perfekt!57
Commodore
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- Feb. 2003
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das projekt ist zuerst ein politisches projekt. und zwingt doch zu reagieren. in sofern kann man der us-administration keinen vorwurf machen: sie bleibt aktiv und zwingt den anderen die reaktive rolle auf.
evtl. sollten wir mit den russen gemeinsam den mexikanern ein raktenabwehrsystem für mittelamerika vor schlagen.
SDI wurde ja auch nie gebaut. (weil es technisch undurchführbar war. und zu teuer. und nicht mehr gebraucht wurde.)
putin reagiert überraschend klug. und politisch erfahren. und dankenswert weitsichtig. in dem punkt hoffe ich daher, dass er der russischen politik als mitwirkender erhalten bleibt:
es kann uns nämlich nicht egal sein, "was an unserer ostflanke passiert". politisches versagen unsererseits ist sicher mit im spiel: die amerikaner können in prag und warschau u.a. auch nur deshalb so erfolgreich antichambrieren, weil wir da nicht ausreichend präsent waren, dort ein mehr oder minder großes deutsche-politisches vakuum herscht(e).
natürlich wünschten wir deutschen uns zu recht ein weiteres und weiteres erstarken der EU, so dass staatsindividuelles auftreten und handeln "an ostflanken" ein für allemal der vergangenheit angehört.
hier aber heisst es die von anderen geschaffenen politischen realitäten anerkennen: warum sind wir eigentlich nicht ausdrücklich auf der seite putins in dieser frage (sind wir doch, oder?). und wenn es im nachhinein wäre.
und: bleibt zu lernen, dass für andere (teile der us-administration nämlich) (leider) weiter die prinzipien von "teile und herrsche" gelten, eben keile durch europa treiben.
und auch daher muss unsere aussenpolitik in diesem punkte in zukunft vorbereiteter, präsenter sein: weniger der hoffnung europa oder dem zufall überlassen. denn der zufall heisst dann, wie hier, us-globale-machtstrategie.
ich vermisse, dass wir uns vehement für eine gemeinsame us-russische überwachgungsstation im kaukasus einsetzen, sind wir doch erfahren im wandel durch annäherung.
gerade konservativen us-strategen scheint solche kenntnis auch am meisten not zu tun. und wäre unser vorteil.
p.
evtl. sollten wir mit den russen gemeinsam den mexikanern ein raktenabwehrsystem für mittelamerika vor schlagen.
SDI wurde ja auch nie gebaut. (weil es technisch undurchführbar war. und zu teuer. und nicht mehr gebraucht wurde.)
putin reagiert überraschend klug. und politisch erfahren. und dankenswert weitsichtig. in dem punkt hoffe ich daher, dass er der russischen politik als mitwirkender erhalten bleibt:
es kann uns nämlich nicht egal sein, "was an unserer ostflanke passiert". politisches versagen unsererseits ist sicher mit im spiel: die amerikaner können in prag und warschau u.a. auch nur deshalb so erfolgreich antichambrieren, weil wir da nicht ausreichend präsent waren, dort ein mehr oder minder großes deutsche-politisches vakuum herscht(e).
natürlich wünschten wir deutschen uns zu recht ein weiteres und weiteres erstarken der EU, so dass staatsindividuelles auftreten und handeln "an ostflanken" ein für allemal der vergangenheit angehört.
hier aber heisst es die von anderen geschaffenen politischen realitäten anerkennen: warum sind wir eigentlich nicht ausdrücklich auf der seite putins in dieser frage (sind wir doch, oder?). und wenn es im nachhinein wäre.
und: bleibt zu lernen, dass für andere (teile der us-administration nämlich) (leider) weiter die prinzipien von "teile und herrsche" gelten, eben keile durch europa treiben.
und auch daher muss unsere aussenpolitik in diesem punkte in zukunft vorbereiteter, präsenter sein: weniger der hoffnung europa oder dem zufall überlassen. denn der zufall heisst dann, wie hier, us-globale-machtstrategie.
ich vermisse, dass wir uns vehement für eine gemeinsame us-russische überwachgungsstation im kaukasus einsetzen, sind wir doch erfahren im wandel durch annäherung.
gerade konservativen us-strategen scheint solche kenntnis auch am meisten not zu tun. und wäre unser vorteil.
p.
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