[Diskussionsthread] Google Street View

Tito_2000

Lt. Commander
Registriert
Okt. 2007
Beiträge
1.456
Hallo,
durch meinen Ort fahren jetzt auch die Kamera-Autos von Google, da wurde ich neugierig,
wie es in anderen, bereits "virtuell begehbaren" Städten so mit der Anonymität bei Google gehandhabt wird.


Ein paar Minuten in Barcelona virtuell unterwegs, und schon hab ich diese unzensierten Fotos hier entdeckt:






Die Software von Google zensiert schon meistens alles korrekt, aber
nach innnerhalb einiger weiterer Minuten und klicks fällt einem doch sehr auf,
wie unausgereift die eingesetzte Software noch ist:


Von weitem her werden beide Gesichter zensiert, geht man allerdings einen Schritt näher, ist nur noch eines zensiert:



Ein weiterer Bug, die gezeichnete Matinée Werbung wird zensiert, das Gesicht der hübschen Dame allerdings nicht:



Meine Schlussfolgerung:
Gegen Google Autos, die durch die Städte düsen ohne Vorwarnung
kann man in den meißten Fällen leider nichts machen, allerdings sollte
vor Veröffentlichung solchen Materials eine korrekt funktionierende
Erkennungssoftware eingesetzt werden, die auch die zu
anonymisierenden Objekte korrekt erkennt.


Was ist eure Meinung zu dem Thema ?
 
Zuletzt bearbeitet:
Sicherlich keine direkt begrüßenswerte Entwicklung. Street View als solches ist sicherlich eine schöne Sache, aber im Gegensatz zu Google Earth tatsächlich ein Problem für die Persönlichkeitsrechte.

Aber ich geb zu bedenken, dass je besser die Erkennungssoftware zur Anonymisierung funktioniert, desto besser wird sie auch den umgekehrten Weg funktionieren. "Korrekt" funktionierende Erkennungssoftware (d.h. wirklich aus jedem Blickwinkel) für 2D-Material ist zwar ohnehin nicht mehr so unrealistisch, aber es ist schon beängstigend wie viel Material ungefragt im Netz landet (wie eben Street View) und wie leicht es sich auch wieder zuordnen lässt (sei es durch Dienste, Behörden, Presse und andere Interessierte). Google kann schon nach Gesichtern suchen, genauso diverse andere Suchmaschinen, auch diverse Anbieter als Hilfsmittel für Facebook und Co. (eine der letzten c't-Ausgaben behandelte das Thema recht ausführlich)

Das schlimme: Einerseits macht einem das Angst, auf der anderen Seite klickt man auch gerne selber mal bei sowas rum. Blöde zwei Seiten des Fortschritts. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Zu Street View: Find ich ne Super Sache, schau mir sowas zwischendurch gerne mal an.

Zu den Bildern fällt mir eigentlich nur eins ein: Wo gearbeitet wird passieren Fehler^^

Nobody is perfect.. Nichtmal GOOGLE :D
 
Ich hab letztens eine relativ moderne Digitalkamera im unteren Preissegment gekauft, da war auch eine Gesichtserkennung dabei. Wie man halt so ist, hab ich damit eine ganze Zeit lang rumgespielt um rauszukriegen, wie die Software funktioniert. Ich fand's überzeugend und bin auch sicher, dass Google das noch hinkriegt, Fehlerquote 2%.

Wie HappyMutant schon sagt, gibt es zwei Seiten der Medaille und ich zähle auch noch eine dritte hinzu: Entdeckung. Wer in Zukunft einen Stadturlaub plant und Google die ganze City abgelichtet hat, kann sich sein Hotel schonmal angucken und in den Gedanken den schnellsten Weg zur Kneipe einprägen. Man erkennt vom Schreibtisch viel besser die fremde Kultur in Tokio, wenn man statt der Vogelperspektive auf Augenhöhe mit den Menschen ist.

Wenn man also einen Urlaub in Zukunft machen will (und so mancher macht tatsächlich noch Entdeckungsurlaub) dann muss man schon die Disziplin aufbringen, Street View zu vermeiden.

Es wird natürlich auch unsere Beziehung zum Staat wieder ein winziges Stückchen prägen, wenn wir uns daran gewöhnen, dass alle Welt unseren Vorgarten sehen kann.
Ich mache das daher für mich so: Sobald ich meine Haustür schließe und nach draußen gehe, gehe ich davon aus, dass ich beobachtet werden könnte. Ausschlaggebend war die Erkenntnis, dass in einem modernen Omnibus in meiner Stadt fünf Kameras angebracht waren.

PS: Einbrecher sind natürlich begeistert. Vorbei sind die lästigen Erkundungsausflüge mit Auto, Rad und zu Fuss. In Zukunft kann man ganz bequem von zu Hause scouten, die toten Winkel in der Nachbarschaft erkennen und parallel dazu den potentiellen Erlös bei Ebay und Co. feststellen :)
 
Ich finds ehrlich gesagt nicht besonders tragisch. Wenn Du Dein Auto am Bahnhof stehen lässt, würdest Du auch nicht nur im Traum daran denken, es zu verschleiern, damit es niemand liest.

Gut, die Software hat hier versagt, da gibts nix zu leugnen. :p
 
Es gibt neues:

Der Suchmaschinenbetreiber Google konnte seine Auseinandersetzung mit deutschen Datenschützern beilegen. Der Dienst wird nun bald auch hierzulande starten, nachdem das Unternehmen verschiedene Forderungen akzeptierte.

Google habe sich bereit erklärt, Person, Grundstücken oder Autos binnen einer bestimmten Frist unkenntlich zu machen, wenn von den jeweils betroffenen Bürgern ein Widerspruch gegen die Veröffentlichung eingeht. Das teilte der Hamburger Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Johannes Caspar, mit.
Darüber hinaus hat Google eine zügige Umsetzung aller weitergehend geforderten Verfahrensmaßnahmen zum Widerspruchsrecht und zur Information der Öffentlichkeit zugesichert.

Caspar begrüßte das Einlenken des Konzerns in der bisher strittigen Frage der Unkenntlichmachung von Rohdaten: "Google hat rechtzeitig die Gelegenheit genutzt und ist auf unseren Kompromissvorschlag in allen Punkten eingegangen. Ursprünglich hatten wir zwar die Zusage der Unkenntlichmachung des gesamten Rohdatenbestands gefordert, können mit dem Ergebnis aber sehr zufrieden sein", sagte er.

"Wir können aufgrund der Zusagen nun vom Erlass rechtlicher Maßnahmen absehen, die ohnehin nur beschränkte Wirksamkeit hätten", erklärte Caspar weiter. Im weiteren Verlauf werde man die sachgerechte und zügige Durchführung der Zusagen genau beobachten.

Die Aufsichtsbehörde sei mit ihren Forderungen an den Rand dessen gegangen, was rechtlich möglich und vor allem durchsetzbar ist. Die Diskussion über Street View habe gezeigt, dass das informationelle Selbstbestimmungsrecht in der digital vernetzten globalen Informationsgesellschaft nicht wirksam mit dem "angestaubten Instrumentarium" des ursprünglich aus den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts stammenden Bundesdatenschutzgesetzes zu gewährleisten ist, erklärte der Datenschützer.

Quelle: winfuture
 
Der Kopf wurde jedenfalls zensiert :evillol:

google-cam3cp3.jpg
 
untitled-3pstq.jpg


Wie ihr sehen könnt, wurden inzwischen der Großteil von Spanien, Frankreich, Niederlande Dänemark und Italien erfasst. Der Süden Finnlands und Schweden und ein paar Flecken in Großbritannien und Tschechien wurden fotografiert und Deutschland bleibt erstmal grau.
 
Hab ich schon gemerkt, die sind in Frankreich und Spanien über die Dörfer und durch "Bergpässe" gefahren und haben sogut wie alles jetzt online, langsam geht das velroren, was die Gegenden dort interessant macht, nämlich die Abgelegenheit, Ruhe und das Unbekannte für viele Leute, jetzt können die einfach sagen "Ja die Strasse kenn ich auch wo du lang gefahren bist, die is in StreetView drin !"
Ist praktisch dasselbe als wenn man einem einen Film verkaufen möchte und der einfach antwortet: "Wofür kaufen ?! Den guck ich mir einfach bei kino.to an !" Echt zum kot**en
 
Natürlich, Fotos sind ja auch das gleiche wie dort gewesen zu sein.

Ich find's gut. Google wird bei mir mittlerweile vor jeder Fahrt an einen mir bis dahin unbekannten Ort angeworfen, um zu gucken, wo sich Parkplätze etc. befinden. Mit Street View wird das noch komfortabler, weil man die Gegend nicht nur von oben sieht.

Das ewige Datenschutz-Gerede nervt auch einfach nur. Wegen jedem Mist wird rumgeheult, manche sollten vielleicht nur noch in so großen Donald Duck Kostümen herumlaufen, damit sie auch ja niemand sehen kann. Für Häuser kann man ja Christo-like alles verschleiern.
 
Du unterschätzst das Problem. Es ist jetzt möglich, in stundenlangen Recherchen gute Objekte auszugucken, ohne das man dafür selbst in den Wagen steigen muss. Du kannst z.B. abschätzen, wo sich das Schlafzimmer befindet, wo es einen toten Winkel gibt, wo weder das Licht der Straßenlampen, noch irgendwelche Fensterscheiben der Nachbarn den Zugriff gefährden könnten.
Abgelegene Dörfer, in denen es früher keine Einbruchskriminalität gab, könnten damit attraktiv werden, weil die Leute dort gar nicht mit sowas rechnen und auch gar nicht gesichert sind.
 
Ich bezweifle, dass man sich von ein paar Street View-Fotos ein genaues Bild machen kann, schon alleine deshalb, weil die Fotos nur eine Momentaufnahme sind.

Erinnert mich an die Einführung des Fernsehens oder des Automobils, als jeder Angst hatte, dass deswegen die Welt untergeht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hmmmm.... irgendwie ist es ja doch eine coole Sache, aber andereseits...
Ich finds z.B sehr praktisch um das gebuchte Hotel näher anzugucken

naja wenigstens das Militär spart Geld, braucht ja dann keine Aufklärungsflugzeuge/Drohnen oder sonstiges mehr um die landschaftlichen Gegebenheiten auszukundschaften :D
 
Ich finde ehrlich gesagt das alles eine Zumutung, und zwar aus dem folgenden Grund:

Militärbasen und Regierungsviertel genießen immer besondere Rechte. Vermutlich werden diese hier mal wieder ausgeklammert.

Folgerung ich bin also dem Staat nicht so wichtig, allerdings lebe ich darin. Das ist eine Zumutung.

[Eidt:]Da ich ein Recht auf Informationelle Selbstbstimmung habe möchte ich,d ass mein Haus nirgendwo in irgendeiner Datensammlung erfasst wird. Geht das Durchzusetzen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Also so schlimm finde ich dasn nun auch wieder nicht.. ob da jetzt mein auto steht oder nicht...

Ich fänds sogar richtig Cool wen ich auf Googel Street View wäre hätte kein Problem wen mich dan alle beim Hot Dog essen sehen...

naja wenigstens das Militär spart Geld, braucht ja dann keine Aufklärungsflugzeuge/Drohnen oder sonstiges mehr um die landschaftlichen Gegebenheiten auszukundschaften

Ich glaube das machen die eh alles mit Satelieten, und Street View gibts ja nur in Citys und von denen Gibts im Atlas auch Bilder usw, aber ja ich verstehe die Ironie in deinem Satz :D


Lieber 2 geile Kerne als 4 Luschen !
-->E8400@ 4.2 Ghz @ P5Q Deluxe
Hab meinen q9550 teilweiße auf 4,1 Ghz da haben deine 2 geilen Kerne nix mehr zu lachen :king:
 
Zuletzt bearbeitet:
Ob schlimm oder nicht, mir geht es darum, dass ich nicht enfach gefragt werde ob mein Haus/Adresse/Name etc.. bei Google oder sonst irgendeinem der Drittanbieter o.ä. gelistet wird. Das finde ich unmöglich. Das könnt man doch noch erwarten. Ich bin dagegen, ich bin nicht so wie ihr...

[Edit:] Ich mutier zum Wahlchinesen...
 
Zuletzt bearbeitet:
jhoech schrieb:
Militärbasen und Regierungsviertel genießen immer besondere Rechte. Vermutlich werden diese hier mal wieder ausgeklammert.

Bist du wichtig? Anschlagsgefährdet? Nein? Dann hast du deine Antwort.

Folgerung ich bin also dem Staat nicht so wichtig, allerdings lebe ich darin. Das ist eine Zumutung.

Nein, deine - nennen wir es mal "Argumentation" - ist eine Zumutung. Du bist wohl einfach nur nicht so wichtig, dass dich der Staat gesonderst (= über das normale Maß hinaus) schützen muss.

[Eidt:]Da ich ein Recht auf Informationelle Selbstbstimmung habe möchte ich,d ass mein Haus nirgendwo in irgendeiner Datensammlung erfasst wird. Geht das Durchzusetzen?

Ja. Aber warum machst du von deinem recht auf informelle Selbstbestimmung nicht gebrauch und googelst danach? Oder guckst einfach mal auf die Hauptseite von Street View, da befassen sich nämlich Punkte 2-5 genau damit. Außerdem ist vorbeugende Untersagung derzeit in den Medien.

Und wenn du dich schon am Informieren bist... such mal nach Zitate+Dieter Nuhr.


Ob schlimm oder nicht, mir geht es darum, dass ich nicht enfach gefragt werde ob mein Haus/Adresse/Name etc.. bei Google oder sonst irgendeinem der Drittanbieter o.ä. gelistet wird. Das finde ich unmöglich. Das könnt man doch noch erwarten. Ich bin dagegen, ich bin nicht so wie ihr...

Anders sein ist nicht immer toll. In den meisten Fällen ist es sogar nervig, sinnlos und man macht sich damit unbeliebt und lächerlich. Aber gut, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Eine 10 Meter Betonmauer soll übrigens gegen Street View und alles andere helfen.


[Edit:] Ich mutier zum Wahlchinesen...

In Rotchina wärst du nicht mal in der Lage gewesen, deinen ersten Post zu verfassen. Aber eines stimmt: Mangels Straßen gibt es dort auf 95% der Fläche kein Street View. Scheint also wirklich eine tolle Alternative zu Deutschland zu sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
ihr müsst mal so ein google autochen fotografieren und online stellen...
gab in der vergangenheit durchaus mal probleme mit google weil die das nicht wollten.
trotz panoramafreiheit hat man verlangt diese bilder herauszugeben und zu löschen.
was rechtlich natürlich völlig unhaltbar ist...

aber so sieht man das wohl...google darf, aber andersherum fühlt man sich angepinkelt.

:freaky:
 
Zuletzt bearbeitet:
Google habe sich bereit erklärt, Person, Grundstücken oder Autos binnen einer bestimmten Frist unkenntlich zu machen, wenn von den jeweils betroffenen Bürgern ein Widerspruch gegen die Veröffentlichung eingeht. Das teilte der Hamburger Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Johannes Caspar, mit.
Kann mir jemand sagen wo und wie ich das durchsetzen kann und soll, wenn ich nicht gefragt werde? Gibt es da nen probaten Link dazu?

Das Argument das das schwierig sei die Leute Vor der Veröffentlichung gezielt zu fragen finde ich sowas von behämmert...

Wer das will soll es dürfen. Andersherum totaler Schwachsinn sowas.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben