtube-Aufrufen oder mp3-downloads".
Mit Musik hat das Musikbusiness mMn nichts mehr zu tun.
 
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DerOlf schrieb:
Mir ist klar, dass ich diese Meinung jemandem, der sich nicht mit den vergangenen 1000 Jahren Musikgeschichte befasst hat, nicht werde erklären können.
Eine gute Kopie ist auch Qualität ... aber tausend identische oder nur sehr leicht variierte Rembrands sind eben leider keine "Kunst" mehr ... diesen Begriff behalten wir dem Original vor, das kopiert und variiert wurde.
Es wird seit mindestens 250 Jahren mit exakt dem gleichen "Mist" Geld verdient (zumindest von musikhistorischer und -theoretischer Warte).
Natürlich bist du auch in diesem Thema Experte und andere, die du nicht im geringsten kennst, nicht. :rolleyes: Es gab auch in den letzten 250 Jahren musikalische Neuheiten, die keine Rebrandts sind, dass ist totaler Unsinn.
 
Mann Olf, wenn der Kunde sagt, er will eine rote Wand, dann macht man eine rote Wand und meckert nicht rum, dass einem rot nicht gefällt und man nur weiße Wände machen möchte. Als Musiker bist Du i.e.L. Dienstleister, wie so viele andere auch. Mach Deine Musik, wenn sie Dir gefällt, aber dann ist und bleibt es halt ein Hobby, wenn Du sie für Dich und nicht für andere machen willst (Sprichwort Mainstream). Und warum sollen dir andere Dein Hobby finanzieren?
 
Wovon bestreite ich wohl meinen Zuverdienst ... sicher nicht mit der Musik, die ich toll finde ... auch nicht einfach mit der Musik die ich mag (das ist eben NICHT identisch).
Natürlich verdiene ich mein Geld mit ollen Kamellen ... z.B. damit.
Ich finde das Original weitaus "besser" und auch schöner ... aber mir ist klar, dass gerade DIESER Song ohne das, was die Black eyed peas draus gemacht haben, nicht so gut ankommen würde.
Die Version ist stumpf und auch nur noch durch die stellenweise genutzte Sprache "Latin" ... aber sie ist dafr verantwortlich, dass die Leute tanzen, wenn meine Band das spielt ... es kommt auch nicht selten vor, dass das Publikum nach einzelnen "Klassikern" fragt. Das ist öfter dabei ... oder das ... das ...
Ich generiere dadurch einen Zuverdienst, nur WEIL ich den Kunden bediene.
Mit meiner eigenen Musik werden mit viel Glück in 20 - 50 Jahren mal Leute so viel verbinden ... heute fragt aber eben keiner danach ... höchstens aus meinem direkten Bekanntenkreis (manchmal wollen Leute meine eigene Musik tatsächlich mehrmals hören).

Meine Musik ist nichts weiter als Hobby ... der Rest ist Arbeit ... das mache ich nicht um irgendwas weiter zu entwickeln (das geht privat ohnehin viel besser) sondern nur, weil ich den Leuten das verkaufen kann (aufgrund einer langen Ausbildung), was sie gerne hören wollen.
Ob ich das gerne spiele, wird erst dann relevant, wenn die Bezahlung NICHT passt ... ansonsten zählt nur, ob das in der Besetzung "funktioniert" oder nicht ... "schlecht abliefern" will ich auf jeden Fall nicht, ganz egal ob ich das, was ich da abliefere für Müll halte oder nicht ... ich konzentriere mich auf meine spezielle Rolle IN diesem Gesamtkunstwerk ... nicht auf die Qualität der Konstruktion dieses Werkes.
Die ist mir echt egal, solange Leute dafür bezahlen ... wenn die für etwas bezahlen, was ich für "Müll" halte, dann ist das ganz sicher nicht mein Problem. Für das passende Geld kacke ich dir auch auf die Veranda, wenn du das dringend willst ... aber "schön" muss ich "kacke auf der Veranda" deswegen nicht finden ... ist ja nicht meine Veranda.

"Wes Brot ich fress', des Lied ich sing'" ... ganz egal, wie das "Lied" aussieht.
 
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Können wir das Thema Musik nicht abhaken?

Das Thema Unterhaltung ist allgemein schwierig, da es komplett subjektiv ist und so gut wie gar nicht von Qualität abhängt. Es muss den Leuten gefallen, wer das schafft hat es richtig gemacht und hat Recht und verdient auch Geld damit.
Mehr kann man dazu nicht sagen.
 
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So schauts aus. Manchmal verkauft sich gerade dort das Einfachste, weil es Ohrwurmcharakter hat. Da kann man der geilste Spieler sein, der in CIS Moll die abgefahrensten alternative JAZZ Improvisationen spielt, wenn den Leuten hinterher die Ohren bluten, nützt das alles nichts.
Für mich hat das alles nichts mit BGE zu tun außer man argumentiert, "egal wie beliebt, gefragt, gewünscht, gefordert eine Arbeitsleistung ist, jeder soll ein Auskommen damit haben". Und das sehe ich nicht, weil ungefragte oder unnütze Arbeit einfach überflüssig ist und nicht noch subventioniert werden sollte.
 
@hallo7:
Meinetwegen können wir das gerne in einem größeren Zusammenzhang diskutieren.
Möchtest du die geamte menschliche Existenz auf die Frage zusammendampfen, "wie ziehe ich menien Mitmenschen möglichst effektiv Geld aus der Tasche?"?

Das legitimiert letztlich auch jede Form von Verbrechen, solange es profitabel genug ist, das ist dir hoffentlich klar.

Smartin schrieb:
Und das sehe ich nicht, weil ungefragte oder unnütze Arbeit einfach überflüssig ist und nicht noch subventioniert werden sollte.
Wann ist eine Arbeit unnütz oder überflüssig ... entscheidest du das?
Woran machst du das fest?
Wahrscheinlich an nichts weiteren, als dem Preis den das Produkt der Arbeit auf dem Markt erzielt. Der hat mit dem nötigen Arbeitseinsatz und vor allem dem Sinn der Arbeit meist nur sehr begrenzt was zu tun (der liegt immer eher am oberen Ende des Intervalls zwischen Produktionskosten und maximal möglichem Preis bei entsprechender Produktionsabnahme ... im Sozialbereich liegt der Preis meist weit unterhalb des tatsächlichen Wertes der Arbeit).

Nicht der Wert der Arbeit bestimmt ihren Preis, sondern andersrum, der Preis des Produktes bestimmt den Wert der Arbeit ... auch deine Arbeitskraft ist vollkommen wertlos, wenn sie nicht irgendwer kauft.

Was bitte ist an einem Begriff wie "Wert" noch objektiv, wenn man ihn nur danach bemisst, was subjektiv wahrnehmende, empfindende und entscheidende Wesen dafür bereit sind, herzugeben?
Ein solcher Begriff ist "wert"-los.
 
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DerOlf schrieb:
Wann ist eine Arbeit unnütz oder überflüpssig ... entscheidest du das?
Das erledigt sich doch von selbst, wenn es niemanden interessiert. Du kannst zB täglich irgendwelchen Bäumen Lieder vorsingen. Satt wirst du damit nicht wirklich. Und obs den Bäumen gefällt, werden sie dir nicht sagen können ;). Man kann auch Sachverhalte komplizierter machen, als sie letztlich sind.
 
Es geht mir drum, dass Leute mir sehr oft sagen, DASS es ihnen gefällt oder gefallen hat ... wäre dem nicht so, dann wäre das erste Konzert das letzte gewesen.
Mich ärgert nur, dass sie trotzdem meistens nur sehr widerwillig überhaupt über Gage verhandeln ... im Grunde sind mir Kunden am liebsten, denen das geld absolut egal ist ... die Zahlen wenigstens angemessen ohne sich dabei zu windem wie ein Wurm.
Mit meinem bekanntheitsgrad als Druckmittel kann ich nicht arbeiten ... ich bin nicht bekannt ... vielleicht kennen mich in Brasilien ein paar Leute ... aber nicht in Deutschland. Hier hangele ich mich von einem kaltaquiriertem Konzert zum nächsten.
 
@DerOlf
Das ist viel zu einseitig, mit Verlaub. Ich entscheide gar nichts, der Markt entscheidet das selbst. Nur weil ich 10 Millionen Eur /h verlange, ist die Arbeit nicht mehr wert. Die Arbeit ist das wert, was sie kostet und was sie wirtschaftlich bringt und das richtet sich nach Nachfrage, Fähigkeiten, Verfügbarkeit, Aufwand etc. Wenn meine Fähigkeiten gefragt sind , weil sie nur wenige können, dann ist das der größte Faktor. Der Arbeitsaufwand ist da schon relativ. Ich kann 20h für etwas brauchen und wahnsinnig viel Arbeit damit haben, und klar wird der Arbeitsaufwand auch einen Einfluss auf den Preis haben, wenn diese Arbeit aber an "jeder Ecke" zu bekommen ist, dann ist in dem Bereich schon mal ein weitaus größerer Wettbewerb, der sich auch auf die Preise auswirkt.
Ergänzung ()

Willkommen in der freien "Geiz ist geil"-welt und in der täglichen Herausforderung eines jeden Kaufmannes.
 
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