e-ding
Commander
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keshkau schrieb:In diesem Punkt hat die chinesische Regierung ganz klar eine Bringschuld, die sie bisher nicht eingelöst hat.
Das mag aus unserer Sicht ricntig sein, aus der chinesischen ist es das nicht.
Die kommunistische Partei handelt nicht aufgrund kultureller Besonderheiten, sondern ganz prakmatisch, wie Du schon geschrieben hast.
Für China ist es wichtig, das eigene, sehr heterogene Volk zusammenzuhalten. Das Gesicht der eigenen Bevölkerung gegenüber ist dabei wichtiger als das Ansehen ausserhalb. Hier gilt es einen Spagat zu vollziehen der, ganz offenkundig, nicht so einfach ist.
China verändert sich so rasant. Das wirtschaftliche Wachstum ist dabei nur eine Facette.
Die demographische Entwicklung, wirklich ernste Umweltprbleme, eine problematische Entwicklung des Gesundheits- und Rentensystems, eine extreme Einkommensspreizung, ein noch unterentwickeltes Hochschulsystem usw. machen es schwer, das Land zu kontrollieren.
Nicht zu vergessen, China ist keine Ein-Mann-Diktatur. Das war sie unter Mao. Nun ist es eine Diktatur einer Ideologie mit der kommunistischen Partei an der Spitze. Personen sind hier schnell austauschbar.
Das Thema Tibet oder anders gesagt: "Überraschung,-China ist ein totalitärer Staat", wurde hier schon zur Genüge diskutiert.
Die KOntrolle ausländischer Korrespondenten ist Teil des Umgangs Chinas mit der Presse. Was sich nicht steuern lässt, wird kontrolliert. Dabei hat die Fehlberichterstattung der "freien" Presse ihnen erstklassig in die Hände gespielt.
Diesen Umgang gab es vor den olympischen Spielen. Es wird ihn auch während und nach den Spielen so geben. Alles andere zu Glauben wäre naiv.
MFG