Ich kann direkt den wählen der z.B. Dein Beispiel Einheitsrente durchzieht. Jetzt muss ich, um den Richtigen zu wählen, auch wissen und verstehen wie die das denn erreichen und finanzieren wollen. Muss mich also in die Materie selbst eingraben und da das kaum möglich ist (zumindest für Otto Normalbürger) dann doch wieder den blumigen Formulierungen der Partei glauben.
Stopp, das machst du ja jetzt auch schon. Also kein Nachteil bisher.
Denn ich kann auch sagen "Ferraris für alle" um gewählt zu werden, hätte aber keinen Schimmer wie ich das finanzieren soll.
Klar ist es bisher auch schon nötig mich mit den Themen genauer zu befassen bevor ich wähle, aber egal welches Konzept, am Ende sind es wieder die besten Wahlwerbungen, die die Masse allgemein (oder nach deiner Methode zu speziellen Fragen) zum Kreuzmachen bei A oder B bewegen.
Das ist richtig. Wie sollte ich auch in ein paar Sätzen zusammenfassen, wie man es im Detail besser machen soll? Die Abwägbarkeit und Finanzierung müsste ja schon vorher stattgefunden haben. Es wird doch keine Partei sagen: Ferraris für alle ; wenn noch nicht ausgearbeitet ist, wie das funktionieren soll. Mal von dem Beispiel abgesehen, ich bezweifel, ob dieses Thema ein Thema wären, welches für einen Wahlkampf oben stehen würde. Ich denke da schon eher an ges. Sozialversicherung, Steuern, Wirtschaft, Umwelt, Energie etc. etc. Aber wie du schreibst, man müsste die Parteien auch dafür dranbekommen, wenn sie etwas versprechen, was nicht haltbar ist.
Ein weiteres Problem wird bei deinem Konzept sein, dass sich dann alle die Rosinen rauspicken und die Themen einfach weglassen, die derzeit nicht zu lösen sind. Rente, Arbeitslosigkeit, Gesundheit, Familie etc. Wer will sich daran denn dann noch die Finger verbrennen, wenn er nicht mehr muss?
Die von dir gezeigten Probleme werden wohl mit Sicherheit von Parteien angegangen. Man bedenke: Eine Partei muss nun nicht mehr für 50 Themen (aus der Luft gegriffene Zahl) Leute aufstellen, auch gar nicht erst so groß sein, sondern kann sich auf spezielle Punkte konzentrieren. Somit ist es möglich, dass das, was die "Großen" weglassen, dann von kleinen Parteien angegangen wird. Und das viel effizienter. Auch muss natürlich die Partei finanziert werden. Kleine Parteien, die auf einmal 1/50 des Kuchens bekommen, haben einen enormen Anreiz. Und die etablierten Parteien werden natürlich versuchen mitzumachen. Mehr Geld, mehr Macht.
Und solange dann alle zusammen für das Volk arbeiten, ist ja auch alles ok. Es könnte von mir aus auch heute schon die CDU nur Politik für das Volk machen. Dann wähl auch ich CDU. Mir fällt aber keine einzige Partei ein, bei der ich mir sicher sein könnte, dass sie das macht, wie versprochen. In meinem Fall wäre hingegen die PFLICHT, das zu tun, mit allen Parteien zusammen. Wenn nicht, über Strafen kann man da nachdenken. Immerhin werden die ja bezahlt um einen Dienst am Volke zu leisten. Wollen die uns aber veräppeln....
Du hast halt Angst, dass das Konzept nicht funktioniert. Aber denken wir doch einfach weiter. Welchen NACHTEIL hätte das von mir vorgeschlagene denn? Wenn du meinst, die Großen Parteien locken weiterhin. Die Leute würden weiterhin die großen Parteien wählen. Hätte sich doch nichts geändert oder? Der Unterschied ist aber, dass sie jetzt viel mehr Wahlmöglichkeiten haben. Vielleicht passt den meisten Leuten die Fahrt in den Abgrund. Und vielleicht würden beim Thema Renten die Rentner anders denken als die Pensionisten.
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Selbst die minimalsten Veränderungen wären besser als die heutige Stagnation.