News Stromverbrauch durch AI: Google sichert sich Atomstrom aus „einer Flotte“ Mini-AKW

Marcel55 schrieb:
Das ist der falsche Weg.

Die Behörden lassen sowas zu?

Irgendwo muss man Grenzen setzen...Und hier sind sie defintiv überschritten.
:D
Was willst machen? Einmarschieren?
 
@Tulol
Also findest du es gut, so wie es jetzt ist? Ich nicht. Fukushima und die daran anknüpfende Wahlperiode war der einzige Grund, wieso man plötzlich wieder einen solchen Aktionismus in DE betrieben hat. Da kann ich dir den Ball zurückspielen und auch sagen: "Wieso vergessen das so Leute wie du nur immer wieder?!"

Übrigens, was sin denn "so Leute wie du/ich"? Auf die Definition wäre ich gespannt. In Bezug auf die aktuelle Diskussion halte ich mich für jemanden, der einen recht gesunden Weltblick beherrscht und nicht einfach ohne Sinn und Verstand laufende Systeme einstapft, ohne auch nur einen halben Ersatzplan in der Hinterhand zu haben.
 
Rainbowprincess schrieb:
Man sieht aber auch sehr gut das Frankreich den Strom aus seinen schlecht regelbaren(*) Kraftwerken nachts an seine Nachbarn verklappt:

https://www.energy-charts.info/char...10&source=tcs_saldo&stacking=stacked_absolute

Und schau dir auch mal den Winter 22/23 an wo Deutschland mit Frankreich den Arsch warm und trocken gehalten hat weil knapp die Hälfte der französichen AKWs kaputt waren und Frankreich ~2,5GW pro Kelvin weniger Außentemperatur an Strom benötigt.

https://www.energy-charts.info/char...3&legendItems=0w7&timeslider=1&min=0&max=2004
https://www.energy-charts.info/char...2&legendItems=0w7&timeslider=0&min=0&max=2004

Das ist kein Problem der fehlenden Kapazität sondern weil meistens Kohlestrom teurer als Importe sind.
Oder sollen wir lieber den teureren Strom verbrauchen?

Und das mit den Importen und Exporten sollte man über einen längeren Zeitraum betrachten:

50.gif

90.gif


(*)
Ein weiterer Faktor ist die Anzahl der Zyklen, die mit den Anlagen gefahren
werden können. Jeder Lastzyklus belastet das Material und führt bei häufiger
Wiederholung zu Materialermüdungserscheinungen. Die KKW wurden bei ih-
rer Konstruktion für eine bestimmte maximale Anzahl an Zyklen ausgelegt. Im
oberen Lastbereich – z. B. einer Absenkung der Leistung von 100 % der Nenn-
leistung auf 80 % und wieder zurück (100-80-100) – ändern sich Kühlmittel-
temperatur und -druck kaum. Daher sind die Kraftwerke für bis zu 100.000 sol-
cher Zyklen ausgelegt. Im unteren Lastbereich steigt jedoch die Wechselbelas-
tung der Komponenten an und die maximale Zyklenzahl nimmt stark ab. Der
Zyklus 100-40-100 darf nur 12.000-mal durchfahren werden. Für den Zyklus
Nennlast-Nulllast-heiß-Nennlast (100-0-100) wird 400-mal als maximal zulässig
angegeben. Bei einer Lebensdauer des Kraftwerks von 40 Jahren entspräche dies
10 dieser Vorgänge pro Jahr.
https://www.itas.kit.edu/pub/v/2017/grca17a.pdf
 
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Scoop@Berlin.de schrieb:
Artikel von 2020 zu den Baukosten in Flamanville:

https://energiestiftung.ch/zerfall-der-atomindustrie-in-europa

Kostenvergleich zu Photovoltaik:

  • geschätzte Baukosten Flamanville aus 2020 (Quelle oberer Artikel) ca. 19,1Mrd. € bei 1,6GW installierter Leistung
  • kosten heute für 1kWp Photovoltaik ca. 1000€
  • 1,6GWp Photovoltaik kosten demnach ca. 1,6Mrd. €
  • mit dem Geld von 19,1Mrd. € ca. 19,1GWp Photovoltaik Leistung installieren.

ohne Wertung...
mich würde der Flächenverbrauch bei gleicher Leistung interessieren. Es gibt ja diese populären Bilder aus China. Sowas will ich nirgends auf der Welt sehen
screenshot-2022-03-09-at-170837-6229258bc34fe.jpg
 
Rainbowprincess schrieb:
Die Deutschen scheinen es aber zu sein, da sie eben glauben, Atomenergie sei der falsche Weg und müsse sofort verlassen werden, koste es was es wolle.
Das ist nicht meine Einstellung.

Auch wenn ich Atomkraft für den falschen Weg halte war der Ausstieg überzogen. Die Kraftwerke waren da, das Atommüllproblem existierte bereits. Da hätte man den Kurs auch noch einige Jahre weiterfahren können, denn das Kind ist eh schon in den Brunnen gefallen. Dafür hätte man um Gegenzug eben noch massig CO2-Emissionen einsparen können.

Aber neue Kernkraftanlagen bauen, das muss nicht sein. Wir müssen nach und nach davon weg und an Alternativen arbeiten, denn die gibt es.

Niemand hat gesagt es wäre einfach, aber nur mit erneuerbaren Energien können wir nachhaltig in die Zukunft gehen. Und spaltbares Material ist nicht erneuerbar. Zumindest noch nicht.

Elektrische Energie brauchen wir mehr als je zuvor, denn viele Prozesse die bisher durch Öl mit Energie versorgt wurden werden elektrifiziert (bekanntestes Beispiel Verkehr), solche Geschichten wie KI kommen dann zu allem Überfluss noch oben drauf.
 
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DJMadMax schrieb:
Übrigens, was sin denn "so Leute wie du/ich"? Auf die Definition wäre ich gespannt. In Bezug auf die aktuelle Diskussion halte ich mich für jemanden, der einen recht gesunden Weltblick beherrscht und nicht einfach ohne Sinn und Verstand laufende Systeme einstapft, ohne auch nur einen halben Ersatzplan in der Hinterhand zu haben.
Nur weil du die Pläne nicht kennst bedeutet das nicht das diese Pläne nicht existieren.
Formuliere dies bitte das nächste Mal korrekt.
 
foofoobar schrieb:
Man sieht aber auch sehr gut das Frankreich den Strom aus seinen schlecht regelbaren(*) Kraftwerken nachts an seine Nachbarn verklappt:
ja klar, wieso auch nicht? AKWs sind eben absolute Grundlast-Lieferanten, die möglichst gleichbleibend betrieben werden wollen. Darum sind sie ja so wertvoll für eine sichere Energieversorgung eines Landes. Die sind nich so volatil wie Wind und Sonne.
 
Rainbowprincess schrieb:
Sowas will ich nirgends auf der Welt sehen
Tja... und die Klimakrieger wollen nirgends bei sich Windräder sehen. Oder Kraftwerke, oder Solaranlagen, oder Staudämme, oder sonst was.

Alle wollen grüne Energie, solange es bei den Anderen aufgebaut wird.

Und weil niemand eine Entscheidung treffen möchte, ist Deutschland in Europa, gemessen an den CO₂-Emissionen, leider die Nummer 1 bei Kohlekraftwerken. (statista)
 
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Rainbowprincess schrieb:
ja klar, wieso auch nicht? AKWs sind eben absolute Grundlast-Lieferanten, die möglichst gleichbleibend betrieben werden wollen. Darum sind sie ja so wertvoll für eine sichere Energieversorgung eines Landes. Die sind nich so volatil wie Wind und Sonne.
In einen EE-System existiert keine Grundlast, das ist ein rein wirtschaftliches Konstrukt was nur in einem System mit klassischen Kraftwerken unterschiedlicher Flexibilität und Kosten/Watt(Stunden) Sinn macht.

Denk mal darüber nach.
 
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Marcel55 schrieb:
Aber neue Kernkraftanlagen bauen, das muss nicht sein. Wir müssen nach und nach davon weg und an Alternativen arbeiten, denn die gibt es.

Niemand hat gesagt es wäre einfach, aber nur mit erneuerbaren Energien können wir nachhaltig in die Zukunft gehen. Und spaltbares Material ist nicht erneuerbar. Zumindest noch nicht.
es sind aber eben auch neue Generationen in der Entwicklung. Und würde man diese nicht verteufeln sondern gar fördern, hätte man nochmal wesentlich "saubere" AKW Generationen die nur einen bruchteil der bislang anfallenden radioaktiven Abfallprodukten produzieren.

AI-Nadja schrieb:
Tja... und die Klimakrieger wollen nirgends bei sich Windräder sehen. Oder Kraftwerke, oder Solaranlagen, oder Staudämme, oder sonst was.

Alle wollen grüne Energie, solange es bei den Anderen aufgebaut wird.
ich bin kein Klimakrieger und ich will überhaupt nicht, dass in Massen Windräder und Solarpanels in die Landschaft geklatscht werden.
Sinnvoll finde ich, wenn große Firmen ihre Dächer damit voll machen oder dass Eigentumshäuser sowas auf dem Dach haben - sprich dezentralisierung der Energieversorgung. Aber Ich wil lidese unsäglichen, riesigen Anlagen nicht in der Natur sehen. Ein AKW bildet da eine Ausnahme, da es anhand seiner Fläche eine wesentlich höhere Leistung erzeugt als es Wind- oder Sonnenenergie könnte.
Ergänzung ()

foofoobar schrieb:
In einen EE-System existiert keine Grundlast, das ist ein rein wirtschaftliches Konstrukt was nur in einem System mit klassischen Kraftwerken unterschiedlicher Flexibilität und Kosten/Watt(Stunden) Sinn macht.

Denk mal darüber nach.
Wieso, schalten wir nachts in Deutschland alle Verbraucher ab? Jede Gesellschaft hat eine Grundlast X die sie 24h am Tag benötigt.
 
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@Rainbowprincess
Aber leider braucht es dazu eine Entscheidung aus der Politik, denn aktuell ist so etwas Ländersache und die Länder sagen, dass Solarmodule das Stadtbild verschandeln und ein Dach unbedingt ein bestimmtes Rot oder was auch immer haben muss.
Und wenn es doch genehmigt wird, kann auch noch die Denkmalbehörde nein sagen, weil im irgendwo weit in der Ferne im Sichtfeld eines Objektes ein Stück eines Solarmoduls zu sehen ist.

Es gibt eine ganze Menge solcher Geschichten auf bspw. extra 3
 
DJMadMax schrieb:
Fukushima und die daran anknüpfende Wahlperiode war der einzige Grund, wieso man plötzlich wieder einen solchen Aktionismus in DE betrieben hat.
Ähm. Den Atomausstieg in geordneter Form hat die 1998 gewählte Regierung, bestehend aus SPD und den Grünen unter Gerhard Schröder vor rund 25 Jahren beschlossen. War damals übrigends ein wichtiger Bestandteil des damaligen Wahlprogramms, also keine Überraschung sondern für viele Menschen damals schon Wahlgrund.

Das hat dann die Folgeregierung bestehend aus CDU/CSU und SPD unter Angela Merkel gekippt um dann nach Fukushima, wenige Monate später wieder hastig neu zu beschließen.

Ich weiß nicht wie alt du bist das du das nicht mitbekommen hast aber das Internet hilft dir sicher weiter deinen Horizont zu erweitern.
 
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Simonsworld schrieb:
Pumpspeicher selber nicht, aber die darunterliegenden Kraftwerke haben das Potenzial, das zu tun. Und darüber geht es in dem von dir verlinkten Artikel. Für mich sieht es im Moment nicht danach aus, als würde die Politik signifikant den Ausbau solcher Kraftwerke vorantreiben. Der Trend geht eher hin zu Wasserstoff- und Batteriespeichern.
Pumpspeicher passen ziemlich gut zwischen Akkus und Gasturbinen wenn man sich Arbeitsvermögen/Leistung anschaut.

Und nur weil in Deutschland nicht gebaut/geplant wird bedeutet das noch lange nicht das woanders für den deutschen Strommarkt gebaut wird:
Den Strom liefern die Illwerke an ihren langjährigen Partner Energie Baden-Württemberg (EnBW). Erst 2012 wurde die seit Jahrzehnten währende energiewirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Illwerke AG und EnBW offiziell bis 31. Dezember 2041 verlängert. Der deutsche Energieversorger sichert sich damit 50 Prozent der Speicher- und Regelenergie aus den Kraftwerken der Illwerke und beteiligt sich dafür auch in diesem Umfang an den Jahreskosten der Vorarlberger Landesgesellschaft. Dazu kommt ein EnBW-Gewinnzuschlag für die Illwerke.
https://www.derstandard.de/story/20...vkw-bauen-groessten-pumpspeicher-oesterreichs

BTW: Das Ding soll ein Arbeitsvermögen von 230 GWh haben!
 
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Weyoun schrieb:
Ich "liebe" solche "Scheißegal, nach mir die Sintflut-Kommentare"... :heul:
Willkommen in der Welt der Internationalen Politik.
Wie meine Meinung dazu ist is unerheblich.
Und auch wie die Deine ist.

du musst nicht mit mir diskutieren sondern mit der Internationalen Politik.. und die hat diese Diskussion bereits geführt und Findet Atom umweltbewusst und nachhaltig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Cool Master schrieb:
@Brrr

Ja, dazu kann ich noch nichts sagen da dieses Jahr mein erster Winter mit PV wird. Dieses Jahr (März bis jetzt) wurden 8,840.24 kW generiert und rund 4900 kW verkauft. Wie gesagt 32 Panels was 13,2 kWp sind.
Du verkaufst Watt und keine Wattsekunden ?
 
Rainbowprincess schrieb:
es sind aber eben auch neue Generationen in der Entwicklung. Und würde man diese nicht verteufeln sondern gar fördern, hätte man nochmal wesentlich "saubere" AKW Generationen die nur einen bruchteil der bislang anfallenden radioaktiven Abfallprodukten produzieren.
Ein Bruchteil ist immer noch wesentlich mehr als nichts.
Ja es wäre ein Fortschritt, aber es ist trotzdem nicht nachhaltig. Es ist Energie auf Kosten der Zukunft...ebenso wie fossile Brennstoffe. Mehr als eine Brückentechnologie darf es nicht sein. Dann wäre wie Energie zwar nicht nachhaltig, aber zumindest mehr oder weniger klimaneutral.
 
AI-Nadja schrieb:
Ahhh, da ist er wieder..... der Chauvinismus mit dem Leute, die mit solchen Bezeichnungen um sich werfen,
zeigen wollen wie "elite" man doch ist.
Wobei solch eine Wortwahl ja eigentlich zeigt welch Kleingeister diejenigen selber sind.
👌
 
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Blackfirehawk schrieb:
Scheisegal. International ist Atom als CO2 neutral und Umweltfreundlich klassifiziert.
Klingt nach Taka Tuka Land: Ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt.

Leider sind die Realität und die Fakten anders: https://wua-wien.at/images/stories/...nergiebilanz-nuklearindustrie-kurzfassung.pdf

Planst du dein privates Leben auch so Faktenfrei und fernab der Realitäten?
Würdest du es akzeptieren wenn deine Nachbarn sich fernab jedweder Realitäten und Fakten verhalten?
 
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@gustlegga
Ich habe es überhaupt nicht negativ gemeint.
Es ist ein Begriff, den ich spontan ausgedacht habe, weil Krieger auch immer für eine Überzeugung kämpfen.
Sorry, wenn es negativ klingt, denn "Klimaaktivisten" klingt für mich aufgrund von Social Media negativ und Klimakrieger eigentlich wie eine Verbesserung.

Was wäre denn ein positiver Begriff dafür?
 
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