Wieder Diätenerhöhung von 6% für Abgeordnete ?!

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Relict schrieb:
Was ein Manager, was generell andere verdienen hat nicht zu interessieren, weil genauso auch der Verdienst eines Niedriglöhners hier wohl nicht zur Debatte steht. Ein Vergleich ist daher in alle Richtungen unerwünscht, oder doch nicht?

Ein Vergleich ist durchaus möglich und sinnig so lang man nicht Äpfel mit Birnen vergleicht. Die Arbeit eines Niedriglöhners kann im Regelfall jeder machen der körperlich und geistig einigermaßen Gesund ist. Meist also auch genau die Leute die im Bundestag sitzen. Ich vage allerdings zu behaupten, dass bei weitem nicht jeder Niedriglöhner den Job eines Bundestagsabgeordneten mit eben jener Qualität erledigen könnte wie es der Abgeordnete tut.

Also so lange nicht Äpfel mit Birnen verglichen werden ist ein Vergleich durchaus legitim.

Relict schrieb:
Auf welcher Grundlage basierten dann diese (für mich eher zynisch zu verstehende) Rentenerhöhung und letzte Erhöhung der Sozialtransfers?

Hier werden dann Äpfel mit Birnen verglichen. Bei den Sozial- und Rentenleistungen handelt es sich in erster Linie um Transferleistungen. D.h. der der etwas bekommt tut dafür im Moment erst mal nichts (wenig) und jemand anders bezahlt ihn.
De facto sieht es so aus, dass die Steuerzahler durch ihre Abgaben eben jene Rentner und Empfänger von Sozialleistungen finanzieren.
Jetzt mag man, im Fall der Renten, behaupten, dass die Rentner ja selbst eingezahlt haben. Das haben sie auch, allerdings nicht für ihre eigene Rente sondern für die Rente der damaligen Rentner (Umlagesystem). Die Wahrung der Balance zwischen Abgaben der Arbeitnehmer und dem Einkommen der Empfänger von Transferleistungen ist dabei natürlich oberstes Gebot.

Für die heutige Rentnergeneration sieht die Bilanz sogar gar nicht so schlecht aus. Sie haben im Durchschnitt eine Rendite von über 3 %. D.h. von 100 eingezahlten Euros bekommen sie 103 € zurück. (dies ist noch um den Faktor der Inflation bereinigt).
Ein heutiger Berufsanfänger wird dem entgegen von seinen eingezahlten 100€ im Schnitt nur ca. 98,4 € zurück bekommen, er verliert also.

Dies bedeutet auch, dass wenn ich heute die Abgabenlast für die Arbeitnehmer immer mehr anhebe, werden diese später einen noch weitaus höheren Verlust haben.

Kommen wir also zu dem Schluss, dass die Transferleistungen wohl kein geeigneter Maßstab sind um die Einkommen von Politikern zu bewerten.


Relict schrieb:
Und weil sie dies so perfekt und hochqualifiziert beherrschen, bezahlt der Steuerzahler die nicht selten hinzugezogenen Expertenkommissionen obendrauf. Was haben die Politker überhaupt für höheres (Lebens-) Risiko, ausser des Amtes enthoben oder weggelobt zu werden?

Genau sie können ihren Posten verlieren. Also das selbe Risiko wie so ziemlich jeder andere Arbeitnehmer in diesem Land. Ändert nichts an der Tragweite ihrer Entscheidungen die wohl die eines Niedriglöhners ums unermessliche übersteigen dürfte.


Relict schrieb:
Wobei sich gleichzeitig deren Anzahl verringert hat bzw. es sich angesichts der Gesamtzahlen in Richtung unterer Mittelstand bis Niedriglohnsektor entwickelt/umverteilt, welche ja in den letzten Jahren mindestens genauso zugenommen haben. Wo kommen die nur alle auf einmal her? ^^

Das ist vollkommener Unsinn! Die Zahl der Stellen für Hochqualifizierte haben keinesfalls abgenommen. Bin gespannt auf die Statistik die mir das belegt ...

Das der Niedriglohnsektor zugenommen hat mag wohl eher daran liegen, dass viele Berufe für weniger Qualifizierte heute weitaus schlechter bezahlt werden als noch vor einigen Jahren.
Ein Beispiel gefällig:
Die Werksinterne Logistik meines Arbeitgebers wurde bis vor einigen Jahren noch von Leuten erledigt die das selbe Gehalt bekommen haben wie ein Facharbeiter (Tarifmodellen sei dank). Am Ende des Monats standen sie oft mit über 1500€ netto (Einstiegsgehalt) da. Die Tätigkeiten waren im groben und ganzen: Kisten stapeln

Durch den internationalen Druck war das Unternehmen gezwungen Kosten zu senken und so wurde die Logistik ausgegliedert und an eine Fremdfirma übergeben. Die dort Angestellten ungelernten Kräfte verdienen heute vielleicht noch 2/3 des o.g. Gehaltes.

Relict schrieb:
Diese immer wiederkehrende Diskussion ist wohl in erster Linie aus der moralischen Sichtweise zu betrachten.

Sie wird von vielen wohl einer mit Missgunst geführt.

Ganz einfaches Schlusswort:

Wenn jemand meint ein Abgeordneter verdient zu viel Geld und muss dafür zu wenig tun, dann soll er doch selber Abgeordneter werden. Gilt für alle Neiddiskussionen (also auch die über Managergehälter)
Was hält euch davon ab?
 
@Adam-Smith
das ist jetzt wieder genau das Totschlagargument "Neiddiskussion". Wenn Arbeitnehmer den Griff in ihre Leistungen monieren heißt es "die Besitzstandswahrer" bei den Reichen und Priviligierten ist dieses aber natürlich eine "Neiddiskussion".

Und deine Arrgoganz gegenüber denen die ja "nur" Kisten stapeln kannst du dir auch schenken. wenn du bis zur Rente Kisten gestapelt hast so bist du körperlich verbraucht und auch dieses muss über den Lohn auch vergütet werden. Ich finde 1500 euro netto für einen anstregenden Job überhaupt nicht überbezahlt. Diese Menschen tragen in ihren Job das kostbarste zu Grabe was sie haben, nämlich ihre Gesundheit. Aber das sind Überlegungen die du ganz bestimmt nicht anstellst. Sind halb selber Schuld wenn sie es nur zum Kistenstabler gebracht haben, oder ?

Es geht darum was hier für ein Bild wiedergegeben wird und um Glaubwürdigkeit. Natürlich belasten die paar hundert Bundestagsparlamentarier den Bundeshaushalt für sich gesehen nicht besonders hoch. Aber es ist schon eine unverschähmtheit in den letztren Jahren Sozialkürzungen in nie gekannten Ausmaß beschlossen zu haben und später sich selber saftige Einkommenssteigerungen genemigen.

@Odium
es ist schon drollig wie du die Vergütung der Politiker mit dem Ansporn für gute Arbeit verbindest. Abgesehen das man diesen Anspruch allen Arbeitnehmer zugestehen kann und nicht nur sogenannten "Spitzenkräften", sieht man doch an der derzeitigen Politik sehr gut das selbst gute Bezahlung keine gute Politik hervorbringt. Jedenfalls eine Politik die im Interesse der ganz überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung gemacht wird und das sind nicht die Reichen und "Eliten" sondern die Arbeitnehmer die von ihrem Gehalt leben müssen.
 
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extasy schrieb:
Es geht darum was hier für ein Bild wiedergegeben wird und umk Glaubwürdigkeit. Natürlich belasten die paar hundert Bundestagsparlamentarier den Bundeshaushalt für sich gesehen nicht besonders hoch. Aber es ist schon eine unverschähmtheit in den letztren Jahren Sozialkürzungen in nie gekannten Ausmaß beschlossen zu haben und später sich selber saftige Einkommenssteigerungen genemigen.

Wie bereits gesagt ...
Sozialtransfers sind nicht das gleiche wie Einkommen! Daher ist eine Vergleichbarkeit schlichtweg nicht gegeben und ich kann dann auch keine "Unverschämtheit" erkennen.

Für mich bleibt die Diskussion zu einem großen Teil durch Neid geprägt, denn man gönnt dem anderen nicht, was er an Lohn für seine Arbeit bekommt. Egal ob es nun Politiker sind oder Manager.

extasy schrieb:
Und deine Arrgoganz gegenüber denen die ja "nur" Kisten stapeln kannst du dir auch schenken. wenn du bis zur Rente Kisten gestapelt hast so bist du körperlich verbraucht und auch dieses muss über den Lohn auch vergütet werden.

Oha wir wollen das ganze doch nicht auf die persönliche Schiene bringen ... Also bleib bitte sachlich und unterlasse die Wahl von persönlichen Wertungen meiner Person. Ich beschrieb lediglich Fakten, daran ist nun mal nichts arrogantes ...
Die Kisten bei uns wiegen weit unter 10 kg, und im Zweifelsfall gibt es Handhabungsgeräte. Für alles über 30 kg wird dann der Deckenkran genutzt. Wer sich damit dann den Rücken kaputt macht, macht irgendwas falsch. Da ist ständiges sitzen vor dem PC wohl weitaus schädlicher für die Gesundheit.

Deine Ausführungen über die armen ausgebeuteten Arbeitnehmer die ihre Gesundheit kaputt machen treffen nun mal auf die heutige Welt in der deutschen Industrie nicht mehr zu. Wie oft hast du schon einen mittelständischen oder großen Industriebetrieb von innen gesehen und hast dich mit den Arbeitsabläufen befasst?

Kleiner Tip: Ich mach es täglich und Arbeitssicherheit und Ergonomie sind die wichtigsten Aspekte bei der Auslegung von Arbeitsstätten. Einfach schon aus dem Grunde weil ein kranker Arbeitnehmer das Unternehmen Unsummen kostet. Die Förderung der Gesundheit der Arbeitnehmer ist somit auch ein sehr wichtiger Aspekt der Kosteneffizienz.

extasy schrieb:
[...]sieht man doch an der derzeitigen Politik sehr gut das selbst gute Bezahlung keine gute Politik hervorbringt.

Oh hier macht jetzt jemand seine subjektive Meinung über die Politik der letzten Jahre zu einem objektiven Wertungskriterium? Zu Durchschaubar um glaubhaft zu wirken ...
Ich fand die Politik der letzten Jahre eigentlich in vielen Punkten durchaus gut. Und was machst du nun?
 
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Ich behaupte mal, dass die Diätengeschichte eine Scheindiskussion ist. Es geht um Gefühle, schwammige Ausdrücke wie Fairness, Gerechtigkeit und Moral. Kann man alles in die Tonne drücken.
Die paar Millionen Euro tun dem Haushalt nicht weh, es geht bloß um die "Vorbildfunktion". Es scheint, dass die meisten Deutschen es am liebsten sehen würden, wenn unsere Spitzenpolitiker 3000€ brutto nach Hause nehmen und Nebeneinkünfte, Beratergeschäfte und Aktienhandel verboten wird, um Lobbyarbeit zu unterbinden.
Doch der Schuss geht nach hinten los. Es gibt Länder, da ist es wirklich egal wen man wählt. Ein paar Monate Afrika, Südamerika oder chinesische Provinz geben ein neues Gefühl von Politik.

Ich frage: Was kann schlimmstenfalls passieren, wenn unsere Politiker überbezahlt sind? Und angenommen, jemand erklärt sich für objektiv und zieht die Grenze, was über- und was unterbezahlt ist. Was könnte da passieren? Es kostet uns ein paar Millionen mehr, ok. Und an den Stammkneipen wird noch etwas mehr darüber geflucht, ja.
Aber im Gegenzug werden diese 'überbezahlten' Menschen mit aller Kraft doch versuchen, ...
extasy schrieb:
[...] eine Politik die im Interesse der ganz überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung gemacht wird [...]
Passt von der Grammatik nicht ganz, aber du siehst worauf ich hinaus will. Die Schäden durch Misswirtschaft, Korruption und Vetternwirtschaft wären hundertfach oder tausendfach höher.

Und woran erkennt man jetzt, dass unsere Politiker eben nicht gut bezahlt sind? Daran, dass die Parteien immer weniger aktive Mitglieder haben und der Nachwuchs ausbleibt. Schließlich gibts diese 7400€ brutto auch nur im Bundestag, sozusagen in der ersten Bundesliga, und da halten es die meisten vielleicht drei, max. vier Wahlperioden aus. Dann sinkt das Einkommen wieder.
Wenn es den Leuten wirklich um's Geld gehen würde, würden sie mit ihren Kenntnissen doch eher in die Wirtschaft gehen, wie es alle anderen eben vorleben.
 
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Danke Odium ... nahezu jeder Politiker würde in der freien Wirtschaft weitaus mehr bekommen als er an Diäten bekommt.

In einen Betrieb mit 3000 Leuten ist man in der dritten Führungsebene bzw. auf der passenden Stabsstelle (da gibt es ca. 20 Personen) gar nicht mehr so weit entfernt von den 7400€ brutto.

Ich glaube keiner der Abgeordneten macht den Job bloß des Geldes wegen.
 
Für diese "Sozialtransfairs" haben die Arbeitnehmer Beiträge bezahlt und somit ein Anrecht erworben. Man solle nicht so tun als ob es nur Almosen währen die man belibig kürzen oder abnehmen kann. Außerdem handelt es sich dabei auch um eine soziale Umverteilung die sogar im Grundgesetzt als Sozialstaatsgebot festgelegt ist für die Jenigen die eben nicht nur von ihrem Vermögen leben können. Ganz im Gegensatz zum Kapitalismus übrigens der keinen Verfasungsrang im Grundgesetzt hat. ;)
 
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extasy schrieb:
Für diese "Sozialtransfairs" haben die Arbeitnehmer Beiträge bezahlt und somit ein Anrecht erworben.

Erst einmal von der Ausgestaltung der Systeme her gesehen eine falsche Aussage.
Speziell bei den Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherungen handelt es sich um Riskioversicherungen bei denen ein bestimmtes Risiko abgesichert werden soll. Das bedeutet auch, dass diejenigen, bei denen der Versicherungsfall nicht im vollen Umfang eintritt mehr bezahlen als sie am Ende heraus bekommen. Andere hingegen bekommen viel mehr raus als sie eingezahlt haben.

Bei der Rentenversicherung handelt es sich um ein Umlagesystem bei dem ebenfalls ein Anspruch auf 100% Auszahlung vorhanden ist.
Ich beschrieb bereits sehr ausführlich, dass die heutigen Rentner weitaus mehr heraus bekommen als sie eingezahlt haben. Somit wird ihr "Anrecht" im vollen Umfang erfüllt. Auf Grund der demographischen Entwicklung ist es allerdings nicht möglich dies auch in 20 Jahren noch sicher zu stellen.

Es ist müßig mit dir zu diskutieren wenn du auf die sehr ausführlichen Beiträge der an deinem Thread beteiligten Personen nicht eingehst. Das zeigt mal wieder, dass scheinbar kein wirkliches Interesse an einer Diskussion besteht.

extasy schrieb:
Außerdem handelt es sich dabei auch um eine soziale Umverteilung die sogar im Grundgesetzt als Sozialstaatsgebot festgelegt ist für die Jenigen die eben nicht nur von ihrem Vermögen leben können. Ganz im Gegensatz zum Kapitalismus übrigens der keinen Verfasungsrang im Grundgesetzt hat. ;)

Befasse dich mit dem Bundeshaushalt und dann sei endlich ruhig!
Der Verfassung wird im vollen Umfang Rechnung getragen. Die Umverteilung nimmt bei weitem den größten Posten im Bundeshaushalt ein.

/edit:

Am Rande: Wenn die Beiträge des Threaderstellers mal wieder meilenweit von Thema weg sind frage ich mich nach dem Sinn dieses Threads. Das Spiel hatten wir hier ja schon mehrfach ...
 
Adam_Smith schrieb:
Ein Vergleich ist durchaus möglich und sinnig so lang man nicht Äpfel mit Birnen vergleicht. Die Arbeit eines Niedriglöhners kann im Regelfall jeder machen der körperlich und geistig einigermaßen Gesund ist. Meist also auch genau die Leute die im Bundestag sitzen.

Ich wollte mich eigentlich nicht so auf den Niedriglohnbereich versteifen. Dieses Beispiel diente lediglich als anderes Extrem zu Managergehältern. Ich kenne Bereichsleiter, die für 2500 Netto arbeiten gehen. Ich kenne Hochschulabgänger, die für Appel und Ei vergütet werden, übrigens keinesfalls für Kistenstapeln, sondern für arbeiten, die einst mal ordentlich bezahlt wurden oder nun anderen weggenommen werden.
Es mag ja sein, das in Deinem Großkonzern oder wo immer Du arbeitest noch alles recht human zugeht. Da sieht es auch noch nicht ganz so mies aus. Aber schaue dann bitte auch mal zur Abwechlsung in die vielen "kleineren" Unternehmen.
Da macht selbst ne Sekretärin weitaus mehr, was im Öffentlichen Dienst 3 machen. Muss teilweise sogar als Chefvertretung aushelfen. Nätürlich bei unveränderter Bezahlung. Ersthaft, das kenne ich sogar in meinem Bekanntenkreis. Und nein, die hat nichtmal annähernd die Zeit, noch "Nebenjobs" wahrzunehmen, nichtmal einen. Genausogut könnte ich dir auch Beispiele aus jeder andere Branche nennen. Keine Einzelfälle.


Adam_Smith schrieb:
Bei den Sozial- und Rentenleistungen handelt es sich in erster Linie um Transferleistungen. D.h. der der etwas bekommt tut dafür im Moment erst mal nichts (wenig) und jemand anders bezahlt ihn.

Es geht um die Relation, richtig. Mit welcher Berechtigung steht es bereits sehr gut ausgehaltenen Politkern zu, sich regelmäßig noch mehr am Staat und Steuerzahler bedienen zu dürfen? Weil andere das auch machen? Was tuen Politiker mehr für ihre Pension als durchschnittliche Arbeitnehmer?

Ein Rentner hat sein Leben lang nach und von seinem Einkommen eingezahlt. Politiker brauchen dies nicht, deren Altersversorgung wird sogar stets weiter ausgebaut.
Es ist keine Neiddebatte. Es ist leider längst eine Klassendebatte.

Wie wäre es, wenn man die Diäten an den Gehältern von Bundesrichtern oder den Bürgermeistern orientiert? Übrigens auch anhand deren Privilegien? Bundesrichter müssen für ihre Altersvorsorge viel länger dienen, sie bekommen keine Kostenpauschale und dürfen auch nicht nebenher noch in einem zweiten Beruf Geld verdienen. Abgeordnete tragen auch weniger individuelle Verantwortung als Bürgermeister. Sie können sich hinter dem Fraktionszwang verstecken und auch nicht einfach abgewählt werden. Denn die Parteien bestimmen, wen sie auf sicheren Plätzen und Kreisen aufstellen.

In unserer Demokratie war es schon immer von entscheidender Bedeutung, dass die Gesetze, welche die Parlamente machen, in vollem Umfang auf die Volksvertreter selbst anwendbar sind und die sich eben keine Privilegien zuschustern. Wo kommen wir sonst hin, bzw. wo stehen wir?

Adam_Smith schrieb:
Genau sie können ihren Posten verlieren. Also das selbe Risiko wie so ziemlich jeder andere Arbeitnehmer in diesem Land.

Nein eben nicht, weil es kein Existenzielles ist. Du weißt ja sicher, was nach paar Jahren Zugehörigkeit so alles zusteht. Steht das auch einem Arbeitnehmer zu? Selbst proportional nicht.

Adam_Smith schrieb:
Wenn jemand meint ein Abgeordneter verdient zu viel Geld und muss dafür zu wenig tun, dann soll er doch selber Abgeordneter werden.

Wenn Politiker meinen, sie verdienen zu wenig, sollen sie all ihre Ämter sofort niederlegen, auf Pensionen und Fortzahlungen verzichten und in die freie Wirtschaft gehen, wo derartige eh schon sind. Reisende soll man nicht aufhalten. Wenn DAS einen Volksvertreter ausmachen soll, dann gute Nacht. Verhungern muß man sicher nicht als Politiker.
 
Hi,

also ich finde, dass 95% mit der jetzigen Diätenerhöhung unzufrieden sind, nachvollziehbar. Irgendwie ist das ja wie mit der Manager- und der Bahnführerdebatte: Neid, Unwissenheit. Bei Geld meint jeder, mitreden zu können. Ich persönlich kenne nur einen einzigen, der als Politiker arbeitet. Der ist Bürgermeister einer 30.000 Seelen Gemeinde gewesen und er hatte mit 46 trotz Normalgewicht und üblicher Ernährung schon einen Herzinfarkt. Seine Frau sagte, er würde 60 Stunden arbeiten und er selbst meinte mal, dass die Leute keine Ahnung haben, wie anstrengend das sein kann. Man muss lächeln, zu etlichen Terminen, sich mit Sachthemen auseinander setzen, mit anderen Politikern verhandeln, 90 jährige besuchen...
Das kann man nicht auf die Bundesparlamentarier verallgemeinern, aber ich glaube, dass unter den 95% der Menschen, die die Diätenerhöhung für ungerecht halten, fast niemand eine genaue Vorstellung hat, wie der Alltag solcher Leute aussieht. Die schalten bestimmt nicht nach 50 Stunden in der Woche ab. Und alle vier Jahre ist die Angst im Nacken, ob es diesmal für einen Platz reicht.
Gerade wegen dem Leben in der Öffentlichkeit und der schlechten Bezahlung würd ich nicht danach streben. Doch ich glaub denen geht's auch mehr um die Macht, das Prestige und die Verantwortung, die sie tragen. Offiziell haben sie vielleicht einen wirklich schlechten Ruf, aber wenn man in der Nachbarschaft weiß, dass die Frau Abgeordnete ist, dass macht das ganz schön was her. Schließlich steckt da jahrelange Arbeit drin, man muss immer den Drahtseilakt zwischen medienpräsenter Öffentlichkeitsarbeit (keine künstlichen Hüftgelenke für 80 jährige) und Fettnäpfchen schaffen, wenn man ganz bis nach oben will.

So langsam verstehe ich, warum Gehalt mehr Tabuthema ist als Sex. So wie sich manche hier darüber aufregen, kann man ja nur was falsch machen, wenn man sagt, was man verdient.
 
@Relict
In unserer Demokratie war es schon immer von entscheidender Bedeutung, dass die Gesetze, welche die Parlamente machen, in vollem Umfang auf die Volksvertreter selbst anwendbar sind und die sich eben keine Privilegien zuschustern. Wo kommen wir sonst hin, bzw. wo stehen wir?

Hundert prozentig richtig beobachtet.
DAS IST DER SPRINGENDE PUNKT! Deshalb ist der Neid hausgemacht!!
Es gibt inzwischen "Klassen" die gleicher sind, als die Gleichen und ab da wirds echt eng.
Diejenigen, die für das Gesetz sorgen, dürfen sich nicht darüberstellen. Sonst wirds unglaubwürdig.
 
@Skoll. Prinzipiell gebe ich dir zu deinem ersten Absatz recht.

Ich glaube der Diskussion in diesem Thread entnommen zu haben, und zumindest ist dies meine persönliche Meinung, es ist nicht schlimm oder unfair, als Politiker eine gewisse Bezahlung zu erhalten, gleich welcher Höhe sie auch sein mag, sprich 5000€, 25000€, 50000€. Ich glaube hierdrin besteht nicht das Problem, es gab genug genug sinnvolle Argumente im Bezug auf die Wirtschaft.
Kommen wir nun zu meinem Problem, was ich damit habe, das sich z.Bsp. Abgeordnete jetzt diese Beitragserhöhungen gönnen, das wurde mitunter auch in diesem Thread angesprochen: Abhängigkeit, Lobbyistentum und dergleichen.
Politiker sind auch nur Menschen, und wenn wir jetzt mal von evtl einigen Wahlkampflügen absehen, so sind es Menschen wie wir, mit mehr oder weniger Intelligenz, rhetorischer Fähigkeit, etc. Ihre Aufgabe im Üblichen ist es Politik im Sinne des Volkes zu machen.
Aber genau das, so kommt es einem vor, ob dies stimmt, teils stimmt oder nur Polemik/Vorurteile sind, ist in der letzten Zeit doch etwas hinenan geraten, siehe die Stichworte Lobbyistentum, persönliche noch im legalen Bereich spielende Vorteilsnahme usw.

Es sind sicherlich bei weitem nicht alle davon betroffen, aber mehr als nur jene, die wir täglich in den Medien warnehmen. In meinem Wahlkreis gibt es einen Abgeordneten, der zuerst in unserem Kaff Bürgermeister war, eine Misswirtschaft und sinnlose Aktionen sondergleichen geliefert hat und sich mehr oder weniger damit empfohlen hat. Ich selbst habe in im Rahmen eines Berlinaufenthaltes zu meiner damaligen Schilzeit wiedergetroffen und naja er ist zu dem geworden, was wir so kritisieren.

Nehme ich nun noch einmal Bezug auf Adam_Smitz. Ich kann mich noch an deinen Neidsatz erinnern, wo du sagtest, statt Neid zu haben, solle es man doch selbst besser machen und Politiker/Abgeordneter werden. Du weißt sicherlich selber, das Menschen mit Idealen nicht weit kommen. Denkst du das Volk, die Masse würde so jemand wählen. Er wäre unbekannt, er würde wohl kaum einer Partei angehören etc.

Edit: Wenn ich mir so die Beiträge von extasy und Adam_Smith und stellvertrend für die sonstigen Schreiber, die ihren meinungen vielleicht gleichen/ähnlich sind, so würde ich es mir wünsche, wenn jene etwas selbstreflektierender die Situation sehen würde. Es ist nicht alles schwarz-weiß, sprich das ist gut, das ist schlecht, das ist gerecht, das ist ungerecht. Oft liegt die vermeintliche Wahrheit, oder vielleicht besser die wahrscheinlich richtige Entscheidung/Meinung irgendwo in der Mitte zwischen den beiden extremen, so wie der Tapfere eben nicht feige, aber auch nicht tollkühn ist/war(laut Aristoteles) so sollte man dies vielleicht auch auf so Sachen wie diese Diskussion oder jene in den Nebenkriegsschauplätzen Maikrawalle, Linksrutsch etc fassen. Gewalt(Maikrawalle) kann doch nicht aus Rechtfertigung zur Gegengewalt , ach lassen wir es, wird zu Offtopic.
 
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@Relict, ZeroZerb
genau darum geht es mir. Hätte es kaum besser formulieren können. ;)
 
Ein Rentner hat sein Leben lang nach und von seinem Einkommen eingezahlt. Politiker brauchen dies nicht, deren Altersversorgung wird sogar stets weiter ausgebaut.
Es ist keine Neiddebatte. Es ist leider längst eine Klassendebatte.

Aber sicher ist das eine (teils berechtigte) Neiddebatte. Warum? Deren Gehalt ist mehr oder weniger öffentlich. Dadurch dass dies öffentlich ist, und die meisten anderen Gehälter im normalen Arbeitsleben nicht, richtet man sich eben nach ihnen, denn man hat schlecht andere Vergleichsmöglichkeiten. Wer weiß denn schon, ob sich der Chef nicht X% mehr genehmtigt und aufgrund dessen (bei kleinen Betrieben) die Belegschaft jetzt auf ihre Gehaltserhöhung verzichten mag. Kriegen die das mit. Nö. Deswegen sucht man sich einen vergleich, wo man kann, das ist der Politiker, weil das Gehalt öffentlich ist und hackt darauf rum. Also ist es eine Neiddebatte.
Und bei größeren Unternehmen hat man es des öfteren gesehen, dass (tausende) Arbeiter entlassen worden sind trotz Milliardengewinnen, weil anscheinend die Rendite für die Aktionäre nicht gestimmt hat. Wie man es sieht, darum geht es hier nicht. Ich folgere daraus jedoch, dass auch hier mehr oder weniger thoeretisch mögliche Lohnsteigerungen anderen Bereichen zukommen (AKtionären z.Bsp.). Dies soll auch hier keine Wertung sein, das mag man anderswo diskutieren. Jedenfalls hat dann hier der kleine Angestellte/Arbeiter auch kaum Vergleichsmöglichkeiten, sieht also Nachrichten oder ließt Zeitung und kriegt halt mit, dass die Politiker ihr Gehalt um x% steigern, was dann prozentual mehr sein mag, als er bekommt, und ist wahrscheinlich im ersten Augenblick von den absoluten Zahlen, was ein Politiker bekommt, etwas erschreckt und der Neid bricht aus.
Meine Meinung hierzu ist wie schon oben angesprochen, das Gehalt, auch mit dieser Steigerung ist nur auf das Gehalt ansich bezogen ok. Was es in meinen AUgen negativ erscheinen lässt ist jener Apparat darum. Die Scheinheiligkeit manches Politikers. SPendenaffären, Lobbyistentum, Zuwehrsetzen gegen vielleicht deswegen eingeführte Gesetze (Stichwort: Aufdeckung der Nebeneinkünfte und Otto Schilly). DIe Aufdeckung von Nebeneinkünften dient in meinen AUgen dem Zweck, verdeckte Lobbyistentätigkeiten aufzudecken und evtl (öffentlich) zu rügen (Imageschaden / Transparenz).
Ich möchte nochmals auf die Gehälter in der Wirtschaft verweisen. Jene sind viel höher. Sicherlich ist nicht jeder Politiker qualifiziert genug, aber ich kann mir denken es wären einige. Jedenfalls ist das Gehalt zum verbundenen Einsatz potentiell höher. Deswegen, um die Hoffnung zu behalten die Möglichkeit offenzuhalten ("fähigere") Politiker zu bekommen, sollte mand as Gehalt nicht senken oder evtl Leistungen streichen

Das Gehalt von Politikern und deren Sondergehältern kann man nicht mit einfachen Arbeitnehmern vergleichen. Was man jedoch tun kann ist die Einstellung jenes einfachen Arbeitnehmers zu seinem Unternehmen im Vergleich zu setzen wie das des Politikers im Bezug z.Bsp. auf Beeinflußbarkeit/ Lobbyismus/ Nebentätigkeiten

Nebenbei, jenes Verhalten, welches angekreidet wird, begegnet man tagtäglich auf der Straße. Ich wage zu bezweifeln dass die Mehrhehit hier anders als Politiker handeln würde. Und selbst wenn es nur der Möglichkeit dienen könnte, weiterhin als Politiker etwas "Gutes/Gerechtes" erreichen zu wollen. Aber woher will man dann zwischen den Politikern differenzieren. Dies nur als kleiner Nachtrag.

Im Gegensatz zu extasy oder Adam_Smith, die ich (korrigiert mich wenn ich falsch liege) eher in eine politische Richtung ordnen würde, und darüber ihre Beiträge erklären kann, geht es mir darum, schlichtweg falsche Argumente zu widerlegen, nicht um selbst Position zu beziehen (ich schreibe zwar auch meine Meinung rein, aber das ist eher Nebensache). Das was ich zu bekämpfen versuche ist in etwa jenes Verhalten als wenn jemand blind einem extra mit falschen Fakten gefütterten Tatsachenreport ungeingeschränkt glauben schenken würde, obwohl dieser zur Manipulation gebraucht wird
 
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90% aller Politiker würde überhaupt kein Betrieb einstellen geschweige denn 10000 Teuros Nettos in den aller wertesten schieben.
Dieser Vergleich [ Politiker - Managergehälter ] ist ziemlich dämlich.

Die meisten oder fast alle Politiker sind dumm und dazu schlecht ausgebildet. Die paar Juristen in der Politik-auf die wartet hier niemand, davon gibts schon zuviele.

Abgeordneter ist ein Beruf wo man für vorgekautes seine Hand hebt und eigenständiges oder besser Parteifremdes Denken VERBOTEN ist. Kein intelligenter Mensch hat bock sich sowas tagtäglich reinzuziehen, darum werden wir für immer und ewig von dummen regiert werden.

Lebt damit oder wartet bis das Kartenhaus nicht mehr finanzierbar ist, ein Neuanfang bereinigt die Sache immer für eine kurze Zeit, aber dann sinkt das Niveau wieder.
 
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Drullo321 schrieb:
Wer weiß denn schon, ob sich der Chef nicht X% mehr genehmtigt und aufgrund dessen (bei kleinen Betrieben) die Belegschaft jetzt auf ihre Gehaltserhöhung verzichten mag. Kriegen die das mit. Nö. Deswegen sucht man sich einen vergleich, wo man kann, das ist der Politiker, weil das Gehalt öffentlich ist und hackt darauf rum. Also ist es eine Neiddebatte.

Wo wir wieder beim Punkt wären: Weil andere es machen, kann...
Wer spricht denn überhaupt von Neid? Doch immer wieder diejenigen, welche die Diätenerhöhungen wehement verteidigen.
Und ja, ich gönne ihnen diese Diätenerhöhung nicht. Genauer gesagt nicht mit allen zugehörigen Privilegien im Gesamten nicht.

Die Menschen wollen nur, dass die Abgeordneten genauso behandelt werden, wie sie auch. Was ist daran verwerflich?
Man erhöht sich immer kurzfristiger die Diäten und erklärt anderen "unsere Kassen sind leer, wir müssen sparen!"

Unsere Politiker können sich vor Nebenjobs nicht mehr retten, sind sogar schon so beschäftigt, dass einige kaum Zeit haben Bürgeranfragen zu beantworten.
Millionen Wähler haben noch nicht mal einen Job, dafür viel Zeit für die Almosenämter und endlose Datenerhebungen.
Kein Neid, wenn überhaupt dann eher in Richtung Ärgernis bis Ungerechtigkeitsempfinden.
Es war noch nie in der Geschichte nebensächlich, wenn das Volk blutet und die Bonzen sich nachwievor die Bäuche vollstopfen.

Das der Chef sich sicherlich seinen guten Teil abzackt ist nicht neu oder gar unbekannt. Dafür hat er schließlich die Firma.
Der Unterschied zum Politiker ist, es ist SEINE Firma, deren und letztendlich auch seine eigenen erwirtschafteten Gelder.
Baut er shice hat er zb. weniger Einkommen oder ist platt, er ist verantwortlich für sein Tun und Handeln, meist sogar haftbar.

Die "Firma" Staat gehört aber nicht den Politikern, sondern dem Volk. Sie vertreten es mehr oder weniger direkt gewählt auf dessen Wunsch.
Und sie entscheiden "auf Wunsch" über dessen Gelder. Kannst Du das bei Deinem Chef auch, auch zb. über Deinen und Deiner Kollegen Gehaltszahlungen und sonstige Privilegien entscheiden?
vielleicht noch mit der Rechtfertigung, dass ja in anderen Betrieben der Lohn auch kürzlich erhöht wurde/ mehr verdient wird?
Was wird der dir wohl sagen? Im krassen Falle dass Du gehen darfst, wenn dirs nicht passt. Komm mir jetzt nicht mit Betriebsräten oder Gewerkschaften.
Und wenn sich der Öffentliche Dienst höhere Löhne erkämpft hat/ dafür kämpfen musste, dann ist es für Politiker doch noch lange kein Argument stets nachzuziehen.
Die Angestellten haben ihren weiten Abstand damit ein bisschen verringert. Auch trifft eine Preissteigerung doch gerade die unteren Einkommensschichten wesentlich höher. Diätenerhöhung aufgrund dessen klingt daher schon nach Hohn.
Wir müssen alle kürzer treten, ohne große Chancen auf Ausgleich. Aber eben nur fast alle.

Daher halte ich es nicht nur aus moralischen und Gründen der Glaubwürdigkeit für wesentlich dringlicher,
statt einer weiteren Diätenerhöhung (die letzte war ja zudem erst kürzlich) mehr Transparenz der Nebeneinkünfte und Abgeordnetentätigkeiten.
Auch halte ich Nachweise über jeden Cent der Kostenpauschalen für dringlich angebrachter. Ausgenommen natürlich hoheitliche Angelegenheiten, Diplomatie u.ä., was ja beim kleinen Abgeordneten eher unregelmäßiger auftreten dürfte.

Zudem sollten Diätenveränderungen per Volksentscheid stattfinden, werden schließlich von selbigen finanziert.
Überhaupt sollen sie endlich mal erleben, was sie allen anderen durch ihre Beschlüsse und ihren Regulierungswahn ja auch zumuten.
Das schärft die Sinne. Gleiche Rechte, aber auch Pflichten für alle.
Doch komisch, hier schleift es merkwürdigerweise, im Gegensatz zu den eigenen Vergünstigungen. Deren Egoismus ist wohl doch größer, als ihr Leidensdruck, wenn sie öffentlich beschimpft werden.
 
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Ich möchte mich in eure Diskussion nicht soweit einmischen, da ich auch nicht alles gelesen habe, aber meine Meinung doch dazu Kund tun.
Erstens, ich finde es selbst nicht in Ordnung das ein Manager „Millionen“ Gehälter kassiert und dabei die Löhne der Angestellten streicht und/oder diese entlässt, sich aber sein Gehalt erhöht. Denn für die Erhöhung bei ihm um 10%, damit könnte der Rest der Belegschaft dabei bleiben und weiter arbeiten. Ich finde auch Gehälter von über 3 Millionen Euro für einen Manager Posten zu viel. 1 Million tut es da auch. Man soll auch für Leistung bezahlt werden, aber Sozial verträglich und auch wirklich Erklärbar. Das ist es bei einem Manager oder Politiker eher weniger. Beim Manager würde ich es verstehen wenn er 500 000 bis 1 000 000 Euro bekommt und danach vielleicht gesagt wird, jede Million Euro Gewinn am Ende bekommst du mit 10 000 Euro Bonus bezahlt. Das macht dann bei 100 Millionen auch eine Million Euro und ist Erklärbar. Aber nicht diese riesigen Millionen Beträge und dabei dann Leute entlassen.

Zum Thema, das Löhne sinken... das stimmt so nicht und die Streiks haben jetzt einiges bewegt. Ich finde auch dass sich Arbeit lohnen muss, aber alles in einem fairen Rahmen. Das ein Studierter mehr bekommt als ein „Kistenschlepper“ finde ich absolut in Ordnung. Den der Kistenschlepper hat nicht das Geld und die Zeit in seine Ausbildung gesteckt wie z.b jetzt jemand der Studiert. Ein einfacher Handwerker kann auch nicht in einem Unternehmen soviel verdienen wie ein Studierter, das wäre nicht fair. Warum? Ganz einfach: Ich muss eine Schulausbildung machen, zum jemanden der mit der Realschulreife abgeht, sind das mit dem Abitur noch mal drei Jahre, dass ist die Zeit, in dem der andere seine Lehre macht, und schon Geld dafür bekommt. Dann kommt noch mal 3 – 5 Jahre Studium dazu, vielleicht auch 7 Jahre, die Zeit muss man auch finanziere usw. Kurz um einer der Studiert steckt in seine Ausbildung locker noch mal einige tausend Euro, pro Jahr mindestens 5 000 Euro, das macht am Ende 15 000 bis 25 000 Euro, die man selbst zahlen muss, außer die Elter finanzieren einem das Studium. Bafög muss ebenso zurück gezahlt werden usw. Man muss das alles also man in Relation zueinander sehen, es faire ebenso Sozial unfair das einer der mit 16-17 in die Lehre geht später genau so viel verdient, wie einer der noch mal 8-10 Jahre dran hängt für seine Ausbildung. Natürlich muss man auch sagen, wenn der, der seine Arbeit als Ausgebildeter verdammt gut macht, und der Studierte eben nicht, dann ist es auch Fair, dass der Ausgebildete mehr bekommt als der Studierte. Aber es muss sich Lohnen eben sein Studium zu machen, wenn es so wäre, wie es einige von de Linken wollten oder anscheinend auch einige hier, dann kann ich heute noch mein Praktikum aufkündigen such mir ne Lehre und verlang dann das selbe wie einer der von der Uni kommt. Denn dann würde es sich nicht mehr lohnen zu studieren, wenn ich dann im Endeffekt das selbe bekomme.
Ich gebe gerne zu, dass die Möglichkeit zu studieren nicht jedem gegeben ist, da es hier Sozial doch leider eine Abhängigkeit gibt, und das finde ich auch nicht in Ordnung. Die Grundbedingungen sind leider nicht gleich. Ich finde das man hier was tun müsste endlich.

Zum Thema mit den Geld für die Politiker. Ich finde es nicht in Ordnung, dass die schon wieder mehr Geld bekommen, vor allem ist das Geld, was die bekommen nicht mehr in der Relation zur Arbeit zu sehen. Hier geht es mir noch nicht mal um das Geld, was sie so bekommen pro Monat, sondern viel mehr, dass was sie später bekommen wenn sie „Rentner“ werden. Mein Vater gehört zu denen die seid über 30 Jahren hart arbeiten und das mit einem guten Gehalt in seiner Branche, aber er mit seinem Grundgehalt von 6 000 bis 8 000 Euro, trotzdem 100 Jahre arbeiten müsste, um die selbe Rente zu bekommen, wie es ein Politiker bekommt der 8 Jahre im Bundestag sitzt oder eben früher saß.

So und noch mal was zu de Sozialleistungen. Wenn ihr alle es so schlecht findet. Wandert aus, geht in die USA, Frankreich und co. Viele von euch werden sofort wieder zurück kommen, da sie merken, dass da die Sozialleistungen noch niedriger sind als hier. In Deutschland sind viele zu sehr verwöhnt. Es kann nämlich sein das man sagt: Ja er muss gut von seinem Geld leben, selbst wenn er Sozialleistungen kassiert, es heißt: Er muss davon Leben können. Und bei vielen ist dies gegeben. Mir geht teilweise das Messer in der Tasche auf, wenn ich diese ganzen Sendungen sehe, mit 8 Köpfigen Familien auf Harz4 Basis, die ihren Kindern eben nichts tolles kaufen können. Das könnten die aber selbst nicht wenn der Vater normal Verdiener wäre! Es steckt soviel Populismus dahinter, dass es weh tut wie viele darauf reinfallen ohne mal selbst nachzudenken. Deutschland, hör auf zu meckern und lerne es zu leben, es geht dir besser als vielen anderen in andere Ländern und da meckern die Leute nicht. Deutschland, das Land der Meckerer und Miesmacher. :)
 
wieder mal ne tolle Diskussion. So richtig schön stammtisch zum größten Teil. Dabei kann hier vermutlich kaum einer erklären, auf was diese Diätenerhöhung fusst und sie vom Grunde genommen überhaupt nicht so falsch ist wie hier dargestellt. Interessiert natürlich auch keinen, ne nette plattitüdenreiche Diskussion über "Klassen" gemischt mit extasy allgegenwärtigen linken Propaganda kommt wesentlich besser an.

Die heiligen Linken. Oh mann, man kann es nicht mehr hören.

Zum Thema Kistenstapeln und Gesundheit. Lohn ergibt sich unter anderem daraus, wie ich meine Arbeitskraft verkaufen kann. Kistenstapeln kann nunmal jeder, entsprechend groß ist die Auswahl an denen die es machen würden. Ein MEnsch mit Spezialwissen dagegegen ist kaum austauschbar bzw. ersetzbar. entsprechend hoch wird er wohl entlohnt werden, schlicht und ergreifend weil es besser ist als niemanden zu haben. Natürlich gibt es von vorneherein eine natürliche Selektion. nicht jeder ist gleich inetelligent wie jemand anderes. aber sowas wird bei ideologischen Diskussion wie hier ja gerne unter den Tisch gekehrt. Die Gesundheit verkauft jeder mit seiner Arbeitskraft. Sei es weil er Kisten schleppt, sei es weil er den ganzen Tag sitzt oder sei es weil er ständig unter Termindruck steht. Am Ende sind alle kaputt, nur auf unterschiedliche Weise. Bei manchen sichtbar, bei manchen weniger. Es läuft auch nicht anders wie überall: Angebot und Nachfrage. Und Kistenstapeln kann nunmal jeder anbieten, eine zahnärztliche Behandlung dagegen nicht.

Für mich sind viele Linke nichts als scheinheilige Querulanten, die jede Gelegenheit nutzen, Versprechen zu machen und noch viel extremer eine Erklärung wie man dies erreichen soll schuldig bleiben als andere Parteien (wobei ich mir da seit der neusten Haushaltdiskussion seitens der CSU gar nicht mal mehr so sicher bin). Stimmenfang ist ja so herrlich einfach wenn man das blaue vom Himmel verspricht.

ich muss übrigens leider nochmal persönlich werden. Hab es eine Zeitlang verfolgt und egal welches Thema extasy auch anreisst, immer kommt das Gespräch darauf wie toll die linken sind. Propaganda sonders gleichen. Und das mit teils haarsträubenden "Argumenten". Auch diese Eröffnung ist von anfang an dermaßen eingefärbt durch eine bestimmte Meinung, dass jede wirkliche Diskussion im Keim erstickt wird. Es wird keinerlei Hintergrund erwähnt sondern lediglich losgepoltert, wie ungerecht das ganze sei und wie toll die Linken sind.
 
Mustis schrieb:

Für mich sind viele Linke nichts als scheinheilige Querulanten, die jede Gelegenheit nutzen, Versprechen zu machen und noch viel extremer eine Erklärung wie man dies erreichen soll schuldig bleiben als andere Parteien (wobei ich mir da seit der neusten Haushaltdiskussion seitens der CSU gar nicht mal mehr so sicher bin). Stimmenfang ist ja so herrlich einfach wenn man das blaue vom Himmel verspricht. …
Nun ja... Die Linken sind wirklich etwas Scheinheillig, zumindest der liebe nette Gissi. Fährt einen Dicken Benz, hat eine Riesige Villa und spricht davon das besser verdienende am besten ihr Geld direkt abgeben. :)

Naja diese Diskussion ist sowie so leidig. Für mich gibts keine Partei die wirklich verdient hat gewählt zu werden. Sind die Linken an der macht, kann ich gleich Arbeitsloser werden, sind die anderen an der Macht ists auch nicht besser... Ach ja zu de "Millionen von Arbeiteslosen" Es sind nur 3,6 Millionen und bei 81 Millionen Einwohner…
 
Diätenerhöhungen ...pi ... pa... po...

Deutschland ist eine der wirtschaftlich stärksten Nationen der Welt. Unsere kompetenten Politiker (CDU und SPD... und ihre bisherigen Kolalitionspartner auf Bundesebene) sind sicher mit ein Grund dafür, dass dies so ist. Sie erschaffen die Rahmenbedingungen damit die deutsche Wirtschaft wachsen und gedeihen kann.. (Die westlichen Siegermächte des zweiten Weltkriegs lasse ich mal hier aussen vor!!!)

ich persönlich finde die 16,4 % Diätenerhöhung noch viel zu gering!.. unsere Politiker sind unterbezahlt

der US Präsident verdient ++400 000$ pro Jahr, der Ministerpräsident von Singapur (Stadtstaat mit unter 5 Mio Einwohner) 15 000 000 € pro Jahr. ... Da ist das Gehalt von Angela Merkel doch nur Peanuts... Nicht zuletzt auch aus dem Grund, dass Deutschland eines der Länder mit der geringsten Korruption Weltweit ist...

Ach ja.. und ich bezweifle, dass alle Bundestagsabgeordnete nur eine 60 Stunden Woche haben!! Ich gehe eher von bis zu 90 Stunden pro Woche aus... Sie arbeiten sicher nicht nur die 2 Stunden im Bundestag die auf Phönix übertragen werden und die Hin- und Rückfahrt...
 
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@GameRsT
warum soll es einem Linken nicht wirtschaftlich gut gehen. Mit diesem anführen von privatem Wohlstand bei Linken versuchten reaktionäre Kreise die Glaubwürdigkeit unserer Spitzenmannschaft zu untergraben. Nirgendwo steht das man als Linker in Armut leben soll. Natürlich haben auch Linke ein Recht darauf gut zu leben und ich neide niemanden seinen Luxus solange er sich solidarisch über seine Steuern am Wohlstand Aller beteidigt.
 
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