Erfolge der Linken, "Linksrutsch" in Deutschland ?

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Eigentum verpflichtet demnach insofern, als dass es nicht unproduktiv in der Ecke liegen soll ... nur eben woanders

Ich bezweifle doch stark, dass die Verfasser des Grundgesetzes dass seiner Zeit so sahen wie du jetzt.

Meiner Meinung nach bezieht sich der soziale Aspekt deutlich auf Deutschland und nicht auf das Ausland.
Mal abgesehen davon, dass die Schweiz oder Monaco keine weitere "soziale Hilfe" von uns brauchen, oder?
 
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@Wintermute
es mag stimmen das man sich über diesen Begriff streiten kann. Der Grundtenor sollte aber doch klar sein.

Warum immer so auf das fehlende Pogramm herumgeritten wird, während sich doch die anderen Parteien auch nicht an ihre bestehenden halten, kann ich nur mit den ewigen Skandalisierungen im Zusammenhang mit unserer neuen Partei begründen.

Sicherlich wird es ein Prgramm geben, dieses schüttelt man sich aber nicht so einfach aus dem Ärmel. Schließlich haben wir erst den langwierigen und mühsamen Vereinigungsprozess hinter uns gebracht. Da der Sozialismus aber (im Gegensatz zu den oberlächlichen und einfach gestrickten Überzeugungen unserer Gegner) eine hochwissenschaftliche und komplexe Anschauung ist, ist für reichlich Diskussionsstoff und Arbeit innerhalb unserer Partei gesorgt. Wir schätzen aber das dieses Programm 2010 stehen wird.
 
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Mal naiv gefragt: Was hat ein Linksrutsch mit dem Mangel eines Parteibuches zutun?

Es ist kaum zu bestreiten, dass es zu mindest einen Stop der Politik der letzten 20 Jahre gab, und auch die SPD von der Neuen Mitte wieder versucht ihren linken Flügel mit Zugeständnissen zu befriedigen.
Ähnliches siehst du auch bei der CDU, die nicht mehr so massiv versucht rechte Kräfte in sich zu vereinen.

Alle reden plötzlich wieder von sozialer Gerechtigkeit und co.
Ob es nun an der Linken liegt oder nicht, ist an dieser Fragestellung, zunächst einmal gänzlich irrelevant.
 
@Helios co.
das Gerede von der "Mitte" ist doch auch ein Versuch der Mittelschicht weiß zu machen das die Linke eben nicht ihre Interessen vertritt. Dabei ist ja genau das Gegenteil der Fall. Die Linke steht für eine starke Mittelschicht, sowohl bei den Arbeitnehmern aber auch der Unternehmen. Links sein heist gerade für die Mitte zu sein. Man darf daher die gesellschaftliche Positionierung, also in der Mitte stehend vom Einkommen, nicht mit der politischen Richtung verwechseln.

Und auch das eintreten für die sogenannte "Unterschicht" bedeutet für die Mitte zu sein, weil jeder der jetzt in der Mitte ist, ganz schnell nach Unten abrutschen kann. Daher ist ein starker Sozialstaat so wichtig gerade für die Mitte. Denn jedem in der Mitte sollte bewusst sein das der "Penner" der Migrand und Arbeitslose einem näher steht als die Oberschicht. Es ist viel warscheinlicher in der Gosse zu landen als in die Oberschicht aufzusteigen. Die Oberschicht kann und darf kein Vorbild für die Massen sein. Sie wird aber geschickt als Vorbild eingesetzt um nach unten zu treten und nach oben zu buckeln. So erhält die Oberschicht ihren Besitz und Privilegien weil die Mitte und die Unterschicht sich gegenseitig bekämpfen. Ein wahrlich perfides System des gegeneinader Ausspielens.
 
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Auf dem fehlenden Programm "rumreiten"?
Wie soll ich mich denn über die Grundüberzeugungen und Pläne einer Partei informieren, wenn nicht über das Programm? Wer eh schon politisch interessiert ist, der bekommt das über die Medien mit (was nicht unbedingt unverzerrt sein muß). Also wäre so ein Programm schon sehr zuvorkommend. Ich gebe als Banker ja auch keine Kohle zur Neugründung raus, wenn wer ohne Businessplan kommt und mir erzählt, dass seine Idee so "Komplex und Wissenschaftlich" ist, dass er noch 10 Jahre brauch um auszuformulieren, was er überhaupt will.

Also ich finde die Kritik durchaus berechtigt.
 
@Wintermute
10 Jahre ? Hmm, lass mich mal rechnen, wir haben jetzt Mitte 2008, ich komme auf ca. 2,5 Jahre bis 2010 :freak:

Geduld, Geduld, gut Ding will Weile haben und jeder der will kann sich über unsere Ziele unter www.die-linke.de schon jetzt informieren, da bedarf es keiner langatmigen und sehr theoretischen Parteiprogramme.

Oder sprech doch einfach mal die netten und sympatischen Genossen auf einem Infostand in der Nähe an. Hier wird dir bestimmt geholfen.
 
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Klassischer (ökonomischer) Liberalismus entspricht meiner Meinung nach am ehesten den Ideen von Adam Smith oder David Ricardo. Der Neoliberalismus hingegen kam nach dem 2. Weltkrieg zur Geltung und wurde in Deutschland durch Leute wie Ludwig Erhardt und Alfred Müller-Armack propagiert.

Gerade bei ihnen – also bei den „echten“ Neoliberalisten wird doch das Soziale betont. Und das kann man hervorragend nachvollziehen, etwa durch die Einführung des Montanmitbestimmungsgesetzes (1951) oder durch die zahlreichen gesetzlichen Regelungen zum Schutz der Arbeitnehmer, die noch heute gelten: Mutterschutzgesetz (1952), Bundesurlaubsgesetz (1963), Jugendarbeitsschutzgesetz (1976) usw.

Jetzt wird an den Stellschrauben des Sozialsystems gedreht und schon ist der Aufschrei groß. Dabei sind die Veränderungen durchaus begründet: Man will die Lohnnebenkosten senken, weil damit Arbeitsplätze (auch die im Export) gesichert werden. Man will die "Sozialschmarotzer", die es hier und da gibt, härter rannehmen und stärker zur Arbeit drängen. Dadurch sollen auch die öffentliche Haushale entlastet werden, die bekanntlich allesamt hoch verschuldet sind.
 
extasy schrieb:
da bedarf es keiner langatmigen und sehr theoretischen Parteiprogramme.

Genau, weil a) die Linke sich sowieso nie auf eines einigen könnte (Originalaussage Gysis) und b) weil ohne konkrete Finanzierungspläne die Forderungen leichter über die Lippen kommen. Je weiter man sich vorwagt damit, desto mehr Wähler verprellt man. Irgendwann muss man nämlich auch der Mittelschicht sagen, dass sie für die Pläne kräftig bluten muss. Und wenn die einzige Perspektive daran besteht als "Unterschicht" zu profitieren, könnte das kritisch werden, dazu wollen die meisten auch nicht ewig gehören. Von der Sozialismus-Romantik abgesehen, kommt dem ein oder anderen doch der Sinn eher nach eigenem Auto und Haus, als ÖPNV und Mietskaserne.

Das sich die Basiswähler im Osten gerne als Verlierer sehen und deswegen diejenigen wählen, die ihnen Versprechungen machen, schön und gut. Aber für die gesamte Republik braucht es noch ein bisschen, bis die Linke auch genug anderen Wählern eingeredet hat, dass sie vorallem Verlierer sind, die durch die Wahl der richtigen Partei, den bösen Gewinnern und Profiteuren den Garaus machen können. Gute Stimmung ist allerdings Gift, also immer schön weiter machen, Genosse extasy.
 
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@keskhau
mit den sogenannten "Sozialschmarozern" geht du doch genau den Thesen der Neoliberalen auf den Leim. Klar gibt es in jedem System einige die etwas "ausnutzen", jedoch ist doch längst erwiesen das dieses Potenzial bei denen die Unten stehen lange nicht so ausgeprägt ist als bei denen die Oben stehen. Wer hier wen "ausnutzt" sollte eigentlich klar sein.

Anstatt Heerscharen von Sozialschnüfflern auszuschicken die in die Schlafzimmer von Hartz IV Opfern schauen, sollten besser mehr Steuerprüfer eingestellt werden. Das Schmarotzertum oben schädigt naturbedingt den Staat ungleich höher als das bei Hartz IV Empfängern überhaupt möglich währe. Auch hier wieder eine völlige verdrehung der Tatsachen. Hier werden die Opfer des Kapitalismus zu Tätern gemacht. Es geht bei HartzIV im Grunde nur darum den Nachschub an billigen, willigen und felxibelen Arbeitskräften für die Wirtschaft zu sichern. Ein zynisches System, ausgeheckt von zum teil sogar krimminellen (siehe den Namensgeber Hartz) Wirtschafteliten.

Auch mit den Begrifflichkeiten sollte man doch sehr aufpassen da auch diese von den Neoliberalen geprägt werden. Mit "absenkung der Lohnnebenkosten" meint man doch im Grunde nur das Absenken der sozialen Leistungen. Also die soziale Absicherung von uns allen, ausgenommen der Oberschicht natürlich. Auch hier sieht man wie der Neoliberalismus in das Denken und Handeln vorgedrungen ist. Man benutzt diese Begrifflichkeiten leichtfertig ohne das einem klar ist was das eigentlich für den Arbeitnehmer bedeutet.

@HappyMutant
"bluten müssen" ? Ich glaube am Beispiel der Rente aufgezeigt zu haben wer hier zur Zeit am meisen "Bluten" muss und wer nicht. Wohlgemerkt, gestützt auf Berechnungen der Rentenversicherung. Oh du nennst mich "Genosse" ? Bist du etwa endlich bei uns eingetreten ? In welchem Kreisverband, vieleicht kann ich dich demnächst mal kennen lernen ? Na, dann wünsche ich dir viel Erfolg in unserer Partei. :evillol:
 
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Zur Verherrlichung der Linken Politik einiger User, möchte ich doch noch etwas hinzufügen.
Wichtige Wirkungszusammenhänge werden - wenn sie unpassend sind - ausgeblendet.
Ein grundsätzliches Beispiel sei hier kurz erleutert.

Der gedankliche und tatsächliche Zusammenhang, zwischen der Art, wie man einen Kuchen aufteilt, und wie groß dieser im Nachhinein sein wird ist immer vorhanden.
Diesen gedanklichen Schritt scheint die Linkspartei (und Teile der SPD) einfach nicht vollziehen zu wollen.
Heisst:
Die Steuereinnahmen im letzte Jahr betrugen 1 Mio €. Lass uns den Spitzensteuersatz um 10 % erhöhen, dann haben wir nächstes Jahr 100.000 € mehr Geld. Dass wird dann gleich verplant, damit werden Umverteilungs - Versprechungen gemacht...usw.
Der gedankliche Fehler liegt nun darin, dass eine 10 % - ige Erhöhung des Spitzensteuersatzes eben nicht zu 10 % mehr Einnahmen führt, denn, die neu gesetzte Anreizfunktion (nächstes Jahr musst du einen größeren Teil deines Einkommens abführen), führt dazu, dass der Kuchen insgesamt kleiner werden kann. Unternehmen verlagern ihren Geschäftssitz ins Ausland, Unternehmen nehmen erhöhte Abschreibungen vor, bilden Rücklagen usw...All dies führt dazu, dass die Steuereinnahmen eben nicht um 10 % steigen werden, denn der Anreiz für Unternehmen in Deutschland Gewinne zu machen ist gesunken.
Jetzt kann man natürlich emotional reagieren und dieses Verhalten von Unternehmen als "assozial" bezeichnen, im Endeffekt maximieren sie nur ihren Gewinn (nach Steuern) und das werden sie immer tun, ob es gefällt oder nicht.

Setzt man nun zu viele solcher "negativen" Anreize (Reichensteuer, Spitzensteuersatz, Erbschaftssteuer...usw.) dann hat man unter Umständen weniger zum umverteilen als vorher. Dann hat man nämlich genau das Gegenteil erreicht - man hat weniger Geld übrig für die Bedürftigen und man hat die Wirtschaft nachhaltig geschädigt.
 
@extasy
Ich gehe damit niemandem auf den Leim, denn es geht bei den Sozialschmarotzern nicht um eine „neoliberale These“, sondern um eine Tatsache, die der Gesellschaft Geld kostet. Ich habe ein prägnantes Beispiel neulich schon einmal hier im Forum gebracht. Es basierte auf einem Gespräch mit einem ehemaligen Disponenten einer Zeitarbeitsfirma (Arbeitnehmerüberlassung). Er betreute unter anderem Beschäftigte, die von der ARGE kamen und für deren Einsatz er verantwortlich war. Zitat (sinngemäß): „Wenn Dein Kunde für den nächsten Morgen zehn Helfer braucht, dann schickst Du am besten gleich 25 hin. Die meisten treten ihren Job nämlich erst gar nicht an.“

Diese Leute haben also den Arbeitsvertrag unterschrieben, weil sie von der ARGE dazu gedrängt wurden. Damit haben sie ihre Schuldigkeit getan. Sie werden vom Unternehmen als Angestellte bezahlt. Nach der Arbeitsverweigerung kassieren sie eine Abmahnung oder auch eine fristlose Kündigung und dann gehen sie eben zurück zur ARGE. Auch das sind Sozialschmarotzer und es sind leider keine exotischen Einzelfälle. Denn das gleiche Spielchen kennen wir von den Erntehelfern. Fünfzehn Leute werden eingeteilt, drei erscheinen am ersten Arbeitstag. Am dritten Tag kommt nur noch einer, wenn überhaupt.

Damit wir uns nicht falsch verstehen. Ich sage nicht, dass es übermäßig viele solcher „Schmarotzer“ gibt. Aber es gibt sie und sie kosten eine Stange Geld. Das hat nichts damit zu tun, dass andere Leute möglicherweise ihre Steuern nicht bezahlen. Natürlich muss das ebenso abgestraft werden. Und wie Du weißt, kennen die Richter bei Steuerhinterziehung schon lange kein Pardon mehr.

Das „Absenken der Lohnnebenkosten“ ist ein Begriff derjenigen, die diese Positionen als Kosten zu spüren bekommen, also die Arbeitgeber. Die haben nämlich erst einmal gar nichts davon, weil sie nicht in den Genuss des Versicherungsschutzes kommen. Für die Arbeitnehmer sieht die Sache anders aus. Sie zahlen in ihre eigenen Versicherungen ein und lassen sich die Hälfte ihrer Beiträge von den Arbeitgebern bezahlen.
 
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@extasy

ist natürlich ungemein frevelhaft, Renten zu kürzen, die von vorangegangen Generation auf Pump künstlich erhöht wurden und diese Schulden kommende Generationen aufzubürden. Das war eine grobe Verletzung des Generationenvertrages. Gut, diese Verletzung wurde nicht durch die Linke verursacht. Das war sowohl CDU als auch SPD. Doch statt daraus zu lernen, wird der gleiche Fehler wieder gemacht und die Schulden nur noch weiter gereicht. ICh möchte meinen Kindern nicht zumuten, unter den Schulden von mir und meinen Vorfahren zu leiden, den irgendwann wird dieses "System" kollabieren, da durch das verschieben die Schulden allein durch die Zinsen beständig wachsen. Dieser Fakt wird von den Linken und Teilen anderer Parteien gandenlos ignoriert. Es wird nach dem Prinzip "Nach uns die Steuerflut" gelebt und gewirtschaftet.

Ein fehlendes Parteiprogramm ist da natürlich unheimlich passend. So kann man im nachhinein auch nicht festgenagelt werden und zudem kann man sein Fähnchen immer fleissig nach dem Wind ausrichten. Das nebenher noch mit 2 verschiedenen Maßen gemessen wird, macht das ganze dann endgültig lächerlich. Das selbe, was den anderen vorgehalten wird, ist für die Linke offenbar völlig okay, denn das Ziel ist ja so ehrenhaft.
 
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@keskhau
tja, Armut kostet nunmal Geld und sorgt für Kriege, Ausbeutung und Unterdrückung. Daher ist es ja höchste Zeit das System was diese Armut, bei gleichzeitig enormen Reichtum für Wenige, erzeugt zu überwinden.

Und übrigens habe ich in meiner Praxis als Krankenpfleger schon so manchen vermeindlichen "Gewinner" erlebt der heute froh ist über ein funktionierendes Sozialsystem. In der Vergagenheit hätten diese "Gewinner" so manches mit Unterschrieben was von Einigen hier zum Besten gegeben wurde. Es ist immer leicht nach unten zu blicken und mit schlauen Sprüchen z.B. von der Eigenverantwortung daher zu kommen.
 
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Es scheint genauso leicht mit den Rufen nach der Verantwortung des Staates zu sein. Komm einfach mal damit klar, dass es keine einfachen Lösungen gibt, schon gar nicht welche, die man nicht mal zwei Meter durchdacht hat, sondern lieber nachplappert (sei es bei der EU-Verfassung oder hier dem Sozialstaat oder wogegen deine Partei eben gerade im Moment ist). Denn dann kommt der Verdacht der Propaganda auf.

Nicht was "ihr" denkt ist wichtig. Das was du denkst, dass du dir eigene Gedanken machst, ist interessant, wichtig, nötig für eine Diskussion. Die Äußerungen, die deine Partei verlauten lässt, die kennen wir schon, aber die hier ständig unreflektiert zu wiederholen ist unnötig, weil redundant. Gerade weil du inhaltlich nichts hinzufügen kannst, außer immer wieder die selbe Leier der sozialen Benachteiligung anzuschlagen. Und ein Großteil der hier gegen dich argumentiert, ist sich dessen sehr wohl bewusst und hat sich in vielen Threads bereits für das Soziale in diesem System stark gemacht.

Es gibt sicherlich verschiedene Wege Dinge anzugehen und vieles was du sagst ist nicht falsch, aber in seiner Absolutheit einfach realitätsfremd und oft ignorant, weil du diese Gedanken alleine deiner Partei zusprichst und alle anderen Partei konsequent über einen Kamm scherst. Wenn man sich dann auch noch darauf zurückzieht, dass man ja nur das Programm lesen muss, dass keine Erklärungen, sondern nur Forderungen enthält, dann wird es dünn mit der Argumentation.
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Und man fragt sich nicht nur als Moderator, warum dieser Thread weiter offen bleiben soll, wenn von deiner Seite immer nur der selbe Minimalanteil zurückkommt. Wir sind echt nicht in der Kirche und Glauben ist nicht das Kriterium für eine sachliche Diskussion. Gut, vielleicht sind die Regeln hier egal, der Anspruch unserseits nicht deine Sache. Aber das konsequente Ignorieren unserer Anforderungen führt nicht dazu, dass wir klein beigeben. Denn dann müssen wir jedem erlauben so vorzugehen. Leuten, die du höchstpersönlich gemeldet hast, weil dir deren Meinung nicht passt.

Das wollen wir nicht und du willst es sicherlich auch nicht. Denn in Sachen Demagogie siehst du dann sehr schnell, sehr alt aus. Insofern bitte ich dich hier im Sinne unseres PuG-Forum endlich mal wirklich Farbe zu bekennen und die Diskussion so ernst zu nehmen, wie es die anderen tun.

Denn auch dieser Thread hat schon über einen längeren Zeitraum eine gewisse Schieflage, sowohl was den Bezug zum Thema angeht, wie auch die Töne, die hier angeschlagen werden. Und gerade dir, extasy, sollte klar sein wie wir normalerweise in solchen Fälle vorgehen. Du kannst nicht jede Chance versauen. Irgendwann gibt es keine mehr.
 
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@HappyMutant
du nennst es mal wieder "Propaganda" für mich ist es jedoch Überzeugung und Bewusstsein. Eine Eigenschaft die in der heutigen Beliebigkeit der Ansichten leider sehr selten geworden ist. Ich weiß jedenfalls einer der größten Philosophen Karl Marx mit seinem Werk auf meiner Seite. Einem Werk was wie keines nach und vor ihm den Kapitalismus analysiert und entlarvt hatte.

Ich hoffe sehr das einige Thesen des Kommunistischen Manifestes Einzug in unser Programm nehmen werden, da es aktueller denn jeh ist. Von einem "Linksrutsch" kann dann aber noch lange nicht gesprochen werden, leider.
 
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Auch wer unfreiwillig und unbewusst Propaganda macht, tut dies im Dienste seiner Partei, er ist sich dessen allerhöchstens nicht bewusst. Was um so praktischer ist, weil umso weniger Selbstzweifel dabei entstehen.

Und wer alles was ihm nicht passt z.b., aber nicht nur, als neoliberal diffamiert (denn er gebraucht dieses Wort als Beleidigung, ohne dessen eigentliche Bedeutung zu kennen, noch sich darüber Gedanken zu machen), der zeigt, dass seine Meinung auch ziemlich einseitig ist. Zumindest sind ihm aber andere Ansichten so egal, dass er sie gerne auch als beliebig bezeichnet und es wohl nicht als notwendig erachtet, diese wirklich mit einer Antwort zu würdigen, die über den Dreizeiler eines nicht vorhandenen Programms hinaus geht.

Und das ist das Einzige was uns stört, was du aber nicht begreifst oder ignorierst.

Du kannst noch so sehr auf andere verweisen, aber diese Werke wurden schon jahrzehntelang als Argument angeführt, ohne dass es einen tieferen Sinn ergeben hätte, weil die die einen Namen oder ein Buch als Argument missbrauchen, haben den Inhalt und den Sinn des Werkes nicht verstanden. Mitunter nennt man solche Leute Gläubige. Nicht das es irgendwo steht, sondern dass es mit den Realitäten vereinbart wird, das ist wichtig.
 
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im übrigen ist es schwach, dass Werk von Marx als Argument zu bringen. 1. gibt es genügend werke anderer Autoren mit dem gleichen Tenor, is ja nicht so das Marx da irgendwie ein einzelkämpfer war. Lenin und Luxemburg sind da auch noch gewichtige Namen. 2. Gibt es auch Werke die Marx genau entgegen gesetzt sind. Einige davon sind vor Marx entstanden und Marx ist eine direkte antwort auf diese Thesen. einige sind danach entstanden und haben haben Marx analysiert und entlarvt. Ein ganz logischer Vorgang den auf eine These wird es immer eine Antithese geben. Eine allgemein gültige Wahrheit existiert nicht.

Thesen ist auch ein Stichwort. Marx ist ein Theoretiker wie fast alle, die solche Ideologien ausgearbeitet haben. Über die praktische Umsetzung haben sie sich weit weniger Gedanken gemacht als über die Theorie. Will man aber eine Theorie knallhart in die Praxis umsetzen, scheitert dies, da man die Mannigfaltigkeit der Menschheit nicht in ein theoretisches Konstrukt pressen kann. Schon allein weil gewisse Interessen zu konträr sind, als das sie sich alle umsetzen lassen. Kompromisse sind unausweichlich oder es endet in dem, was allen Ideologien anhaftet: Die Unterdrückung anders Denkender. Wie das aussehen kann haben beide Seiten immer wieder eindrucksvoll gezeigt. Meinem Informationsstand nach sind es aber die kommunistischen/sozialistischen Konstrukte, die die größte Opferzahl unter Stalin und Lenin erzeugt haben. * Bei Stalin kann man streiten, inwieweit er der Ideologie tatsächlich gefolgt ist. Bei Lenin wird dies schwer.

Aus diesem Wissen heraus halte ich vom Prinzip her nicht viel von Theorien oder Ideologien, außer man betrachtet sie als Ideengeber für einzelne Aspekte. Aus der Praxis heraus gewachsene Systeme, die beständig verbessert werden, sind da meines Erachtens nach einfach die bessere Alternative. Zumal man sich inzwischen auch bewusst sein muss, dass diese Theorien älter werden und teilweise bereits überholt sind.


* Den Nationalsozialismus habe ich bewusst außen vor gelassen, denn dieser Ideologie haftet schon der grundsätzlichen Idee an, dass bestimmte Menschen vernichtet gehören. Dies ist bei den anderen hier diskutierten nicht der Fall, hier tritt die Gewalt bei Umsetzung und Erhalt ein.
 
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Wintermute schrieb:
Zum Thema Linksruck usw.: Die Linke hat nicht mal ein Programm (wollte ich mir neulich ansehen).

Kann das sein? Ich habe vor Jahren in der Schule mal gelernt, dass jede Partei ein Parteiprogramm braucht, um überhaupt zur Wahl zugelassen zu werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine so große Partei wie die Linke sowas nicht haben.
 
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