Hartz4 besserstellung

@CyberdyneSystem
Wobei diese Migrantenschichten teils auch in anderen Konstellationen leben, in Großfamilien und mit ihrem gewohnt niedrigem Lebensstandard zudem hier trotzdem mehr haben als in ihrem Heimatland. Da bleibt einfach mehr am Ende über. Dies sollte aber kein verallgemeinernder Maßstab für hier lebende sein. Auch 2 Hartz-IV Empfänger kommen besser weg, als einer.

Und um nochmal auf das Anrechnen des Kindergeldes und der Ferienarbeit selbiger zu kommen.
WAS genau unterscheidet denn den Staat nun von denjenigen, die das Kindergeld versaufen?
Den Kindern (gerade die es am dringendsten benötigten) wird es am Ende doch so oder so vorenthalten.
Das ist schon eine ziemlich heuchlerische Debatte.
Und in Sachen Ehrlichkeit: Die zahlt sich leider in unserem System nicht aus, wird eher noch bestraft.
 
CyberdyneSystem schrieb:
Da stimme ich dir zu Relict. Wie ich auch schon des öfteren hier geschrieben habe, muss der Satz Hartz4 Erhöht werden. Auch sollte nichts angerechnet werden wenn es um Kinder geht. Allerdings fällt mir gerade hier in Berlin das extrem auf, wie viele Hartz4 Empfänger immer mehr Kinder bekommen, und dennoch schaffen ,in Ihrem Heimatland ihr Haus aufzubauen. Es scheint fast so, als würde es Möglichkeiten geben, gerade auf Kosten von kindern die Geldbörse auf zu halten.

Und genau da muss ein Stop her! Nur wie man das erreicht, wüsste ich jetzt auch nicht. Nur ist mir genau das extrem aufgefallen, und der Ehrliche Hartz4 Empfänger mit Kindern hat nichts in der Tasche

Man sollte sich mal Fragen warum das so ist und warum Menschen das tun, sich durch Kinder zu bereichern. Warum ist das Verhalten so, was löst es aus. Jeder Mensch der hier arbeitet und sich in seinem Land ein Haus käuft macht es richtig und nutz nur die Changsen die ihm gegeben sind. Jeder Deutsche der hier arbeitet würde es genau so machen wenn er die Changse hätte, nur bezahlt man hier halt mehr für ein Haus als in manch anderen Ländern. Es ist nicht der Hartz4 oder Ausländer das Problem hier, sondern die Leute die uns in diese Situation bringen, daran solltet ihr mal denken. Wenn ich durch Gesetzte den billiglohn Sektor bestärke und dadurch immer mehr Leute weniger verdienen und ausgeben, wenn ich durch Gesetzte den Handel mit wertlosen Aktien stärke usw und dadurch langsam
alles zusammenbricht, brauche ich mich nicht wundern wenn es immer schlimmer wird. Hartz4 empfänger sind hier nicht die schuldigen sondern die Opfer. Wie ihr es auch wendet Hartz4 muss weg und bezahlte arbeit her.
 
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Ich schimpfe keinesfalls auf die Hartz4 Empfänger!Jeder kann in diese Lage Rutschen. Einige wundern sich auch warum Schwarzarbeit immer mehr zunimmt. Für mich ist die Sache eindeutig. Wenn ich Hartz4 beziehen sollte, und nicht weiß, wie ich meine Familie ernähren soll, bleibt mir leider in der heutigen zeit nichts anderes übrig, außer mir eine Nebentätigkeit zu suchen, die mir nicht angerechnet werden kann.

Leider wird es heute aber auch als Normal hingestellt, das jemand in einem Niedriglohn Sektor Arbeitet. Sicherlich ist es auf einer art Lobenswert, wenn der oder diejenige Person sich somit dem Hartz4 Satz entzieht, aber auf der anderen Seite, wer solche Jobs im Niedriglohn Sektor annimmt, stärkt diesen Sektor nur noch mehr, und wird als Normal hingestellt. Und somit fangen erst die ganzen Diskussionen um Hartz4 Kürzungen an.

Ich bin mir auch ziemlich sicher, das demnächst sogar dies eintreffen wird

PS: Mal ganz ehrlich. Wenn ich in ein anderes Land ziehe, und ich auf Kosten des Staates Geld erhalte, dann werde ich sicherlich nicht ein Haus in Deutschland errichten. Dies sollte unterbunden werden! Und sollte der Staat dies heraus bekommen, sollte man dieser Person auch sofort die Leistung Streichen. Ich wette, dann würden so langsam die Kassen wieder gefüllt werden
 
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@cov
wenn du ein paar seiten weiter vorne mitgelesen hättest, dann wüsstest du, dass ich eigentlich eine andere meinung vertrete als du mir unterstellst und ich die agenda 2010 auch schon mehr als nur einmal als umverteilungsmechanismus von unten nach oben bezeichnet habe. mein letzter beitrag bezog sich auf die vergleiche zwischen dem einkommen eines erwerbstätigen und der transferleistung einer sechsköpfigen familie, die in letzter zeit häufig durch die medien geistern und z.B. von der springerpresse oder der faz aufgegriffen werden, um die regelsätze als ausreichend oder gar zu hoch darzustellen.

ich bin übrigens auch der meinung, dass man nur dinge machen sollte, die man sich auch leisten kann. dass das bezogen auf kinderwünsche im deutschland des 21. jahrhunderts provokant erscheint und auch angesichts vieler gründe nicht ganz passend ist, ist mir klar.
 
Exar_Kun schrieb:
ich bin übrigens auch der meinung, dass man nur dinge machen sollte, die man sich auch leisten kann. dass das bezogen auf kinderwünsche im deutschland des 21. jahrhunderts provokant erscheint und auch angesichts vieler gründe nicht ganz passend ist, ist mir klar.

Im ersten Moment scheint das auch logisch, aber das dies so gewollt ist darfst du nicht vergessen, es gibt Menschen auf der Welt die uns einfach hier nicht haben wollen. http://infokrieg.tv/clinton_eugenik_2009_04_30.html
 
achso, nur am rande @ shader

einen mindesbetrag elterngeld bekommt unabhängig vom einkommen jeder, d.h. auch hartz4-empfänger. 300 euro bleiben davon monatlich anrechungsfrei und stehen zur freien verfügung.
 
Na dann habe ich ja doch recht :D
Wie sieht denn der Mindestbetrag von Elterngeld (hieß das schon immer so? :D) aus bei einem Hartz4 Empfänger? Zudem auch die Frage, wird Elterngeld pro Kind bezahlt, oder spielt es keine Rolle ob jemand ein oder 5Kinder hat?
 
Hab ich nicht im Kopf, ich glaube 340 Euro für 12+2 Monate bekommt man mindestens, und davon bleiben 300 Euro anrechnungsfrei beim ALG2.
 
Danke dir :). Dann wird genau da auf kosten von kindern abgezockt. Dies würde jedenfalls erklären warum immer mehr Hartz4 Empfänger Kinder bekommen, und dann im saus und braus leben. Wenn ich mir jetzt noch vorstelle, das man 300€uro Pro Kind bekommt?....:eek:
 
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Naja, das Geld verbraucht ja das kind. Unterschätz das mal nicht, was da für Kosten anfallen.
 
Exar_Kun schrieb:
ich bin übrigens auch der meinung, dass man nur dinge machen sollte, die man sich auch leisten kann.
Das ist sicher richtig. Aber es ist nicht nur eine Frage des Könnens, sondern auch des Wollens.
JEDER kann sich einen Mercedes leisten, für viele allerdings nur, wenn sie auch bereit sind, darin zu leben. ^^

Und es ist ja nun nicht so, dass die ärmere Schicht bei uns nun heckt wie die Karnickel.
Diese Zeiten sind schon lange vorbei, gut einige Migranten haben da noch andere gewohnte Ansichten und Vorstellungen.
Jetzt nix gegen Migranten, aber es ist nun mal so.
Aber ein solches Kind ist eben dennoch mehr als kein Kind bei vielen Akademikern und Besserverdienern.

In einem ordentlichen sozialen System sollte total unwesentlich sein, woher ein Kind stammt und welches Elternhaus es hat.
Das Kind kann schließlich nichts dafür und es könnte gleich gut zur Gesellschaft beitragen. Denn es wird nicht dumm geboren, sondern maximal gemacht.

Umso mehr sollte man jedes noch in diesem Lande gemachte Kind entsprechend würdigen und gleichermaßen fördern, so als wäre es eben auch eines der immer rarer werdenden Akademikerkinder.
Dann haben alle was davon, sogar die Kinderlosen.
Dem ist aktuell leider nicht so, ganz und gar das Gegenteil. Haste was, wirste was. Und dann wundert man sich tatsächlich auch noch? :rolleyes:


Elterngeld ist kein wirklich zweckdienlicher Anreiz mehr Kinder zu zeugen. Und auch wieder nur lapidar Bargeld zum Fraß vorgeworfen, um sich vor dem Finanzieren und Lösen der eigentlichen Probleme und Verantwortung zu drücken.

Mit mehr grundlegenden Sicherheiten schon vor der Geburt und auch für die gesamte Zeit danach, wie zb. ausreichenden und kostenlosen Kita-Plätzen, reformierten Bildungssystem und kostenlosen Nachhilfeunterricht würde man in die bessere Richtung fahren. Und das tatsächlich nachhaltig, neben den oben schon erwähnten Vorschlägen.
Kinder in die Welt setzen und die Eltern dafür befristet und im Gießkannenprinzip mit Almosen zu ködern ist weder Kunst noch Lösung.
 
Naja, ein Kleinkind benötigt nicht viel. Das weiß ich von meinem Kumpel. 300€uro sind jedenfalls ausreichend, wenn man dem oder der kleinen nicht vollstopft mit Kuscheltiere :)

Das Geld soll auch für das Kind sein, das ist auch richtig, und wichtig, aber leider glaube ich, das dies die wenigsten machen. Und wenn dies jetzt Pro Kind 300€uro sind? dann sind das ja schon bei 2 Kinder..? Oder wird einmalig 300€uro gezahlt egal wie viele kinder man hat?

Edit:

ausreichenden und kostenlosen Kita-Plätzen, reformierten Bildungssystem und kostenlosen Nachhilfeunterricht würde man in die bessere Richtung fahren
genau so sehe ich das auch
 
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Ein Kind bis 6 Jahren bekommt 215 Euro Regelsatz und das ist sehr wenig, finde ich, denn es wächst ja ständig aus seinen Sachen raus. Von Babyernährung habe ich keine Ahnung, aber das kostet sicherlich auch nicht gerade wenig, wenn man das "gesunde" Biozeug kauft.
Das Elterngeld ist eigentlich auch nicht dafür gedacht das Kind zu versorgen, sondern soll ein Anreiz für Eltern (besonders für gut verdienende) sein, sich für Nachwuchs zu entscheiden und dafür im Beruf vorrübergehend kürzer zu treten. Anscheinend hat das nicht so gut funktioniert.
 
Ups hatte mich beim Elterngeld vertan, danke für den Hinweis.

@CyberdyneSystem
Suchmaschinen sind schwer zu bedienen? ^^

Ein kurzes Suchen und schon weiß man, dass das Elterngeld pro Kind gilt.
Bei einer Laufzeit von etwa 1 Jahr pro Kind, heckt man 5 Kinder ist es bei weitem keine sinvolle Rechnung, wer anders denkt, lässt wahrscheinlich seine Kinder verkümmern denn so oder so sind Kinder ein teures Unterfangen, in den frühesten Lebensjahren sind sie noch relativ günstig.
Das teuerste für Kinder sind nicht die Lebensmittel, nein, sondern die Klamotten.
Das groteske ist nämlich das ein Baby oder Kinderschuh, Hosen, T-Shirt ect. genau so viel kostet wie eine XXL Klamotte für einen Erwachsenen - nicht vergessen das Kinder die Eigenart zu haben zu wachsen. Es kann also in einem Jahr vorkommen die Sachen komplett austauschen zu müssen weil das Kind schon wieder in die Höhe geschossen ist. Um mal eine Kostenstelle genannt zu haben.
Da neue Kinder-Klamotten eh so teuer sind kaufen sich Menschen in ärmeren Sozialverhältnissen diese nicht im Kinderladen sondern überwiegend aus zweiter Hand, oder bekommen es überlassen von jemanden anderen in der Familie. Bei meiner sind sogar noch Kleidungsstücke aus der DDR im Umlauf.
Da Baby/Kinder-Klamotten schnell ausgestauscht werden, ist aus zweiter Hand auch brauchbar.
 
Die Berechnung vom Elterngeld ist etwas komplexer. Hier kann man es nachlesen. Als Faustformel kann man sagen 2/3 des letzten Nettogehalts, maximal aber 1800 Euro. Bei sinkendem Gehalt verändert sich die Formel, wer nichts verdient, bekommt afaik 340 Euro. Davon bleiben 300 anrechnungsfrei. Man bekommt es monatlich pro Kind für 12 Monate und kann es um 2 Monate verlängern.
 
Das Elterngeld ersetzt seit 2009 das Erziehungsgeld.
Es ist ja nett, dass nun auch ein Akademiker-Elternteil darauf eher Anspruch hat und somit einen zeitlich begrenzten Lohnausgleich bekommt. Allerdings kostet ein Kind auch nach der maximal 14 monatigen Zahlung Geld und Zeit, und das garantiert nicht weniger. Davon ab, dass die berufliche und finanzielle Zukunft nach diesem Ausfall-Zeitraum noch lange nicht gesichert ist.
Gerade vor der Geburt arbeitslose Alleinerziehende haben schon mal keinen Anspruch auf die beiden zusätzlichen Partnermonate, bekommen also maximal 12 Monate Elterngeld.
Es ist ein Anfang, aber gerade für die besserverdienenden und karriereorientierten nun kein triftiger Anreiz sich für ein oder mehr Kinder zu entscheiden und gegen die Karriere.

Ein wirklicher Anreiz, und davon bin ich überzeugt, wäre Sicherheit, Sicherheit Sicherheit über die gesamte Zeit der Kindeserziehung. Und das auf die derzeitigen Lebenswirklichkeiten und Arbeitssituationen ausgelegt.
Da ist vor allem auch der Staat vermehrt gefragt. Den Versuch, die Verantwortung und Erziehungszeit verstärkt auf die Eltern abzuschieben, kann man ja durchaus als gescheitert betrachten.

Warum gab es denn in der DDR proportional mehr Kinder? Sicher nicht weil die Eltern mehr Zeit und Geld hatten oder weil das Wirtschaftssystem so intakt war. Im Gegenteil, das damals gezahlte Kindergeld reichte anfangs gerade mal für 1 paar neue Schuhe und danach musste man auch noch teils lange suchen bzw. anstehen. ;) (ca. 20 DDR-Mark in den 70ern, und in den 80ern 50,-)

Nein, der Staat hat sich grundsätzlich mehr in die Familien-, Erziehungs-, und Bildungspolitik eingebracht und das nicht nur aus negativen ideologischen Gründen oder durch großzügige Bargeldausschüttungen. Da gab es auch nur 1 Babyjahr, danach gabs allerdings ausreichend kostenlose Krippen- und Kindergartenplätze. Schulessen und Schulbedarf war deutlich vergünstigt und subventioniert, genauso wie Freizeitmöglichkeiten.

Kinder werden in unseren Breiten hemmungsloser gemacht, wenn die Gegenwart stabil ist und ein Kind keine größeren Risiken und Einschränkungen darstellt, sowie die Zukunft für alle Beteiligten weitestgehend gesichert und perspektivisch überschaubar ist. Und dies gerade in der Mittelschicht. Das viele noch an den alten Denkweisen, Wertvorstellungen und Traditionen krampfhaft festhalten, kann man ja gut an der aktuellen Lage sehen, wohin das letztendlich geführt hat.
 
Das Bundesverfassungsgericht urteilt morgen zu den Hartz IV-Regelsätzen von Kindern und Erwachsenen!

TV-Tip PHOENIX (Dienstag 09. Februar)
Ab 09.55 Uhr THEMA. Hartz IV Live das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Existenzminimum
10.30 Konsequenzen aus dem Karlsruher Urteil Interviews und Reportagen zu Hartz IV
 
Ja ich bin auch schon gespannt was dabei herauskommen wird.
Aber im Grunde schlimm genug wenn soziale Belange vor dem Bundesverfassungsgericht verhandelt werden müssen, weil unsere Politiker seit Hartz IV nicht gewollt waren von sich aus und der Kritik an Hartz IV Verbesserungen anzuregen.

Aktuell auf etwas interessantes bei FR-Online gelandet, wo es die übersetzte Rede des Oberstaatsanwaltes der Anti-Mafia-Direktion Palermo's über Organisiertes Verbrechen - die Kriminalität im 3. Jahrtausend spricht.
Also jemand direkt vom Fach, der wohl täglich mit (Wirtschafts)-Mafia zu tun hat.

Mal ein paar Auszüge:
Das Ende des Kalten Krieges und der Mauerfall haben nicht den erhofften weltweiten Triumph der Demokratie zur Folge gehabt, sondern im Gegenteil die Welt als Makrosystem ins Ungleichgewicht gebracht. Es sind riesige rechtsfreie Räume entstanden, in denen starke Kräfte auf legale und illegale Weise den Zustand der Anarchie für ihre Interessen ausnutzten. Das Resultat ist, dass die Wirtschaft der Politik den Rang abgelaufen hat. Deshalb sind weltweit Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Gefahr. Es hat sich eine legal operierende Wirtschaft herausgebildet, die sich aller Regulierung entzieht. Einige Ökonomen nennen sie "Schurkenwirtschaft". Man feiert den Triumph des globalen Kapitalismus, an dem die Mafia und das internationale Verbrechen entscheidenden Anteil nehmen.
[...]
Neue Regulierungen, die angekündigt wurden, um die Ausgabe der Gelder zu rechtfertigen und die öffentliche Meinung zu beschwichtigen, sind nie in Kraft getreten. Auch daran sieht man die Machtlosigkeit der Politik gegenüber der Wirtschaft und die Umkehrung der Rangfolge.
[...]
Das Angebot an Arbeitskraft ist exponentiell angestiegen, wodurch die Preise auf dem legalen Arbeitsmarkt gefallen sind. Das schwächt die Verhandlungsposition der Arbeiterklasse und Mittelschicht in den westlichen Ländern. Die Konzerne bedienen sich natürlich gerne der neuen billigen Arbeitskräfte. Um Kosten zu sparen, verlegen sie die Produktion ins Ausland (Offshoring) oder übertragen sie an andere Firmen (Outsourcing). Jetzt bekommen Arbeiter in den Westländern plötzlich niedrigere Löhne, müssen mehr arbeiten und sich mit Zeitarbeit arrangieren und dürfen dann hoffen, dass die Betriebe ihre Produktion nicht in Länder verlagern, wo Arbeitskräfte billiger sind, weil dort keine gesetzlichen Regelungen existieren, die Mindestlöhne garantieren und die Rechte von Arbeitern schützen.
[...]
Kurz gesagt, der Kampf gegen das internationale organisierte Verbrechen ist nicht nur ein Kampf gegen eine kleine Gruppe von zwielichtigen Unterweltgestalten, sondern vor allem auch ein Kampf gegen zahlreiche unsichtbare Feinde von Demokratie und Gesetz, die über die verschiedenen Länder verteilt sind. Sie agieren nicht nur in den schwachen Demokratien Osteuropas oder in den neuen Wirtschaftsmächten; man findet sie auch inmitten der etablierten westlichen Demokratien, wo sie in den Führungspositionen der Wirtschaft sitzen - in den Büros der Hochfinanz und der Großkonzerne. Sie sind daran interessiert, die staatliche Macht immer mehr zu reduzieren, und sabotieren die Anstrengungen, die Politik und Rechtsstaatlichkeit auf globaler Ebene zu stärken.
[...]
Der Machtverlust der Politik gegenüber der Wirtschaft, der unkontrollierte Machtzuwachs der privaten Akteure gegenüber der Machteinbuße des Staates, die Gefahr einer versteckten Abhängigkeit des Staates von den Anforderungen des Marktes und seiner Akteure - das sind die Faktoren, denen das organisierte Verbrechen seine wachsende Macht verdankt.

Die Mafia in der globalen Welt - Schurkenwirtschaft
Man brauch sich nur teilweise das Etat von Lobbying anschauen, wen wunderts das z.B. in der USA der Finanzsektor der stärkste Lobbying-Motor war - größer als die Waffenlobby, in einem waffengierigen Land. Aktuell dazu ein Artikel: Wie Lobbyisten zur Krise beigetragen haben
Bei dieser ganzen Interessenpolitik (Käuflichkeit), blinder Liberalisierung und weniger Staat stehen Sozialleistungen, Transparenz, Demokratie und soziale Gerechtigkeit an letzter Stelle. So kommt es halt vor das Sozialleistungen für Kinder unbedeutend sind und schließlich das Bundesverfassungsgericht darüber entscheiden muss weil die von uns Bürgern gewählten Politiker unfähig sind oder es einfach nicht wollen und ablehnen das sie eigentlich von uns gewählt wurden und dementsprechend Verantwortung und einem Auftrag geg. den Bundesbürgern obliegen.

Was ua. getan werden sollte spricht der Oberstaatsanwalt auch an.
 
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Interessenpolitik (Käuflichkeit)

Interessenpolitik heißt erst mal nur, dass bestimmte Interessen politisch umgesetzt werden sollen.
Beim Atomausstieg handelt es sich beispielsweise um "grüne" Interessenpolitik, wenn mehr Kitas gebaut werden oder das Kindergeld erhöht wird, dann ist das die Umsetzung von "Famililien Interessenpolitik".

Das zieht sich wie ein roter Faden durch all deine Posts. Jeder Begriff ist bei dir total eingefärbt. Du kannst keine Sachlage neutral betrachten, Vor - und Nachteile anführen.
Das wäre aber grundlegend für eine Diskussion mit Leuten die eine andere Meinung haben; du stößt hier, falls du es noch nicht gemerkt hast, auch gar nicht auf Wiederspruch, wie auch, bei den festgefahrenen Definitionen. Das Beispiel oben stellt nur mal einen kleinen Denkansatz dar.
 
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