Gewaltätige Demonstartionen gegen die Homo Ehe in Frankreich

@Abe81
Ja ist richtig. Ist auch ein wenig weit rein ins Thema und hat ansich mit Demonstrationen nichts mehr zu tun. Ansonsten schließe ich mich deinem Post 95 an und wir belassen es.

Für mich wäre halt immer noch wichtig zu erfahren, wo genau ein Nachteil für Heterosexuelle Paare entsteht, wenn Homosexuelle Paare dieselben Rechte bekommen würden.
 
Onkelhitman schrieb:
Für mich wäre halt immer noch wichtig zu erfahren, wo genau ein Nachteil für Heterosexuelle Paare entsteht, wenn Homosexuelle Paare dieselben Rechte bekommen würden.

Ich kann nur für mich sprechen, ich bin frisch verheiratet und werde in den nächsten Tagen Vater mir entstehen überhaupt keine Nachteile, wenn nun ein homosexuelles Paar heiratet. Diese Argumentation ist in meinen Augen einfach nur Polemik.
Btw jeder, der sich an küssenenden Männern stört schaut sich doch bestimmt keine Lesbenpornos an, oder?
Um es mit den Worten Morgan Freeman zu sagen:
I hate the word homophobia. You are not scared, you are an asshole.
Homophobie ist genauso dämlich wie Rassismus, einen Menschen an Äußerlichkeiten fest machen, ohne den Versuch zu unternehmen, den Menschen zu betrachten.
 
diRAM schrieb:
@Abe81
Um meine Frage etwas ausführlicher zu stellen: Glaubst Du, dass die Reglementierung von Hass durch das StGB, elementar dazu beiträgt die innerhalb einer Gesellschaft latent oder auch offen vorhandene Ressentiments gegenüber (vermeintlichen) Randgruppen abzubauen? Oder wäre ein entsprechender § nicht viel mehr ein medienwirksames Zugeständnis an eben jene unterdrückten Randgruppen, um sich nicht mit den "wahren" Problemen (was das ist bleibt hier bewusst offen) zu beschäftigen?

Ich will darauf hinaus, dass ich dem deutschen Strafrecht zumindest den schöpferischen Aspekt abspreche, bestimmte gesellschaftliche Prozesse in Gang zu setzen. Vielmehr ist eine Abänderung oder Anpassung des Strafrechts eine (notwendige) Begleiterscheinung eben dieser sozialen Prozesse. Einer etwaigen strafrechtlichen Reglementierung voran gestellt ist eine ideologische oder soziale Veränderung. Erst dann, wenn ein "Bewusstsein" für eine neue gesellschaftliche Situation existiert, werden Gesetze auch akzeptiert; zuvor werden sie m.E. ignoriert. Und eben dieses "Kollektivbewusstsein", hier in Bezug auf Homosexuelle, muss erst geschaffen werden. Den Beitrag den das Strafrecht dazu liefern kann, halte ich persönlich für verschwinden gering.

diRAM, diese Fragen könntest du ja ebenso bei der Anerkennung der Homoehe und dem Adoptionsrecht stellen. Natürlich ist es kein Zufall, daß es eine solche Rechtsprechung nicht in Deutschland gibt, in anderen Ländern aber schon. Ich sehe da viele nützliche Effekte, führte man das 'hate crime' als jur. Kategorie ein und wenige Nachteile. Z.B. wäre es eben die idelle Unterstützung dieser Minderheiten (und würde auch ihre öffentliche Repräsentation stärken, sie können sich also mehr Geltung und Anerkennung verschaffen), indem sie darauf verweisen können, daß das 'offiziell' Unrecht ist, was ihnen angetan wird. Jede Ideologiekritik funktioniert so: Man spielt die behaupteten Ideale einer Gesellschaft gegen den tatsächlichen Zustand aus. Und die Anerkennung der Tatsache, daß es einen spezifischen Hass auf Schwule gibt, scheint mir dem 'wahren Problem' mehr auf die Schliche zu kommen, als die Eingemeindung in die bürgerliche Gesellschaft durch Ehe oder Anpassung des Steuerrechts.
 
Zuletzt bearbeitet:
Onkelhitman schrieb:
Homosexuelle Paare können keine Kinder bekommen. Und unfruchtbare heterosexuelle Paare können ebenso kein Kind bekommen. Das ist doch das Argument, weil sie nicht können. Also warum stellst du das dann nicht gleich?

das kann man nicht miteinander vergleichen und schon gar nicht gleichsetzen. der kinderwunsch bei homosexuellen paaren ist eine selbstentlarvende absurdität. nochmal: hat ein kind kein recht auf eine mutter und ein vater?


Was ist für dich die Ehe. Definiere bitte.
hab ich schon definiert.

GENAU! Also, wer kein Kind selber zeugen kann, der adoptiert eins. Und das möchten die homosexuellen Paare auch. Weil es doch genau dafür da ist, die Adoption. Für Paare, die keine Kinder bekommen können.
in den augen der adoptionsvermittler ist eine homoehe kein idealzustand für eine konservative familie, daher wird immer ein heterosexuelles anwärter paar vorgezogen.
 
Siehe dazu bitte meine Antwort, auf der letzten Seite ganz unten.
 
"selbstentlarvende absurdität" würde ich eher diesen Argumentationsstil nennen, der es immer nur schafft, darauf zu verweisen, daß etwas 'ganz anders' und 'irgendwie nicht normal' sei, als wäre das ein Letztgrund, der völlig selbstevident ist.
 
@Abe81
Grundlegend stimme ich dir eigentlich in fast allen Punkten zu. Ich würde allerdings den Versuch Gleichstellung entweder über strafrechtliche oder sozialrechtliche Gesetzgebung zu erzwingen gleichsetzen; und zwar als eine Form der "oktroyierten Moral".

Möglicherweise war meine Kategorie der "wahren Probleme" zu unbestimmt formuliert, aber ich meinte damit eigentlich die sozialen Ursachen für den Hass. Bekämpfe ich den Hass mit dem StGB, ist zwar u.U. mehr als ein medienwirksames Zugeständnis an eine Randgruppe geschaffen, es ist ein Instrument sich gegen Unterdrückung (offiziell) zu wehren - dabei aber m.E. ein stumpfes Schwert, wenn man nicht die Ursachen für den Hass angeht. Sogesehen behandel ich mit dem Medikament StGB nur ein Symptom ohne die Krankheit gänzlich zu heilen.
Um eine vollständige Genesung zu erreichen, muss man früher ansetzen, eben bei der utopischen Zielvorstellung eine grundlegend tolerante Gesellschaft anzustreben und dies den Kindern von Beginn an zu vermitteln (so schließt sich der Kreis, denn wer könnte das besser als gleichberechtigte homosexuelle Paare ;)). Ein weiteres Merkmal dürfte sein eine Kultur der Akzeptanz von Diversität zu etablieren. Zunächst mag man es für dasselbe wie Toleranz halten, ich meine damit aber in allen gesellschaftlichen Bereichen Diversität Stück für Stück, ohne zu starken Druck, zu installieren, da zumindest in Bezug auf Rassismus Studien existieren, die belegen, dass der (positiv konnotierte) Kontakt mit einer anderen Ethnie Rassismus vorbeugt - das dürfte auch auf Homophobie übetragbar sein.

Um zu Kern zurück zu kommen: In meinen Augen ist das Strafrecht mehr ein Mittel was in der Horizontalen und wenig in der Vertikalen wirkt, also wenig tiefgreifend in Bezug auf die Beeinflussung sozialer Prozesse ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Deadsystem schrieb:
das kann man nicht miteinander vergleichen und schon gar nicht gleichsetzen. der kinderwunsch bei homosexuellen paaren ist eine selbstentlarvende absurdität. nochmal: hat ein kind kein recht auf eine mutter und ein vater?
Das einzige was hier absurd ist, ist deine Aussage. Mit welchem Recht sprichst du homosexuellen Paaren den Kinderwunsch ab?
Woher nimmst du die Aussage, dass ein Kind das Recht auf Vater und Mutter hat? Ein Kind hat das Recht auf bedingungslose Liebe und dabei ist es vollkommen egal, ob die Liebe von hetero oder homosexuell ist.
Es gibt nicht eine Studie oder einen wissenschaftlichen Beleg, dass homosexuelle Eltern `schlechtere' Eltern sind.
Diese Argumentation wird immer gerne herangezogen und zeigt dass der jenige, der sich ihr bedient, sich nie mit Regenbogenfamilien auseinandersetzt hat.
Es ist eigentlich traurig, dass man über solche Dinge 2013 noch diskutieren muss.
 
diRAM,
Ich habe vor kurzem eine Diskussion gehört, in der die Frage nach dem Unterschied zwischen dem marxschen(1) und dem adornischen(2) Kategorischen Imperativ aufkam hinsichtlich der Bekämpfung des Antisemitismus. Ein gewiefter Jungrevolutionär meinte nämlich, man müsse Revolution machen und in der post-revolutionären Gesellschaft sei dann auch der Antisemitismus verschwunden. Das Problem daran: Und bis dahin? Der adornische Imperativ zielt nämlich darauf ab, "im Stande der Unfreiheit" befolgt zu werden, d.h. noch im Handgemenge der alten Gesellschaft. Analog dazu verhält es sich mit der Bestrafung des hate crime qua Strafrecht vs. der 'Beeinflussung sozialer Prozesse', wie du das genannt hast.

(1) " ...alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist.“
(2) "Hitler hat den Menschen im Stande ihrer Unfreiheit einen neuen kategorischen Imperativ aufgezwungen: ihr Denken und Handeln so einzurichten, daß Auschwitz nicht sich wiederhole, nichts Ähnliches geschehe."
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich sehe Deinen Punkt und kann ihn ob seiner Evidenz nicht wiederlegen. Auch bin ich mir bewusst, dass dieser (meiner) Ansicht ein möglicherweise romantisch verklärtes oder gar utopisches Ideal zugrunde liegt. Im Kontrast dazu beantworte ich allerdings deine Frage nach dem "bis dahin" relativ pragmatisch: Bis dahin muss ich mich, muss die Gesellschaft sich, analog zu allen anderen Vergehen und Verbrechen damit abfinden, dass diese existieren und für eine Gesellschaft "normal" sind. Und ich muss sagen, ich ziehe diese bewusst destruktive Dualität der Tendenz eines jeden Fortschritts vor, mit Regularien gleich welcher Natur, den Versuch zu unternehmen, die bereits erwähnte "oktroyierte Moral" zu etablieren.

Und um den Pragmatismus noch auf die Spitze zu treiben, sehe ich jeden Cent der in die Schaffung eines "hate-crime" § investiert wird als verloren an. Denn in Bildung gemünzt, wäre er m.E. effektiver eingesetzt. (So sind insbesondere aus den USA Studien existent, die - um auf das Phänomen "Kriminalität" generell abzuheben - belegen, dass die Unterstützung von Bildung positiv mit Kriminalprävention korreliert.)
 
Onkelhitman schrieb:
@Abe81
Für mich wäre halt immer noch wichtig zu erfahren, wo genau ein Nachteil für Heterosexuelle Paare entsteht, wenn Homosexuelle Paare dieselben Rechte bekommen würden.

Es geht einfach nur um Nazisch**ße. Man kann in ganz Europa einen sehr traurigen Rechtsruck erkennen, der sich nicht offen zeigt, aber durch Einzelheiten wie härteres Durchgreifen der Polizei bei kritischen (vermeintlich "linken") Demos, seltsamen Nationalstolz bei Fußballländerspielen oder eben das aggressive Auftreten gegen die Homoehe in Frankreich.

Die "ich bin ja kein Nazi, aber..."- Fraktion wird immer größer. Leider sind diese Holzköppe aber mehr Nazi als sie selbst glauben zu sein.
 

Nationalstolz ist nichts schlechtes und sollte langsam wieder uns alle angehn! sonst schaffen wir uns wirklich ab

fallt nicht auf die nazikeule rein....wenn der politik das thema wichtig wäre, sollten sie mal in ihren eigenen parteien schauen wer sich da nich so aufhält von "früher"

die grünen sind auch eine art nazis...alle ideologien die die freiheit des einzelnen einschränken sind abzulehnen! grundsätzlich

dein zitat sagt alles : Wer in der (Schein)Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf.

noch was zur homoehe...wenn die franzossen so etwas ablehnen/ nicht wollendann sollten wir das auch respektieren

nicht schlimmer als: am deutsches wesen soll die welt genesen!

mfg

Geforce-in
 
der kinderwunsch bei homosexuellen paaren ist eine selbstentlarvende absurdität.
Genauso absurd wie der Kinderwunsch von nicht zeugungsfähigen Hetero-Paaren. Wir drehen uns im Kreis. Du gibst keine Argumente ab, sondern das was lemon03 auch schrieb. Dein "Bauchgefühl" sagt dir, dass es nicht "normal" ist.

Wie methadron schrieb:
Woher nimmst du die Aussage, dass ein Kind das Recht auf Vater und Mutter hat? Ein Kind hat das Recht auf bedingungslose Liebe und dabei ist es vollkommen egal, ob die Liebe von hetero oder homosexuell ist.
Es gibt nicht eine Studie oder einen wissenschaftlichen Beleg, dass homosexuelle Eltern `schlechtere' Eltern sind.
Ich WETTE, es gibt mehr Studien dazu, wie Eltern ihre Kinder falsch erziehen, schlagen oder psychisch Fertigmachen, sowie Studien über schlechte Lehrmethoden als es Studien darüber gibt, wie ein Kind durch homosexuelle Eltern, ja was eigentlich? Was blüht denen? Werden die auch homosexuell? Ich sehe hier immer noch keine Gefahr von Kindern. die homosexuelle Eltern haben, oder heterosexuelle. Werden sie in der Schule psychisch fertig gemacht? Ist das bei "normalen Adoptivkindern" mit hetero-Partnern nicht ebenso? Da ist die Hänselei eben nicht: Du hast 2 Väter! sondern: Du bist adoptiert! Dicht gefolgt von dem Zahnklammer, dem Haarfarben und Formen, der Statur, der Persönlichkeit und des Markenwahns durch Besitztümer.

Für diese Intoleranz sind aber nicht die Kinder, sondern die Denkweise der Eltern und deren Wertesystem verantwortlich. Wenn ich meinem Kind von Anfang an beibringe, wie es sich zu verhalten hat, was es anzustreben hat, anstatt den Wert des Lebens für alle gleich zu sehen, dann muss man sich nicht wundern, wenn wir intolerante Kinder haben. Und wenn sich dieses Denken nicht in unseren Köpfen auflöst, in welchen dann?

@Deadsystem
in den augen der adoptionsvermittler ist eine homoehe kein idealzustand für eine konservative familie, daher wird immer ein heterosexuelles anwärter paar vorgezogen.
Ok, nehmen wir das einfach mal als Fakt an, einverstanden? Und wovor hast du jetzt Angst? Wenn sie gleichgestellt würden, in ihren Rechten und Pflichten, im Gesetz, und dennoch die Adoptionsvermittler nach "konservativen Familien suchen, wo genau schränkt jetzt eine homosexuelle Verbindung die heterosexuellen ein? Es ist umgedreht, aber das ist dir ja egal, aber in dem von dir geschilderten Szenario haben die homosexuellen Paare immer noch schlechtere Chancen, demnach dürfte sich doch nichts ändern für heterosexuelle Paare oder nicht? Sie verlieren also nicht. Einzig die homosexuellen Paare gewinnen was. Nämlich die Möglichkeit.

Es ist wie mit dem freien Arbeitsmarkt. Man bekommt die Stelle nicht, egal wie gut man qualifiziert ist, sondern der völlig inkompetente Sohne bekommt die Stelle. Nichts desto trotz hat man dieselben Rechte wie der Sohn, "dieselbe Chance". Manche mögen an diese selbe Chance glauben, ich tue dies nicht. Es wäre aber analog zu der homosexuelle-kinderadoptions-Sache. Sie dürften zwar, kriegen aber aus deinem Grund keine Kinder zur Adoption. Na dann hast du doch genau das was du willst, ohne dich anzustrengen, erreicht.

Und wo schränken da die homosexuellen Paare ein? Gar nicht. Denn sie würden ja laut deiner Aussage eh kein Kind bekommen von den Vermittlern. Für dich passt doch dann alles. Und die wirklich Kinder haben wollen, werden kämpfen. Richtig kämpfen, und zwar mit allen Mitteln. Und das ist auch gut so, dass sie für ihre Rechte kämpfen.

Nationalstolz ist nichts schlechtes und sollte langsam wieder uns alle angehn
Wieso? WORAUF möchtest du denn Stolz sein? Was früher passiert ist, ist passiert. Es ist Geschichte und wir haben nichts dazu beigetragen. Was später passiert ist Politikgesteuert, das Einzige was wir gemacht haben ist die Parteien zu wählen. Was im Land passiert können wir schon lange nicht steuern. Die Fauna können wir nicht ändern. Die Umwelt wird weiterhin belastet. Es gibt genügend Arbeitslose. Wir werden intolerant gegenüber anderen Menschen. Wir schaffen das Soziale im Menschen ab und zerstören Familien und Freundschaften nur um Macht und Geld zu bekommen (sehr viele, und immer mehr, nicht alle). Worauf soll ich stolz sein? Nur auf das Land? Da kann ich auch stolz sein auf die 100 Jahre alte Eiche in dem Vorgarten vor dem Haus. Aber ich habe auch für die Eiche nichts getan. Werde ich deswegen eine Fahne mit einer Eiche darauf hissen? Oder "Mein Freund der Baum ist tot" singen wenns soweit ist? Nein. Man kann stolz auf sich sein. Man kann stolz auf andere sein. Stolz auf ein Land oder eine Nation kann man nicht sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Geforce schrieb:
Nationalstolz ist nichts schlechtes und sollte langsam wieder uns alle angehn! sonst schaffen wir uns wirklich ab

fallt nicht auf die nazikeule rein....wenn der politik das thema wichtig wäre, sollten sie mal in ihren eigenen parteien schauen wer sich da nich so aufhält von "früher"

die grünen sind auch eine art nazis...alle ideologien die die freiheit des einzelnen einschränken sind abzulehnen! grundsätzlich

dein zitat sagt alles : Wer in der (Schein)Demokratie schläft, wacht in der Diktatur auf.

noch was zur homoehe...wenn die franzossen so etwas ablehnen/ nicht wollendann sollten wir das auch respektieren

nicht schlimmer als: am deutsches wesen soll die welt genesen!

mfg

Geforce-in

Um es mit den Worten Schopenhauer zu sagen:

Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen."
 
SB94 schrieb:
Wer sagt, dass das Kind als Individuum das Recht auf Vater und Mutter hat, vielleicht aber in dem individuellen Fall mit Mutter und Mutter, oder Vater und Vater besser dran wäre und somit eigentlich das Recht auf die jeweilige ideale Kombination haben müsste.
wenn man individuelle fälle als beispiel heranziehen möchte, könnte jede alternative kombination die bessere zu "schlechten" eltern sein. und am ende misst sich das nicht am geschlecht, das ist schon klar. wenn man jedoch die wahl hat, und das haben die vermittler, ist die kombination mann/frau immer vorzuziehen, bei sonst gleichen bedingungen. vermutlich besteht ein großteil der adoptiveltern aus leuten, die nicht selber kinder zeugen können. bei homosexuellen personen aber, besteht die theoretische möglichkeit dazu. sie ist nur nicht gewollt. finde ich spannend zu ergründen wieso ein kinderwunsch vorliegt, jedoch nicht die absicht ein kind zu zeugen. das passt irgendwie nicht.

Wieso haben dann drogenabhängige, gewalttätige, asoziale, überforderte, usw. das Recht auf Kinder, während das Kind eigentlich das Recht hat in behüteten Verhältnissen auszuwachen.
das recht wird, wenn auch meist unzureichend, vom staat gewahrt, indem das jugendamt ein auge auf einschlägig bekannte milieus wirft. wenn nötig, wird das sorgerecht entzogen.
wenn man die einzelnen begriffe auseinander nimmt, trifft das auf sehr sehr viele familien zu. die grenzen verlaufen fließend. selbst sorgsam ausgesuchte adoptiveltern dürften demnach oftmals kein kind aufnehmen.
Wieso dürfen jene, nur weil sie heterosexuell sind Kinder adoptieren, aber heterosexuelle, welche eventuell eine viel bessere Umgebung für das Kind bilden nicht. Weil es unnatürlich ist?
die theoretische möglichkeit (erfolgreich) kinder zu adoptieren ist nicht der tatsache geschuldet, welche sexuelle orientierung das elternpaar hat. wenn das jedoch offensichtlich ist, und bei homosexuellen ist das der fall, wird dies als makel angesehen. das hat nichts mit den personen zu tun, sondern mit dem gesellschaftskulturellen hintergrund.

Bis vor eine menschheitsgeschichtlich sehr kurze Zeit, waren quasi nur Frauen für die Erziehung und Behütung von Kinder verantwortlich, der Vater spielte eine untergeordnete Rolle.
Geschichtlich und natürlich stellt die Erziehung durch Mann und Frau eher eine untergeordnete Rollte hinter der Erziehung durch Frauen dar.
irgendwie klappt das immer. mehr oder weniger. aber wir sind uns einig, dass die sexuelle orientierung nicht maßgeblich für den erfolg der erziehung ist. jedoch kann man homosexuelle nicht mit heterosexuellen parnerschaften gleichsetzen. warum? weil es nicht dem normzustand entspricht und nur eine ausnahme ist. ich bin der meinung dass einem kind das recht auf einen vater und eine mutter nicht vorsätzlich genommen werden sollte.


Homosexualität ist auch kein neuzeitliches und alleine auf den Menschen beschränktes Phänomen. Beispielsweise wurde in der Antike mit Homosexualität offen umgegangen, wobei dort zwischen Liebe und Sexualität größer differenziert wurde, als es heute wird. Auch Tiere, wie zum Beispiel Bonobos gehen ihrem Sexualtrieb nach, ohne aufs Geschlecht des Partners zu achten, ja masturbieren sogar, was bis vor kurzem auch noch in der Gesellschaft als unnatürlich verachtet wurde.
über natürlichkeit und künstlichkeit brauchen wir nicht diskutieren. das ist allgemein bekannt. die antike ist für mich jetzt auch nicht das paradebeispiel für unser gesellschaftsmodell. man muss differenzieren. trägt jemand seine homosexualität vor sich her, empfinde ich das als unangenehm. das hat mit offenem umgang relativ wenig zu tun.
 
wenn man jedoch die wahl hat, und das haben die vermittler, ist die kombination mann/frau immer vorzuziehen, bei sonst gleichen bedingungen. vermutlich besteht ein großteil der adoptiveltern aus leuten, die nicht selber kinder zeugen können. bei homosexuellen personen aber, besteht die theoretische möglichkeit dazu. sie ist nur nicht gewollt. finde ich spannend zu ergründen wieso ein kinderwunsch vorliegt, jedoch nicht die absicht ein kind zu zeugen. das passt irgendwie nicht.

Noch einmal, wenn dem denn so ist, und die Vermittler sowieso die Kombination von Mann/Frau bevorzugen, was genau hindert dein Gewissen dann daran, den homosexuellen Paaren gegenüber die Möglichkeit zu geben? Laut deiner eigenen Aussage kriegen sie das Kind doch sowieso nicht. Wo liegt denn dann das Problem?

Da in fett steht dein Grund, warum homosexuelle Paare ein Kind wollen.

wenn das jedoch offensichtlich ist, und bei homosexuellen ist das der fall, wird dies als makel angesehen. das hat nichts mit den personen zu tun, sondern mit dem gesellschaftskulturellen hintergrund.
"Die Gesellschaft" hat auch lange Zeit über Frauen kein Wahlrecht zugestanden. War dies richtig oder falsch? Nur weil "die Mehrheit" , "man" , "die Gesellschaft" das nicht möchte, bedeutet das nicht, dass die Mehrheit auch automatisch Recht hat. Wäre dem nämlich so, hätten wir auch keine GEZ.

jedoch kann man homosexuelle nicht mit heterosexuellen parnerschaften gleichsetzen. warum? weil es nicht dem normzustand entspricht und nur eine ausnahme ist. ich bin der meinung dass einem kind das recht auf einen vater und eine mutter nicht vorsätzlich genommen werden sollte.
Hehe, ok, was ist mit geschlechtsumgewandelten Menschen? Nehmen wir an, ein Mann wurde zu einer Frau, eine Frau zu einem Mann. Und die beiden heiraten. Ist das legitim? Sie sind sicherlich in deinen Augen, und "in der Gesellschaft" verpöhnt, beide sind aber nicht Homosexuell oder? Beide haben "nur" jetzt das jeweils andere Geschlecht und können keine Kinder zeugen. Was nun? Entscheidest du, oder "die Mehrheit" ob sie Kinder adoptieren und großziehen dürfen weil sie nicht der "Normzustand" sind? Wieso nicht? Sind doch dann Mann und Frau, oder besser Frau und Mann - Es sind gerade die Fälle, die uns im Alltag zu unglaublich niedriger Prozentzahl überhaupt betreffen.

Nur weil die Norm eine Partnerschaft von Frau und Mann ist, kann man doch Alleinerziehenden die Kinder nicht wegnehmen und in eine "Normfamilie" stecken. Und Adoptivkinder nimmt man doch auch niemandem weg.
 
finde ich spannend zu ergründen wieso ein kinderwunsch vorliegt, jedoch nicht die absicht ein kind zu zeugen.
die absicht besteht durchaus, nicht aber die möglichkeit. zum besseren verständnis solltest du heute mal sex mit einem mann haben, dann verstehst du was ich damit meine. du bringst das nicht fertig? aber du hast doch die möglichkeit. was kann dich nur davon abhalten? ;)

mit anderen worten: der wunsch nach einem kind und der wunsch nach sex mit einer frau (bzw bei lesben mit einem mann) müssen nicht vereinbar sein. es gibt andere, für den betreffenden einfachere, annehmbarere wege. adoption z. b.

dass sie keinen sex mit dem anderen geschlecht wollen, heißt nicht, dass sie kein kind wollen (bzw nur für den gesellschaftlichen status wollen). könnten sie es gleichgeschlechtlich zeugen, würden sie es tun.

auf der anderen seite will nicht jedes heteropaar, das den beischlaf vollzieht, damit ein kind zeugen. passiert aber manchmal trotzdem. wie passt das in deine argumentation? denk mal drüber nach.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mal noch mal zurück zum Zeitpunkt in Frankreich. Klar das Gesetz ist notwendig, richtig und hat auch einen gewissen Drang. Auf der anderen Seite ist es aber auch nichts was entscheident für den Staat ist noch für das Leben seiner Bürger. Will sagen es gibt deutlich bessere Zeitpunkte um so ein Gesetz auf den Weg zu bringen. Das Land steckt in einer tiefen wirtschaftlichen Krise, Hollande ist angetreten um alles besser zu machen und Frankreich wieder zur Grande Nation zu führen. Frankreich ist Präsidentenfixiert. Man erwartet Lösungen von ihm. Gerade ist man dabei die Steuervorteile von Familien zusammenzustreichen. Bei diesem Hintergrund muss man sich schon fragen warum jetzt wo man weiss das es grosse Widerstände gibt?
In den guten alten Zeiten die noch gar nicht mal solange her sind gab es das Familienbild so wie es heute existiert gar nicht. Kinder wurden gemeinschaftlich aufgezogen. Grossfamilien oder ganze Dorfgemeinschaften haben sich drum gekümmert. Bei sogenannten Naturvölkern ist es auch heute noch so. Frauen hatten Sexkontakte mit vielen Männern einfach um aus evolutionärer Sicht sicherzustellen das die Kinder die bestmögliche Versorgung und Schutz bekommen. Da Männer dann nämlich nie sicher sein können ob die Kinder die da sind nicht doch ihre eignen sind sind sind sie bereit sich so zu verhalten als wären sie es. Das heisst die These das nur Heterosexuelle Paare optimal für die Kinder sind ist so nicht haltbar. Es ist ein Modell das aus gewissen gesellschaftlichen religiös geprägten Konventionen entstanden ist. Mit evoltionärer Notwendigkeit hat das nichts zu tun. Es gibt bessere Strategien das Überleben zu sichern.
Bei der Kinderadoption wird meistens auf die Mann/Mann Kombi verkürzt. Was ist den bei Frau/Frau? Wie sieht die Aversion aus wenn eine oder beide Frauen eigene Kinder bekommen? Soll man künstliche Befruchtung davon abhängig machen das die Frauen streng heterosexuell veranlagt sind?
 
Onkelhitman schrieb:
Noch einmal, wenn dem denn so ist, und die Vermittler sowieso die Kombination von Mann/Frau bevorzugen, was genau hindert dein Gewissen dann daran, den homosexuellen Paaren gegenüber die Möglichkeit zu geben? Laut deiner eigenen Aussage kriegen sie das Kind doch sowieso nicht. Wo liegt denn dann das Problem?
und wieder gilt: der staat braucht keine grundlagen für ein unerwünschtes lebensmodell schaffen. das wäre nur ein weiterer schritt zur abschaffung der ehe. der staat möchte an diesem modell scheinbar festhalten. wie schon gesagt, könnte man die ehe ruhig abschaffen, dann fällt die ganze diskussion weg.
aber, ja, man kann die möglichkeit einräumen, unter dem gesichtspunkt dass gleichgeschlechtliche lebenspartnerschaften nicht gleichgesetzt werden. wieso gleichsetzen was nicht gleich ist?
Da in fett steht dein Grund, warum homosexuelle Paare ein Kind wollen.
das ist kein grund, das ist absurd und selbstentlarvend. weil:
Deadsystem schrieb:
wieso ein kinderwunsch vorliegt, jedoch nicht die absicht ein kind zu zeugen. das passt irgendwie nicht.
"Die Gesellschaft" hat auch lange Zeit über Frauen kein Wahlrecht zugestanden.
nur hat das wenig mit der kultur zu tun, die ich ansprach. ist es kulturell verwurzelt, dass zwei gleichgeschlechtliche personen für die erziehung verantwortlich sind?
Hehe, ok, was ist mit geschlechtsumgewandelten Menschen? Nehmen wir an, ein Mann wurde zu einer Frau, eine Frau zu einem Mann. Und die beiden heiraten. Ist das legitim? Sie sind sicherlich in deinen Augen, und "in der Gesellschaft" verpöhnt, beide sind aber nicht Homosexuell oder? Beide haben "nur" jetzt das jeweils andere Geschlecht und können keine Kinder zeugen. Was nun? Entscheidest du, oder "die Mehrheit" ob sie Kinder adoptieren und großziehen dürfen weil sie nicht der "Normzustand" sind? Wieso nicht? Sind doch dann Mann und Frau, oder besser Frau und Mann - Es sind gerade die Fälle, die uns im Alltag zu unglaublich niedriger Prozentzahl überhaupt betreffen.
hier liegt ein psychischer defekt vor in form einer entwicklungsstörung. man stelle sich ein armes kind vor in obhut zweier transen. ich kann da kein fortschritt erkennen.
Nur weil die Norm eine Partnerschaft von Frau und Mann ist, kann man doch Alleinerziehenden die Kinder nicht wegnehmen und in eine "Normfamilie" stecken. Und Adoptivkinder nimmt man doch auch niemandem weg.
völlig unsachlich, da eine intakte beziehung zum kind unterbrochen wird.
 
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