arenk schrieb:
Entweder du weißt selber nicht wie das Programm der Linken finanzierbar sein soll, oder du willst hier einfach nur gegen die großen Parteien votieren... (Stichwort: Denkzettel)
Woher weißt Du denn, dass es nicht finanzierbar ist? Hast Du die Totale-Durchblicks-Brille auf?
Mehr lese und höre ich von den Gegnern nämlich nicht: "nicht finanzierbar". Ohne Begründung, ohne Aufstellung der Kosten.
Daria schrieb:
Die soziale Sicherung muss abgebaut werden, sie ist schlichtweg zu teuer.
Bitte, was soll denn das? So etwas kann man nur behaupten, wenn man nicht oder nie mal am untersten Ende der Gesellschaft rangiert (hat). Welchen Zweck soll es haben, die soziale Sicherung abzubauen? Das macht doch alles noch schlimmer, die Leute werden sparen, sparen, sparen. Also möglichst billig konsumieren, wenn überhaupt.
Daria schrieb:
Die Leute müssen flexibler werden, wenn man für ne neue Arbeitsstelle halt 400km umziehen muss dann muss das drin sein.
Flexibilität. Das Zauberwort des Neoliberalismus. Der Arbeiter muss flexibel sein. Oder andersrum ausgedrückt: der Arbeiter hat zu buckeln.
Schonmal mit Familie umgezogen? Die Kinder in eine völlig neue Umgebung gebracht, wo doch allgemein bekannt sein sollte, dass gerade diese ein festes Umfeld benötigen?
Einzelhäuser braucht dann ja auch niemand mehr zu bauen. Lohnt sich nicht. Lieber Mietwohnungen, Plattenbauten, aus Beton. Ist ja auch viel günstiger. Die gesamte Bauwirtschaft geht dann zwar zu Grunde, aber die müssen ja eh flexibel sein. Können ja mal eben 400km weit weg ne andere Arbeit finden.
Die Gewerkschaften müssen einen massiven Dämpfer bekommen
GG Artikel 9
(3) Das Recht, zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen Vereinigungen zu bilden,
ist für jedermann und für alle Berufe gewährleistet. Abreden, die dieses Recht einschränken oder zu behindern
suchen, sind nichtig, hierauf gerichtete Maßnahmen sind rechtswidrig. Maßnahmen nach den Artikeln 12a, 35
Abs. 2 und 3, Artikel 87a Abs. 4 und Artikel 91 dürfen sich nicht gegen Arbeitskämpfe richten, die zur Wahrung
und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen von Vereinigungen im Sinne des Satzes 1 geführt
werden.
Thema erledigt.
Studiengebühren:
sind der falsche Weg, um die Anzahl an Studenten einzudämmen. Besser wäre es, die Bildungsstandards schon in den unteren Schulen anzuheben. Dann werden das von ganz alleine weniger.
Übrigens ist hier in Rheinland-Pfalz nur das Erststudium bis einschließlich des 14. Semesters konstenlos. Die Regelung ist gar nicht mal so schlecht, Langzeitstudenten werden so angehalten, ihre Ausbildung endlich abzuschließen.
@Marcus:
Meine Aussage war eher auf Entwicklungs- und Schwellenländer bezogen, wo die Löhne und Arbeitsbedingungen in den "westlichen" Fabriken meist deutlich über dem Landesdurchschnitt liegen.
Da fällt mir gerade Nike in Indonesien ein. 14jährige Mädchen nähen Schuhe zusammen. Wie heißen diese Fabriken noch? Sweat Shops?
Geistige Arbeit ist heutzutage wertvoller als körperliche und wird deshalb auch besser bezahl
Warum ist die wertvoller? Jedes Rädchen im Uhrwerk ist gleich wichtig, egal welche Arbeit es verrichtet.
weil sie eben nicht jeder auf dem geforderten Niveau leisten kann.
Ich weiß, es hört sich polemisch und sehr fies an, aber: stell mal Stephen Hawking ans Fließband.
Ich denke, viele der Hirnarbeiter können Handarbeit auf dem von ihnen selber geforderten Niveau nicht leisten.
Deshalb ist es auch gerecht, dass ein Topmanager mehr verdient als ein normaler Arbeiter.
Unterschiedlich hohe Löhne sind OK. Denn es gibt Qualifikationsunterschiede. Aber die Verhältnismäßigkeit ist nicht immer gegeben. Und das schlimmste ist, wenn man sein eigenes Gehalt (oder Vermögen) dadurch steigert, dass man seine Arbeiter in die Armut entlässt.
Wenns so leicht ist, warum bist du dann noch nicht Millionär?
a) nicht reich geboren worden
b) gewinnen tu ich eh nie was
c) weils illegal ist
d) weil ich nicht skrupellos genug bin
Ich hoffe, Dir ist der leichte Anflug von Ironie in der Aufzählung nicht entgangen?
Der Arbeitgeber hat aber sicherlich ein enormes Risiko auf sich genommen, immerhin haftet er als Einzelunternehmer mit seinem gesamten Privatvermögen. Also ist es doch wohl mehr als gerecht, dass er jetzt besser da steht als seine Angestellten, "denen er das alles zu verdanken hat".
Absolut richtig. Und darf er deswegen einfach die Arbeiter vor die Tür setzen, wenn es ihm in den Kram passt?
Die Staaten, denen es heute gut geht, geht's gut, weil sie schon in den 70ern die sozialen Systeme reformiert bzw. den Bedinungen in der Welt angepasst haben.
Geht es den Staaten oder den Menschen gut?
Gruß
Morgoth