Hartz IV verbesserungen! sinnvoll?

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@ TE...

Es wäre auch schön gewesen, einen Link zu Posten in dem die Änderungen aufgelistet werden. Ich steh hier nämlich voll auf dem Schlauch.

Hier wird schon wieder nur Off Topic gepostet also kann ich mir es auch nicht anhand der Antworten ableiten um was es denn geht.

Google findet diesbezüglich auch nichts.
 
Seufz. Das zu erklären würde vorraussetzen, dass du von Bilanzierung bescheid weisst und wie dort Einlagen von Kunden deklariert werden und welche gesetzlichen Bestimmungen dazu herrschen. Dass das nicht gegeben ist (und das ist nicht böse oder so gemeint) erschliesst sich aus deiner Frage. Es würde also vorraussetzen, dass man dir das alles erklärt und das sprengt meinen zeitlichen Rahmen. Daher beantworte ich dir deine Frage mal ohne das Warum. Nein, geht nicht einfach so. Die Renditen der Konzerns sind andere als die, die mit den Kundengeldern erreicht werden. Gesetzlich verankert ist, dass die Einzahlungen (minus Berarbeitungs und VErwaltunggebühren) + der gesetzliche Mindestzins (wie heisst der noch gleich?) am Ende da sein müssen, bei einer klassischen Altersvorsorge. Bzw. im Falle von Garantiezinsen/renditen eben diese. Es gibt allerdings auch Modelle, wo das so nciht abgesichert ist und der Kunde voll und ganz die Schwankungen weitergegeben bekommt. Deine Frage ist zu unpräzise um das genau zu erklären. Die Rendite des Versicherers (also die aus seinem Geld) kann durchaus sich verändern, dass hat aber weniger was mit Bilanzschönung zu tun noch sind davon Kundengelder betroffen.

@Bumblebee mal geschaut, von wann der Erstellerpost ist?
 
@Mustis
Hab ich verstanden. Also der Mindsteszins muss gebracht werden der Bonus kann gekürzt werden.
Ich vermute, dass der Bonus mittelfristig sinken wird, da er wie ich irgendwo mehrfach gelesen habe nirgendwo festgelegt ist. Die Gelder sind unabhängig das ist klar, aber die Rendite wird, denke ich, in nächster Zeit auf das Mindestmaß reduziert.

Wir werden es sehen. Im Endeffekt hat es nichts mit dem Thema zu tun und passt wohl eher in das Thread Finanzkrise.
 
kari_20090528_Verschuldet.gif

Durch das Gesetz gegen Schulden wird es auf eine Senkung der Sozialabgaben hinauslaufen.
 
Hartz IV zwingt Arbeitslose, Arbeit um jeden Preis anzunehmen, selbst wenn es nur 3-4 Euro die Stunde sind. Deswegen sollte Hartz IV abgeschafft und die alte Regelung wieder eingeführt werden.
 
@moonwalker

Ja igitt! Auch noch arbeiten müssen fürs Geld. :rolleyes:
Rechne Dir doch mal die staatlichen Zuschüsse aus und berechne den Stundenlohn neu.

MFG
 
3 oder 4 € Stundenlohne finde ich eine Frechheit und niemand sollte für dieses Geld arbeiten gehen. Da werden nur die Löhne zerstört und die AG können mit uns AN machen was sie wollen. Von daher ganz klares JA zum Mindestlohn. Ich bin aber auch dafür, das ein Hartz IV Empfänger arbeiten muss solange die Arbeitsstelle seiner Qualifikation entspricht und die Gesundheit es zu lässt.
 
Mindestlohn zerstört genauso Arbeitsplätze. Warum teuer einstellen und die Leute nicht mehr loswerden können, wenn die Zukunft nicht länger als 2-3 Jahre absehbar ist? Dann doch lieber den bestehenden Mitarbeitern Überstunden zu muten. Mindestlohn und strenger Kündigungsschutz verträgt sich nicht. Es wird immer so getan, als müssten Unternehmen ihre Arbeit dem Volk anbieten, als hätte da jemand ein Recht drauf. Das es ein Geben und Nehmen ist, wird immer schon unter den Teppich gekehrt. Die bösen Unternehmen wollen ja immer nur mehr Geld und beuten den Arbeiter aus. Wäre schon wenn die Menschen endlich mal aus dem 19./20. Jahrhundert im 21. Jahrhundert ankommen würden....

Vorallem werden als negativ beispiel immer die Großkonzerne angegeben, als wären sie das Maß der Dinge. Die ganzen mittelständischen Unternehmen, bei denen es durchaus etwas ausmacht ob 2-3 Leute mehr oder wenig sinnlos beschäftigt sind, die werden fleissig ausgeblendet. Auch hier kommt die "Alles haben wollen" Mentalität wieder voll durch. Bloss kein Risiko, Papa Staat hat gefälligst dafür zu sorgen, dass mir nix passieren kann. eigeninitiative oder gar Eigenverantwortung? Pustekuchen...
 
@chriwi

Ich halte auch nicht viel vom Kombilohnmodell, im Gegenzug allerdings auch nichts vom Mindestlohn.
Kombilöhne sind versteckte Subventionen, da gebe ich Dir recht. Subventionen, egal ob Kohlepfennig, Agrarsubeventionen, etc. halte ich für wettbewerbsverzerrend und für finanziell unsinnig. Ausnahmen bilden hier u.a. Infrastruktursubventionen.

Die Diskussion um Mindestlöhne ist etwas komplexer. Auf der einen Seite kann ich meinen Vorrednern durchaus zustimmen, wenn gesagt wird, dass ein Vollzeitarbeitnehmer grundsätzlich über ein Einkommen verfügen sollte, welches ein Leben gewährleisten sollte, dass ohne staatliche Zuschüsse auskommt.

Auf der anderen Seite ist es natürlich aus betriebswirtschaftlicher Sicht absolut unsinnig, Personalkosten im Vorfeld festzulegen. Gerade im Bereich der Geringqualifizierten können einfach keine hohen Durchschnittslöhne gezahlt werden. Das liegt unter anderem an der nationalen aber auch internationalen Arbeitsmarktkonkurrenz. Ein T-Shirt falten oder ein Handy zusammenschrauben kann auch ein Chinese oder Inder. Die klassischen Produktionsaufgaben werden größtenteils ausgelagert. Das dann vorhandene nationale Überangebot an Geringqualifizierten drückt natürlich das Lohnniveau in diesem Bereich.
Der Hebel zur Lösung des Problems ist nicht die Einführung eines Mindestlohnes sondern eine gezielte Bildungsinitiative.
Wenn ich nicht mehr kann als ein Fließbandarbeiter eines Drittweltlandes, dann wirds schwer mit hohen Löhnen.
Bin ich allerdings spezialisiert, wird auch mehr bezahlt.
Das bedeutet nicht, dass jetzt jeder Mensch in Deutschland studieren muss aber es sollten in Zukunft deutlich mehr werden. (wenn ich mir allerdings diese unsägliche Förderalismuskonferenz anschaue oder mitbekomme, dass z.T. bis zur dritten Klasse keine Noten verteilt werden, dann sehe ich schwarz aber das ist ein anderes Thema)

MFG
 
Mustis schrieb:
Mindestlohn zerstört genauso Arbeitsplätze. Warum teuer einstellen und die Leute nicht mehr loswerden können, wenn die Zukunft nicht länger als 2-3 Jahre absehbar ist?
Warum billig einstellen? Wenn die Arbeit wirklich da ist sollte auch der Preis bezahlt werden. Für Zwischenhochs in der Auftragslage war ursprünglich mal die Leiharbeit gedacht. Diese Arbeitnehmer sollten dann aber das gleiche Geld bekommen (oder sogar mehr durch das höhere Risiko entlassen zu werden) wie ihre festangestellten Kollegen. Außerdem Mustis, wo bleibt denn das unternehmerische Risiko, wenn du vorher weiß das alles richtig oder falsch ist was du tust?

Mustis schrieb:
Vorallem werden als negativ beispiel immer die Großkonzerne angegeben, als wären sie das Maß der Dinge. Die ganzen mittelständischen Unternehmen, bei denen es durchaus etwas ausmacht ob 2-3 Leute mehr oder wenig sinnlos beschäftigt sind, die werden fleissig ausgeblendet.
Ich würde halt sagen, dass es die Mittelständler eben gerade nicht so sehr trifft. Dort wird wesentlich weitsichtiger geplant als in den Großkonzernen. Wieviel Euro werden dort wohl gepart wenn die Arbeitslosenversicherung um 0.3% gesenkt wird? Fast nichts. Dennoch sind sie das Maß aller Dinge. Ein Mindestlohn zerstört Arbeit im Exportbereich, das ist durchaus möglich. Er schafft aber Arbeit auf dem Binnenmarkt, da die Nettokaufkraft steigt. Somit wäre es im schlechtesten Falle ausgeglichen. Die meisten, von dir gerne angebrachten Mittelständler, arbeiten nun einmal auf dem Binnenmarkt. Die Reformen der letzten Jahre nützen ihnen herzlich wenig.

e-ding schrieb:
Auf der anderen Seite ist es natürlich aus betriebswirtschaftlicher Sicht absolut unsinnig, Personalkosten im Vorfeld festzulegen. Gerade im Bereich der Geringqualifizierten können einfach keine hohen Durchschnittslöhne gezahlt werden. Das liegt unter anderem an der nationalen aber auch internationalen Arbeitsmarktkonkurrenz.
Aus betriebswirtschaftlicher Sicht gebe ich dir absolut Recht. Aber Deutschland ist kein Betrieb sondern eine Volkswirtschaft. Somit sieht das ganze etwas anders aus. Ich gebe dir auch zum Thema Bildung recht. Allerdings ist immer zu Berücksichtigen, dass selbst wenn hier nur noch Akademiker leben würden, die Arbeitslosenquote meiner Meinung ziemlich ähnlcih aussehen würden. Ebenso die Einkommensverteilung. Denn dann wären ja zu viele Akademiker da und deren Wert würde als dann Geringqualifizierter ebenso sinken.
 
Zuletzt bearbeitet:
"Außerdem Mustis, wo bleibt denn das unternehmerische Risiko, wenn du vorher weiß das alles richtig oder falsch ist was du tust?"
Eben weil man es nicht weiss, will man nicht auch noch vorgeschrieben bekommen, wieviel man zu zahlen hat. Wenn jemand die Arbeit für das Geld macht, was ich ihm biete, dann kann die Bezahlung so schlecht nicht sein. 1 Euro Jobs sind KEIN Beweis dafür, dass es einen Mindestlohn geben muss, sondern lediglich dafür, dass die Idee des 1 Euro Jobs nicht zu ende gedacht wurde.

Das Mittelständler weitischtiger plannen ist schlicht unsinn. Die Können genausowenig die Zukunft vorhersagen wie Großunternehmen. Solche wirtschaftlichen Einbrüche wie wir zur Zeit erleben können immer passieren und sind kaum vorhersehbar. Arbeit die heute kaum zu schaffen ist, kann morgen wieder weg sein. In diesem Sinne plannen Mittelständler dann vl vorsichtiger und stellen erstmal nicht ein, solange nicht klar ist, wie dauerhaft die aktuelle Lage ist. Weil jeder zusätzlicher Mitarbeiter richtig Kohle kostet und nicht mehr so einfach zu kündigen geht, wenn er denn erstmal die Probezeit hinter sich hat. Ebenso spielt hinzu, dass Mittelständler meist deutlich kleinere Polster haben um Notzeiten zu überstehen als Großunternehmen.

Das ein Mindestlohn eine höhere Kaufkraft garantiert ist volkswirtschaftlich gesehen Blödsinn. Bleibt die Warenmenge gleich, das im Umlauf befindliche Geld wird aber mehr, dann steigen die Preise und die "erhöhte Kaufkraft" verpufft völlig. Und selbst wenn dies der Fall sein sollte, dass sie marginal steigen, profitieren auch massiv die Importe, denn Luxus- und Konsumartikel (eben jene Artikel die bevorzugt erworben werden, wenn die Kaufkraft steigt) werden vornehmlich im Ausland produziert. Das also aufgrund einer möglichen Kaufkraftsteigerung bei einigen soviele Arbeitsplätze im Binnenland schafft, wie durch den Mindestlohn zerstört werden, ist absolut unmöglich. Wer sich das einredet, lebt an der Welt vorbei und hat immer noch nicht verstanden, dass in unserer Welt ein Land nicht mehr klarkommt, wenn es nur sein Binnenmarkt betrachtet.
 
e-ding schrieb:
@moonwalker

Ja igitt! Auch noch arbeiten müssen fürs Geld. :rolleyes:
Rechne Dir doch mal die staatlichen Zuschüsse aus und berechne den Stundenlohn neu.

MFG
Der Zuschuss, der vom Staat kommt, sollte vom Unternehmer bezahlt werden, und zwar in Form höherer Löhne.

Wenn ich arbeiten gehe, dann will ich von meinem Lohn ein würdiges Leben führen können. Urlaub wäre auch nicht schlecht und vielleicht auch Geld um neue PC-Komponenten kaufen zu können. Du machst dich über die Leute lustig, die zur Annahme von solch schlecht bezahlten Jobs gezwungen sind.
 
Mustis schrieb:
1 Euro Jobs sind KEIN Beweis dafür, dass es einen Mindestlohn geben muss, sondern lediglich dafür, dass die Idee des 1 Euro Jobs nicht zu ende gedacht wurde.
Da gebe ich dir Recht. Gibt es genug tarifgebundene Arbeitsplätze braucht man ihn nicht. Zerstört man die Tarifbindungen, wie in den letzten Jahren geschehen, kann es durchaus sinnvoll sein.

Arbeit die heute kaum zu schaffen ist, kann morgen wieder weg sein.

Dafür sind ja ursprünglich Leiharbeiter gedacht. Zeigt sich, dass die Mehrarbeit bestehen bleibt sollten diese dann fest eingestellt werden.

Mustis schrieb:
Das ein Mindestlohn eine höhere Kaufkraft garantiert ist volkswirtschaftlich gesehen Blödsinn. Bleibt die Warenmenge gleich, das im Umlauf befindliche Geld wird aber mehr, dann steigen die Preise und die "erhöhte Kaufkraft" verpufft völlig. Und selbst wenn dies der Fall sein sollte, dass sie marginal steigen, profitieren auch massiv die Importe, denn Luxus- und Konsumartikel (eben jene Artikel die bevorzugt erworben werden, wenn die Kaufkraft steigt) werden vornehmlich im Ausland produziert. Das also aufgrund einer möglichen Kaufkraftsteigerung bei einigen soviele Arbeitsplätze im Binnenland schafft, wie durch den Mindestlohn zerstört werden, ist absolut unmöglich. Wer sich das einredet, lebt an der Welt vorbei und hat immer noch nicht verstanden, dass in unserer Welt ein Land nicht mehr klarkommt, wenn es nur sein Binnenmarkt betrachtet.
Natürlich wird die Warenmenge gleich bleiben, wenn mehr gekauft wird. Ist auch völlig logisch. Wozu sollte man mehr verkaufen? Wenn man die Warenproduktion nicht mehr schnell genug steigern kann tritt der Effekt auf den du beschreibst. Sind alle unsere Industrien in den letzten Jahren am Limit gelaufen? Ich sehe das eher nicht so. Die umlaufende Geldmenge ist nur ein Faktor der zur Inflation beiträgt. Schau nach Japan in den 90er Jahren. Da wurde die Geldmenge massiv angehoben und es kam zur Deflation.

Es ist auch schon komisch, dass der deutsche Binnenmarkt kaum bis gar nichts wächst. Gleichzeitig stagnieren die Löhne. Die Gewinne aus den Exportgeschäften werden nur teilweise in Deutschland reinvestiert. Ein Großteil geht an die Kapitalmärkte und ist dort in den letzten Monaten verbrannt worden. Das heißt doch, dass ein wenig Import zum Abbau dieser Derfizite gar nicht so schlecht wäre. Denn eine Ursache für die Krse liegt im massiven Handelsungleichgewicht zwischen den Staaten. In der Eurozone sieht es noch dramatischer aus, da andere Staaten dem deutschen Beispiel des Lohndumping folgen (müssen).

Wer sich das einredet, lebt an der Welt vorbei und hat immer noch nicht verstanden, dass in unserer Welt ein Land nicht mehr klarkommt, wenn es nur sein Binnenmarkt betrachtet.


Nur auf den Binnemarkt zu schauen ist sicher falsch, man braucht Ressourcen aus dem Ausland und diese Technologien von uns. Aber wenn du die gesamte deutsche Wirtschaftsleistung ansiehst, liegt die Leistung aus dem Binnenbereich noch einiges über dem Exportbereich (ich denke um die 60%). Der Binnenmarkt ist im übrigen derjenige mit dem die Menschen hier im Land primär intaagieren. Wieso er nicht wichtig sein sollte verstehe ich nicht. Vor allem in Zeiten einer Wirtschaftskrise, in der der Welthandel einbricht ohne Ende.

Exportzahlen aus den USA, China, Japan und Südkorea
http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2009/05/potemkin-economy.html
http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2009/06/zwischen-hoffnung-und-irrationalitat.html

"Am Ausgang des Insolvenzverfahren soll dann die New GM stehen, eine um die Verbindlichkeiten bereinigte und mit insgesamt 50 Mrd. Dollar an US-Staatshilfen und 9,5 Mrd. Dollar an Staatshilfen aus Kanada aufgepeppte Autofirma. Das unglaubliche Volumen der US-Staatshilfen für GM muss man mal in eine Relation setzen, dass zweite Konjunkturpaket der deutschen Bundesregierung betrug 50 Mrd. Euro und diese Staathilfen sollten die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise für die gesamte deutsche Wirtschaft abfedern!"

Komisch, dass die USA das Land des Kapitalismus einen Wert auf Mindestlöhne, Konjunkturprogramme, etc. setzt um die Binnennachfrage oben zu halten und die Wirtschaft am laufen.
http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2009/06/us-autoabsatze-im-mai-mit-337.html
 
Komisch, dass die viel gescholtene USA auf einmal als Paradebeispiel gilt, nur weil sie etwas macht, was deiner Meinung nach richtig ist. Was du dabei völlig übersiehst ist, dass die USA sich mal wieder auf Kosten der Welt konsolidieren und Abschottungspolitik betreiben. Desweiteren stehen die Mindestlöhne in den USA im VErhältnis zu einem völlig anderen Steuer- und Abgabensystem als in Deutschland (in den USA gibt es keinen passiven Mindestlohn durch Sozailhilfen und Hartz4, wer seine wenigen Jahre Arbeitslosengeld aufgebraucht hat, bekommt nix mehr, ein ganz gravierender Unterschied zu unserem System). Die USA kann sich aufgrund ihrer Größe (sowohl wirtschaftlich als ach machtpolitisch) zudem einfach andere Dinge erlauben, als die meisten anderen Länder. Genauso wenig sind die Mindestlöhne in den USA überall gern gesehen, es gibt viele Kritiker und das trotz des unterschiedlichen Sozialsystems. Ich denke auch, dass die USA ein wesentlich sinnvolleres Konjunkturpaket vorlegen kann, denn Investitionen, die der Wirtschaft helfen zu überleben, sind in den USA eh längst überfällig. Das Stromnetz ist zum beispiel extrem marode für ein Land wie die USA und muss dringend erneuert werden. Bei vielen anderen Sachen sieht es ähnlich aus. Die USA können hier also auch recht vorteilhaft 2 Sachen miteinander verbinden. Einerseits die Wirtschaft stärken durch massive Erneuerung der Infrastruktur, die aber sowieso fällig gewesen wäre. Auch das ist ein ziemlicher Unterschied zu Deutschland. Bei uns sieht die Infrastruktur wesentlich besser aus, ergo lässt sich aus der Sanierung auh nicht so ein schönes Konjunkturpaket schnüren wie in den USA.

Der Binnenmarkt ist sicher wichtig, aber nicht so wie du ihn hier darstellst. Die Krise ist zum großen Teil außerhalb Deutschlands entstanden, da hilft es wenig, sich unseren Binnenmarkt anzuschauen. von hier kommt das Problem nicht. Die augenscheinliche Lösung wäre, die von außen einwirkenden Faktoren zu minimieren, aber genau das kann in einer globalisierten Welt nicht funktionieren. Wir sind in allen Bereichen von den Industrieen anderer Länder abhängig, sowohl als Exporteure als auch Importeure. Sinnvoll wäre es daher viel eher globale Gremien zu schaffen, damit solche Krisen möglichst nicht entstehen bzw. dass sich einzelne Länder auf Kosten der restlichen Welt nicht ihre Innenwirtschaft wieder aufbauen. Es kann nicht sein, dass in guten Zeiten die Globalisierung vorangetrieben wird (was meiner Meinung nach nichts schlechtes ist, solange es ein fairer Handel ist), in schlechten Zeiten aber der Binnenmarkt so gut es geht abgeschottet wird. Und das betrifft die USA genausowie Deutschland und große Teile Europas, wo nach wievor Schutzzölle erhoben werden und Subventiotnen zum Schutz des Binnenmarktes die globale Wirtschaft verzehren. Mindestlöhne sind für mich Verzerrung des fairen Handels, auch wenn es in diesem Falle mal eher negativ für die Binnenwirtschaft ist.

wo du übrigens siehst, dass Tarifbindungen zerstört werden ist mir völlig schleierhaft. Nachwievor haben die Tarifpartner Vertragsfreiheit, der Staat mischt sich nicht ein und die Gewerkschaften haben eine Machtbasis wie schon lange nicht mehr. Anders kann ich mir die teilweise völlig überzogenen Forderungen und sehr häufigen Streiks nicht erklären. Ganz im Gegenteil wäre der Mindestlohn ein massiver Eingriff in diese Tarifautonomie der Vertragspartner und zwar sehr zum Nachteil der Arbeitgeber. Wenn ich mir die Poltiik der letzten Jahre ansehe würde ich sogar sagen, dass die Poltik sehr Arbeitnehmer freundlich und eher Arbeitgeberfeindlich ist, oft schon deshalb, weil arbeitnehmerfreundliche Politik wesentlich besser zum Stimmenfang sich eignet.
 
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Is eigentlich ne Frechheit, was die da abziehen. Also das Erwerbslosenforum und die Bild. Wäre es eine allgemeine Observierung wäre es was anderes. Aber da hier nur nach bereits vorliegenden SCHWEREN Mißbrauchsfällen observierungen getätigt werden ist das ganze doch recht frech. Wie sonst soll man bitte das ganze überprüfen? Was bringen einen Gesetze, deren durchsetzung ich nicht kontrollieren darf? Sorry, aber bei so Aktionen sehe ich die Leute doch nur in der Angst, dass ihre illegalen Bezüge auffliegen... Wer in der Tat zu Unrecht verdächtigt wird muss doch froh sein, dass das ganze geprüft wird. Nur wer was zu verbergen hat, kann etwas dagegen haben, dass im schweren Verdachtsfall nachgeprüft wird, inwieweit die Ansprüche überhaupt gerechtfertigt sind. Da die Allgemeinheit das ganze finanziert, hat sie wohl auch ein recht drauf, dass im Verdachtsfall auch geprüft werden darf.

Es wäre so ziemlich das gleiche, wenn die Polizei die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen nicht prüfen und sanktionieren dürfte. Hier wird sogar ohne Verdacht einfach geprüft und Sünder automatisiert erfasst.
 
@ e ding

Ein Kombi Lohn Modell ist nicht das Ziel aber momentan ohne ALternativen.

Durch die Veränderten Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt kam es in den letzten Jahren zu struktureller Arbeitslosigkeit (Ich denke an den Kohle Berg Bau und vor allem an die Geringqualifizierten)
Als Geringqualifizierter kann man seinen Lebensunterhalt heute kaum bestreiten, die Anforderungen an eine Arbeitskraft sind in einem Rohstoffarmen Land wie Deutschland stark gewachsen (nicht unbedingt was körperliche Anforderungen btrifft, aber eben die geistigen). Mittelfristig muss die Gesellschaft und der Staat durch Bildung und Familienpolitik dafür sorgen, dass die durchschnittliche Qualifikation der Schul - und Hochschulabsolventen steigt; kurzfristig: Kombilohn.
Einige Unternehmen werden dass System wahrscheinlich ausnutzen wobei ich mir sicher bin, dass es Auflagen gibt unter welchen ein Lohnzuschuss vom Amt gewährt wird.
"Einfach so" bekommt wohl kein Unterehmen einen Lohnzuschuss und wälzt damit die Lohnkosten auf die Steuerzahler ab - trotzdem wie bei allen Umverteilungsmasnahmen (ARbeitslosengeld usw...) gibt es auch hier Missbrauchsfälle; sowas muss geahndet werden, ändert aber nichts an der Richtigkeit des Systems.
Viele Unternehmen werden im Zuge des Kombilohnmodells JObs schaffen, die es sonst gar nicht geben würde - dies bedeutete dann 100 % Bezuschussung vom Staat.
 
"Einfach so" bekommt wohl kein Unterehmen einen Lohnzuschuss und wälzt damit die Lohnkosten auf die Steuerzahler ab - trotzdem wie bei allen Umverteilungsmasnahmen (ARbeitslosengeld usw...) gibt es auch hier Missbrauchsfälle; sowas muss geahndet werden, ändert aber nichts an der Richtigkeit des Systems.

Oh Du würdest staunen wenn Du wüsstest wie einfach das ist, wenn man an der richtigen Stelle sitzt, bzw. die richtigen Leute kennt.

Aber mal davon abgesehen heißt das nun das die HartzIV Regelungen so bleiben sollen weil man ja den Kombilohn hat und damit eine "Flut" neuer Arbeitsplätze oder sollte doch nachgebessert werden?
 
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