@ Arakash
Es ist doch logisch, dass ich eine neue Partei, die sich mit einem einzigen Thema in der Öffentlichkeit gezeigt hatte, auch zu allen anderen Themen durchleuchten muss. Schließlich kann, sollte diese Partei umglaublicherweise an die Macht gelangen, sie ja nicht sagen "erstmal kümmern wir uns um unser Kernthema, der Rest muss warten, da haben wir keine Meinung dazu und auch keine Ahnung davon".
Aber genau das pranger ich an. Anstatt die Macht zu verteilen, holt sich jede Partei ihre "Experten" die dann die ganze Zeit nur dampf plaudern, zu jedem Thema ihren Senf loslassen, aber nichts sagen. Kein Inhalt, keine Auseinandersetzung mit dem Thema. Sie MÜSSEN ja zu allem eine Antwort haben, immerhin sollen sie als Partei dann das GESAMTE THEMENGEBIET der BRD eingrenzen.
Den zweiten Teil verstehe ich nicht. Zu einem Themengebiet wählen? Also wenn Partei A zum Thema Gesundheit meinen Vorstellungen entspricht gebe ich ihr Entscheidungsgewalt in diesen Fragen, Partei B entspricht meiner Meinung zur Arbeitspolitik, also sollen die hier herrschen? Oder wie hast du das gedacht? Am Ende habe ich im schlimmsten Fall 50 Themen und 50 Parteien die jede in ihrem Bereich regiert? Gibts dann noch Debatten? Gibts dann noch eine Opposition? Wird dann noch abgestimmt?
Das ist doch noch viel simpler. Ich habe ein Thema: Renten. Jetzt gibt es verschiedene Parteien, welche verschiedene Meinungen dazu haben. Die teilen sie mit. Beispiel: CDU will Renten privat von jedem erwirtschaften lassen. Die Linke will Einheitsrenten. Jetzt wird die Linke von der Mehrheit beim Thema: Renten gewäht. Nun sind
alle Parteien verpflichtet, beim Thema "Renten", sofern sie bei dem Thema aufgestellt sind, die Meinung des VOLKES zu vertreten. Sie müssen also mit der Linken zusammenarbeiten und ein Konzept zur Erreichung der Einheitsrenten ausarbeiten, auch wenn sie einen ganz anderen Standpunkt haben. Denn es geht nicht um die Macht der Parteien, es geht um die Macht der Menschen.
Ich persönlich wähle lieber eine der großen, als dass ich Gefahr laufe am Ende 30 Kleinparteien im Bundestag zu haben, deren Koalitionsverhandlungen länger dauern, als die Zeit bis zur nächsten Wahl. Sieht man ja immer wieder bei anderen Ländern. Mehrere Kleinparteien schließen sich zusammen um regieren zu dürfen und am Ende sind sie sich bei gar nichts einig. Gut, das schaffen inzwischen auch unsere Großen, aber das Risiko ist dann doch wesentlich geringer. Hier habe ich einfach eine 50/50 Chance das zu bekommen was ich wollte.
Du hast hier nur die Wahl der Partei, du wählst aber kein bisschen des Parteienprogramms, sondern einzig und allein, wer über dich und alle anderen im Land entscheidet. Und derjenige schert sich einen Kehrricht, was er gestern gesagt hat. In meinem Fall ist er VERPFLICHTET, nach seinen eigenen Aussagen zu handeln, und alle müssen mitziehen.
@Andy8891
Deine "Fachleute" können aber eben auch Fachidioten sein. Die Parteien sind doch schon aufgestellt, die Gehälter werden bezahlt, die Parteien haben Mitglieder. Warum das Rad neu erfinden? Die werden auch noch zusätzlich durch ihre Mitglieder finanziert.
@ Benni90
Die Ausarbeitung gehört an Leute, die Ahnung davon haben. Der große Pulk an Menschen hat aber keine Ahnung. Der kann die Richtung vorgeben und los gehts. Die NPD ist völlig indiskutabel. Deren Ziele dürften doch mittlerweile bekannt sein.
@Godde
Was aber letztlich nur an der Machtbündelung liegt. Wenn die Macht verteilter wäre, gäbe es gar nicht solche Zustände, denn das Ganze wäre viel flexibler. Den Menschen angepasst, und nicht andersrum den Menschen knechtend. Es ist also gar nicht das Gesamte zu ändern, sondern nur ein paar kleine Bereiche, schon hat man eine riesige Menge an Ungerechtigkeit/Ungleichheit eliminiert. Hat man gute Ausgangssituationen, kann man wiederum investieren. Kann man investieren, kann man vergrößern. Bekommt man,was man will. So wird letztlich die Macht des Landes, aber auch der Menschen im Land erweitert. Aber nicht einiger weniger, sondern generell erst einmal allen. Wenn es dann, ZUSÄTZLICH noch ein paar Reiche gibt, na warum nicht? Solange jeder Andere gut versorgt ist, kann einem ein Multimillionär doch völlig egal sein.
Was aber gemacht wird, ist die Zahl der Multimillionäre anheben (natürlich um einen kleinen Teil, man darf die Macht ja nicht verschenken) und gleichzeitig werden die kleinen klein gehalten. Die füttern dann die Multimillionäre. Es sollte einleuchten, dass das nicht die Mehrheit in Deutschland ist.
Und dennoch, die Deutschen wählen immer noch die Falschen, anstatt das Wagnis einzugehen einmal eine völlig andere Richtung einzuschlagen. Sie sind noch nicht aufgerüttelt genug. Von WEM auch? Wer sollte das machen? Die Piratenpartei? Die Linke? Die AfD? Man gucke sich die Medien an, und was mit denen passiert ist. Was ist mit Pegida passiert? Und jetzt wieder zu der Frage, was soll der Bürger tun? Demonstrieren? Das hilft NULL. Macht kann man nicht mit keiner Macht begegnen.