News Fernseher: MediaMarkt und Saturn bieten TV-Kalibrierung an

Bruzla schrieb:
Das ist wie wenn ich mir n Auto bei BMW bestelle und das Autohaus bietet mir dann an, das Motorsteuergerät korrekt "einzustellen".
Streiche "korrekt" und ersetze es durch "optimal".
In der Werkseinstellung läuft der Motor ebenfalls rund genug aber wer das optimale Ergebnis aus dem Motor kitzeln will muss bei entsprechenden Tuning Firmen ebenfalls gut Schotter lassen.
 
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Moep89 schrieb:
Also für 99€ im Markt ist das gar nicht mal verkehrt, muss man sagen. Aber 200€ zu Hause und dann nur für "eigene" Ware? Nee. Dafür kriegt man auch ein Spyder Pro und freie Software.

Und du kannst den ganzen Hokuspokus in regelmäßigen Abständen wiederholen ohne nochmal in die Tasche greifen zu müssen. Die verbaute Technik altert ja üblicherweise auch mit der Zeit und dann passt die tolle Kalibrierung nicht mehr.
 
merlin123 schrieb:
Was mach ich dann im Winter wenn tagsüber hell ist und abends dunkel wird und ich meine Lampen einschalte?
Wenn Du es "ernst" meinst, (mindestens) zwei Profile.

Das habe ich früher am PC-Monitor auch gemacht - gegen das gleiche Kalibrierungsziel je einmal bei nächtlichem Arbeitslicht und einmal bei Tageslicht kalibriert. Mittlerweile mache ich das aber nur noch des Nachts. Drei Ziele mir gleichen Attributen für Gamma, Weißpunkt und Farbraum bei unterschiedlicher Zielhelligkeit, um über Letzteres ein ziemlich farbstabiles Bild bei unterschiedlichen Umgebungslichtverhältnissen zu erhalten. Für den nicht-professionellen Hausgebrauch ist das ausreichend.
 
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Wie war das mit dem Service vor Ort? Ich wuchte also meinen 65 Zoll Bildschirm zum Blödmarkt und einer dieser "MM-Mitarbeiter" fummelt dann in den Menüs rum und stellt da was ein, was er mit dem Colorimeter ausgelesen hat? Für 99€? hmmm ...
Könnte ich davon mal eine Statistik sehen, wieviele Kunden das machen?
 
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WOW. 200€ für, wie es bereits zugegenben wurde, langweilige Farben inkl. 24fps Geruckel. Da muss man schon ein Kunstliebhaber sein...
Aber ein Kunstliebhaber hat wahrscheinlich eh ein Kalibriergerät daheim um seinem Lieblingsregisseur möglichst nah zu sein.
 
hamju63 schrieb:
Wäre schön, wenn sowas nicht nur für TVs sondern auch für Monitore angeboten würde.
Für Monitore gibts für 100-150€ sehr gute Colorimeter und die Software ist frei. Die Kalibrierung sollte man außerdem alle paar Monate mal nachprüfen.

Wer seinen Monitor nicht selbst kalibrieren kann brauchts auch nicht :).
 
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Matutin schrieb:
Dachte ich mir auch gerade. Sollte das nicht Auslieferungszustand sein?

Für Unterhaltungsware ? Nein (lol). Das ist in solchen Massen nicht möglich bei den Preisen.
Wenn der Monitor oder Fernseher für professionelle Anwendungen herhalten müssen, werden häufig eh nicht solche Modelle gekauften, sondern eben Monitore fürs professionelle Segment. Selbst dann kalibriert man doch eigentlich immer wieder nach ....
 
Nitschi66 schrieb:
So eine Kalibrierung ist nicht mit einer "Ich stelle Kontraste und Helligkeit mal ein"-Nachmittagsaktion vergleichbar.
Ich vermute aber, dass letzteres genau das ist was MM da anbietet.
 
merlin123 schrieb:
ich dachte die Geräte sind Smart heutzutage :D Die müssen sowas vollautomatisch erkennen^^

Theoretisch wäre das möglich, wenn man sich an die Originaltinte und an Papiere hält, für die Profile herstellerseitig verfügbar sind. Man könnte dann z.B. per RFID oder Barcode auf der Papierpackung dem Drucker mitteilen, welches Papier eingelegt ist.
Allerdings gibt es viele Tinten und Papiere, für die kein Profil verfügbar ist. Zudem haben die Chargen vielleicht doch Schwankungen, so dass ggf. eine individuelle Profilierung der Kombination sinnvoll ist
 
@DerKonfigurator
Das ist es (leider) auch, das Messgerät dient eher dazu zu überprüfen, ob die Werte die dem "Techniker" auf Papier mitgegeben worden sind, auch korrekt abgetippt worden sind. Mir wurde auch gesagt das die Techniker Notebooks mit sich tragen, um professioneller zu wirken. In Wahrheit wird das Notebook mit Mobilsim benutzt um das TV Model bei dem Kunden zu ermitteln...
 
ComputerJunge schrieb:
Für den nicht-professionellen Hausgebrauch ist das ausreichend.
Der Profi braucht das sowieso nicht, weil der einen definierteren Arbeitsplatz hat. Selbst der Amateur sollte nicht gerade dort seine Bilder entwickeln, wo er solch welchselnde Lichtsituationen hat (Fenster im Rücken usw.).
Ergänzung ()

Nitschi66 schrieb:
Als Techie möglich - der Zeit und Spaß daran hat. Ich würde mich als Techie bezeichnen und hätte daran auch spaß, aber bei Zeit wirds fraglich. Ich bräuchte dafür mindestens 3mal so lange (beim ersten Mal benutzen) und wenn ich dann meinen Stundenlohn dagegenrechne sind die 200€ schnell aufgebraucht.
'Techies' kalibrieren wahrscheinlich am wenigsten. Es sind normalerweise 'Medienschaffende' die das brauchen und auch machen, und die sind erfahrungsgemäß gar nicht technikaffin. Die machen das einfach nach Anleitung.
Punkt 2: mit einem Spyder 5 für 150€ (kürzlich sogar für 99€ im Angebot) erledigt man das in 15 Minuten. Wenn mans nie gemacht hat, braucht man 30. Soll ich jetzt glauben, dass du 400-1200€/Std. verdienst? Respekt :).
 
Kleiner69 schrieb:
"Professionell" und "MediaMarkt-Mitarbeiter" schliesst sich schon gegenseitig aus.

Die Wollen auch gar keine Fachleute, sondern Kaufleute. Als IT-Affiner Elektriker bekommst du nichtmal ein vorstellungsgespräch :D. Gut vllt lags auch an der Blassen haut und den Mittellangen Haaren, aber das Personal bei uns im Markt hat einfach kein dunst von dem was sie da verkaufen. Wenn man da fragt "Ja was für ein Panel is da verbaut" kommt nur "LED" :D

Sephiroth51 schrieb:
Warum ist man immer der Meinung, das dass am Personal liegt?
Bei einfachen Geräten werden die Teile fast nur ausgepackt und hingestellt, bei Referenzgeräten hat das Personal oftmals Gewisse Vorgaben wie das Gerät stehen und eingestellt werden soll.

Weil Media-Markt personal vom Technischen Standpunkt aus gesehen eher selten mehr Können oder Wissen wie die Kunden die sie bedienen. Die schmeissen gern mit Technischen Eckdaten umher ohne zu wissen was diese Bedeuten. Ich wette da mangelts bei 90% schon am Grundwissen von der unterscheidung der Spannung, Strom und Leistung.

Und wenn das Kalibrieren so Pipieinfach is dasses ein MM Mitarbeiter das hinbekommt muss man sich ernsthaft fragen ob der Service 200€ wert is. Selbst nen Techniker den ich aus dem Ausland bestelle kostet meist weniger die Stunde und die Anschaffungskosten sind dazu im vergleich einfach Lächerlich, selbst mit nem Gerät für 5000€.

merlin123 schrieb:
@Nitschi66
Was ist falsch daran, wenn man seinen TV nach seiner persönlichen Wahrnehmung anpasst? Nur weil ein Gerät mir Werte anzeigt die ich nicht nachprüfen kann, müssen diese doch nicht stimmen?

Beim TV isses egal, im Professionellen umfeld willst du aber die gleichen Farben haben wenn es auf unterschiedlichen Monitoren oder später auf dem Papier landet.
 
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merlin123 schrieb:
Das ist es (leider) auch, das Messgerät dient eher dazu zu überprüfen, ob die Werte die dem "Techniker" auf Papier mitgegeben worden sind, auch korrekt abgetippt worden sind.

Hat das der Bekannte erzählt? So wie ich das verstehe, wird da gar nichts eingetippt.
Da wird ein Testsignal angelegt und das Ergebnis am TV wird durch ein Kolorimeter erfasst. Der Abgleich geschieht durch die Differenz SOLL zu gemessenen IST, das ist imho eine riesige Matrix an Korrekturwerten, die dann als Profildatei direkt im TV gespeichert wird.
 
calippo schrieb:
Hat das der Bekannte erzählt? So wie ich das verstehe, wird da gar nichts eingetippt.
Da wird ein Testsignal angelegt und das Ergebnis am TV wird durch ein Kolorimeter erfasst. Der Abgleich geschieht durch die Differenz SOLL zu gemessenen IST, das ist imho eine riesige Matrix an Korrekturwerten, die dann als Profildatei direkt im TV gespeichert wird.
Das eintippen am Notebook wird nur dazu benötigt, Model und Konfig für den entsprechenden TV zu laden, um dann diese nach Anleitung auf dem Messgerät einzustellen.
Laut seiner Aussage wird da keine Kurve manuell angepasst. Es wird ein Profil für den TV eingespielt, quasi eine Maske

@Coeckchen

Ja für den professionellen Bereich gebe ich dir da recht, aber wir sprechen hier von TVs von MediaMarkt...
 
merlin123 schrieb:
Wer bitteschön zahlt 199 Euro für sowas?
mfJade schrieb:
Jemand der 5k für nen fernseher ausgibt ;)

Eher jemand der nicht weiß, dass die Kalibrierung nicht ewig hält, ein Colorimter günstiger ist und man damit die Kalibrierung immer wieder selbst machen kann.

Und ganz ehrlich. Wie kompetent sind die MediaMarkt Verkäufer in dieser Sache?

Preislich ist es auf jeden Fall ein schlechtes Angebot.
Da zahlt man schon zu viel für den Service und kann diesen Service auch noch nur in Anspruch nehmen, wenn man vorher zu viel für das Gerät gezahlt hat, welches man zusätzlich auf eigene Kosten (Auto Verschleiß, Benzin, Wertverlust, etc. und die eigene Zeit) abholen musste.
 
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merlin123 schrieb:
Laut seiner Aussage wird da keine Kurve manuell angepasst. Es wird ein Profil für den TV eingespielt, quasi eine Maske
Also kein Einsatz eines Kolorimeters? Ist das gesichert, oder ist das eine Vermutung?
 
@calippo
Ob das jetzt ein Kolorimeter ist oder nicht, konnte man mir nicht sagen. Ich habe nur die Schwammige Formulierung "Messgerät" durchgereicht gekriegt
 
merlin123 schrieb:
Wer bitteschön zahlt 199 Euro für sowas?

Ich z.B.
In meinem Fall war es ein Beamer, aber wenn man den Bericht sieht wie es vor der Kalibrierung aussah und danach lohnt sich das bei höherwertigen Geräten auf jeden Fall. Bei MM würde ich das dennoch niemals machen :D

Und ja, die allermeisten Hersteller machen bei den allermeisten Modellen nichts in der Richtung was schade ist.
Kostet ja auch relativ viel Geld, die negativen Auswirkungen davon kann man aber in etlichen Monitor-Tests sehr gut nachvollziehen.

Mein Dell UP2516D kam allerdings mit einem Kalibrierungsbericht der dem ganzen sehr gute Werte vom Werk bescheinigte, fand ich spitze. Vor allem bei einem ~300 Euro Monitor.
 
Luthredon schrieb:
Der Profi braucht das sowieso nicht, weil der einen definierteren Arbeitsplatz hat. Selbst der Amateur sollte nicht gerade dort seine Bilder entwickeln, wo er solch welchselnde Lichtsituationen hat (Fenster im Rücken usw.).
Ergänzung ()
Die alte Frage, wer bzw. wann ist mein ein Profi oder nicht. Ich bin sicher, dass nicht jeder, der mit Bildbearbeitung (auch) Geld verdient, einen derart definierten Bildschirmarbeitsplatz hat. Das sollte im Idealfall aber so sein, keine Frage.
 
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