Hartz4 besserstellung

Beispielsweise ist in Deutschland der harte Wettbewerb im Einzelhandel auch durch die Firmen selber mitverschuldet

oder Beispielsweise die "Geiz ist Geil" Mentalität der Kunden.

Nicht immr weil das Geld nicht reicht. Schnäppchenjagd und Preisedrücken als Volkssport.

Zudem könnten maßgeblich auch die richtigen innerpolitische Rahmenbedingungen, sowie der Wirtschaftsraum EU die negativen Auswüchse aufhalten.

Nenn mir hierfür ein schlüssiges Konzept und ich schlage dich für den Wrtschafts Nobelpreis vor.
 
DugDanger schrieb:
Jede empirische Studie belegt einen positiven Zusammenhang zwischen Ausbildung und Einkommen. Desto höher die Bildung, desto höher das spätere Einkommen. Punkt. Außnahmen bestätigen die Regel.

Diese Rechnung geht nicht ewig auf, angenommen jeder würde sich auf eine höhere qualifizierte Bildung stürzen, das Überangebot der schlauen Köpfe würde den Lohn der Hochqualifizierten drücken.
Der Beruf Koch bleibt unhonoriert, eine Friseurin bekommt weiterhin nicht viel.

Außerdem hängt der Bildungsgrad in Deutschland stark von dem sozialen Status ab und Deutschland tut nicht viel um an der Selektion irgend etwas zu ändern oder zu verbessern.
Ausnahmen bestätigen die Regel, gilt natürlich auch hier.


DugDanger schrieb:
oder Beispielsweise die "Geiz ist Geil" Mentalität der Kunden.

Die nicht von den Kunden selbst aus entstand, das die Masse darauf abfuhr - unabhängig vom Geld was man in der Tasche hat.
Die Geiz ist Geil Mentalität wurde durch schlaue Marketingexperten iniziiert, in Marketing Hinsicht ein traumhafter Erfolg.
So ist es letztenendes den Unternehmen/Händlern selbst zu verschulden wenn die Lage prekärer wurde.
Wenn wundert es aber auch, wenn eine Geschäftsleitung über zig Ketten herrscht, denen ist es von Vorteil "Schpächenangebote" zum Volkssport zu machen. Wie z.B. die Metro Gruppe wo zu Saturn und Media Markt gehört. Nicht anders bei den großen Lebensmittelketten.
 
Die Geiz ist Geil Mentalität gab es Früher auch schon, und das, obwohl die Bevölkerung ca. 22% mehr Geld in den Taschen hatte. Nur es war einem nicht so bewusst. Man sieht es auch hier im Forum sehr Deutlich. Möchte wer eine Grafikkarte kaufen, werden ihm immer Links von online Händler gezeigt, wo eine Karte 120€uro kostet. Bei z.b K&M hingegen die gleiche für 170€uro.

Früher hatte die Bevölkerung aber noch 22%mehr Geld in den Taschen, daher haben auch Hardware ketten wie K&M Ihre Teure Ware ohne Problem an den Mann gebracht. Heute allerdings haben diese Ketten enorm zu kämpfen, und müssen die Geiz ist Geil Methode auf dem tisch knallen, da die Bevölkerung heute kein Geld mehr hat, für überteuerte Hardware. tun sie dies nicht, wird halt an personal gespart.

Wenn nun die Bevölkerung endlich mal normalen lohn bekommen würde, würde diese Geiz ist geil Mentalität auch wieder schnell vom Tisch fallen, wie es Früher auch war.

Das ist meine Bescheidene Meinung dazu
 
Diese Rechnung geht nicht ewig auf, angenommen jeder würde sich auf eine höhere qualifizierte Bildung stürzen, das Überangebot der schlauen Köpfe würde den Lohn der Hochqualifizierten drücken.

der Arbeitsmart wandelt sich stetig. Heute gibt es Brufe, die gabs vor 40 Jahren noch nicht. Es wird also immer Möglichkeiten geben neue Berufswege zu gehen. Nicht alle "schlauen Köpfe" üben die gleiche Tätigkeit aus.

Außerdem hängt der Bildungsgrad in Deutschland stark von dem sozialen Status

Fraglich inweweit Politik und Gesellschaft etwas dafür können wenn Jugendliche nicht zur Schule gehen. Unabhängig vom "sozialen Status" besteht Schulpflicht, diese sollte in den Familien in jedem Fall durchgesetzt werden.

Die Geiz ist Geil Mentalität wurde durch schlaue Marketingexperten iniziiert, in Marketing Hinsicht ein traumhafter Erfolg

Marketing, als Teil eines Unternehmens soll zu dessen Profitmaximierung beitragen - sinkende Preise und damit schwindende Margen tragen dazu nicht bei.
Leider lassen sich ohne aggressive Preispolitik heute oft keine Kunden mehr anlocken.

z.B. die Metro Gruppe wo zu Saturn und Media Markt gehört. Nicht anders bei den großen Lebensmittelketten

Ich persönlich meide diese Ketten und empfehle das auch allen die auf Arbeitnehmer Ausbeutung und Ellenbogen Gesellschaft schimpfen - gute Preise und Produkte gibts woanders auch.
 
Shader schrieb:
Diese Rechnung geht nicht ewig auf, angenommen jeder würde sich auf eine höhere qualifizierte Bildung stürzen, das Überangebot der schlauen Köpfe würde den Lohn der Hochqualifizierten drücken.
Der Beruf Koch bleibt unhonoriert, eine Friseurin bekommt weiterhin nicht viel.

Diese Entwicklung wäre nicht zu befürchten. Mehr Qualifizierung bedeutet nicht, dass nur noch Akademiker durch die Gegend rennen. Mehr Qualifizierung bedeutet, dass das Gesamtbildungsniveau im Durchschnitt steigen muss, da der Bedarf an Qualifikation eben steigt. Berufsgruppen mit geringem Qualifikationsbedarf werden quantitativ weniger. Schau Dir einfach Berufe an, die es zum Anfang des 20. Jahrhunderts noch gegeben hat, die jetzt allerdings nicht mehr gebraucht werden. Es werden auch weiterhin Frisörinnen und Köche gebraucht. Solange jedoch ein Überangebot von Arbeitskräften in den Niedriglohnsektoren vorhanden ist, wird die Bezahlung nicht besser. Bei Aldi ein Regal einräumen kann nunmal "jeder", ein Auto reparieren schon weniger, eine komplexe Software entwickeln noch weniger und im Bereich Quantencomputing zu forschen nur noch eine Hand voll.


Shader schrieb:
Außerdem hängt der Bildungsgrad in Deutschland stark von dem sozialen Status ab und Deutschland tut nicht viel um an der Selektion irgend etwas zu ändern oder zu verbessern.
Ausnahmen bestätigen die Regel, gilt natürlich auch hier.

Ach ja, das klassische Argument. Du hast Recht. Der Bildungsgrad hängt natürlich vom sozialen Status ab. Ursache ist allerdings nicht nur die gesellschaftliche Selektion sondern, im größeren Maße, das soziale Umfeld, die Erziehung und die individuelle Förderung eines Kindes.

Um das zu verdeutlichen ein Beispiel: Eltern ohne Berufsausbildung und Schulabschluss werden sich wohl etwas schwerer tun, ihre Zöglinge bei den Hausaufgaben zu unterstützen als Akademiker, die zumindest schonmal was davon gehört haben, dass die Erde keine Scheibe ist. Dabei ist es unerheblich, ob sie sich in Hartz IV befinden oder steinreich sind.
Natürlich erleichtert Geld den Bildungsweg, keine Frage. Ein Garant für gute Bildung ist aber vielmehr das Individuum und wie es geprägt wurde, als das finanzielle und gesellschaftliche Umfeld in Deutschland.
 
Zuletzt bearbeitet:
DugDanger schrieb:
der Arbeitsmart wandelt sich stetig. Heute gibt es Brufe, die gabs vor 40 Jahren noch nicht. Es wird also immer Möglichkeiten geben neue Berufswege zu gehen. Nicht alle "schlauen Köpfe" üben die gleiche Tätigkeit aus.

Stimmt schon aber nicht jeder wagt den Schritt gleich in eine neue Richtung zu gehen oder Deutschland zu verlassen und sein Glück wo anders (in der EU) zu versuchen.


DugDanger schrieb:
Fraglich inweweit Politik und Gesellschaft etwas dafür können wenn Jugendliche nicht zur Schule gehen. Unabhängig vom "sozialen Status" besteht Schulpflicht, diese sollte in den Familien in jedem Fall durchgesetzt werden.

Es gibt bestehende Gesetze und Vorschriften was zu tun ist wenn eine Familie ihre schulpflichtigen Kinder nicht in die Schule schickt oder das Kind sich ungewöhnlich auffallend oder resigniert zeigt. Doch wer passt auf, wie groß ist die personelle Ausstattung derjenigen die die Einhaltung der Schulpflicht überwachen sollen?
So fängt es schon dabei an, an Bildung und Erziehung weiter zu sparen und abzubauen das die Einhaltung der Gesetze und Vorschriften noch weniger kontrolliert werden kann. So wird es den einschlägigen Familien natürlich leichter gemacht ihr Kind in einem schwierigen sozialen Umfeld vor sich hin "vegetieren" zu lassen.
Für problematische Kinder, bzw. Kinder in niedrigen sozialen Umfeld gibt es auch Dinge wie Alternative Jugendzentren und andere Angebote, wo es Betreuer gibt die die Kinder dabei helfen sollen sie in eine bessere Spur zu bringen oder ihnen einfach zu helfen. Jugendzentren werden gerne genutzt, ebenfalls die Betreuungshilfe aber auch gerade dort sparen manch Kommunen und das ist gerade falsch.



DugDanger schrieb:
Marketing, als Teil eines Unternehmens soll zu dessen Profitmaximierung beitragen - sinkende Preise und damit schwindende Margen tragen dazu nicht bei.
Leider lassen sich ohne aggressive Preispolitik heute oft keine Kunden mehr anlocken.

Oh bei den großen Spielern hat meiner Meinung nach die "Geiz ist Geil" Mentalität bestens funktioniert. Ohne Zweifel leiden darunter die kleinen Händler, es wäre eigentlich die Aufgabe der Politik solche Schieflagen zu glätten. Das ist aber größtenteils das Letzte was gewollt ist, von bestimmten Seiten der Wirtschaft und auch von der Politik.


DugDanger schrieb:
Ich persönlich meide diese Ketten und empfehle das auch allen die auf Arbeitnehmer Ausbeutung und Ellenbogen Gesellschaft schimpfen - gute Preise und Produkte gibts woanders auch.

Stimme ich dir zu.
 
Zuletzt bearbeitet:
Doch wer passt auf, wie groß ist die personelle Ausstattung derjenigen die die Einhaltung der Schulpflicht überwachen sollen?

Eben, ich wollte darauf hinaus, dass innerhalb der Familien wieder mehr Verantwortung übernommen werden muss; für Kinder, Erziehung,geregelter Tagesablauf usw...
Damit die bestehenden staatlichen Angebote (Schule, Betreuung...) wahrgenommen werden. Zumindest teilweise ein gesellschaftliches Problem, wie ich finde; und die Gesellschaft sind wir alle, nicht die Regierung, die Opposition oder irgendein Verband.

es wäre eigentlich die Aufgabe der Politik solche Schieflagen zu glätten

Wäre es das? Nicht das mir diese großen Konzerne passen - obwohl man auch hier differenzieren muss - nur welche Wirtschaftsordnung ist das dann? eine Marktwirtschaft?
 
Zum Schulwesen:
Klar wir haben Probleme im Schulwesen, z. b. müsste es tlw. einfacher sein, den Eltern ihre Kinder wegzunehmen, wenn diese nicht zur Schule gehen und die Eltern dies unterstützen, bzw. nichts dagegen unternehmen. Allerdings ist dies schwierig abzuwegen, ob es überforderung der Eltern ist oder ob diese nichts dagegen tun wollen.

Zu viele hochqualfizierte:
Würde es zu viele hochqualizierte geben, könnte man einfach niedrigqualifzierte Arbeiter importieren, denn es gibt kein Land wo es zu viele hochqualizierte Menschen gibt. Klar gibt es einzelfälle, wo ein hochqualizierter in seinem Gebiet, in seinem Ort keine Arbeit findet.
 
kannst du mir mal verraten was das alles mit hartz4 zu tun haben soll?
 
Vom Kieler Institut für Wirtschaftsforschung wurde ein Vorschlag in die Hartz4-Debatte eingebracht, der darauf abzielen soll, den Abstand zwischen Empfängerfamilien und Familien mit Alleinverdienern zu vergrößern. Demnach soll das Kindergeld auf Sozialgeldhöhe angehoben werden. Sozialgeld ist die Leistung, die unter 15-jährige bekommen, deren Eltern Leistungsempfänger sind. Es ist gestaffelt auf 215 Euro für 0 bis 6-jährige und 251 Euro für 7 bis 14-jährige. Das Kindergeld liegt zur Zeit bei 184 Euro für die ersten beiden Kinder, bei mehr Nachwuchs steigt es leicht an und soll auf pauschale 251 Euro angehoben werden.

Für mich klingt das auf den ersten Blick nach einer der besseren Ideen, wobei das Urteil des Bundesverfassungsgerichts nächste Woche diese Idee wieder relativieren könnte. Und das Armutsproblem, von dem viele Hartz4-Kinder schuldlos betroffen sind, löst es auch nicht.

Eigentlich ist es doch so, dass man keine Kinder in die Welt setzen sollte, wenn das Einkommen nicht ausreicht, um den Lebensunterhalt aus eigenen Kräften sicherzustellen. Nur weil man sich auf Unterstützung des Sozialstaats verlassen kann, können sich z.B. langzeitarbeitslose Pärchen ein Kind nach dem anderen machen, und, da diese ja irgendwie versorgt werden müssen, durch die Transferleistungen eine anscheinende Schieflage im Vergleich zu Familien, die von einem Erwerbstätigen unterhalten werden, herstellen.

Das ist der eigentliche Fehler meiner Meinung. Nur lässt sich dagegen aufgrund der demographischen Situation und den fallenden Geburtenzahlen in Deutschland nur schwer argumentieren. Eine ziemlich verfahrene Situation...
 
Exar_Kun schrieb:
Eigentlich ist es doch so, dass man keine Kinder in die Welt setzen sollte, wenn das Einkommen nicht ausreicht, um den Lebensunterhalt aus eigenen Kräften sicherzustellen. Nur weil man sich auf Unterstützung des Sozialstaats verlassen kann, können sich z.B. langzeitarbeitslose Pärchen ein Kind nach dem anderen machen, und, da diese ja irgendwie versorgt werden müssen, durch die Transferleistungen eine anscheinende Schieflage im Vergleich zu Familien, die von einem Erwerbstätigen unterhalten werden, herstellen.

Das ist der eigentliche Fehler meiner Meinung. Nur lässt sich dagegen aufgrund der demographischen Situation und den fallenden Geburtenzahlen in Deutschland nur schwer argumentieren. Eine ziemlich verfahrene Situation...

Um es einfach zu sagen Menschen die keine changse haben mehr zu verdienen aus welchen Gründen auch immer, dürfen keine Kinder in die Welt setzen. Hört sich so nach NWO und Eugenik an. Setzen wir doch noch einen drauf und sagen glei Behinderte und Sozial schwache bringen dem Staat nichts, kosten nur Geld und sind eine gefahr für weiters Wirtschaftswachstum weil sie sich ja vermehren können, also brauchen wir eine Lösung für dieses Problem. Tut mir leid aber diese Meinung hatten andere auch schon, sowas ist nicht akzeptabel! Anstatt den Menschen zu verbieten Kinder zu bekommen sollte man lieber mal die wirklichen Probleme angehen, wobei die meisten Problem künstlicher Natur sind und so gewollt, um bestimmte Dinge auf dieser Welt durch zu setzen. Die Wurzel der Probleme sind die Menschen die sie verursachen und damit sind nicht die armen oder behinderten gemeint die Hartz4 bekommen, sondern die, die Hartz4 z.B. zum leben erweckt haben.
 
Exar_Kun schrieb:
Eigentlich ist es doch so, dass man keine Kinder in die Welt setzen sollte, wenn das Einkommen nicht ausreicht, um den Lebensunterhalt aus eigenen Kräften sicherzustellen.

Gegen diese Idee sprechen viele Punkte.


Jetzt mal ganz ehrlich. Ist das ein Wunschtraum von Dir ? Stell Dir mal vor, wir würden Familienplanung als Zwang einführen, während die Geburtenrate in Deutschland rückläufig ist. Wer will das durchsetzen ? Wie willst Du es bestrafen ? Willst Du den Embryo im Bauch einer unerlaubt schwanger gewordenen Frau töten lassen ? Würdest Du selber Hand anlegen, wenn sich keiner findet ?
Was könnten wir im besten Fall damit erreichen ? Arbeitslosigkeit kann heute jeden treffen. Was ist denn mit denjenigen, welche ein Stall voll Kinder produziert haben, als es ihnen finanziell noch gut ging ?
Es ist bei Weitem genug Nahrung für alle vorhanden. Manche ertrinkenin in ihrem Vermögen - andere verhungern.


Als Indikator für Wohlstand und Reichtum ist Vermögen eher noch wichtiger als das Einkommen.
Die Vermögen, besonders die Geldvermögen, sind allerdings sehr ungleich verteilt.
Während im Jahr 2003 die unteren 50 % aller Haushalte zusammen 3,8 % des Gesamtvermögens besaßen, verfügten die oberen 10 % der Haushalte über 46,8 % des privaten Vermögens in Deutschland.
1998 lag dieses Verhältnis noch bei 3,9 zu 44,4 %.

Quelle



Nur weil man sich auf Unterstützung des Sozialstaats verlassen kann, können sich z.B. langzeitarbeitslose Pärchen ein Kind nach dem anderen machen, und, da diese ja irgendwie versorgt werden müssen, durch die Transferleistungen eine anscheinende Schieflage im Vergleich zu Familien, die von einem Erwerbstätigen unterhalten werden, herstellen.
Du denkst in schwarz / weiß. Was heute noch Gültigkeit hat, mag sich morgen bereits geändert haben.
Deine Theorie würde nur greifen, wenn alles so bleiben würde wie es ist. Das Leben ist aber stetigen Veränderungen unterworfen.

Deine Forderung ist in vielen hinsichten nicht haltbar.
Weder ethisch noch moralsich.


Das ist der eigentliche Fehler meiner Meinung.
Du lehnst Dich mit dieser Behauptung sehr weit aus dem Fenster.
Du hast unsere wirklichen Probleme noch nicht verstanden.


Eine ziemlich verfahrene Situation...
Nicht wirklich.
Die Probleme sind unter den aufmerksamen Beobachtern bekannt.
Die logischen konsequenzen bleiben aus, wegen Interessenskonflikte.
Die Situation in der wir uns heute befinden, wird zu Gunsten der Wohlhabenden künstlich am Leben erhalten.

Eine Gesellschaft, in der jeder zufrieden leben kann, ist möglich.
Das bedingt jedoch eingreifende Regulierungen z.Bsp. unsers Geldwertsystems, womit die reichsten und einflußreichsten Menschen überhauptnicht einverstanden sind.
Geld wurde als Tauschmittel erfunden, und nicht um Zinsen zu produzieren. Um das zu verstehen, muß man sich mit der Materie auseinandersetzen.

Das Wort, welches ich oben in "bold" hervorgehoben habe, ist unser Schlüsselproblem.

Und deswegen leben wir im Status Quo.



Edit: hier ein interessanter Videoclip zu diesem Thema. Siehe auch die anderen Videoclips des Uploaders.

YouTube _ Ausschnitt aus Maischberger
 
Zuletzt bearbeitet:
Cov schrieb:
Gegen diese Idee sprechen viele Punkte.

Jetzt mal ganz ehrlich. Ist das ein Wunschtraum von Dir ? Stell Dir mal vor, wir würden Familienplanung als Zwang einführen, während die Geburtenrate in Deutschland rückläufig ist. Wer will das durchsetzen ? Wie willst Du es bestrafen ? Willst Du den Embryo im Bauch einer unerlaubt schwanger gewordenen Frau töten lassen ? Würdest Du selber Hand anlegen, wenn sich keiner findet ?

Naja, umzusetzen ist so eine Idee natürlich nicht, obwohl der gesunde Menschenverstand schon mitteilen sollte, dass ein Hartz IV- Umfeld nicht unbedingt eine gute Basis ist, um Kinder in die Welt zu setzen. Eigenartiger Weise ist die Geburtenrate in der "Unterschicht" höher, als in Mittel bzw. Oberschicht. Ich frage mich weshalb das so ist, wenn doch die Grundbedürfnisse, laut vieler Foristen, nicht durch das ALG II gedeckt werden können. Hier passt etwas nicht zusammen.

Ich frage mich weiterhin, weshalb alle Leute so panisch auf die sinkende Geburtenrate in Deutschland reagieren. Was ist schlecht daran, bei Millionen von Arbeitslosen und einer ständig wachsenden Weltbevölkerung?

MFG
 
das hat weniger mit dem hartz4 Satz zu tun, sondern mit dem Kindergeld. Wenn hartz4 nicht reicht, werden gerne Kinder gezeugt, um somit auch Kindergeld zu beanspruchen. Das geld geht dann allerdings nur in den seltenen Fällen fürs Kind drauf, sondern für die Eltern, die sich damit ein schönes Leben machen können
 
e-ding schrieb:
Ich frage mich weshalb das so ist, wenn doch die Grundbedürfnisse, laut vieler Foristen, nicht durch das ALG II gedeckt werden können. Hier passt etwas nicht zusammen.
Mich würde in diesem Zusammenhang eine Studie interessieren, was die betroffenen denn so für Gründe angeben.
Dazu muß geklärt werden, ob es wirklich die Verantwortungslosigkeit gibt, die wir hier anprangern.
Nicht alle schwangeren Frauen wollen absichtlich Mütter werden, und nicht alle Umstände von Hartz IV Empfänger sind gleich.
Einige sind auf sich gestellt - andere erfahren mehr oder weniger umfangreiche Unterstützung von Verwandten.
Einige sind überschuldet - andere haben angespartes und / oder angesammelten Wohlstand aus der Zeit, als es ihnen noch besser ging.

Ich könnte noch viele andere Punkte aufführen, welche man in Erwägung ziehen muß.
Das ist kein gesellschaftliches Problem, welches man pauschal lösen kann.


CyberdyneSystem schrieb:
@ CyberdyneSystem

Hier, der kleine Videoclip ist für Dich: YouTube

Erwachsene Bezieher von Hartz IV bekommen das Kindergeld vom Regelsatz wieder abgezogen, weil es als Einkommen angesehen wird.
Labern ist doch so viel einfacher als denken, nicht wahr ?
 
Was willst du denn jetzt von mir? Dann ist diese Regelung aber neu, denn früher hat dies fast jeder gemacht^^. Also schön aufpassen was du von dir gibst, mit deinen Äußerungen

Edit:

Wenn Eltern für Ihr minderjähriges Kind Kindergeld beziehen so wird dieses dem Kind als Einkommen angerechnet. Also Regelsatz - Kindergeld = Auszahlbetrag.
Wenn das kind volljährig ist wird das Kindergeld den Eltern oder dem Elternteil als Einkommen angerechnet. Das Kindergeld kann aber auch an das volljährige Kind gezahlt werden, wenn es nicht mehr im Haushalt der Eltern wohnt.

Es ist daher so, wenn die Kinder noch minderjährig sind, wird nicht den Eltern das Kindergeld als Einkommen angerechnet, sondern den Kindern.
 
Zuletzt bearbeitet:
e-ding schrieb:
Eigenartiger Weise ist die Geburtenrate in der "Unterschicht" höher, als in Mittel bzw. Oberschicht. Ich frage mich weshalb das so ist, wenn doch die Grundbedürfnisse, laut vieler Foristen, nicht durch das ALG II gedeckt werden können. Hier passt etwas nicht zusammen.

MFG

Es könnte sein das sich einige junge Frauen, die in Hartz IV abgerutscht sind, sich ein Kind angeschafft haben um sich aus den "Disziplinarmaßnahmen" herauszuwinden, den Bewerbungsschwachsinn und anderem zu entziehen - schließlich haben Sie dann Verantwortung für ein Kind und können nicht mehr nach x-belieben herumgeschubst werden.
Belegen kann man dies jedoch nur schwer.


CyberdyneSystem schrieb:
das hat weniger mit dem hartz4 Satz zu tun, sondern mit dem Kindergeld. Wenn hartz4 nicht reicht, werden gerne Kinder gezeugt, um somit auch Kindergeld zu beanspruchen. Das geld geht dann allerdings nur in den seltenen Fällen fürs Kind drauf, sondern für die Eltern, die sich damit ein schönes Leben machen können

:rolleyes:
Da kennt sich einer ja richtig gut aus ... aber mal nebenbei, Kindergeld wird bei Hartz IV als Einkommen betrachtet und wird komplett, also zu 100%, vom Regelsatz abgezogen!
Für eine Hartz IV Familie ist Kinder- als auch Elterngeld absolut irrelevant, die haben genau NICHTS mehr in der Tasche.
 
Wenn dies nicht so ist, dann frage ich mich, warum gerade hier in Berlin, viele Hartz4 Empfänger mit mind 4Kinder an der Hand zum Job Center rennen. Es muss also eine Möglichkeit geben, die "Gesetzte" zu umgehen. Ich kenne Persönlich auch eine Familie, die mittlerweile das 3te Kind erwartet trotz Hartz 4. Und genug zum zurücklegen ist auch noch vorhanden. Ob das nun kindergeld heißt, oder anders keine Ahnung, es scheint jedoch eine Möglichkeit zu geben. Anders kann ich es mir nicht erklären
 
@CyberdyneSystem
Dann liegt die Ursache doch eher beim "Hartz-IV nicht reicht" oder Armut als beim "Kindergeld verprassen".
Jeder Besser- und Nochbesserverdiener bekommt ohne wenn und aber das Kindergeld aufgedrängt, selbst wenn er diese (für ihn) "Peanuts" gar nicht bräuchte.
Nachvollziehbar, dass er diese dann viel eher und ausschließlich seinem auch ansonsten bestens versorgtem Kind spendiert, als jemand, dessen Grundeinkommen schon kaum reicht, sich und die Familie angemessen zu versorgen UND wo das Kindergeld ungerechter weise angerechnet wird, diejenigen also kaum bis gar nix davon haben.

Weiterhin werden diejenigen, welche Ihr Einkommen (zb. Sozialgeld) schon immer verprasst haben und damit nicht umgehen können, auch beim Kindergeld keinen Stop machen und es als normale Zusatzeinnahme betrachten. Auch beim späteren möglichen Lohn muss sich da nicht ändern.
Allerdings ziehen sich Alhoholprobleme durch alle Schichten. Nur fällt es dort aufgrund allgemein besserer finanzieller Situation weniger auf.

Daher bin ich eher für Sachleistungen, statt Geldleistungen. Kostenloses Schulessen, Schulbedarf, Freizeitmöglichkeiten und Verkehrsmittel für Kinder.
Bargeld für Familien und Kinder stattdessen deutlich reduzieren und einkommensbezogen verteilen. Und vor allem endlich nciht mehr auf Hartz-IV anrechen, genauso wenig wie die Ferienverdienste der Sprösslinge.

e-ding schrieb:
Ich frage mich weiterhin, weshalb alle Leute so panisch auf die sinkende Geburtenrate in Deutschland reagieren. Was ist schlecht daran, bei Millionen von Arbeitslosen und einer ständig wachsenden Weltbevölkerung?

Eigentlich nichts. Der Haken ist, bei unserem derzeitigen Sozialsystem beißt sich die Katze in den Schwanz.
Die Kinder brauchen wir auch für derzeitiges Kranken- und Rentensystem, doch das idealerweise nur, wenn sie zuvor möglichst ausreichend einzahlen.
Diese liegen aber leider bis dahin zunehmend den Sozialsystemen mangels lebensunterhaltsichernder Einkommensmöglichkeit aufgrund gescheiterter Wirtschafts-, Arbeitsmarkt,- Familien- und Bildungspolitik, quasi auf der Tasche und tun dies höchstwahrscheinlich auch im Alter weiter.
Optimaler wäre natürlich alle hätten Top-Jobs und würden fett ins Steuersäckel einzahlen. Das ist aber Utopie.

e-ding schrieb:
Eigenartiger Weise ist die Geburtenrate in der "Unterschicht" höher, als in Mittel bzw. Oberschicht. Ich frage mich weshalb das so ist...

Ich vermute, es liegt neben mehr Freizeit auch an mangelnden Entfaltungsmöglichkeiten und Karriereperspektiven der Eltern. Zudem geben Kinder Hoffnung. Allerdings sind auch Verhütungsmittel nicht ganz günstig. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Da stimme ich dir zu Relict. Wie ich auch schon des öfteren hier geschrieben habe, muss der Satz Hartz4 Erhöht werden. Auch sollte nichts angerechnet werden wenn es um Kinder geht. Allerdings fällt mir gerade hier in Berlin das extrem auf, wie viele Hartz4 Empfänger immer mehr Kinder bekommen, und dennoch schaffen ,in Ihrem Heimatland ihr Haus aufzubauen. Es scheint fast so, als würde es Möglichkeiten geben, gerade auf Kosten von kindern die Geldbörse auf zu halten.

Und genau da muss ein Stop her! Nur wie man das erreicht, wüsste ich jetzt auch nicht. Nur ist mir genau das extrem aufgefallen, und der Ehrliche Hartz4 Empfänger mit Kindern hat nichts in der Tasche
 
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