Für das Problem hat derzeit m. E. keiner eine tragfähige Lösung parat.
Leugnen hilft nicht, aber ein dogmatischer 1,5°-Ziel - CO2-Budget - Dreisatz - Excel - Plan auch nicht, da sich dieser nicht am technisch, wirtschaftlich und gesellschaftspolitischen Machbaren in einer globalen(!) Welt orientiert.
Der menschgemachte Klimawandel, und damit auch seine Folgen, wird viel zu schnell voranschreiten, als dass daran irgendwelche Selbstverzwergungsprogramme etwas ändern werden. Der CO2-Anstieg in der Atmosphäre wird weiter gehen, dazu gibt es jeden Monat ein aktuelles Update. Der reale Wert in der Atmosphäre ist der Messwert, auf den es ankommt. Dagegen helfen irgendwelche Pseudorechnungen nicht weiter. Irgendwann ist man dann auf dem Papier bei CO2-Nettonull und der CO2-Wert in der Atmosphäre steigt trotzdem weiter an.
Ich persönlich bin davon überzeugt, dass "der Mensch" in der Not zu allem greifen wird, was helfen kann, auch wenn dies wiederum Nebeneffekte hat.
Deshalb wird man m. E. auch in Europa irgendwann nicht mehr am Thema Geoengineering vorbeikommen.
Andere sind da schon weiter, die Diskussion wird in den nächsten Jahren Fahrt aufnehmen...
USA prüfen, die Sonne zu verdunkeln
Ob das toll ist, darüber kann und wird man streiten, aber in der Not frisst der Teufel Fliegen.
Klug wäre es m. M. n. sich frühzeitig an dieser Forschung zu beteiligen, damit man weltweit etwas Gewicht hat und beim Einsatz zumindest ein bisschen mitreden kann.
Deshalb sollte man beim Umbau zu EE weitermachen, aber diese Maßnahmen auf Basis eines dauerhaft und allgemein akzeptierten Budgets tun (ähnlich wie Verteidigung). Zudem gehören neben dem EE-Umbau auch die Anpassungs- und Schutzmaßnahmen gegen den Klimawandel dazu, denn die kommen.
Eine Partei, die das ins Programm nimmt, würde ich sehr wahrscheinlich wählen.