Hessen: Endlich sachlicher Umgang mit den Linken ?

chriwi schrieb:

Was denn? Die NPD ist doch im gleichem Maße rechtsstaatlich und demokratisch wie die Linke, oder etwa nicht? ;)



chriwi schrieb:

Sehe ich anders. Es gibt keine eindeutige Distanzierung zum Thema Wiederaufnahme von Egon Krenz. Er kritisiert zwar die Art und Weise der ehemaligen innerdeutschen Grenze, legitimiert sie allerdings im nächsten Satz wieder. Auch beim Thema "Unrechtsstaat" weicht er aus und flüchtet sich in juristische Argumentationen, ohne Position zu beziehen.

@CDU

Jupp, sehe ich auch so.

MFG
 
Prom07 schrieb:
Ohne groß darauf eingehen zu wollen, denke ich doch dass diese Toten eher der Hamas als der israelischen Armee "angerechnet" werden können
Dann dürften einige Mörder nicht verurteilt werden, weil sie eine so schwere Kindheit hatten. Man kann sich natürlich alle schön reden, aber du hast recht es gehört nicht in den Thread.

e-ding schrieb:
Was denn? Die NPD ist doch im gleichem Maße rechtsstaatlich und demokratisch wie die Linke, oder etwa nicht? ;)
Erwischt ;).

e-ding schrieb:
Sehe ich anders. Es gibt keine eindeutige Distanzierung zum Thema Wiederaufnahme von Egon Krenz. Er kritisiert zwar die Art und Weise der ehemaligen innerdeutschen Grenze, legitimiert sie allerdings im nächsten Satz wieder. Auch beim Thema "Unrechtsstaat" weicht er aus und flüchtet sich in juristische Argumentationen, ohne Position zu beziehen.
Er legitimiert die Grenze aus Sicht der DDR. In Isreal bauen sie auch gerade eine Mauer zum Schutz vor den Palästinensern. Die DDR baute die Mauer um ihre Bevölkerung zu halten. In Cuba wird das durch rigide Ausreisebestimmungen gehandhabt (da ist ja schließlich Meer drum). Es gibt und gab einige Länder die die Abwanderung von Fachkräften vermeiden wollen. Es ist der falsche Weg ganz klar. Aber aus Sicht der DDR völlig nachvollziehbar.
 
Zuletzt bearbeitet:
chriwi schrieb:
Er legitimiert die Grenze aus Sicht der DDR. In Isreal bauen sie auch gerade eine Mauer zum Schutz vor den Palästinensern. Die DDR baute die Mauer um ihre Bevölkerung zu halten. In Cuba wird das durch rigide Ausreisebestimmungen gehandhabt
Der Vergleich zwischen der Mauer in Israel und der SBZ ist absolut unangemessen. In Israel dient sie zum Schutz vor illegaler Einwanderung, nicht als Ausreisehindernis. Darüber hinaus konnten Palästinenser erfolgreich vor israelischen Gerichten gegen den Verlauf der Mauer klagen, welche dann korrigiert werden musste.

Dass die Vergangenheit der DDR immer mehr, vorallem von der Linkspartei, verharmlost wird konnte man schon bei der Beerdigung von Markus Wolf sehen:
Treue, Ehre und Idealismus des Dunkelmanns beschwor Linkspartei-Chef Bisky, als die Urne neben Wolfs Bruder Konrad in die Erde gesenkt wurde.
Quelle
 
SBZ. ja klasse. auch nix gelernt. nur, ohne die mauer hätten SBZ und WBZ und die jeweiligen vrerbündeten früher oder später mal nur so zum spaß aufeinander geschossen.

und die deutsche vergangenheit von vor 1945 wird in teilen der aktuellen deutschen bundesrebuplik auch mehr als verharmlost.

kopfschüttel.
 
Einhörnchen schrieb:
Der Vergleich zwischen der Mauer in Israel und der SBZ ist absolut unangemessen. In Israel dient sie zum Schutz vor illegaler Einwanderung, nicht als Ausreisehindernis.
Dann können also die Palästinenser einfach Ausreisen? Der Vergleich ist absolut nicht unangemessen. In der DDR wurde die Mauer auch damit Argumentiert die eigene Bevölkerung zu schützen. Nun will Isreal sicher nicht die eigene Bevölkerung einsperren, aber die eines anderen Volkes. Das macht es in meinen Augen nicht besser und wirkt nicht wirklich deeskalierend. Will man diese Endlosschleife durchbrechen müssen Kompromisse gemacht werden. Wenn Isreal bei einem Bombenattentat ganz Gaza niederbombt, brauch es sich nicht zu wundern das wieder Bomben in den Städten explodieren. Beide Seiten sind Schuld daran. Unschuldig sind nur diejenigen die leiden müssen und das sind die Zivilisten in beiden Ländern.

Aber Isreal steht besonders in der Pflicht, denn warum wird die Siedlungspolitik nicht geändert? Das sind offene Provokationen, welche sich vermeiden lassen. Ohne das Veto der USA im Sicherheitsrat würde Israel auch nicht so freizügig mit den Kriegen umgehen.


Einhörnchen schrieb:
Dass die Vergangenheit der DDR immer mehr, vorallem von der Linkspartei, verharmlost wird konnte man schon bei der Beerdigung von Markus Wolf sehen:
Ich gebe zu, dass die Geschichte leider viel zu oft verharmlost wird. Aber nicht nur von der Linkspartei. Man braucht nur die Ostalgie Shows im Fernsehen zu betrachten.
 
hal9000 schrieb:
und die deutsche vergangenheit von vor 1945 wird in teilen der aktuellen deutschen bundesrebuplik auch mehr als verharmlost.
Äh nein? Wir haben bei uns auf der Schule soviel Nazi-Zeit durchgenommen, dass ich mich in geschichte praktisch an nichts anderes erinnern kann... außer in der Mittelstufe, da gabs mal so schöne Sachen wie französische Revolution, Oktober und Novemberrevolution usw. Das war sogar so extrem einseitig, dass ich erst nach der Schule über Kriegsverbrechen wie Dresdner Feuersturm usw. durch die Alliierten erfahren habe.

Dein Post ist aber klasse, insbesondere der erste Teil mit der Mauer. Zeigt wunderbar, wie Anhänger der Linken solche Dinge schönreden...
 
hal9000 schrieb:
und die deutsche vergangenheit von vor 1945 wird in teilen der aktuellen deutschen bundesrebuplik auch mehr als verharmlost.

kopfschüttel.

Wie kommst Du denn darauf? Hast Du in Deutschland eigentlich den Geschichtsunterricht genossen?
Man hat das Gefühl, die deutsche Geschichte besteht nur aus diesen 12 Jahren. Die deutsche Gesellschaft hat, was diese Epoche angeht, eine Übersensibilität entwickelt, die mich meinen Kopf schütteln lässt.

Eine solche Aufarbeitung wäre für die Geschichte der DDR wünschenswert, wenn ich mir hier so einige Kommentare durchlese.

MFG
 
Kommt bitte wieder von der geschichtlichen (Nicht-)Aufarbeitung des Dritten Reiches weg, das hat hier mit dem Thema herzlich wenig zu tun. ;)
 
chriwi schrieb:
Dann können also die Palästinenser einfach Ausreisen?
Können Sie das nicht? Soweit ich weiß bestehen nur Einreisebeschränkungen nach Israel.
 
Zurück zur Linkspartei =)

Kann man eine Partei wählen, die noch nicht mal ein Parteiprogramm hat und statt dessen mit einigen "programmatischen Eckpunkten" rumeiert?

ich zitiere mal ein paar dieser programmatischen Eckpunkte aus der Wikipedia

Durch Verschärfung der Kartellgesetzgebung will die Partei private wirtschaftliche Macht dezentralisieren und weiter aufteilen. Im Gegenzug sollen Genossenschaften und andere Formen solidarischer Ökonomie gefördert werden.

Außerdem setzt sich Die Linke für eine bedarfsorientierte und „repressionsfreie“ soziale Grundsicherung ein, die von Armut bedrohte Menschen beanspruchen dürfen sollen. Der Zwang zur Arbeitsaufnahme wird hingegen abgelehnt.

Die Partei fordert den Austritt Deutschlands aus Militärbündnissen wie der NATO und strebt die Ächtung von Krieg und Militär an.

Auch die neuere politische Entwicklung in Venezuela und Bolivien wird grundsätzlich begrüßt.[23]
 
Und, was ist an diesem Programm schlecht? Bis auf Punkt 2 bin ich auch absolut dafür.
Nach dem Jahrzehnt der Politik der Wirtschaft nur im Interesse der Arbeitgeber, wäre es endlich an der Zeit die Interessen der Arbeitnehmer zu stärken.
Ausserdem lieber sowas als:
- Überwachungswahn
- in die Hose gegangene Gesundheits"reform"
- Internetzensur
- EU: Lissabonvertrag aka. Erächtigungsgesetzt
- Verlagerung der Arbeitslosigkeit: anstatt von einen Arbeitslosen haben wir zur Zeit
einen Leiharbeiter, einen Niedriglohn Arbeiter und einen 1 Euro Jobber.
- Verschwendung von Steuergeldern in 11 stelligen Beträgen
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich würde das besorgnis erregend finden wenn eine Partei im Sinn hat Deutschland international zu isolieren - Besonders in Zeiten in denen wir starke militärische Bündnispartner nötiger haben denn je.

Um kurz deine Punkte anzusprechen:

Beim Überwachungs"wahn" haben wir natürlich ein Dilemma - Wie weit darf man die Freiheit des Einzelnen einschränken um die Gemeinschaft zu schützen? Hier so extrem zu pauschalisieren wie du es tust, halte ich für überschnell.

Internetzensur: Was sollte daran falsch sein, wenn z.B. pädophile Inhalte nicht mehr einsehbar sind?

- Verlagerugn von Arbeitslosigkeit: Wenigstens etwas, das hätte LINKS bestimmt nicht besser hinbekommen- eher sogar schlechter wenn man sich ansieht dass die Linkspartei bewusst konjunkturfeindliche Ansichten vertritt (ich sage nur mal Flughafenausbau)

Nach dem Jahrzehnt der Politik der Wirtschaft nur im Interesse der Arbeitgeber, wäre es endlich an der Zeit die Interessen der Arbeitnehmer zu stärken

Woran belegen Sie das?

Erächtigungsgesetzt
<--? Und jetzt noch mal verständlich?

Es wäre wohl naiv zu glauben, dass die Linke sich den Schutz aller Arbeiter auf die Fahne schrieben würde, wenn sie tatsächlich Regierungsmacht hätte - Sie sollten außerdem bedenken, dass es gesunde und etragsstarke unternehmen braucht um überhaupt irgendjemanden zu beschäftigen ;-)

Was meine Meinung angeht: Ich bin über diese ideologischen Eckpfeiler eher entsetzt...
 
Interessand finde ich, wie hier von Anhängern der Linkspartei die politischen Zustände in der DDR verharmlost werden (eigentlich könnten sie ja auch einfach sagen das war leider so und man hat daraus gelernt) und gleichzeitig aktuelle Missstände, die jedoch immer noch der Kontrolle eines freiheitlichen und demokratischen Staats unterliegen (man sieht das daran ganz gut, wieviele Gesetze von Karlsruhe gekippt werden) angeprangert werden.
 
Es scheint wicht22 gar nicht um eine sachliche Diskussionsführung oder um Argumente zu gehen. Jedenfalls erwecken die von ihm verwendeten Begriffe bei mir diesen Eindruck.

http://de.wikipedia.org/wiki/Zensur_(Informationskontrolle)
http://de.wikipedia.org/wiki/Ermächtigungsgesetz

Kein Wort vom verfassungsrechtlich geschützten Fernmeldegeheimnis. Keine Rede davon, dass z. B. die Vorratsdatenspeicherung der Strafverfolgung bzw. der Gefahrenabwehr dienen soll. Stattdessen wird für die Bewertung des EU-Reformsvertrages gleich die Nazi-Keule geschwungen.

Das ist abgrundtief peinlich.
 
Ja, das ist schon eine verdrehte Sicht.
Es findet kaum eine Distanzierung von dem System der ehemaligen DDR statt. Relativierungen sind an der Tagesordnung.

Im selben Atemzug werden Überwachungswahn, Zensur und Zwang zur Arbeit verteufelt aber der DDR Sozialismus relativiert.
Na was denn nun?

Wer Geschichtsrevisionismus auf diesem Niveau betreibt, darf von mir auch keinen sachlichen Umgang erwarten.

MFG

edit:
@wicht22
Mein Kommentar bezog sich nicht ausschließlich auf Dich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wo hab ich denn den Zwang zur Arbeit relativiert oder verteufelt? Mir gings nur darum, dass die Menschen
für ihre Arbeit gerecht entlohnt werden, was bei sinkenden Reallöhnen nicht der Fall sein kann.
Zu anderen Punkten schreibe ich später.
 
Na dann warte ich gespannt =)
 
@wicht22
es kann keine "gerechte" entlohnung der arbeit geben solange das system unserer gesellschaft darauf angewiesen ist, dass unternehmen/arbeitgeber mit dem was sie tun gewinne erwirtschaften.
sobald ein arbeiter oder arbeitnehmer ein festes gehalt bekommt, er aber mit und durch seine arbeit hilft mehrwert zu produzieren, ab diesem moment herrscht bereits sowas wie ungerechtigkeit/ausbeutung oder sonstwas in der richtung.
das problem ist: würden die arbeitnehmer mehr geld bekommen und zwar soviel mehr, dass das unternehmen keinen gewinn mehr macht (denn gerecht bedeutet ja erstmal, dass keiner einen vorteil oder ein Mehr gegenüber dem anderen hat), so geht das unternehmen pleite und die arbeitnehmer landen unter der brücke.
du musst also deinen begriff von "gerechtigkeit" schon differenzieren.
meinst du einen moralisch aufgeladenen begriff von "gerechtigkeit" oder meinst du einen objektiv notwendigen (mit dem kapitalismus notwendig einhergehenden) begriff von "gerechtigkeit"?
wenn du den ersteren meinst: empörung hilft da wenig, das system ist auf objektive ausbeutung angewiesen.
wenn du den zweiten meinst: dann müsstest du wissen, dass "gerechte entlohnung" ein widerspruch in sich ist.
es gibt de facto keine entlohnung die gerecht ist, denn entlohnung basiert per se (an sich) darauf, dass auf einer seite einer ist der gewinne erwirtschaften muss, und auf der anderen seite einer steht, der mit seiner arbeitskraft dafür herhält.
dieses verhältniss ist für beide seiten ein zwangsverhältniss (zwang in dem sinne, dass beide seiten so handeln müssen damit beide nicht zugrunde gehen) und hat mit moral oder empörung nichts zu tun bzw. diese kategorien sind da fehl am platz.
 
Zuletzt bearbeitet:
@th3o

Gibt es überhaupt objektive Gerechtigkeit?
Gerechtigkeit bedeutet nicht Gleichheit aber Gleichbehandlung.

Natürlich erwirtschaften AN einen Mehrwert, der Ihnen nicht überlassen werden kann. Ohne AG bestände im Gegenzug aber auch keine Möglichkeit einen Mehrwert zu produzieren.
Du hast Recht wenn Du sagst, dass es sich dabei um ein gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis handelt. Zwang sehe ich nicht. Weiter gedacht handelt es sich dabei aber auch um ein Nutzenverhältnis zwischen AG und AN.

Arbeitskraft ist erst einmal potenziell. Diese umzusetzen macht i.d.R. das Vorhandensein eines Rahmens notwendig. Diesen Rahmen bieten AG. Als Kompensation für die Bereitstellung der Möglichkeit, Mehrwert zu produzieren, wird dieser teilweise eingefordert. Ist diese Kompensation nun ungerecht?

Ungerechte Bezahlung ist daher subjektiv. Der Wert meiner Arbeitskraft richtet sich nach meinen Möglichkeiten, Mehrwert zu erwirtschaften. Bin ich gut ausgebildeter und seltener Spezialist, bin ich ökonomisch "wertvoller", als einer von vielen Fleißbandarbeitern.

Unterschiedliche Einkommen sind das Ergebnis von Nutzenunterschieden bei Arbeitskräften.
Aus ökonomischer Sicht, sind diese Unterschiede damit gerecht.



@chriwi
Wie wäre es denn mit einem meiner Nachbarn?

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,611487,00.html

MFG
 
nur gut, das uns die kommunisten regelmäßig vorgeführt werden. besonders im jahr 20 des mauerfalls. da wissen wir endlich, in welch elenden land wir leben mußten. wie schön, das die "anderen" unbefleckt und das leuchtende vorbild sind.

wie sagte bundesminister kinckel (was macht der eigentlich jetzt?) 1991 vor dem deutschen richtertag? -"Ich baue auf die deutsche Justiz. Es muss gelingen,
das SED-Regime zu delegitimieren..."- und dieser satz zieht sich wie ein roter oder besser schwarzer bis brauner faden durch politik, medien und die köpfe. in regelmäßigen abständen muß es dem wahlvolk wieder eingetrichtert werden, das ddr pfui ist. denn ddr = sed. das linke pfui sind. denn linke = ddr = sed. sozusagen ewiggestrige. die, die nicht gelernt haben und nicht lernen wollen.

ja, immer mit dem finger auf die anderen zeigen und von diesen die revision ihrer eigenen geschichte fordern und ggf. sich für diese entschuldigen. und blos nicht vor der eigenen haustür kehren und im eigenen sumpf wühlen. http://www.gelsenzentrum.de/deutsche_nazi_karrieren.htm
 
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