Problematik Demokratie

Geb dir echt mal recht ich war mit meiner Seminargruppe in Dresden auf dem Landtag!
Also was dort passiert ist war echt der Hammer!

Der Vorsitzende kommt mit einer langen limo angefahren mit Fahrer wie zu Kaisers zeiten, das volle Programm ^^ und im Landtag geht es teilweise echt katrastrophal zu!

Die meisten Leute lesen Zeitung,manche haben geschlafen, andere zocken solitär, das is ja fast noch schlimmer als im Studium bei einer Rechtvorlesung ^^(das is schon langweilig), solche Leute regieren?

Irgend ein Linker machte einen Vorschlag um Kindertagesstätten mehr Budget zugeben, sofort kommt von der opposition ein Spruch "Sind sie verrückt...", die Kunden haben sich wirklich öffentlich beleidigt ohne GRUND!

Das hat mich wirklich geschockt! Wenn man sowas sieht verliert man wirklich das Vertrauen in die Politik! Kein Wunder das in Sachsen die NPD im Landtag sitzt :rolleyes:, wie Stormtopper es gesagt hat, dass Volk will erhöhrt werden! Die NPD wirbt mit solchen Sprüchen. z.B. "Sachsen deine Heimat..." gibts genug Beispiele!

Die Leute wissen teilweise nicht wenn sie wählen sollen gerade weil das Vertrauen an die Politiker gesunken ist!
 
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Stormtrooper85 schrieb:
(...)
Dies führt dazu, dass die Leute das Interesse an der Politik verlieren und in eine Scheißegal-Stimmung verfallen. Man bekommt das Gefühl, dass es eh egal ist was man wählt. Also kann man es auch lassen.
Ich stimme dir 100%ig zu. Ich bin aktiver Nichtwähler, weil ich die Wahl zwischen Pest und Cholera habe. Ich habe immer wieder mitbekommen, dass es völlig egal ist, wen man wählt - am Ende fabrizieren die Siegerparteien mehr oder weniger immer dasselbe.

Dazu kommt, dass immer wieder immer dieselben Politiker auf den Wahlzetteln auftauchen, die früher reichlich Mist verzapft hatten. Man wird sie nicht los, egal wie man wählt. Ein Beispiel ist Seehofer. Er war in den frühen 90ern schon mal Gesundheitsminister und wurde damals massiv kritisiert. Heute ist er schon wieder Minister (dieses Mal für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz).

Wenn man sich das anschaut, habe ich das Gefühl, dass die Politiker eine Gesellschaft in der Gesellschaft bilden. Sozusagen eine höhere Klasse, in die man nur schwer reinkommt. Aber wenn man erstmal drin ist, hat man die freie Wahl: Steuerhinterziehung, Lobbyarbeit, oder auch mal was völlig in den Sand setzen. Es ist egal, man ist schließlich in einer elitären Gesellschaft, die auch vor dem Gesetz relativ weg zu befürchten hat.

Falls man wirklich vom Gesetz bei was erwischt wird, zB ein paar Millionen bei der Steuer hinterziehen oder Gelder veruntreuen, kommt man meist mit einer kleinen Geldstrafe davon. Otto-Normalbürger würden hingegen meist im Knast landen.

Und wenn mir jetzt jemand erzählen will, dass ich doch einfach bloß selbst Politiker werden brauche - pah. Schon mal versucht? Das ist gar nicht sooo einfach. Davon mal abgesehen will ich kein Politiker werden sondern was ganz anderes.
Das sieht so aus, als hätte man die Wahl: politische Meinungen vertreten oder "normal" arbeiten. und was von den beiden ich machen werde, steht schon fest.

MfG
gefrusteter Wähler
 
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@e-Laurin: Ich stimme dir voll und ganz zu. Zwei weitere Beispiele wären W. Schäuble und unsere Kanzlerin Merkel. Beide waren schon im Kabinett Kohl als Minister tätig.

Man hat wirklich das Gefühl, dass es anscheinend an fähigem politischen Personal mangelt und man deswegen immer die alten Kamellen aus der Kiste holen muss.
Ein weiteres Problem sehe ich darin, dass wir bei der Bundestagswahl eine geschlossene Listenwahl haben, sprich wir die Listen der Partei nur als Ganzes annehmen können.
Da kann eine Partei dann auch wieder Politiker draufsetzen, die das Volk schon abgewählt hatte und sie somit am Volkswillen vorbei erneut zum Mandatsträger machen.
Eine große Verbesserung wäre hier die Wahl mit offenen Listen, bei denen man u.a. die Reihenfolge der Kandidaten verändern kann.

Selbst in die Politik gehen halte ich auch für keine praxistaugliche Option. Denn bis man die sogenannte Ochsentour nach oben durchgestanden hat vergehen viele Jahre.
Zumal ich nicht glaube, dass man in einer Partei Karriere machen kann mit unkonventionellen Ideen, seien sie noch so gut.
Ich würde sagen, die Aufstiegsmöglicgkeiten in einer Partei werden von oben gelenkt, so dass man letztendlich auf Gedeih und Verderb von der Parteiführung abhängig ist.
Ich denke ein unbequemer Querkopf wird sicher nicht zum Liebling der Parteioberen und kann somit auch keine Karriere machen in der Partei.
 
Stormtrooper85 schrieb:
Ein weiteres Problem sehe ich darin, dass wir bei der Bundestagswahl eine geschlossene Listenwahl haben, sprich wir die Listen der Partei nur als Ganzes annehmen können.
Da kann eine Partei dann auch wieder Politiker draufsetzen, die das Volk schon abgewählt hatte und sie somit am Volkswillen vorbei erneut zum Mandatsträger machen.
Eine große Verbesserung wäre hier die Wahl mit offenen Listen, bei denen man u.a. die Reihenfolge der Kandidaten verändern kann.

Also so etwas in der Art wie eine "Personalisierte Verhältniswahl"? Das Wahlsystem wird vorallem in Süddeutschland bei der Kommunalwahlen angewendet, da hat jeder/jede WählerIn, soviel stimmten wie es zu wählende VertreterInnen gibt. Man kann dann entweder die gesamte Liste Wählen, dann bekommt jede/r auf der Liste eine Stimme(Listenstimme). Es ist allerdings auch möglich einzel Personen auf der Liste, bis zu drei Stimmen zukommen zulassen(kumulieren). Dies ist auch auf anderen Listen möglich, also auch stimmen an BewerberInnen anderer Wahlvorschläge zu vergeben(panaschieren). Je nach dem(ist teilw. unterschiedlich) ist es dann auch noch möglich BewerberInnen von den Liste zu streichen(bekommen keine Stimme, auch wenn eine Listenstimme vergeben wird). Es können auch teilw. neue BewerberInnen auf die Liste gesetzt werden(ist auch nicht immer möglich).

Blos zum auszählen ist das ganze, vor allem in großen Städten der absolute Horror. :D Zum "Glück" umreißen die wenigstens das Wahlsystem und vergeben nur Listenstimmen. ;)
 
Stormtrooper85 schrieb:
Ein weiteres Problem sehe ich darin, dass wir bei der Bundestagswahl eine geschlossene Listenwahl haben, sprich wir die Listen der Partei nur als Ganzes annehmen können.
Da kann eine Partei dann auch wieder Politiker draufsetzen, die das Volk schon abgewählt hatte und sie somit am Volkswillen vorbei erneut zum Mandatsträger machen.
Eine große Verbesserung wäre hier die Wahl mit offenen Listen, bei denen man u.a. die Reihenfolge der Kandidaten verändern kann.

Also so etwas in der Art wie eine "Personalisierte Verhältniswahl"? Das Wahlsystem wird vorallem in Süddeutschland bei der Kommunalwahlen angewendet, da hat jeder/jede WählerIn, soviel stimmten wie es zu wählende VertreterInnen gibt. Man kann dann entweder die gesamte Liste Wählen, dann bekommt jede/r auf der Liste eine Stimme(Listenstimme). Es ist allerdings auch möglich einzel Personen auf der Liste, bis zu drei Stimmen zukommen zulassen(kumulieren). Dies ist auch auf anderen Listen möglich, also auch stimmen an BewerberInnen anderer Wahlvorschläge zu vergeben(panaschieren). Je nach dem(ist teilw. unterschiedlich) ist es dann auch noch möglich BewerberInnen von den Liste zu streichen(bekommen keine Stimme, auch wenn eine Listenstimme vergeben wird). Es können auch teilw. neue BewerberInnen auf die Liste gesetzt werden(ist auch nicht immer möglich).

Blos zum auszählen ist das ganze, vor allem in großen Städten der absolute Horror. :D Zum "Glück" umreißen die wenigstens das Wahlsystem und vergeben nur Listenstimmen. ;)
 
@e-Laurin

Ja sie fabrizieren das selbe aber das ist immernoch besser als das was die Rechten und Linken fabrizieren würden wenn sie nur genug wählen würden also überwinde dich und wähl eine der großen Parteien. In einer Demokratie gehts nunmal nur schleppend voran.

Wenn wir die Welt als ganzes betrachten, gehts uns in Deutschland sogut wie fast nirgendwo anders. Deutsche sind halt pessimistisch und zwar nicht zu knapp. Realistisch betrachtet ist das aber jammern auf hohem Niveau.

"Die Demokratie ist die schlechteste Staatsform, ausgenommen alle anderen.
[Winston Churchill]"
 
mir gefallen basisdemokratien auch besser.abgesehen davon ist das angesprochene thema mit der parteienwahl für mich der garant für stillstand.

viel schlimmer noch ist parteizwang wie es ihn in österreich gibt. dadurch entsteht so gut wie nie innovative politik sondern nur parteiprogramme die von korruption durchsetzt sind.

so gäbe es oft themen die mehrheitsfähig wären wenn es keinen parteizwang gäbe.

was ich mir darum wünsche:
  • geheime abstimmungen im parlament damit politiker auch gegen die linie ihrer partei stimmen können ohne gleich umgenietet zu werden.
  • KEIN parteizwang damit SACHpolitik und keine Parteipolitik betrieben wird.

    damit wird auch klar, dass problemlos eine minderheitenregierung möglich ist. meiner meinung ein guter weg, denn minderheitenregierungen sind predisitiniert für Sachpolitik ohne kompromisse.

    weiter positiver nebeneffekt: die opposition kann aktiv bestimmen und die regierungspartei(en) müssen auf diese zugehen um entscheidungen treffen zu können.
 
Schnuggles schrieb:
Ja sie fabrizieren das selbe aber das ist immernoch besser als das was die Rechten und Linken fabrizieren würden wenn sie nur genug wählen würden also überwinde dich und wähl eine der großen Parteien.
Nein, werde ich nicht. Ich soll auch noch für den Quatsch, den sie größtenteils produzieren, belohnen? Tut mir leid, nicht mit mir.
Ich bin mit deren Politik und Entscheidungen nicht einverstanden, kann mich nicht dahinterstellen. Deshalb gibt es keine Stimme von mir.
 
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