Olympische Spiele 2008 in China boykottieren?

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Was heißt Rückgrat zeigen, die Boykotte von Los Angeles und Moskau haben nichts gebracht, warum soll das jetzt anders sein?

Aus Sicht der Sportler, die sich jahrelang auf Olympia vorbereiten ist ein Boykott nicht akzeptabel.

Das heißt ja nicht zwangsläufig das man deshalb die Politik Chinas gutheißen muss.

Ich denke der Sport sollte im Vordergrund stehen.
 
Natürlich sollte der Sport im Vordergrund stehen.
Doch leider wurde und wird Olympia immer wieder für politischen Sachen missbraucht.
Es gab wohl bisher noch kein unpolitisches Olympia.


Ein Boykott hat nur dann eine Wirkung, wenn alle den Spielen fern bleiben würden.
Nur wird dieser unwahrscheinliche Fall nicht eintreten.

Es wird leider alles so bleiben, wie es ist und der Lauf der Dinge wird weiter gehen.
Tibet kommt nicht frei oder erhält eine Autonomie, Taiwan und China mögen sich immer noch nicht so sehr und sind dennoch wirtschaftl. voneinander abhängig und der Rest der Welt wird weiterhin mit chin. Biliggütern überschwemmt.
Es wird alles beim Alten bleiben.

Z.Zt. wird nur eine einmalige Chance genutzt, um auf gewisse Probleme aufmerksam zu machen.
Etwas besseres hätte der tibet. Bewegung nicht passieren können.
Es gibt jetzt ein Druckmittel auf Peking. Und das wird genutzt; mehr oder weniger.
Wie es aussieht eher weniger.
Es verpufft einfach an Pekings Haltung zu den Dingen.

Ende des Jahres wird alles wieder verflogen sein.
 
Natürlich kann und sollte die Gelegenheit genutzt werden auf die bestehenden Probleme hinzuweisen, dass ändert aber nichts daran dass diese durch einen Boykott der Spiele nicht zu lösen sind.
 
Wenn genügend mitmachen würden... ...vielleicht.
Aber so kann ich dir nur zu stimmen.
 
-oSi- schrieb:
Doch leider wurde und wird Olympia immer wieder für politischen Sachen missbraucht.

Das meinte ich ja. Denn
Bei all dem sollte man nicht vergessen, dass die Planung für die Protestaktionen im Vorfeld der Olympischen Spiele im Mai 2007 auf einem Kongress der Exiltibeter in Brüssel koordiniert wurde...

wo Wolfgang Gerhard sagte
Unsere Zeit ist jetzt gekommen – besonders wegen der Olympischen Spiele im nächsten Jahr.

Ich behaupte mal, dass es ohne die jüngsten Unruhen in der Region niemals zu einer derartigen Diskussion in der Öffentlichkeit um einen Boykott gekommen wäre. Das wissen auch diejenigen Tibeter, die dafür verantwortlich sind. Die Spiele sind in meinen Augen eine der letzten Chancen aufzubegehren, bevor der Anteil der Tibetaner in Tibet innerhalb der nächsten Jahre weiter stark schrumpft und das Problem bald keines mehr ist, weil in Tibet dann fast nur noch Han-Chinesen leben werden.
 
Gelöscht durch den Autor aufgrund persönlicher Diffamierung und öffentlichen Anprangerung durch HappyMutant.
 
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wen interessiert eigentlich heutzutage noch die olympiade?.... ernstgemeinte frage, denn mir persönlich geht sie schon ziemlich am allerwertesten vorbei, samt protestaktionen und allem pipapo
 
Natan schrieb:
Und bezüglich all diesen bigotten "dann kauft nichts von China" Meinungsäußerungen hier: zumindest ich für mich persönlich kann es mir auf die Fahne schreiben, daß 95% nmeiner Güter nichts mit China zu tun haben. DIe letzten 5% waren unvermeidlich und sind marginaler Natur..

Das halte ich für eine gewagte Aussage für eine globalisierte Welt, in der kaum noch nachvollziehbar ist, aus welchen Einzelteilen ein Produkt besteht.
 
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So einfach ist das nun auch wieder nicht.
Hersteller können "Made in China" oder "Made in sonst-wo" raufschreiben.
Sie müssen es nicht zwangsläufig.
Es kommt mehr aus China, als man denkt.

Eine Wirtschaftsmacht sind sie leider schon.
Und ob es durch einen Boykott geschwächt wird, steht in den Sternen.

Olympia wird vorübergehen.
Die Welt braucht bzw. will weiterhin billig Ware/Billigware haben.
Das zählt leider viel mehr. Leider.

Mit Olympia, den Sportlern, den Protesten und den Tibetern wird ein "perverses Spielchen" getrieben.

Es wird abgewogen, was wichtiger ist.
Sind uns unsere günstigen Konsumgüter wichtiger oder unterdrückte Minderheiten ?

Vom Grundsatz her, dürften wir bei unserer Einstellung nicht mehr viel kaufen können, wenn es darum ginge, jede Diktatur zu boykottieren.
 
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Gelöscht durch den Autor aufgrund persönlicher Diffamierung und öffentlichen Anprangerung durch HappyMutant.
 
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Statements wie: "Ich kaufe meine Produkte ganz überwiegend hier oder dort" sind in der globalisierten Welt kaum noch überzeugend. Ralf Hoppe hat das im Spiegel sehr schön am Beispiel der sog. "Weltzahnbürste" demonstriert. Ein kleines Gerät, dessen Einzelbestandteile in zehn verschiedenen Ländern produziert werden. Am Schluss klebt Philips zwar ein Etikett drauf. Aber was sagt das noch aus?

http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=43163673&top=SPIEGEL


P.S.:
Nun passt mein Beitrag zwar inhaltlich überhaupt nicht mehr. Aber da mein letzter Gesprächspartner das Werkzeug der Selbstzensur für diesen Thread gewählt hat, steht einer sachlichen Diskussion wohl nun nichts mehr im Wege.
 
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Gelöscht durch den Autor aufgrund persönlicher Diffamierung und öffentlichen Anprangerung durch HappyMutant. <-- kann mir das mal jemand in Bezug auf Natan erklären bitte?
 
Was willste da erklärt haben? Der Satz sagt alles! Besonders, wenn man Natan in der Mitgliederliste sucht.
 
Nochmal, wir besprechen das nicht öffentlich und sicherlich nicht hier im Thread. Wenn jemand genaueres wissen will, der kann mich per PM fragen. Ich beiße nicht. Natan hat diesen Weg unnötigerweise gewählt, was ich bedauere, so habe auch ich ihn nicht eingeschätzt. Leider habe ich sein Treiben erst entdeckt und beenden können, nachdem er hier alles kaputt gemacht hat.

Der einzige Grund warum die Beiträge hier nicht versenkt wurde, dass man so immerhin sehen kann, das auf einen Beitrag geantwortet wurde, der nicht mehr sichtbar ist. Wenn diese jetzt auch abhanden kommen, dann trägt das meiner Meinung nach noch mehr zur Verwirrung bei.

Und nun bitte, bitte: back to topic.
 
mhh ich denk das politische protestaktionen mit einer disqualifikation belohnt werden.(Symbolband am Handgelenk)
Yvonne Bönisch schrieb:
Ich werde Zeichen setzen und nicht an der Eröffnungsfeier teilnehmen
was für ein Zeichen... man kann nur hoffen das andere Sportler noch mitziehen damits wirklich ein Zeichen wird.
 
@keshkau: Ich frage mich, was das Fernbleiben von der Eröffnungsfeier bewirken soll. Das bemerkt doch niemand.
 
Das ist wie bei einer Demo: Wenn nur einer demonstriert, merkt das niemand.

Wenn nur eine Peson der Eröffnungsfeier fernbleibt, interessiert das auch niemanden. Aber irgendwer muss ja den Anfang machen. Erst wenn dieses Beispiel im großen Stil nachgeahmt wird, macht es Sinn.

Man stelle sich eine Eröffnungsfeier vor, bei der 50 Staaten nicht mitmachen. So etwas kann auch mit TV-Zensur nicht wieder hinbiegen.
 
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