Glasfaser-Anschluss ohne die Wand aufzuschreißen, wie?

sbj

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Hallo, folgende Konstellation:

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Mein Bruder hat ein Haus und bei seiner Straße wurde nun Glasfaser verlegt. Jetzt hat die Telekom angefragt, ob mein Bruder Glasfaser im Haus haben möchte, ohne Kosten, und er hat zugestimmt.

Allerdings bin ich mir unsicher, wie das ganze verkabelungstechnisch funktionieren soll, ohne die Wand aufzureißen für neue Verkabelung.

Im Moment steht die DSL Box (oder was auch immer das ist) im Keller. Bei einer Neu-Sanierung hat der Elektriker in einem Zimmer im Erdgeschoss eine LAN Buchse installiert. D.h. von der DSL Box zur LAN Buchse wurde damals in der Wand ein Kabel angelegt. Und die Fritzbox ist mit dieser LAN Buchse verbunden, damit dann auch andere Räume LAN haben.

Ich kümmere mich immer um die technischen Sachen und mache mir jetzt Gedanken, wie man das ganze anschließen soll, ohne die Wände neu aufzureißen. Wie soll man hier vorgehen?

Die Techniker können bestimmt die Glasfaserbox wieder im Keller platzieren, aber wie verbindet man es mit der LAN Buchse von oben, ohne nochmal Kabel zu verlegen?

Danke für eure Hilfe.

Grüße
 
Wie ist denn die DSL-Box mit der LAN-Buchse verbunden?
Wenn es ein LAN-Kabel ist ..... wird einfach die DSL-Box ersetzt.

Wenn der Elektricker damals vernünftig gearbeitet hat, dann steckt das Kabel von der DSL-Box zur Lan-Buchse sowieso in einem Rohr, d.h. man kann es da rausziehen (und daran natürlich ein neues Kabel gleich wieder durchs Rohr durchziehen, falls nötig).
 
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So ganz habe ich das noch nicht verstanden. Handelt es sich bei der Verbindung zwischen "DSL-Box" und "LAN Buchse" um ein CAT 5 / 6 / 7 Ethernet Kabel?
 
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Das was @HisN schreibt. Wenn beides parallel betrieben werden soll und keine Möglichkeit für ein weiteres Kabel besteht, nen VLAN-fähigen Switch in den Keller stellen und damit arbeiten.
 
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Wo ist jetzt hier genau das Problem? Glasfaseranschluss in den Keller legen lassen, Router statt mit der TAE-Dose (vermutlich auch im Keller so wie das aussieht) mit dem Glasfaser-ONT verbinden, fertig?
Ach, hab die Fritzbox übersehen...ja dann schau mal was das für ein Kabel genau ist. Und vor allem was das für eine "DSL-Box" ist, ist das vielleicht ein Router vom Provider? Dann könntest du den wie gesagt einfach durch den GF-ONT ersetzen.
 
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Aber selbst wenn alle Stricke reisen:

  • Dass das bestehende Kabel kein Lankabel ist
  • das bestehende Kabel anderweitig verwendet werden muss.
  • Kein Lehrrohr in der Wand liegt
  • du beide Technologien parallel nutzen willst

Es findet sich doch bestimmt einen gemeinsamen Punkt im Keller und EG wo man direkt an der Ecke zur Wand durch den Boden in den Keller bohren kann um dann dadurch örtlich praktisch und optisch gut wegkommt. genau die Ecke/Ecke treffen geht von Keller zu EG auch super, da in der Regel Innenseite EG Wand nicht auf einer Line mit der Innenseite Kellerwand liegt.
 
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sbj schrieb:
Jetzt hat die Telekom angefragt, ob mein Bruder Glasfaser im Haus haben möchte, ohne Kosten, und er hat zugestimmt.

Die Telekom ist da zur Abwechslung mal kundenfreundlich und verlegt nach Absprache mit dem Eigentümer und Begehung vor Ort den Glasfaserabschlußpunkt an eine gewünschte Stelle in der Wohnung, sofern alles vorbereitet ist:

telekomglasfaserne4.png


https://www.telekom.de/hilfe/downloads/hinweise-glasfaser-fuer-ihre-immobilie → Seite 3

https://www.telekom.de/hilfe/intern...ngsweg?wt_mc=alias_glasfaser-leitungsweg-info

Idealerweise wird der Glasfaserabschlußpunkt bei euch dort gesetzt, wo jetzt schon die FRITZ!Box steht. Dann müßt ihr nichts an der bestehenden Verkabelung verändern. Sobald alles über Glasfaser läuft, kann die »DSL-Box« (wahrscheinlich ein reines Modem) weg.
 
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sbj schrieb:
Ich kümmere mich immer um die technischen Sachen und mache mir jetzt Gedanken, wie man das ganze anschließen soll, ohne die Wände neu aufzureißen. Wie soll man hier vorgehen?
glasfaser heißt ja nicht dass die ganze verkabelung im haus glasfaser ist, und das verlegekabel raus muss.

die bohren von der straße aus in den keller, blasen die glafa ein, machen den hausanschluss in den keller und spleißen es zusammen. es ändert sich also im grunde garnix.
 
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Ich weiß nicht, was für ein Kabel das ist zwischen Keller und Erdgeschoss.

Was ist denn normalerweise das für ein Kabel zur TAE-Dose?

Früher stand eine TAE-Dose. Der Elektriker hat dies ausgebaut und "in die Wand gepackt". Jetzt wird die Fritzbox mit der LAN Buchse verbunden, über DSL Verbindung. Also das, was vorher die TAE Dose war, ist jetzt in der LAN Buchse drin.

1742993076594.png


Die "DSL-Box" im Keller ist kein Router oder ein moderner Apparat. Es ist eine Hausanschluss-Box, glaube aus den 80ern/90ern, aber ich weiß nicht, wie diese Dinge bezeichnet werden.

Ich werde später Bilder posten, wenn mein Bruder wieder zu Hause ist, dann könnt ihr euch die echten Dinger anschauen.
 
DSL heißt u.a. Telefonanschluss/Telefonkabel.

Es wird im Haus, vornehmlich im Keller, den entsprechenden Telefon-Hausanschluss (APL - Abschlusspunkt Linientechnik) geben.
Von da aus geht es normalerweise mit einem mindestens zweiadrigen Telefonkabel zu einer Telefondose (TAE - Telekommunikations-Anschluss-Einheit). Und von da aus weiter z.B. in einen DSL-Router.

Jetzt kann man das einfache Telefonkabel auch austauschen und statt dessen ein hochwertigeres Ethernetkabel nehmen.
Das funktioniert, obwohl z.B. der Wellenwiderstand des Kabels abweicht usw.

Du solltest erstmal klären was das von dir mit "DSL-Box" benannte Teil nun wirklich ist.
Bilder sagen oft mehr als tausend Worte.

Der Glasfaseranschluss wird wohl auch im Keller ankommen, ich vermute in der Nähe wo auch der APL sitzt.
Je nach Provider und eigenen Präferenzen gehst du von dort mit einem Glasfaserkabel oder einem Ethernetkabel weiter.
Ein Telefonkabel kannst du dabei gar nicht mehr verwenden.

Ist das Kabel zwischen der "DSL-Box" und dem Router ein achtadriges Ethernetkabel (Cat.5/Cat.6/Cat.7/Cat.8) kannst du das auch bei einem Glasfaseranschluss weiter verwenden.
In den Keller käme dann der Hausanschluss und ein Glasfaser-Modem (ONT - Optical Network Termination). Von dem Modem gehst du über ein Ethernerkabel in den WAN-Eingang eines Routers deiner Wahl.
 
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lazsniper schrieb:
die bohren von der straße aus in den keller, blasen die glafa ein, machen den hausanschluss in den keller und spleißen es zusammen. es ändert sich also im grunde garnix.
Damit meinst du vermutlich, dass es bis zum Hausanschluss im Keller Glasfaser ist und ab da wird für die Unterverteilung in die Wohnungen die bestehende LAN Verkabelung (zb die vom Kabel Internet) verwendet?
Aber sollte es nicht idealerweise Glasfaser bis in die Wohnung sein?

Und in dem Fall, dass man die interne LAN Verkabelung verwendet, dann würde damit auch das Kabel TV wegfallen, weil das ja dann fürs Glas verwendet wird, richtig?
(und die Option Kabel Internet fällt ja dann sowieso ebenfalls weg)
Dh wenn man weiter Kabel TV empfangen will, muss zwingend ein neues Kabel, idealerweise Glasfaser von Hausanschluss im Keller in die Wohnung gelegt werden und in der Wohnung wird dann auch der ONT installiert.

(Ich habe Glasfaserverlegung durch die Dt. Glasfaser zugestimmt, aber es ist noch nicht sicher, ob es überhaupt in der Gemeinde umgesetzt wird und wenn ja wann. Und wenn das geklärt ist findet erst noch die Hausbegehung statt mit den Leitungswegen etc.)
 
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Bei mir ist es so. (Einfamilienhaus)

Glasfaser bestellt.
1. Arbeitsschritt: Ein Bautrupp kommt und legt ein Glasfaser-Leerrohr (Speedpipe) von der Straße bis in den Keller.
Ist schon erledigt.
2. Arbeitsschritt: Ein weiterer Bautrupp verlegt die Glasfaserleitungen entlang der Straßen.
Das passiert gerade.
3. Arbeitsschritt: Ein weiterer Bautrupp kommt und bläst die Glasfaser ins Haus bzw. anders herum, vom Haus zum Anschlusskasten irgendwo an der Straße.

Bei mir kommt ein ONT, gestellt vom Provider, in den Keller, von da aus geht es über ein Ethernetkabel zum Router.
Dieses Kabel muss ich noch einziehen/verlegen.

Btw. diese "DSL-Box" wird vermutlich ein Ethernet-Switch sein.
Es läuft vermutlich immer noch ein Telefonkabel vom APL zu einer Telefondose, wo die Fritzbox ihr Internet herbekommt.
Von der Fritzbox geht dann ein Ethernetkabel zurück in den Keller, in einen Switch, der auch andere LAN-Dosen im Haus mit Internet versorgt.
Wenn das so wäre, müsste trotzdem entweder ein weiteres Ethernetkabel oder ein Glasfaserkabel zum Router hin...
 
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Das Problem an sich ist, dass wir den Glasfaseranschlusspunkt nicht im Erdgeschoss ansetzen können/wollen, sondern im Keller.

Wenn wir dies aber tun, müssen wir ja irgendwie den Glasfaseranschlusspunkt mit der Fritzbox im Erdgeschoss verbinden.

Und dafür möchten wir nicht nochmals alles neu verlegen/bohren, sondern, wenn möglich, das vorhandene nutzen. Aber ob das möglich ist, ist die Frage.

Die Bilder sind auch nun angekommen:


WhatsApp Bild 2025-03-26 um 14.05.48_a9427e73.jpg

WhatsApp Bild 2025-03-26 um 14.09.45_0eb059f3.jpg
 
Hahh... genau wie ich vermutet habe.
Ein Telefonkabel läuft vom Telefon-Hausanschluss in eine TAE-Dose (ganz links auf dem ersten Bild).
Und dann gehen zwei Ethernetkabel vom Router weg.
Zwei wäre schonmal gut.

Wo kommen die denn aus? Auch im Keller?
Weil zu sehen ist der Telefon-Hausanschluss und der Stromanschluss. Aber nicht wo die beiden Ethernetkabel aus der Fritzbox hinlaufen.

Zwei wäre gut, weil man dann ein Kabel als Hinweg und ein Kabel als Rückweg nehmen könnte.
Telefonkabel/TAE-Dose fällt weg, wird nicht mehr benötigt.

Vom ONT (im Keller) über eines der beiden Ethernetkabel in den Router.
Und über das andere Ethernetkabel wieder zurück (in einen Switch o.ä.).

Da auf dem Bild neben dem TAE-Anschluss noch 7 Ethernetanschlüsse zu sehen sind,
war da vielleicht vorgesehen an dieser Stelle einen Switch hinzustellen? Und läuft mindestens eines der Ethernetkabel in den Keller?
 
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c-mate schrieb:
Aber sollte es nicht idealerweise Glasfaser bis in die Wohnung sein?
Das kommt drauf an, ob es ein Einfamilien- oder Mehrfamilienhaus ist, sowie FTTB oder FFTH.

Bei einem EFH ist FFTB und FTTH quasi das gleiche - die Faser geht bis zum ONT am Hausanschluss und von da per Ethernet an einen Router. Man kann naturlich statt des ONT auch einen Glasfaser-Router direkt an die Faser anschließen. Aber auch da geht der Rest dann per Ethernet weiter zu den Endgeräten.

Bei einem MFH geht die Faser nur FTTH bis zu einer Anschlussdose in den jeweiligen Wohnungen, wo man dann ein Glasfaser-Modem anschließt oder einen Glasfaser-Router und dann mit Ethernet weitermacht. Bei FFTB in einem MFH geht die Faser wiederum nur bis zum Hausanschluss und ab da üblicherweise über (vorhandene) Kupferleitungen (Ethernet, Coax) in die einzelnen Wohnungen.
 
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h00bi schrieb:
Diesen Teil abstöpseln, TAE Dose aus der Wand holen und Fotos der dahinter vorhandenen Kabel machen.
Ist meiner Meinung nach unnötig, denn man sieht ja den APL und das da ein altes, ordinäres Telefonkabel rausläuft.
Das wird aller Voraussicht nach zu genau dieser TAE-Dose gehen, sonst hätte die Fritzbox ja kein Internet...

Die Frage wäre, ob eines der sieben Ethernetkabel (vorausgesetzt auf allen auf dem Bild zu sehenden RJ45 Dosen sind KAbel aufgelegt)
in den Keller läuft oder nicht.

Wenn ja: kann man dieses verwenden.
Wenn nein: müsste man gucken, ob das Telefonkabel in einem Leerrohr liegt oder nicht.
Wenn ja: kann man dieses vielleicht durch ein Ethernetkabel ersetzen.
Wenn nein: Problem.
 
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Hi.

oder unten im Keller schauen ob das Kabel, welches aus der Telefondose kommt eine Beschriftung hat und prüfen ob das Kabel direkt in der Wand liegt oder in einem Leerrohr.

Die 2 Lan Kabel aus der Fritzbox werden wohl andere Zimmer versorgen . (Daneben sind ja weiter Ports)

Gruß
 
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Es ist ein Einfamilienhaus.

DLMttH schrieb:
Kommt auf das verlegte Kabel an, das kann man auf den Bildern nicht erkennen.
Ja, keine Ahnung. Ich weiß auch nicht mehr als das. Ich frage mal nach, ob er die Beschriftung auf dem Kabel lesen kann bzw. frage ihn mal, ob er diese DSL-Box öffnen kann.


KnolleJupp schrieb:
Wo kommen die denn aus (im Keller)?
Weil zu sehen ist der Telefon-Hausanschluss und der Stromanschluss. Aber nicht wo die beiden Ethernetkabel aus der Fritzbox hinlaufen.

Zwei wäre gut, weil man dann ein Kabel als Hinweg und ein Kabel als Rückweg nehmen könnte.
Telefonkabel/TAE-Dose fällt weg, wird nicht mehr benötigt.

Vom ONT (im Keller) über eines der beiden Ethernetkabel in den Router.
Und über das andere Ethernetkabel wieder zurück (in einen Switch o.ä.).

Da auf dem Bild neben dem TAE-Anschluss noch 7 Ethernetanschlüsse zu sehen sind,
war da vielleicht vorgesehen an dieser Stelle einen Switch hinzustellen? Und läuft mindestens eines der Ethernetkabel in den Keller?

Die beiden Ethernet-Kabel sind für andere Räume. Gleich neben dem Zimmer ist z.B. das Wohnzimmer und somit bekommt das Wohnzimmer sein LAN. Das andere ist für das obere Stockwerk. Die anderen LAN Ausgänge für andere Räume werden zurzeit nicht genutzt. D.h. keins der Ethernetkabeln laufen in den Keller, es sei denn, das eine Kabel für DSL ist eins.
 
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